Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.
Weblogtalk Webworking

»We must stare into a crystal ball and only see the past«

Wenn die Kulturen zusammenprallen und ein (oder mehrere) Blogger dabei ist (sind), darf man auf das Ergebnis gespannt sein, und im Falle von »next10years« wurde man nicht enttäuscht, darum gehet hin und leset in Telepolis »Nach der Party ist vor dem Boom – oder doch dem Kater?« von Multiblogger Oliver Gassner, der das komplexe Problem des unterschiedlichen Verständnis von Web 2.0 in zwei Sätzen erläutert:

»Es ist ein ‘Clash of Cultures’, Netizens und Business versuchen sich mit einer Art rudimentären Lingua Franca auszutauschen, aber während die einen immer nur nach dem Geschäftsmodell fragen und der Skalierbarkeit, reden die anderen von Nischenthemen, von Citizen Media, von Storytelling und […] davon, dass die neuen Dienste den Menschen das wiedergeben, was ihnen die Fließbänder genommen haben: eine Kommunikationsgemeinschaft, die nicht nur aus Konsumenten besteht sondern Gespräch und Reaktion ermöglicht. Das Internet sieht nur aus wie ein Netz aus Computern. Es ist ein Netz aus Menschen. Es sieht nur so aus, als sei es aus Geld und Technik gemacht. Es besteht aus den Gesprächen von Einzelnen, die sich zusammenfinden. Web 2.0 sieht nur so aus wie einen neue Technik mit neuen Geschäftsmodellen. Es will aber eigentlich eine alte und neue Denkweise sein, das Web vor dem Kommerz und das Web mit einem menschlicheren Kommerz. Daher die Sprachprobleme der einen mit den anderen.«

Was sonst noch so von dieser Festivität berichtet wurde, haben »Social Software @ BaWü« und »Telagon Sichelputzer« sehr schön zusammengestellt. Und die vom wirren Herrn ix erwähnte Gitarren-Performance von Spreeblick-Johnny kann man sich hier anhören. Womit dann auch der letzte Kulturbanause hoffentlich endlich weiss, woher die Tagline »I live by the river« eigentlich stammt. ;-)

»I’m happy just because
I found out I am really no one«
Bright Eyes – At the bottom of everything (auch die Überschrift)

web2.0 next10years

Linux Ontour

»Delivering on the Promise of Free Software«

Marc Shuttleworth Andrang
Der Auftritt von Mark Shuttleworth, dem, wie er selbst sagte, »Chief Dreamer« des Ubuntu-Projektes war von einem enormen Andrang begleitet, der Raum platzte aus allen Nähten, die Kameras surrten und blitzten um die Wette. Der »Chief Dreamer« erwies sich als großer Kommunikator und verstand es, durch seine sehr sympathische Art das Publikum für sich einzunehmen. Wie die verehrte Zielgruppe vielleicht mitbekommen hat, gab es einige Unstimmigkeiten mit Kubuntu, die in einer sogenannten »Protestwoche« gipfelten. Heute gab es von Mark ein deutliches Bekenntnis zu Kubuntu (und auch zu Xubuntu), das darin gipfelte, dass er sein Hemd öffnete und ein KDE-T-Shirt zum Vorschein kam. ;-)
Ansonsten gab es die Info, dass am 1. Juni erwartungsgemäß die nächste Ubuntu-Version erscheinen wird, und zeitgleich auch Kubuntu und Xubuntu als offizielle Releases. Und es wird eine offizielle Server-Version geben, mit fünf Jahren garantiertem Support. Und allerlei neue Tools für die Open-Source-Community.

Aber darum ging es eigentlich nicht. Für das Publikum ging es vor allem darum, den Mann anzuschauen, der die Idee hatte, Debian-Pakete zu nehmen und mit Hilfe einer ständig wachsenden Community die führende und modernste Linux-Desktop-Distribution zu entwickeln. Und Mark gab sich alle Mühe, seine Vision herüber zu bringen:

»Free Software enables a different economic paradigm. Embrace it. [Und:] The Free Software Desktop is ready for widespread adoption and deployment.«

Fazit: Ein toller, mitreißender Vortrag, für mich der Höhepunkt des LinuxTags. Man darf von Ubuntu und Mark Shuttleworth noch viele spannende Dinge erwarten. Und wenn es nur die Änderung im »Ton« ist. In den einschlägigen Linux-Foren und sonstigen Orten verschwindet langsam das typische, von einem Studenten mit Uni-Account auf Staatskosten zigfach in die Linux-Newsgroups gerotzte »RTFM, Trottel« als Standardantwort auf alle Fragen. Alleine das wäre schon ein großer historischer Verdienst von Ubuntu. ;-)

Feierabend 1

Nun ist er also herum, der LinuxTag, Zeit für ein Fazit. Das offizielle Fazit des ersten LinuxTag in Wiesbaden sagt: 9.000 Besucher. Etwa 3.000 weniger als im Vorjahr in Karlsruhe (lt. Pro-Linux). Mein Eindruck war, es gab mehr Community als Big-Business, die großen Protz-Stände mit zweifelhaften Features fehlten. Was man nicht vermissen muss. Statt dessen gab es Anregungen zu Linux-Geek- und Netzkultur-Themen, die eine nähere Beschäftigung lohnen. Alles in allem hat es mir gefallen. LinuxTag in Wiesbaden ist anders als in Karlsruhe, aber es kann etwas draus werden…

linuxtag linuxtag2006 wiesbaden

Linux Ontour

LinuxTag - Zwischen Kommandozeilen, Friedrich Nietzsche und dem Mann der im Weltraum war

Bunt Entgegen meiner eigenen Skepsis hat sich das Vortragsprogramm doch noch als anregend interessant heraus gestellt. So ein Vortrag auf dem LinuxTag (oder anderen Veranstaltungen dieser Art) soll ja, wie ein guter Zeitschriftenartikel, kein erschöpfendes Detailwissen liefern, sondern als Appetitanreger dienen, sich mit Dingen, die man im Prinzip schon länger kennt, mal wieder oder erstmals genauer zu befassen.

Diesen Anspruch erfüllte exaktement die als »Guckes’ Großer Kommandozeilenmarathon« angekündigte Veranstaltung von Sven Guckes. Sven ist ein bekennender »Kommandozeilenfetischist« und brachte in einem Rundgang durch sein Setup viele Tipps für Programme wie mutt, vim, screen oder elinks rüber. Daneben versteht sich der gute Sven auch als »Community-Antreiber«, immer wieder forderte er das Publikum auf, nicht nur zu zu hören, sondern selbst aktiv zu werden. So gab es noch Kurzvorträge in der Art der Lightning Talks zu verschiedenen Themen von Projekten, die sich auf dem LinuxTag herum treiben. Eines davon muss ich hier einfach erwähnen: Race Against Root.

Philosophisch startete dann der vierte und letzte Tag des LinuxTag, der Samstag, in das Programm. Dr. Miriam Ommeln erzählte etwas über »Die Relevanz F. Nietzsches für die Open-Source-Bewegung«. Dabei stellte sie die These auf, Friedrich Nietzsche wäre der Philosoph des Netzes und der Open-Source-Bewegung. Ist er das? Ist das mal jemandem aufgefallen? Mir eigentlich nicht. Zu dem Thema später noch einmal mehr, darüber muss ich erst mal in Ruhe nachdenken.

Meike Richter erzählte danach etwas über FAIR CODE Free/Open Source Software and the Digital Divide. Den Vortrag hatte ich beim 22C3 verpasst, schön dass er hier wiederholt wurde, auf Meikes Website FAIR CODE gibt es reichlich Material dazu.

Und dann kam Mark Shuttleworth und hielt eine großartige Rede. Bilder und mehr dazu ebenfalls später, wenn ich Kabel und Zeit habe.

Was hat sich sonst noch so ereignet? Gestern war Brigitte Zypries da, Sven wollte die Gelegenheit nutzen, mit ihr ein wenig über Softwarepatente zu plaudern, aber unsere verehrte Bundesjustizministerin präsentierte sich wenig diskussionsfreudig. ;-)

Freitag abend gab es eine Community-Party. Diese fiel aber zu der glorreichen Party der KaLUG in Karlsruhe letztes Jahr deutlich ab, da muss die lokale Szene nachlegen.

Nun aber geht es in den LinuxTag-Endspurt!

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Linux Ontour

Vorträge, Vorträge, Vorträge!

Und noch stets steht der LinuxTag-Besucher als solcher im Mahlstrom der Worte, Bilder, Menschen und Eindrücke und versucht, alles zu ordnen und zu verarbeiten.

Übrigens, die Veranstaltung rund um Creative Commons und die Filmvorführung war sehr gelungen. Markus hielt eine kurze Einführung in die CC, und danach gab es eine Reihe von interessanten und/oder amüsanten Kurzfilmen. Das Thema, CC und FilmCommons, hat mich, wie man so schön sagt, »gepackt«, darauf werden wir nach dem LinuxTag noch einmal ausführlicher zurück kommen.

Heute gab es (Überraschung! ;-)) auch Vorträge. Den Auftakt meines Programms machten Tobias Hauser und Christian Wenz mit dem Thema »Open Source AJAX«. Zum Auftakt gab es müde Witzchen über das Wort Ajax, also von wegen Putzmittel, Fußballklub etc. (das Übliche halt), und ich war vom zwanghaften Pausenclown-Gebaren des Referenten eigentlich schon nach fünf Minuten bedient, so etwas kann ich morgens überhaupt nicht vertragen. Aber die beiden bekamen noch die Kurve, obschon es für mich nichts Neues zu erfahren gab, war es letztendlich noch eine im Rahmen der verfügbaren Zeit gelungene Einführung in Ajax und die verfügbaren Frameworks.

Danach quetschte ich mich in den viel zu kleinen Workshop-Raum in den Keller, um Noèl Köthes Vortrag »Wie das Debian Projekt die Debian GNU/Linux Distribution entwickelt« zu lauschen. Noèl liess uns ein wenig hinter die Kulissen und Mechanismen des Debian-Projektes schauen. Interessant, auch für mich als langjährigen Debian-User gab es Neuigkeiten. Und, so ganz nebenbei erfuhr man, dass Debian Etch, die nächste Stable-Version, im Dezember 2006 erscheinen soll. Man hat, wie Noèl süffisant anmerkte, im Debian-Projekt aus den Erfahrungen des Releases von Sarge gelernt. Man darf gespannt sein!

Und es gibt noch mehr Vorträge, immer mehr Vorträge, mein armer kleiner Kopf schwirrt schon ob der vielen vielen Informationen. Gleich gibt es einen Kommandozeilen-Marathon, das wird etwas nach meinem Geschmack sein. ;-)

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Linux Ontour

LinuxTag am Haken

Am Haken Am dritten Tag ist Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Es ist schwierig zu beurteilen, aber es scheint mir, als wäre es dieses Jahr in Wiesbaden um einiges leerer als letztes Jahr in Karlsruhe.

Ein kleiner LinuxTag-Knigge:

  • Grundsätzlich ca. 6 Minuten zu spät zu einem Vortrag kommen.
  • Sodann grundsätzlich, übelst und lautstark mit der Papiertüte (s.o., Bild) voller schon beim Druck zum Altpapierschicksal verdammten obsoleten Werbegedöns-Schriften raschelnd, einen Platz in der Mitte einer der vorderen Reihe suchen.
  • Sich diesem dann durch die Reihen drängelnd nähern und laut schnaufend niederlassen.
  • Mit den Klettverschlüssen der Tasche ratschend was zu schreiben suchen.
  • Nix notieren.
  • Die Kunst des richtigen Endes nicht beherrschen. Soll heißen: Dann, wenn alle klugen Fragen gestellt sind, alle inkl. Dozent sich auf den Kaffee freuen, noch eine peinlich dumme langatmige Frage stellen.

Wenn Du diesen kleinen Knigge beherrschst, fällst Du auf dem LinuxTag gar nicht auf. ;-)

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Linux Ontour

LinuxTag 2006 - Tag 2

Geek-Stilleben Heute startete das Freie Vortragsprogramm auf dem LinuxTag, und entsprechend ist es heute auch deutlich voller als gestern.
Ich startete heute morgen mit dem Vortrag von Peter Prochaska zum Thema »Neue Trends im Webhacking«. Nach allerlei Gefrickel mit Bildschirmauflösungen wurden zwei relativ neue Gefahren vorgestellt: HTTP Response Splitting und Cross Site Request Forgery. Ich erspare mir große Texte, man folge den Links, wenn Ihr nach Wissen dazu dürstet. Für Insider in der Materie enthielt der Vortrag eher weniger Neuigkeiten, aber er war recht lebendig und flüssig vorgetragen.

Danach war Datenbank-Zeit. MySQL-Legende David Axmark musste leider absagen, damit fiel der angekündigte traditionelle »State of MySQL«-Talk leider aus. Kai Vogt sprang ein und erzählte etwas über MySQL-Cluster und was in den nächsten Versionen dazu zu erwarten sein wird. Ein informativer Talk, zumindest wenn man sich für die Materie interessiert, zumal er sicher kurzfristig erst vorbereitet wurde.

Bernd Helmle referierte im Anschluss über PostgreSQL. Dieser Vortrag war aber für Datawarehouse-Freaks von Datawarehouse-Freaks. Da ich so etwas eher nicht bin, hatte der, wie man fairerweise sagen muss, sehr fachkundig vorgetragene Talk für mich gewisse Längen. ;-)

Und sonst? Es gibt Geek-Radio vom LinuxTag bei Radio Tux, ich kam aber noch nicht dazu, da rein zu hören, was beim Besuch von Vorträgen auch naturgemäß schwierig ist. Dem Vortragsprogramm aus Raum 7 kann man via Internet live folgen. Auch hier gilt das zu Radio Tux gesagte.

Mal schauen, was wir heute noch anschauen. Nächster fixer Termin sind die »FilmCommons« um 16:00 Uhr. Meike Richter, Karsten Gerloff und Netzpolitik-Blogger Markus Beckedahl (der natürlich auch eine Ankündigung gebloggt hat) stellen Creative Commons und einige unter CC entstandene Filme vor. Das wird eine verdiente Entspannung nach dem harten Brot PostgreSQL werden. ;-)

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Linux Ontour

amaroK, die Killerapplikation

<img class=“thumbtext” src=“/img/f/139944471_24393f60ca_o.jpg” width=“240” height=“192” alt="amaroK – Die “Killerapplikation” in Aktion" /> Am ersten Tag des Linuxtags gab es einen gelungenen Vortrag von Sven Krohlas zu amarok. Darüber hat Sven natürlich auch schon gebloggt und seine Folien verlinkt. AmaroK ist ein unter KDE laufendes iTunes-artiges Musikplayer und -verwaltungsprogramm unter Linux. Ich benutze Gnome als Desktop-System unter Linux, und hatte die nativen Alternativen wie Rythmbox, Banshee oder Quod Libet alle einmal ausprobiert. Der KDE-Fremdling amaroK mit seinen geekigen Features wie dem automatischen Suchen von Lyrics oder dem Nachschlagen des Interpretens in der Wikipedia (ein Produkt der letztes Jahr auf dem LinuxTag verkündeten Zusammenarbeit von KDE und Wikipedia) hat es mir aber wirklich angetan und ist erste Wahl in Sachen Musik unter Linux. Es hat viele der Features, die ich auch an iTunes schätze plus einiger singulärer Gimmicks.

Und psst, ich weiß ja nicht, ob ich es verraten darf, aber hier gibt es eine spezielle Linuxtag-Vorab-Version von amaroK 1.4 (im Source-Code), die ich gerade gebacken habe und die auf dem Screenshot oben in Aktion zu sehen ist.

amarok linuxtag linuxtag2006 ubuntu linux

Linux Ontour

Hallo vom LinuxTag

Rhein-Main-Halle Noch leer! Practical Linux Forum Kantine


Da sind wir also auf dem LinuxTag in Wiesbaden! Eine Rhein-Main-Halle als Baustelle begrüßt die Geeks und Krawattenmenschen aller Art zum LinuxTag. Am heutigen ersten Tag ist es noch nicht arg voll, denn die größte Attraktion, das Freie Vortragsprogramm, startet erst am morgigen Donnerstag. WLAN gibt es auch, standesgemäß wird gerade live gebloggt. Und, es sind die Zeiten 2.0, ein Flickr-Set angelegt, welches in den nächsten Tagen kontinuierlich gefüllt wird. Wer den optischen Eindruck aus der Ferne mit dem vom letzten Jahr vergleichen möchte, kann das mit dem Flickr-Set vom letzten Jahr tun.

Einem ersten Vortrag wurde auch schon gelauscht, und die ersten Linux-Community-Promis gesichtet! Watch out for more exclusive Premium-Content! ;-)

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Linux Ontour

LinuxTag 2006: Pinguine im Landeshauptdorf

Vor kurzem noch drüber problematisiert, nun ist es schon so weit: Morgen beginnt der LinuxTag 2006 in Wiesbaden.

Wie in den Jahren zuvor bin ich auch bei dieser Ausgabe, erstmals in unserem hessischen Landeshauptdorf Wiesbaden, dabei. Aber, so unter uns, der Blick ins Programm macht mir in diesem Jahr nicht unbedingt den Mund wässerig. Natürlich möchte ich mir den Vortrag von Mark Shuttleworth nicht entgehen lassen. Aber sonst? Anscheinend verliert sich die Linux-Realität im Jahre 2006 derart im Alltäglichen, dass allenthalben Partikularthemen zu sichten sind. Und: Nichts gegen einen Blick über den Tellerrand, aber bietet Linux derart wenig Stoff für Themen dass es zwei Riesenstrecken mit Vorträgen zu OpenBSD und Solaris geben muss? Ein wenig Fokussierung auf das Kernthema Linux würde dem ganzen Programm sehr gut tun, denn sonst kann man die Veranstaltung gleich »Linux und alles was irgendwie mit Unix, Web und Open Source zu tun hat-Tag« nennen.

Aber, genug im Vorfeld gemotzt, was es dort zu erleben und zu hören gibt werde ich wie stets hier berichten.

Und ich habe noch 4 Tagestickets für den freien Eintritt zu Kongress, Freiem Vortragsprogramm und Practical-Linux-Forum abzugeben. Bei Interesse einfach aufschreien!

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Mac Techkram

Heute schon Daten gesichert?

Auch der oder die Mac-UserIn als solche muss Daten sichern (und mir jetzt einen Extra-Preis für die Weisheit der Woche, bitte! ;-)). Letztens wanderte ein wunderbarer Problematisierartikel aus einem Blog namens »plasticsfuture« über Backup-Werkzeuge auf dem Mac durch die einschlägigen Blogs. Da ich aktuelle Erfahrung mit dem plötzlichen Festplattentod habe, möchte ich ein wenig Weisheit verbreiten.

Natürlich wäre es wünschenswert, Backup-Mechanismen zu haben, die auch das allerletzte obskure Attribut aus dem Wildwuchs der OSX-Attribute sichern. Und natürlich verschiedene Versionen der Datensicherungen, so dass man im Notfall auch die Version des furchtbar wichtigen Texts von vor drei Wochen rauskramen könnte. Also am besten eine spezielle Backup-Software mit allen Schikanen, eine externe Festplatte oder DVDs, auf denen man dann natürlich regelmäßig sichert.

Unfug. Viele spezielle GUI-Backup-Programme funktionieren lt. plasticsfuture nicht richtig. Und es gibt grundsätzlich nur eine gute Datensicherung: Jene, die regelmäßig gemacht wird. Und das passiert nur, wenn der Mechanismus dazu möglichst simpel und automatisch ist und ohne große Hardware-Stöpselei von statten geht.

Darum höret die Weisheit eines Mannes, der einen innerhalb weniger Stunden stattfindenden Festplattentod ohne den Verlust auch nur eines Bytes überstanden hat:

Dinge, die versioniert werden müssen, wie alles was man so entwickelt oder schreibt oder frickelt, werden auf einen Subversion-Server gesichert. Das sind die einzigen Dinge, wo ich evtl. das Bedürfnis habe, eine ältere Version heraus zu wühlen.

Alle Daten werden grundsätzlich nur in Strukturen im Home-Verzeichnis auf dem Mac abgelegt. In meinem Netz befindet sich ein Linux-PC mit einer geräumigen Festplatte. Auf diesen wird ein kompletter Spiegel des Home-Verzeichnis des Mac vorgehalten. Ein Spiegel. Keine Versionierung nach Tagen, Wochen, Monaten, Jahren. Und das unkomprimiert und offen im Dateisystem. Festplatten kosten nix.

Und auf dem Mac befindet sich ein Skript, in dem steht:

rsync -avz —delete . datensicheruser@datensicherrechner.local:/home/daten/Powerbook-Backup/

Was macht das? rsync synchronisiert Verzeichnisstrukturen auf eine andere Platte, auch über das Netz. Die Option a sichert alles im Archiv-Mode, v zeigt an was getan wird, z komprimiert während der Übertragung, delete löscht auf dem Sicherungsrechner alles, was auch auf dem Powerbook gelöscht wurde. Wird dieser Befehl im Home-Verzeichnis ausgeführt (daher . für alles im aktuellen Verzeichnis) so wird eine ssh-Verbindung zum Rechner datensicherrechner.local als User datensicheruser ergestellt und das Homeverzeichnis in das Verzeichnis /home/daten/Powerbook-Backup/ auf datensicherrechner.local gespiegelt.

Mehr brauche ich nicht. Ich habe immer genau eine aktuelle Kopie meines Homeverzeichnisses des Notebooks auf einem anderen Rechner. Die Sicherung liegt offen im Dateisystem des anderen Rechners, ich komme an die Daten auch heran, wenn das Notebook plötzlich explodieren würde. Keine Sicherungen in komprimierten proprietären Formaten machen, niemals!
Der Sicherungsmechanismus funktioniert mehr oder weniger allein, sobald der Zielrechner eingeschaltet ist, indem man einfach das Skript ausführt. Im Falle eines Verlust durch Hardwareaustausch kopiere ich alles per scp über das Netz zurück auf das Powerbook. Kleinere Verluste, wie das einige Dateien nur noch das Standardsymbol statt eines bunten benutzerdefinierten Symbols haben, weil auf einem Linux-Dateisystem eben die Zillionen Mechanismen der erweiterten Attribute nicht gesichert werden, kann man verschmerzen. Die Alternative wäre ein altes oder gar kein Backup, weil die Prozedur zu aufwändig ist und der menschliche Faktor ins Spiel kommt.

Man könnte das noch verfeinern. Wenn man auf einen anderen Mac sichert, rsync mit dem Parameter E zur Erhaltung einiger erweiterter Attribute aufrufen. Oder auf dem fremden Rechner wiederum auf andere Platten sichern. Aber zwei Exemplare der Daten reichen eigentlich.

Fazit: Vergesst die Featuritis von Backup-Programmen und -Prozeduren. Wir brauchen ein Backup, das aktuell ist und die Daten einfach erreichbar macht, wenn man sie plötzlich braucht. Dazu reichen die Bordsysteme. QED.

mac rsync backup datensicherung

Mac Techkram

So geht das

Das war es also mit der Festplatte. So geht das. In einem ausgiebigen Bastelstündchen wurde die Festplatte ausgetauscht. Wenn man schon muss, muss natürlich auch ein Gewinn dabei raus springen, ergo wurde die vorhandene defekte 60-Gig-Platte von Toshiba durch eine neue von Samsung mit 100 GB ersetzt. Und, oben im Bild der große Schraubendreher, es wurde extra für den Umbau ein T6-Torx-Schrauber für sagenhafte 5,20 EUR angeschafft!

Der Umbau ist nicht so schlimm, wie die Anleitungen von iFixit, Stefan Horn oder Spreeblick-Johnny vermuten lassen. Wer schon einmal einen PC geöffnet und ohne Schaden an Mensch und Maschine umgebaut hat, bekommt das auch hin. Mit ausgiebiger Fotografiererei (die Tage gibt es davon noch mehr) habe ich 1,5 Stunden gebraucht. Wahrhaft langwierig war die Wiederherstellung des Betriebssystems und der Arbeitsumgebung. Aber Computer sind ja schließlich dazu da, Probleme zu schaffen, die man ohne nicht hätte…

powerbook festplatte mac

Mac Techkram

Die Ankunft des Jedi-Ritters

Update: Man kann sich das Geräusch anhören (MP3, ca. 103kB)
Das »Röhren« ist kein Störgeräusch, sondern kommt so aus dem armen kleinen Powerbook. ;-)

Also, gestern, komme ich so nach Hause. Bringe mein Powerbook ins Netz und fahre die übliche Datensicherung per rsync auf den Linux-Rechner. Schalte den Linux-Rechner wieder aus, die gewohnte Arbeitsstille ist da (ja, liebe PC-User, wir Mac-User arbeiten normalerweise in absoluter Stille, was machinenverursachte Geräusche angeht ;-)). Nach einiger Zeit erfüllt ein leises Sirren die Luft, wie von einem Jedi-Schwert, das in der Luft bewegt wird. Es wird lauter. Ich denke: »Hm, herumlaufende Jedi-Ritter sind in Wiesbaden eher unüblich«, und forsche nach der Ursache des Geräuschs.

Nach ein wenig herumlauschen stelle ich fest: Das Geräusch kommt aus dem Powerbook, ist bei Bewegung des Geräts beliebig reproduzierbar. Wenn man genau hinhört, hört es sich auch noch so an, als würde der Jedi-Ritter mit seinen Stiefeln durch Sand laufen. Mein erster Verdacht: Der Lüfter, gerade wg. der Bewegungsabhängigkeit. Ich forsche ein wenig in den Weiten des Webs, finde ein fast identisch klingendes Geräusch. Dort wollen sie einem aber etwas von Spannungswandlern erzählen. Ich bin verwirrt, warum sollte nach fast drei Jahren ein Spannungswandler anfangen, solche Geräusche zu machen? Ich verwerfe die Spannungswandler-Theorie.

Parallel beginne ich, tars von /usr/local und /opt anzulegen, in denen sich diverse selbst kompilierte Sachen wie PHP 512 befinden. Und während das tar zusammen packt, steht der Jedi-Ritter klopfend vor der Tür: Es kommt ein häßliches klopfendes und ratterndes und kratzendes Geräusch (Klack Klack – Klack Klack – krrrrrrrr) von der Festplatte aus dem kleinen Powerbook. Ich tare zu Ende und kopiere die Archive auf den Linux-Rechner. Danach boote ich von der Tiger-CD, nach dem Start-Sound rattert es wieder häßlich und noch lauter, der Jedi-Ritter hat die Tür eingetreten und ist da. Obwohl laut SMART und Festplattendienstprogramm noch alles in Ordnung ist, stelle ich fest: Die Festplatte ist wohl hinüber! Gelobt sei rsync und seine regelmäßige Anwendung!

Nun steht also Festplattenwechsel und Neuinstallation ins Haus (da haben wir hinreichende Erfahrung mit). Und die Bastelei in den Innereien des Powerbooks wird sicher ein großer Spaß. ;-)

powerbook festplatte

Gtd

Bend it like Bill

Bill Gates’ Arbeitsfluss macht durch fast alle Blogs die Runde. Überraschend für den Beobachter verlässt sich der gute Bill nicht nur auf menschliche E-Mail-Filter, sondern auch ausschließlich auf die bekanntermaßen vorzügliche fehlerfreie Produktpalette seines Hauses hüstel.

Möchte man wie Bill die Arbeit fließen lassen, hat aber nicht so viele Scheinchen über resp. ein geringeres Vertrauen in die vorzügliche Produktpalette, so lese man: Roll your own Bill Gates workflow for free.

gtd billgates workflow

Rundesleder

Das Spiel mit dem runden Ball und das verlorene Paradies

Fußball ist »Einübung ins Leben. Er symbolisiert das Leben selbst und nimmt es in einer frei gestalteten Weise voraus. […] Im Zusehen identifizieren sich die Menschen mit dem Spiel und den Spielern und sind so sehr am Miteinander und Gegeneinander, an seinem Ernst und seiner Freiheit beteiligt. Die Spieler werden zum Symbol des eigenen Lebens; das wirkt wieder auf sie zurück. Sie wissen, dass die Menschen in ihnen sich selbst darstellen und bestätigt finden. […] Natürlich kann dies alles verdorben werden durch einen Geschäftsgeist, der das Ganze dem düsteren Ernst des Geldes unterwirft und das Spiel aus einem Spiel in eine Industrie verkehrt, die eine Scheinwelt von erschreckendem Ausmaß hervorbringt. Aber selbst diese Scheinwelt könnte nicht bestehen, wenn es nicht den positiven Grund gäbe, der dem Spiel zugrunde liegt: die Vorübung des Lebens und die Überschreitung des Lebens in Richtung des verlorenen Paradieses.«

Der Papst aka Benni 16, als er noch Joseph Ratzinger war, 1978 in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk, zitiert von 11 Freunde.

So, und nun soll noch einmal irgendwer etwas sagen, wenn man mit der Bierpulle in der Hand vor dem TV hängt und Fußball schaut. Äußert jemand Unverständnis, antwortet man trocken: »Ey, ich mache eine Vorübung des Lebens, Du weisst schon, Überschreitung des Lebens in Richtung des verlorenen Paradieses…«

Und der erste paradiesische Schritt wäre: 3 Punkte gegen Hertha! Denn im Haus Borussia hängt schon wieder der Haussegen schief. Wir brauchen Punkte, Punkte, Punkte!

Mein Freund ist aus Leder.

fußball ratz benni16

Weblogtalk Webworking

Webmontag-Großkampftag

Der kommenden Montag (24.4.06) ist wieder ein Web-Montag, und zwar in Berlin, München und in der Stadt die es gar nicht gibt, in Bielefeld.

Wichtig für alle potenziellen BesucherInnen des Montags in München: Der Ort des Geschehens wurde erst gestern endgültig festgelegt, Details gibt es bei Siegfried oder im Wiki.

Nun hoffe ich, dass die TeilnehmerInnen der drei Web-Montage, genau wie wir dereinst in Frankfurt, fleißig von den Geschehnissen bloggen oder sich mal im Chat blicken lassen, denn als Web-Montag-Fan ist man natürlich neugierig, was woanders abgeht, und man kann ja nicht überall dabei sein.

webmontag webmontag20060424

22c3 Ontour

22C3-Nachwehen: Die Videos sind da :-)

Art & Beauty

Für unsere schnelllebige Zeit ist der hier ausgiebig bebloggte 22C3 zwar schon ewig her, aber eigentlich sind ja erst ein paar Wochen vergangen.

Für viele fleißige Helferinnen und Helfer hinter den glamorösen Kulissen war der Congress nach dem Congress noch lange nicht zu Ende, denn es galt die vielfältig eingefahrene multimediale Ernte zu schmackhaften Produkten zu verarbeiten. Und nun ist es soweit: Die Videos von allen Vorträgen stehen zum Download per Bittorrent zur Verfügung.

Und was sagen wir Congress-Besucher und nicht-Congress-Besucher-aber-Interessenten da laut im Chor? Na klar: Danke!

Ein kleiner Round-Up, weil der Congress ja schon soooo lange her ist:

  • Der Fahrplan. Alle Vorträge mit kurzen Zusammenfassungen, verlinkt mit Präsentationen und weiterführenden Orten in der weltweiten Datenflut.
  • Recordings im Wiki. Da werden später auch noch Audio-Dateien der Vorträge erscheinen.
  • Und Feedback zu den Vorträgen nicht vergessen!

22C3

Webworking

Auf Schienen purzeln: PKK on Rails!

Das Zweit- und Tumblelog P.K.K. läuft nun auf Rails. Alle kühlen Tumblelogs laufen auf Rails. P.K.K. lief unter PHP. Das ist aber unkühl, geradezu warm! In Tumblekreisen. Darum mussten wir das schleunigst ändern.

Spaß beiseite, da mein etwas hastig zusammengeklöppeltes PHP-Tumblelog diverse Macken hatte (die ihre Ursache auch und vor allem in den eingebundenen Libraries von Dritten haben, auf deren Reperatur man aber auch gar keine Lust hat), war so ein Tumblelog genau das richtige überschaubare Projekt, um erstmals (was mich angeht) eine eigene Rails-Applikation in die wilde Freiheit des großen weiten Webs hinaus zu lassen. So entstand also in bester agiler Entwicklungstradition an zwei Abenden der minitumbler 2, der nun das P.K.K. befeuert. Wer weiß, vielleicht wird er eines Tages in die Welt entlassen.

Auch als alte PHP-Nase (damit arbeite ich schon seit den Zeiten, als es noch auf den Namen PHP/FI hörte) komme ich nicht umhin, der Entwicklung in Rails einen gewissen Reiz und Spaßfaktor zuzusprechen, der umso höher ausfällt, je tiefer man in die Materie einsteigt. Es ist halt so ganz anders, und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. ;-)

pkk tumblelog rails php

Weblogtalk

Jolly Roger

So ist das in der Blogosphäre! Man befruchtet…, äh, ich meine, so intellektuell und so…, sich gegenseitig. Jeder bringt einen Teil Wissen ein, und am Ende weiß niemand mehr irgend etwas. So in der Art funktioniert das in der schönen neuen Internetz-Welt der sozialen Medien.

Jedenfalls, der Herr powerbook_blogger lernt von mir neue Wörter, und ich lerne dafür, dass die bekannte typische Piratenflagge »Jolly Roger« genannt wird.

[Bild: Liftarn]
Wikipedia: Jolly Roger

jollyroger impertinent

Zeugs

»Über die Schulter gucken« 2.0

A Spider!

Warum nur wollen die Leute alle Screenshots sehen? Nichts erreicht bei flickr in Windeseile höhere Zugriffszahlen als Screenshots. Okay, fast nichts, nackte Selbstportraits junger Damen schlagen Desktops natürlich locker. ;-)

Es muss dieser Reiz des »Blicks über die Schulter« sein. Denn ich schaue auch gerne Desktops an. Oder Bilder von Schreibtischen anderer Leute. Oder schaue ihnen in ihre Taschen. Web 2.0 macht Sachen möglich, die gibt es gar nicht. Oder geht man zu Leuten hin und sagt: »Entschuldigung, dürfte ich mal in ihre Tasche gucken?« Eben!

flickr web2.0 desktop macosx mac

Mac

Mac-Voodoo: Zugriffsrechte reparieren

Als Mac-UserIn kennt man das: Spricht man mit einem anderen Mac-User über irgendein OS X-Problem, kommt die Sprache unweigerlich auf die Universal-Lösung für alle Mac-Probleme: »Zugriffsrechte reparieren«.

Als neuer Mac-User, Anno 2003, aber routinierter Linux-User seit 1994, hatte ich in meinem Inneren stets leise Zweifel an der Wirksamkeit dieser Universallösung. Es keimte der Verdacht, das »Zugriffsrechte reparieren« für den Mac-User das ist, was »Festplatte defragmentieren« für den Windows-User ist: Eine mythische Ersatzhandlung, welche längst von ihrem ursprünglichen Anwendungszweck befreit, nur noch ein Ritus ist, um die Geister des Computers gnädig zu stimmen. ;-)

Nun kodifiziert niemand geringeres als John Gruber »Zugriffsrechte reparieren« als religiöse Mac-User-Handlung: »Seriously, `Repair Permissions´ Is Voodoo«

Nachschlag von MacFixIt (via fscklog)

mac osx macosx

Weblogtalk Ontour

Schon wieder Dienstag!

Nun ist er schon wieder vorbei, der 2. Webmontag in Frankfurt.

Ich erspare mir hier Zusammenfassungen der einzelnen Vorträge, denn gemeinsam mit Beate und Gerrit habe ich ein wenig im SubEthaEdit live gebloggt und im Chatraum ein wenig live gechatted. Die Live-Mitschrift ist hier verfügbar.

Die Vorträge von Sascha und Martin fand ich sehr gelungen. So wie sie auf einem Web Montag sein sollen: Das Thema kurz anreißen und im Rahmen der Zeit etwas darüber erzählen, so dass man anschließend weiß, ob man sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte oder nicht.

Letzteres ist bei Ingos Vortrag, bei mir zumindest, auch gelungen. Niemals werde ich auf die Idee kommen, mit Typo3 bloggen zu wollen. Ingos Vortrag war auch eindeutig zu lang und zu tief in den ugly details von Typo3. Bei Zbigniews Vortrag gelang das auch, Perl ist einfach nicht mehr mein Ding. Aber sein Vortrag war von der Form her gelungen.

Aber Web Montag ist ja nicht nur Vorträge anhören, sondern auch das, was man so schön neudeutsch networken nennt. Dieser zweite inoffizielle Teil war nett und die Zeit verging im Fluge.

Fazit: Gelungen, ich werde ich auch die nächste Auflage besuchen. Man darf gespannt sein, wie sich die Web-Montage entwickeln. Ich habe das Gefühl, dass die gestrigen eher technischen Vorträge an den Leuten von draußen, also denen, die nicht direkt aus der Weblog-Wiki-Web2.0-Szene kommen, vorbei liefen. Andererseits werden unverbindliche Einführungen oder gar krawattenlastige, nur mühsam getarnte Verkaufsvorträge, wie ich sie in meinem Leben bei diversen Veranstaltungen oft genug erlebt und die Nase mehr als voll von habe, die Leute, die sich bereits auskennen, vertreiben. Es wird schwierig sein, die Balance zwischen diesen beiden Extremen zu finden und die Web-Montage als das zu erhalten, was sie meines Erachtens nach sein sollen: Ein Treffpunkt zwischen Aktiven und Entwicklern der Web 2.0-Szene und Interessenten aller Art.

webmontag webmontag20060410 web2.0

Weblogtalk Webworking

Web Montag jetzt mit Chat!

Wie bereits erwähnt, am kommenden Montag steht der zweite Web Montag in Frankfurt ins Haus. Im Vorfeld, und am Montag, so uns die Netzgötter wohlwollend gesonnen sind, treiben sich diverse Web-Montag-Fans im altehrwürdigen IRC herum, im eigens für den Web Montag eingerichteten Channel #webmontag im Freenode-Netz. Auf der Web-Montag-Chat-Seite stehen alle Daten, eine (noch kurze) Liste der Regulars (präziser, derjenigen, die sich vornehmen, Regulars zu werden ;-)) und ein Link zu einem Webinterface (Vorsicht, Java bricht los!), das Sascha dankenswerter für den Channel eingerichtet hat. Für diejenigen, die mit den altehrwürdigen Internet-Diensten nicht vertraut sind…

Apropos Web Montag: Hasematzel hat eine hübsche Zusammenstellung 2.0 aggregiert von den üblichen Diensten zum »Thema Web Montag«.

webmontag irc webmontag20060410