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»Wir sind viele. Jeder einzelne von uns.«

Nachdenken Man will ja kein »Dinosaurier« im "NetNewsWire":http://www.newsgator.com/Individuals/NetNewsWire/Default.aspx werden. Apropos, etwa 80 Feeds mussten dort weichen. Problematisierer. Nicht-Thema-Thematisierer. Glaubwürdigkeits-Verkäufer. Jene, die sich als kläffende Claque eitler Selbstdarsteller gefallen. Man ist hin- und hergerissen zwischen der alten Faszination für das Medium »Weblog« und der wachsenden Abscheu vor Praxis und Personen des Blog-Mainstream. Jenen, die »der Blog« sagen. An ihren Worten erkennt man sie schon. Überhaupt. Lernfähig sind in diesen Zeiten anscheinend die wenigsten. "Flickr sagte uns":http://www.uninformation.org/weblog/51/ etwas. Nämlich: »Du sollst nicht vorhalten Deine wichtigen Daten bei einem zentralisierten kommerziellen Dienst.« Und was machen alle? Staunen, weil der nächste, wenn auch aus gänzlich anderen Gründen, "spurlos verschwindet":http://www.taz.de/index.php?id=internet&art=3259&id=internet-artikel&cHash=200f50efe3. Noch einmal »apropos«. Wir, übrigens, "bleiben erst einmal bei flickr":http://www.flickr.com/photos/leralle/. Weil: Den einen zentralisierten Dienst zu verlassen, um beim nächsten einzukehren, ist hochgradig albern. Na gut, na gut, wenn man Ego-Schulterklopfen und -Gewissensberuhigung schätzt, dann schon. In der Sache ist aber einzig und alleine der Aufbau einer dezentralen Alternative sinnvoll. Das braucht aber ein wenig Zeit, die derzeit nicht da ist. Warum eigentlich »wir«? Wir alle sind wir. Der durch das Web marodierende Mob. Das Verkaufen des Verselbstständigens der Leserbriefspalte im Web als emanzipatorischen Akt der digitalen Moderne ist *der* Hit des Jahres. Das "Zucken einer sterbenden Gattung":http://futurezone.orf.at/business/stories/215720/. So verdanken wir nun den modernen Zeiten, "dass wir in der Zwo-Null-Offensive des Zentralorgans der gebildeten Rechten":http://debatte.welt.de/ empirisch belegt bekommen, was wir in all' den Jahren (besonders in den 90ern, als »Die Welt« federführend im »Serbien muss sterbien«-Diskurs war) schon immer wussten: Dass die Leserschaft des Blatts ebenso unappetitlich ist wie das Blatt selbst. *Das* ist Fortschritt. Aber nicht nur Rechts. Wer "diese Kommentare":http://www.taz.de/index.php?id=883&art=3275&no_cache=1&tx_skpagecomments_pi1[showComments]=1&tx_skpagecomments_pi1[showForm]=1#CommentForm zu "diesem Artikel":http://www.taz.de/index.php?id=umwelt-artikel&art=3275&no_cache=1 liest, möchte unweigerlich flehen: »Bitte, bitte, macht das weg. Wir wollen unsere Mitmenschen nicht täglich zu jedem Artikel lesen...« Und sonst? Die "neue Tocotronic":http://www.tocotronic.de/ ist einfach großartig, so großartig, dass eine Zeile daraus gleich als Überschrift herhalten musste. Und es sind die großen Dinge, die keine Schatten werfen. Und diese Woche geht es nach Berlin. Aber ich schweife ab... Und fast vergessen: Auch wenn hier die Ruhe stetige Gesellin ist, heisst das nicht, das nix gebloggt wird. "Hier z.B., bei den Webkrauts, über die Webwüste der »Elf vom Niederrhein«":http://www.webkrauts.de/2007/08/13/massgebend-is-aufn-platz-teil-ii/. Und nun regelmäßig im "Stadtblog Karlsruhe":http://ka.stadtblog.de/. Die Revolution voran treiben, statt altklug drüber zu labern, »you know what I mean...«

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