Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel des »Neben-Weblogs« zweisprech, das von 2009 bis 2011 aktiv war und »Leben und Arbeiten im Web Zwei« zum Thema hatte. Aktuellere Artikel zu ähnlichen und weiteren Themen hat das aktuelle Blog der Uninformat im Angebot.

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Bespin - Ein Online Code-Editor von Mozilla

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Screesnhot: bedlin

Kollaboratives oder überhaupt Editieren ohne Editor im Browser ist wohl das »nächste große Ding«. Nach EtherPad kommt nun Mozilla mit einem potenziell kollaborativen Online-Editor namens »Bespin« raus. Gleich mal ausprobiert, funktioniert, wenn auch noch sehr Beta. In der finalen Ausbaustufe soll man damit online ein irgendwo herumliegendes Code-Repository bearbeiten können, und das auch noch kollaborativ.

Ein Video gibt es ebenso zu sehen wie den Quellcode. Eindrucksvolles Projekt, im Auge zu behalten.

[Via The Next Web]

Gemeinsam schreiben mit EtherPad

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Screenshot: etherpad.com

EtherPad ist eine Webanwendung für das kollaborative Bearbeiten eines Textdokuments, ganz so wie in SubEthaEdit oder Gobby, nur halt als Webanwendung.

Vor ein paar Jahren, als SubEthaEdit noch frei erhältlich war, war es mal in Mode, bei webbigen Veranstaltungen gemeinsam Mitschriften von interessanten Vorträgen zu erstellen, was ganz gut geklappt hat und ergiebiger war als der meist komplett in die Hose gehende Versuch des Live-Twitterns. EtherPad wäre das richtige Werkzeug, um diese Mode wieder auferstehen zu lassen.

So wie ich das verstehe, ist der Dienst frei und soll auch frei bleiben, mit der Option eines bezahlten Zugangs zu optionalen Dingen wie eine SSL-Variante. EtherPad gefällt, mal eine wirkliche »social Software«, Daumen hoch! ;)

»Send me a nude pic for my birthday«, oder: Location-aware Lifestyle

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Ein schöner Text für das Wochenende in Wired: »I Am Here: One Man’s Experiment With the Location-Aware Lifestyle« (via zahllose Orte in den letzten Tagen, aber erst heute gelesen ;)).

Der Autor, Mathew Honan, ließ sich in einem Selbstexperiment auf die schöne neue Welt der »location-aware« Anwendungen ein. Dienste wie der Klassiker Plazes, Konkurrent Brightkite oder iPhone-Anwendungen wie WhosHere werten die geografische Position des Benutzers aus und stellen damit allerlei »social connected« Schabernack an.

Diese Dienste gibt es schon länger, ihre Zukunft hat aber in diesen Zeiten, wo handliche Gadgets wie das iPhone mit GPS-Fähigkeiten und permanenter Internet-Verbindung populär werden, erst richtig begonnen. Weil das Neuland ist, gibt es im Grunde keine Konventionen für den Umgang mit dieser öffentlichen Transparenz, und gerade die Gedanken über diese sozialen Aspekte lassen den Text meilenweit über die üblichen technik-selbstzweckverliebten Elogen leuchten. Wie ein legendärer deutscher Blogger stets zu schreiben pflegt: Lesebefehl!

Yahoo! Oder: Das sinkende Schiff in der Sommerdürre

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Es herrscht sommerliche Ruhe an der Web-Front. Abgesehen von den immer gleichen gebloggten Litaneien der Art »warum Web-Dienst XY so toll ist und nun alles umkrempeln wird«, die keinerlei Neuigkeitswert haben, sondern nur in der Durchsichtigkeit ihrer Argumentation und Belanglosigkeit ihrer Fakten beliebig austauschbar sind, passiert nichts aufregendes.

Plötzlich aber wird die Aufmerksamkeit auf eine Massenflucht des Personals bei Yahoo! gelenkt. Zur mittlerweile ziemlich beeindruckenden Liste geflüchteter Yahoo!-Köpfe gesellten sich kürzlich die flickr-Gründer und heute dann noch der delicious-Erfinder Joshua Schachter. Das könnte einem ziemlich egal sein, wären mit flickr und del.icio.us nicht zwei der originären (und meine persönlichen) Web-2.0-Lieblingsdienste betroffen. Deren Zukunft sieht nun nicht gerade rosig aus, wenn Beamtennaturen aus Großkonzernen versuchen, innovativ zu sein, nimmt das kein gutes Ende.

Und bei der Gelegenheit möchte ich dann gleich noch eine Runde »Keilen«. Es läuft immer gleich. Ein neuer kluger toller Web-Dienst entsteht, den man gerne nutzt. Dann kommt jemand daher, der über mehr Geld als Innovationskraft verfügt, und kauft den Dienst. Die üblichen verlogenen Pressemeldungen bringen eine Nachricht rüber: »Alles bleibt wie es ist, alles wird toller, und oh, diese neuen Möglichkeiten, ja, diese fantastischen neuen Möglichkeiten«.
Schön für die Gründer, deren Bankkonto füllt sich. Für uns Benutzer aber nicht. Äußert man seine Skepsis, gilt man gleich als »typisch deutscher Nörgler der immer gleich alle grandiosen ach so aufregenden Entwicklungen runtermachen muss«. Nun würde ich gerne mal die ausgedruckten Yahoo!-Katastrophenmeldungen so manchem »Innovationsfan« unter die Nase halten und mit seinen gebloggten »Tolle Möglichkeiten«-Artikeln von einst konfrontieren…

Was lernen wir? Nicht zu häuslich in einem Web-Dienst einrichten, und wenn das große Geld kommt, um Innovation in seiner Geldmaschine zu töten: Alternative suchen, die Chancen sind groß, dass das kein gutes Ende nimmt.

Plurk statt Twitter? Nein!

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Ende letzter Woche lief mal wieder ein virtuelles Borstenvieh durch das Dorf 2.0 – und die Horde der »üblichen Verdächtigen« aus dem deutschsprachigen Raum, die man in jedem Social-Network jenseits und diesseits des Äquators findet, fiel über einen armen putzigen kleinen Web-Dienst namens Plurk her.

Was ist das denn schon wieder? Zunächst einmal ein weiterer Status-Nachricht-Verkündungsdienst mit zeitverschwenderischer Tendenz à la Twitter, technisch brilliant (man schaue einmal, wie »smooth« sich die grafische Zeitleiste mit dem Mausrad scrollen lässt) und mit putziger Grafik umgesetzt, und mit einem merkwürdigen Namen versehen. Zusätzlich zum vom »Status-Message-Godfather« Twitter gewohnten Funktionsumfang gibt es »Karmapunkte« zu verdienen, außerdem kann man »Cliquen« bilden. Diese Funktionen deuten schon auf die »Zielgruppe« hin: Mit Ausnahme der »deutschen Horde« findet man hinter den vielen Profilbildchen in erster Linie junge Damen zwischen 14 und 24. Plurk ist also eine eher juvenile Community, und dabei sollte man es auch belassen.

Ist das also ein »nächstes großes Ding«, wo man nun »rein muss«? Eindeutig Nein. Hinter diesbezüglichen Spekulationen darüber steckt eher die übliche kurzatmige Sensationsschreibe der boulevardesken kommerziellen Web-2.0-Blogs als irgendeine Substanz.

Kollaboratives Krakeln mit Twiddla

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Twiddla ist ein sehr gelungenes Online-Werkzeug für das kollaborative grafische Arbeiten. Manchmal muss der webworkende digitale Nomade mit anderen Notebook-Herumtreibern an Entwürfen, Grafiken usw. herumkritzeln.
Mit Twiddla kann man das schnell und einfach im Browser realisieren. Bilder und Websites können in die Arbeitsfläche geladen werden, und mit Symbolen, Stiften und Text kann man auf diesen dann nach Herzenslust herumkrakeln. Den Kontakt kann man in einem kleinen Chat-Fenster halten, und über ein Applet ist es sogar möglich, eine Audio-Konferenz zum gegenseitigen Anschreien während der kollaborativen Arbeit zu veranstalten.

Fazit: Überzeugt, nützlich und vielversprechend. Twiddla kann eine Menge Hin- und Her-Mailen von Bildchen in geografisch getrennten Arbeitsgruppen ersparen, eine Lösung, die sich wirklich mal »social« nennen darf.
Twiddla soll, glaubt man dieser ihrer Seite, kostenlos sein und »Kicks Ass«. ;) Eine Anmeldung ist zur Nutzung nicht notwendig, wenn man eine Sitzung starten will, kann diese nicht-öffentlich sein und man kann via Plaxo Kontakte dazu einladen.

Twiddla ist natürlich »beta«. Aber wer ist das nicht, in diesen Zeiten?

Die Twitter-Lektion: Protokoll statt Dienst. Und Schluss mit dem Geheule.

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Das Geheule um die technische Unzuverlässigkeit Twitters nimmt langsam Dimensionen an, die befürchten lassen, dass demnächst eine Einheit Web-Blauhelme das Twitter-Hauptquartier einnehmen und Twitter unter Kontrolle bringen wird.

Sorgengeschwängerte Betrachtungen und verzweifelte Suche nach Ursachen fluten die Blogosphäre, und manch einer offenbart unfreiwillig sein peinliches technisches Nicht-Wissen: »It requires memcached, or some other open source cache…it would take hours to do. Hours!« Ist klar, in dem Thema angemessener Sprache kann man da nur sagen: LOL! Thanks, Webware, darauf wäre garantiert niemand ohne Eure Weisheit gekommen…

(Vgl. dazu auch diesen klugen Artikel.)

Wenn wir wieder ernst werden, kann man zwei Dinge festhalten:

1. Twitter ist im Grunde nicht sonderlich wichtig. Wie man auf neudeutsch sagt: »Nice to have«. Schön, wenn es funktioniert, aber kein Beinbruch, wenn es nicht funktioniert. Wer Twitter ernsthaft für den unverzichtbaren Bestandteil der Internet-Kommunikation des 21. Jahrhunderts hält, sollte nicht so viele lächerliche Listen wie diese hier konsumieren oder den »Social Media Consultant« wechseln…

2. Wenn Twitter entgegen meiner Einschätzung doch ein neuartiges unabdingbares hyper-wichtiges Bedürfnis nach unverbindlicher Netzkommunikation abdeckt, so gibt es nur einen Weg zu technischer Zuverlässigkeit: Twitter, oder besser, »die Art zu kommunizieren wie Twitter«, muss ein Protokoll werden, damit es dezentral organisiert und damit weniger anfällig wird. Niemals in der Geschichte des Internets hat sich etwas durchsetzen können, das ein zentraler Dienst eines Anbieters gewesen ist. Alle erfolgreichen Dinge im Netz sind hersteller- und anbieterunabhängig, egal ob Weblogs, Usenet, E-Mail oder gar das Web selbst.
Dazu gibt es sogar schon einen frühen ersten Ansatz: SMOB.

Und bis es soweit ist, würde ich vorschlagen, das ständige Geheule einzustellen. Danke. Und wer ohne Twitter keinen Sinn findet, kann hier nachschauen. ;)

HowFlow - Nützliches austauschen und bewerten

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Ein vielversprechendes neues netzsoziales Ding ist HowFlow. HowFlow (Zitat) »ist eine community-basierende Tipps-, Tricks- und HowTo-Bewertungsseite. Es kombiniert social bookmarking mit einer nicht-hierarchischen und demokratischen Bewertungsfunktion«. Man kann dort Links zu nützlichen Anleitungen und Hilfen ebenso einstellen wie eigene Tipps und Tricks und das Ganze dann mit Tags, Bewertungen und dem ganzen üblichen Zwonull-Kram be- und verwerten.
Der Schwerpunkt liegt klar auf »Geek-Themen« wie Rails oder Linux.

Mitmachen darf man derzeit nur auf Einladung, gegen eine solche hätte der Autor dieser Zeilen nichts einzuwenden. ;)

Twitter nun mit Werbung. In Japan.

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Screenshot: Twitter auf japanisch

An den jüngsten Gerüchten über die Einführung von Werbung in Twitter ist wohl doch mehr dran, als man zunächst zugeben wollte: Die japanische Ausgabe ist zum Start mit Werbung versehen worden. Joi Ito, dessen Firma Digital Garage an der japanischen Lokalisierung beteiligt war, sagte webware:

»Ads are important. It’s always harder to add ads later. So we’re launching with them in Japan. [..] The idea is to get companies to have Twitter feeds.«

Die Links unter der Werbung sollen die Klicker zum Twitter-Feed des Werbenden führen. Wenn das der Weg der Twitter-Werbung werden sollte, wäre es harmloser als das, was man sich sonst so vorstellen könnte, wie z.B. wildes »Getwitter« von Anzeigen in unseren Twittereien.

Shyftr = Content-»Thievr«?

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Shyftr ist ein online RSS-Feedreader mit »sozialer Komponente«. Und genau das ist das Problem, denn die soziale Komponente ist nichts anderes als eine öffentliche Reproduktion der Inhalte anderer Leute, die das dann kommentieren können. Shyftr veröffentlicht anderer Leute Inhalte und zieht auch noch die potenziellen Diskussionen (»Weblogs are conversations«, sagen die Weblog-Weisen seit Äonen) von der Original-Site ab, in ihr obskures RSS-Reader-Social-Network-Whatever.

Nicht erstaunlich, dass solcherart Dreistigkeit gleich Widerspruch erregt, z.B. bei Eric Berlin – »An argument against Shyftr and communities built around full-text RSS feeds«, der Mathew Ingram zitiert:

»I think RSS gives people the right to read your content — but not to build a business around it.«

Genau so ist es. Mein Hauptblog z.B. steht unter der »CC-Non Commercial«-Lizenz, da wäre eine Reproduktion in den kommerziellen Rahmen von Shyftr schlicht und ergreifend ein Lizenz-Verstoß, ganz zu schweigen von Blogs unter »Alte-Schule-Alle-Rechte-Vorbehalten-Lizenz«.

Loius Gray und Eric Scoble sehen das anders (Zitat Scoble):

»The era when bloggers could control where the discussion of their stuff took place is totally over.«

Das sehe ich anders, ein RSS-Feed ist kein Freibrief für Geschäftsmodelle mit anderer Leute Inhalte, und der Abzug der Diskussionen damit in das eigene kommerzielle System ist mehr als unfair.

Im Shyftr-Blog hat man dazu Stellung bezogen, in meinen Augen wenig überzeugend und mit viel zu viel »Our users«-Wischiwaschi als Rechtfertigung. Und das Shyftr-Blog hat natürlich keine Kommentare. Weblogs are conversations. But not outside Shyftr for Shyftr.

[Update] Hier steht, wie man den Shyftr-Roboter ausbremst. Robots.txt wird gar nicht gelesen und als User-Agent die verwendete Magpie-Bibliothek angegeben – schlechter Stil wie der Rest dieses Projekts…

Wochenendkino: flickr und die Anti-Video-Front

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Die Benutzer von flickr sind ein problematischer Haufen. Nach jeder Änderung von Was-auch-immer bricht (oft genug auch zu Recht, keine Frage) ein Sturm der Entrüstung los, der sich in der Regel in einer immens populären flickr-Gruppe manifestiert. So auch dieses Mal, kurz nach der Einführung des Video-Uploads in flickr brach der zu erwartende Unmut los und ergoss sich in die obligatorische Protestgruppe mit dem passenden Namen »We Say NO to Videos on Flickr«.

Dieses Mal schießen die Empörten aber etwas das Ziel hinaus. Mancher Betrachter fragt sich, warum die Benutzer, die keine Videos wollen, sich nicht einfach darauf beschränken, einfach keine Videos hoch zu laden. Zumal flickrs Beschränkung auf »long photos« von 90 Sekunden meine anfänglichen Bedenken, flickr könne ein zweites Youtube werden, zerstreute.

Darob Unmut verspürt auch Benutzerin »iJustine«, die eben jenen Unmut über den Unmut in ein hübsches kleines Video gepackt hat. Viel Spaß. ;)

Flickr Video : Quit being a btchr

Soziale Lesezeichen - Delicious in der Krise?

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Die soziale Lesezeichenseite del.icio.us gehörte, damals, Anfang 2005, zu den ersten so genannten »Web-2.0-Diensten«, die ich genutzt habe und denen ich bis heute treu geblieben bin. Delicious’ trockene und funktionale Oberfläche sowie die Zuverlässigkeit des Dienstes liessen sämtliche Verlockungen von Konkurrenten wie ma.gnolia oder gar Mr. Wong, die durch nervige »kindgerechte Ansprache« gegenüber Delicious punkten wollen, ins Leere laufen.

Nun zitiert TechCrunch den VC-Menschen Fred Wilson, der sich über die Ignoranz gegenüber den Webdiensten beim Aktienschacher à la Yahoo-Microsoft beklagt und am Beispiel von Delicious die These aufstellt, dass Webdienste Benutzer verlieren, wenn sie erst einmal von den »Großen« aufgekauft wurden (Zitat):

»But if you look deeper, I wonder. Delicious grew nicely for a while under Yahoo!’s ownership but recently the user base has fallen off pretty dramatically.«

Techcrunch fragte den Delicious-Entwickler Joshua Schachter, der sagte:

»We continue to grow normally. Unique users is not a good measure of our growth, though. […] Additionally, we cut off search indexing several months ago, which also hurts the UU [unique user] numbers. Since our goal here is not to grow traffic but instead provide a way for people to save things, it’s not something I am really worried about.«

Das Delicious Traffic Traffic sein lässt, statt à la Mr.Wong mit seinen berüchtigten (wer hat drüber nicht schon geflucht bei der Google-Recherche) »Sie interessieren sich für…«-Seiten Google zu füllen, finde ich ebenso interessant wie löblich.

Und die Moral von dieser Geschichte? Man sollte sich in der Beurteilung von Erfolg oder Misserfolg nicht von halbgaren Messungen (Alexa-Traffic!) nach halbgaren Kriterien verleiten lassen.

del.icio.us bleibt auch nach über drei Jahren meine Empfehlung für einen Online-Sozialgedöns-Lesezeichendienst. Lieber das Original nehmen. Und hoffen, dass der Kelch der Microsoft-Akquisition an uns Delicious-Benutzern vorbei geht…

Die Informationsernte VII

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Auf der re:publica 08 haben wir von einem weiteren Barcamp in Berlin erfahren: dem Socialcamp-Berlin. Geplant ist es für den 14.-15. Juni 2008. Es findet statt im ersten selfHUB in Deutschland, in Berlin-Kreuzberg. Das ist ein temporär mietbares Büro für Selbstständige, Freiberufler, Gründer und Gründerteams oder Projektgemeinschaften.

Ein Hörbuch über Web 2.0 und 3.0 gibt es vom FOCUS.

Techcrunch: »[..] a cross-border Web 2.0 culture is definitely gaining steam across Europe.« Ja?

Manchmal scheint es, die Welt dreht sich um 140 Zeichen: Twitter, Twitter, Twitter.

Und dann, tja, die Automatismen: »Sometimes Auto-Complete sucks…«

Feeds finden mit Toluu

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Toluu ist ein (Zitat) »a utility that makes it easy to discover the feeds your friends read and find your new favorite feed«. Und ist derzeit in geschlossener Beta. Was denn sonst? ;)

Das Mutige an Toluu: Es ist nicht einmal ein vernünftiger Online-RSS-Reader, sondern lediglich ein Feed-Vorschlag-Dienst auf der Basis von Datenvergleich. Nach Registrierung und Eintrag der Lieblingsblogs (letzteres kann auch mit dem Upload einer OPML-Datei erledigt werden) werden Benutzer gesucht, deren Feedliste zu n Prozent »matcht« und noch unbekannte Feeds aus deren Fundus vorgeschlagen. Aus dem FAQ:

»We like using our feed reader of choice and we bet you like your feed reader too. We see Toluu as a thin service that sits above your feed reader.«

Das Mutige daran ist die Vorstellung, dass sich tatsächlich eine »kritische Masse« die Mühe macht, seine Feedlisten an zwei Stellen zu pflegen. ReadWriteWeb bietet 10 Gründe an, warum man Toluu lieben wird. The Next Web hingegen ist skeptisch, ob nicht die sozialen Features des Google-Readers solche Dienste überflüssig machen. Das gute alte Bloglines hatte eine ähnliche Funktion übrigens schon vor Urzeiten.

Ist das interessant? Im Prinzip schon, zumal die vom magischen System vorgeschlagenene Blogs auf meinen Geschmack zutrafen.

Werde ich das auf Dauer nutzen, ist das nützlich für meinen Web-Alltag? Eher nicht. Dafür müsste es einen Automatismus bereit stellen, der meine Feed-Vorlieben aus meinem Desktop-Feedreader liest.

Die Informationsernte II

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Freitag: »Ach Schadzii, du bist so tolliii! Das soziale Leben findet im Netz statt. Wie Jugendliche sich auf der Online-Plattform SchülerVZ inszenieren. Eine Feldforschung«

»What does it mean to follow? The digital footprint« Susan Mernit fabuliert über »Folgen« vs. »Lesen«. Wobei die Ursache des Ganzen wahrscheinlich mehr ein nachlässiger Sprachgebrauch in den Zeiten des Social-Network-Wahns ist…

»User-Generated-Content« ist »out«! Schreibt Newsweek in »Revenge Of The Experts«.

Und immer wenn man denkt, der vergessene Konsonant wäre nicht mehr so frchtbr originell, schlägt der nächste zu: Coordinatr. Immerhin, mal ein o vergessen statt des obligatorischen e

Aber am 19. Januar 2038 um 3:14 Uhr ist sowieso Schluss. Ein Hoch auf den 32-Bit Integer!