Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel des »Neben-Weblogs« zweisprech, das von 2009 bis 2011 aktiv war und »Leben und Arbeiten im Web Zwei« zum Thema hatte. Aktuellere Artikel zu ähnlichen und weiteren Themen hat das aktuelle Blog der Uninformat im Angebot.

video

Barcamp Offenburg: »Randgruppen Bewegtbild.« Videohosting, Broadcasting, Mobile.

video barcampoffenburg bcog

Am letzten Wochenende fand das Barcamp Offenburg statt, einen allgemeinen Bericht gibt es im anderen Weblog.

Eine der interessantesten Sessions hielt »dotdean« Florian unter dem Titel »Randgruppen Bewegtbild«, es wurde ein großartiger Überblick über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen »Video und das Web« gegeben.

Bild: vimeo.com

Als »das heißeste Ding« derzeit wurde Vimeo gepriesen, wegen der sowohl technischen (HD!) als auch inhaltlichen Qualität der dort hochgeladenen Inhalte. Außerdem gäbe es gute Filterfunktionen für die Videos der Kontakte, und man könne seine »liked videos« in einen eigenen RSS-Feed exportieren. Außerdem sei Vimeo ein Vorbild für die Kommunikation eines Anbieters im Web mit der »Community«.

Ebenfalls empfehlenswert sei Viddler, das mit seiner »Im-Video-kommentieren-Funktion" ein Alleinstellungsmerkmal habe. Dieses Feature kann man z.B. bei diesem Video in Aktion sehen.

Und nicht zu vergessen: Hobnox, bekannt von den vorzüglichen Videoübertragungen bei der re:publica.

Bild: mogulus.com

Ein anderes heißes Thema: Liveübertragungen im Web, Stichwort »Mogulieren«, also Liveübertragungen vom eigenen Rechner an die Gemeinde im Web, »heiße« Anbieter sind:

  • live.yahoo.com, mit Chat- und Videokonferenzmöglichkeit während der Sendung.
  • ustream.tv
  • mogulus bildet ein Produktionsstudio in Flash ab, und hat bereits ein eigenes Verb. ;)

Weitere zu beobachtende Anbieter:

Bild: seesmic.com

Auch ganz heiß: »Mobile Streaming« mit dem Mobiltelefon:

  • seesmic.com, eine Art »Twittern mit Video kombiniert«, derzeit noch in »Closed Alpha«.
  • kyte.tv, Handyvideos mit einem direktem »backchannel«.
  • qik.com, ebenso

Und zum Abschluss gab es noch »Guck-Empfehlungen« für Web-Videoshows, die mit solchen oder ähnlichen Produktionsmitteln erstellt werden:

Ein großes »Danke« für diese Präsentation, immer schön wenn man so gemütlich sitzend einen knackigen Überblick über die Szene geboten bekommt. Wie man sieht: Barcamps lohnen sich, natürlich nicht nur deshalb.

Eine »verbose« Variante dieses Vortrags gibt es heute bei zeit.de zu lesen: »Das Handy als Live-Kamera«.

Wochenendkino: flickr und die Anti-Video-Front

video flickr socialsoftware

Die Benutzer von flickr sind ein problematischer Haufen. Nach jeder Änderung von Was-auch-immer bricht (oft genug auch zu Recht, keine Frage) ein Sturm der Entrüstung los, der sich in der Regel in einer immens populären flickr-Gruppe manifestiert. So auch dieses Mal, kurz nach der Einführung des Video-Uploads in flickr brach der zu erwartende Unmut los und ergoss sich in die obligatorische Protestgruppe mit dem passenden Namen »We Say NO to Videos on Flickr«.

Dieses Mal schießen die Empörten aber etwas das Ziel hinaus. Mancher Betrachter fragt sich, warum die Benutzer, die keine Videos wollen, sich nicht einfach darauf beschränken, einfach keine Videos hoch zu laden. Zumal flickrs Beschränkung auf »long photos« von 90 Sekunden meine anfänglichen Bedenken, flickr könne ein zweites Youtube werden, zerstreute.

Darob Unmut verspürt auch Benutzerin »iJustine«, die eben jenen Unmut über den Unmut in ein hübsches kleines Video gepackt hat. Viel Spaß. ;)

Flickr Video : Quit being a btchr

Die Informationsernte VIII

twitter web2.0 video

Alle wollen Geld. Dein Geld. Aber Du willst es einfach nicht rausrücken, darum stimmt »zweinull.cc« ein garstiges Klagelied an. Der live.hackr relativiert es.

Jesse Patel von der »Participatory Culture Foundation« (die hinter dem großartigen Miro steht) im Interview bei Golem, Zitat:

»Wir wollen ein System, über das jeder seine Videos verbreiten kann, ein System, das so einfach ist wie YouTube, aber bei dem man seine Inhalte nicht an ein Angebot wie YouTube zu dessen Bedingungen abgibt.«

Und natürlich wieder Twitter, Twitter und Twitter.

Noch einmal Twitter: »foodfeed« aggregiert die Nahrungsgewohnheiten der Twitterer. Ebenso sinnlos wie technisch und ästhetisch perfekt!

Unterhaltung (Horrorfilm oder Tragödie): »Web 2.0 – Der Film« ist da.

flickr nun mit 90 Sekunden Video

flickr video

Hier wurde noch geunkt, nun ist es soweit: flickr verarbeitet nun auch Videos. Einfach beim Hochladen (als Besitzer eines Pro-Accounts) eine bis zu 90 Sekunden großes Videodatei angeben und schon ist es »drin«:

Der erste Versuch hat natürlich prompt nicht funktioniert, aber das wollen wir ihnen nachsehen, schließlich gibt es die Funktion erst einige Stunden.

Die Beschränkung ist sinnvoll, so vermeidet man, dass flickr ein zweites Youtube wird. Außerdem sind Videos für flickr keine Videos, sondern »long photos«. Und ein langes Foto ist doch nicht länger als 90 Sekunden, oder?

Und die ersten »Pools« mit langen Fotos gibt es auch schon (via).

flickr bald mit Videos?

flickr video web2.0

flickr, der in Deutschland seit der »Zensur-Affäre« mit einem etwas zweifelhaften Ruf ausgestattete Fotodienst im Besitz von Yahoo!, soll lt. TechCrunch demnächst auch Videos speichern und ver-web-zwei-nullen.

Braucht man das? Ich weiß noch nicht. Eher nicht. Ich mag lieber Dienste, die genau einen Zweck erfüllen, und genau den. Und das gut. Diese Tendenz, alles Mögliche »auch anzubieten«, damit Herr oder Frau Benutzer sich um Gottes Willen nicht woanders rumtreibt, erscheint mir ob der Größe des Angebots draußen im Web ein wenig weltfremd.

Ein Foto ist ein Foto ist ein Foto. Kein Video.

Die Informationsernte I

web2.0 video yahoo startup

»Die Informationsernte« wirft einen (vielleicht) täglichen kurzen Blick auf frische bemerkenswerte Fakten und Dinge aus der weiten Welt des Webs mit Bezug zur großen glorreichen 2. Und damit auch gleich zur Erstausgabe!

Loic Le Meur behauptet in Techcrunch: Internet-Start-Ups sollen nicht »lokal« denken, sondern »global« agieren. Darum soll man als dynamischer »Web-Entrepreneur« auch gleich mal umziehen in eine Metropole wie London oder San Francisco. Raus aus dem lokalen Kontext!

Blabbr ist wie Twitter, aber man kann zu allem was gesagt wird per Knopf-Klick eine Meinung haben (via hackr).

Bicyclemark wirft einen Blick auf den Stand der Dinge in Sachen Online-Video, mit dem Schwerpunkt auf unabhängige Vlogger.

Die Yahoo-Microsoft-Übernahme-Sache köchelt derzeit wohl wenig schlagzeilenträchtig im Untergrund, darum ist Zeit für eine in meinen Augen sehr naive Sichtweise auf die positiven Auswirkungen für die Open-Source-Kultur bei Microsoft (haben die sowas?) durch frisches Blut von Yahoo bei O’Reillys OnLamp.

Und dann war da noch der Herzschrittmacher mit Funkschnittstelle…