Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.
Webworking

Die bittere Traube der Typographie: Comic Sans

Seit sie Vincent Connare 1995 in Diensten von Microsoft entwarf ist sie ein Hassobjekt aller, die irgendwie mit Design zu tun haben, aber nichtsdestotrotz beliebt bei Jung und Alt. Ob Speisekarte, Einladung zum Kindergeburtstag oder Aufruf zur Betriebsversammlung des Betriebsrats: Die Schrift »Comic Sans MS« ist allgegenwärtig. Ursprünglich einmal für den grandiosen Fehlschlag einer Benutzeroberfläche namens »Bob« entwickelt, war sie schnell erste Wahl bei allen PC-Gestaltern, wenn etwas infantil oder gar lustig wirken sollte. Der Design Observer beleuchtet die unterschiedlichen Reaktionen von Gestaltern und Laien in Sachen Comic Sans. Schrift-Designer Vincent Connare rechtfertigt sich dafür im Netz, eine flickr-Gruppe legt vielfältiges Zeugnis vom mannigfaltigen Gebrauch der grausigen Schrift ab, und das Internet wäre nicht das Internet, wenn sich nicht irgendeine Gruppe von Leuten zu einer Aktion hinreißen lassen würde: »ban comic sans«. Aber man kann ihr sowieso nicht mehr entrinnen, egal ob im Obstregal oder am schwarzen Brett, und auf manchen »spaßig« gestalteten Websites und Blogs, sie ist überall. Manchmal schleicht sie sich sogar über ein fieses span einfach irgendwo ein, wo sie nie vorher zu sehen war… ;-)

comicsansms typographie

Mac

Zeigt her eure Mac-Apps...

Immer wieder beliebt: Sachen zeigen im Web. Manche Leute zeigen ihre Sachen in Flickr, Mac-Nerds eher in Ihrem Blog. Ich beschränke mich auf Letzteres… ;-)

»Todos« ist nicht etwa ein weiteres GTD-Tool für den mac, sondern ein kleines Open-Source-Programm für Mac OS X, was ein Fenster mit allen Symbolen von installierten Programmen erzeugt, die es finden kann (via The Apple Blog). Im Vergleich zu den anderen Screenshots bin ich eigentlich harmlos, die ersten Reihen sind nur Werkzeuge des Systems und der Entwicklungstools. Was sicher daran liegt, dass kürzlich eine Neuinstallation fällig war.

mac osx todos

Rundesleder

Zerstörte Fußballhistorie in Karlsruhe: Der Engländerplatz

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Auf dem Engländerplatz in Karlsruhe wird durch den Neubau einer Mensa ein historischer Bolzplatz zerstört! 1889 war dieser Platz einer der ersten Orte in Deutschland, auf dem das »englische Spiel«, Fußball, gespielt wurde, folgerichtig heisst er seit 1913 »Engländerplatz«.

1899 gab es hier sogar vor 1.500 Zuschauern das dritte Länderspiel der deutschen Fußball-Geschichte auf heimischen Boden, als eine deutsche Mannschaft gegen eine englische Profi-Auswahl antrat und mit 0:7 unterlag. Kurios: Der Veranstalter Walther Bensemann fungierte auch als Schiedsrichter.

karlsruhe fußball engländerplatz

Linux

Debian vs. Ubuntu

Debian ist bekanntlich »der Felsen, auf den Ubuntu erbaut wurde«. Aber, die Popularität von Ubuntu stößt so manchem Debian-Urgestein sauer auf. Debian-Paketpacker »Madduck« hat einmal alles zusammen getragen, was Debian-Menschen an Ubuntu stört. Der einzige Punkt, den ich nicht unter »leichten Anflug von Neid« einreihen würde, ist der mit der Rücklieferung von Patches durch die Ubuntu-Paketmeister an die Debian-Paketpacker. Wer in diesem Punkt Recht hat, ist schwer zu beurteilen, ohne sich das en detail anzuschauen.

Madducks Liste hat natürlich eine Reaktion auf Ubuntu-Seite provoziert, die aber, ganz Ubuntu-like, sehr gemäßigt ausfällt.

Wie hängen Debian und Ubuntu eigentlich zusammen? Das kann man auf der Ubuntu-Site nachlesen, kurz zusammen gefasst: Wann immer, nach einem Ubuntu-Release, die Arbeit am nächsten Ubuntu-Release beginnt, nehmen die Ubuntu-Menschen einen Snapshot der Debian-Development-Pakete und bauen darauf ihre eigene Ubuntu-Paketstruktur auf, die dann irgendwann zum nächsten Release wird. Der Weg, den ein Paket vom eigentlichen Entwickler (denn die Software wird ja nicht »bei Debian« entwickelt, sondern nur für das apt-System zusammen gepackt) hin zum Release nimmt, ist bei Ubuntu dadurch deutlich schneller als bei Debian. Und deshalb benutzen die Leute da draußen lieber Ubuntu. Und damit haben einige Debian-Paketpacker ein Problem.

Letztendlich tut sich das Debian-Projekt mit solchen Beiträgen keinen Gefallen.
Die GPL ist eindeutig: Ubuntu dürfte die Debian-Pakete einfach nehmen, was draus machen, und bräuchte sich gar nicht weiter um einen Rückfluß an Informationen und Patches an Debian kümmern.
Und, die Realität ist: Debian-Releases sind sehr stabil, aber bereits am Release-Tag veraltet. Wenn ich sehe, das Debian Sarge noch stets kein PHP5 im Repository hat, und daran denke, wie viele Leute da draußen deshalb Backports aus obskuren Quellen benutzen oder, mit gesundem Halbwissen ausgestattet, PHP selbst kompilieren, führt die Realität den Stabilitäts-Fetisch von Debian ad absurdum.

Und, auch ein wichtiger Punkt, die »Community«. Irgendwo im Ubuntu-Land bekommt man in der Regel eine freundliche und hilfreiche Antwort, der Debian-Paket-Betreuer an sich aber wird sich alle Mühe geben, dem Fragenden ein RTFM an den Kopf zu werfen und ihm das Gefühl zu geben, ein »Klein-Doofi« zu sein. Das ist sein gutes Recht, aber auch deshalb ist Ubuntu erfolgreich.

Bei mir sind noch stets die Server mit Debian ausgestattet, aber der nächste, der aufzusetzen sein wird, wird ein Ubuntu-Server bekommen. Und auf dem Desktop ist Debian sowieso keine Option.

linux debian ubuntu

Seltsames

Und das Letzte was er las ...

… bevor sein Formel-1-Auto heftig in die Leitschiene einschlug, war:
»Allgemeine Schutzverletzung in Modul Lenkung…«

F1Total:

»Die FIA hat nach der heutigen Sitzung des World Councils in Paris bekannt gegeben, dass das amerikanische Softwareunternehmen ‘Microsoft’ den Zuschlag für die Herstellung einer einheitlichen Formel-1-Elektronik für alle Teams von 2008 bis 2010 bekommen hat.«

formel1 microsoft

Mac Linux

Die »Unswitcher« und der große gelbe Vogel

(Meines Wissens) unbemerkt von der normalerweise alles Mac-Bezogene pedantisch sezierenden deutschsprachigen Mac-Blog-Szene hat sich in der internationalen Blog-Szene eine kleine Debatte um das »Switchen« weg vom Mac hin zu Ubuntu entwickelt.

Es begann alles mit einem Beitrag von Mark Pilgrim, in dem er in seiner unnachahmlich polarisierenden Art den Wechsel vom Mac zu Ubuntu verkündet. Und das nach was-weiß-ich-wievielen Jahre als Mac-User. Grund: Die Plattform Mac OS X ist ihm nicht frei (im Sinne von Freier Software) genug (Zitat):

»Mac OS X was ‘free enough’ to keep me using something that was not in my long-term best interest. But as I stood in the Apple store last weekend and drooled over the beautiful, beautiful hardware, all I could think was how much work it would take to twiddle with the default settings, install third-party software, and hide all the commercial tie-ins so I could pretend I was in control of my own computer. Beauty is in the eye of the beholder, and to my eye Apple isn’t beautiful anymore. I’ve worked around it or ignored it for a long time, but eventually the bough breaks.«

John Gruber zerlegte gewohnt wortreich Marks Argumente. Kurz darauf bloggte Cory Doctorow in »Boing Boing« ein identisches Ansinnen, worauf Jason Kottke meinte:

»If I were Apple, I’d be worried about this. […] Nerds are a small demographic, but they can also be the canary in the coal mine with stuff like this.«

Tim O’Reilly griff im »O’Reilly Radar« das Thema als nächstes auf. Und schon war, ob dieser Blogosphären-Schwergewichte, die Debatte vom Zaun gebrochen, spätestens als es eine Slashdot-Story wurde.

Rui Carmo, Autor von »The Tao Of Mac«, wähnt Tim O’Reilly von kommerziellen Interessen in Sachen Ubuntu motiviert und Cory Doctorow auf einem reinen »Me too«-Trip:

»The difference between Mark Pilgrim and Cory Doctorow where it regards switching from Mac OS X to Ubuntu is that Mark made an informed decision, whereas Cory will just be the loudest ‘me too’ parroting his beliefs from one of the most absurdly popular sites on the Internet.«

Und weil das so ist, liefert Rui gleich das passende T-Shirt-Design zur Debatte (Sorry, I had to steal this):

Und was machen wir nun aus dieser Debatte? Mark Pilgrim hat bereits eine »Software-Essentials«-Liste für den Switcher erstellt. Gibt es eine Gefahr für den Mac durch Ubuntu? Erstaunlich ist übrigens, dass fast überall von Ubuntu gesprochen wird, nicht von Linux.

Worum es eigentlich geht, ist die Sicherheit unserer Daten. Werde ich in, sagen wir, 5 Jahren noch das ganze Ordnungszeug von iPhoto in irgendeiner Form auslesen und benutzen können? Was ist, wenn ein Mac dann schon ein von der DRM-Knute geschütteltes Monstrum geworden ist, das man nicht mehr benutzen möchte?

Durchaus valide Fragestellungen (vgl. dazu noch einmal Rui Carmo). Ich habe hier auf meinem Notebook diverse lange Arbeiten von mir aus den 90er Jahren, die in Word für DOS geschrieben wurden. Angenommen, ich würde diese jetzt gerne noch einmal so ausdrucken wollen wie damals, oder überhaupt nur die Texte anschauen, was mache ich dann?

Die Antwort auf Fragestellungen dieser Art könnte »Open Source« heißen. Andererseits hilft das auch nur theoretisch. Wenn ich meine Musik in amaroK statt in iTunes organisiere, stecken die Metadaten halt in irgendeiner amaroK-Struktur statt in der iTunes-Datenbank. Da amaroK Freie Software ist, könnte ich mir theoretisch die Datenstrukturen anschauen und alles in was-auch-immer konvertieren, meine Daten wären sicherer. Praktisch ist das aber für 99% aller Anwender keine Lösung, da sie nicht gut genug Programmieren können, um die Datenstrukturen von amaroK zu verstehen und auslesen zu können. Ergo macht es für sie überhaupt keinen Unterschied, ob die Meta-Daten ihrer Musik in amaroK-eigenen oder im iTunes-eigenen Format gefangen sind.

Man darf auf den weiteren Verlauf dieser Debatte gespannt sein!

[Update 9.7.06]

mac ubuntu linux opensource macosx

Webworking

Zweiter Webmontag in der Fächerstadt

Am letzten Montag (3.7.2006) gab es den zweiten Web-Montag in Karlsruhe. Der zweite Anlauf fand auf Initiative von Johannes in den Räumen des Kulturvereins Kubik statt. WLAN, kühles Grape, »loungige« Atmosphäre und sogar ein Beamer – das war eine gute Wahl, Danke an Kubik!

Zwei Vorträge gab es zu bewundern: Johannes plauderte ein wenig über die Erfahrungen mit Social-Software-Tools in Unternehmen, die er im Rahmen seiner Diplomarbeit machen konnte. Das deckte sich weitestgehend mit meinen Erfahrungen aus den Abgründen der »Corporate IT«.

Und Eric gab eine kleine aber feine Einführung in Mikroformate. Sehr schön, bisher fehlte mir die Lust, mich damit tiefer zu beschäftigen, nun habe ich einen Eindruck. Letztendlich sind auch Mikroformate nur Bits und Bytes. ;-)

Fazit: Etwas weniger gut besucht als die erste Auflage, hat der Web-Montag in Karlsruhe aber trotzdem eine gute Chance, sich zu etablieren. Im Web-Montags-Wiki findet man Links zu Bildern und weiteren Blog-Beiträgen. Und natürlich laufen bereits die Planungen zur nächsten Auflage.

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Gtd Mac

Luther, die Konzentration und der Blockwriter

Martin Luthers Schreibtisch Martin Luther übersetzte im Jahre 1521 in gerade einmal 11 Wochen das Neue Testament ins Deutsche. Das Bild zeigt das Zimmer auf der Wartburg, das sie uns Touris als jenes verkaufen, in dem Luther seine herkulische Fleißarbeit weiland vollbracht haben soll. Der Stuhl ist definitiv ein Fake, den hat im 19. Jahrhundert jemand da rein gestellt. Ist aber im Prinzip egal, denn betrachten wir Luthers Arbeitsplatz einmal unter dem GTD-Aspekt (wer hätte gedacht, dass der gute alte Luther am neuzeitlichem »whatsonyourdesk«-Mem teilnimmt), so finden wir hier eine ideale Arbeitsumgebung: Eine klar definierte Aufgabe, keine ablenkenden Gadgets, dank der praktischen Reichsacht keine Veranlassung, in der Weltgeschichte rum zu reisen – kurz und gut: Der Mann wusste, was zu tun war, er konzentrierte sich auf seine Aufgabe und erledigte sie.

Das hätte er nicht geschafft, wenn er einen Computer benutzt hätte. Er hätte Tage darauf verwendet, die »Connectivity« auf der Wartburg einzurichten, hätte dann, sobald er online mit dem Reich verbunden gewesen wäre, während der Arbeit ständig Rückfragen per IM und/oder E-Mail von seinem Kumpel Melanchthon empfangen, hätte zwischendurch einmal bei reichsacht.de nachgeschaut, ob er immer noch die Nummer 1 auf der Liste ist, und hätte in Google nachgeschaut, ob schon einmal jemand ein Stück Neues Testament übersetzt und in seinem Blog drüber etwas geschrieben hat. Wie man es auch betrachtet: Luther hätte länger gebraucht. Sein Glück, dass es noch etwa 430 Jahre dauern sollte, bis es so etwas wie Computer geben würde…

Wir, die Notebook-Nomaden des 21. Jahrhunderts, deren Scriptorium die ganze Welt ist, die es mit schlauer Technik geschafft haben, fast überall mit alles und jedem verbunden zu sein, haben ein gewaltiges Problem: Wir verlieren die Fähigkeit zur Konzentration auf die eigene Aufgabe. Unsere Rechner können zwar eine Menge Dinge gleichzeitig machen, wir aber nicht.

Diese Beobachtung machte auch Khoi Vinh, Autor des famosen Weblogs »Subtraction«. In einem Artikel zu dieser Beobachtung propagiert er die gute alte mechanische Schreibmaschine als Ausweg aus diesem Dilemma. Aber, ganz Kind des 21. Jahrhundert, natürlich nicht als Hardware, sondern als Software. Er wünscht sich einen Editor, der den »Rest« des Rechners abklemmt, und der keine Editor-Funktionen mehr hat, sondern einfach nur den Text entgegennimmt, eben wie eine Schreibmaschine: Der »Blockwriter«. Also der etwas absurde Versuch, das durch Technik verursachte Problem durch Technik zu lösen, statt das eigentliche Problem anzugehen: Die mangelnde Fähigkeit zur Konzentration auf eine Aufgabe.

Erstaunlicherweise hat bisher noch kein Entwickler diese Idee aufgegriffen. Wenn man einmal die seltsame Idee der »Schreibmaschinen-Funktionalität« außen vor lässt, ist aber ein Gedanke gar nicht so verkehrt: Das Schreibprogramm so zu öffnen, dass man das andere Zeug auf dem Schirm des Multitasking-System nicht sieht, sondern wie in guten alten DOS-Zeiten, seinen Text (und nur seinen Text) vor sich hat. Auch unser aller GTD-Halbgott Merlin Mann hat sich darüber schon seine Gedanken gemacht und eine etwas hanebüchene Lösung vorgestellt. Auf dem Mac gibt es allerdings schon diverse Programme, die diese Funktionalität vernünftig anbieten (absteigend nach Preis sortiert ;-)):

WriteRoom ist das neueste Projekt dieser Art, zur Zeit noch frei erhältlich. Für Khoi Vinh geht der Ansatz von WriteRoom noch nicht weit genug, und er propagierte seine Idee mittlerweile sogar im britischen Guardian. Man darf gespannt sein, ob es die Software-Schreibmaschine jemals geben wird. Es ist eigentlich absurd, ein technisches Problem durch mehr Technik lösen zu wollen. Wenn wir etwas von Luther lernen können, dann das: Konzentration auf die Aufgabe hilft. Das neue Testament in 11 Wochen zu übersetzen. Oder einfach »den Job« geregelt zu bekommen…

gtd blockwriter luther konzentration mac osx

Internet

Freenode wurde gekapert

Gemäß dieser Geschichte wurde unser aller Lieblings-IRC-Netz Freenode von einem Bösen gekapert.
Der Böse spielte das beliebte DCC SEND-Spielchen, das diverse so genannte »Personal Firewalls« unter Windows dazu bringt, die Verbindung zu trennen. Und es steht nun der Verdacht im Raum, dass der Böse in den Besitz zahlreicher Passwörter von Usern, die sich am Nickserv authentifizieren wollten, gekommen ist. Wenn Ihr Euch also in dem im Artikel erwähnten Zeitraum angemeldet habt, solltet Ihr darauf achten, dass das Passwort für den Nickserv keines ist, dass auch woanders irgendeinen wichtigen Dienst in den wilden Weiten des Webs schützt.

freenode

Weblogtalk

Ein Webmontag mit Tumblelogs

Heute (Montag, 19. Juni 2006) ist, trotz Fußball-WM, wieder einmal Web-Montag in Frankfurt. Dieses Mal halte ich einen Vortrag zum Thema »Tumblelogs«, bekanntlich ein »heißes« Thema. Darum passt das Wetter auch hervorragend.

Für alle TeilnehmerInnen und sonstige InteressentInnen gibt es hier die Präsentation zum Download, obwohl sie ohne den dazugehörigen Vortrag eher weniger Sinn macht. Aber die Leute wollen nun einmal Präsentationen »downloaden«. ;-)

Vortrag »Back to the blogging roots«, oder: Von Obstsalat und Tumblelogs

Links zu im Vortrag erwähnten Sites:

Weblog-Historie

Exkurs: Jorn Barger

Tumblelogs

webmontag webmontag060619 tumblelogs

Mac Ontour

MacExpo #4

Und schon ist es wieder so weit – die MacExpo zu Kölle öffnet wieder ihre Pforten, und als anständiger Apple-Fanboy bin ich natürlich, wie auch schon in den Jahren 2004 und 2005 (flickr-Set aus dem Jahre 2005), am Samstag wieder vor Ort und mitten im Treiben der neugierigen Massen. Natürlich bin ich von der wahrscheinlich illusorischen Vorstellung beseelt, mal ein Blick und einen Klickfinger auf ein neues MacBook oder MacBook Pro werfen zu können. Mal sehen, was am Samstag los sein wird.

Gestern wurde die MacExpo bereits eröffnet, es wurde darüber gebloggt, z.B. beim Cyberbloc, beim Blog der Macwelt und, natürlich, bei den bewährten Kräften von Mac-Essentials, die Impressionen vom ersten Tag auf Video gebannt haben.

mac macexpo macexpo2006

Rundesleder Momentaufnahme

Verfallende Historie: Das Stadion an der Telegrafenkaserne

KFV-Stadion Mitten in Karlsruhe verrottet mit dem »Stadion an der Telegrafenkaserne« des Karlsruher FV einer der historischen Orte des deutschen Fußballs. Ich habe es besucht, natürlich mit Kamera, das Ergebnis ist einem flickr-Set zu bewundern.

Der Karlsruher FV, 1891 gegründet, war einer der ruhmreichen Vereine der Frühgeschichte deutschen Kickerwesens. 1905 wurde das »Stadion an der Telegrafenkaserne« gebaut und war damals eines der modernsten in Deutschland. Während sich die Kicker an anderen Orten der frühen Fußballkunst nach getaner Arbeit an Waschschüsseln waschen mussten, gab es in Karlsruhe Wannen mit fließendem Wasser und entspannende Unterwasser-Massagen!

1910 wurde der KFV Deutscher Meister, im Jahr zuvor übrigens mit Phönix Karlsruhe der Lokalrivale und Vorläuferverein des heutigen Karlsruher SC. Der KFV hatte zu dieser Zeit mit Fritz Förderer, Gottfried Fuchs und Julius »Juller« Hirsch den gefährlichsten Sturm Deutschlands. Alle drei waren Nationalspieler, und Gottfried Fuchs hält mit 10 Toren in einem Spiel, erzielt beim 16:0-Sieg Deutschlands gegen Russland während der Olympischen Spiele 1912, den bis heute gültigen Rekord für deutsche Nationalspieler. Dieser Rekord wurde übrigens auch international erst 2001 überboten.
Berühmt wurden Fuchs und Hirsch aber weniger für ihre fußballerischen Heldentaten, sondern weil sie als Juden vom DFB in vorauseilender Anbiederung an die Nationalsozialisten 1933 aus allen Länderspiel-Statistiken gestrichen wurden (vgl. diesen Artikel von Hans Wille). Fuchs war schlau genug, rechtzeitig auszuwandern, Juller Hirsch blieb in Deutschland und wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Der DFB tat sich lange schwer mit der Aufarbeitung dieses dunklen und ruhmlosen Kapitels, erst in jüngster Zeit tat sich etwas in Sachen Aufarbeitung.

Und, um wieder die Kurve zum Stadion zu bekommen, in diesem Stadion rannten diese drei legendären Helden der deutschen Fußballgeschichte dem Ball hinter her. Ein historisches Länderspiel gab es auch an der Telegrafenkaserne, hier gelang der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit einem 1:0 über die Schweiz am 4. April 1909 vor 7.000 Zuschauern der erste Sieg in einem Länderspiel überhaupt.

Am Anstosspunkt

Haupteingang

KFV-Stadion: Die namensgebende ehemalige Telegrafenkaserne

KFV-Stadion: Blick auf die Haupttribüne

Aber die glorreichen Zeiten Karlsruher Fußball-Historie liegen fast 100 Jahre zurück, im Oktober 2004 fand der einst ruhmreiche Klub in den Niederungen der unteren Amateurligen ein ruhmloses Ende mit einer prosaischen Insolvenz. Seitdem rottet das Stadion an der Telegrafenkaserne vor sich hin.

Die meisten Zuschauer fanden sich an der Telegrafenkaserne am 19. Juni 1949 beim Wiederholungsspiel im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft zwischen Offenbach und Worms ein: 35.000 (lt. dieser Quelle). Wenn man in dem Stadion heute steht, kann man sich kaum vorstellen, wo die einst alle Platz gefunden haben. Die reguläre Kapazität war 4.000 Zuschauer, auch wenn sich in den Niederungen der Amateurligen manches mal gerade noch 20 einfanden…

Wie man dem Stadtwiki entnehmen kann, soll auf dem historischen Grund ein Seniorenheim errichtet werden. Darum, wenn Euer Freund aus Leder ist und Ihr mal in Karlsruhe seid: Werft einen Blick auf das alte Stadion an der Telegrafenkaserne, Ihr findet es in der Hertzstraße.

Mein Freund ist aus Leder.

fußball karlsruhe kfv telegrafenkaserne

Zeugs

Ralle rennt

Der Rennkalender, nach Bloggerart öffentlich ;-), damit es ohne peinliche Nebeneffekte kein zurück mehr gibt:

Da ich, seit ich letztes Jahr das Laufen begonnen habe, mittlerweile die Dosis auf drei- bis fünfmal 10 bis 15km pro Woche gesteigert habe, ist Ettlingen mehr oder weniger ein Trainingslauf mit Publikum. ;-)

Aber der Halbmarathon ist schon ein stärkeres Kaliber, zumal er um 9:00 Uhr gestartet wird und ich alles andere als ein Morgengrauen-Läufer bin. Und ich habe bisher noch keine 20 km in Wettkampftempo (also, das was ich darunter verstehe, versteht sich) zurück gelegt, da müssen wir noch ein wenig drauf trainieren.

Apropos Laufen 1: Beim Laufen kann man wirklich hervorragend nachdenken, da kann ich dem Herrn Powerbook-Blogger nur zustimmen. Darum laufe ich auch, wie andernorts schon ausgiebig problematisiert, stets ohne Musik auf den Ohren. Der Flow im perfekten Gleichgewicht von Bewegung, Atmung und Gedanken wird nicht erreicht, wenn man stets auf die Musik lauscht. Es sei denn, man hört Mercedes-Mixed-Tape-Fahrstuhl-Musik, die kann man natürlich ohne Zuhören durchrauschen lassen, aber das ist meine Sache nicht.

Apropos Laufen 2: Mit laufrausch.net gibt es eine sehr hübsche Web 2.0-Anwendung auf der Basis der Google-Maps für das Teilen von Laufstrecken im Web. Mittlerweile gibt es dort auch detaillierteres Kartenmaterial, aber bisher habe ich noch vor dem »Gefummel« in dem kleinen Kartenfenster zurückgeschreckt. Aber nichtsdestotrotz eine gute Idee 2.0, da kann etwas draus werden. Und eines Tages, wenn ich mental zu Fummelorgien aufgelegt bin, werde ich mal meine Killerstrecke in den Wiesbadener Weinbergen eintragen. ;-)

laufen ettlingen karlsruhe halbmarathon

Weblogtalk Webworking

Bunter Abend in Karlsruhe

Farbiger Web-Montag Der erste Web-Montag in Karlsruhe war ein ziemlich bunter Abend. Er begann schon recht bunt, da in der ausgeguckten Lokation »Stadtmitte« niemand etwas von Web-Montag wusste, aber die Leute dort bemühten sich und stellten uns die Tanzfläche zur Verfügung. Das war zwar mitten im Lokal, aber immerhin konnte, nachdem einige Teilnehmer noch einen Beamer organisierten, das Programm wie geplant über die Bühne, äh, die Tanzfläche, gehen.

Bunt ging es weiter, unverhofft kam ich zu der Ehre, den Moderator des Web-Montags zu geben. ;-) Und so durfte ich Vorträge von Andreas Zwinkau zu Turbo Gears, von Sebastian Wagner zu Open Laszlo, erneut ein Vortrag zu qooxdo, dieses Mal von Andreas Ecker und schließlich ein Vortrag von Hanno Böck mit dem schönen Titel »Web 2.0 – A Security Nightmare?« ansagen und -hören.
Nach den anfänglichen Schwierigkeiten klappte alles sehr gut, die Referenten hielten sich an den Zeitplan, der Beamer beamte zuverlässig. Einziges Problem war die langsam anschwellende Lautstärke im Lokal, die nach den Vorträgen pünktlich zur »Networking-Kuschel-Phase« zu einem Crescendo in Form eines quizzenden DJ anschwoll.

Fazit: Trotz aller Probleme ein gelungener Web-Montag-Auftakt in Karlsruhe. Der nächste ist für Juli geplant, dann in etwas ruhigeren Räumlichkeiten (evtl. wieder in der »Stadtmitte«), vielleicht etwas weniger bunt und etwas heller. ;-)

Dunkler Web-Montag

webmontag webmontag20060529 karlsruhe

Techkram

Microsoft möchte »kooperierende Redaktionen«

Eine gute Story hat das CIO-Weblog, denn ausgerechnet die Computerbild erklärt in einer Pressemeldung, dass sie, im Gegensatz zur c’t, auf das Hinzufügen einer Heft-CD mit der Beta von MS Office 2007 verzichten wolle, da Microsoft einen Vertrag mit, sagen wir, besonderen Bedingungen als Gegenleistung dafür erwarte (Zitat):

»Ein Kernpunkt der ‘Vertriebsvereinbarung’: Die Verlage stellen Microsoft einen Entwurf der geplanten Artikel zur ‘Prüfung und Stellungnahme’ zur Verfügung. Die Redaktionen sollen dann bei der Einbeziehung der empfohlenen Änderungen ‘kooperieren’. Damit sollen etwa ‘Inkorrektheiten in bezug auf die Produkte’ und eine ‘Herabsetzung von Microsoft und/oder jeglichen Produkten’ vermieden werden. Außerdem gibt Microsoft in einer ‘Anleitung für Verlage zu genehmigten Inhalten’ einige Textpassagen für die Heftveröffentlichung vor.
Der Vertrag regelt auch die Inhalte der Heft-CDs/-DVDs, auf denen ‘Microsoft Office 2007’ vertrieben wird. So sind etwa sogenannte ‘Open-Source-Produkte’ auf solchen Datenträgern verboten. Namentlich wird das kostenlose Büroprogramm ‘Open Office’ genannt. Zwar will Microsoft zusätzliche Programme ‘nicht vorschreiben’, behält sich aber das Recht vor, ‘zusätzliche Inhalte zu genehmigen’. Dazu soll eine Vorabkopie der Heft-CDs/-DVDs zur Prüfung an Microsoft geschickt werden.«

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage: Hat die c’t den Vertrag unterschrieben, lässt ihre redaktionellen Berichte von Microsoft gegenlesen und »kooperiert« anschließend? In diesem Zusammenhang würde auch die völlig groteske Überschrift der kommenden c’t »Microsoft erfindet den Desktop neu« erklärlicher…

[Update:] c’t-Chefredakteur Christian Persson nimmt dazu Stellung

microsoft computerbild ct

Weblogtalk Ontour

Einsatz an drei Orten

Morgen (Montag, den 29. Mai 2006) ist es wieder soweit: An drei Orten der Republik wird der Montag zum Web-Montag. Zum vierten Male bereits in der verbotenen Stadt mit der schmutzigen Bahnhofskirche, und als Premiere in Stuttgart und in Karlsruhe. Bei letzterer Veranstaltung werde ich auch dabei sein.

Auch als »Web-Montags-Routinier« bin ich auf diese Premiere in der Perle des Badner Landes ;-) gespannt. Vielleicht wird »ein Elefant reinlaufen und Kunststücke auf einem Powerbook machen« (Zitat von der Wikiseite zum Dredner Webmontag). Bei allem Amüsement über Martins Bonmot zeigt das doch sehr exemplarisch, dass der Web-Montag stets ein »Clash Of Cultures« im Mikroformat ist. Hier die Web-2.0-Aktiven, die wissen, dass, wenn man nix los macht, auch nix los ist, und auf der anderen Seite jene, die unter Konferenz verstehen: Hingehen, Schnittchen essen, Hinsetzen, Vorträge hören, Langweilen, Motzen. Web-Montag ist immer das, was man draus macht.

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Webworking

Wohlstrukturierter Markup-Baum

Sehr hübsch: Mit diesem Java-Applet kann man sich den HTML-DOM-Baum eines Dokuments als hübsche Grafik ausgeben lassen und dann ob der wohlgeratenen Struktur in Verzückung oder ob des chaotischen Gewächses in Entsetzen fallen, wie man will (gefunden bei andI und Martin).

Und damit hätten wir dem Web-Spielzeug-Blog-Herdentrieb mal wieder genüge getan. ;-)

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Linux

Ein »adretter Erpel«

The Drake has arrived!

Das hat geklappt, der »adrette Erpel« (»Dapper Drake«) ist gelandet.
Von einer Nervtöterei, nämlich dumme Fragen während des Upgrades, die das Upgrade anhalten, und einem Fehler mit einer Kette von Warnhinweisen wg. nicht mehr gefundener Symbole, ist alles sehr, wie man neudeutsch sagt, smooth gelaufen. Neuerdings ist übrigens Epiphany der Standard-Webbrowser des Gnome-Desktops. Das kann man zwar abstellen, der Firefox-Fan an sich wird davon jedoch wenig erbaut sein, wo er doch gerade vorher ob der Tatsache, dass auf Ubuntu Drapper nun Firefox 1.5.0.3 seinen Dienst tut, sicherlich doch erbaut war. So ist das Leben, man ist mal erbaut und mal nicht erbaut, so ein dist-upgrade ist halt doch eine Gratis-Opel-Fahrt durch die hügeligen Landschaften des (Linux-)Lebens. ;-)

Ebenfalls wenig erbaulich: Amarok ist nur 1.3.9, und mein selbst kompilierter 1.4 ist »verschwunden«, da muss noch einmal der Compiler angeworfen werden.

Sehr erbaulich: Das neue zackige schnelle Gnome 2.14, und darin das wirklich unfassbar zackig und schnell gewordene Gnome-Terminal. Macht mal ein »Rennen« mit xterm mit einer üppigen Ausgabe, z.B. dpkg -l, das ist ein Unterschied.

ubuntu dapper drake linux dapperdrake

Linux

Goodbye Breezy, Hello Dapper!

Heute wurde der Release-Candidate für Ubuntu »Dapper Drake« veröffentlicht, in dem aktuelle Breezy-Anwender explizit zum Test ermuntert werden. Dieser Aufforderung zum Tanz der Pakete komme ich gerne nach, natürlich nicht ohne vorher, ganz Weichei, vom aktuellen System ein Image zu ziehen und die Konfigurationsdateien meines Home-Verzeichnisses zu sichern, man weiß ja nie! ;-)

Das Upgrade ist heutzutage wirklich einfach geworden, man startet den aktuellen update-manager von Ubuntu mit dem Switch -d, wartet ein wenig und, simsalabim, erfreut ein neues System das Ubuntu-User-Gemüt. Diese Prozedur ist im Ubuntu-Wiki noch etwas ausführlicher beschrieben. Nun glüht die DSL-Leitung und die Redaktion wartet gespannt auf das Ergebnis!

In der Zwischenzeit kann man ein weiteres Interview mit Mark Shuttleworth lesen und sich bereits, wie schon auf dem Linuxtag verkündet, auf die übernächste Version freuen:

»Dapper Drake, das jetzt anstehende Release, wird äußerst stabil und zuverlässig sein und damit sehr geeignet für den Produktiveinsatz. Ich bin die treibende Kraft dahinter. Ich habe die Richtung vorgegeben. Und jetzt, beim Folge-Release Edgy Eft, sagen wir den Entwicklern: Nun seid ihr dran, Jungs! Jetzt bestimmt Ihr, was passiert. Danach übernehme ich wieder und gebe die Zielrichtung einer nächsten Unternehmens-Version vor.
Entwickler können viel besser große Sprünge machen als ich. Darum lassen wir das Pendel bei Edgy Eft in Richtung mehr Risiko und weniger Stabilität schwingen. Dieses kommende Release, das für November geplant ist, wird gewagt sein. Es wird eine Vielzahl neuer Features enthalten, nicht 110 Prozent ausgereift sein, und es wird dafür auch keine fünf Jahre Support wie für Dapper Drake geben. Ein solches Ubuntu kann ich nur machen, wenn ich den Entwicklern freies Spiel lasse und sage: ‘Habt Spaß!’«

ubuntu dapper dapperdrake linux shuttleworth markshuttleworth

Musik

»Sometimes the silence can be like the thunder«

Ich weiß, ich weiß, der Sommerhit der Blogossphäre ist »Opel-Gang«.

Aber denkt nicht über so einen Tinnef nach. Der heutige Tag, der 65. Geburtstag von Bob Dylan, einem der vielseitigsten, mysteriösten, zeitlosesten und größten Musikern unserer Zeit, musste natürlich damit begangen werden, dass den ganzen Tag nur Musik von Dylan gehört wurde. Old-Fart-Musik, klar.

Aber Dylan klingt nicht alt wie die Alten im Radio, die grauenhaften aus den 70ern, 80ern und 90ern und das Schlimmste von heute. Dylan kann man immer wieder neu entdecken. Lieder, die 40 Jahre auf dem Buckel, haben klingen wie neu. Ein faszinierender und rätselhafter Bursche mit einem unerschöpflichen Ozean voller Musik und Poesie.

Ausklingen wird der Dylan-Tag mit »No Direction Home«, um 23:15 Uhr im WDR. Sicherheitshalber mal ’ne Videokassette mitlaufen lassen, denn ob ich bis 2:40 Uhr durchhalte, erscheint mir zweifelhaft.

Lesenswert:

Gehört haben muss man

Und die Überschrift ist ein Zitat aus »Love Sick«.

dylan bobdylan

Internet Zeugs

Gamma!

Na, Netzwanderer, der Du Dich in Deinen etablierten Mechanismen der alltäglichen Prokrastination hier hin verirrt hast, auch einen Schock bekommen, als Du flickr aufgerufen hast? Plötzlich ist alles anders, die Sets sind rechts, das stellt unsere Fähigeit zur Anpassung an neue Situationen auf eine harte Probe.

Und, flickr ist jetzt gamma, nicht mehr beta. Ich bin gespannt, ob das Spielchen nun bis omega getrieben wird. Web 2.0 war beta, Web 2.1 ist gamma. Das wird bestimmt ein neuer Trend 2.0!

flickr web2.0 beta gamma

Mac Techkram

Der Mythos der »Roten Box«

Seit der Boot-Camp-Vorstellung kann man Spekulationen lesen, Apple würde ins nächste OS X eine »Red Box« einbauen, die das Starten von Windows-Programmen (à la Classic) unter OS X erlauben würde, so in der Art von Wine. Schöner und detaillierter als ich es je könnte, führt Daniel Eran aus, warum derartige Vorstellungen von einer gewissen technischen Naivität gespeist und daher eher unwahrscheinlich sind: »Unraveling the Red Box Myth«:

»Which raises a question for the second leap of logic: why? Why would Apple have an interest, desire, or profit motive to sideline its existing business, and developments already in progress, to devote a massive investment in maintaining a secondary version of the Windows platform, entirely dependent on the whim of Microsoft? […] No, Cringely and an army of wishful thinkers demand that Apple spend up its limited resources making Mac OS X run a limited selection of Windows applications in a strange compatibility box, where they look and feel neither exactly like Windows nor native to Mac OS X. How ridiculous! The ideas behind the Red Box Myth are so patently absurd that anyone who refers to it as the logical next step for Apple deserves to have their credibility seriously called into question.«

Für jede(n) mit Interesse am immerwährenden Betriebssystemzirkus aus der Perspektive eines angebissenen Stück Obstes gilt: Lesebefehl!

mac apple windows microsoft redbox bootcamp

Rundesleder

Auswärtssieg!

Nun endete also die Bundesliga-Saison und das allsommerliche Reich der samstäglichen Finsternis hat das Regiment übernommen.
Zum Abschluss holte die Borussia aus Gladbach den zweiten Auswärtssieg der Saison (siehe Torfabrik und Seitenwahl), was die Auswärtsbilanz seit dem Wiederaufstieg 2001 auf die Bilanz von 9 Siegen, 26 Unentschieden und 50 Niederlagen in 85 Auswärtsspielen »verbessert«.

Immerhin, wir stehen auf Platz 10 und hatten mit dem Abstieg nichts zu tun. Andererseits wurde die Chance auf den UEFA-Cup im Schneckenrennen der am wenigsten schlechten Mannschaften geradezu fahrlässig verschenkt. Daher wage ich die Prognose, das in der nächsten Saison ein anderer Übungsleiter die Profis der Borussia über die Trainingsplätze des Gladbacher Nordparks scheuchen wird.

In der ewigen Tabelle der Bundesliga haben wir den 1.FC Köln überholt, der »leider« absteigen muss, und können uns in der nächsten Saison den 1.FC Kaiserslautern vorknöpfen, der »leider« auch absteigen muss, und auf Platz 5 springen. Überhaupt, was diese beiden Absteiger angeht: Gute Wahl, oh weise Fußballgötter.

Und Meister? Wer ist noch mal Meister? Gab’s einen? ;-)

Aber die Saison ist ja noch nicht vorbei! Heute nachmittag geht es mit The Girl ins Karlsruher Wildparkstadion, wo wir versuchen werden, mit vereinten Kräften ein Wunder zu bewirken.

Mein Freund ist aus Leder.

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