Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Archivierte Artikel mit dem Tag tumblelogs

Weblogtalk

Ein Webmontag mit Tumblelogs

Heute (Montag, 19. Juni 2006) ist, trotz Fußball-WM, wieder einmal Web-Montag in Frankfurt. Dieses Mal halte ich einen Vortrag zum Thema »Tumblelogs«, bekanntlich ein »heißes« Thema. Darum passt das Wetter auch hervorragend.

Für alle TeilnehmerInnen und sonstige InteressentInnen gibt es hier die Präsentation zum Download, obwohl sie ohne den dazugehörigen Vortrag eher weniger Sinn macht. Aber die Leute wollen nun einmal Präsentationen »downloaden«. ;-)

Vortrag »Back to the blogging roots«, oder: Von Obstsalat und Tumblelogs

Links zu im Vortrag erwähnten Sites:

Weblog-Historie

Exkurs: Jorn Barger

Tumblelogs

webmontag webmontag060619 tumblelogs

Weblogtalk

Purzeln auf Schienen: ozimodo

Von »Tumblelogs« hatte ich es kürzlich schon einmal. Es sind komische Zeiten, diese Zeiten. Bloggen driftet in eine merkwürdige Richtung ab. Mehr so in Richtung »Wannabee-Popliteratur«. Oder ermüdend penetrantes »Watchbloggen« von Publikationen, die den ganzen Aufwand eigentlich nicht wert sind. Tumblelogs sind dagegen »old school«, reduzieren bloggen auf das, was es mal war, und was es auch sein soll. Gefällt mir!

Der Tumbletrend kommt aus der Ruby-Ecke. Chris’ Anarchaia, das Ur-Tumblelog, läuft mit einer selbst gestrickten Ruby-Lösung namens Nukumi2. Der Projectionist wird von Geeks aus der RubyOnRails-Ecke betrieben. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis es die erste Tumblelog-Software in Rails geben musste, et voilà: »ozimodo – a rails tumbleloggin’ engine«. Wurde ausprobiert und für sehr kühl befunden! So ein reduziertes Bloggen mit so einem kleinen hübschen Tool macht richtig Spaß. Vielversprechend! Und der Vorteil von einem Framework wie Rails: Man findet sich, wenn man Rails kennt, sofort zurecht, wenn man selber drin hacken will. Das kann man wahrhaftig nicht von jedem Blog-System behaupten.

Also, auf geht’s: Rails installieren, Ozimodo starten, und »tumblen« was das Zeug hält! ;-)

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Weblogtalk

Von Purzelbäumen und hohen Auflösungen

98 und ein Schlüssel Man bildet sich ein, so nach dreieinhalb Jahren Weblog-Rummacherei ein wenig Durchblick durch die Materie zu haben, aber man trifft immer wieder auf Entwicklungen und Begriffe, die komplett am Schlüsselloch des Aufmerksamkeitsfokus vorbei gerauscht sind. Wie z.B. der Begriff »Tumblelog«. Tumble bedeutet so viel wie »Purzelbaum«, und Chris Neukirchens »Anarchaia« gilt als das Ur-Tumblelog. Es heisst so, weil Bilder, Links, Chatlogs und Zitate wild über die Seite purzeln, ohne dass eine Unterscheidung in einzelne Einträge erkennbar ist. Ein weiteres Tumblelog ist der Projectionist, dessen Layout mir sehr gut gefällt, genau der Stil auf den ich gerade abfahre.
Nachtrag: Jason Kottke hatte es kürzlich auch von Tumblelogs.

Noch ein Nachtrag: Nach einem Moment des Nachdenkens, nach der Lektüre von Kottkes Artikel, komme ich zu dem Schluss, dass Tumblelogs der Weg zurück zu den Ursprüngen des Webloggens sind, gemäß der »klassischen Definition«: Links und kurze Kommentare. Aber vor allem Links. Ein Weblog ohne Links war kein Weblog. Hey, alte Zeiten kommen wieder.

Weitere aktuelle Zugänge auf meiner Leseliste:

Dirk Jesse, bekannt aus Funk, Film und Fernsehen für sein legendäres Fotoblog Staring at the sun, hat mit High Resolution ein neues Weblog eröffnet: »Es geht also um digitale Fotografie, um den digitalen Workflow, den ein jedes Foto vom ersten Motivgedanken über die Kamera, den Rechner und schließlich ins Internet oder auf Fotopapier durchläuft. […] Fotos werden gemacht, um sie zu zeigen. Daher wird auch das Thema Webdesign hier mit angerissen werden. Keine exzessiven Exkurse in die Theorie […], dafür hin und wieder Hinweise zu praktischen und optisch ansprechenden Lösungen.«

Ein Blog-Urgestein aus Wiesbaden meldet sich zurück! Unter dem Motto »Das Leben geht weiter, Weblogs auch« möchte Sven Przepiorka aka Tzwaen wieder regelmäßig Bloggen. 1-2-3, bloggen! ;-)

Und, one more thing, als Business-Blogger muss man stets die Zahlen im Auge haben. Dieses unscheinbare kleine Fußball- und Internet-Weblog hier auf Eurem Schirm ist 93.713,64 Dollar wert (via 79.600-Dollar-Sonderangebot-Blogger Alp ;-)). Nun ja, es fällt mir ja durchaus schwer, aber ich bin bereit für Übernahmeverhandlungen…

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