Artikel mit dem Tag »netzpolitik«

Wikipedia hat geschlossen!

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Screenshot: Wikipedia am 21.3.2019

Die Wikipedia hat aus Protest gegen die Uploadfilter in der EU-Urheberrechtsreform erstmals in ihrer Geschichte für 24 Stunden geschlossen: »24 Stunden ohne Freies Wissen: Warum die Wikipedia-Freiwilligen protestieren«. Und Wikipedia wäre nicht Wikipedia, wenn darüber nicht gleich mal in den Kommentaren ordentlich gestritten würde. ;-)

Zur Sache »Uploadfilter« selbst: Auf savetheinternet.info gibt es Informationen, worum es geht. Und was man vor der Abstimmung im EU-Parlament noch tun kann: Nämlich eine Petition zeichnen, sich an eine »Volksvertreterin« oder einen »Volksvertreter« wenden und/oder am kommenden Samstag (23. März 2019) an einer der zahlreichen Demos teilnehmen. Ob es hilft, werden wir dann am 25. März sehen…

John Perry Barlow

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John Perry Barlow 2009, Wikimedia Commons

John Perry Barlow, Viehzüchter, Greatful-Dead-Songwriter und Netzaktivist, ist gestern im Alter von 70 Jahren verstorben. Seine »Declaration of the Independence of Cyberspace« war, wie Heise im Nachruf schreibt, »einer der wichtigsten Aufrufe der frühen Internetbegeisterung«. In der Tat hat dieser Text auch mich damals in meiner »begeisterten« Internet-Anfangszeit maßgeblich geprägt…

[Bild: John Perry Barlow, Wikimedia Commons, CC BY 2.0 von Joi unter Creative Commons Attribution 2.0 Generic Licence, thanks!]

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Snowden Day 2

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Edward Snowden eyes DDC_8317

(Bild: »Edward Snowden eyes DDC_8317« von thierry ehrmann. Thanks!)

Und so geht die Zeit ins Land und wir »feiern« »Zwei Jahre Snowden«. Wie Ben treffend schreibt:

»Und derweil müssen wir uns mit der Einsicht anfreunden, dass unsere Regierung keinen Deut demokratischer agiert, als die von Peking oder Pjöngjang. Allein der Wohlstand, der weite Teile der Bevölkerung fett und sowas in der Richtung von zufrieden macht, trennt uns von einer x-beliebigen Bananen-Republik.«

Das muss man schon anerkennen, unser Regime hat das mit »Brot & Spiele« wirklich drauf. Der überwiegenden Mehrheit geht es ökonomisch gut, hat nichts zu verbergen, ist gut unterhalten und unter Freiheit versteht sie »preiswertes Benzin« und »freie Fahrt auf der Autobahn«. Alle vier Jahre freut man sich auf das »Zettel falten« und twittert dann »#waehlenGehen« weil man so stolz ist auf seine Demokratie.

Deshalb kann ich Bens Erwartung an eine Aufklärung durch Snowden, die noch vor uns liegt, nicht folgen, ich sehe das eher wie diese(r) Kommentator_in bei Slashdot in der Antwort auf die Frage »What Will It Take To End Mass Surveillance?«:

»An all out revolt is probably the only way this will change at this point.«

Ich nehme mich von all dem selbstverständlich nicht aus, selbstverständlich ist z.B. meine Leidenschaft für Profisport mit dem runden Leder hochgradig mitwirkend in Sachen »Brot & Spiele«. Aber wenn Ihr Euch schon nicht zusammen rottet und die, die fortgesetzt unsere Freiheit schänden, verjagt so macht es wenigstens wie ich und macht etwas und werdet z.B. »Fördermitglied bei der Digitalen Gesellschaft«.

Echtes Netz!

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Digitale Gesellschaft und D64 haben gemeinsam eine Motivkampagne vorgestellt mit hübschen Bildchen die »denen da draußen« (wir erinnern uns an rp13: die die man erreichen muss damit alles gut wird) das etwas trockene Thema »Netzneutralität« näher bringen sollen. Das ist natürlich im Kontext der Drosselpläne der Telekom zu sehen, die angeblich zum Ausbau des Netzes notwendig sind, aber in Wirklichkeit eine Gefährdung des hohen Guts der Netzneutralität sind.

Anlaufstelle für Infos zur Netzneutralität: echtesnetz.de