Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.
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Der gespeicherte EU-Bürger ...

… soll (zumindest in Sachen elektronischer Kommunikation) demnächst Realität werden. Nach einem Bericht der ORF.futurezone soll die Datenschutzrichtlinie von 1997 (die besagt dass Verbindungsdaten nur so lange gespeichert werden dürfen wie das für Abrechnungszwecke notwendig ist) demnächst "harmonisiert" werden, sprich EU-weit soll eine einjährige Speicherpflicht (wie derzeit in Großbritannien und Frankreich schon Realität) eingeführt werden.

Überall hinterlassen wir Daten, ich möchte gar nicht wissen in welchen Datenbanken wir alle schon stecken …

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Usenet Death Penalty

Und noch mal The Register:Gegen den Provider "Telewest blueyonder Internet service" wurde die "Usenet Death Penalty" (kurz UDP) verhängt. Das bedeutet dass Beiträge von Usern dieses Providers nicht mehr in den Internet-weiten Newsgroup-Austausch einbezogen werden.

Der Grund dafür war ein kontinuierliches Auftreten von Spam über diesen Provider. Zum UDP gibt es auch eine FAQ.

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Crackende Barrichello-Fans ...

… haben nach einem Bericht von The Register die Website der "Ferrari Group" gecrackt und den Spruch "S4t4n1c_Souls was here Fuck u Ferrari Mercenaries fuck fuck fuck always your capitalist of shit BARRICHELO ROX FERRARI SUX!" deponiert (Quelle).

Mir scheint die haben die Spielregeln nicht so ganz verstanden. Schon zu Zeiten des legendären Fangio musste der Teamkollege sogar während des Rennens sein Auto abgeben (damals ging das noch) damit Fangio die Punkte macht, und in der neueren Geschichte musste 1978 Ronnie Peterson regelmäßig zurück stecken und Mario Andretti den Vortritt lassen. Also kann ich das Gejammer nicht so ganz nachvollziehen, Rubinho weiß schließlich was ihm blüht (es wird ihm mit vielen vielen Euro versüßt) wenn Michael hinter ihm ist. Formel 1 ist ein Mannschaftssport, nicht jeder Teamchef bezieht wie Frank Williams sein primäres Vergnügen daraus zuzuschauen wie sich seine Fahrer gegenseitig "zerfleischen" (ich erinnere da mal an Mansell und Piquet 1996).

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Die Politclowns: Im Zeichen der 18

Der Preis für die Politclowns der Woche (was sag’ ich, des Monats, des Jahres) gebürt zweifelsohne der FDP. Aber ob Big-Brother-Container oder eine 18 auf der Schuhsohle, dem guten Guido Westerwelle ist nichts peinlich, und so lässt er sich tatsächlich von seiner einstelligen-Prozentwerte-Partei zum Kanzlerkandidaten küren.Übrigens, wenn man mal die Website der FDP besucht findet man links in der Navigation unter dem Oberbegriff Partei als erstes den Begriff Spenden

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Where weblogs go to die ...

Weblogs sind eine faszinierende Sache, ich habe so lange drin gelesen bis ich selbst eines haben musste ;-)Manch ein enthusiastisches Weblog-Projekt nimmt aber ein ruhmloses Ende, dokumentiert wird dieses auf der Website mit dem schönen Namen "Fucked Weblog".Ich hoffe stark dass meines dort nicht so schnell enden wird, but: You never know ;-)

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Jugendschutz und Politik-Hysterie

In einem Telepolis-Beitrag mit dem Titel "Jugendschutz nach Erfurt: das dicke Ende kommt noch" konstatiert der Autor Stefan Krempl: "Nach der blutigen Abrechnung eines gescheiterten Erfurter Abiturienten mit dem Schulsystem und seinen unmittelbaren Repräsentanten beherrscht ein Aktionismus und eine Hysterie die politische Szene, die sich in der jüngsten Geschichte nur mit den Nachbeben des 11. September vergleichen lässt." Dem kann ich mich nur anschließen!

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Das Internet Wetter ...

… findet man natürlich im Internet.Denn nicht nur in der realen fleischlichen Welt, dem "Meatspace", gibt es "Wetter", sondern auch im Internet.

Über so manchen Router können sich dunkle Wolken zusammen ziehen, und an manchen Switches toben wilde Datengewitter.The Internet Weather Report misst täglich sechs mal von den USA aus die Verbindungen in die weiter Internet-Welt, die dabei gewonnenen Daten werden dann mit Java-Applets grafisch ausgewertet:

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The Story Of Nadine

Jeder von uns der im Internet aktiv ist kennt das Problem der unerwünschten Werbemails, auch "Spam" genannt. In Slashdot.org erschien eine Story die die wahnwitzigen Ausmaße dieses Phänomens schildert.

Eine Userin eines amerikanischen Internet-Dienstleisters hatte auf irgendeiner Website versehentlich eine falsche Email-Adresse angegeben, und damit nahm das Verhängnis seinen Lauf. The Story Of Nadine schildert die Ereignisse in einem sarkastischen und unterhaltsamen Stil, und legt auch gleich Auszüge aus Mailserver-Logs und Werbemails vor die den Wahnsinn dokumentieren.Man bekommt den Eindruck dass das was ab und an unerwünscht in unsere Mailbox flattert nur die Spitze eines Eisbergs ist, ich möchte gar nicht wissen was täglich an unerwünschten und überflüssigem Zeug durch das Internet wandert.

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Moral in einer unzensierten Welt ...

… fordert erneut <a class="textlink" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,195412,00.html" target="_blank">Spiegel Online.

In einem aktuellen Bericht wird über die ersten Auswirkungen der nach Erfurt grassierenden neuen Lust an der Zensur berichtet.

Erstaunlich finde ich dass sich ausgerechnet in Spiegel Online die anklagenden Berichte gegenüber Computerspielen, Musik und auch fiktiven Texten aus Web-Foren häufen. Ist das der neue Geist der Zeit, soll das mediale Trommelfeuer nach "Erfurt" uns dazu bringen die Schere im Kopf freiwillig anzusetzen und die CounterStrike und Marilyn-Mansons-CDs in Tonnen zu werfen?

10.05.2002 01:44 Uhr Internet

Warum eigentlich?

Warum eigentlich unterhält man eine Homepage, oder die verschärfte Steigerungsform davon, ein Weblog? Das ist eine wirklich gute Frage. Und gleichzeitig eine schlechte Frage.

Grundsätzlich ist es ganz einfach. Warum klettern Leute Berge hinauf? Warum fahren Leute mit Formel 1-Autos im Kreis? Eben! ;-)
Das Internet ist dazu da um es zu nutzen. Die meisten verstehen darunter passiven Konsum, für sie (ich nenne sie mal die "Konsumenten") ist es eine Art Fernsehen was nur etwas komplizierter zum laufen zu bringen ist. Aber das ist ja nicht alles. Gemäß dem Motto von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des WWW, heisst es "everyone’s a publisher". Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen (zumindest der meisten) ihre Meinung zu verkünden, und das WWW bietet dazu die ideale Plattform. Und da meine Freundin M. nicht müde wird zu betonen dass ich ein Langweiler bin muß ich das auch im WWW unter Beweis stellen.

Alles klar? ;-)

Wahrscheinlich nicht, aber so ist das halt!

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Intro: Das Netzbuch

Willkommen in meinem neuen Weblog "daas Netzbuch".

Die LeserInnen die mich noch aus Zeiten der CompuServe-Foren "Planet", "Netpro" und "Famcom" kennen, wissen in etwa was mir vorschwebt: Ein Weblog als kritischer Begleiter und Beobachter des Internets, insbesondere im Zusammenspiel von Internet, Medien und Politik. Denn da gibt es die erstaunlichsten Dinge zu berichten und zu dokumentieren.

Die ursprüngliche Idee eines Weblogs war ja: Links die man aufgespürt hat für den Rest der Menschheit (und natürlich sich selbst, wer weiß heute schon noch welche Site er vorgestern besucht hat) zu dokumentieren und zu veröffentlichen, so dass nach und nach ein persönliches "Netztagebuch" entsteht in dem sich individuelle Interessen und Präferenzen dokumentieren. Heute gibt es vermehrt auch Weblogs die mehr persönliche Tagebücher sind, aber das schwebt mir weniger vor.

Besonders spannend wird es natürlich wenn BesucherInnen dieser Site ihre Meinung dazu kund tun oder selbst interessante Orte aus dem Netz bekannt geben, ob und in welchem Umfang das passieren wird muß die Zukunft zeigen. Zunächst einmal ist es ein kleines Experiment und ich bin gespannt ob etwas und was daraus wird!

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Stoiber und das Internet

Edmund Stoiber, Kanzlerkandidat der Union, nutzt das Massaker von Erfurt aus um seine rigiden politischen Vorstellungen unter das (Wahl-)Volk zu bringen. In einem Interview mit heute.online bekommt man eine Kostprobe.

Stoiber, nach eigenem Bekunden "kein klassischer Benutzer des Internets", möchte alles verbieten was nicht in sein reaktionär-konservativ-klerikalbajuwarisches Weltbild passt. Videofilme, Computerspiele, einfach alles. Jemand der CounterStrike spielt kann einfach kein guter Mensch sein. Und überhaupt, dieses Internet muß grundsätzlich reglementiert werden, denn es ist gefährlich. Da kann ja jeder einfach seine Meinung sagen und (Zitat) "dadurch kann man eine sehr unkalkulierbare politische Diskussion bekommen." Das ist in der Tat übel, wenn schon Diskussionen dann solche die Stoiber steuern kann über seine Männer in den Medien (ich sage nur "Report München" in der ARD, Tendenzfernsehen in Reinkultur).Ich könnte mich nur aufregen, das Wahlvolk hat es in der Hand dass Stoiber im Bayernlande bleibt, aber da sehe ich schwarz. Das Wahlvolk hat ein kurzes Gedächtnis und 16 Jahre "Zeitalter der Stagnation" unter CDU/CSU und FDP bereits wieder vergessen …

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Die freie Hasswirtschaft ...

… hat "Spiegel Online" entdeckt. Wie immer wenn in den USA oder Europa ein Schüler durchdreht und ein Blutbad anrichtet sind die Schuldigen schnell ausgemacht: Filme, Computerspiele und natürlich Musik.

Marilyn Manson, Leadsänger der gleichnamigen Düster-Metal-Band, war schon in Littleton ein Hauptkandidat für den primär Schuldigen, er trägt ja auch, wie der Spiegel weiß, "aus Verehrung" für den Mörder Charles Manson den Namen "Manson". So einfach ist das.

Würden die Kiddies brav in die Kirche gehen und nicht ständig am Computer daddeln oder düsteren CDs lauschen dann wäre alles gut, keiner dreht durch, Harmonie und Frieden überall. Nun ja, träumt weiter!