Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Archivierte Artikel mit dem Tag wikipedia

Internet

Wikipedia im TV

Gerade wurde im Heute-Journal des ZDF anläßlich der gerade anstehenden Wikimania in Frankfurt über die Wikipedia berichtet. Beim ZDF gibt es den Beitrag leider nicht mittlerweile doch. (Glaube ich zumindest, kann ich nicht angucken, da der von meinen Gebühren finanzierte Sender auf proprietäre Formate setzt, die ich nicht anschauen kann. Danke, ZDF!) Und ein Interview mit Jimmy Wales.
Natürlich werden in den »normalen« Medien, wenn sie über Wikipedia berichten, umgehend Bedenkenträger zitiert. Dieses Mal ein Herr von Brockhaus, der mit der Aufzählung des gesamten Stabes von Redakteuren, Ober-, End und Unterend-Qualitätssicherungs-Redakteuren, punkten wollte, aber den Brockhaus eigentlich nur als Relikt einer vergehenden Zeit hierarchischer Medienstrukturen seltsam antiquiert erscheinen ließ. Und ein Herr von Technology Review, der der Wikipedia mangelnde Konsistenz vorwarf, weil Qualität und Quantität nicht gleichmäßig über alle Themengebiete verteilt seien. Zunächst einmal bieten das klassische Lexika auch nicht, wie ich »damals«, in der grauen Zeit, als es noch kein ubiquitäres (wie mein Lieblings-Mode-Vulgärphilosoph Ossi Urchs sagen würde) Internet gab, bei Recherchen für Schule und Uni in Bibliotheken feststellen musste. Und natürlich: Konsistenz in einer inkonsistenten Welt, das geht nicht. Zu akzeptieren, dass die Wikipedia ein ständiges Werk im Fluss ist, dass sich ebenso wandelt wie die Welt sich wandelt, erscheint mir logischer als die Vorstellung, eine konsistente Sammlung des Wissens der Welt in 36 Bänden im Schrank stehen zu haben, die schon von der Realität überholt sein kann, während man den letzten Band auspackt.

Noch ein hübsches Jimmy-Wales-Zitat aus dem ZDF-Interview, als Antwort auf die Frage, ob Jimmy kein Geld mehr brauche: »Ich habe genug Geld, um zu leben. In deutschen Medien wird manchmal behauptet, ich hätte eine Ferrari-Sammlung, aber das stimmt nicht. Meine Tochter hat eine Matchbox-Sammlung.«

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