Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Archivierte Artikel mit dem Tag live

Musik

»Its time to stick your branches in the merciless wheel of time.«

Eben. Deshalb musste es mal wieder ein Platz sein, den Menschen in unserem Alter vermeiden, um dort nicht zu verglühen. Am Donnerstag (31.8.06, das muss dokumentiert werden, denn das Bloggen über besuchte Konzerte dient eigentlich nur dem Zweck, sich wieder dran zu erinnern, wenn man noch älter ist) spielten die legendären Cursive in Wiesbaden auf der kleinen Bühne des Schlachthofs. Es war viel zu eng, viel zu warm, viel zu verraucht und viel zu laut, kurz: es war großartig. Tim Kasher und seine Band drängelten sich mit sieben Herren und einer Dame am Cello auf der viel zu kleinen Bühne und spielten sich kreuz und quer durch ihr beachtliches Repertoire, und natürlich einige Stücke vom grandiosen aktuellen Album »Happy Hollow«, das bei mir gerade dauerhaft rotiert. Bei Cursivearmy kann man zwei der besten Stücke daraus anhören. Das Publikum war angemessen enthusiasmiert, eine junge Dame in der ersten Reihe dergestalt, dass sich Tim Kasher bereits »in trouble« wähnte…
Das musikalisch verarbeitete Leiden Kashers an der Welt und am Sein trieb Musikern und Publikum ein Lächeln auf die verschwitzten Gesichter. Weltleiden okay, aber mit Stil.

Das Bild ist übrigens heute ein »CC-Symbolfoto«. Meine Handy-Aufnahmen waren dieses Mal derartig unbrauchbar, dass ich zur Illustration auf das Bild »tim kasher [cursive]« von misscaro in flickr zurückgegriffen habe, das dankenswerterweise unter CC steht und Tage zuvor in München aufgenommen wurde. Aber Tim sah in Wiesbaden exakt genauso aus. Sogar das gleiche Hemd. Oder das selbe. Wer weiß. Vielleicht die junge Dame aus der ersten Reihe… ;-)

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Musik

Olli Schulz - Nachschlag

Oli Schulz und der Hund Marie Gestern dann Olli Schulz und der Hund Marie live gesehen. Zwar ohne Kostum, aber klasse war es trotzdem. Olli spielte Lieder von allen Alben, erzählte Geschichten, brachte das Publikum dazu, ihn mit typischer Heavy-Metal-Fan-Gestik (Taurus-Hände und Pointer ;-)) zu seinem Heavy-Song »Zwei bangen, einer spricht« anzufeuern, und zeigte einen Dokumentarfilm vom Country-Festival Hamburg-Horn. Olli ist ein Entertainer erster Güte und ich denke, es gab nicht eine(n) im Publikum, der oder die sich an diesem Abend gelangweilt hat.
Ich kann der verehrten Zielgruppe nur wärmstens empfehlen, sich den guten Olli live anzuschauen, wenn er in der Nähe auftaucht, das lohnt sich auf jeden Fall auch, wenn man nicht bedingsloser Anhänger der Männer-mit-Gitarren-Fraktion ist.

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