Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

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Taggen ist eine Kunst

Internet

Die nicht jeder beherrscht. Die Theorie ist einfach: Man vergibt für einen Link, ein Bild, einen Blogeintrag ein Schlüsselwort, auf Web-2.0-Neusprech »Tag« genannt. Und die Gesamtheit aller Tags zu einem Thema bündelt in der Wüste Internet die Information in relevante Kanäle, gesteuert aus der kollektiven Intelligenz des taggenden Personals vor dem Rechner.

Das ist aber nicht so einfach wie es scheint. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf die delicious-Links zum Tag Wiki. Diese Seite wäre eine logische Anlaufstelle, wenn sich jemand über welche Aspekte auch immer von Wikis informieren möchte. Darin befinden sich aber auch zahllose Seiten, die zwar in einem Wiki gefunden wurden, aber mit dem Thema Wiki nichts zu tun haben. Trotzdem wurden sie mit Wiki getaggt. Das ist meines Erachtens falsch. Wenn ich diese Wikipedia-Seite taggen würde, so würde ich die Tags Titmouse, Vögel usw. verwenden. Aber nicht Wiki. Machen die Leute aber trotzdem. Die Lehre daraus: Traue nicht der scheinbaren kollektiven Intelligenz der taggenden Massen. Und: Tags sind nicht der Königsweg zur Strukturierung der Informationsflut.

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