Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel des »Neben-Weblogs« zweisprech, das von 2009 bis 2011 aktiv war und »Leben und Arbeiten im Web Zwei« zum Thema hatte. Aktuellere Artikel zu ähnlichen und weiteren Themen hat das aktuelle Blog der Uninformat im Angebot.

flickr

Die Informationsernte XI

web2.0 twitter flickr

Wieder ein brilliantes Stück gegen den Strom von 37 Signals: »Are you sure you want to be in San Francisco?«

Heute ist Earthday und treibt seltsame Blüten: »15 of the Best Green Search Engines«.

Der beliebte Tumblelog-Dienst tumblr kommt lt. Webware demnächst mit »Pro-Accounts«, ebd. können Neugierige einige Bildschirmschüsse bewundern.

»Luminotes« ist ein »personal wiki notebook«, entweder kostenpflichtig beim Anbieter oder frei selbst gehostet möglich. Linux.com hat drüber geschrieben.

Compfight ist eine flickr-Suche, die flotter funktioniert als die beim Original.

Und natürlich wieder – na was wohl – Twitter. Keine Ahnung warum, aber gerade ist wohl das Klima für wortreiche Betrachtungen über Anwendung und Auswirkung unseres Lieblings-Web-2-Dingens besonders fruchtbar. Werbebelogger und Blogpiloten referieren Grundsätzliches, Spreeblick und Web Worker Daily haben neue »Tools«. Nate Ritter hat sehr spezielle Anwendungsfälle, und »The Ultimate List of Moms on Twitter« soll auch nicht fehlen. Und die Blogbar hat eine Zukunftsvision über den Lauf der Dinge in Sachen Twitter.

Und wer von diesen ganzen Dingen schon derartig gestört ist, dass er ohne selbstverordnete Zwangsmassnahmen gegen das Web nichts mehr gebacken bekommt, für den gibt es »Freedom«

Wochenendkino: flickr und die Anti-Video-Front

video flickr socialsoftware

Die Benutzer von flickr sind ein problematischer Haufen. Nach jeder Änderung von Was-auch-immer bricht (oft genug auch zu Recht, keine Frage) ein Sturm der Entrüstung los, der sich in der Regel in einer immens populären flickr-Gruppe manifestiert. So auch dieses Mal, kurz nach der Einführung des Video-Uploads in flickr brach der zu erwartende Unmut los und ergoss sich in die obligatorische Protestgruppe mit dem passenden Namen »We Say NO to Videos on Flickr«.

Dieses Mal schießen die Empörten aber etwas das Ziel hinaus. Mancher Betrachter fragt sich, warum die Benutzer, die keine Videos wollen, sich nicht einfach darauf beschränken, einfach keine Videos hoch zu laden. Zumal flickrs Beschränkung auf »long photos« von 90 Sekunden meine anfänglichen Bedenken, flickr könne ein zweites Youtube werden, zerstreute.

Darob Unmut verspürt auch Benutzerin »iJustine«, die eben jenen Unmut über den Unmut in ein hübsches kleines Video gepackt hat. Viel Spaß. ;)

Flickr Video : Quit being a btchr

flickr nun mit 90 Sekunden Video

flickr video

Hier wurde noch geunkt, nun ist es soweit: flickr verarbeitet nun auch Videos. Einfach beim Hochladen (als Besitzer eines Pro-Accounts) eine bis zu 90 Sekunden großes Videodatei angeben und schon ist es »drin«:

Der erste Versuch hat natürlich prompt nicht funktioniert, aber das wollen wir ihnen nachsehen, schließlich gibt es die Funktion erst einige Stunden.

Die Beschränkung ist sinnvoll, so vermeidet man, dass flickr ein zweites Youtube wird. Außerdem sind Videos für flickr keine Videos, sondern »long photos«. Und ein langes Foto ist doch nicht länger als 90 Sekunden, oder?

Und die ersten »Pools« mit langen Fotos gibt es auch schon (via).

flickr bald mit Videos?

flickr video web2.0

flickr, der in Deutschland seit der »Zensur-Affäre« mit einem etwas zweifelhaften Ruf ausgestattete Fotodienst im Besitz von Yahoo!, soll lt. TechCrunch demnächst auch Videos speichern und ver-web-zwei-nullen.

Braucht man das? Ich weiß noch nicht. Eher nicht. Ich mag lieber Dienste, die genau einen Zweck erfüllen, und genau den. Und das gut. Diese Tendenz, alles Mögliche »auch anzubieten«, damit Herr oder Frau Benutzer sich um Gottes Willen nicht woanders rumtreibt, erscheint mir ob der Größe des Angebots draußen im Web ein wenig weltfremd.

Ein Foto ist ein Foto ist ein Foto. Kein Video.