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re:publica: Brauchen wir eine Blogetikette?

"!http://farm1.static.flickr.com/229/455426317_b12ee8d4d4_m_d.jpg!":http://www.flickr.com/photos/leralle/455426317/ Jetzt übt sich ein Podium in der Diskussion, im großen Meta-Problematisieren - "Brauchen wir eine Blog-Etikette?":http://07.re-publica.de/programm/events/6.de.html "Johnny":http://www.spreeblick.com erläutert seine eigene Blogetikette. Und geht auf die "Blogetiketten-Idee von Tim O'Reilly":http://radar.oreilly.com/archives/2007/03/call_for_a_blog_1.html ein. "Stefan Niggemeier":http://www.bildblog.de findet: "Gut, dass wir drüber reden." Prof. Kuhlen, auserkoren für die Rolle des akademischen Expertens von »draußen«, meint: »Ethik entwickelt sich in den Räumen, in denen wir uns bewegen. Das war schon immer so.« Denn: »Die Ethik der Schwein ist der Stall.« Die Schweine hätten eine andere Ethik, wären sie auf der Wiese. Nette Analogie. Wir bewegen uns in elektronischen Räumen, daher entwickelt sie sich genau dort. Die Philosophen kommen sowieos immer erst anschließend und erläutern diese Entwicklung. Don Dahlmann empfindet den Versuch, ein ethisches Regelwerk zu schaffen, als Einschränkung seiner Kreativität. Davon hält er nix von O'Reillys Ansatz. 10 - 15% Idioten hat man immer und wird man immer haben, darum sollte man diese nicht zum Anlass nehmen, ein Regelwerk aufzustellen. Er löscht übrigens auch Kommentare, nach »Gutsherrenart«, wenn notwendig. Kuhlen meint, Blogeinträge sind »pragmatische« Texte, da sie auf eine Reaktion aus sind. Das Problem ist nur: Man weiß nur nicht, was der eigene Text für Konsequenzen hat und wie er aufgenommen wird. Im Grunde aber, so sind sich die Protagonisten auf dem Podium einig, gelten die »normalen«, für uns gewohnten Regeln des menschlichen Zusammenlebens, auch im Netz. Darum sind sich alles einig: Wir (also, die Blogger an sich) brauchen keine unterschriebene Ethik-Konvention. Aber man sollte nicht vergessen, das zum »lebendigen« Bloggen auch eine gewisse Prise Provokation gehört. Johnny wirft die Frage auf, ob und wie man sich gegen Beleidigungen, Lügen oder falsche Anschuldigungen in der Blogosphäre wehrt. Don hat aus seiner »Opel-Story« gelernt, dass man sich ein dickes Fell zulegen sollte. Zu guter Letzt sind sich alle einig: Wir brauchen keine geschriebenen Blogger-Regeln mit Unterschrift und Logo auf dem Blog. Was aber nicht geht, macht Don nach einem Einwurf aus dem Publikum klar: Einfach das Medienrecht der »alten Medien« auf das neue Medium Blog zu kopieren geht nicht!

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