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Doch nicht…

»Firefox benutzen?« Eher nicht. Mozilla hat sich ein hausgemachtes Code-Signierungs-Durcheinander geschaffen und fiel dem zum Opfer: »Firefox: Erweiterungen wurden automatisch deaktiviert« (Caschys Blog) Und dabei war das »Amazon-Ads-Desaster« gerade erst vergessen. »Wir retten das Internet vor dem Monopol«-Ideologie alleine wird die Leute da draußen an den Rechnern nicht zum Umstieg bewegen, wenn das Produkt einfach die schlechtere Wahl ist…

firefox browser

Firefox benutzen?

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Filip Borkiewicz schreibt in »It is your moral obligation to use Firefox«, bezugnehmend auf das sich gar nicht mehr so schleichend etablierende Monopol der auf Googles Chromium basierenden Browser und was wir dagegen tun können:

»Right now the only solution I can see is trying to even out the scales and switching back to Firefox, if you haven't already done so. Firefox is a modern browser and its performance has been drastically improved with recent updates. If you want to try to retain balance - try using it again.«

Das versuche ich immer mal wieder, trotz eines schon traditionell angespannten Verhältnisses mit der Mac-Version des Stöberers aus dem Hause Mozilla. Die große Comeback-Version »Quantum« kam mit dem Versprechen: »It’s fast. Really fast.« Aber Chrome »is faster«, und gefällt alles in allem einfach besser…

Das Problem ist natürlich da (siehe auch »Browsers« von Jeremy Keith). Auch Microsoft stampfte seine eigene Browser-Engine ein und setzt nun unter der Haube auf Chromium. Safari benutzt WebKit, Googles Chromium-Engine Blink ist ein Fork davon. Opera ist heutzutage eine chinesische Firma und setzt ebenfalls auf Blink. Somit ist Firefox der letzte Browser, der nicht auf WebKit/Blink basiert. Aber wenn ihn niemand benutzt, dann wird es ihn irgendwann auch nicht mehr geben…

Also doch: »It is your moral obligation to use Firefox«

20 Jahre NCSA Mosaic

browser historie www

Heute vor 20 Jahren, am 21. April 1993, schrieb Marc Andreesen auf der Mailing-Liste www-talk:

»Version 1.0 of NCSA Mosaic for the X Window System, a networked information systems and World Wide Web browser, is hereby released.«

Mosaic war nicht der erste Web-Browser der Grafiken »inline« darstellen konnte (das waren Erwise und Viola), aber der erste grafische Browser der auf den »Jedermann-Computern« jener Zeit (sprich, Windows und Macs) installiert werden konnte.

Den historischen Mosaic-Browser kann man übrigens noch immer downloaden und installieren (Windows ist in seinen Strukturen alt genug dass ein Download von 1997(!) problemlos installiert werden kann).

1994 wurden die kommerziellen Rechte an Mosaic vom NCSA einer Firma übergeben, die diese an Microsoft weiterverkaufte. Microsoft entwickelte auf der Basis von Mosaic die ersten Versionen des »Werkzeug des Teufels«, dem berüchtigten Internet Explorer. Im gleichen Jahr verließ Mosaic-Entwickler Marc Andreesen das NCSA und gründete mit einigen anderen Netscape, die dann ja auch einen recht bekannten Browser herausgaben. ;-) So haben beide Fronten des ersten großen Browserkriegs »Netscape vs. Internet Explorer« ihre Ursprünge im selben Projekt.