Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Archivierte Artikel mit dem Tag borussia

Rundesleder

35 Jahre Büchsenwurf

In dieser Woche, in der die Borussia aus Mönchengladbach lediglich ein 1:1 gegen Tottenham Hotspurs im ersten Spiel der Gruppenphase des UEFA-Cups erreichte, jährt sich eines der legendärsten Fußballspiele der Historie zum 35. Mal: Am 20. Oktober 1971 gewann Borussia 7:1 gegen Inter Mailand, von der UEFA nachträglich annuliert wg. eines Büchsenwurfs, den Robert Boninsegna mit einer oscarreifen Einlage ausnutzte und sich vom Platz tragen liess. Der Rest ist bekannt, das Spiel wurde annuliert, wiederholt, Gladbach schied aus.

Aber jenes 7:1, das war nach Meinung vieler Zeitzeugen das beste Spiel, dass jemals von einer deutschen Mannschaft gespielt wurde, mit dem legendären Doppelpass Heynckes’ mit Netzer, der dann in seinem ersten Spiel nach Verletzungspause den Ball ins Eck schlenzte. Ein Moment, in dem Günter Netzer (so die Borussia-Chronik »Die Elf vom Niederrhein«, S.56) endgültig in wenigen Sekunden (Zitat) »ein Fußballgott, ein Heiland in Unschuldsweiß, ein Erlöser aller Underdogs und Außenseiter« wurde…

Anlässlich des Jubiläums interviewt die »Torfabrik« den damaligen Schiedsrichter Jef Dorpmans der, sich bereits damals der Einmaligkeit des Erlebten bewusst, allerlei Devotionalien von jenem Abend 1971 gesammelt hat und sie stolz präsentiert. Außerdem gibt es noch ein Interview mit Hacki Wimmer, einem der damaligen Akteure.

Glorreiche Geschichte, die Gegenwart: Nächster Anlauf ein Auswärtsspiel zu gewinnen, ausgerechnet bei Hertha BSC, wo es schon traditionell eine Klatsche gibt. Die Chancen stehen gut, dass es auch Morgen wieder heisst:

»Wir fahren weit, wir fahren viel – und wir verlieren jedes Spiel.«

Andererseits: Jedes Spiel muss erst gespielt werden, vielleicht kann man ja erstmals in dieser Saison nach einem Auswärtsspiel sagen: Mein Freund ist aus Leder.

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Rundesleder

Das Leben als Möglichkeit zur Kunst begreifen

»Der linke Fußball ist für mich zugleich intelligent und kreativ. Er ist inspirierend und voll Leichtigkeit, fast eine Kunstform. Der rechte Fußball ist Kampf, ist Arbeit und eher destruktiv. Ich habe mich, wie ja auch Millionen Fußballfans, ganz klar dem linken Fußball verschrieben, und es wundert mich, dass wir in der Bundesliga fast nur rechten Fußball zu sehen bekommen. Vielleicht ist hier Werder Bremen noch die Ausnahme, aber ansonsten wird bei uns Fußball vor allem gearbeitet.«

Zitat des Gladbacher Mittelfeldspielers Thomas Broich in einem sehr sehr sehr guten Interview mit dem VfLog (Teil 1). Auch wer keine Fußballer-Interviews mag (wg. des Lukas P. Traumas) darf mal reinlesen. Man kann dann erfahren, wie ein Fußballer sich selbst unsympathisch finden kann, Fußball nicht immer nur arbeiten, sondern das Leben an sich als Möglichkeit zur Kunst begreifen möchte, und überhaupt einen kleinen Ausflug ins Innenleben eines Fußball-»Stars« unternehmen.

Nach dem souveränen Sieg vom Samstag kann man sich nun erst einmal beruhigt solchen Schöngeistereien hingeben, bevor man dann gegen Wochenende kühn wird und es wagt, heimlich im stillen Kämmerlein von drei Punkten in Hamburg zu träumen… ;-)

P.S.: Manchmal geht mir Textile so richtig auf die Nerven. Ich muss wie ein funktionaler Analphabet »Lukas P. Trauma« schreiben statt, wie es bekanntlich im Deutschen gehört, »Lukas-P.-Trauma«, weil Textile sonst den halben Absatz durchstreicht. Und wir alle wissen ja, dass es im Deutschen keine zusammengesetzten Substantive mit Leerzeichen gibt, immer wenn ich z.B. Web Montag lese habe ich große große Schmerzen…

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Rundesleder

Finsteres rundes Leder

Schaut Euch das an! Mal wieder unterwegs in den heimatlichen Gefilden des Westens, habe ich tatsächlich jemanden in Köln gefunden, der Fußball spielen kann. ;-)

Aber die Aussicht, dass der »geliebte« Geißbockklub demnächst den Weg in die Liga antritt, in die er gehört, kann für den Fan der Borussia aus Mönchengladbach nur ein schwacher Trost sein in diesen Tagen. Die erneute Auswärtsniederlage, eine 0:3-Packung, ausgerechnet bei den Unsympathen aus dem Pfälzer Wald, lässt es mal wieder hoch hergehen bei der Borussia und Zweifel daran aufkommen, ob der Verein es tatsächlich schafft, mal eine Saison ohne Trainerwechsel durch zu kommen. Die Torfabrik stellt berechtigte Fragen, und die Heimpartie gegen Borussia Dortmund am Wochenende bekommt den Charakter einer schicksalhaften Begegnung. Wie die Kollegen von Seitenwahl gleich wieder das Abstiegsgespenst an die Wand zu malen halte ich trotz allem für übertrieben, dazu ist die Liga insgesamt einfach zu schwach.

Bökelberg in Trümmern

Da ich einmal da war, habe ich auch mal wieder dem guten alten Bökelberg in Gladbach einen Besuch abgestattet, der bis auf eine Ecke nur noch eine Trümmerwüste ist. Und als solche fast schon als Symbol für den derzeitigen Zustand der Borussia taugt…

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Rundesleder

Kein Freund

Und, falls jemand warme Worte zum Rückrundenstart der Bundesliga erwartet: Diese Woche ist mein Freund in keinster Weise aus Leder. Solcherart schönfärberische Einschätzungen kann ich in keinster Weise teilen, sehr bitter, ausgerechnet gegen die unaussprechlichen Bajuwaren in Rot und Weiß daheim zu verlieren…

Nur die Aussicht, dass bei einem Punktgewinn der Lauterer am heutigen Sonntag die Geißbockkicker aus der verbotenen Stadt mit der schmutzigen Bahnhofskirche auf den letzten Tabellenplatz rutschen könnten, wärmt ein wenig das frierende Fußballherz…

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Rundesleder

Tschöö Bökelberg!

Nun ist es soweit, heute hat der Abriss des ruhmreichen Gladbacher Bökelberg begonnen. Oh Du mein Fußballtempel, Stätte ruhmreicher Siege und elender Grottenkicke, da gehst Du ruhmlos dahin. Traurig bröseln Betonstücke auf Deinen ungemähten Rasen. Und was für eine letzte Demütigung, dass Du von einem Baggerfahrer aus Hoyerswerda mit den Worten »Ich hab’ nichts mit Fußball. Baustelle ist für mich Baustelle.« ruchlos nieder gerissen wirst…

Heute wurde als erstes der Spielertunnel, in dem ich im Oktober noch den Boden geküsst habe, der von den Stollen an den Schuhen Günter Netzers geadelt wurde, eingerissen, damit der Baggerführer aus Hoyerswerda in den Innenraum fahren und sein schlimmes Werk durchführen kann…

Schlimmes Werk auch bei sport.ard.de. Sie würdigen den heutigen Tag zwar mit einer Fotoserie (auf der Seite nach »Bye bye, Bökelberg« suchen, kann man nicht Verlinken, Javascript-Gedöns), aber verlegten fälschlicherweise das legendäre 12:0 gegen Borussia Dortmund und das 5:1 gegen Real Madrid auf den Bökelberg. Beide Spiele fanden aber im Düsseldorfer Rheinstadion statt (beim Spiel gegen Real war ich dabei). Rechercheschlampen! Mal schauen, ob sie das entfernen, als notorischer Querulant habe ich natürlich eine empörte E-Mail geschrieben.

Anlässlich solch’ tragischem Geschehens möchte ich noch einmal auf meine Bildergalerie »Mythos Bökelberg« aufmerksam machen, die ich im Oktober 2005 fotografiert habe.

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Rundesleder

Jahresabschlussborussiabloggen

Ein letztes Mal in diesem Jahr »Borussia-Bloggen«. Man kann die Winterpause diese Saison mit einem in den letzten Jahren ungekannten wohligen Gefühl eines relativ sicheren Tabellenplatzes angehen, und die Art und Weise, wie die Helden mit der Raute auf der Brust das Spiel gegen Frankfurt nach einem 0:2-Rückstand noch in die richtige Bahn zu einem 4:3-Sieg umgedreht haben, macht Mut für die Rückrunde. So gut, mit Kontakt zu den UEFA-Pokal-Plätzen, standen wir schon lange nicht mehr. Gute Sache! ;-)

Ansonsten? Wer Herbstmeister wurde, ist mir soeben entfallen. Und die Liga entwickelt sich immer mehr zum Irrenhaus. Ein paar Spiele verloren und ein bißchen Unruhe – schwupps, weg ist der Trainer. Neuerdings auch der Manager gleich mit, so in der verbotenen Stadt mit der schmutzigen Bahnhofskirche (oops, auf welchem Tabellenplatz steht denn der Geißbockklub, sowas aber auch…) und beim VfL Wolfsburg. Wobei man fairerweise sagen muss, dass Strunz als Manager die Fehlbesetzung schlechthin war. Als ich im Sommer das Kicker-Sonderheft studiert habe, musste ich ob dieser Personalie schon arg zweifelnd mein von vielen Jahren Bundesliga erfahrenes Haupt wiegen…

Wie man es richtig macht, zeigt Mainz 05. Trotz katastrophalem Start hielt man am Mainzer Gott Kloppo fest, der Erfolg gibt ihnen Recht. Aber das ist die Ausnahme, darum kann man über Meldungen wie diese nur schmunzeln. Nix gegen Thomas Doll, aber wenn der HSV knapp die Champions League verpasst und mit, sagen wir, zwei Auswärtsniederlagen und drei Heimunentschieden in die nächste Saison startet, heisst es »und tschüss«. Darum kann man sich solche symbolischen Vertragsverlängerungen (der Vorstand will zeigen »Boah, machen wir einen auf Kontinuität«) eigentlich schenken.

Nun, das war es also für 2005 mit dem runden Leder. Ab jetzt kann der Fernseher aus bleiben, da nur noch obskure Wintersportarten zu sehen sind, bis man dann Ende Januar 2006 endlich wieder lauthals verkünden kann: Mein Freund ist aus Leder.

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Rundesleder

Oben festsetzen!

Na, das wird ja immer besser mit dem VfL Borussia! Offensichtlich bringt es Glück, wenn ich hier die Tabelle blogge (nicht, dass ich abergläubisch bin …), also muss das heute wieder sein. Ein souveränes 4:1 gegen Kaiserslautern, das sieht richtig gut aus. Auch wenn man nicht durchdrehen soll, so kann man doch den Kollegen von seitenwahl.de zustimmen: »Sicherlich soll man die aktuelle Platzierung und die bis dato gezeigten Leistungen nicht überbewerten, doch darf man ruhig mit breiter Brust und dem Anspruch auf weiteren Erfolg in die nächsten Partien gehen, in denen mit Dortmund, Hamburg und Leverkusen ungleich stärkere Gegner warten. […] In den vergangenen Jahren haben mehrere Mannschaften erstaunliches Stehvermögen in diesen Tabellenregionen bewiesen, auch wenn große Teile der Medien und im Umfeld wöchentlich darauf gewartet haben, dass irgendwann der Dämpfer kommen müsse.« Ansonsten erfüllt den Gladbach-Anhänger als solchen sicherlich auch die deftige Packung für unsere »Freunde« aus der verbotenen Stadt mit der schmutzigen Bahnhofskirche mit einer gewissen Schadenfreude. Ja, ich weiß, ist echt fies, aber bei denen okay! Hielten selbige sich doch bereits für die Größten, nur weil sie nicht gleich von Saisonbeginn an ordentlich Senge bezogen haben …

Als nächstes geht es diese Woche im Pokal zu Hertha BSC. Und am Samstag dann zur falschen Borussia aus Dortmund. Wir werden sehen, im Moment bin ich exorbitant optimistisch, denn: Mein Freund ist aus Leder!

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Fotografie Rundesleder

Besuch auf dem Bökelberg

Premium-Content-Cross-Marketing! Drüben im Fotoblog gibt es Bilder vom Besuch im alten Stadion der Borussia auf dem Bökelberg in Mönchengladbach am vorletzten Wochenende. Wir drangen in das Stadion ein und knippsten was das Zeug hält, denn im November soll es abgerissen werden und wird dann für immer mythische Geschichte sein.

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Rundesleder

Oh, Borussia: UEFA-Cup-Platz!

Ja, was sind denn das für Sachen mit dem VfL Borussia? Um ein Haar fast schon wieder Auswärts gewonnen, und trotz der leichtfertig verschenkten zwei Zähler auf einem UEFA-Cup-Platz – da reibt sich der Borussia-Fan als solcher die Augen, wann hat man sowas zuletzt erlebt?
Mit dem Eigentor in letzter Minute war das Unentschieden natürlich unglücklich, schade.

Ausgesprochen gut gefällt mir auch, dass die Bayern als Tabellenführer gestürzt wurden. So muss das sein! Im Moment gilt eindeutig: Mein Freund ist aus Leder.

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Borussia-Freuden

Diese Tabelle dokumentieren wir hiermit für die Nachwelt, wer weiß schon so genau was danach kommt. ;-) Nach einem etwas wackeligen Erfolg über Mainz 05 steht der VfL auf Rang 6 in der Bundesliga. Man mag als leidgeprüfter Anhänger von Borussia Mönchengladbach der ganzen Sache noch nicht so ganz trauen, aber im Moment ist das ein ganz anderes Borussia-Gefühl. Endlich muss man mal nicht ängstlich gen Abstiegsränge schauen, auch wenn das Gekicke auf dem Rasen mit dem Tabellenplatz noch nicht so gut mithalten kann. Hübscher kleiner Nebeneffekt: Der VfL hat in der ewigen Bundesliga-Tabelle den Fahrstuhl-Klub aus der rheinischen Stadt mit der schmutzigen Bahnhofs-Kirche überholt.

Ganz trauen kann man auch nicht der Technik. Da sitzt man im Stadion und denkt man hätte gemoblogged, aber in Wirklichkeit hat man nur Fehlermeldungen produziert. Eine Inkompatibilität eines der wie immer halbgar zusammengewi…ten Textpattern-Plugins mit PHP5 verhinderte den Moblog-Erfolg. Die Bilder wurden zwar nach Flickr, aber nicht ins Weblog übertragen. Ne ne ne, wenn man nicht alles selbst programmiert, und das bei solch’ einem bedeutsamen Premium-Content. ;-)

So kann man denn in diesen Zeiten wohlgemut sagen: Mein Freund ist aus Leder!

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Rundesleder

Borussia - Grauen auf dem Rasen

Gestern hatte ich nicht einmal Lust, die Sportschau zu gucken, so hat mich die erneute Auswärtsniederlage der Borussia aus Mönchengladbach in Köln angeödet. Zur Erinnerung, der letzte Auswärtssieg war im April 2004 in Rostock. Und sich ausgerechnet von den Kölnern abschlachten lassen – das schmerzt. Und zwar so, dass sich Martin vom VfLog dazu hinreißen ließ, die zyklische obligatorische Gladbacher Trainerdiskussion vorzuziehen und schon einmal los zu poltern: »Es wird Zeit, dass man bei Borussia einsieht: Wir haben im Kader nur Mittelmaß, und mittelmäßige Neuverpflichtungen werden daran nie etwas ändern können, auch 100 nicht. Dieser Verein braucht nicht immer neue Trainer, die immer neue mediokre Kicker ihres Geschmacks serviert bekommen. Borussia braucht einen Trainer, der aus dem, was wir haben, eine Mannschaft formt. Horst Köppel ist dazu nicht in der Lage. Horst Köppel muss weg!« Und streckt schon begierig die Händchen aus nach Jürgen Klopp oder Ralf Rangnick, von denen mit Sicherheit einer demnächst verfügbar ist. Einserseits sind das Protagonisten modernern Fußballs, andererseits spielen ihre Vereine auch nicht unbedingt besser als die Borussia. Ich finde, man sollte ein wenig Geduld mit Horst Köppel und der neu formierten Mannschaft haben. Dass die Borussia mit ihren ewigen Spieler- und Trainer-Tauschereien ins neue Vereinsheim eine Drehtür hätte einbauen können, ist nicht Köppels Schuld. Andererseits sollte man Köppel an seinen eigenen Aussagen messen, im Interview mit der Torfabrik sagte er: »Man hat doch in den letzten Jahren gesehen, dass man keinen Schritt weiter gekommen ist, wenn es mal nicht lief und man etwas auf der Trainerposition geändert hat. Ich bin der Meinung, dass wir mit der Mannschaft, wenn sie sich besser eingespielt hat, unsere Ziele erreichen können. Und das ist nicht der UEFA-Cup. Ich habe davon gesprochen, dass wir mal nach zehn Spielen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Ob uns das gelingt, müssen wir sehen. Aber wir sind keine Spitzenmannschaft, da soll man sich nicht irgendwas in die Tasche lügen.« Also denn, am Dienstag, gegen Werder Bremen, wollen wir Punkte. Drei Punkte!

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Rundesleder

Niemand weiß, wo er steht

Heute ist es mal wieder so weit: Die Zeit der sinnlosen leeren Samstage ist vorbei, komische Radfahrer und ähnliche Zeitgenossen machen den Bildschirm frei für wichtigere Sachen, nämlich getretene Bälle auf grünem Rasen: Die Fussball-Bundesliga startet in die Saison 2005/06. Und da zu Saisonbeginn niemand weiß, wo er steht, ist die Hoffnung, dass in der neuen Saison alles besser wird, der Antrieb jeglichen fussballerischen Strebens.

Wer wird Meister? Mir eigentlich egal, so lange es nicht sie werden, die üblen Gesellen des FC Bayern München. Nicht schon wieder!

Und Borussia Mönchengladbach? Ausgerechnet heute Abend mit einem Auswärtsspiel bei eben jenen Bayern in die neue Saison starten zu müssen, ist natürlich nicht gerade optimal. Wenn man bedenkt, dass sich an den letzten Gladbacher Auswärtssieg (das war am 10.4.2004 ein 3:1 in Rostock, wenn ich das jetzt richtig recherchiert habe) nur noch die Graubärte erinnern, und der letzte und einzige Gladbacher Sieg in München ein 2:1 am 14.10.1995 war (8 Unentschieden und 32 Niederlagen gab es sonst noch), muss man schon einen unerschütterlichen Optimismus an den Tag legen, um an einen Gladbacher Erfolg zu glauben. Aber egal, das ist ja das schöne am Fussball: Jedes Spiel beginnt mit 0:0.

Saisonwünsche für die Borussia: Zwei Siege gegen Bayern, und dieses Mal nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Mögen die Bälle rollen und die Besten gewinnen, so lange es nicht die Bayern sind! ;-)

Mein Freund ist aus Leder!

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