Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

google

Googles Lokalisierung in China, oder: Ausflugsbilder statt Panzer

Internet

Moe berichtete über die interessanten Auswirkungen der Google-Zensur in China anhand einer Suche nach Tiananmen auf Google.com (Klick öffnet einen Screenshot von mir) und Google.cn (dto.). Weg sind die Panzer, und Schnappschüsse von Ausflügen auf den Platz des Himmlischen Friedens werden gefunden. Zensur, weil sie dem Geschäft dient. Ein gefährlicher Weg, denn so ein Einknicken weckt sicher nicht nur in Diktaturen vom Schlage Chinas gewisse Begehrlichkeiten. Ich schätze, auch ein bekannter Regierungspräsident sieht da interessante Möglichkeiten.

Die .cn-Variante kann man sich nur ürbigens nur anschauen, wenn man in seinem Browser Chinesisch als erste Sprachpräferenz einstellt.

google zensur tiananmen

Ich, der prinzipienlose Kretin!

Zeugs

Es musste etwas geschehen. Die Zugriffe aus Google-Suchergebnissen, geschuldet der exorbitanten Beliebtheit, die Weblogs nun einmal haben, wenn sie »schöne URLs« mit Stichworten haben, fressen mir die Haare vom Kopf.

Bleiben zwei Alternativen:

Zum einen der Google-Suizid. Aber, ist man nicht in Google, existiert man nicht im Web. Aus der liebevollen Umklammerung der allwissenden Datenkrake gibt es keinen Weg mehr zurück. Und selbstverständlich bin ich auch der Hybris jedes mir bekannten Webloggers verfallen, die davon ausgeht, dass der Content, den man unverlangt und freiwillig ins Netz stellt, für die Mitmenschen so unfassbar wertvoll ist, dass man ihnen das nicht vorenthalten darf. Und sie im Zweifelsfall auch ruhig dafür zahlen können. Eben weil der freiwillig reingestellte Content so furchtbar bedeutsam ist.

Und zum anderen, der letzte Absatz deutet es schon an: Man bleibt in Google und lässt irgendwen zahlen. Und so, getreu dem alten Motto, dass Geschwätz von gestern nur Geschwätz von gestern ist, gibt es ab sofort für Google-Besucher Textads zu sehen. Wenn schon Google-Umarmung, dann richtig. Ich bin gespannt, ob und was dabei rauskommt. Aber ohne es mal ausprobiert zu haben, kann man nicht guten Gewissens Option 1 durchführen. ;-)

So, nun steinigt mich, den prinzipienlosen Kretin!

The Girl meint übrigens, dass die Archivseite noch locker einen Skyscraper mit 10 Ads vertragen könnte. Ist ’ne Überlegung wert… ;-)

google kommerz böse

Es wird so sein!

Weblogtalk

Im Himmel über Frankfurt tat sich eine Wolke auf, und eine Stimme verriet mir ein Geheimnis: Die Google-Blogsuche wird nur eingeführt, damit dann eines Tages die Blogs aus dem »richtigen Google« herausgeworfen werden können und das verlotterte Web 1.0 mit seinen Linkfarmen und Google-Fallen beim Geschäfte machen von lästigen Blogeinträgen in Ruhe gelassen wird. ;-)

Mehr zu diesem nichtstofflichen Gadget gibt es natürlich bei Gadgetmania.

google blogsearch

Google jabbert, aber ich schon wieder nicht!

Zeugs

Auf meinen Jabber-Aktivitäten liegt ein Fluch (wir berichteten). Der amessage-Server wurde kaputt »geupdated«, und wieder ist meine Jabber-Verbindung flöten gegangen. Das geht doch alles gar nicht. Es muß doch außer mir noch andere Individuen auf dieser Welt geben, denen paranoide Admins den Zugang zur Welt via 5222 verwehren, wie machen die das denn?

Aber, trotz seines (vollauf berechtigten) Image als IM-Protokoll-Domäne der Frickler und Amateure steht Jabber nun vor dem ganz großen Durchbruch, denn Google jabbert jetzt. Statt wie Yahoo oder das »Evil Empire« M$ einfach ein weiteres Protokoll zu erfinden, nutzt Google Jabber für seinen neuen IM-Dienst! Bravo!

Bei thorte gibt es mehr zu lesen über Google IM.

google jabber amessage

Wie wahr!

Weblogtalk Zeugs

smi anlässlich seines Comeback-Posts: »Nicht alles im Leben braucht ein Archiv.« Ich muß zugeben, dass mir im Rahmen meiner noch stets unauffällig voran gehenden Umbauarbeiten ähnliche Gedanken gekommen sind. Sogar verbunden mit der Idee eines Google-Suizids. Will ich stets gefunden werden mit Sachen, die ich irgendwann 2002 mal geschrieben habe, von schweigsamen Google-Besuchern? Nach Monaten eine E-Mail bekommen, dass mein Beitrag dem Black-Metal-Standort Deutschland schweren Schaden zufügt? Nö, eigentlich nicht. Der Gedanke an Löschen und Neuanfang hat schon einen gewissen Reiz …

weblogs google archiv