Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Weblogtalk

Zeugs Weblogtalk

Zugeklappt!

Viereinhalb Jahre sind eine lange Zeit. Als ich das Geblogge hier "damals":http://www.das-netzbuch.de/article/1/die-freie-hasswirtschaft begonnen habe, war alles anders. Mit Weblogs, mit mir, meinem Duktus, mit allem. Nur die Themen sind erstaunlich ähnlich geblieben, schon damals war im Zweifelsfall das Internet alles schuld. ;-) Mein Leben hat sich in den letzten zwei Jahren ziemlich geändert. Und ist noch dabei. Ich habe, wie man der relativen Ruhe hier im Blog unschwer entnehmen konnte, überlegt, was mit dem Weblog anzustellen ist. Dicht machen, weiter machen, überhaupt, wenn ja, wie. Das Ergebnis, verehrte Zielgruppe: »Das Netzbuch« wird nach 1.654 Tagen und 2.444 Artikeln zugeklappt, Ihr lest den 2.444. und letzten Artikel. Was aber nicht bedeutet, das Schluss mit meinem Geblogge ist. Ich möchte auch weiterhin (oder wieder, je nach dem) über Themen des Webs und des »Geektums« schreiben. Womit aber Schluss ist, sind »Rants« über Alltags- und allgemeine Themen, die es vor allem in früheren Jahren hier reichlich zu lesen gab. Die Weblog-Welt hat sich verändert. Damals , Anfang 2002, war man in einem überschaubaren Kreis unter sich. Heute wird jedes Wort aggregiert, gespeichert, kumuliert, öffentlich. Jeder Hirni mit zu viel Freizeit und einem Root-Server baut sich seinen eigenen Aggregator, seine eigene Blogsuchmaschine, und kümmert sich einen Dreck um ungeschriebene und geschriebene Regeln oder Datenschutz. Darum: Alles, was man schreibt, verbreitet sich unkontrollierbar. Man hat keine Kontrolle darüber, wo es auftaucht und verfügbar und assoziierbar ist. Dem muss man Rechnung tragen. Und, wo wir gerade beim Meta-Schwadronieren sind: Solche aberwitzige Dinge wie meinen Stamm-Spammer gab es auch nicht. Da ist einer, der sendet tagaus, tagein, jede Stunde, vier mal, sinnlosen Kommentarspam über das Tor-Netzwerk. Und ich werfe es wieder raus. Genau so wie neunmalkluge Marketing-Genies, die grotesk schlecht getarnte Werbung für ihre miesen kleinen Klitschen in der Kommentarspalte abladen. Diese lösche ich auch kommentarlos. Ne ne ne. Von mir aus hätten Weblogs nicht das große Ding werden müssen, das dieses ganze Kroppzeuch anlockt... Genug Meta. Als nächstes auf dem Programm: *Neustart*. In Kürze. In einem neuen Rahmen. Ihr braucht aber nix machen, neue Sachen kommen von selbst ins Haus, dank unserem guten alten Kumpel "mod_rewrite":http://httpd.apache.org/docs/2.0/mod/mod_rewrite.html. Denn "»Cool URIs don't change«":http://www.w3.org/Provider/Style/URI, you know. Und Danke für's Lesen im Netzbuch, ohne Leser hätte es keinen Spaß gemacht! :-)

netzbuch weblog endegelände

Weblogtalk

Kommentarspam und kein Ende

Irgendwie hat mich ein Spammer im Visier, das Neueste: Spam bekommt eine URL-Angabe von Blogs aus meiner Blogroll, ich werde vom Spam mit Namen angesprochen, und es stehen »normale« Texte drin. Und der Spam ist technisch nicht zu fassen, daher ist nun erst einmal Kommentar-Moderation angesagt. Helfen würde wohl nur eine Neukonzeption der Kommentarfunktion. Muss ich Textpattern wohl eher ablösen, als es geplant war, denn darauf habe ich auf die Dauer keinen Bock. Und wenn ich Dich einmal erwische, Bürschchen - suche Dir mal ein Foto von Arthur Abraham nach seinem letzten Kampf. ;-)

spam textpattern

Weblogtalk Ontour

BarCamp-Notizen

Mittlerweile sind wir schon mitten im zweiten Tag des "BarCampBerlin":http://barcampberlin.pbwiki.com/. Was gab es am ersten Tag noch im Programm? Eine Session, die sich der Frage widmete: »Warum verwenden noch nicht alle Webstandards?« Erwartungsgemäß konnte diese Frage nicht schlüssig beantwortet werden, mangelnde Fortbildung der Coder, tabellenlastige unsaubere Industrie-CMS und Ignoranz der Agenturen wurden als Schuldige ausgemacht. Lösung: Mehr Publicity für Web-Standards. "Web-Krauts":http://www.webkrauts.de/, übernehmen. ;-) Eine gut besuchte Session widmete sich der Frage, wie man in den Fluten der benutzererzeugten Inhalte in den Zeiten des Web 2.0 zwischen »gut« und »schlecht« unterscheidet: "»Dr. Signal Mr. Noise«":http://barcampberlin.pbwiki.com/Dr%20Signal%20Mr%20Noise. Ergebnis war: Es ist schwierig. War auch so zu erwarten, denn diese Sessions dienen schließlich dem Gehirnsturm. Außerdem besuchte ich noch zwei Sessions mit unterschiedlicher Ausrichtung, aber ähnlichen Inhalten: Politik im Netz und Netzpolitik. Olli Gassner hat "im Fischmarkt alles geschrieben, was dazu zu schreiben war":http://www.fischmarkt.de/2006/09/politik_online_und_netzpolitik.html. Danach machte die »Rotte 2.0« Berlin unsicher, eine "Death-Metal-Band":http://www.flickr.com/photos/leralle/257170704/ tauchte auf, und am Ende war es eine Strandparty. Oh, wundersame Wandlungen 2.5! Der heutige Sonntag begann verspätet, ein Rennen in China stand erst einmal an. Danach hielt "Hans Dorsch":http://www.macprofessionell.de/ eine Einführung in "GTD":http://www.das-netzbuch.de/?c=gtd. Im Rahmen der daran anschließenden regen Diskussion kam auch "mein Hipster-PDA zu Ehren":http://www.flickr.com/photos/cocaman/257147942/. Psst, der ist im Moment nur ein Lauftagebuch, aber das Prinzip zählt. Und das BarCamp geht weiter!

Weblogtalk Ontour

Schreie vom Campus

"BarCampBerlin":http://barcampberlin.pbwiki.com/ ist in vollen Gange. Nach der "Phase der Selbstorganisation":http://www.flickr.com/photos/leralle/256225052/ ging es in die "Sessions":http://barcampberlin.pbwiki.com/Sessions. Mein erstes Thema war "AJAX vs Accessibility":http://barcampberlin.pbwiki.com/AJAX%20vs%20Accessibility. Vorrangig ging es um die Problematik der Zugänglichkeit von Websites beim Einsatz von Ajax, einige kollektive Notizen "gibt es im Netz zu lesen":http://bitfever.de/~toto/barcamp/tag1/Barcamp-11-30-Ajax-vs-usabillity. Und an meinem Platz gab es Strom und WLAN. Oh ja! ;-) Danach gab "Oliver Gassner":http://typo.twoday.net/ eine Einführung in die Möglichkeiten für Pro-Blogger in Deutschland, hier meine Notizen, live getippt und relativ uneditiert (wir erwarten gleich Mittagessen, Zeit drängt ;-)): BarCampBerlin: Oliver Gassner verrät die Geheimnisse des Pro-Bloggen *Pro-Bloggen: Weblogs schreiben und dafür Geld bekommen. Nicht: Firma haben und ein Blog machen.* Die Modelle: 1. Adsense und Co.: Funktioniert in USA recht gut (5-6 stellige Beträge/Monat), teilweise ergänzt mit Partnerprogrammen. Bildblog+Spreeblick sagen für D: "Man kann davon nicht leben." Es geht nur für deutsche Blogger, wenn sie Englisch schreiben (Google Blogoscope). 2. Banner: Zu wenig los auf deutschen Blogs dafür. 3. Honorar: Was bloggen und sich dafür von irgendwem bezahlen lassen. Übliche Tarife: 500 EUR für "ich pflege Euer Blog für einen Monat und bloggen jeden Tag etwas, wenn es nix zu bloggen gibt dann eben nicht" 4. Sponsoring: Bsp. "blog.literaturwelt.de":http://blog.literaturwelt.de - Bloggen von der Buchmesse 5. Sonderfall "Kompetenz": Man bloggt über sein Kompetenzfeld und lockt damit Kundschaft an. 6. Modell "Blog-Kompetenz-Nomade": A la Johhny Häusler auf allerlei Konferenzen auftauchen und Vorträge halten und Panels moderieren und "London Calling" singen. ;-) These: Man muss im Netzwerk bloggen, und Geld mit einem Mix der obigen Methoden einfangen.

barcampberlin barcamp berlin

Ontour Weblogtalk

Berliner Camp 2.0

Dieses Wochenende hat es den Teilzeitblogger in die Hunde-Hauptstadt der Republik nach Berlin verschlagen: "BarCampBerlin":http://barcampberlin.pbwiki.com/ steht auf dem Programm. Eine Art "Web-Montag":http://www.webmontag.de/doku.php, nur länger. Und mehr. Ich bin sehr gespannt. Ihr könnt daher ob dieses Anlasses an diesem Wochenende mehr Sachen in diesem alten Blog auf dem Weg nach unten erwarten, als sonst derzeit in 3 Wochen. Verweilt also eingeschaltet! "Wikipedia: »BarCamp«":http://en.wikipedia.org/wiki/Barcamp [Update]: Es hat begonnen, WLAN gibt es auch. Und die ersten "Fotos sind schon in flickr":http://www.flickr.com/photos/tags/barcampberlin/. Von mir gibt es "ein Set":http://www.flickr.com/photos/leralle/sets/72157594305579021/, das laufend aktualisiert wird. BarCampBerlin: Treiben im Hof

barcamp barcampberlin berlin

Weblogtalk

Mirakulöse Welle

Heute abend brach die merkwürdigste Kommentarspamwelle über dieses kleine Weblog herein, die ich je gesehen habe. Jede Menge Kommentare, aber ohne Links. Dafür Kommentarprosa wie »Warum hast Du mir das angetan? Ich hab’s von einem Bekannten erfahren. Du hast jetzt einen neuen Freund. Zwei Wochen lang hab’ ich nur geweint!« oder »in der http.conf unter Virtual Host steht eigentlich nicht wirklich viel, nur Sachen hier aus dem Tutorial« oder »Walter Ulbricht als alter Ostkopp hatte wohl einen Schnurrbart« oder »die ‘long tail’-theorie wurde weiter oben schon zitiert. ich nehme an spreeblick ist popkomm-geschädigt». Genau. ;-) Aber was soll das? Aufwärmtraining für ein neues Spam-Skript, dass die TXP-Hürden gegen automatisches Spammen geknackt hat? Trainingseinheiten für die sprichwörtlichen »Turnhallen voller Chinesen« zum Spam-Eintippen? Jedenfalls, bis diese Welle rum ist, bleiben alle Kommentare geschlossen, nur dieser Artikel bleibt zum Sammeln von Spam-Beispielen offen. Ne ne ne. Früher hätte es das alles nicht gegeben. Wäre nichts über Weblogs im Unterschichtenfernsehen gekommen, wären sie auch nicht von den windigen Geschäftemachern entdeckt worden. Mein Reden, schon immer, aber auf mich hört ja keiner. ;-)

kommentarspam

Weblogtalk

The Times, They Are A-Changin

Verehrte Zielgruppe, nur wer eine rosarote Brille auf und »Ist ja alles supergut, ne« in den Ohren hat, kann negieren, dass sich die Weblog-Welt verändert hat. Und zwar nicht zu ihrem Vorteil. Klatsch, Pöstchenneid, Wichtiggetue, SEO-Müll. Greifen nach den Krümeln vom Kuchen unbekannter Größe. Angst, das große Ding zu verpassen. Halbherzig mitmachen. Nix verstehen. Trotzdem mitmachen. Selbsternannte Superstars. Das Comeback der Claque. Sprache benutzen, ohne sie zu beherrschen. Dummheit zur Tugend erheben. Mit pseudo-ironischer Distanz den eigenen Hang zum Allzu-Trivialen glorifizieren. Es saugt. Gewaltig. Nächstes Indiz: Mein weiland, zu Beginn des Jahrtausends, erster Startpunkt in die damals noch übersichtliche deutschsprachige Blogwelt, das "Weblogverzeichnis b|Logs":http://www.weblogverzeichnis.de/, macht Schluss (via "Konsumkinder":http://www.konsumkinder.at/2006/09/02/weblogverzeichnisde-hort-auf/), Zitat: bq. »Dann jedoch begann irgendwann die 'Große Weblogschwemme'. Weblogs wurden zu dem, was die 'Homepages' davor waren ... Jeder startete plötzlich sein eigenes Blog. Egal, ob als privates Vergnügen oder mit kommerziellem Hintergrund (oft sollte ja der Unterschied absichtlich nicht zu erkennen sein). Die Anzahl der Weblogs explodierte, die Qualität sank leider spürbar.« Christian schaute sich jedes angemeldete Weblog selbst an, bevor es hinzugefügt wurde. Das geht heute nicht mehr. Kapitulation vor der Müllflut. Schade. Aber das ist wohl der Lauf aller Dinge, die irgendwann einmal ein »großes Ding« werden.

weblogs müll

Weblogtalk

Montag! Web-Montag! Live!

Ich bin schon wieder auf einem Web-Montag, diesmal in "Karlsruhe":http://www.webmontag.de/doku.php?id=karlsruhe. Und weil das so sensationell ist, wird es auch "live mitgetippert":http://www.das-netzbuch.de/zeugs/webmontag-ka.txt, damit die Welt an den Ereignissen in der Fächerstadt teilhaben kann! ;-) *Nachschlag*: Beim "live mittippen":http://www.das-netzbuch.de/zeugs/webmontag-ka.txt kam mir der Gedanke, dass ein Live-Textile-Interpreter auf dem Webserver für solche Einsatzzwecke ein Desiderat ist. Live mitschreiben in einem Textfeld eines Blog-Systems im Browser geht nicht, es muss schon ein Editor sein. Und es wäre doch fein, wenn man eine Textile-Datei einfach auf den Server wirft und beim Tippen aktualisiert, und sie dann automatisch interpretiert wird. Ansonsten war der "Karlsruher Web-Montag":http://www.webmontag.de/doku.php?id=karlsruhe wieder eine rundherum gelungene Veranstaltung, interessante "Vorträge":http://www.das-netzbuch.de/zeugs/webmontag-ka.txt, und auch das »Networking« kam nicht zu kurz. Und ein herzliches Danke schön für die schöne Lokation geht an "Johannes":http://tautoko.info/ und seine Mitstreiter von "Kubik":http://ka.stadtwiki.net/Kubik, ich denke, der Karlsruher Web-Montag hat seine Stamm-Lokation gefunden.

webmontag karlsruhe

Weblogtalk

Ethik!

bq. »If you're operating as a peer in a peer-based environment then it seems to me that you should basically be trustworthy and that has to mean that you have to make it clear that you're not for sale.« Großartig: "Tom Coates - »On Ethical Weblogging (Part Two)«":http://www.plasticbag.org/archives/2006/08/on_ethical_weblogging/. Würde bitte jemand diesen Artikel zu Papier bringen, vervielfältigen und Jenen in die Hand drücken? Also Jenen, die in ihren Blogs wortreich vorurteilsfreie Begeisterung bei Neuem einfordern (vorzugsweise bei ihrem Neuem, was in der Regel mit Uraltem zu tun hat), und sich im Grunde doch einfach nur waschen wollen, ohne nass zu werden...

weblogs ethik glaubwürdigkeit

Weblogtalk

Die Schönheit der Chance

h2. Web-Montag in Stuttgart Man ist "seinem Ruf":http://praegnanz.de/weblog/webmontag-die-vierte einiges schuldig. Darum führte die nächste Station der "Web-Montag-Tournee":http://www.webmontag.de/ nach "Stuttgart":http://www.webmontag.de/doku.php?id=31.07.2006_stuttgart, für mich persönlich die dritte Web-Montags-Stadt nach Frankfurt und Karlsruhe. Jeder Web-Montag hat seinen ganz eigenen Charakter. Frankfurt ist das Geek-Treffen im alternativen Ambiente der Brotfabrik, Karlsruhe das Familientreffen der lokalen Szene, die sich im Prinzip sowieso kennt, und Stuttgart erinnert an eine akademische Veranstaltung. Natürlich gab es auch Vorträge, die "Jan Theofel":http://www.theofel.de/weblog/, als Mann mit Notebook und Netz-Verbindung zum Live-Protokollanten ausgeguckt, "bravourös live mitgebloggt hat":http://www.theofel.de/archives/tags/webmontag/. Dirk Baranek, Online-Journalist, eröffnete den Abend mit einem Vortrag zum Thema Online-Journalismus. Und präsentierte sein angeblich wichtigstes Arbeitsgerät (nein, nicht Strg-V bzw. Apfel-V ;)): Ein prächtiges altes analoges Telefon mit Wählscheibe. Kenne ich noch aus eigener Nutzung, wir hatten ja damals nix. Die Präsentation des Telefons symbolisierte mit dem visuellen Hammer, wo die Reise seines Vortrags hingehen sollte: Hier die klassischen Journalisten, bestens ausgebildet und von der eigenen journalistischen Ethik angehalten zu Recherchetiefe, Nachfragen, Zurückstellen der eigenen Meinung und der strikten Trennung von Kommentar und Information. (Es bleibt dem Leser vorbehalten, dieses hehre Bild an der Realität einer beliebigen von Journalisten befüllten Online-Publikation zu überprüfen.) Dort die Blogger in ihrer puren Subjektivität, die sich einbilden, ihr Treiben wäre so etwas wie Journalismus. Was Journalisten können, können nur Journalisten. Das ist wohl die "amtliche Sichtweise der Profession":http://www.dailymo.de/archives/835. Ich fürchte, Journalisten nehmen das, was derzeit im Web passiert, nicht unbedingt als »Chance« wahr... Der direkt folgende Vortrag von "Oliver Gassner":http://typo.twoday.net/, zum Thema "User Generated Content" passte perfekt dazu. Oliver referierte über die Krisensymptome der Zeitungen, die das Feld des Lokaljournalismus aus Kostengründen nach und nach verlassen. Somit entstehen Städte und Kreise, die keine Medien mit lokalen Themen mehr haben. Im Gegenzug »boomen« Weblogs, alle 18 Monate verdoppelt sich ihre Anzahl. Zeitungsverlage bauen Weblogs in ihre Online-Angebote ein, und lassen sie zumindest teilweise von »Nicht-Journalisten« befüllen. Freiwillige unbezahlte Blogger übernehmen die Rolle der bezahlten Lokaljournalisten. Aber auch ohne Verlag dahinter haben Weblogs Potenzial in den Gebieten, die bisher von Journalisten besetzt waren: Sie können als »Anti-Gatekeeper« fungieren, als Bürgerjournalisten, Watchblogging betreiben oder Agenda-Setting betreiben. Agenda-Setting? Kein Journalist einer lokalen Zeitung wohnte im offiziellen Auftrag der Veranstaltung bei. Die redaktionellen Gatekeeper haben entschieden: Thema irrelevant. Hier kommen nun die Blogger als Anti-Gatekeeper ins Spiel (Zitat Oliver Gassner): »Wenn wir alle drüber bloggen, haben wir 'nen Effekt.« Und werden wahrgenommen. Agenda-Setting ohne die selbsternannten hauptamtlichen Agenda-Setter! Diese Gegenüberstellung war für mich der interessanteste Aspekt der Vorträge. Was es sonst noch so gab hat, wie gesagt, "Jan bereits bestens zusammengefasst":http://www.theofel.de/archives/tags/webmontag/. Generell wirkt der Web-Montag in Stuttgart ein wenig »akademisch« überorganisiert. Man sollte daran denken, dass ein Web-Montag eine Veranstaltung von Mitwirkenden für Mitwirkende ist, und keine »von oben« gesteuerte Veranstaltung, in der ein Zentralkomitee zählt und bestimmt, wie viele technische und untechnische Vorträge gehalten werden dürfen.

webmontag stuttgart webmontag20060731

Weblogtalk

Ein Webmontag mit Tumblelogs

Heute (Montag, 19. Juni 2006) ist, trotz Fußball-WM, wieder einmal "Web-Montag in Frankfurt":http://www.webmontag.de/doku.php?id=frankfurt. Dieses Mal halte ich einen Vortrag zum Thema »Tumblelogs«, bekanntlich ein »heißes« Thema. Darum passt das Wetter auch hervorragend. Für alle TeilnehmerInnen und sonstige InteressentInnen gibt es hier die Präsentation zum Download, obwohl sie ohne den dazugehörigen Vortrag eher weniger Sinn macht. Aber die Leute wollen nun einmal Präsentationen »downloaden«. ;-) *Vortrag »Back to the blogging roots«, oder: Von Obstsalat und Tumblelogs* * "Präsentationsfolien":http://www.das-netzbuch.de/zeugs/webmontag-tumblelogs.pdf (PDF, ca. 1,3 MB) Links zu im Vortrag erwähnten Sites: *Weblog-Historie* * "Rebecca Blood: »weblogs: a history and perspective«":http://www.rebeccablood.net/essays/weblog_history.html * "Jörg Kantel: »Archäologie des Bloggens«":http://www.tzw.biz/www/home/article.php?p_id=2028 *Exkurs: Jorn Barger* * "Jorn Bargers »Robot Wisdom«":http://www.robotwisdom.com/ * "Über Jorn Barger: »Portrait of the Blogger as a Young Man«":http://www.juliandibbell.com/texts/feed_blogger.html * "Ein älterer Beitrag von mir über Jorn Barger mit div. Links":http://www.das-netzbuch.de/article/2300/coined-the-term-weblog-never-made-a-dime *Tumblelogs* * "Anarchaia":http://anarchaia.org/index.html * "Projectionist":http://project.ioni.st/ * "Reizbombardement":http://www.reizbombardement.de/ * "Metamorphine":http://www.metamorphine.de/ * "Jason Kottke: »Tumblelogs«":http://www.kottke.org/05/10/tumblelogs * "ozimodo":http://ozimodo.rubyforge.org/index.html * "»Purzel-Kollektiv Kübelreiter«":http://pkk.kuebelreiter.net/ * "The Tumblelist":http://tumblelog.co.uk/ * "ozimodo: »What is it?«":http://ozimodo.rubyforge.org/index.html * "ozmm":http://ozmm.org/

webmontag webmontag060619 tumblelogs

Mac Weblogtalk

Beute sortieren

Noch ein kleiner später Nachtrag "zum Besuch auf der MacExpo am letzten Wochenende":http://www.das-netzbuch.de/article/2563/macexpo-4. Klowand Am Stand des "Cyberbloc":http://www.cyberbloc.de/ gab es hübsche Buttons zu erbeuten, die dort "frisch zubereitet wurden":http://www.flickr.com/photos/leralle/165142358/in/set-72157594162775388/. Wie man sieht, haben bei der Motivwahl jüngste (Fehl-)Entwicklungen in der Blogosphäre ihren Widerhall gefunden. ;-) MacExpo 2006: Microsoft-Giveaway Weiteres Beutestück: Ein Lippenpflegestift von Microsoft. Kommentar von The Girl: »Wenn man den benutzt, bekommt man Herpes...« Was gab es noch? "majo gab ein Eis aus":http://www.mac-essentials.de/index.php/mac/article/17582/, die neuen Macbooks wussten zu gefallen, und irgendwie möchte die MacExpo nicht wachsen. Die Fanboys und -girls bleiben unter sich, und das ist auch gut so. Selbstverständlich war die Kamera im Einsatz: "flickr-Set »MacExpo 2006«":http://www.flickr.com/photos/leralle/sets/72157594162775388/.

macexpo macexpo2006

Weblogtalk

Die Schlange schlägt unseren Freund

Der "Hyperlink":http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperlink sollte unser aller Freund sein, denn genau er, und nur er, macht das Web zum Netz, gemäß seiner wörtlichen Bedeutung. Schauen wir uns doch einmal folgendes an. Wenn ich einen Link setze, sagen wir, zur glorreichen Blogsoftware Serendipity, sähe das so aus: bq. < a href="http://www.s9y.org/"> Es begab sich, dass ich auf "Tobias Schlitts mitunter lehrreichem Weblog verweilte":http://schlitt.info/applications/blog/index.php?/archives/466-Welcome-Serendipity-1.0!.html und ich ob der Tatsache, dass trotz der gedrückten Apfel-Taste beim »Link klicken« ein neues Fenster aufging, in Staunen verfiel. Von Serendipity kennt der Eingeweihte die Tendenz, unseren Freund, den Hyperlink, in ein Korsett persönlicher Eitelkeit zu kleiden, mit der legendären exit.php. Aber es gibt dazu noch eine Steigerung, meine Damen und Herren, unser Freund, der Hyperlink, wie "Serendipity":http://www.s9y.org/ ihn sieht: bq. < a href="http://schlitt.info/applications/blog/exit.php? url=aHR0cDovL3M5eS5vcmc=&entry_id=466" title="http://s9y.org" onmouseover="window.status='http://s9y.org';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" onclick="window.open(this.href, '_blank'); return false;"> Wie missraten ist das denn? Das erinnert mich an ein kommerzielles CMS vom Anfang des Jahrhunderts, deren Hersteller auch auf solche Ideen kamen, aber vom Schicksal mit der Insolvenz gerecht bestraft wurden. Zur Nachhilfe für all' jene, die unseren Freund, den Hyperlink, nicht zu würdigen wissen, empfehle ich "den brillianten Vortrag von Jeremy Keith mit dem Titel »In Praise of the Hyperlink«":http://adactio.com/articles/1132/.

hyperlink serendipity s9y

Weblogtalk Webworking

Bunter Abend in Karlsruhe

Farbiger Web-Montag Der "erste Web-Montag in Karlsruhe":http://www.webmontag.de/doku.php?id=karlsruhe war ein ziemlich bunter Abend. Er begann schon recht bunt, da in der ausgeguckten Lokation »Stadtmitte« niemand etwas von Web-Montag wusste, aber die Leute dort bemühten sich und stellten uns die Tanzfläche zur Verfügung. Das war zwar mitten im Lokal, aber immerhin konnte, nachdem einige Teilnehmer noch einen Beamer organisierten, das Programm wie geplant über die Bühne, äh, die Tanzfläche, gehen. Bunt ging es weiter, unverhofft kam ich zu der Ehre, den Moderator des Web-Montags zu geben. ;-) Und so durfte ich Vorträge von "Andreas Zwinkau":http://beza1e1.tuxen.de/ zu "Turbo Gears":http://www.turbogears.org/, von "Sebastian Wagner":http://www.webbase-design.de/cms/home.html zu "Open Laszlo":http://www.openlaszlo.org/, "erneut":http://www.das-netzbuch.de/article/2479/die-mit-den-sternen-schreien ein Vortrag zu "qooxdo":http://qooxdoo.org/, dieses Mal von Andreas Ecker und schließlich ein Vortrag von "Hanno Böck":http://www.hboeck.de/ mit dem schönen Titel "»Web 2.0 - A Security Nightmare?«":http://www.int21.de/slides/slides_ssl.pdf ansagen und -hören. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten klappte alles sehr gut, die Referenten hielten sich an den Zeitplan, der Beamer beamte zuverlässig. Einziges Problem war die langsam anschwellende Lautstärke im Lokal, die nach den Vorträgen pünktlich zur »Networking-Kuschel-Phase« zu einem Crescendo in Form eines quizzenden DJ anschwoll. Fazit: Trotz aller Probleme ein gelungener Web-Montag-Auftakt in Karlsruhe. Der nächste ist für Juli geplant, dann in etwas ruhigeren Räumlichkeiten (evtl. wieder in der »Stadtmitte«), vielleicht etwas weniger bunt und etwas heller. ;-) Dunkler Web-Montag

webmontag webmontag20060529 karlsruhe

Weblogtalk Ontour

Einsatz an drei Orten

Morgen (Montag, den 29. Mai 2006) ist es wieder soweit: An drei Orten der Republik wird der Montag zum "Web-Montag":http://www.webmontag.de/. Zum vierten Male bereits in der "verbotenen Stadt mit der schmutzigen Bahnhofskirche":http://www.webmontag.de/doku.php?id=koeln, und als Premiere in "Stuttgart":http://www.webmontag.de/doku.php?id=stuttgart und in "Karlsruhe":http://www.webmontag.de/doku.php?id=karlsruhe. Bei letzterer Veranstaltung werde ich auch dabei sein. Auch als »Web-Montags-Routinier« bin ich auf diese Premiere in der Perle des Badner Landes ;-) gespannt. Vielleicht wird »ein Elefant reinlaufen und Kunststücke auf einem Powerbook machen« (Zitat von der Wikiseite zum "Dredner Webmontag":http://www.webmontag.de/doku.php?id=dresden#fragen_questions). Bei allem Amüsement über "Martins":http://www.roell.net/weblog Bonmot zeigt das doch sehr exemplarisch, dass der Web-Montag stets ein »Clash Of Cultures« im Mikroformat ist. Hier die Web-2.0-Aktiven, die wissen, dass, wenn man nix los macht, auch nix los ist, und auf der anderen Seite jene, die unter Konferenz verstehen: Hingehen, Schnittchen essen, Hinsetzen, Vorträge hören, Langweilen, Motzen. Web-Montag ist immer das, was man draus macht.

webmontag webmontag20060529

Weblogtalk Zeugs

Damals hinterm Mond...

Es ist manchmal wirklich lustig. Kommen doch Referrer ohne Ende auf "diesen Artikel aus dem Oktober 2002 über die mittlerweile längst explodierte Sonne":http://www.das-netzbuch.de/article/335/das-ende- (die vier Jahre sind schließlich rum), die "schon beizeiten als Hoax belegt wurde":http://www.das-netzbuch.de/article/364/doch-nicht-das-ende aus allerlei obskuren Foren, "hier":http://www.maniac-forum.de/forum/pxmboard.php?mode=message&brdid=6&msgid=1237997, "hier":http://www.thegforum.ch/viewtopic.php?t=47929 oder "hier":http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=298460. Das ist Web 0.95 live!

web0.95 ende sonne

Rundesleder Weblogtalk

Irgendwie eklig...

... dass nun, da die Fußball-WM ansteht, Kreti und Pleti anfangen, sich für Fußball zu interessieren. Schlimmer: meinen, Ahnung vom Fußball zu haben. Noch schlimmer 2.0, "anfangen drüber zu bloggen":http://www.weallspeakfootball.com/ (nur exemplarisch gemeint, gefunden bei "Dieter":http://www.sierralog.com/stories/2013870/). ;-) Ich bin ja ein Anhänger der radikalen Linie: Nur, wer in dieser Saison (mindestens) ein Spiel der (mindestens) Zweiten Bundesliga bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in einem unüberdachten Stehplatzblock gesehen hat, hat das Recht, öffentlich (und überhaupt!) über Fußball zu sprechen. Der Rest möge schweigen! Und sowieso, Gedöns-Geblogge über Fußball widerspricht dem famosen Rehhagel-Axiom (nein, nicht »Ich schätze es, wenn Fußballer verheiratet sind; denn die eigene Frau ist das beste Trainingslager«), das da sagt: *»Die Wahrheit liegt auf dem Platz!«* Und nur da. Otto, Du bist ein Philosoph. Und Du kennst anscheinend die BloggerInnen. Und so möge dann auch in diesen, alle vier Jahre wiederkehrenden Zeiten, in denen sich die besten Jungmillionäre in kurzen Hosen zum Kicken treffen, um festzustellen, welche 11 von ihnen die besten seien, nur der/die seine/ihre Stimme zum schönen Spiel mit dem runden Leder erheben, der/die guten Gewissens von sich sagen kann: *Mein Freund ist aus Leder.*

fußball wm2006 weblogs

Weblogtalk Webworking

»We must stare into a crystal ball and only see the past«

Wenn die Kulturen zusammenprallen und ein (oder mehrere) Blogger dabei ist (sind), darf man auf das Ergebnis gespannt sein, und im Falle von "»next10years«":http://www.next10years.de/ wurde man nicht enttäuscht, darum gehet hin und leset "in Telepolis »Nach der Party ist vor dem Boom - oder doch dem Kater?«":http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22661/1.html von Multiblogger "Oliver Gassner":http://typo.twoday.net/, der das komplexe Problem des unterschiedlichen Verständnis von Web 2.0 in zwei Sätzen erläutert: bq. »Es ist ein 'Clash of Cultures', Netizens und Business versuchen sich mit einer Art rudimentären Lingua Franca auszutauschen, aber während die einen immer nur nach dem Geschäftsmodell fragen und der Skalierbarkeit, reden die anderen von Nischenthemen, von Citizen Media, von Storytelling und [...] davon, dass die neuen Dienste den Menschen das wiedergeben, was ihnen die Fließbänder genommen haben: eine Kommunikationsgemeinschaft, die nicht nur aus Konsumenten besteht sondern Gespräch und Reaktion ermöglicht. Das Internet sieht nur aus wie ein Netz aus Computern. Es ist ein Netz aus Menschen. Es sieht nur so aus, als sei es aus Geld und Technik gemacht. Es besteht aus den Gesprächen von Einzelnen, die sich zusammenfinden. Web 2.0 sieht nur so aus wie einen neue Technik mit neuen Geschäftsmodellen. Es will aber eigentlich eine alte und neue Denkweise sein, das Web vor dem Kommerz und das Web mit einem menschlicheren Kommerz. Daher die Sprachprobleme der einen mit den anderen.« Was sonst noch so von dieser Festivität berichtet wurde, haben "»Social Software @ BaWü«":http://soso.twoday.net/stories/1956332/ und "»Telagon Sichelputzer«":http://www.sichelputzer.de/2006/05/12/next10years-und-der-tag-danach/ sehr schön zusammengestellt. Und die vom "wirren Herrn ix":http://wirres.net/article/articleview/3668/1/6/ erwähnte Gitarren-Performance von "Spreeblick-Johnny":http://www.spreeblick.com/ kann man sich "hier anhören":http://funk-station.com/blog/wp-content/images/London_Calling_(unplugged).mp3. Womit dann auch der letzte Kulturbanause hoffentlich endlich weiss, woher die Tagline »I live by the river« eigentlich stammt. ;-) bq. »I'm happy just because I found out I am really no one« Bright Eyes - At the bottom of everything (auch die Überschrift)

web2.0 next10years

Weblogtalk

Zwischenversion

Wenn der gar hübsch neu eingekleidete prägnante Gerrit "auf meine Zwischenversion":http://praegnanz.de/weblog/worte-zum-reboot verweist, aktivieren wir diese in Demut ob der freundlichen Worte doch einfach mal wieder. Ist ja ganz einfach in TXP, das Switchen der Designs. Wir machen mal so und mal so, wie ein Blatt im Frühlingswind!

einspalter problematisieren

Weblogtalk Webworking

Webmontag-Großkampftag

Der kommenden Montag (24.4.06) ist wieder ein "Web-Montag":http://www.webmontag.de/doku.php, und zwar in "Berlin":http://www.webmontag.de/doku.php?id=berlin, "München":http://www.webmontag.de/doku.php?id=muenchen und "in der Stadt die es gar nicht gibt":http://fsinfo.cs.uni-sb.de/~abe/mirrors/bielefeld.html, in "Bielefeld":http://www.webmontag.de/doku.php?id=bielefeld. Wichtig für alle potenziellen BesucherInnen des Montags in München: Der Ort des Geschehens wurde erst gestern endgültig festgelegt, Details gibt es bei "Siegfried":http://www.rss-blogger.de/b2e/blogs/index.php/new/2006/04/21/webmontag_munchen_am_montag_den_24_april oder "im Wiki":http://www.webmontag.de/doku.php?id=muenchen. Nun hoffe ich, dass die TeilnehmerInnen der drei Web-Montage, genau wie "wir dereinst in Frankfurt":http://www.das-netzbuch.de/article/2517/schon-wieder-dienstag, fleißig von den "Geschehnissen bloggen":http://loudblog.de/webmontag/ oder sich mal "im Chat blicken lassen":http://www.webmontag.de/doku.php?id=webmontagchat, denn als Web-Montag-Fan ist man natürlich neugierig, was woanders abgeht, und man kann ja nicht überall dabei sein.

webmontag webmontag20060424

Weblogtalk

Jolly Roger

So ist das in der Blogosphäre! Man befruchtet..., äh, ich meine, so intellektuell und so..., sich gegenseitig. Jeder bringt einen Teil Wissen ein, und am Ende weiß niemand mehr irgend etwas. So in der Art funktioniert das in der schönen neuen Internetz-Welt der sozialen Medien. Jedenfalls, der "Herr powerbook_blogger lernt von mir neue Wörter":http://powerbook.blogger.de/stories/430784/, und ich lerne dafür, dass "die bekannte typische Piratenflagge »Jolly Roger«":http://powerbook.blogger.de/stories/429437/ genannt wird. !/images/250.png! [Bild: "Liftarn":http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Jolly-roger.svg] Wikipedia: "Jolly Roger":http://de.wikipedia.org/wiki/Jolly_Roger

jollyroger impertinent

Weblogtalk

Die Zahl des Tages: 678

Denn 678 Trackbackspams hat mein "unschuldiges kleines Fotoblog am Rande der Stadt":http://www.720pixel.de/ seit heute früh kassiert. Gut, sowohl die Benachrichtigungs-e-mails als auch die Trackbacks selbst löschen kostet nicht so arg viel Mühe, aber impertinent ist es. So als wäre die ganze Welt ihr persönlicher Marktplatz. Trackback für das Fotoblog ist nun ausgeschaltet. Ich denke, es gibt nur eine Lösung für das Spam-Problem: Einen von denen schnappen, kreuzigen mit einem Schild um den Hals »Ich war ein Spammer«, Fotos machen und diese dann flickrn und bloggen... ;-)

spam trackback

Weblogtalk Ontour

Schon wieder Dienstag!

Nun ist er schon wieder vorbei, der "2. Webmontag in Frankfurt":http://www.webmontag.de/doku.php?id=10.04.2006_frankfurt. Ich erspare mir hier Zusammenfassungen der einzelnen Vorträge, denn gemeinsam mit "Beate":http://www.paland.net/blog/ und "Gerrit":http://praegnanz.de/weblog/zweiter-webmontag-in-frankfurt-nachlese habe ich ein wenig im "SubEthaEdit":http://www.codingmonkeys.de/subethaedit/ live gebloggt und "im Chatraum ein wenig live gechatted":http://www.webmontag.de/doku.php?id=webmontagchat. Die "Live-Mitschrift ist hier verfügbar":http://loudblog.de/webmontag/. Die Vorträge von "Sascha":http://www.webmontag.de/doku.php?id=tagging_contextizing und "Martin":http://www.webmontag.de/doku.php?id=apache-konzepte_fuer_bessere_usability fand ich sehr gelungen. So wie sie auf einem Web Montag sein sollen: Das Thema kurz anreißen und im Rahmen der Zeit etwas darüber erzählen, so dass man anschließend weiß, ob man sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte oder nicht. Letzteres ist bei "Ingos Vortrag":http://www.webmontag.de/doku.php?id=timtab_-_weblog_extension_fuer_typo3, bei mir zumindest, auch gelungen. Niemals werde ich auf die Idee kommen, mit Typo3 bloggen zu wollen. Ingos Vortrag war auch eindeutig zu lang und zu tief in den ugly details von Typo3. Bei "Zbigniews Vortrag gelang das auch":http://www.webmontag.de/doku.php?id=catalyst_dbic_cpan_and_long_tail_-_personal_impressions, Perl ist einfach nicht mehr mein Ding. Aber sein Vortrag war von der Form her gelungen. Aber Web Montag ist ja nicht nur Vorträge anhören, sondern auch das, was man so schön neudeutsch networken nennt. Dieser zweite inoffizielle Teil war nett und die Zeit verging im Fluge. Fazit: Gelungen, ich werde ich auch die nächste Auflage besuchen. Man darf gespannt sein, wie sich die Web-Montage entwickeln. Ich habe das Gefühl, dass die gestrigen eher technischen Vorträge an den Leuten von draußen, also denen, die nicht direkt aus der Weblog-Wiki-Web2.0-Szene kommen, vorbei liefen. Andererseits werden unverbindliche Einführungen oder gar krawattenlastige, nur mühsam getarnte Verkaufsvorträge, wie ich sie in meinem Leben bei diversen Veranstaltungen oft genug erlebt und die Nase mehr als voll von habe, die Leute, die sich bereits auskennen, vertreiben. Es wird schwierig sein, die Balance zwischen diesen beiden Extremen zu finden und die Web-Montage als das zu erhalten, was sie meines Erachtens nach sein sollen: Ein Treffpunkt zwischen Aktiven und Entwicklern der Web 2.0-Szene und Interessenten aller Art.

webmontag webmontag20060410 web2.0

Weblogtalk Webworking

Web Montag jetzt mit Chat!

Wie "bereits erwähnt":http://www.das-netzbuch.de/article/2509/generation-montag, "am kommenden Montag steht der zweite Web Montag in Frankfurt":http://webmontag.de/doku.php?id=frankfurt ins Haus. Im Vorfeld, und am Montag, so uns die Netzgötter wohlwollend gesonnen sind, treiben sich diverse Web-Montag-Fans im altehrwürdigen IRC herum, im eigens für den Web Montag eingerichteten Channel #webmontag im Freenode-Netz. Auf der "Web-Montag-Chat-Seite":http://webmontag.de/doku.php?id=webmontagchat stehen alle Daten, eine (noch kurze) Liste der Regulars (präziser, derjenigen, die sich vornehmen, Regulars zu werden ;-)) und ein Link zu einem "Webinterface":http://itst.net/chat/webmontag.php (Vorsicht, Java bricht los!), das "Sascha":http://itst.net/ dankenswerter für den Channel eingerichtet hat. Für diejenigen, die mit den altehrwürdigen Internet-Diensten nicht vertraut sind... Apropos Web Montag: "Hasematzel hat eine hübsche Zusammenstellung 2.0 aggregiert":http://hasematzel.de/webmontag/ von den üblichen Diensten zum »Thema Web Montag«.

webmontag irc webmontag20060410

Weblogtalk Webworking

Nackt! Nackt! Alles nackt!

Und am 5. April, da machen wir uns alle nackig im Web! Äh, also, nur die Website, denn am 5. April ist "First Annual Naked Day":http://www.dustindiaz.com/naked-day/: »That’s right, I’m starting the first annual CSS Naked Day. In the spirit of promoting Web Standards along with good semantic markup and proper hierarchy structures, April 5th will be a day of nakedness for all webmasters to remove their style sheets from their website for one day.« Um den Wert von standardbasiertem Design durch die Abwesenheit von selbigen dem Betrachter mit der Holzhammermethode einzubläuen, entfernen wir alle das CSS von der Website und schreiben einen kleinen Text dazu, den man bei "Dustin Diaz":http://www.dustindiaz.com/naked-day/ finden kann. Also dann, ich will Euch nackt sehen! ;-) [Via "Jens":http://www.grochtdreis.de/weblog/index.php?id=P997]

css nakedday nackt webstandards

Weblogtalk

Rudel und Skandal

Lange nicht mehr gemacht, aber ich muss jetzt mal wieder ein bisschen blogosphärisch-selbstreferenziell problematisieren und ein paar Gedanken zu jüngsten Geschehnissen in den Raum werfen. Ich darf das, ist mein Blog. Und ich trage keine Uniform und keine Fahne. Auch als Blogger nicht. Gerade dann! "Jörg-Olaf Schäfers schrieb in Medienrauschen: »Blogs & Rudelbildung«":http://www.medienrauschen.de/archiv/2006/03/28/blogs-rudelbildung/: »Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Phänomen, das ich gedanklich noch nicht rund bekomme: Die Hang zur Rudelbildung unter Bloggern. Nach jeder bekannt gewordenen Abmahnung, und damit in letzter Zeit immer häufiger, formiert sich - verständlicherweise - der Widerstand in Klein-Bloggersdorf. In letzter Zeit immer lauter und aggressiver. Vor allem aber, so mein Eindruck, schon rein grundsätzlich und spätestens mit der zweiten Linkebene lawinenartig und weitgehend losgelöst von einer differenzierten Betrachtung etwaiger Hintergründe.« Das geht mir auch so, ich bekomme das auch »nicht rund«. "Erste Erscheinungen von Größenwahn":http://www.nerdcore.de/wp/2006/03/30/dunkle-wolken/ in der Blogosphäre sind ja bereits zu konstatieren. Wohlgemerkt, es geht um die Form, nicht die Sache. Diese Abmahnerei war und ist stets unappetitlich. Aber Rudel jeder Art sind mir ein Greuel und lösen einen instinktiven Abwehrreflex aus. Und ich warte auf den ersten Fall, wo sich, gerade in der von Jörg-Olaf so genannten zweiten Linkebene, die Vigilanten der Blogosphäre in irgendeinem halbgar geprüften »Skandal« vor den Karren irgendwelcher Interessen spannen lassen. In den bisherigen Fällen bekamen diejenigen die öffentliche Haue, die sie zweifelsfrei und objektiv auch verdient haben. Aber ob das so bleiben wird? Überhaupt, der Skandal. Interessante Tatsache, dass einige der deutschen A-Lister erst durch Skandale zu selbigen geworden sind. Und dadurch in eine öffentliche Blogger-Ermittler-Rolle gedrängt werden, der sie in vielerlei Hinsicht nicht gewachsen sind. Die Suche nach dem und die Beschäftigung mit dem Skandal an vorderster Front, auch ohne selbst betroffen zu sein, könnte zum Selbstzweck werden, um den Platz vorne im Rudel zu behalten. Einerseits. Andererseits: Braucht man nicht den Skandalblogger, um den Bösen das Handwerk zu legen und sie ihrer gerechten öffentlichen Strafe zukommen zu lassen? Heiligt der im Prinzip edle Zweck die unappetitlichen Mittel mit ihren Manifestationen medialen Größenwahns? Die Figur des Skandalbloggers als nützlicher Kämpfer für Normalo-Blogger? Es wird interessant bleiben! Das ist der Ansatz einer Typologie des Skandalbloggers! Wird Band 2 meiner Großen Weblogkunde...

weblogs skandal a-list blogosphäre

Zeugs Weblogtalk

Hallo. Noch da. Suche. Den Skandal.

»Ey, ralle, Du bloggst ja gar nicht mehr richtig.« Stimmt. Mir fehlt einfach der Skandal. Nur Skandal-Bloggen ist der wahre Jakob. Aber ich. Ich muss nur basteln. Einen Trojaner, der das eingebaute Mikrofon eines Notebooks einschaltet und über das Internet aufzeichnet. Hat geklappt, ich konnte das geflüsterte morgendliche Stoßgebet eines deutschen Bloggers Anno 2006 im Angesicht seines E-Mail-Clients aufzeichnen. Höret es: »Liebes kleines Mailboxlein, spül' mir nen Skandal herein! Über den ich dann fein bloggen kann, verlinken tut mich jedermann. Die Firmen, sie sind alle doof! Die Journaille, sie macht mir den Hof! "A-List-Blogger" bin ich fortan, gebe stets die Meinung an! "Skandal, Skandal", geht das Geschrei! Klar, ich bin immer mit dabei! Denn gar wichtig ist mein Kommentar, für die schulterklopfende Bloggerschar. Mit den wichtigen Blogger-Bekannten, mach' ich aus jeder Mücke 'nen Elefanten. Drum, ach, mein liebes Mailboxlein, spül' mir nen Skandal herein!«

weblogs stossgebet

Weblogtalk

Tumblen beim P.K.K.

Nach der "Erkenntnis, auf halbgare Rails-Skripte zu verzichten":http://www.das-netzbuch.de/article/2492/erkenntnis-des-wochenendes, wurde der Editor angeworfen und ein Tumblelog mit SQLite und good old PHP geschrieben. Ich wollte sowieso schon immer mal SQLite mal in einer real world application testen. Und es wurden gleich zwei Damen mit Hang zum Tumblen dienstverpflichtet, und das Resultat, meine Damen und Herren: "P.K.K. - Purzel-Kollektiv Kübelreiter":http://pkk.kuebelreiter.net/. Und übrigens, Herrschaften: Wenn man sich "berühmte":http://chneukirchen.org/anarchaia/ "Tumblelogs":http://ozmm.org/ "anschaut":http://project.ioni.st/ kann man nicht ernsthaft behaupten, ein "Tumblelog wäre eine Linkspalte im Weblog":http://512mb.net/journal/entry/tumbleblog/. Wir müssen schon ernsthaft distinguieren in der Weblog-Wissenschaft, sonst wird das nix mit der zwölfbändigen »Kleinen Weblogkunde«... ;-)

tumblelog weblogs

Weblogtalk Webworking

Erkenntnis des Wochenendes

Die Tendenz zur Veröffentlichung eines halbgaren Gefrickels als funktionierendes Softwarepaket ist nicht das Privileg von PHP. Ich ärgere mich ordentlich, nicht flugs gleich selbst eine Tumblelog-Software gebastelt zu haben statt "das hier vorgestellte ozimodo":http://www.das-netzbuch.de/article/2486/purzeln-aus-schienen zu benutzen. Letzteres ist noch nicht für die Verwendung geeignet, da man die Hälfte sowieso neu schreiben muss. Ich weiß, jetzt werde ich "erneut die Fanboys am Halse haben":http://www.das-netzbuch.de/article/2422/rails, aber glaubt ihnen nicht. Jedes ihrer »Aber man muss doch nur...« - Rezepte läuft auf Neuschreiben des halben Pakets hinaus. Notiz an mich selbst: "Ozimodo":http://ozimodo.rubyforge.org/ in einem halben Jahr noch einmal testen. (Kommentar von The Girl dazu: »In einem halben Jahr tumbelt doch eh keiner mehr, da gibt es eine neuere Sau, die durch's Dorf getrieben wird...« ;-))

ozimodo tumblelog rails

Weblogtalk

Purzeln auf Schienen: ozimodo

Von "»Tumblelogs« hatte ich es kürzlich schon einmal":http://www.das-netzbuch.de/article/2416/von-purzelbaeumen-und-hohen-aufloesungen. Es sind komische Zeiten, diese Zeiten. Bloggen driftet in eine merkwürdige Richtung ab. Mehr so in Richtung »Wannabee-Popliteratur«. Oder ermüdend penetrantes »Watchbloggen« von Publikationen, die den ganzen Aufwand eigentlich nicht wert sind. Tumblelogs sind dagegen »old school«, reduzieren bloggen auf das, was es mal war, und was es auch sein soll. Gefällt mir! Der Tumbletrend kommt aus der Ruby-Ecke. Chris' "Anarchaia":http://chneukirchen.org/anarchaia/, das Ur-Tumblelog, läuft mit einer "selbst gestrickten Ruby-Lösung":http://chneukirchen.org/blog/archive/2005/04/thoughts-on-vooly.html namens "Nukumi2":http://chneukirchen.org/blog/static/projects/nukumi2.html. Der "Projectionist":http://project.ioni.st/ wird von Geeks aus der RubyOnRails-Ecke betrieben. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis es die erste Tumblelog-Software in Rails geben musste, et voilà: "»ozimodo - a rails tumbleloggin' engine«":http://ozimodo.rubyforge.org/. Wurde ausprobiert und für sehr kühl befunden! So ein reduziertes Bloggen mit so einem kleinen hübschen Tool macht richtig Spaß. Vielversprechend! Und der Vorteil von einem Framework wie Rails: Man findet sich, wenn man Rails kennt, sofort zurecht, wenn man selber drin hacken will. Das kann man wahrhaftig nicht von jedem Blog-System behaupten. Also, auf geht's: Rails installieren, Ozimodo starten, und »tumblen« was das Zeug hält! ;-)

ozimodo tumblelogs weblogs rails ror

Weblogtalk

London calling

Apropos Web 2.0-Meetings: In London findet heute der "Carson Workshops Summit »The Future Of Web Apps«":http://www.carsonworkshops.com/summit/index.html statt. Dort versammeln sich Fans und Heroen der Web 2.0-Welt. "Jeremy":http://adactio.com/journal/, "rikman":http://rikman.mtb-news.de/ und "viele andere mehr":http://www.technorati.com/tag/futureofwebapps bloggen live. Ich muss gestehen, da wäre ich auch gerne dabei gewesen. "Fotos von Geeks in Aktion":http://www.flickr.com/photos/tags/futureofwebapps/ gibt es selbstverständlich auch. Und ganz was feines: Man kann zuschauen, wie die kühlen Leute im Publikum, also jene mit Mac und "SubEthaEdit":http://www.codingmonkeys.de/subethaedit/, "live notieren, beobachten und bloggen":http://nascentguruism.com/files/posts/liveblogging-carson-summit/Carson.html.

futureofwebapps web20

Weblogtalk

Die mit den Sternen schreien

h2. Vom Web Montag in Frankfurt Nach dem Motto »Ich bin dann mal 'ne Runde networken« versammelten sich ca. 60 Web2.0-Interessierte in der "Brotfabrik":http://www.brotfabrik.info/ zu Frankfurt am Main. Diese liegt nicht gerade zentral, entpuppt sich aber, wenn man sie erst einmal gefunden hat, als perfekte Lokalität für ein Ereignis dieser Art. Zunächst gab es allerlei Vorträge. Mehr oder weniger ausführliche Materialien dazu sind übrigens auf der "Web Montag-Wikiseite":http://www.webmontag.de/doku.php?id=06.02.2006_frankfurt verlinkt. "Thomas Wanhoff":http://weblog.wanhoff.de/ machte den Anfang mit einer Tour-de-Force durch das Podcasting, »Radio 2.0«, »Social Media« und »Rosenzüchterpodcast« habe ich mir als Schlagworte notiert. Eine knackige Einführung in die Materie. Arne Klempert von "Wikimedia Deutschland":http://www.wikimedia.de/ referierte dann, für meinen Geschmack ob des straffen Zeitplans und der sowieso vorhandenen öffentlichen Debatte über die Problematik, viel zu lange über den so genannten »Fall Tron«, ohne dabei etwas Neues zu erzählen. "Jens Grochtdreis":http://blog.grochtdreis.de/, Pontifex Maximus der "Kirche der Webstandards aka »Webkrauts«":http://www.webkrauts.de/, stellte selbige Intiative und ihr (in meinen Augen wichtiges) Ziel, nämlich ein Bewusstsein zu schaffen für die Vorteile und Notwendigkeit der Webpage-Entwicklung in Webstandards, vor. Ich will keine Layout-Tabellen-Höllen mehr sehen, Jungs und Mädels! Auf Seiten, an denen ich beteiligt bin, gibt es selbige bereits seit 2002 nicht mehr, also gibt es 2006 keine Ausreden mehr! Danach gab es einen Schwenk in die düstere Corporate-Web-1.0-Welt. "Sebastian Werner":http://journal.webmagics.net/ stellte "qooxdoo":http://qooxdoo.oss.schlund.de/ vor, ein eindrucksvolles GUI-Toolkit für die Erstellung von Web-Anwendungen, die nach traditionellen (Windows-)Desktop-Anwendungen aussehen und sich auch so verhalten (Modale Dialoge im Browser!). Vor drei Jahren hatte ich ein Projekt, wo ich so etwas sehr gut hätte gebrauchen können, mit Grausen denke ich an JavaScript-Orgien zum Abfangen von Events zurück, um liebe Kollegen an schlimmen Dingen zu hindern. Gute Sache. Für einen solchen Anwendungszweck, wie gesagt, eher Web-1.0-Corporate-Welt als schillerndes Web 2.0. Aber Ihr wisst ja, wo man wirklich das Geld verdienen kann... "Gerrit van Aaken":http://praegnanz.de/weblog/ spürte drei Trends im »Web-Fonthandling« nach, nämlich dem Anwachsen der Font-Families in den Stylesheets dieser Welt, den neuen Windows-Font (jene, die mit Windows Vista erscheinen, also gegen 2010, mit den komischen Namen), und den mehr oder weniger brauchbaren (in meinen Augen überflüssigen) technischen Tricks zum dynamischen Umwandeln von Text in Bildern oder Flash-Filme im Browser des Anwenders. Wem der Powerbook-Lüfter lustig zum rollenden Strandball ins Ohr säuselt, weil eine Blogseite mit 50 Überschriften jene mit sIFR als 50 Flash-Filme ausliefern möchte, wird sich in seiner Begeisterung über diese Technik kaum zügeln können. Ein guter, kompakter und zügiger Vortrag von Gerrit. "Rany Keddo":http://blog.purzelbaumcorp.de/ stellte in einem amüsanten Vortrag seine very social Kalender-Applikation »fleavent« vor. Er gab "Einblicke in seinen Entwicklungsprozess":http://www.flickr.com/photos/podspektiven/96724981/ und begeisterte das Publikum durch purzlets. Man kann sich "bei Rany":http://blog.purzelbaumcorp.de/ übrigens für das Beta-Programm von fleavent registrieren lassen, das ist sehr web-2.0-ig. ;-) "Beate Paland":http://paland.net/blog/ führte das Publikum in die Welt der meistgehypeten Programmierumgebung unserer 2.0-Zeit ein, nämlich Ruby On Rails. Und das selbstverständlich so brilliant, dass sogar bekennende Nicht-Programmierer nun einen Eindruck gewonnen haben, was das ist und worum es da geht, und warum Rails toll ist. Um Abschluss gossen "fukami":http://fukami.vakuum.net/ und "Lars Stojny":http://www.usrportage.de/ Wasser in den süßen Wein 2.0 und nahmen das Publikum mit auf eine Reise in die Welt der Exploits und Skript-Attacken, die das Leben im Web 2.0 zu einer mitunter gefährlichen Sache machen können. Selbstverständlich taten die beiden das mit einer expliziten White Hat - Attitüde. ;-) Nach diesen schönen Vorträgen war es dann schon ganz schön spät. Und so leerten sich die Reihen zunehmend, es gab noch einige interessante Gespräche und, "Jens":http://blog.grochtdreis.de/ sei Dank, mussten The Girl und ich nicht den mühsamen Weg per Bahn nach Wiesbaden angehen. Was nehmen wir mit von diesem Web Montag? Mir hat es gefallen, es war schön alte Bekannte aus der Rhein-Main-Bloggerszene zu sehen und neue kennen zu lernen, wie z.B. "Gerrit":http://www.praegnanz.de/weblog oder "Leo":http://www.fscklog.com/. Beim nächsten Mal sollte es mehr Zeit für das Labern und Trinken ;-) geben. "Rany":http://blog.purzelbaumcorp.de/ erzählte mir, dass Angestellter sein und Software-Entwicklung mit konsequentem GTD besser unter einen Hut zu bringen sind, das nehmen wir als Ansporn mit. Und die Erkenntnis, dass Web 2.0 vielleicht doch mehr als nur die Wiederkehr von AGs mit windigen Geschäftsmodellen aus der Zeit der Jahrhundertwende ist, wie uns das die ganz ganz schlauen Leute wie Hal Faber immer erzählen. Beim nächsten Web Montag bin ich wieder dabei.

webmontag webmontag20060206 web2.0

Weblogtalk Ontour

Es leuchten Buchstaben über der Stadt

Und zwar leuchtet heute (der 6.2.2006 ist damit gemeint, falls dieser Eintrag in 10.500 Jahren von einer außerirdischen Macht gelesen wird) in großen Lettern, den "abgeklärten klugen Alleswissern, die schon alles kennen und alles gesehen haben":http://www.heise.de/newsticker/meldung/69226 zum Trotze, *Web 2.0* über Frankfurt am Main. Denn es findet "zum ersten Mal in Frankfurt":http://www.webmontag.de/doku.php?id=frankfurt ein "Web Montag":http://www.webmontag.de/ statt. Eine solche Veranstaltung bringt ("Zitat":http://www.webmontag.de/) »[...] Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Forscher, Web-Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0 (im weitesten Sinne) zusammen.« Das klingt interessant, dementsprechend voll ist die "Teilnehmerliste":http://www.webmontag.de/doku.php?id=frankfurt. Neben den altbewährten Blogszene-Größen aus dem Rhein-Main-Gebiet haben sich auch zahlreiche (für mich) neue Gesichter angekündigt. Und sogar aus dem fernen Karlsruhe eilt "eine Bloglegende":http://paland.net/blog/ herbei, um einen Vortrag über Ruby On Rails zu halten. Kurz und gut, es verspricht ein interessanter Abend zu werden. Live-Bloggen werde ich nicht, denn ich nehme keinen Rechner mit ;-), aber eifrig Notizen machen. Vielleicht. Links: * "Web Montag":http://www.webmontag.de/ * "Technorati-Tag webmontag":http://www.technorati.com/tag/webmontag * "flickr-Fotos mit dem Tag webmontag":http://www.flickr.com/photos/tags/webmontag * "deli-Tag webmontag":http://del.icio.us/tag/webmontag

webmontag webmontag20060206 frankfurt web20

Weblogtalk

Werber mit Demokratiedefiziten

Der Demokratiepreis, Ausgabe Januar 2006, geht an "Jean-Remy von Matt, der sich fragt, lt. Jens":http://www.jensscholz.com/2006_01_01_archive.htm#113762765814900254: »Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern?« Dem Mann kann geholfen werden, er schaue nach bei "Artikel 5, Absatz 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik":http://www.artikel5.de/gesetze/gg.html#art5: »Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten [...]« Erstaunlich, wie wenig jemand von den Grundsätzen eben jener freien Gesellschaft hält, in der er dank jener verbürgten Freiheit seine bezahlten Werbebotschaften frei herumtragen darf und dadurch zu Wohlstand und Ansehen kommen konnte. Und das ist kein bedauerlicher Einzelfall, denn vor fast genau einem Jahr wurde sein Agenturkollege Peter Kabel "bei Heiko Hebig mit den Worten zitiert":http://www.hebig.com/archives/002857.shtml: »But it's no good that every citizen finally has a voice. It's OK for renowned journalists to raise controversial issues. Knowing that ordinary citizens finally have the same power is not necessarily a good thing.« Scheint eine Berufskrankheit zu sein...

vonmatt kabel

Weblogtalk

Oh! Drupal!

Ich habe mich immer gefragt, wie man auf die Idee kommt, freiwillig "Drupal":http://drupal.org/ zu benutzen. "Jetzt weiß ich es.":http://www.flickr.com/photos/kk/75700051/in/photostream/ Okay, wo ist die Macho-Kasse? ;-)

drupal geek

Weblogtalk

Der große Haken 2.0

Das "große Desaster":http://blog.del.icio.us/blog/2005/12/continued_hiccu.html an unser aller Lieblings-Web.2.0-Site "del.icio.us":http://del.icio.us/ zeigt sehr drastisch den gewaltigen Haken an der so fürchterlich wunderbaren Web-2.0-Welt des »Remixens« von persönlichen Informationen auf externen Web-Services mit den offenen APIs: Hat $Anbieter ein Problem, sind die Daten weg. Oh, Vergänglichkeit, Du bist immer der große Sieger, auf die Unendlichkeit hin gesehen. Ich bin gespannt, ob das ohne Datenverlust abgegangen ist. Dabei habe ich bereits einen deli-Importer, ich müsste ihn nur mal aktivieren... Update: Hurra, "deli":http://del.icio.us/ ist wieder da! Und auf dem ersten Blick scheinen wir noch einmal Glück gehabt zu haben, die Links machen einen vollständigen Eindruck. Nun geht es aber an das Sichern...

Weblogtalk

Realitätswahrnehmung 2.0

Bild: Reality "Dieses Bild »Reality«":http://www.flickr.com/photos/gridlock/72418126/ von Flickr-User "Gridlock":http://www.flickr.com/photos/gridlock/ bringt die neuartige mediale Wahrnehmung von Realität in den Zeiten von Web 2.0 am Beispiel des "desaströsen Feuerinfernos von Hemel Hempstead":http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5035854_NAV_REF1,00.html ohne große Worte auf den Punkt. Natürlich sind *wir*, die wir das auf unserem Computerschirm anschauen, ohne von einem quasi-amtlichen medialen Vermittler darauf »angesetzt« worden zu sein, Teil jenes »auf den Punkt bringen«. "Flickr: Photos tagged with hempstead":http://www.flickr.com/photos/tags/hempstead/

web2.0 flickr hempstead

Weblogtalk

Encore une fois

Der "Podcastverband":http://www.podcastverband.de/ wurde an dieser Stelle bereits "angemessen gewürdigt":http://www.das-netzbuch.de/article/2324/truppenverbandplatz. Das reicht aber nicht, Podcasten geht den Weg des Profiboxens, da existieren auch mehrere Verbände, damit es für die Aktiven genug Titel zu verteilen gibt. Voilà: "Der Podcastclub":http://www.podcastclub.de/ (gefunden bei "Thomas":http://gigold.de/archiv/2005/11/24/podcastverband-vs-podcastclub/). Die deutschsprachige Podcastszene ist auf keinem guten Weg, um das mal mit aller Vorsicht auszudrücken ... "Boris' Kommentar zur damaligen »Würdigung«":http://www.das-netzbuch.de/article/2324/#c003564 war ja fast schon prophetisch ...

Weblogtalk

Parteitagsbloggen geht doch: Im Küchenkabinett!

Das Jahr 2005 mit seiner unerwarteten Bundestagswahl-Bescherung bescherte uns bekanntlich auch das neue Weblog-Genre Parteitagsbloggen. Die ersten Versuche während des Wahlkampfes haben mich nicht vom Hocker gerissen, das »Klein-Fritzchen der Blogger besucht die große Welt der Parteitage und bloggt staunend seine Beobachtungen«-Bloggen traf meinen Geschmack überhaupt nicht. Um so positiver überrascht war ich dagegen vom Geblogge der Jungs vom "Küchenkabinett":http://kuechenkabinett.org/ (sowieso mein Lieblings-Politblog) vom SPD-Parteitag ("schaut einfach selbst":http://kuechenkabinett.org/, neumodischen Kram wie Tags oder Kategorien, die man direkt verlinken könnte, gibt es da nicht ;-)) zu Beginn dieser Woche. Pointierte Beobachtungen und meinungsfreudige politische Einschätzungen statt zwanghaftes Aufsuchen und Bloggen lustiger Randbegebenheiten - so kann das eigentlich bereits abgeschriebene Parteitagsbloggen tatsächlich ein Gewinn sein. Gut gemacht, "Jungs":http://kuechenkabinett.org/about.html! Apropos "Jungs vom Küchenkabinett":http://kuechenkabinett.org/about.html: Küchenkabinettinitiator "TH":http://words.grendel.at/archives/2005/11/17/im_off_solids.html befindet sich gerade "im Krankenhaus":http://words.grendel.at/archives/2005/11/17/im_off_solids.html, alles Gute, "»alter Sack«":http://kuechenkabinett.org/about.html.

weblogs parteitagsbloggen

Weblogtalk

Ja, wo rebooten sie denn?

Am 1. November ist es mal wieder so weit, allenthalben wird "wieder kaskadiert gestylt rebooted":http://www.cssreboot.com/. In der Blogrollen-Nachbarschaft hat z.B. Thomas "seine Phase des lakonischen Minimalismus abgeschlossen":http://gigold.de/archiv/2005/11/01/vorsicht-ganz-feucht/, und "Beate sagt sich: »Weil ich ein Mädchen bin ...«":http://www.paland.net/blog/384/rebooted. Getreu meiner Vorliebe für die Loser des (Netz-)Lebens sind meine Favoriten aber "Leute wie er hier":http://danmatthew.co.uk/, bei denen die hochfliegenden Redesign-Pläne von den Unbillen des Lebens eingeholt wurden. Das kenne ich auch gut, darum melde ich mich zu solchen Veranstaltungen auch gar nicht erst an. Der einzig angemessene Termin für einen kollektiven Reboot wäre sowieso ein 13. oder 27., ein 1. ist so typisch für das gar so kleingeistige Bestreben des Menschen, dem wahrhaft ewigen Fluss der Zeit seine kleine hilflose Ordnung aufzuerlegen ...

css reboot

Weblogtalk

Von Purzelbäumen und hohen Auflösungen

98 und ein Schlüssel Man bildet sich ein, so nach dreieinhalb Jahren Weblog-Rummacherei ein wenig Durchblick durch die Materie zu haben, aber man trifft immer wieder auf Entwicklungen und Begriffe, die komplett am Schlüsselloch des Aufmerksamkeitsfokus vorbei gerauscht sind. Wie z.B. der Begriff "»Tumblelog«":http://redhanded.hobix.com/inspect/tumbleloggingAssortedLarvae.html. Tumble bedeutet so viel wie »Purzelbaum«, und "Chris Neukirchens »Anarchaia«":http://chneukirchen.org/anarchaia/ gilt als das Ur-Tumblelog. Es heisst so, weil Bilder, Links, Chatlogs und Zitate wild über die Seite purzeln, ohne dass eine Unterscheidung in einzelne Einträge erkennbar ist. Ein weiteres Tumblelog ist der "Projectionist":http://project.ioni.st/, dessen Layout mir sehr gut gefällt, genau der Stil auf den ich gerade abfahre. Nachtrag: "Jason Kottke hatte es kürzlich auch von Tumblelogs":http://www.kottke.org/05/10/tumblelogs. Noch ein Nachtrag: Nach einem Moment des Nachdenkens, nach der Lektüre von "Kottkes Artikel":http://www.kottke.org/05/10/tumblelogs, komme ich zu dem Schluss, dass Tumblelogs der Weg zurück zu den Ursprüngen des Webloggens sind, gemäß der "»klassischen Definition«":http://www.rebeccablood.net/essays/weblog_history.html: Links und kurze Kommentare. Aber vor allem Links. Ein Weblog ohne Links war kein Weblog. Hey, alte Zeiten kommen wieder. Weitere aktuelle Zugänge auf meiner Leseliste: Dirk Jesse, bekannt aus Funk, Film und Fernsehen für sein legendäres Fotoblog "Staring at the sun":http://www.sas-foto.de/, hat mit "High Resolution":http://blog.highresolution.info/ ein "neues Weblog eröffnet":http://blog.highresolution.info/index.php?/highresolution/comments/ein_neues_weblog_oeffnet_seine_pforten/: »Es geht also um digitale Fotografie, um den digitalen Workflow, den ein jedes Foto vom ersten Motivgedanken über die Kamera, den Rechner und schließlich ins Internet oder auf Fotopapier durchläuft. [...] Fotos werden gemacht, um sie zu zeigen. Daher wird auch das Thema Webdesign hier mit angerissen werden. Keine exzessiven Exkurse in die Theorie [...], dafür hin und wieder Hinweise zu praktischen und optisch ansprechenden Lösungen.« Ein "Blog-Urgestein aus Wiesbaden":http://www.tzwaen.com/ meldet sich zurück! Unter dem Motto "»Das Leben geht weiter, Weblogs auch«":http://weblog.auf123.de/archiv/2005/10/22/das_leben_geht_weiter_weblogs_/ möchte Sven Przepiorka aka Tzwaen wieder "regelmäßig Bloggen":http://weblog.auf123.de/. 1-2-3, bloggen! ;-) Und, one more thing, als Business-Blogger muss man stets die Zahlen im Auge haben. Dieses unscheinbare kleine Fußball- und Internet-Weblog hier auf Eurem Schirm ist "93.713,64 Dollar wert":http://www.business-opportunities.biz/projects/how-much-is-your-blog-worth/?url=http%3A%2F%2Fwww.das-netzbuch.de%2F (via "79.600-Dollar-Sonderangebot-Blogger Alp":http://uckan.info/2005/10/23/da-real-business/ ;-)). Nun ja, es fällt mir ja durchaus schwer, aber ich bin bereit für Übernahmeverhandlungen...

weblogs tumblelogs

Weblogtalk

Die halbe deutsche Blogosphäre ist wech!

Das liegt nicht an Eurem Internetzugang! Sondern, daran, dass der (nicht nur in Bloggerkreisen) überaus beliebte Webhoster "all-inkl.com":http://www.all-inkl.com/ "lt. diesem Forumsthread":http://forum.webhostlist.de/show/showthread.php?t=64000&page=3 ein Problem mit der Internet-Anbindung seines Rechenzentrums in Düsseldorf hat. Diese wird von "Level 3":http://www.level3.com/2577.html bereit gestellt und "lt. Forum":http://forum.webhostlist.de/show/showthread.php?t=64000&page=3 liegt genau da das Problem. Also, nicht verzweifelt den Computer aus dem Fenster werfen wenn nix geht, liegt ausnahmsweise einmal nicht an Eurem Provider. ;-) Nachtrag 23.10.: Sonntag morgen geht das ganze Spielchen wieder von vorne los. Oh, Lambdanet, was machst Du mit den Daten der armen Leute? ;-)

Linux Weblogtalk

Raggle

Raggle Eine weitere Komponente für die implizite Netzbuch-Serie Leben im Terminal: "Raggle":http://raggle.org/ ist ein RSS-Reader für unixoide Konsolen, bspw. Linux oder Mac OS X. Geschrieben in der Modesprache "Ruby":http://www.ruby-lang.org/, ermöglicht Raggle das Lesen liebster Blogs und Newsquellen ohne grafischen Schnickschnack in jeder Terminal- oder ssh-Session. Und ist damit ein Konkurrent von "Snownews":http://kiza.kcore.de/software/snownews/. Raggle bietet eine dreiteilige Ansicht, wie ein grafischer Reader, und kann Einträge, die man sich im Browser (wie "ELinks":http://elinks.or.cz/) anschauen möchte, an neue "»screen«-":http://www.gnu.org/software/screen/ Sessions senden. Und das Lesen funktioniert recht übersichtlich und flott und, für ein Konsolenprogramm, intuitiv. Raggle ist "als Tarball":http://raggle.org/files/raggle-0.4.3.tar.gz oder als "Debian-Paket":http://raggle.org/?id=10 erhältlich. Und auf der Website sind "allerlei Screenshots verfügbar":http://raggle.org/shots/.

raggle linux osxcli rss snownews

Seltsames Weblogtalk

Das große Geständnis

Okay, nun ist es raus. Ich habe versucht, es nicht an die große Glocke zu hängen. Nun ist es aber Zeit, ein Statement abzusetzen. Wissen Sie, verehrte Zielgruppe, letztens, als ich 40 wurde, wusste ich: Die wilden Jahre, die Zeit des Aufbaus, sie sind vorbei, nun muss der ROI kommen. All' diese Worte, diese Bilder, diese Themen - das hat Spuren hinterlassen. Überall. Und jetzt, wo Frau Merkel die Regierung der großen wichtigen Reformen leiten wird, ist Solidität angesagt. Neue Werte, welche die alten sind. Die ganz alten. Aber ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen, nein, verkünden, gestehen, offenbaren wollte: "Ich bin jetzt Business-Blogger":http://top100-business-blogs.de/. Nachtrag: Für den Teil der verehrten Leserschaft, der außerhalb der bizarren Weblogszene angesiedelt ist, das Ironie-Tag: ;-)

businessblogger business top100

Weblogtalk

Bloggen als Naturalienwirtschaft, oder: Die Zukunft hat begonnen!

Es geht doch nichts über ein Weblog mit einer DB und einem Archiv, das nix vergisst! Vor über anderthalb Jahren "bloggte ich eine Zukunftsprognose":http://www.das-netzbuch.de/article/660/zukunftsprognose. Da Bloggen das neue »Web-Visitenkarten-Erstellen« ist, passt alles, und "die Zukunft hat mit diesem Eintrag im Literaturwelt-Blog zur Buchmesse begonnen":http://blog.literaturwelt.de/archiv/bloggen-fuer-catering/: »Wir bieten an, [..] über jeden, der uns zu einem Frühstück, Mittagessen oder Abendessen auf der Messe einlädt [..] einen kleinen Blog-Artikel zu schreiben. [..] Binnen 24h nach der Mahlzeit.« Der arme Poet von heute ist mit hungrigem Magen und Laptop unterwegs und bloggt. Aber ach, was ist aus den Literaten geworden! Buk und Hem hätten höchstens für eine Flasche feinen Whiskey was geschrieben, aber doch nicht für eine seriöse, richtige, am Ende sogar gesunde und rauchfreie Mahlzeit! "»The Times They Are A-Changin«":http://en.wikipedia.org/wiki/The_Times_They_Are_A-Changin möchte man singen ... Ganz ernsthaft lesenswert über das Lesen und das Gerede über das Lesen: "»Literaturwelt. Das Blog.«":http://blog.literaturwelt.de

zukunft vision catering buchmesse

Weblogtalk

Wordpress, die Weblog-Prostituierte

Nachdem sich der "erste Versuch":http://www.das-netzbuch.de/article/2223/wordpressorg-als-suchmaschinenspammer als nicht so gute Idee erwies, befindet sich "Wordpress-Oberguru Matt Mullenweg":http://photomatt.net/ auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Wie "bon anza-Rundschau":http://www.blog.dialcontent.de/article.php/link-auf-wordpress-fuer-250.000-Dollar berichtet, kann man "per Adbrite":http://www.adbrite.com/mb/commerce/purchase_form.php?opid=45963&afsid=1 nun preiswert Werbung auf "wordpress.org":http://wordpress.org/ buchen: 20.000 Dollar für einen Textlink an einem Tag, 7 Tage Textlink für 100.000 Dollar, und 30 Tage für 250.000 Dollar. Na, das sind doch mal Summen, nicht solche Google-Ad-Peanuts, wie man sie bisher kannte. Ab 16.10. kann man buchen, man darf gespannt sein, ob das bis dato werbefreie "wordpress.org":http://wordpress.org/ dann durch Werbung geadelt wird. Mullenweg verscherbelt den PageRank, den er mehr oder weniger von der Community geschenkt bekam. Natürlich, zum Wohle des Projektes. Und hach ja, Werbung ist ja nix Übles, nein, nein, get real, Ralf. Wie schreiben die Glattgekämmten immer: »Weblogs sind nun erwachsen geworden.« Wo ist die Tüte aus dem Flugzeug? Ich mochte es nie, das Wordpress, und werde es nie mögen. Link: "Bon Anza-Rundschau: »Wordpress.org als Linkhure?«":http://www.blog.dialcontent.de/article.php/link-auf-wordpress-fuer-250.000-Dollar

wordpress linkhure linkwhore

Lagedernation Weblogtalk

»Some say youre trouble, boy«

"Alp stellt die These auf":http://uckan.info/2005/10/12/du-bist-destruktiv/, dass an der "im Handelsblatt geäußerte Behauptung":http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1113905 des "Du-bist-Deutschland"-Oberkampagneros Michael Trautmann (»Mit dem negativen Feed-Back bei den Weblogs haben wir gerechnet. Die sind immer destruktiv.«) ("Zitat":http://uckan.info/2005/10/12/du-bist-destruktiv/) »mehr Wahrheit dran [ist], als es so manchem Blogger lieb sein dürfte«. Gerade bei der Kampagne stimmt das nicht, ich finde die Blogosphären-Reaktionen sogar noch recht gemäßigt. Ob dieser Propaganda-Offensive, in der Ellebogen-Gesellschaft Wir-Gefühl zu verordnen, fällt mir nicht mal mehr ein "Bildchen":http://www.flickr.com/groups/dubistdeutschland ein. So etwas nennt man in der Fachsprache Propaganda. Heute lässt man die halt nicht mehr von "Leni Riefenstahl":http://de.wikipedia.org/wiki/Leni_Riefenstahl, sondern von den »glattgekämmten« Profis bewerkstelligen, denen es einerlei ist, ob sie Joghurt oder »deutsches Mut machendes Wir-Gefühl« in die medialen Massen transportieren. Aber egal, das Thema ist durch ... h2. Destruktiv! Aber dass Blogs destruktiv sind, stimmt natürlich. Egal ob Klingeltöne, Value-Added-Software mit integrierten Produktinformationen oder lustige Quiz-Profi-Blogs (»Wer findet am schnellsten die drei Zeilen Content zwischen Google-Ads und blinkenden Affiliate-Bannern«), nichts kann man denen recht machen. ;-) Darum rufe ich nun den »Abend des besonders destruktiven Bloggens«, kurz AdbdB, aus. Zur ersten Strophe des Songs "The Fallen":http://www.sing365.com/music/lyric.nsf/The-Fallen-lyrics-Franz-Ferdinand/A368DAF6BE8037BA48257083000B359D vom grandiosen fantastischen neuen Album von Franz Ferdinand (Mist, das war jetzt nicht destruktiv!) wird destruktiv gebloggt, was das Zeug hält! Stoff gibt es ja genug! ;-) Wer mitmischen will: Einfach Eintrag mit AdbdB taggen!

AdbdB

Mac Weblogtalk

NewsGator kauft NetNewsWire

Oh nee! "NewsGator kauft NetNewsWire":http://www.newsgator.com/news/archive.aspx?post=68: »NewsGator Technologies, Inc., the leading RSS platform company, announced today that it has acquired NetNewsWire, the leading RSS reader for Mac OS X. NewsGator also announced that NetNewsWire will integrate tightly with the NewsGator Online synchronization platform. [...] As part of this deal, existing NetNewsWire full-version customers will receive a free 2-year paid subscription to NewsGator Online. More details will be announced with the next release of NetNewsWire, which will include advanced features and functions from NewsGator Online.« Das will ich aber gar nicht. NewsGator kann mir gestohlen bleiben. Anlässlich des "Aufkauf von FeedDemon durch NewsGator schrieb ich einst":http://www.das-netzbuch.de/article/2247/oops-nick-did-it-again: »Als Mac-User kann man nur hoffen, dass NetNewsWire nicht den selben Weg gehen wird.« Und nun passiert genau das. Die vorzügliche Integration des NetNewsWire mit "Bloglines":http://www.bloglines.com/ wird dann sicher zu Gunsten der Integration mit NewsGator abgelöst. Also, Zeit sich nach einem neuen RSS-Reader umzusehen ...

rss newsgator netnewswire

Weblogtalk Zeugs

Feiertags-Langeweile

Nein, nicht ich. Hey, ich bin Blogger, die langweilen sich nie. ;-) Aber andere Leute. Es fällt immer wieder auf, wie an Feiertagen, insbesondere an solchen mit mäßigem Wetter, Leute die alten Archive von Weblogs durchwühlen und über uralte-Referrer hier einfallen. Wie jenes Individuum aus der Schweiz, welches immer wieder auf "dieses":http://www.das-netzbuch.de/article/1870/meisterhafte-katzenbilder und "jenes":http://www.das-netzbuch.de/article/1981/petition-gegen-katzenbilder-in-weblogs herausragende Produkt meiner geistreichen Blogkunst klicken musste, um es glauben zu können, was es dort auf dem Schirm sah ... Werft mal einen Blick in die Statistik (ach, was sage ich, macht Ihr doch eh ständig ;-)) , Feiertage sind jene mit dem höchsten Traffic von Referrern aus uralten Weblogeinträgen. Was sagt uns das?

weblogs feiertag blogkunst

Weblogtalk Webworking

Bloggen mit Zeichen: sadlittlewebjournal

!/images/225.jpg! Weblogsoftware. Ja, letztendlich nutzen wir alle die großen Brummer unter den Weblog-Softwarepaketen, die sich alle ähnlich sind, mit den vielen komfortablen Funktionen, mit Glocken und Pfeifen. Aber es gibt auch die Exoten, die einen ganz anderen Ansatz verfolgen (vgl. z.B. "Nanoblogger":http://www.das-netzbuch.de/article/1838/geekig-bloggen-mit-nanoblogger). Eines davon: "sadlittlewebjournal":http://www.malcolm.id.au/?page=writings&sub_page=archive&display=5. Dabei handelt es sich um ein Bündel von Perl-Skripten, das mit MySQL oder Postgresql zusammen werkeln mag. Das Besondere: Die Oberfläche wird ausschließlich aus ASCII-Zeichen aufgebaut. Oben links baut man ein Stück "ASCII-Art":http://de.wikipedia.org/wiki/ASCII-Art für den individuellen Touch ein, oben rechts rotieren Zitate oder blöde Sprüche, die man über das Backend eingebaut hat. Kurze Nachrichten, ein Weblog/Journal, statische Seiten für längere Beiträge, eine Bilder-Galerie: alles drin! Ich habe mal eine "Testsite":http://sad.blogserver.de/ gebaut, und ich muss sagen, es macht wirklich Spaß, mit sadlittlewebjournal zu spielen. Und wo gibt es schon ein Weblog, dass in einem grafischen Browser (siehe Bild oben) fast genauso aussieht wie im Terminalbrowser lynx (s.u.)? ;-) !/images/226.jpg! sadlittlewebjournal steht unter der GPL, benötigt, wie gesagt, MySQL oder Postgresql, und einige Perl-Module, die man aber flott mit der CPAN-Shell installiert bekommt. Fazit: Ein kühles Progrämmchen, ich suche nun händeringend nach einer sinnvollen Anwendung dafür. ;-) * "sadlittlewebjournal":http://www.malcolm.id.au/?page=writings&sub_page=archive&display=5 * "Download":http://www.malcolm.id.au/?page=about&sub_page=files * das "traurige kleine Web-Journal des Autors":http://www.malcolm.id.au/ * "Freshmeat-Projekt-Seite":http://freshmeat.net/projects/sadlittlewebjournal/

weblogs sadlittlewebjournal

Weblogtalk Ontour

ZKM-Tagung: Weblogs, Podcasting & Videojournalismus

Am kommenden Freitag und Samstag, den 23. und 24. September 05, veranstaltet das "ZKM in Karlsruhe":http://www.zkm.de/ eine Veranstaltung mit dem wohlklingenden Titel "»WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen«":http://on1.zkm.de/zkm/stories/storyReader$4793. Referieren werden, neben Größen aus dem akademischen Umfeld, u.a. "Don Alphonso":http://rebellmarkt.blogger.de/stories/328573/ und der in diesen Zeiten wohl unvermeidliche "Spreeblick-Johnny":http://www.spreeblick.com/. Solch' eine interessante Problematisiererei lasse ich mir normalerweise nicht entgehen, aber leider ruft am Freitag die Pflicht. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es noch ein "Bloggertreffen in räumlicher Nähe des ZKM":http://www.carpe.com/wiki/wiki.pl?ZKM-Tagung, da werde ich dann auch erscheinen.

weblogs podcasting zkm

Weblogtalk

Es wird so sein!

Im Himmel über Frankfurt tat sich eine Wolke auf, und eine Stimme verriet mir ein Geheimnis: "Die Google-Blogsuche":http://blogsearch.google.com/ wird nur eingeführt, damit dann eines Tages die Blogs aus dem »richtigen Google« herausgeworfen werden können und das verlotterte Web 1.0 mit seinen Linkfarmen und Google-Fallen beim Geschäfte machen von lästigen Blogeinträgen in Ruhe gelassen wird. ;-) Mehr zu diesem nichtstofflichen Gadget gibt es natürlich bei "Gadgetmania":http://www.gadgetmania.de/comments/google_blog_suche/.

google blogsearch

Ontour Weblogtalk

Sozial in Dresden

Sinnieren. Wie der sinnierende steinerne Herr auf dem Bild hatten sich ca. 25 Leute "auf Einladung von Martin":http://www.roell.net/weblog/archiv/2005/07/23/einladung.shtml zum Sinnieren und Diskutieren über Weblogs, Social Software, Informationen und den Umgang damit, kurz, zu "Roell2005":http://2005.roell.net/weblogeintraege, in Dresden eingefunden. Es war schon spannend zu sehen, wie sich durchaus unterschiedliche Leute trafen, die eigentlich nur eines alle gemeinsam hatten: Leser von "Martins Weblog":http://www.roell.net/weblog/ zu sein. Es waren interessante Tage, ich habe viele Meinungen und Anregungen gehört und aufgenommen. Das ist zwar nun bereits eine Woche her, aber ich kann natürlich nicht "die Unzulänglichkeiten von Blogger's Darling Firefox":http://www.das-netzbuch.de/article/2367/drecksding-firefox meine Texte planen lassen, daher nun der zweite Versuch. ;-) Es gab Erkenntnisse! So zum Beispiel die, dass die Entwicklung eines Weblog-Wiki-Social-Software-Enterprise-Collaboration-Tools völlig überflüssig ist, da es dafür keinen Markt gibt. Unternehmen kommen gut mit dem Chaos auf den Netzwerklaufwerken und der Datenhaltung in an ihre Speichergrenzen stoßende Outlook-PST-Dateien zurecht und haben keinen Bedarf an wikioiden Werkzeugen zur Ordnung und Zusammenarbeit. Ist schon okay, mein Arbeitgeber verdient an derartigen Dokumentationspraktiken und ihren zwangsläufigen Konsequenzen. Andererseits gab es einige Ideen und Anregungen zu eben solchem Werkzeug, die ich eifrig notiert habe. Natürlich nehme ich Meinungen zur Kenntnis, ebenso natürlich werde ich das nämliche Werkzeug trotzdem weiter entwickeln. Es gab Einblicke! Lehrreich die von "Olli Gassner":http://www.gadgetmania.de/ in die Methodologie und Praxis des Profi-Bloggens, ein hartes Brot. Härter, als es sich der unbefangene Konsument vor dem Schirm vielleicht vorstellen mag. Wenn man es für Geld tut, muß man etwas zielstrebiger und systematischer Informationen erfassen und bloggerecht verarbeiten, als dass der gemeine Hobbyblogger tut. Ich will nicht alles wiederholen, "im Wiki zur Veranstaltung":http://2005.roell.net/weblogeintraege finden sich Links zu allen Beiträgen, die veröffentlich wurden. Es gab Bewegung! Martin hatte mit seiner Programmplanung dafür gesorgt, dass nicht nur das Sitzfleisch und der Kopf gefordert wurden. Die Aktivitäten am Abend und in den Pausen waren mit reichlich Spaziergängen und Märschen verbunden, das abendliche Bierchen musste sich mit Kilometern verdient werden. Es gab angenehme Leute! Ich war überrascht, die Versammelten waren durchweg freundliche Zeitgenossen ohne Dünkel (das haben wir auch schon anders erlebt bei weblog-bezogenen Veranstaltungen). Es gibt noch mehr! Wer Vollständigkeit anstrebt, möge auf der "bereits erwähnten Wikiseite":http://2005.roell.net/weblogeintraege den Links zu flickr-Galerien und Weblog-Einträgen folgen, um sich ein Bild zu machen. Ein Danke möchte ich noch hinüberschleudern zu "Martin":http://www.roell.net/weblog/ für die gute Idee und zu "Knallgrau":http://www.knallgrau.at/company/weblog/stories/947670/ für das Sponsern der Veranstaltung! Die Zitate des Wochenendes stammen von "Fukami":http://fukami.vakuum.net/, der mit farbigen Schilderungen vom alltäglichen Krieg an der Webfront zwischen Blackhats, Whitehats und Websitebetreibern unterhielt: »Das Web ist kein Kindergeburtstag!« Und von "smi":http://smi.twoday.net/, der, konfrontiert mit allerlei Titelwünschen, als er beim Grillabend auf der Gitarre spielte, meinte: »Ich bin keine Jukebox!«

dresden roell2005

Weblogtalk Musik

Frische Ware!

In der Blogosphäre wurde frische Ware von altbewährten Fachkräften angeliefert, verehrte Zielgruppe! Normalerweise bin ich ja nicht der Blogosphären-Grüßaugust, aber heute muß das mal sein! Da wäre zunächst einmal "Marcus'":http://512mb.net/ neues Blog "»Noiseblog«":http://noiseblog.de/. Worum "geht es da":http://noiseblog.de/noise/article/willkommen-im-noiseblog/? »Um was geht es hier? In erster Linie um Musik. Um gute Musik. Und was hier gute Musik ist, das bestimme ich!« Klare Ansage, jawoll! ;-) Das wird sicher lesenswert, da ich Marcus und seinen Musikgeschmack schon länger per Weblog kenne, wird es im "Noiseblog":http://noiseblog.de/ um (vornehmlich britische) »Männer mit Gitarren« gehen. Und das ist gut, komisches Elektrogefiepse wird einem schließlich fast in jeder Ecke der Blogosphäre angetragen. Gefährlich wird es hingegen im neuen Blog von "Dee":http://www.metamorphine.de/ und "Josh":http://control-o.com/journal/, die beiden ziehen als "»Bedeutungsmafia«":http://www.bedeutungsmafia.de/ marodierend und schutzgelderpressend durch die Blogosphäre. Wurde auch Zeit, dass das mal jemand übernimmt! ;-) Schöne Sachen, ich bin gespannt. Finde ich gut, neue Sachen von altbewährten Leuten zu lesen statt leise aufstöhnend bloggige Neuzugänge von Pseudopromis, Werbe- und Marketingstrategen, die jetzt auch bloggen, zur Kenntnis nehmen zu müssen ...

weblogs bedeutungsmafia noiseblog musik

Weblogtalk Weltalssolche

Tim Berners-Lee ...

... in einem "Interview mit der BBC":http://news.bbc.co.uk/1/hi/technology/4132752.stm (via "Ed Cone":http://radio.weblogs.com/0107946/2005/08/09.html#a4775) über das Web, Weblogs und Wikis: »The idea was that anybody who used the web would have a space where they could write and so the first browser was an editor, it was a writer as well as a reader. Every person who used the web had the ability to write something. It was very easy to make a new web page and comment on what somebody else had written, which is very much what blogging is about. For years I had been trying to address the fact that the web for most people wasn't a creative space; there were other editors, but editing web pages became difficult and complicated for people. What happened with blogs and with wikis, these editable web spaces, was that they became much more simple. When you write a blog, you don't write complicated hypertext, you just write text, so I'm very, very happy to see that now it's gone in the direction of becoming more of a creative medium.« Letztendlich eine Reformulierung seines berühmten geflügelten Wortes »Everyone's a publisher«. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Berners-Lee das je so gesagt hat, wenn ich "danach google":http://www.google.de/search?hl=de&q=%22Everyone%27s+a+publisher%22+Tim+berners-lee finde ich mich selbst zu erst ... Übrigens, auch wenn "im Lichte solcher durchaus ironisch gemeinter Beiträge":http://www.das-netzbuch.de/article/2347/es-reicht-blogs-sind-nicht-f252r-jeden-ebenso-das-internet der gegenteilige Eindruck entstehen könnte: Ich teile diese Vision durchaus. Ich war schon immer der Ansicht, dass jemand, der täglich in's Internet geht um bild.de und die tagesschau zu lesen, nur den halben Spaß an der Sache hat. Das Internet ist keine kommunikative Einbahnstraße wie Fernsehen, Radio oder die gedruckte Zeitung. Erst wenn man selbst aktiv wird, wird es richtig lustig. Und ich bin davon überzeugt, dass in diesen Zeiten des Internets, der Weblogs, der Wikis und der Foren mehr geschrieben wird als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Und das ist für sich selbst schon einmal eine gute Sache. Das Web hat einige (viele!) Menschen von ihrem Couchpotatoe-Dasein erlöst. Begleiterscheinungen wie "diese Geschichte, die Nico erzählt":http://lumma.de/eintrag.php?id=1964, passieren im Web, weil Menschen halt so sind wie sie nun einmal sind. Dass man, wenn man bemüht ist, sich im Leben von diesem Menschenschlag so weit wie möglich fern zu halten, durch das Web damit konfrontiert wird, ob man will oder nicht, ist die dunkle Seite des Webs.

web berners-lee problematisieren

Weblogtalk Seltsames

Es reicht! Blogs sind nicht für jeden! Ebenso das Internet.

"Diese Geschichte im lawblog":http://www.lawblog.de/index.php/archives/2005/08/07/marcel-der-entertainer/ bestärkt mich einmal mehr in meiner Ansicht, dass Weblogs, ebenso wie das Internet an sich, nichts für Jedermann, und in diesem speziellen Falle, ganz besonders nichts für Jederfrau, sind. Im Gegensatz zu jenen, die mit Weblogs kommerzielle Interessen verfolgen und sich ihren Content zwischen die Reklame-Links und die blinkenden Affiliate-Banners klatschen, bin ich der Meinung, dass es nun reicht mit der Verbreitung von Weblogs in der Bevölkerung. Schluß jetzt! Was nun kommt, ist der der verzichtenswerte Anteil der Late Adopters, auf den schon das Internet an sich verzichten konnte, und die Blogosphäre erst recht. Schon immer war ich der Ansicht: Wer sich seinen ratternden PC (mit dem raubkopierten Windows XP drauf) nicht selbst so einrichten kann, dass er den Internet-Zugang geregelt bekommt, gehört einfach nicht ins Internet. Und dann sollte, von einer zentralen Stelle, etwa so wie das DFB-Sportgericht oder die FIA-Sportkomission, jede Schleuder, die einmal mit einem Wurm oder Virus am Netz erwischt wurde, einen Monat gesperrt werden. Ha, Ihr solltet mal sehen, verehrte Zielgruppe, wie sich die Anzahl an Verhärmten, die jetzt auch bloggt, innerhalb kürzester Zeit reduzieren und wieder Ruhe und Frieden in den freien intellektuellen Diskurs einziehen und allenortens anwaltfrei problematisiert wird ...

weblogs anwälte verhärmt

Weblogtalk Zeugs

Wie wahr!

"smi anlässlich seines Comeback-Posts":http://smi.twoday.net/stories/841175/: »Nicht alles im Leben braucht ein Archiv.« Ich muß zugeben, dass mir im Rahmen meiner noch stets unauffällig voran gehenden Umbauarbeiten ähnliche Gedanken gekommen sind. Sogar verbunden mit der Idee eines Google-Suizids. Will ich stets gefunden werden mit Sachen, die ich irgendwann 2002 mal geschrieben habe, von schweigsamen Google-Besuchern? Nach Monaten eine E-Mail bekommen, dass "mein Beitrag":http://www.das-netzbuch.de/article/1920/die-lacherlichsten-black-metal-bilder dem Black-Metal-Standort Deutschland schweren Schaden zufügt? Nö, eigentlich nicht. Der Gedanke an Löschen und Neuanfang hat schon einen gewissen Reiz ...

weblogs google archiv

Weblogtalk

Truppenverbandplatz

Wenn zwei Deutsche ein gemeinsames Hobby haben, suchen sie einen Dritten und gründen erst einmal einen Verein: "»Verband deutschsprachiger Podcaster«":http://www.podcastverband.de/ (via "Mac Essentials":http://www.mac-essentials.de/index.php/mac/15267/). Da fällt mir ein: Wieso gibt es eigentlich noch keinen Bloggerverband? Wir haben doch schon lange den Dritten gefunden ... ;-)

podcast podcasting

Weblogtalk

Good Bye, gravatar.com?

gravatar.com, jener hübsche kleine Service, der zu einer gegebenen E-Mail-Adresse ein kleines Bildchen, den Gravatar, zur Einbindung in Kommentarseiten bereit stellt, scheint gone like the wind. Und zwar so richtig »wech«, denn, wie "Fred ermittelt hat":http://fgiasson.com/blog/index.php?title=gravatar_com_is_down_what_could_we_do_if&more=1&c=1&tb=1&pb=1, ist die Domäne abgelaufen und der Entwickler von gravatar.com untergetaucht. Das sieht ganz so aus, als würde daraus nichts mehr werden. "Fred hat aber eine Initiative entwickelt":http://fgiasson.com/blog/index.php?title=gravatar_com_is_down_what_could_we_do_if&more=1&c=1&tb=1&pb=1, einen solchen Dienst neu auf die Beine zu stellen. Mal schauen, wie sich diese Sache entwickelt. Gut, dass ich bisher zu faul war, Gravatar-Unterstützung in die Kommentare einzubauen. ;-)

gravatar

Weblogtalk

Podcast-Premiere: Blogs read, by me!

Wie immer war die Lust aufs Ausprobieren größer als die Furcht vor der Blamage, also habe ich auf Anstoß von "»Frau Blog:read« Anneke":http://blogread.de/ meinen ersten Podcast gesprochen: Blog:Read (5). Euer bloggender Märchenonkel liest Weblogtexte von "Mo":http://www.dailymo.de/, "suna":http://suna.twoday.net/ und "ronsens":http://www.ronsens.de/. Viel Vergnügen, hoffentlich. Und Danke an Anneke für's Mixen! :-)

podcast

Weblogtalk

»Coined the term weblog, never made a dime.«

Wired-Autor Paul Boutin traf Internet-Legende "Jorn Barger":http://www.robotwisdom.com/ als Obdachlosen auf der Straße, ein "Typ mit einer Google-Mütze und einem Pappschild mit der Aufschrift":http://www.wired.com/wired/archive/13.07/posts.html?pg=6 : »Coined the term 'weblog,' never made a dime.« Barger hatte mit "Robot Wisdom":http://www.robotwisdom.com/ eines der ersten Weblogs und gilt als der Erfinder eben jenes heute so berühmten Wortes Weblog, als Bezeichnung für logging the web, also das Festhalten der Dingen, die er beim Durchforsten des Webs fand. Ein paar Links (hatten wir "schon einmal":http://www.das-netzbuch.de/article/1170/jorn-barger-ist-aus-dem-internet-verschwunden, aber es gibt sicher noch genug so genannte Weblog-Experten, die nicht wissen wer Jorn Barger ist): * "Wikipedia: Jorn Barger":http://en.wikipedia.org/wiki/Jorn_Barger * "Wired: »Robot wisdom on the street«":http://www.wired.com/wired/archive/13.07/posts.html?pg=6 * "Julian Dibbell: »Portrait of the Blogger as a Young Man«":http://www.juliandibbell.com/texts/feed_blogger.html Barger erfand im Jahre 1994 auch das, unter veränderten Vorzeichen (Weblog statt Usenet), noch heute gültige Inverse Law of Usenet Bandwidth: »The more interesting your life becomes, the less you post... and vice versa.«

weblogs jornbarger

Weblogtalk Zeugs

Hallo Mobiltelefonanbieter, Occasion: Gesponsortes Mobloggen!

Meine Moblog-Bilder sehen ein bißchen verhärmt aus. Man kann den von den Göttern der Musik gesandten Conor Oberst auf meinem Bild gar nicht erkennen. Mich dünkt, ich brauche ein besseres Cameraphone, um auch im live gebloggten Bilde den gewohnten Quality-Premium-Content liefern zu können. Ich meine, es liegt ja wohl auf der Hand, bei mir werden nur Bilder und Ereignisse von erheblicher zeitgeschichtlicher Relevanz gemobloggt, daher unterscheidet sich das Netzbuch in dieser Hinsicht doch sehr stark von anderen Content-Anbietern mit starker Tendenz zur bildlichen Wiedergabe der Nahrungsaufnahme! ;-) Aber Cameraphones ohne neuen Vertrag sind teuer. Daher kam mir eben eine gute Idee: Einer der vielen Mobiltelefon-Anbieter sponsort mir ein besseres Cameraphone, dafür wird jeder Moblogeintrag mit einem Präsentiert von [Hier großzügigen Anbieter einsetzen] über- oder unterschrieben. Ist das nicht 'ne gute Idee, in all ihrer gnadenlosen Kommerzialität auf der Schaumkrone der Welle des bloggigen Zeitgeists angesiedelt?

moblogging cameraphone

Weblogtalk

Blogs, gelesen

Da ja Podcasts jetzt das große Ding sind, "z.B. bei Apple":http://www.metamac.de/content/software/827/itunes-49-ist-da, kann man mal bei "Blog:Read":http://blogread.de/?itemid=4 rein hören und sich die Zugfahrt mit von einer alten Bekannten gesprochenen Weblog-Texten-Podcast versüßen lassen. :-)

podcast blog:read weblogs

Weblogtalk

GPN4 Rückschau

!http://photos11.flickr.com/15091345_2b3a07bd52_m.jpg!:http://www.flickr.com/photos/leralle/15091345/ Der "angekündigte Weblog-Vortrag":http://www.das-netzbuch.de/article/2250/gpn4-karlsruhe fand, wie man sieht, in einem der GPN-Schlafzimmer statt. Neo-Blogger "Tante Lore hat alles beobachtet und neben ein paar Bemerkungen einige Schnappschüsse in sein noch ganz frisches Weblog gestellt":http://www.das-netzbuch.de/article/2250/gpn4-karlsruhe (allerschärftes Willkommen, auf diesem Wege ;-)). Eine "referierende Weblog-Legende":http://paland.net/blog/index.php/2005/05/21/369-gpn4-jetzt-live-und-spater-in-farbe, ein kleiner Kreis aufmerksamer Zuhörer, eine lebhafte Diskussion über Bloggen und wie es in real existierende Unternehmenskulturen passt - eine gelungene Veranstaltung, denke ich. Wie "Oliver schon schrieb":http://typo.twoday.net/stories/708928/, es ist erstaunlich, wie die Online-Szene in Subkulturen existiert. Dinge, die für uns Weblogger fast alltäglich sind, wie z.B. Bilder mit Tags versehen und bei Flickr uploaden, sind in Kreisen juveniler Hacker gänzlich unbekannt. Was man sehr schön sehen kann, wenn man in Flickr nach dem "Tag GPN4 fahndet":http://www.flickr.com/photos/tags/gpn4/, man findet dort nur "meine Bilder":http://www.flickr.com/photos/leralle/tags/gpn4/. Andererseits sind diese Dinge mit tags und social software noch relativ neu, nächstes Jahr, bei GPN5, mag das schon ganz anders aussehen.

Weblogtalk

GPN4 Karlsruhe

In Karlsruhe findet an diesem Wochenende, jetzt gerade, präziser formuliert, "»GPN4 - The Return Of The Living Bytes«":http://www.entropia.de/wiki/GPN4 statt. Die GPN-Programmiernacht ist die jährliche Veranstaltung des "Entropia e.V. in Karlsruhe":http://www.entropia.de/wiki/Hauptseite, der lokalen Sektion des CCC. Es gibt "ein interessantes Vortrags- und Workshop-Programm":http://www.entropia.de/wiki/GPN4:Fahrplan, WLAN und nette Leute. Und einen "Vortrag über Weblogs, die Blogosphäre und überhaupt":http://paland.net/blog/index.php/2005/05/21/369-gpn4-jetzt-live-und-spater-in-farbe. Der Autor dieses kleinen Weblogs wird übrigens auch vor Ort sein. Und "OliverG auch, berichtet und bloggt":http://typo.twoday.net/stories/706370/. Also, Zielgruppe aus der Region, auch wenn diese Ankündigung vielleicht ein wenig spät kommt ;-): "Auf zur GPN4!":http://www.entropia.de/wiki/GPN4:Anreise

Weblogtalk Techkram

Oops, Nick did it again!

Das hat mich wirklich überrascht: "Nick Bradbury":http://nick.typepad.com/, Autor berühmter und brauchbarer Windows-Programme wie HomeSite, "TopStyle":http://www.bradsoft.com/topstyle/ und den Feedreader "FeedDemon":http://www.bradsoft.com/feeddemon, vertickt alles an "NewsGator":http://www.newsgator.com, dem ewigen Zweiten hinter "Bloglines":http://bloglines.com/. Rückblende: So um 1996 veröffentlichte Nick Bradbury den HTML-Editor HomeSite, zuerst als Freeware (kann man "sogar noch im Internet bekommen":http://www.jchanke.de/homefest/homesite/homesite.htm, Dank an "filapper":http://www.jassesnee.de/blog/index.php?p=387), später als Shareware. HomeSite ist die »Mutter aller HTML-Quelltext-Editoren«, er brachte als erster den typischen HTML-Editor-Look, nämlich links eine Dateispalte, oben 'ne Toolbar und der Rest Editor-Fenster. Phase5, Quanta, Bluefish, und wie sie alle heißen, sind letztendlich alles HomeSite-Plagiate. Wie die Geschichte ausging, ist bekannt. HomeSite wurde zunächst, samt dem Herrn Bradbury, an Allaire verkauft, später an Macromedia, und nun an Adobe. Entwickelt wurde im Grunde nix mehr. Auf der Wintel-Möhre im Büro läuft noch HomeSite 4.5, ein Blick auf die Demo neuerer Versionen zeigte, dass sich nix nennenswertes mehr getan hat, was eine erneute Geldausgabe rechtfertigen würde. HomeSite ist für Macromedia/Adobe nur ein lästiges Anhängsel für ihre glorreichen so genannten visuellen Editoren. Herr Bradbury stieg 1998 aus, und begann mit TopStyle und startete damit, wie sich nun zeigt, die ganze Geschichte von vorne. Nun krallt sich also NewsGator den FeedDemon. Statt die Software zu kaufen, darf man zukünftig NewsGator abonnieren, um in den Genuß von Updates zu kommen. Und damit wird die "plattformübergreifende Initiative, das überaus praktische Abgleichen von Daten zwischen Bloglines und Desktop-Feedreadern":http://inessential.com/?comments=1&postid=2922, zumindest was Windows angeht ein Ende haben. Das macht ein "Lockergnome-Interview mit einem dort nicht näher bezeichneten Greg von NewsGator":http://channels.lockergnome.com/rss/archives/news/20050516_newsgator_buys_feeddemon.phtml unmißverständlich klar: »FeedDemon will continue to work with Bloglines as it does today. However, moving forward, we feel that the features we want to add require stronger API and feature support than that provided by Bloglines, so future development will concentrate on integration with the NewsGator Online platform.« Damit ist die praktische "Integration von Online-Reader und Desktop-Applikation":http://www.hebig.org/blogs/archives/main/001912.php, was Windows-Benutzer angeht, vorbei. Denn wer will schon freiwillig NewsGator benutzen? Als Mac-User kann man nur hoffen, dass "NetNewsWire":http://ranchero.com/netnewswire/ nicht den selben Weg gehen wird.

Internet Weblogtalk

Auntie geht voran!

Eine kühle Sache: Die gute alte Tante BBC schmeißt ihren Content unter das Internet-Volk und lässt Gutwillige remixen: "BBC Backstage":http://backstage.bbc.co.uk/. Die "ersten Ergebnisse":http://backstage.bbc.co.uk/prototypes/ sind schon zu bewundern, wie nicht anders zu erwarten in diesen Zeiten ist "einiger":http://backstage.bbc.co.uk/prototypes/archives/2005/05/bbc_shared_tags.html "Tag-Kram":http://backstage.bbc.co.uk/prototypes/archives/2005/05/bbc_news_delici.html dabei. Sehr gut gefällt mir "In-Pix - BBC News picture gallery viewer":http://backstage.bbc.co.uk/prototypes/archives/2005/01/inpix_bbc_news.html. Ein interessantes Projekt, warum macht man das? Weil die BBC durch ihre Internetaktivitäten als gebührenfinanzierte Institution in der Kritik stand, gab es "eine Selbstverpflichtung":http://backstage.bbc.co.uk/archives/2005/01/about.html: »The BBC will support social innovation by encouraging users’ efforts to build sites and projects that meet their needs and those of their communities ... The BBC will also be committed to using open standards that will enable users to find and repurpose BBC content in more flexible ways.« Und Backstage ist ein erstes Ergebnis dieser Verpflichtung. Kommt jemandem die Situation, dass sich eine gebührenfinanzierte Medieninstitution im Internet engagiert, nicht bekannt vor? ARD und ZDF, wir warten! (Via "Plasticbag":http://www.plasticbag.org/archives/2005/05/bbc_backstage_launches.shtml)

Zeugs Weblogtalk

Alljährliches Ritual

Am letzten Samstag, den 7., hatte mein Blog übrigens 3. Geburtstag. Wie immer bei dieser Gelegenheit danke ich Euch, verehrte Zielgruppe, für Eure Treue in contentarmen und -reichen Zeiten. Redesign und Umstieg auf neues System verzögern sich natürlich noch etwas, man kommt halt zu nix. ;-) Gibt ja auch, objektiv gesehen, keinen Grund zu übermäßiger Eile. Bloggen macht mir natürlich nach wie vor Spaß. In manchen Zeiten bloggt man mehr, in manchen weniger. Wenn man ein wenig Distanz dazu bewahrt und sich von den schmutzigen Problematisier-Theken der Blogbars dieser Welt fern hält, bleibt der Spaß auch erhalten. Und ich hoffe doch sehr, dass an dem Tag, an dem sich mein Blog "in eine von Texas-Poker zugespammte visuelle Ruine":http://www.mywebwork.de/fiene.tv/archive/2005/05/04/fiene__des_ausgangs_neue_kleid verwandelt oder ich damit beginne, "überaus peinliche weinerliche Philippiken":http://www.argh.de/item01766.php zu halten, jemand meine Datenbank löscht und auf dem Serververzeichnis ein rm -Rf * absetzt ... Übrigens: Heute schon das "»19-minute daily cleanup«":http://www.43folders.com/2005/05/real_simple_19m.html durchgeführt? ;-) Und etwas Ernsthaftes (darf doch mal ausnahmsweise mich selbst verlinken) habe ich heute auch gebloggt, "hier drüben":http://www.720pixel.de.

Weblogtalk

IzyNews und die Trittbrett-Domäne

Ein beliebter Sport: Deutsche Domänen berühmter internationaler Angebote registrieren und auf das eigene berüchtigte kleine Spin-Off leiten. Gerade im Zustand der Halbkonzentration www.bloglines.de eingetippt, und bei "IzyNews":http://izynews.de/dir/ dem RSS-Klauber, bekannt, äh, berüchtigt, aus Blogs, Funk und Fernsehen, gelandet. Mies, oder? Von "anderer Leute harter Arbeit":http://www.bloglines.com schmarotzen auf dem Trittbrett. Mir wird schlecht. Wenn man im Hause IzyNews noch einen Funken Rest-Anstand hat, lenkt man bloglines.de auf das Original um. Und zwar pronto!

Weblogtalk Momentaufnahme

Assyrische Weblogdebatte

!/images/206.jpg! Im "Pergamon-Museum":http://www.smb.spk-berlin.de/smb/de/standorte/index.php?n=2&r=5&objID=27&p=2 zu Berlin findet man eines der ältesten erhaltenen Weblogs der Erde, etwa 2.400 Jahre alt. Es beklagt den Zustand der "assyrischen":http://de.wikipedia.org/wiki/Assyrien Blogosphäre, und vor allem den Mangel an Qualität, anlässlich eines Weblog-Symposiums in "Assur":http://de.wikipedia.org/wiki/Assur. Den treffendsten Kommentar zur »weinerlichen« (eary-eyed) Qualitätsdebatte "liefert Thomas Burg":http://randgaenge.net/2005/04/28.html#a2698. Interessanterweise auf Englisch. Die Blogosphäre ist "Babylon":http://de.wikipedia.org/wiki/Babylon ...

Weblogtalk

Happy Birthday, Uncle Dave!

Der Onkel aller Blogger, "Dave Winer":http://scriptingnews.com/, wird 50 und "wünscht sich Links zum Geburtstag":http://archive.scripting.com/2005/05/01#aBirthdayRequest. Dem Manne kann geholfen werden, zu Webloglegenden kann man durchaus mal freundlich sein. ;-) Der "Schockwellenreiter liefert für Euch unwissende Neublogger da draußen eine kurze Würdigung der egomanischen Webloglegende":http://www.schockwellenreiter.de/2005/05/02.html#happyBirthdayDave. Happy Birthday, Dave, keep on blogging!

Weblogtalk

Wordpress.org als Suchmaschinenspammer

Na, das ist doch mal etwas, was unsere amerikanischen Freunde einen interesting read nennen: Unser knuddeliger lieber OpenSource-Darling (als Antipode zum bösen kommerziellen MT, wer erinnert sich nicht an die Wechselwelle weiland, als das neue MT-Lizenzmodell bekannt wurde) WordPress (erstmals kam nun rel="nofollow" zum Einsatz) hat einen schmutzigen "Nebenjob als so genannter Suchmaschinenoptimierer, wie Andrew Baio entdeckt hat und in seinem Weblog ausführt":http://www.waxy.org/archive/2005/03/30/wordpres.shtml. Der durch zahllose Powered by WordPress-Links exorbitant hohe Pagerank von wordpress.org wurde mit ca. 120.000 Pseudo-Artikelseiten mit beliebten Suchmaschinenspammer-Stichworten wie mortgage, debt oder diabetes und dazu passenden Ads ein wenig versilbert. WordPress hat als OpenSource-Projekt seine Unschuld verloren. Ich halte so etwas nicht für akzeptabel.

Weblogtalk

Weblog für einen Tag

Ein Weblog für einen Tag: "»Weltweit 24.Maerz«":http://weltweit24maerz.de/. Reporter dokumentieren den Alltag von Menschen in aller Welt einen Tag lang, in Texten und Tönen. "Zitat":http://weltweit24maerz.de/clas/weltweit-der-24-marz-2005.html: »Was bewegt die Bankerin in London, was treibt den Friseur in Buenos Aires um, wie gestaltet die Köchin in Lima ihren Alltag, was erhofft sich ein Straßenverkäufer in Nairobi, was erwartetet ein Geistlicher in Teheran, was treibt ein Kindermädchen in Paris oder eine Näherin in Bombay um? Reporter befragen sie und andere Menschen nach ihren Lebensumständen, nach Ihren Plänen und Hoffnungen und nach dem, was sie gerade tun: Weltweit – am 24. März 2005.« (Gefunden im gerade neu gestalteten "Pixelbrand":http://blog.pixelbrand.org/eintrag/103.html)

Weblogtalk

Weblog-Tag in der FR

Überraschung bei der Lektüre der "Morgenzeitung":http://www.fr-aktuell.de/ in der Bahn: Die Frankfurter Rundschau hat heute ihren "großen Weblogtag":http://www.fr-aktuell.de/ressorts/computer_und_internet/netzwerk/. "Mario Sixtus":http://sixtus.net/ liefert mit "»Ohne Filter«":http://www.fr-aktuell.de/ressorts/computer_und_internet/netzwerk/?cnt=651429 eine Einführung in die Thematik, "Monika Porrmann":http://www.dailymo.de/ berichtet in "»Das bloggst du aber nicht, oder?«":http://www.fr-aktuell.de/ressorts/computer_und_internet/netzwerk/?cnt=651411 über ihr Doppelleben als FR-Redakteurin und Bloggerin, und "Thomas N. Burg":http://randgaenge.net/ verrät "in einem Interview":http://www.fr-aktuell.de/ressorts/computer_und_internet/netzwerk/?cnt=651423, wieso Blogs die Kommunikation fördern und äußert sich zum Modethema »Weblog vs. Journalismus«: »Der Vergleich von Weblogs und Journalismus mag sich zunächst aufdrängen, doch im Kern geht es doch darum gar nicht. Es gibt natürlich Weblogs, die einen journalistischen Anspruch haben. Das ist aber eine absolute Minderheit. Ich glaube, Weblogs sind ganz einfach Hilfsmittel, um die Kommunikation zwischen Menschen zu erleichtern und die Kommunikationsfrequenz zu erhöhen. Das heißt, mehr Menschen können, wenn sie es wollen, miteinander in Kontakt treten - auf viel leichterem Weg.« Und zusätzlich gibt es noch eine "Linkliste mit Blogs, Blogtools und Blogdienstleistern":http://www.fr-aktuell.de/ressorts/computer_und_internet/netzwerk/?cnt=651431. Fazit: Berichterstattung über Weblogs in den sogenannten normalen Medien muß nicht zwangsläufig "so":http://www.das-netzbuch.de/article/2174/journalisten-erklaren-uns-die-welt aussehen, sondern kann sogar lesenswert, kompetent und einfach gut sein ...

Weblogtalk

Bloggende OpenBCler in Stuttgart

"Oliver":http://typo.twoday.net/ bloggt "live vom OpenBC-Treffen in Stuttgart":http://typo.twoday.net/stories/580748/ und "stellt":http://typo.twoday.net/stories/586727/ "einige":http://typo.twoday.net/stories/586753/ "der":http://typo.twoday.net/stories/586770/ "Anwesenden":http://typo.twoday.net/stories/586780/ "vor":http://typo.twoday.net/stories/586799/. Ein herzlicher Gruß aus der hessischen Landeshauptstadt in jene von Baden-Württemberg. Ich hoffe, Ollis blog-missionarische Tätigkeit ist von Erfolg erfüllt und die latente Infektionsgefahr des Blogvirus schlägt wieder einmal zu - vielleicht lesen wir einige der Anwesenden demnächst in ihrem eigenen Blog ... Aber ein Fluch ist dieses digitale Zeitalter ja irgendwie schon, ich wollte mich gerade nach "einem Termin zum Kuscheln am Paschmina-Schal":http://typo.twoday.net/stories/586753/ erkundigen... ;-)

Weblogtalk Seltsames

Problematisch!

Ich wusste plötzlich nicht mehr, wie man bloggt! Einfach weg! Es war wohl ein psychosomatischer Schock. Ich hatte mich in die Abgründe des verschärften Weblog-Problematisierens begeben, als sich plötzlich alles um mich drehte und ich Stimmen im Abendwind hörte. Sie flüsterten,schrien, sangen, in einem großen Chor vereint mit dem Rauschen der Blätter, steinerne Probleme vor sich her tragend, immer lauter werdend, ständig Don-Patalong-Sixtus-Podcast-Spiegel-ITW-Journalisten. Ich wälzte mich auf dem Boden, die Hände auf die Ohren gepresst, aber das Crescendo des Problematisierens ließ meinen Kopf erklingen wie ein Trommelwirbel, immer und immer wieder: Don-Patalong-Sixtus-Podcast-Spiegel-ITW-Journalisten. Erst ein heftiger Schlag mit dem Hinterkopf vor die nächste Wand brachte sie zum verstummen. Die Stimmen, meine ich. Ich kam wieder zu mir, aber konnte nicht mehr bloggen. Ging einfach nicht mehr. Habe mir dann letzte Nacht in einem Schnellkurs das Bloggen wieder beigebracht. Ich hoffe es geht so einigermaßen.

Weblogtalk

Die sogenannte AIM-Überwachung

Wenn der Chefentwickler von AOLs AIM, "Justin Uberti, in seinem Weblog persönlich beteuert, dass niemand bei AOL daran denkt, IM-Konversationen aufzuzeichnen":http://journals.aol.com/juberti/runningman/entries/128, dann glaube ich ihm das einfach mal. Trotz wieder einmal unangemessen aufgeregtem verschärften Blogosphären-Alarmismus werde ich meine AIM- und ICQ-Accounts behalten, Jabber hin, Jabber her. Wenn Jabber mal anständig durch Unternehmens-Firewalls funktioniert, können wir über das Thema noch einmal reden ...

Seltsames Weblogtalk

Nieder mit Kubrick!

Gut, dass es RSS gibt! Denn so kann ich viele Weblogs im Reader lesen, und muß meinen Augen nicht diese inflationäre Verwendung des "Wordpress-Templates »Kubrick«":http://binarybonsai.com/playground/ antun. Ich kann es nicht mehr sehen! Nieder mit der visuellen Uniformität in der Blogosphäre! Fight Kubrick! F..k Kubrick! ;-)

Weblogtalk

Beruf: Blogger - II

"»Beruf: Blogger?«":http://www.das-netzbuch.de/article/2177/beruf-blogger hat ja ordentlich Feedback bekommen, besten Dank dafür! Die Mehrheit ist der Ansicht, dass es gerade in Deutschland dem Blogger nicht möglich ist, vom Weblog und seinen Lesern zu leben. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist der Blogbeitrag von Oliver, er stellt in "»Der Blogger als Freiberufler«":http://typo.twoday.net/stories/539057/ die Frage: »Wie verdient man Geld als Blogger?« Oliver verfügt über hinreichende Erfahrung mit Wort-Arbeitern (und das sind Blogger ja letztendlich) auf den traditionellen Feldern. Die Antwort: Geld verdienen mit dem, was Blogger außer Bloggen, oder eben mit bloggigen Dingen rund um das eigentlich Bloggen, noch so können: Woanders Schreiben, Coachen, Vorträge halten, Inhaltliche und technische Blog-Hilfestellung. Ein Weg? Der einzig mögliche in Deutschland? Eine andere Konstante bei der Einschätzung der Kottke-Geschichte, die sich auch aus einigen Kommentaren bei mir heraus hören lässt, ist die Sache mit dem Wert des gebloggten Wortguts. Das ist verständlich, denn Was bekomme ich für mein Geld? oder Ich zahle, ich bekomme was dafür sind die Uraxiome unserer kapitalistischen Ordnung. Im "MetaFilter":http://www.metafilter.com/mefi/39822 z.B. war ein Kommentator der Ansicht, das Kottkes Blog keine 30$ im Jahr wert sei. Kottkes Blog ist also nach Einschätzung dieses Kommentators weniger Wert als etwa 7 Schachteln Zigaretten im Jahr. Blogs als Speerspitze des Personal Publishing haben keinen Wert. "Jeremy hat das hervorragend auf den Punkt gebracht":http://www.adactio.com/journal/display.php/20050222224924.xml : »I have the sneaking suspicion that the begrudgers at MetaFilter don't recall a time before blogs. They appear to be fixated on the quality of links provided at Kottke.org. Trapped in a prison of their own making, they are incapable of looking past the walls of blogs to see the possibilities dawning on the horizon of personal publishing.« Noch zwei Links zum Thema: * "Wired: »Quit Your Job to Blog, Blog, Blog«":http://www.wired.com/news/culture/0,1284,66679,00.html?tw=wn_tophead_3 * "Airbag: »Freed«":http://www.airbagindustries.com/archives/007137.php. Greg Storey stellt Jason Kottke die Fragen, die Wired nicht erlauben würde, nach dem Motto: »Getting paid to blog is like getting paid to ride the bus.« Ich denke, das Thema bleibt spannend. Und eines Tages werde ich zumindest Halb-Profi-Blogger, das ist Fakt, verehrte Zielgruppe. ;-)

Weblogtalk Zeugs

Beruf: Blogger?

"Bloglegende Jason Kottke":http://kottke.org/ hat einen mutigen Schritt gewagt, wer es noch nicht an tausend und einer Stelle gelesen hat: "Er hat seinen Job aufgegeben und will vom Bloggen leben":http://www.kottke.org/05/02/kottke-micropatron, indem er sein "Publikum für ihn spenden lässt":http://www.kottke.org/about/patron/. Also als Wortkünstler in der digitalen Fußgängerzone mit einem virtuellen Hut auf dem Boden, in dem dann die Paypal-Münzen und -Scheinchen klacken sollen. Im Grunde hat Jason Kottke Recht! Man sieht es ja bei mir: Man muß mindestens acht Stunden ins Büro (der Mensch lebt nicht nur von Luft und Liebe ;-)), das Privatleben wird zeitweise ein wenig intensiver (der Mensch lebt nicht nur von Brot und Blog ;-)), und schon wird es ruhig im Weblog. Dabei liegen in meiner "GTD-Liste":http://www.das-netzbuch.de/?c=GTD @weblog allerlei Blogging-Actions herum, die darauf warten, umgesetzt zu werden. Einen Podcast wollte ich machen, Skripte und Trackback für TXP weiter entwickeln, mittelfristig auf mein eigenes ultimatives Weblog-Wiki-CMS-Universal-KM-SocialSoftware-System umsteigen, was sich in Entwicklung befindet, und allerlei interessante Themen bloggen. Aber wie, mit acht Stunden abhängiger Arbeit, wenn man es vernünftig und solide machen will? Also, Kottke weist den Weg in den Deal: Ich reduziere meine abhängige Beschäftigung auf Teilzeit, und der Verlust muß annähernd über das Weblog aufgefangen werden. Von Euch also, verehrte Zielgruppe! :-) Entweder Ihr kauft in der Zukunft mein ultimatives Weblog-Wiki-System, oder, weil Software als OpenSource einfach kühler ist, ich muß wie Kottke einen virtuellen Hut auftstellen. Als Gegenleistung blogge ich Euch die Welt, dass Ihr sie viel besser verstehen werdet, enttarne die Schandtaten des Journalismus, blogge tolle Skripte, und all' solche Sachen, in gewohnter Netzbuch-Qualität. Ist das vielleicht nix? ;-) Ernsthaft: Meinungen zu den Erfolgsaussichten eines solchen Unterfangens in Deutschland? Oder in der Welt, wird Kottke es auch schaffen, Geld einzunehmen, wenn die Sensation vorbei ist?

Weblogtalk Weltalssolche

Journalisten erklären uns die Welt

Wir alle "wissen ja":http://www.roell.net/weblog/archiv/2003/10/13/weblogs_sind_keine_gefahr_fuer_den_journalismus.shtml: Nur richtige Journalisten sind durch ihre fundierte Ausbildung in der Lage, uns die Welt zu erklären und aufzupassen, dass in der demokratischen Ordnung alles seinen geregelten Gang geht. Schauen wir uns doch mal die glorreiche Ausbeute des heutigen Tages an. Da wäre zunächst einmal ein Artikel bei der Deutschen Welle mit dem schönen Titel "»Die wunderbare Welt der Photoblogger«":http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1484081,00.html, in dem uns Winnie Ya Otto erklärt: »Photoblog ist die englische Bezeichnung für ein Internet-Fototagebuch. Der Begriff setzt sich zusammen aus 'photo' (englisch für Foto), 'b' (Abkürzung für web) und 'log' (für Buch). Ein Photoblog ist also eine Variante des Weblogs, bei der die Darstellung von Fotografien im Vordergrund steht.« Wer hätte das gedacht? ;-) Ein Weblog ist also gemäß dieser Erklärung ein Wewebbuch ... Der Artikel schlug übrigens schon lange vor seiner Veröffentlichung "Wellen in der Blogosphäre":http://www.roell.net/weblog/newsfeed/2005/02/14.shtml#008082 (gefunden bei "Martin":http://www.roell.net/weblog/newsfeed/2005/02/17.shtml#008102). Weiter, nächstes Opus. In der Süddeutschen Zeitung erklärt ein Helmut Martin-Jung in seinem wirklich grottenschlechten Artikel "»Die große Bühne der Einsamen«":http://www.sueddeutsche.de/,tt3m3/computer/artikel/950/47903/ uns Weblogger kurzerhand zu sozial vereinsamten Psychotikern, die alle an der Grenze zur sogenannten Internet-Sucht balancieren. Und zitiert ausgerechnet jene notorische »Expertin« "Gabriele Farke":http://www.onlinesucht.de/, die sich seinerzeit mit einem "der längsten Kommentare in der Geschichte des Netzbuchs unsterblich machte":http://www.das-netzbuch.de/article/1453/#c001755. Zu der sogenannten Internet-Sucht habe ich bereits "im Mai letzten Jahres alles gesagt":http://www.das-netzbuch.de/article/1453/das-zeitalter-der-suchtsucht. Bleibt noch, den "Schockwellenreiter zu zitieren":http://www.schockwellenreiter.de/2005/02/17.html#wirBloggerSchnReichUndBerhmt: »Und nach diesem Artikel braucht mir keiner mehr mit 'journalistischen Standards' zu kommen. Unter diese Meßlatte kommt selbst das schlechteste Weblog nicht durchgekrochen. Süddeutsche, schäme Dich...« Und dann ist da noch "jene Story beim WDR vom angeblichen C64, der im Dortmunder HBf ausgefallen war":http://www.wdr.de/themen/computer/1/commodore64/index.jhtml, der in Wirklichkeit ein 80286er mit dem M$-Unix Xenix war (via "Hugo":http://hugo.muensterland.org/2005/02/17/heise-online-wenn-computer-oldies-nicht-mehr-wollen-update/#comments). Eine richtig schöne Ente! Lasst uns also stolz sein auf unsere gut ausgebildete, professionelle und kenntnisreiche Journaille. Wenn man bedenkt, dass es sich bei den drei Artikeln um DW, die Süddeutsche und den WDR handelt (nicht um Unterschichtenfernsehen oder Bild), lässt sich das ganze Elend hinter den Zeitungs- und Webseiten, Fernsehbildern und Radiotönen erahnen. Im Grunde hat der professionelle Journalismus Konkurrenz von bloggenden Amateuren bitter nötig!

Weblogtalk Musik

Kettenblogpostingmememusik

Da mich "Roland mit dem Ast angepingt hat":http://www.duesenschrieb.de/weblog/archives/00000160.htm, und "Frau Fragmente weiterhin beschäftigt werden muß":http://fragmente.twoday.net/stories/509758/, muß ich antworten, auch wenn das nun schon ein paar Tage her ist. *1. Wieviele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?* ralf@hedwig-ralle-netz:~/Music$ du -sh 21G Nun ja, bin Jäger und Sammler, Musikfan seit ich Musik wahrnehmen kann. Und habe fast alles digitalisiert! *2. Die letzte CD, die du gekauft hast...* "Bright Eyes »I'm Wide Awake It's Morning«":http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/b/bright_eyes/im_wide_awake_its_morning/index.htm. "Conor Oberst":http://www.saddle-creek.com/bands/brighteyes/ ist ein wirklich erstaunlicher Musiker. Und "»Digital Ash In A Digital Urn«":http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/b/bright_eyes/digital_ash_in_a_digital_urn/index.htm gab es gleich dazu, Herr Oberst kam auf die Idee, gleich zwei Alben gleichzeitig auf den Markt zu werfen! *3. Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?* Gar keines, ich war gerade im Büro. *hüstel* *4. Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre.* Eine Momentaufnahme, so etwas ist stimmungs- und zeitabhängig: Bright Eyes »Land Locked Blues« 22-20s »Shoot Your Gun« Interpol »Not Even Jail« 36 Crazyfists »An Agreement Called Forever« Son, Ambulance »Paper Snowflakes« *5. Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?* Meinen überaus musikalischen Lieblingsbloggerinnen "Beate":http://paland.net/blog/ und "dee":http://www.metamorphine.de/ (eben deshalb ;-)). Und "Josh":http://www.control-o.com/josh/weblog.php, damit er sich beim Bloggen mal nicht aufregen muß. ;-)

Weblogtalk

pMachine 2.4 erschienen und beerdigt!

"Announcement von Rick Ellis auf der pMachine-Website":http://www.pmachine.com/pmachinepro/: »It is with some sadness that I announce the official retirement of pMachine Pro. Today's release of pMachine Pro version 2.4 marks the end of official development for this program. [...] Although we will no longer actively develop pMachine Pro, we will continue to make it available for download. In fact, it will now be free of charge. We are changing the licensing, making pMachine Pro available for download at no cost. pMachine Free will be discontinued entirely, while pMachine Pro will continue to be made available.« Tja, pMachine, war nett mit Dir, liefst ja zwei Jahre lang hinter den Kulissen des Netzbuchs und befeuerst noch stets "netz8":http://www.netz8.de. Wer ein leistungsfähiges Weblog-System sucht und sich nicht scheut, notfalls selbst den Editor in die Hand zu nehmen, kann nichtsdestrotrotz bei pMachine Pro bedenkenlos zugreifen.

Weblogtalk

Einen Bloggen!

Weblogs sind Anno 2005 wirklich Mainstream! Sogar die ganz alten Männer ;-) fangen jetzt zu bloggen an: * "pa.eng »betablox«":http://paeng.e-workers.de/blog51/ * "Erwin Forner »Der böse alte Mann des Internets«":http://www.forner.de/logi/ Irgendwann erwischt es jeden, oder, wie "Joi Ito":http://joi.ito.com/ sagt: Weblogs wirken viral! ;-)

Weblogtalk Zeugs

Weblogger-Mühsal

Im Moment ist es echt ein Kreuz mit dem Bloggen! Kommentar-, Trackback- und Referrerspam, sowie Content- und Traffic-Sauger, wohin das Auge blickt. Und natürlich IzyDizzy und die 40 Content-Räuber! Diese Sache ließ die "üblichen Verdächtigen":http://blogg.de/search.php?search=IzyNews zu wahrer Hochform auflaufen! Mein Premium-Content kommt natürlich nicht auf eine wirklich vorbildlich abscheulich anzuschauende Seite und wird mit dem von mir bekanntermaßen nicht gerade übermäßig geschätzten Ärgernis Google-Ads verhärmt. Aber ich brauche dazu keinen "Anwalt":http://www.lawblog.de/index.php/archives/2005/01/05/content-klau-2/, sondern nur "vi":http://www.vim.org/. ;-) Übrigens ist die Sache bereits "seit Mai 2004 bekannt":http://www.cydome.de/klauseck/archives/000386.html, aber erst wenn die A-Liste schreit, kommt die Problematisierlawine ins Rollen. Ein Lehrstück in Sachen Blogosphären-Aufmerksamkeitsökonomie! Aber was ich eigentlich schreiben wollte, bevor mein lästerlicher Geist mit mir durch ging: Ich habe nun den "Abruf von Bildern von außen":http://www.das-netzbuch.de/article/2129/internet-aufnahmepr252fung-jetzt unterbunden, aber daran gedacht, Bloglines weiterhin zugreifen zu lassen. Wenn irgendjemand in irgendeinem mir unbekannten Online-RSS-Reader keine Bilder mehr sieht, möge er oder sie mir bitte eine kurze Notiz geben, ich lasse selbigen dann zu. Danke für die Aufmerksamkeit! ;-)

Weblogtalk

10 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe

Ein "Aufruf":http://kbbu.de/blogging/26/10-euro-f252r-die-opfer-der-flutkatastrophe von Alex vom "Kölner Blog Büro":http://kbbu.de/, dem ich mich angesichts des massiven Elends gerne anschließe: "10 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe":http://kbbu.de/blogging/26/10-euro-f252r-die-opfer-der-flutkatastrophe: »Wahrscheinlich wird jeder von uns 10 Euro übrig haben. 10 Euro sind für uns fast nichts, ein paar Bier oder ein Kinobesuch. Doch für die, von einer potentiellen Seuche und Hunger betroffenen Kinder in den Flutgebieten Sri Lankas sind sie lebensrettend. Deshalb spendet diesen kleinen Betrag an die "Kindernothilfe":http://www.kindernothilfe.de/. Die Kindernothilfe ist seit 1976 in Sri Lanka, und dort vor allem an der Ostküste stark vertreten. Der Verein trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) in Berlin für einen seriösen Umgang mit Spendengeldern. Spenden können auf der Internetseite der Kindernothilfe auch online getätigt werden.« Dieser Aufruf wird von "Manuela Hoffmann, pixelgraphix.de":http://pixelgraphix.de/ "Vladimir Simovic, perun.net":http://perun.net/ "Kai Horlbeck, horlbeck.info":http://horlbeck.info/ "Max, unblogbar.com":http://unblogbar.com/weblog/770/spenden-statt-boeller-10-eur-fuer-die-opfer-der-flutkatastrophe/ "Gerrrit van Aaken, praegnanz.de":http://praegnanz.de/ "Nick Blume, nickblume.de":http://nickblume.de/ "Jörg Petermann, einfach-persönlich.de":http://www.einfach-persoenlich.de/ "Valentin Wölm, reizbombardement.de":http://reizbombardement.de/ mitgetragen.

Weblogtalk

Moralischer Verfall

Ob des zunehmenden Bestands von Weblogs in meiner Blogroll, deren letztes Aktualisierungsdatum weit hinter dem der tatsächlich letzten Aktualisierung her hinkt, habe ich mal bei "blo.gs":http://blo.gs geschaut, ob mein Datenbestand insuffizient ist. Ist er aber eigentlich nicht. Daher muß ich wohl, am Ende dieses großen Blog-Jahres, einen Verfall der Ping-Moral in der Blogosphäre konstatieren. So geht das aber nicht! Der Ping ist der Herzschlag des Blogtums, das Lebenszeichen des Individuums im Universum der Worte, der Wal im digitalen Meer, der zum Luft holen an die Oberfläche kommt, damit die Beobachter im Ausguck »Wal, da bläst er!« respektive »Ping, da bloggt er!« rufen können. Also, ToDo für 2005: Ordentlich pingen! ;-)

Weblogtalk Txp

Nie mehr Kommentare vergessen: Reverse Trackback

"Martin hat die rettende Idee":http://www.roell.net/weblog/archiv/2004/12/08/wo_habe_ich_kommentiert_reverse_trackback.shtml für alle, die wie ich bereits an dezenten geriatrischen Ausfallerscheinungen leiden: Man hinterlässt in einem Weblog einen Kommentar - und vergisst es umgehend. Nie wird man erfahren, ob es vielleicht eine interessante Antwort darauf gab. Gut, man vermisst sie auch nicht, denn man weiß ja nicht mehr, dass man auf eine Antwort wartet. ;-) "Reverse Trackback":http://www.roell.net/weblog/archiv/2004/12/08/ ist die Lösung für dieses Unbill. Die Idee ist ebenso simpel wie genial: Überall, wo man einen Kommentar hinterlässt, sendet man sich selbst einen Trackback. Diesen fängt man in seinem eigenen Weblog ein und postet ihn automatisch, als Liste, Weblogeintrag, RSS-Feed, wie auch immer. Für Textpattern schwebt mir schon ein Modus vor: Eine eigene Section, bspw. comments, in welche die selbst gesendeten Trackbacks vom sowieso schon vorhandenen "Trackback-Empfänger":http://www.das-netzbuch.de/special/2088/trackback-f252r-textpattern hinein geschüttet werden. Ich sehe schon, der Editor muß wieder angeworfen werden!

Weblogtalk

Neues. Schönes. Minimalistisches.

Frau dee hat die "Metamorphine":http://www.metamorphine.de/ einem radikalen Wechsel der Optik unterzogen. So radikal, dass man erst einmal prüfend in die Adressleiste schaut, ob man auch wirklich da ist, wo man hin wollte. So gehet also hin und "erfreut Eure Äuglein an einer Dosis äußerst wohlgeratenen optischen Weblogminimalismus":http://www.metamorphine.de/. ;-) Wo wir gerade bei Neuem sind: Einem wohlbekannten Blogger aus "bajuwarischen Landen":http://www.mapu.de/ hat die freudige Erwartung auf den großen Switch auf einen Rechner mit Apfel drauf dazu getrieben, schon einmal die technischen Voraussetzungen zur Dokumentation der Erlebnisse zu schaffen: "The Switch":http://www.mapu.de/index.php/mac. Drücken wir die Däumchen, dass ihm die Götter des distributierenden Dienstleistungsgewerbes zeitnah wohl gesonnen sind. ;-) Und noch etwas Neues: "simply thinkin' - Minimalistic Blog":http://fyshi.media-experience.net/blog/index.php?p=7. Ich bin zwar nicht der Grüßaugust der Blogosphäre, aber ("Zitat":http://fyshi.media-experience.net/blog/index.php?p=7): »Ich bin fasziniert von den Möglichekeiten, dieses Blogs. So richtig aufmerksam auf das Bloggen hat mich erst das Netzbuch gebracht. Ich war so begeistert von diesem schlichten Design, dass ich mich entschloss auch mal soetwas zu versuchen.« Unter diesen Voraussetzungen rufe ich natürlich sehr gerne, für einmal ganz blogosphärengrüßaugustgemäß: Allerschärftes Willkommen! ;-)

Weblogtalk

WordPress-Erfahrungen

Software dissen ist mein liebstes Hobby. ;-) Gestern Mittag habe ich ein "WordPress":http://www.wordpress.org installiert (Kompliment, das geht wirklich einfach und schnell!), da ich ein verlässliches Testsystem zum Trackback versenden benötigte, 6 Stunden später habe ich den "ersten Trackback-Spam":http://wp.blogserver.de/index.php?p=2 bekommen. Da frage ich mich natürlich berechtigt: Wie kann das sein, bei einem nicht-öffentlichen Testsystem? Antwort: Weil WordPress serienmäßig nach der Installation ungefragt "weblogs.com":http://www.weblogs.com und "blo.gs":http://blo.gs anpingt, ich finde im (IMHO sowieso extrem unübersichtlichen) Backend auch nirgendwo eine Option zum abschalten. Das ist absolut unmöglich, WP saugt granatenmäßig! Übrigens, ich hatte mein Passwort vergessen und kam nicht mehr ins WP-Backend rein, einen simplen MD5-Stringvergleich auszuhebeln war aber keine große Kunst. ;-) Textpattern ist schon mit einer deutlich ausgefeilteren Sicherheit versehen, passionierte Paranoiker sollten daher lieber kein WordPress benutzen. ;-)

Weblogtalk

Bloggen aus der Hölle

"Kevin Sites":http://www.kevinsites.net/ ist mit den Marines embedded in Falluja/Irak unterwegs und bloggt von dort. Anschauen: "Kevin Sites Blog: »Photo Blog: Taking Falluja«":http://www.kevinsites.net/2004_11_07_archive.html#110027008986926487 Lesen: "Kevin Sites Blog: »Street By Street«":http://www.kevinsites.net/2004_11_07_archive.html#110011362813651794 (Via "Dienstraum":http://www.dienstraum.com/mediamondo/archiv/2004/11/index.php#006369)

Weblogtalk

Live-Blog von den Contentmanager.days 2004

In Leipzig finden gerade, noch bis Freitag, die "Contentmanager.days 2004":http://www.contentmanager.de/cmdays/ statt. "Beate":http://paland.net/blog/ hat "keine Mühsal gescheut":http://paland.net/blog/index.php/2004/11/10/345-hallo-leipzig und sich auf den Weg gen Osten gemacht, um für uns daheim gebliebene live und in Farbe, gemeinsam mit "Ansgar":http://www.anatom5.de/?c=Team, von diesem Event zu bloggen: "cmdays04.konferenzblogger.de":http://cmdays04.konferenzblogger.de/ Harren wir also der gebloggten Erkenntnisse aus der Welt der CMS aus Leipzig!

Weblogtalk

RSS - Die Todsünde

Gerade habe ich mal, mit Hilfe des wunderbaren Dinosaurierfensters von "NetNewsWire 2":http://ranchero.com/netnewswire/, die "als RSS abonnierten Blogs":http://www.das-netzbuch.de/feeds/ aufgeräumt, und bin zu dem Schluß gekommen, dass es keine größere Sünde geben kann, als den URI des Feeds zu ändern, ohne den URI des alten Feeds zu erhalten. Auch der Wechsel des Blogsystems ist dafür keine Entschuldigung, .htaccess ist unser Freund. Höchstens einen intentionalen Bruch mit der Blog-Vergangenheit lasse ich gelten, warum der Rest der verehrten Bloggerinnen und Blogger aber bei Systemwechseln u.ä. nicht einfach mal .htaccess bemüht, um den Feed-URI zu erhalten, erschließt sich mir nicht. Botschaften wie »Ich habe mein Blog von MeinTollesBlogsystem auf MeinNochTolleresBlogsystem gewechselt, darum haben sich die Adressen meiner Feeds geändert, bitte ändern«, einhergehend mit Abschaltung der alten URI, heißen auf Deutsch übersetzt: »Leser, Du Arsch, ich weiß, Du hast nichts besseres zu tun als von meinem überaus bedeutsamen Blog die Feedadresse in Deinem Reader zu ändern, machst Du doch gerne, weil ich so bedeutsam für Dein Leben bin ...« Literaturtipp: "W3.ORG: »Cool URIs don't change«":http://www.w3.org/Provider/Style/URI.html Das musste mal gesagt werden, ich weiß nicht wie viele Feed-URIs ich in meinem Leben schon geändert habe ...

Weblogtalk Seltsames

Neuer Trend!

Ein neuer "Trend":http://www.jasonsantamaria.com/oddities/archive/: "Das Weblog":http://apsk121.quadranet.org/new/ "mit":http://pnuk.net/?tyyli=lokakuu.php "Blutflecken":http://www.zooibaai.nl/b/ "verschönern":http://graphikjunkie.com/, "sauerstoffreich":http://binarybonsai.com/ und "sauerstoffarm":http://www.shauninman.com/.

Weblogtalk

Referrer-Spammer in der Offensive

Da schaut man mal ein paar Tage nicht in die Referrer-Statistik, schon gibt es eine Referrer-Spammer-Offensive von bisher unbekannten Ausmaßen. In den letzten Tagen gab es Tausende von Zugriffen von Referrer-Spammern (so intensiv, dass eine Traffic-Warnung vom Host verschickt wurde!), dieses Mal aber so geschickt, dass man die üblen Gesellen nicht über Auswertung der IP-Adresse oder des User-Agent aussperren kann. Aber nicht geschickt genug ;-), ein kleines Skript überwacht nun die Referrer und fügt Referrer-Domains beim Zutreffen bestimmter Kriterien automatisch einer Blacklist zu. Diese Blacklist könnt Ihr, sofern Ihr auch von diesen bösen Jungs gepeinigt werdet, "hier anschauen":http://www.das-netzbuch.de/ueble-gesellen.php, bereits fertig zum Einfügen in die .htaccess, einfach in die Zwischenablage nehmen und in die .htaccess einfügen. Dann hat es sich ausge-referrer-spam-t. Man sollte diese lästigen Typen allesamt in Ferien nach Guantamo Bay schicken. ;-)

Weblogtalk

MacLife über Weblogs

!/images/122.gif! Die Apfelzeitschrift "MacLife":http://www.maclife.de/ liefert in ihrer Novemberausgabe ein großes Weblog-Special. Marcel Magis führt mit einem recht launigen Artikel unter der Überschrift »Weblogs - ein Phänomen der besonderen Art« im Stile eines Weblogs in die Materie ein (Zitat MacLife 11/04, S. 110): »11.8.2004. Ich beschließe nicht mehr weiter zu schreiben. Bin deprimiert, und stöbere nebenher noch in anderen Weblogs. Finde eine Frau, die sich gerade frisch verliebt hat. In eine andere Frau. Das Leben ist ungerecht.« Außerdem gibt es Interviews mit Fry dem "Schmuddelblogger":http://schmuddelblog.blogger.de/ und "Lyssa":http://www.lyssas-lounge.de/peepshow (mit Foto ;-)), eine kurze Übersicht über Mac-lastige Weblogs und ein kleines Weblog-ABC. Ein schönes Zitat von Lyssa (ebd., S. 113): »Womöglich verwandle ich mich ohne Blog in den nächsten Jahren in eine dieser wunderlichen Frauen, die auch im Sommer Pudelmütze tragen und im Bus mit ihrem Teddybär reden.« Damit der Weblog-Schwerpunkt sich nicht nur um das Eine dreht, gibt es auch noch ein Interview mit "Heiko Hebig":http://www.hebig.com/ über "Typepad":http://www.typepad.de und Weblogs in Deutschland als solche, allerdings unter seinem Pseudonym »Heiko Herbig«: !/images/121.gif! Das wundert den Betrachter aber nur, wenn man nicht regelmäßig MacLife liest, es gibt wohl kaum ein anderes gedrucktes Periodikum, in dem es derartig gehäuft von Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehlern wimmelt, Korrekturlesen scheint dort nicht üblich zu sein. Ein Zitat von Heiko (ebd., S. 114): «Ich wünsche mir: noch viel mehr Weblogs! Weblogs tun nicht weh! Ein Weblog muß nicht zwangsläufig öffentlich sein, und es muss dort auch kein Seelenstriptease erfolgen. [...] In Deutschland wird gerne und viel gemeckert. Weblogs sind das ideale Medium, um sich Frust von der Seele zu schreiben und sich einmal richtig auszukotzen.« Fazit: Gelungene Artikel, interessante Interviews, von der Schlamperei mit Heikos Namen abgesehen ein gelungenes Special, die MacLife ist aber sowieso von allen Fachzeitschriften im Apfel-Bereich die am unterhaltsamsten zu lesende.

Weblogtalk

Konferenzbloggen

Die bewährten Fachkräfte "Beate":http://paland.net/blog/ und "Martin":http://www.roell.net/weblog bloggen live und in Farbe von der "Informatik 2004 in Ulm":http://www.informatik2004.de/: "Informatik 2004. Das Konferenzweblog zur Informatik 2004":http://informatik2004.konferenzblogger.de/. "Heute erfährt man":http://informatik2004.konferenzblogger.de/09/21/notebookuni_bielefeld_notebookeinsatz_im_fachbereich_klinische_linguistik.shtml z.B., dass Studierende der Uni Bielefeld, auch wenn sie die tollsten Hypertext-Werkzeuge zur Verfügung gestellt bekommen, lieber Powerpoint-Folien anschauen, ist es nicht traurig?

Weblogtalk Txp

Textpattern 1.0rc1

Nee! Den ganzen Tag habe ich schon immer mal wieder ins "Hause Textpattern":http://www.textpattern.com/ geschaut, und jetzt, wo das Bett wartet, ist mit "Textpattern 1.0rc1":http://www.textpattern.com/deanload/ eine neue Version verfügbar. Legionen von Blogger haben darauf gewartet und in ungeduldiger Erwartung das "Forum":http://forum.textpattern.com/ voll geschrieben. Nun muß es leider noch etwas warten, ausreichend Schlaf bin ich dem Wirtschaftsstandort Deutschland schuldig ...

Weblogtalk

Petition gegen Katzenbilder in Weblogs

Beim Wühlen auf "dem Petitionsserver":http://www.petitiononline.com/ fiel mir noch etwas auf, eine wirklich unterstützungswürdige Aktion vom Freien Bündnis gegen Katzenbildnisse in Weblogs: "Gegen Katzenbildnisse in Weblogs":http://www.petitiononline.com/kb1n4321/petition.html. Endlich mal eine Petition von sozialer Relevanz, die wirklich was bewegen kann, wo man sich einbringen kann! Unterzeichnet!

Weblogtalk

PC-Booklet über Weblogs

!/images/101.png! Ein guter Geist aus der Nachbarschaft (Merci "Jens":http://blog.grochtdreis.de/) machte mich auf ein neues Druckwerk über Weblogs aufmerksam, das es ganz ohne die "szenetypische" Aufregung in die Regale des gut sortierten Zeitschriftenhandels geschafft hat. Nämlich ein Heftchen aus der Reihe "PC-Booklets":http://www.pc-booklets.de/ mit dem schlichten Namen "Weblogs":http://www.pc-booklets.de/h4475.php, von den Dänen(!) "Jesper Balslev":http://www.webmercial.dk/ und "Jens Winther":http://www.bound.dk/ verfasst. Nach einer kurzen, dem üblichen Standard einhaltenden Einleitung (»Ein Weblog ist eine Art Online-Tagebuch.«) zum Thema werden kurz und knackig blogger.com, Typepad und die pMachine vorgestellt (was es mit dem auf dem Titelblatt angekündigten "SPIP" auf sich hat, entzieht sich meiner Kenntnis, im Heft gibt es jedenfalls davon nichts, ich kenne auch kein System solchen Namens doch, kenne ich "wohl":http://www.spip.net/, im Heft wird es trotzdem nicht erwähnt ;-)). Danach gibt es ein paar praktische Tipps für das Blogger-Leben, wie »Füllen Sie Ihr Weblog nicht mit unnötigen Anmerkungen, die für Ihre Leser nicht von Interesse sind«, und diverse Beispiele real existierender Weblogs mit kleinem Screenshot und Link. Und das in der Rubrik "Fotoblogs" mein Zweitblog "720 Pixel":http://www.720pixel.de aufgeführt ist, spricht nicht nur für den guten Geschmack des für die Auswahl Verantwortlichen, sondern war auch der Grund, warum ich das Heftchen haben musste. ;-) Fazit: Für nicht mal 5 Euro erhält der blogwütige Einsteiger eine Handreichung, die auch nicht schlechter ist als so manches mit monumentalen Wortgefechten in der Blogosphäre angekündigte Weblog-Buch zu einem Mehrfachen des Preises. Zum Einstieg reicht das, alles weitere erfährt man sowieso direkt im Medium - dem Web.

Weblogtalk

Zitat des Tages

»Die Krönung ist jedoch die Hackfresse, die zur Zeit im TV seine computeroptimierten Lottoreihen anpreist wie geschnitten Brot. Der ruft bei mir regelrecht Aggressionen hervor.« Man merkt's. ;-) Josh ist in die Abgründe televisionären Wahnsinns getaucht und knöpft sich »Rattenfänger und Marktschreier« vor: "»Teert und federt sie.«":http://control-o.com/blog/index.php?id=575 Jawoll! Der Teer köchelt schon, und die Hühner sind gerupft! ;-)

Weblogtalk

Zitate

"Joi Itos Weblogger Lifestyle":http://joi.ito.com/archives/2004/08/22/jonah_peretti_and_janes_blog.html: »I printed out Andrea and Jonah's picture from Andrea's photo blog, taped it into my moleskine notebook and headed for the airport.« Das ist doch was für die verehrte "Frau Tempa":http://a2o.blogg.de/eintrag.php?id=406. ;-) Immerhin, ich kann mir die Gesichter von Webloggern, von denen ich Fotos gesehen habe und die ich treffen möchte, noch im Kopf merken, und brauche sie nicht in das besagte "Angeber-Notizbuch" zu kleben ... Und noch ein wenig "Blogger-Weisheit von Herrn Kniebes":http://deep-resonance.org/2004/08/20/blogreiz: »Also, wenn man nicht während der Arbeitszeit bloggt, verliert das Ganze so ziemlich seinen Reiz. Mußte mich gerade förmlich zwingen für diesen Eintrag ein paar Minuten meiner Freizeit zu opfern.« Apropos Zitate: So lange q in manchem Client unkalkulierbare Resultate in Form von doppelt vorhandenen Anführungszeichen zeitigt, werde ich für Zitate weiterhin cite verwenden, auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass das streng genommen falsch ist. Unterbinden per CSS ist keine Lösung, da bspw. RSS-Reader zwar HTML interpretieren, aber CSS ignorieren (oder nach eigenen Einstellungen interpretieren), sieht dann sehr unschön aus. Wenn Du jetzt gar nicht weisst wovon ich eigentlich rede, vergiss es einfach. ;-)

Weblogtalk

Bloggt Nashörner!

Katzen in Weblogs thematisieren ist so etwas von "out", denn jetzt werden Nashörner gebloggt: "»Follow The Rhinos«":http://www.followtherhinos.com/ Zwei Nashörner reisen von ihrem derzeitigen Domizil in Ohio nach Phoenix/Arizona, und bloggen ihre Erlebnisse. Außerdem gibt es "Fotos":http://www.followtherhinos.com/photos/index.php und man kann "ihnen eine E-Mail schreiben":http://www.followtherhinos.com/contact/index.shtml, für Kommunikation ist also gesorgt ... (Via "MetaFilter":http://www.metafilter.com/mefi/35079)

Weblogtalk

Wort des Tages: Weblogüberwachungsservice

"Alp hat das Wort des Tages":http://uckan.info/51-weblogueberwachungsservice/: Weblogüberwachungsservice Entdeckt hat Alp es bei "HTMLWorld":http://www.html-world.de/news.php?show=358, und "diese Herrschaften":http://www.factiva.com/ rühmen sich in dem "Text":http://www.html-world.de/news.php?show=358, ein Weblogüberwachungsservice zu sein.

Weblogtalk

Audiobloggen II

"Gerrit":http://praegnanz.de/ hat sich auch vom "Audiobloggen":http://www.das-netzbuch.de/article/1888/das-ausgefallene-audiobloggen anstecken lassen und "audiobloggt":http://praegnanz.de/weblog/241/audioblogging "munter":http://praegnanz.de/weblog/242/audioblogging-ii-links-am-morgen-als-kombi-posting drauflos. Und "stellt zwei Webanbieter vor und macht sich so seine Gedanken über seine Wünsche und Pläne in Sachen Audiobloggen":http://praegnanz.de/weblog/. Wieso wurden die eigentlich nicht ge-audiobloggt, sondern schnöde getippt? ;-) Ich habe immer noch kein Mikro, diese Woche wird das auch nix mehr, also hier erst nächste Woche Audiobloggen. Die Hauptfrage beim Audiobloggen, lässt man mal den Geek-Aspekt, dass man einfach tun muß, was man technisch tun kann, beiseite, formulierte jemand, der ich vom Audiobloggen berichtete: »Und, was sagst Du dann?« Gute Frage! Wenn die Neugier auf den audiobloggenden Menschen ("Was hat er oder sie für eine Stimme, für einen Akzent"), den man nur von seinen oder ihren Worten auf den Schirm kennt, verflogen ist, fragt sich das blogkonsumierende Individuum berechtigt, warum es sich eigentlich Sachen anhören soll, die es ebenso gut lesen könnte. Welche Inhalte soll man also audiobloggen, statt sie in die Tasten zu klimpern? Auf diese Frage ist mir noch keine schlüssige Antwort eingefallen. Möglicherweise erreicht man mit einem nicht zu langweilig ;-) gesprochenen Beitrag eine höhere Aufmerksamkeitsspanne bei der verehrten Zielgruppe, als mit einem ordinären Text-Beitrag, der in der Regel eh nur überflogen wird.

Weblogtalk

Das ausgefallene Audiobloggen

"Martin bloggt heute über Audiobloggen":http://www.roell.net/weblog/archiv/2004/08/07/some_things_havent_changed_audioblogging.shtml , weil "Suw":http://chocnvodka.blogware.com/blog/_archives/2004/8/6/119808.html eine "Woche lang audiobloggen möchte":http://chocnvodka.blogware.com/blog/_archives/2004/8/6/119870.html. Klasse Idee, hätte man eigentlich auch von selbst drauf kommen können. Also wollte ich das "Wort zum Sonntag" audiobloggen. Aber wo ist mein Mikrofon? Herumwühlen im Bestand technischer Utensilien brachte ein deprimierendes Ergebnis: Einfach weg, unauffindbar. :-( Nächste Idee: "Audacity":http://audacity.sourceforge.net/ starten und das eingebaute Mikro des Powerbook benutzen. Gerade spreche ich also sehr wichtige Sachen, als unvermittelt der Lüfter des Powerbooks losheult. Er erschien mir sehr laut, also habe ich mir das angehört, es klingt als hätte ich neben einem startenden Flugzeug ge-audiobloggt. Sehr intelligente und durchdachte Design-Idee von Apple, das eingebaute Mikro genau neben dem Lüfter anzuordnen ...

Weblogtalk

Johann Trollmann in der Wikipedia

In den "Referrern" entdeckt: "Wikipedia: Johann Wilhelm Trollmann":http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wilhelm_Trollmann, mit einem Link auf "diesen Netzbuch-Artikel":http://www.das-netzbuch.de/article/1200/spte-gerechtigkeit-der-fall-johann-wilhelm-trollmann. Dass es ausgerechnet dieser ist, freut mich außerordentlich. Das war mal ein mit viel Herzblut (ob des tragischen Schicksals dieses Kämpfers) und stundenlanger Recherche erstellter Blog-Artikel, und er interessierte - niemanden. Schreibt man dagegen mal in einem Nebensatz eine schnodderige Bemerkung über irgendeinen A-List-Blogger, stapeln sich umgehend 27 Referrer-Links, 12 Trackbacks und 42 Kommentare. Die Welt ist schon verhärmt, wenn ich nicht so ein sonniges rheinisches Gemüt hätte, könnte ich darüber depressiv werden ...

Weblogtalk

Textpattern 1.0 ante portas

"Marcus hat aufmerksam gelesen":http://512mb.net/weblog/57/die-zukunft-von-txp und herausgefunden, "dass TXP-Meister Dean Allen TXP 1.0 fertig gestellt":http://textdrive.com/forum/viewtopic.php?id=646#7479 und am 4.8. einen »release before next week« in Aussicht gestellt hat. Das sind doch mal gute Nachrichten in diesen finsteren Zeiten. :-) Außerdem gibt es auch eine neue "Textpattern development site":http://dev.textpattern.com/trac.cgi. (Merci, "Beate":http://paland.net/blog)

Weblogtalk

»Kiss Me, Im a Blogger!«

!/images/75.jpg! Ein von "Dave Winer geschossenes Foto von der Convention der Demokraten in Boston":http://blog.conventionbloggers.com/2004/07/27#a210 (via "Airbag":http://www.airbagindustries.com). Apropos Dave, er wurde "nach eigenen Angaben von den ARD-Tagesthemen interviewt":http://archive.scripting.com/2004/07/28#When:7:54:59PM. Mal schauen, ob das gesendet wird.

Weblogtalk

DotClear

Ein "exotisches" (aber nur vom Verbreitungsgrad) PHP/MySQL-basiertes Weblog-System ist "DotClear":http://www.dotclear.net/, mit einer "reichen Liste von Features":http://www.dotclear.net/features.html und einem "überaus 'zart' kolorierten Backend":http://www.dotclear.net/screenshots.html ausgestattet, frage ich mich warum man davon noch nichts gehört hat. Beim Schreiben der Einträge kann man in DotClear auch die beliebte oder berüchtigte, je nach Sichtweise, "Wiki-Syntax" verwenden. Bild-Upload (immer diese Anglizismen, "Transfér d'Image", natürlich ;-)), funktioniert ebenfalls sehr einfach, mit automatischer Erstellung eines Daumennagels. Entdeckt bei "Beate":http://paland.net/blog/index.php/, die nach einer kurzen Phase technischer Neuorientierung wieder unter den "Bloggenden weilt", bienvenue de retour, Beate!

Weblogtalk

Strange Attractor

"Strange Attractor":http://www.corante.com/strange/ ("Seltsamer Attraktor", vgl. "Wikipedia":http://de.wikipedia.org/wiki/Seltsamer_Attraktor) ist ein neues Weblog über Weblogs bei "Corante":http://www.corante.com, Lesern mit langem Bart und Krückstock vielleicht noch bekannt durch die bei mir "damals" mehrfach zitierten Metablogs "Corante On Blogging":http://www.corante.com/blogging/ oder den "Microcontent News":http://www.microcontentnews.com. Betrieben wird "Strange Attractor":http://www.corante.com/strange/ von "Suw Charman":http://chocnvodka.blogware.com/. Ich hatte das Vergnügen, Suw in Wien auf der "BlogTalk":http://blogtalk.net kennen zu lernen, sie ist "besessen" von Weblogs, daher verspricht "Strange Attractor":http://www.corante.com/ interessant zu werden. ;-) (Via "Heiko":http://www.hebig.com/archives/002354.shtml)

Weblogtalk

blog.tagesschau.de

Ein Meilenstein für das Webloggen in Deutschland? Unbemerkt von den "üblichen Verdächtigen" ;-) der Blogosphäre hat die "Tagesschau":http://www.tagesschau.de ein ausgewachsenes Weblog eingerichtet: "blog.tageschau.de":http://blog.tagesschau.de/. Drei Auslandkorrespondenten der ARD berichten über den Präsidentschaftswahlkampf in den USA und schreiben deutlich meinungsfreudiger, als man das im Fernsehen oder Radio normalerweise geboten bekommt. Klasse! Den URLs nach zu urteilen, werkelt eine "pMachine":http://www.pmachine.com hinter den Kulissen des Tagesschau-Blogs. Permalinks gibt es auch, fehlen nur noch RSS-Feed (der pMachine-Default-Feed /index.xml ist leer), Kommentare und Trackback. Aber man will ja nicht unverschämt werden. ;-)

Weblogtalk

Geekig Bloggen mit NanoBlogger

Ausgefeilte Weblog-Systeme wie "Textpattern":http://www.textpattern.com/ oder die "pMachine":http://www.pmachine.com/ sind natürlich sehr komfortabel, ausgefeilt und alles. Aber sie brauchen ihre Resourcen, und die Installation braucht eine gewisse Zeit. Das geht natürlich auch anders. "NanoBlogger":http://home.columbus.rr.com/n1xt3r/nanoblogger/, das gerade in "Version 2.9 erschienen ist":http://home.columbus.rr.com/n1xt3r/nanoblogger/archives/permalinks/2004-07-24T01_09_10.html, "managed" ein komplettes ausgewachsenes Weblog mit einem 27 kB großen Shell-Skript, sämtliche Konfigurationen und das Erstellen der Einträge werden auf der Unix-Shell durchgeführt. Das Prinzip ist ähnlich wie bei "MovableType":http://www.movabletype.org, das Shellskript baut aus den Einträgen, die als Textdateien abgelegt werden, das Weblog zusammen und legt es als statisches HTML ab. Dabei bedient es sich Unix-Standardtools wie cat, sed usw. Das funktioniert wirklich vorzüglich, ist NanoBlogger einmal auf dem Server abgelegt, gibt es kaum einen schnelleren Weg, um "mal eben" ein Weblog anzulegen. Wen es interessiert, kann sich "mein NanoBlogger-Testblog":http://test.netz8.de/nano/ anschauen. Fazit: Gefällt mir wirklich gut, Bloggen kann so einfach sein, und auf dem Terminal Bloggen ist natürlich sehr geekig! ;-) Links: * "NanoBlogger-Homepage":http://home.columbus.rr.com/n1xt3r/nanoblogger/ * "NanoBlogger User Manual":http://home.columbus.rr.com/n1xt3r/downloads/nanoblogger/docs/nanoblogger.html * "Download":http://home.columbus.rr.com/n1xt3r/downloads/nanoblogger/

Weblogtalk

IE-Blog

Die Menschen hinter dem "Werkzeug des Teufels", sprich, das Internet Explorer Entwickler-Team, sind es wohl leid, die anonyme Wurzel allen Übels hinter den Kulissen zu sein. Darum bloggen sie jetzt: "IEBlog. The Microsoft Internet Explorer Weblog.":http://blogs.msdn.com/ie Das ist wohl die "neue Offenheit" bei Microsoft, durch die Stimme der Menschen, die dort beschäftigt sind, den Ruf als anonyme Weltbeherrschungsmaschine zu verlieren. Was immer die Motive sind: Sehr löblich! (Via "Retch":http://www.heise.de/ct/Redaktion/ghi/retch/html/MSIEBlog.html)

Weblogtalk

Bloggen über Bloggen

Oder, wie es der geheimnisvolle Schreiber ;-) auf "Control-O":http://blog.control-o.de/ zutreffend ausdrückt: "»To blog or not to blog«":http://blog.control-o.de/comments.php?id=5_0_1_0_C: »Obwohl ich in den ca. 3 Jahren meiner Bloggerei so manches Mal nach dem Sinn des Ganzen gesucht habe und auch mehr als einmal damit aufhören wollte, komme ich nicht davon los. Es macht einfach Spaß. [...] Lieber einmal zu viel die Fresse aufreißen, auch wenn es ungehört verklingt, als einmal zu wenig und damit einen vielleicht entscheidenden Moment zu verpassen. Wenn jedoch ein Eintrag einen anderen Menschen zum Nachdenken anregen oder einen Hinweis geben kann, dann ist schon viel gewonnen.« Genau, macht Spaß. Noch stets. Übrigens wurde auch auf der "Kaninchenzüchter-Konferenz" in Wien nicht über fehlende Blogs in Deutschland gejammert, es wurde lediglich einmal in einem Zahlenvergleich darauf hingewiesen, dass es in Deutschland eher wenige Blogs gibt. Unglaublich, was aus dieser Sache für ein Eindruck transportiert wurde, das stimmt mich noch nachdenklicher über den Zustand der Medien als ich es ohnehin schon war. Auch das mit dem Spieltrieb ist ein starkes Argument, wer wie ich professionell Internet betreibt, braucht einfach eine Spielwiese wo keine Marketing-Spezialisten, Vertriebler, Geschäftsführer, PR-Spezialisten und sonstige Vertreter aus der Armada der professionellen Bedenkenträger hereinreden, was ja auch "auf meiner Metaseite":http://www.das-netzbuch.de/about/1678/mission-statement-ber-das-netzbuch hinreichend als Motivation aufgeführt ist. Wenn jetzt noch die etwas verhärmte Kommentarfunktion auf "Control-O":http://blog.control-o.de/ repariert ist, kann man seine Zustimmung sogar vor Ort ausdrücken. Übrigens wäre Control-L ein passenderer Name gewesen. ;-)

Weblogtalk Seltsames

Qualitätsjournalismus de Luxe

Der Brüller des Tages ist ein "Elaborat von pressetext.at ('Nachrichten für Meinungsbildner') mit dem Titel 'Täglich bis zu 17.000 neue Weblogs'":http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040714004, ich zitiere: »Weblogs haben sich in der Vergangenheit von reinen 'Online-Tagebüchern' zu einer neuen Kommunikationsform entwickelt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass ungefähr 45 Prozent der Weblogs in den vergangenen drei Monaten keine Post bekamen. Die Zahl der Personen, die nach wie vor jeden Tag Nachrichten posten, ist aber immer noch bedeutsam. Auch die Anzahl der Gespräche stieg weiter an, über 275.000 Einträge werden täglich gezählt. Im Durchschnitt werden insgesamt drei Blogs pro Tag aktualisiert.« Wie, das Weblog bekommt keine Post? Einfach mal in den Briefkasten gucken. Die Anzahl der Gespräche stieg weiter an, das ist erfreulich ("Weblog, oh Weblog, so rede doch mit mir"). Da ja "insgesamt drei Blogs pro Tag aktualisiert" werden, aber über "275.000 Einträge .. täglich gezählt" werden, sind diese drei richtig arme Schweine, denn sie müssen ein Pensum von 91.666,67 Einträgen am Tag schaffen, d.h. sie haben für jeden Eintrag gerade mal 0,94 Sekunden Zeit. Es ist schon erstaunlich, was ohne mit der Wimper zu zucken an Texten unter das Volk geworfen wird, noch erstaunlicher ist es, dass dann z.B. "Computerwelt":http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=83998&n=5 solch' einen offensichtlichen Unfug auch noch reinwirft. Was ist nur aus dem Berufsstand geworden, deren Vertreter einst "j'accuse" riefen oder die Watergate-Affäre ins Rollen brachten? Heute sitzen die Herrschaften an ihrem Rechner, nehmen einen Text in die Zwischenablage, fügen ihn wieder ein und klicken auf "Publish". Hauptsache Content. Auch wenn es Unsinn ist. (Via "Schockwellenreiter":http://blog.schockwellenreiter.de/4499/)

Weblogtalk

Preisbloggen

"Preisbloggen":http://preisbloggen.zeit.de/ geht in die Endrunde. In "Design" ist die Wahl klar, "Herr Kniebes":http://kniebes.net/mk/ ist natürlich mein haushoher Favorit. Und da wird "nix dichtgemacht":http://kniebes.net/mk/2004/07/13/bitte-langsam-durchzaehlen! Wo soll das enden, wenn man noch "ein weiteres meiner Lieblingsblogs":http://www.metamorphine.de/article/564/weblog-sinnkrise betrachtet? Blogge ich eines Tages alleine mit Schulkindern, Verhärmten und Geschäftsmodell-Bloggern? ;-) Beim "Fachblog" habe ich eine Münze geworfen, da ich mich zwischen "IT&W":http://www.industrial-technology-and-witchcraft.de/ und "fscklog":http://www.fscklog.com/ nicht entscheiden konnte, gewonnen hat letzteres. Bei "Erzählen" wähle ich "Lyssa":http://www.lyssas-lounge.de/peepshow/, auch da ist die Wahl eindeutig. Und ansonsten gilt die "Warnung des Herrn Lumma":http://lumma.de/eintrag.php?id=412: »Der Spass steht im Vordergrund.« Also nicht alles so furchtbar ernst nehmen.

Weblogtalk

Ooooooh!

Mal ein bißchen angeben! "Jonas Luster schreibt auf 'a preponderance of evidence'":http://www.jluster.org/node/view/191: »Want to see some good weblog design, maybe a bit off the beaten path of one more website emulating "stopdesign":http://www.stopdesign.com/, "simplebits":http://www.simplebits.com/, or "sheep huddling in the rain":http://www.1976design.com/blog/? Check out "Das Netzbuch":http://www.das-netzbuch.de/. Yepp, it’s in German, but the pictures alone are worth the visit.« Thanks, Jonas, you see me blushed! ;-)

Weblogtalk

512MB

Ein wohlbekannter Herr, »"klein, cool und sexy":http://512mb.net/weblog/2/klein-cool-und-sexy « ;-), möchte sein Weblog vor den neugierigen Augen aus dem "real life" verstecken und bloggt daher nun unter neuer Adresse: "512mb.net":http://512mb.net/. Einfach mal vorbei schauen, Ihr werdet ihn erkennen.

Weblogtalk

Achtung, Durchsage!

Durchsage des Weblogzugführers: »Wir bitten die Herrschaften auf den Trittbrettern, ein wenig zusammen zu rücken, es wollen noch weitere Fahrgäste aufsteigen!« Don Alphonso über das so genannte 'Münchner Bloggertreffen' und die beteiligten Herrschaften: "Weird/Funny":http://www.blogbar.de/archiv/2004/07/10/weirdfunny/ (via "Martin":http://www.roell.net/weblog/newsfeed/2004/07/11.shtml#006257)

Blogtalk2 Weblogtalk

[BlogTalk] Fotogalerie online!

Eine Auswahl meiner zahllosen "Fotos von der BlogTalk ist nun online.":http://leralle.macbay.de/galerie/?gallery=5589c67970297dbc783cc04e338bbf7a Da ich keinen stabilen Zugang zur selbstgebauten Galerie auf meinem Server bekomme, liegen die Bilder nun auf meinem manchmal etwas zähen Reserve-Webspace. Viel Spaß beim Gucken. ;-)

Blogtalk2 Weblogtalk

[BlogTalk] Ein erstes Fazit

Nun ist "BlogTalk 2.0":http://blogtalk.net/ also schon wieder Geschichte. Zu den "fachlichen Aspekten" schreibe ich demnächst noch etwas, ich bin ja kein "Turbotipper" wie der gute "Philipp":http://log.boozle.de/ ;-), ich habe noch ein paar Notizen auf altmodischem Papier (Hardwarelösung rulez!), die noch ein wenig überarbeitet werden müssen. Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen. BlogTalk war von "Thomas Burg":http://randgaenge.net/ und seinem Team perfekt organisiert. Die Vorträge schwankten zwischen interessant und "hm, bei diesem Thema fehlt irgendwie das was mein Prof damals das Erkenntnisinteresse genannt hat", was aber natürlich an den Präferenzen des Zuhörenden liegt. Ich hätte mir ein eigenes Panel für Weblog-Technik gewünscht, denn in den meisten von uns stecken ja kleine Geeks und wir Weblogger dürsten nach neuen Ideen für Spielzeuge aller Art. ;-) Interessanter als die Vorträge ist an einer solchen Veranstaltung der "soziale Aspekt", es ist wirklich schön, allerlei Leute, die man von seinem Bildschirm kennt, einmal "in echt" kennen zu lernen. Gestern Abend war eine fröhliche Runde zugegen (nach dem großen "Blog-Marsch" quer durch Wien), und während das eine oder andere Brausegetränk vernichtet wurde haben wir Tränen gelacht. So viel für's erste, aber ein solches Blogosphären-Event ist natürlich noch nicht zu Ende gebloggt, aber nun scheint mir die Sonne auf den Notebook-Schirm, muß nun diesen Eintrag absetzen und den Platz wechseln. ;-)

Blogtalk2 Weblogtalk

[BlogTalk] Obst

!/images/43.jpg! Und nun die Preisfrage: Was ist die bevorzugte Hardwareplattform unter Webloggern? Ich glaube, ich habe außerhalb von Apple-Stores und Mac-Messen nie so viele Power- und iBooks auf einem Haufen gesehen ...

Blogtalk2 Weblogtalk

[BlogTalk] Einige Links

Viele viele andere Weblogger bloggen selbstverständlich über die BlogTalk. Bspw. Philipp, der hier direkt neben mir sitzt ;-) und mit erstaunlicher Energie alles ins Weblog haut, während es vorne erzählt wird: "sinus(@)":http://log.boozle.de/. Weitere: * "Der Schockwellenreiter":http://blog.schockwellenreiter.de/ * "Martin":http://www.roell.net/weblog/ * "Clemens":http://www.politik-digital.de/metablocker/ Einige bewunderswert fleißige Webloggerinnen und Weblogger schreiben via kollektives Subethaedit-Editieren Notizen von den Vorträgen "direkt ins BlogTalk-Wiki von Joi Ito":http://joi.ito.com/joiwiki/BlogTalkViennaNotes.

Blogtalk2 Weblogtalk

[BlogTalk] Der nächste Award

Freut Euch da draußen an den Schirmen, der nächste aus der allseits beliebten Reihe der Blog-Awards befindet sich in den Startlöchern, wie Jochen Spangenberg von der Deutschen Welle gerade verkündete, unter dem hehren Motto des "Freedom Of Speech" gestellt, man kommt also aus dem "Voten" und Vorschlagen gar nicht mehr heraus. ;-)

Blogtalk2 Weblogtalk

[BlogTalk] Tag 2 - Mena und Ben Trott

Einen schönen guten Morgen allerseits aus der Urania, zum zweiten Tag der "BlogTalk":http://blogtalk.net. Gerade hörten wir die Keynote von Mena und Ben Trott, dem "MovableType-Ehepaar". Die beiden schlugen den Bogen von (ihrer) Weblog-Vergangenheit zur Zukunft der Weblogs, die ihrer Ansicht nach darin liegt, dass Weblogs unsichtbar werden, weil der moderne Manager als solcher die Weblogs "unsichtbar" in seinem Outlook als RSS liest, und gar nicht merkt, dass das keine Email ist, die ihm seine "wichtigen" Infos auf den Rechner bringt. Meines Erachtens eine etwas arg bescheidene Vision, aber die beiden wollen bekanntlich mit Weblog-Zeugs Geld verdienen. Das erklärt die bescheidene Vision. Ben und Mena Trott kommen im übrigen wirklich sehr sympathisch "rüber". Das aktuelle Panel wird vom allseits bekannten "Heiko Hebig":http://hebig.com moderiert, der das Auditorium mit dem Notebook auf dem Schoß ermahnte, nicht zu viel Bandbreite der WLAN-Verbindung zu verbraten, daher dauert es noch ein bißchen mit der "großen Bilderladung". Stay tuned. ;-)

Blogtalk2 Weblogtalk

[BlogTalk] Blogs, Flogs und Vogs

!/images/42.jpg! Auf der BlogTalk lernt man eine Menge neuer Begriffe rund um das Bloggen kennen. Das Bild oben zeigt übrigens den Ort des Geschehens, die "Urania":http://www.wien-vienna.at/blickpunkteurania.htm. "Flogs", abkürzend für "Friend Blogs", werden in die von "Daniel Dögl":http://blogtalk.net/doegl.html vorgestellte neue Blog-Plattform für Kinder, Zoomblox, eingebaut. "Vogs" stehen für Video-Blogs, der Begriff wurde von "Jon Hoem":http://www.infodesign.no/diablog/ in "seinem Vortrag über Möglichkeiten des Video-Bloggens":http://blogtalk.net/hoem.html verwendet. Interessant ist die von Jon vorgestellte Idee, von irgendjemandem gebloggte Videosequenzen mittels SMIL als Rohstoff für neue Videosequenzen zu verwenden, wobei automatisch Referenzen erzeugt werden sollen. !/images/41.jpg! Das Bild oben das versammelte Auditorium, beim aufmerksamen Zuhören bzw. Schauen in das eigene Notebook. Noch mehr Fotos folgen demnächst, im Moment ist das WLAN hier ab und an ein wenig instabil.

Blogtalk2 Weblogtalk

[BlogTalk] Alles gerichtet!

Einen schönen guten Morgen aus der Urania, direkt an der Donau, wo in Kürze die "BlogTalk 2.0":http://blogtalk.net beginnt. Alles ist gerichtet, ich war so rechtzeitig vor Ort dass ich einen Platz mit Tisch und Strom erwischt habe, unverzichtbar für den wahren Blogger auf Tour. Übrigens, alle Einträge die sich um die BlogTalk drehen, sind (überraschenderweise ;-)) mit einem "[BlogTalk]" im Titel gekennzeichnet, wer also davon schon jetzt angenervt ist ("blödes Weblogger-Wichtig-Getue da") darf diese Einträge getrost ignorieren.

Blogtalk2 Weblogtalk

BlogTalk - Wiki

"Joi Ito":http://joi.ito.com/ hat ein "BlogTalk-Wiki":http://joi.ito.com/joiwiki/BlogTalkVienna eingerichtet, eine Art Kontakthof für Weblog-Touristen, kann man sich eintragen und schauen wer wann wo warum in Wien eintrudelt (via "Thomas":http://randgaenge.net/2004/06/30.html#a2382).

Weblogtalk

Andere Länder, andere (Blog-)Sitten

Weblogs sind gut! Sie lenken manchmal den auf den eigenen deutschen oder europäischen Hof fixierten Blick auf Gegenden der Welt, die man sonst nicht wahrgenommen hätte. So lenkt "Daniel (der Gedankenreiter) den Blick auf die Weblog-Szene in Korea":http://www.gedankenreiter.de/tagebuch/entry.php?id=00390, in Form eines "Artikels von 'KOREAheute': »Koreaner entdecken die schöne neue Welt der 'Blogs'«":http://www.koreaheute.de/gesell/0604/Gesel11-02.htm. Lt. einer Statistik des größten koreanischen Webloganbieters "Cyworld":http://cyworld.nate.com/main2/index.htm sind 90% ihrer Weblogger Frauen im Alter von 19 bis 24 Jahren. Kim Ki-duk von Cyworld ("Zitat":http://www.koreaheute.de/gesell/0604/Gesel11-02.htm): »Eine der vorherrschenden Reaktionen unserer Nutzer ist die Einstellung, eine Berühmtheit sein zu wollen. Mit all den Funktionen zur Selbstdarstellung lernen sie, ein Idealbild von sich in der Blog-Welt zu kreieren.« Andererseits fürchten die koreanischen Weblogger sich davor, zu viel von sich zu offenbaren, was die Psychologin Ha Jee-hyun zu folgendem gewagten Vergleich animierte ("Zitat":http://www.koreaheute.de/gesell/0604/Gesel11-02.htm): »Exhibitionismus und der Wunsch nach Privatsphäre sind wie die zwei Seiten einer Münze, ein dualer Mechanismus, der im Kopf der Menschen existiert. Einerseits möchten sie nicht die Aufmerksamkeit anderer Leute auf sich gerichtet wissen und möchten nicht Thema des Klatsches sein, andererseits möchten sie aber auch von Zeit zu Zeit ihre persönlichen Gefühle mit der ganzen Welt teilen. Denken Sie nur einmal an die Heimvideos, die die Menschen an die Fernsehsender schicken. „Blogging“ ist nichts anderes.« Wie "Daniel schreibt":http://www.gedankenreiter.de/tagebuch/entry.php?id=00390, wird der "Blogging-Boom" im Zusammenhang mit einem anderen zeitgenössischen Phänomen in Korea gesehen, dem Momjjang ("perfekter Körper") – und Eoljjang ("perfektes Gesicht") – Phänomen, einer Art Schönheits- und Fitness-Wahn. Auch darüber schreibt "KOREAheute: »'Momjjang Mania' – Korea im Fitnessfieber«":http://www.koreaheute.de/gesell/0604/Gesel11-01.htm. Wer da nicht mithalten kann oder will, kapituliert, strebt in andere Sphären nach Maumjjang - dem "perfekten Geist" ...

Weblogtalk

Winer-Bashing

En vogue in der Blogosphere, "auch in Deutschland":http://blogg.de/search.php?search=winer: Winer-Bashing. Weil Dave die "für umme" gehosteten Weblogs abgeschaltet hat. Aber, "wo Dave Recht hat, hat er Recht":http://archive.scripting.com/2004/06/16#morningCoffeeNotes. Man kann sich nicht auf einem Umsonst-Host für die Ewigkeit einnisten und sich dann überrascht zeigen, dass eines Tages Feierabend ist. Erstaunlicherweise sind gerade die Betroffenen die freundlichen, und die, die gar nichts mit der Sache zu tun haben, die Rumnöhler ("Zitat":http://archive.scripting.com/2004/06/16#morningCoffeeNotes): »One thing is gratifying, the weblogs.com users have uniformly been patient, supportive, gracious, and just plain nice. The people who are behaving badly are people on the sidelines. This is a great community, I've been serving them for four years for free, and surprise, most of them get that and appreciate it.« Wer bei mir gehostet ist, braucht aber nicht zu befürchten, dass ich den Mini-Dave gebe. ;-) Nachtrag: "Ausgiebige Diskussion dazu auf Joho The Blog":http://www.hyperorg.com/blogger/mtarchive/002739.html (via "Martin":http://www.roell.net/weblog/newsfeed/2004/06/17.shtml#006016)

Weblogtalk Internet

Online-Identitäten

"Jason Kottke betätigt sich als Online-Detektiv":http://www.kottke.org/04/06/plain-layne , um der Frage nach zu gehen, ob eine Webloggerin namens "Plaine Layne" mit abenteuerlicher Vita und Sexleben existiert oder nicht. Für die Lesenden vor dem Schirm übt die Frage, ob die Person, dessen Weblog sie lesen, "echt" ist oder nicht, offenkundig eine große Faszination aus. In der deutschen Blogosphere gab es vor einigen Monaten bekanntlich einen ähnlichen Fall in kleinerem Maßstab, als über die Identität einer beliebten "Sexbloggerin" allerlei Spekulationen angestellt wurden. Der bekannteste dieser Fälle, der in keiner "Kurzen Geschichte des Webloggens" fehlen darf, war der "Kaycee Nicole (Swenson) - Hoax":http://www.rootnode.org/article.php?sid=26, die Geschichte der todkranken Kaycee Nicole, die ihr Leiden am Krebs bis zu ihrem Tod in ihrem Online-Journal beschrieb. Die Geschichte hatte nur einen kleinen Haken: Kaycee Nicole existierte nie. Weitere berühmte "Online Identity Happenings", "den Kommentaren bei Jason Kottke":http://www.kottke.org/04/06/plain-layne entnommen: * "Hot Abercrombie Chick hoax":http://a.parsons.edu/~baron/dembot/final_hac.php * "Washingtonniene Scandal":http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A48909-2004May22.html * "Rance Mystery":http://www.museumofhoaxes.com/hoax/weblog/rance/ Die Frage der Identität ist seit Anbeginn der Internet-Kommunikation ein Faszinosum. Man stellt sich bei der Lektüre eines Weblogs immer den Menschen hinter den Worten vor, und wenn sich dann herausstellt, dass die einfühlsame Dame mit dem wilden Sexleben in Wirklichkeit ein gelangweilter vollbärtiger Systemadministrator ist, macht sich Enttäuschung breit. Dabei gilt seit jeher das Motto: »Im Internet weiß niemand, dass Du ein Hund bist. Solange Du nicht bellst.«

Weblogtalk

Ein (extrem) kurzer Serendipity-Test

Da Rumproblematisieren mit Weblog-Software derzeit groß en vogue ist, wollte ich mal einen Blick auf Serendipity werfen. Illustre Namen aus der PHP-Szene wirken daran mit, könnte also interessant sein. War ein kurzer Test. Bereits die Installation hängt sich auf. Denke ich zumindest, es passierte einfach nichts. Warum sollte eine Installation auch mit so einem "Mädchenkram" wie "Tach, ich bin die Installation, ich versuche jetzt dieses und jenes, sollten dabei schlimme Dinge passieren, dann kümmere Dich doch mal um diese und jene Baustelle und versuche es noch einmal" starten. "Männersoftware" gibt keine Meldungen aus, sondern macht einfach irgendetwas. So in der Art ist wohl die Entwicklungsphilosophie hinter Serendipity.

Wenn man dann noch die hochgradig verhärmte und extrem "un-webloggige" Eigenheit der Serendipity-Weblogs dazu nimmt, jeden Link nicht wie ein normaler Mensch mit der Adresse anzuzeigen (wäre ja zu einfach), sondern über einen URL à la "exit.php?url=akjds76556dge89ß9ß9sadshjhsjd" zu "redirecten", war mein Bedarf gleich gedeckt. Mit einem leisen "Au revoir, mon Capitaine", oder auf gut Linuxisch, "rm -Rf *", verabschiedeten wir uns umgehend wieder von diesem Weblogsystem ... ;-)

Die Installation sollte auf meinem lokalen, recht großzügig konfigurierten Debian-Testserver erfolgen, der bisher noch jedes Weblog-System oder CMS geschluckt hat, also nix "verhärmter Server". Ich hatte auch nicht die geringste Lust nachzuforschen, was eigentlich das Problem war, es gibt ja genug problemlose Systeme ...

Was lernen wir daraus? Wenn brilliante PHP-Entwickler sich zusammenschließen, um eine Weblogsoftware zu schreiben, muß dabei nicht unbedingt etwas besseres herauskommen als eine von nicht gar so brillianten Entwicklern, aber mit verinnerlichter Weblog-Philosophie und -Erfahrung, entwickelte Software. So ein Redirect-Zeugs hat in Weblogs nichts, aber auch gar nichts, verloren. Der Link ist das Wesentliche eines Weblogs, wer daran in überbordender "Kontrollfreak-Manie" herumfummelt, stellt die Grundlage dessen, was seit Jahren wunderbar funktioniert, in Frage.

Weblogtalk

Tschernobyl, Motorrad und überhaupt: Man weiß es nicht!

Guten Morgen, verehrte Zielgruppe! Das ist immer das Problem mit den Geschichten im Internet: Man weiß es nicht! Da gab es diese tolle Geschichte von Elena, ihrem Motorrad und den Bildern aus der Todeszone. Alle haben sie verlinkt. Die "normalen" Medien, Presse Funk und Fernsehen, haben drüber berichtet. Und nun das: In einem Web-Forum behauptet eine Dame aus Kiew, dass diese Geschichte so nicht wahr sein könne, da niemand in der Todeszone mit dem Motorrad spazieren fahren dürfe. In Wirklichkeit sei sie ihrem Ehemann und einem Motorradhelm in einem Auto herum gefahren worden (via Bronski).

Ich hatte auf einen Link verzichtet, da mir an dieser ganzen Geschichte von der furchtlosen Frau auf dem Motorrad mit der Kamera in der Todeszone etwas komisch vorkam, das war aber mehr ein Gefühl als irgendwelches Faktenwissen. Darauf sollte man hören. Auf einer Internet-Seite etwas behaupten kann jeder. Man neigt dazu, vertrauensvolles soziales Wesen, dass der Mensch nun einmal an und für sich ist, an das Gute im Menschen zu glauben und alles für bare Münze zu nehmen, was da so auf dem Schirm erscheint. Aber letztendlich weiß man es nie so genau und muß immer abwägen, ob man auf etwas verlinkt. Auch wenn es alle tun, wird dadurch eine Geschichte noch lange nicht plausibler. Womit ich jetzt nicht behaupten möchte, dass die Tschernobyl-Motorrad-Geschichte komplett erfunden ist. Aber man weiß es nicht, und wenn der Bauch sagt "Vorsicht", dann verzichtet man lieber drauf. Auch wenn es die großen wichtigen Superblogs und Spiegel Online als wahre Geschichte verkaufen.

Weblogtalk

Bill Gates, Weblogs und der BH

Guten Morgen! Gestern war der Tag, nach dem Webloggen nie mehr wie früher sein wird. ;-) Denn er, der leibhaftige Bill Gates, hat die Wörter "Blogging" und "RSS" in den Mund genommen. Für uns, verehrte Zielgruppe, war das so neu ja nicht, denn wir hatten das bereits vor 24 Stunden in den "Quickies". (Netzbuch-LeserInnen wissen sowieso wahrhaft wichtige Dinge stets früher als der Rest ;-))

Doc Searls fasst Mr. Gates` Rede unter dem launigen Titel "Den BH anheben" zusammen:

»blah blah networking blah blah storage blah blah tablets, blah blah RFID, blah blah templates, blah blah RSS, blah blah spam, blah blah MSDN... Huh? wtf? Rewind....«

Was Bill Gates gesagt hat, ist hier dokumentiert:

»Another new phenomenon that connects into this is one that started outside of the business space, more in the corporate or technical enthusiast space, a thing called blogging. And a standard around that that notifies you that something has changed called RSS.[...]
And so, what blogging and these notifications are about is that you make it very easy to write something that you can think of, like an e-mail, but it goes up onto a Web site. And then people who care about that get a little notification. And so, for example, if you care about dozens of people whenever they write about a certain topic, you can have that notification come into your Inbox and it will be in a different folder and so only when you`re interested in browsing about that topic do you go in and follow those, and it doesn`t interfere with your normal Inbox.[...]
And so, getting away from the drawbacks of e-mail -- that it`s too imposing -- and yet the drawbacks of the Web site -- that you don`t know if there`s something new and interesting there -- this is about solving that.«

Wenn Microsoft beschließt, in der nächsten Version des unvermeidlichen Outlook einen RSS-Reader einzubauen, und sich dabei für ein Format entscheidet, dann hat das Format "gewonnen", denn niemand, schon gar nicht einer von Ihnen, kann es sich erlauben die Armee der Outlook-Lemminge zu ignorieren. In dem Zusammenhang hochinteressant: Der Scobleizer verrät, dass zwei Microsoft-Experten ein Meeting der "Atom-Group" besuchen werden.

Und noch eine Stimme zu Bill Gates` Rede, von einem seltsamen Raumsschiff namens "USS Clueless":

»Blogging is now officially passé. Bill Gates has praised it and says that corporate executives should run blogs for the benefit of their customers. And there is broad expectation that Microsoft will start making tools for blogging.
Sigh... and we were all having so much fun, too...«

Weblogtalk

Trackback-Weltrekord

pic

Ich glaube nicht, dass es in der kurzen Historie der Weblog-Kultur jemals einen Beitrag mit mehr Trackbacks gegeben hat als Mena Trotts Erläuterungen zum neuen MT-Preismodell. Und der Beitrag ist auch ein abschreckendes Beispiel für die Idee, es auf professionellen (im Sinne von "gewinnorientiert betrieben um ein Irgendetwas zu verkaufen oder anzubieten") Weblogs mit der kommunikativen Offenheit zu "übertreiben" und Trackback anzubieten. Die verehrte Zielgruppe möge in diesem Zusammenhang auch den Artikel zum selben Thema (samt Links) von Dunstan zur Kenntnis nehmen: »Trackback on business sites«

Weblogtalk

MovableType: Neues Lizenzierungsmodell

Schaut man sich die Preismodelle für die kommende neue Version 3.0 von MovableType an, dann erscheint das "Pricing" für die ExpressionEngine deutlich fairer. Insbesondere die Restriktionen in der Anzahl der Benutzer und Weblogs erscheinen mir etwas seltsam. Das schreit nach Ärger, und der ist da, wenn man sich einmal die unter dem Artikel in "Mena`s Corner" verlinkten Reaktionen darauf anschaut. Man darf gespannt sein, ob Six Apart das so durchhalten können wird.

Weblogtalk

Spitze Zielgruppe

Auf der Suche nach der spitzen Zielgruppe: »Die Blogger kommen«. Stoff für das nächste Buzzword-Bingo vom Magazin für Entscheider in Marketing und Medien. Also die, denen wir Carlotta und andere Kleinode des alltäglichen medialen Wahnsinns zu verdanken habe.

Gefunden beim Schockwellenreiter, der dazu trocken anmerkt: »Je populärer Weblogs werden, desto schlechter werden die Artikel darüber.«

Weblogtalk

Hochgradig uninternettig ...

... und unwebloggig finde ich es, wenn man in einem Weblog die Besucher mit Sie anspricht. Im kommunikativen Teil des deutschsprachigen Internet ist es seit Äonen üblich, sein Gegenüber zu duzen. Nicht nur im Forum der Gartenfreunde, sondern auch in Arbeitslisten trockener Sysadmins und Online-Marketiers. Ich verstehe Weblogs als Fortführung dieser kommunikativen Tradition, die ihre Ursprünge in Mailbox-Foren und Internet-Newsgroups hat, mit den Mitteln des WWW.

Du sagt: »Ich, der hier seine Worte verbreitet, bin einer wie Ihr, meine verehrten Leser. Ich bin Mensch und fehlbar.« Sie sagt: »Ich bin die Quelle der absoluten Weisheit, Ihr seid meine Besucher, die sich am Füllhorn meiner Weisheit bedienen dürfen, ich bin der Dienstleister, Ihr seid die Kunden.« Die Okkupation des Kommunikativen durch das Profane.

Wollte ich schon immer mal los werden! Ist hiermit erledigt.

Weblogtalk

Der große Bruder, Marke Eigenbau

Die wenigsten Weblogger machen sich über das Gedanken, was die hinreichend gebloggte Studie »Expectations of Privacy and Accountability« (z.B. bei Martin und bei Arnold) an den Tag brachte. Interessant finde ich das Ergebnis hinsichtlich der 36% die "in Trouble" gerieten wegen der von ihnen gebloggten Dinge, scheint mir ein wenig zu hoch um "valide" zu sein.

Das Netz vergisst nix, alle im Weblog geschriebenen Beiträge lassen sich via Suchmaschine bequem durchgehen, und so entsteht, zumindest bei denjenigen die mit ihrem richtigen Namen bloggen, ein Bild vom Weblogger das erheblich realer und authentischer ist als z.B. die geschliffene Selbstdarstellung in Lebensläufen und Profilen. Der Weblogger schafft sich einen "großen Bruder", und das auch noch freiwillig. Dabei bräuchte man eigentlich nur die Suchmaschinen via "robots.txt" ausschließen und schon wäre das Problem gelöst. Aber die Webloggern eigene Eitelkeit, gepaart mit dem Bewußtsein, der Welt wichtige Dinge mitzuteilen, verhindert das, man möchte ja in Google auftauchen. ;-) So kann es dann passieren, dass einen in der scheinbaren digitalen Idylle geschriebene Dinge im "realen" Leben einholen. Wer heute im Weblog über den MS Internet Explorer ablästert, weil dieser den Benutzer vor die Wahl "Sicherheitslücken vs. SSL-Verschlüsselung" stellt, darf vielleicht übermorgen deshalb auf den lukrativen Job bei Microsoft verzichten (siehe Gretchens Kommentar).

Was ist also zu tun? Schere im Kopf aktivieren, also keine "linksverdächtigen" Kommentare zur Lage der Nation mehr abgeben? Übrigens fällt mir auf, dass sich viele der deutschen "A-List-Blogger mit professionellem Anspruch" mit politischen Aussagen in ihrem Weblog äußerst zurück halten, Schere bereits aktiv? Nicht über Produkte lästern deren Produzenten vielleicht mal Arbeitgeber werden? Google-Roboter aussperren?

Am einfachsten ist es wohl, Arnolds Ratschlag zu befolgen:

»Now it`s time to live your goals and principles and treat everybody the way you want to be treated, because if you don`t, everybody will know. And after all, for all the good things you do, you won`t have to spent millions of dollars in PR for letting the people know, they will find it for themselves. Great!«

Conclusio: Im echten Weblog mit Realnamen "brav und positiv" sein, und sich ein anonymes Zweitblog zum lästern zulegen? ;-)

Weblogtalk

Weblog-"Buch" im Eigenbau?

Das wunderschöne Weblog »The Daily Flight« gibt es mit ausgewählten Artikeln des Jahres 2003 als nicht minder schön gestaltetes PDF zum Ausdrucken. Das Weblog-"Buch" im Eigenbau, sozusagen. Nun frage ich mich schon die ganze Zeit, ob das "kühl" oder obsolet ist.

Andy Arikawa hat natürlich viele Webdesign-Fachbeiträge im Daily Flight, die auch nicht weniger umfangreich sind als die ganz sachte an der Oberfläche kratzenden Fachartikel in Zeitschriften wie Internet Professionell, Internet Magazin und wie sie alle heißen. Von daher macht es Sinn, für den Ausdruck gelungener Artikel Tinte und Papier zu verschwenden. Ein normales Weblog lebt aber vorwiegend von der Aktualität, nichts ist so alt wie der Weblog-Eintrag von gestern, um mal ein altes "Journalisten-Bonmot" zu gebrauchen. Und, ein "Weblog" ist die einzige originäre Medienform die das WWW hervor gebracht hat, ist es nicht ein Stilbruch dieses Medium gewaltsam wieder in überkommene Strukturen der "Vor-Web-Ära" zu bringen, nämlich ausgedruckte Seiten?

Weblogtalk

Coolly - Kühl!

Will von "Channeling Cupertino" hat Spaß mit den Resultaten der maschinellen Google-Übersetzung, insbesondere an dem "kühl" in meinem Beitrag biss sich die Software die Zähne aus. Ich übersetze "cool" in "kühl" (Ihr wisst, meine Abneigung gegen überbordende Anglizismen), Google macht daraus bei der erneuten Übersetzung "coolly", "kaltblütig". Computer sind halt doch irgendwie dumm. ;-)

Will of "Channeling Cupertino" has some fun with the result of Googles automatic translation, especially the word "kühl" in my entry was a hard nut to crack for the software. I translated "cool" in "kühl" (you know, my aversion against the excessive use of anglicisms), Google translates it back to "coolly", "kaltblütig" in german. Computer are somewhat stupid. ;-)

Weblogtalk

Beleidigte Dünnbrettbohrer

Die Autoren von "Generation Blogger" rechnen mit ihrer undankbaren Zielgruppe ab:

»Die Konsequenz: statt sich mit Pickpartys von (höchstwahrscheinlich) pickligen chipsfressenden Spätpubertierern abzugeben, die sich bestenfalls im Verbund an ein Thema bzw. Personen ran trauen (aber bitte nicht an die Essentiellen, denn diese übersteigen den Techie-Horizont der Cheerleader), sollten wir, liebe Astrid, den Weg weiter zu einer neuen Generation von Bürgermedien gehen. Das Feld des Bloggens können wir getrost jenen überlassen, die nun dringend ihre Pfründe abzustecken glauben müssen - bevor diese weiter in die Hände beissen die sie gefüttert haben.«

Oder, wie Thomas so schön sagt: »Wäh, Mama! Keiner kauft mein Buch.«

Da mich alles was "Weblogs" ist interessiert, habe ich vor einigen Wochen das Buch in den Händen gehalten, es aber nach ein bißchen Durchblättern zurück geschickt. Um es mal vorsichtig auszudrücken, es ist eine an der Oberfläche operierende banale Dünnbrettbohrerei. Das geht auch anders, Rebecca Bloods "Weblog Handbook" oder "We Blog" von Paul Bausch, Matthew Haughey und Meg Hourihan richten sich durchaus an die selbe Zielgruppe, liegen im Niveau aber meilenweit über "Generation Blogger". Mal eben sich auf einen fahrenden Zug werfen, ein Buch dazu runterschreiben, es auf den Markt werfen und dann hoffen sich damit an die "Spitze der Bewegung" setzen zu können, funktioniert halt nicht. Das werden auch noch andere trittbrettfahrende Weblogbuch-Publizisten merken. Bücher zu so einem Thema leben auch und vor allem von der Reputation ihrer Autoren, bei den beiden amerikanischen Büchern ist das gegeben. Man spürt das sie "leben" wovon sie schreiben, und das nicht erst seit zwei Monaten vor Beginn der Schreibarbeiten.

Ich hatte über das Buch nichts geschrieben, eigentlich wollte ich mich ja ein wenig von den Blogosphären-Kindereien fernhalten, aber ein schlechtes Buch schreiben und dann in einem Rundumschlag enttäuscht alle runtermachen, und das mit Worten aus der untersten Schublade, ist sowas von stillos, das ist selbst in der an Tiefpunkten nicht armen kurzen Historie der deutschen Blogosphäre ohne Beispiel. Dann viel Spaß in der "neuen Generation der Bürgermedien", vielleicht ist der Platz auf dem Trittbrett da ein wenig bequemer ...

Weblogtalk

MovableType wie Windows

Ein Bonmot aus der weiten Weblog-Welt: »MovableType is the Windows of the Personal Publishing World«

Da ist etwas dran. Wie Windows ist MT Marktführer mit einer merkwürdigen Technologie. Es hat ein Problem mit unerwünschten Gästen (dem Kommentar-Spam), das in der verwendeten Technik des Systems selbst seine Ursache hat, trotzdem wird munter behauptet es läge in Wirklichkeit am Verbreitungsgrad des Systems. Und, um die Parallele auf die Spitze zu treiben, möchte Six Apart mit TypeKey demnächst das Blogosphäre-Gegenstück zu Microsofts Passport einführen.

Weblogtalk

Neues von der Meme

Der Meme geht es prächtig! ;-) Sie schwappte hinüber zu Markus mit den zwei TFTs und multiplen Getränken, zu Hugo mit der Mac-Sammlung, zu Nicos "The Weblog formerly known as Couchblog" Webpropaganda (sehr schick, mit Textpattern), zu dem sicherlich aufs Schwerste vom Elektrosmog geplagten Josh (er hat wahrscheinlich die höchste Monitordichte pro Quadratmeter ;-)), zu Veteran Flo ("das hatten wir doch letztens erst, Februar 2002" ;-)), zu Bronski mit Lampe und Lampen-Mac (der auch auf eine ähnliche Aktion vom Januar 2003 hinweist, die an mir vorüber lief), und, last but not least, Dee mit dem hellen Feng-Shui-optimierten Arbeitsplatz mit zwei Monitoren.

Außerdem schwappte sie in die USA, zu Jeff Jarvis` BuzzMachine, was zu einem kleinen Härtetest für den Webserver führte. Von dort aus dann zu Kelly aus Boston, mit einer schier unglaublichen Menge von Papieren an der Wand.

Mal schauen wo es noch "hinmemt" ...

Weblogtalk

Noch ein Weblog-Design-Schaufenster ...

..., dieses mal auf spanisch: Postearte (via Dunstan`s blogmarks). Auch in dieser Liste findet man einige sehr schöne und inspirierende Weblogs.

Amüsant: Es sind andere Länder, andere Menschen, eine andere Sprache, aber ähnliche Themen, z.B. »El Trackback es tu amigo«. Die "Bloggerei" und ihre Eigenheiten sind anscheinend universell, und überall gibt es Bedarf an der Erziehung der Blogger: »Campaña a favor del uso del Trackback« Ist halt doch `ne kleine Welt ...

Weblogtalk

Pings, Pings, Pings

Neil`s World hat eine Übersicht über Weblog-Dienste die man "anpingen" kann. Sehr interessant, oder kennt etwa jemand euro.weblogs.com? (Via Clagnut Blogmarks)

Deutsche Dienste fehlen in der Übersicht, mir fallen da noch blogg.de und Blogbot ein, wobei letzterer den freundlichen Asmodeus anbietet, der einem die Mühsal des Anpingens aller möglichen Dienste abnimmt. Netter Asmodeus! Was man von seinem Namensgeber nicht unbedingt sagen kann ...

Weblogtalk

Neu aus dem Hause pMachine: ExpressionEngine

Die von mir überaus geschätzte pMachine erreicht ihre nächste Evolutionsstufe und hört nun auf den Namen ExpressionEngine, gestern erschien offiziell die Version 1.0 Beta, mit einer eindrucksvollen Feature-Liste. Das könnte das System sein wonach ich damals gesucht habe.

Der Haken: Die Zeiten des Systems "für umme" sind im Hause pMachine vorbei, ExpressionEngine kostet 199$, für pMachine Pro-Besitzer 99$. Eine Menge für ein Hobby-Blog, aber sehr günstig als Basis für über ein Weblog hinaus gehende Projekte. Entwickler Rick Ellis hat sein Haus verkauft um die Entwicklungszeit finanzieren zu können (lt. diesem Interview), daher ist der Preis durchaus angemessen. Ich weiß, das wird im Zeitalter der Blogosphere-Attitüde des "ich will alles, aber für umme" nicht sehr beliebt sein ...

Nach dem ersten ausgiebigen Test wird es hier mehr dazu zu lesen geben, ein Weblog mit ExpressionEngine gibt es schon: WorldWideKleins "Sehr große Apfelsine".

Weblogtalk

BlogStats

Ein neues Spielzeug aus der Hexenküche der orangen "Blog-Weltherrschafts-Gang": BlogStats. Dort findet man die "Charts" der blogg.de-Blogger, also was von den dort bloggenden Damen und Herren am liebsten angeklickt wurde. Wurde ja auch Zeit dass mal statistischer Blog-Spielkram für die deutsche Blogosphere "gelaunched" wird!

(Via Noch`n Blog)

Weblogtalk

Interessant? SCO und IBM. Ein Testposting

»Vielleicht hat man bei SCO erwartet von IBM aufgekauft zu werden. Weit gefehlt. Und nun das: Ein internes Memo empfiehlt den Senior Executives von IBM bis Ende nächsten Jahres den Umstieg auf Linux auf dem Desktop. Wo stehen die Microsoft Aktien?« [MEHRZWECKBEUTEL]



Beim Experimentieren mit der Weblog-Post-Funktion des NewNewsWire wurde zu meiner Überraschung dieser Eintrag erzeugt, da er einmal drin ist bleibt er auch drin, sonderlich interessant ist er ja nun nicht und ich hätte ihn nie gebloggt (Sorry, Mehrzewckbeutel). Das Posten funktioniert, aber der NetNewsWire schafft es nicht alte Postings und Kategorien vom Netzbuch einzulesen und darzustellen. Blöd!



Getestet habe ich auch einmal ecto, das neueste Produkt von Kung-Tunes und Kung-Blog-Entwickler Adriaan. Der Beta-Test ist kostenlos, aber das fertige Produkt wird kosten. Und auch hier: Mit pMachine funktioniert es nicht. Vielleicht muß man ja für die wahren Profi-Blog-Tools auf MoveableType umsteigen? Will man aber eigentlich nicht wirklich, so ein Haufen Perl-Zeugs auf dem Server haben ... ;-)

Weblogtalk

Das Blog-Wort zum Jahresanfang

Da sitze ich nun wieder daheim, und kämpfe mit mir selbst: "Nein, ich schreibe jetzt nix über Weblogbücher, nein, ich schreibe jetzt nix über Weblogbücher, nein, ich schreibe ... na gut, also ein bißchen ..."

Nennt mich Prophet, das, was 2004 passieren wird, habe ich bereits vor einem halben Jahr prophezeit. Auf dem Spielplan des großen Kinos der Aufmerksamkeitsokönomie sehen wir "Alles neu und toll im Internet - Teil 2." Unter Pseudonymen bloggende "Stars" aus der Welt der "Atome", wie Nicholas Negroponte den "Meatspace", die "alte Ökonomie", nannte, schmeißen sich in die Blogosphere und suchen den Euro. Es wird weitergehen, Freunde. Bald werden wir die ersten bloggenden "Promis" haben. Dieter Bohlen, oder Jenny Elvers. Oder ein bloggender Bundesliga-Profi. Die "alten Medien" werden sich auf Blogger stürzen: "Sie sind jung, sie sind erfolgreich, sie schreiben Blogs über ihr aufregendes Leben. Und die Liebe kommt auch nicht zu kurz. Come on, be part of the game, kauf unser Buch und dann kauf Dir ein Blog." Weblogs werden in einem Maße trivialisiert und kommerzialisiert werden dass uns hören und sehen vergehen wird.

Aber, wen kümmert das? Die "wahren" Blogger werden weiter bloggen, auch dieser Hype wird vorüber gehen und wir "Old-School-Blogger" bloggen immer noch. Es ist wie mit der Dot.Com-Phase. Ich arbeite seit 1996 mit dem und im Internet. Ende des letzten Jahrhunderts schaute ich mich verwirrt um und dachte: "Hey, was ist denn in meinem schönen Internet los?" Ich war nie im Wirtschaftsteil der Zeitung, hatte kein Venture Capital, aber ich habe auch keine Aktienoptionen in den Ofen schieben oder das Händchen zum Eid erheben müssen, und verdiene auch im Jahre 2004 ein paar Brötchen mit dem Internet. Was will ich damit sagen? Wenn man in "einem Ding" steckt, dass plötzlich von hereinstürmenden Leuten zum "Hype" aufgeblasen wird, dann schaut man sich ein wenig verwirrt um, aber behält die Ruhe und macht einfach sein eigenes Ding. Nicht mehr und nicht weniger. Trends aufblasen und hinterherlaufen überlässt man den anderen. Denen die dann aufs Maul fallen.

Ich wünsche der Blogosphere im Jahre 2004 ein wenig mehr Gelassenheit im Umgang mit dem, was da kommen wird. Das, was ich gerade alles so gelesen habe, lässt aber die Vermutung zu dass das ein frommer Wunsch bleiben wird ...

So, und nun: Keep on blogging!

Weblogtalk

En vogue: Kreativpausen und Krakeelen

Wie sagte Harald Schmidt gestern abend (aus dem Gedächtnis zitiert)?
"Kreativpause? Was soll denn der Scheiß? Entweder sie haben keinen Bock mehr oder sie bekommen woanders mehr Kohle ..."

Thomas` generation neXt macht nun übrigens auch Kreativpause. ;-)

Ich hoffe das wird jetzt kein Trend, dass die lesenswerten Blogs verschwinden und nur die selbsternannten Könige der Krakeeler, egomanische SelbstdarstellerInnen und überaus humorvollen Witzbolde aus den Insektenstaaten samt der sie wie Fliegen die Exkremente umschwärmenden Claqueure in ihren Kommentarspalten übrig bleiben. Und was dann da vorgeht wird anschließend bei den Moes dieser Welt "meta-blogosphärisch" analysiert. Meine Herren, geht mir das alles auf den Sack, wenn ich mal ein wenig vulgär werden darf ...

Weblogtalk

Weblogs und Eulen

Schon Agent Cooper wusste: "Die Eulen sind nicht was sie scheinen!" Glaubt Ihr eigentlich alles was Ihr in Weblogs lest? Gut, man sollte sowieso nicht alles glauben was man so liest. Gerade in den überaus beliebten Blogs mit ausgiebiger Schilderung von traurigen Schicksalen, Exzessen aller Art und erotischen Eskapaden, habe ich aber manchmal Zweifel der über die normale Skepsis hinaus geht. Das kommt nicht von ungefähr, aus meiner Zeit als Forenbetreuer bei CompuServe weiß ich dass so manche(r), der oder die sich im Cyberspace rumtreibt, es mit Identität und Wahrheit nicht so genau nimmt, insbesondere sich anonym herumtreibende Personen. In der amerikanischen Blogosphere gab es bekanntlich schon einen spektakulären Fall, den "Kaycee Nicole cancer hoax." Wenn die haufenweise sich bei den Weblogdiensten rumtreibenden latent depressiven Damen mit erotischen und emotionalen Defiziten alle echt sind, wäre es um den Zustand unserer Gesellschaft ja noch trauriger bestellt als man sowieso schon annehmen muß ...

Eigentlich ist es aber sowieso egal, denn irgendwer hat mal im letzten Jahrhundert festgestellt: "Im Internet weiß keiner dass Du ein Hund bist - so lange Du nicht bellst."

Weblogtalk

Me too.

Ein hübscher Beitrag von Heiko Hebig: "I am blogging":



»I telnetted into virtual mazes, chatted with total strangers, and built my first homepage. There I was. Everyone please look at me. I am relevant. It mattered, even though it was static. Look at my page. I built it myself. [...] My life is a continuously updated thread. My opinion is your filter. You can`t turn back time, but you can track back my weblog. I syndicate. I am blogging.«


So war das bei vielen von uns "alten Internet-Hasen", war schon aufregend die erste eigene Website ins Netz zu stellen. Mit den Jahren stellt sich eine gewisse Gewöhnung ein, aber hey: Wann in der Geschichte der Menschheit konnten sich "normale Menschen", ohne Medienimperium im Rücken, außerhalb ihres unmittelbaren Umfelds bemerkbar machen? Wir können schreiben was wir wollen, unsere Bilder und Gedanken zeigen, und es interessiert sogar jemanden. Toll, was?

Kling alles banal, ist es aber nicht. Wenn man sich z.B. einmal die Kommentare im Telepolis-Artikel über Weblogs von gestern anschaut, dann findet man dort Paradebeispiele für Leute die nicht verstanden haben worum es geht. "Wen interessiert das", fragt da ein Neunmalkluger. Viele, ist die Antwort. Das ist es, worum es im Internet geht. Eine Zeitung oder ein sogenanntes "Content-Portal" mehr oder weniger im Web ist völlig irrelevant. Dass die "normalen Menschen" sich bemerkbar machen, das ist relevant, wir sind relevant. In Ländern wie Iran und China haben das die Mächtigen schon begriffen, und ihre ganz eigenen Konsequenzen daraus gezogen. Bei uns dauert es noch etwas, bis auch der Letzte das "neue" Medium Internet verstanden hat. Man ist halt gewohnt, dass nur das wichtig ist was den Stempel "Ich bin eine Nachricht" deutlich sichtbar trägt. Aber auch das wird sich ändern.

Weblogtalk

Wählen gehen!

Ab jetzt kann gewählt werden: Blogawards 2003 - Das Finale. Meine Wahl behalte ich natürlich für mich, ich muß aber zugeben dass ich mich bei "Weblog des Jahres" nicht entscheiden kann. Die Auswahl, nun ja, sagen wir, sie lässt mich mit dem selben Befremden zurück wie das Ergebnis der letzten Landtagswahl in Hessen. Aber so ist halt die Demokratie. ;-)

Weblogtalk

Blogawards: Der Wahlkampf hat begonnen!

[Wählt mich!] Eine nette Idee: Die Blogawards 2003. Ihr wisst ja, wen Ihr zu wählen habt, oder? Ich verspreche hiermit im Falle eines Wahlsiegs freie Trackbacks für alle! ;-)

Jetzt ist natürlich wieder Schluß mit Spaß. Diese Awards könnte man als das hinnehmen was es ist, nämlich ein aus einer Chat-Laune heraus geborenes nettes kleines "Spasseken" zum Jahresausklang, aber im Moment gibt es nichts was mit Weblogs zu tun hat, egal ob BlogTalk 2.0, Chaosradio über Weblogs oder eben die Blogawards, das nicht irgendwo ausgiebigst mehr oder weniger qualifiziert problematisiert wird. Schade.

Das Nicht-Setzen eines Links auf diese "Diskussionen" zu den Blogawards ist übrigens ein bewusster Akt, gemäß der Rebecca-Blood-Meta-Theorie dass der Link (oder eben Nicht-Link) die einzige und schärfste "Waffe" des Webloggers ist. Ich bin ja so ein Theorie-Fan. Okay, freie Theorie für alle verspreche ich hiermit auch noch! Und, weil ich gerade bei den Wahlversprechen bin, packe ich die Schaffung einer virtuellen "Weblogger-Kampf-Arena", den "Circus Maximus der deutschen Blogosphere", auch noch dazu, damit man nicht immer nach den qualifizierten "Diskussionen" suchen muß!

Ein letztes noch dazu: Nicos Reaktion auf diese Kalamitäten ...

Weblogtalk

Jorn Barger ist (aus dem Internet) verschwunden

Eine der Legendengestalten der internationalen Blogosphere, Jorn Barger, Autor eines der ältesten Weblogs überhaupt, Robot Wisdom, ist aus der Blogosphere verschwunden (bei Martin wurde er noch vermisst, das hat sich aber zwischenzeitlich aufgeklärt). Wie den Kommentaren im Metafilter zu entnehmen ist geht es ihm gut, er hat nur keinen Bock mehr aufs Internet. Naja, kommt vor.

Barger ist eine interessante Persönlichkeit, das was man gemeinhin einen "seltsamen Vogel" nennt. Julian Dibbell schrieb im Mai 2000 einen Artikel über Barger, der dann letztes Jahr noch einmal in Rebecca Bloods Sammelwerk "We`ve got Blog" erschien, mit dem Titel "Portrait of the Blogger as a Young Man". Das ist einer der Texte der zum Curriculum eines ordentlichen Weblogologen gehört, also lesen wir:

»JORN BARGER IS A COLLECTOR, of a sort -- though you wouldn’t know what sort, exactly, from gazing on his worldly possessions. A long-haired, thick-bearded former artificial-intelligence (AI) programmer in his forties, Barger lives in genteel poverty, sharing an apartment with roommates in Chicago’s scruffy West Rogers Park neighborhood. His bedroom once held a lot of books, but he had to sell them off some time ago; the principal fixtures remaining are a secondhand Macintosh with built-in television, a boom-box radio, and a bed. Barger spends his days in the bed, and there -- sitting with the Mac’s keyboard in his lap and its monitor beside him -- he collects: A color-coded map of the world’s language families. A discussion of the various titles Proust considered and discarded for Remembrance of Things Past. A National Enquirer article on "who’s doing yoga in Hollywood." A BBC item on the evolution of cooperation among capuchin monkeys. Some photos of Fisher-Price Little People repainted as characters from Futurama. A FAIR analysis of recent mainstream news coverage of the IMF and the World Bank. An oddly evocative Webcam shot from the Jennicam Web site. A tribute to the Spanish-language children’s television show El Club de los Tigritos. A compilation of Noam Chomsky resources on the Web. A detailed list of textual correspondences between James Joyce’s Ulysses and Homer’s Odyssey. A phrase that Barger dreamed last night on the edge of waking.«

Zwei Jahre später hat er nun offensichtlich das Bett verlassen und die Mac-Tastatur beiseite gelegt. Ich bin gespannt ob und wann er wieder auftaucht, dieser seltsame Vogel aus der Blogosphere.

Weblogtalk

Chaosradio über Weblogs

Dank ausgiebiger Zugfahrten habe ich mir nun drei Stunden Chaosradio über die Blogosphere angehört (gibt es hier als MP3 und Ogg), ich fand die Sendung recht unterhaltsam und sehe es wie die Kollegen von itw: "Gut drauf, die Jungs da."

Von der Anruferin, die stolz über ihr Livejournal-Blog berichtete, bis zum Trackback war alles dabei. Daher kann ich die Kritik auf "chuzpe" und in in den Kommentaren bei Anneke, insbesondere in dieser gnadenlosen Schärfe, nicht nachvollziehen. Es muß nun wirklich nicht jedes Thema auf den absolut kleinsten gemeinsamen fachlichen Nenner heruntertrivialisiert werden, und man darf auch mal ein paar Fachbegriffe, zumal die auch erklärt wurden, verwenden, ohne sich gleich dem Vorwurf eines elitären Technizismus ausgesetzt sehen zu müssen.

Es war im Gegenteil eine angenehme Überraschung, dass man heute in einem öffentlich-rechtlichen Radioprogramm noch Raum und Zeit für die ausführliche Behandlung eines solchen "Nischenthema" finden kann. Normalerweise werden "Computer-Themen" in den "normalen" Medien auf völlig sinnentstellende Weise vereinfacht, einmal ist das nicht der Fall, schon ist das auch nicht recht. Entsprechend harsch fällt die Replik von Max, neben Tim und Jörg einer drei Akteure im Studio, aus, der sich über die mangelnde Beteiligung der Blogger und die Rezeption der Sendung in der Blogosphere beklagt. Aber es war wohl auch ein wenig schwierig mit dem Telefonieren. ;-)

Weblogtalk

Oh Montag, Du gefallener Engel!

So viel Licht, und so wenig Netzhaut zur Rezeption. Oh Montag, geboren aus der Hölle des immerwährenden Kreislauf der Zeiten, gefallener Engel aus der Riege der Wochentage, gehe von mir. In der Kaffeekanne schwimmen die Reste des unverkochten Kaffees, als wäre es das Leben selbst, auf der Suche nach dem Ziel. Wie kann schon wieder Anfang sein wenn nie das Ende erreicht wurde? Aber die immerwährende rotierende Maschinerie des Kapitalismus fordert ihren Tribut, drum werfe ich mir den grauen Sack über und stürze mich in die öligen Windungen der Ökonomie, den Sinn werfe ich auf die Gleise, bevor ich mein Schicksal dem stählernen Pfade des roten Feuerroß anvertraue ...

Was ich eigentlich sagen wollte: Es ist Montag, und ich habe überhaupt keinen Bock! Warum sagt er das dann nicht einfach, hat der Netzbuch-Schreiber übers Wochenende den Verstand verloren? Nein, Arne fordert im Bloghaus mehr "Schwurbeln beim Bloggen", daher fange ich schon einmal an ... ;-)

Weblogtalk

Her mit den Weblog-Manierismen!

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Blogosphere, auch mal (und gerade und vor allem) abseits der gewohnten Pfade meiner "Blogroll", komme ich zu der Erkenntnis: Ich bin viel zu normal. Geradezu langweilig. Man muß sich einfach ein paar gepflegte Weblog-Manierismen zulegen, heutzutage. Bspw. alle paar Tage die Kommentar-Funktion ein- und ausschalten, begleitet von bedeutungsschwangeren Manifesten die verkünden dass man ja sowieso nur für sich blogge, und überhaupt, es werde ja niemand gezwungen zu lesen. Interessant: Diejenigen BloggerInnen, die letzteres in häufiger Frequenz verkünden, rechtfertigen sich selbst und ihr Tun dann in jedem vierten Eintrag. Gut kommt auch alle paar Tage Lebensweisheiten nach "Amica-Lebens- und Partnerschaftsberaterin"-Art von sich zu geben, etwa: "Während ich so da sitze, zuschaue wie die Kerze runterbrennt und der Wachs auf die Tischdecke tropft, stelle ich fest dass ich mich mehr auf meine inneren Stärken berufen muß!" Hä? Eben. Und, auch beliebt und oft verwendet: Verkünden dass einem dieses ganze Weblog-Getue schwer auf die Nerven gehe.

Manchmal habe ich große Mühe meine durchaus (und nicht zu knapp ;-)) vorhandene bösartige Seite im Zaum zu halten, manches was man in der Blogosphere liest schreit nach einem bösen Kommentar, aber daraus erwächst nix Gutes, und da jede(r) die Freiheit hat zu schreiben was er/sie will stände es mir auch nicht zu abzulästern. Aber es juckt schon in den Fingern. ;-)

Einen Weblog-Manierismus habe ich mir nun aber gegönnt: Vulgärphilosophische Betrachtungen über die Blogosphere als solche anzustellen und ein wenig zu lästern. Man gönnt sich ja sonst nix.

Weblogtalk

Schlecht!

blo.gs kaputt = keine Blogroll mehr. Das Skript überschreibt die Blogroll gnadenlos mit "nix" wenn blo.gs keine Daten liefert, übel!

Sollte blo.gs jemals wieder funktionieren muß das umgehend geändert werden. Und einmal muß es noch funktionieren, denn die Blogroll existiert nur bei blo.gs, diese erlesene Sammlung von Top-Blogs bekomme ich nie mehr wieder zusammen.
Daran sieht man mal wieder: Man verlässt sich viel zu schnell auf "Amateurdienste" (ist nicht abwertend gemeint, Privatleute können nun einmal nur eine begrenzten Aufwand an Zeit und Material investieren) und deponiert dort für einen selbst wichtige Daten. Das muß ich mir mal schleunigst abgewöhnen, alles was wichtig ist muß hier auf meinem eigenen Server liegen.

Weblogtalk

Noch mal: elict.org

Da es schon wieder zig Zugriffe mit einem Referrer von "www.elict.org/awards.html" gab, und diese Sache offensichtlich nicht nur mich beschäftigt (es gab reichlich Zugriffe die über entsprechende Suchbegriffe von Google kamen) müssen wir darauf mal einen näheren Blick werfen. Da eine weiße Seite nicht das ganze Geheimnis sein kann, habe ich diesen Referrer mal per Telnet besucht um zu schauen was genau vorgeht. Im Gegensatz zum weißen Browser-Fenster liest man dort dann dass das Dokument zu 217.160.92.178 umgezogen ist. Genau dort hin wird man auch umgeleitet wenn man einfach "www.elict.org" aufruft, zu "global.admedia.adfarm.de/ref/a8932212380/solution/". Beide Domänen, elict.org und adfarm.de, gehören einem Manual P. aus Rostock.
All das macht die Sache nicht durchsichtiger und vertrauenserweckender. Bleibt noch die Sache dass die Zugriffe über alle möglichen Netze kommen. Aber auch da gibt es in "Fachkreisen" Wege und Möglichkeiten, man schaue sich z.B. einmal diesen Wired-Artikel an.

Wie auch immer, ich will diesen Mist nicht auf meinem Server, also schreibe ich in die .htaccess im Dokumentenverzeichnis für "das-netzbuch.de" auf dem Webserver folgendes:

setenvifnocase Referer "^http://www.elict.org/" spam_ref=1
<FilesMatch "(.*)">
Order Allow,Deny
Allow from all
Deny from env=spam_ref
</FilesMatch>

Wenn das auf dem Webserver aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist kann man auch mit PHP arbeiten, wir schicken ihn einfach zu sich nach Hause ;-) in dem man in die .php-Seite folgenden Code als allererstes einfügt:

if(strstr($HTTP_REFERER,"elict.org")) {
header("Location: http:// www .elict.org");
}

Zwischen "http usw." und "www" und ".elict.org" muß ein Leerzeichen entfernt werden, ich wollte nur die pMachine daran hindern einen Link zu basteln. Damit hat sich das Thema dann erledigt, und Manual P. kann seine obskuren Experimente woanders durchführen ...

Weblogtalk

Weblog-Artikel im php-Magazin

Heute fällt mir das aktuelle PHP-Magazin in die Hände. Darin findet man einen (auf der Website nicht verfügbaren) Artikel über Weblogs, geschrieben von den Bloggern thorte und Nico. Abgesehen davon, dass bei der Besprechung von PHP und MySQL-basierten Systemen die ja nicht so ganz unbedeutende pMachine fehlt, ist das ein "knackiger" und treffsicherer Artikel, besonders gut gefällt mir die Einleitung (Zitat PHP-Magazin 6.2003, S. 92):

»Viele Marketing-Abteilung in Unternehmen und Journalisten in Radio und TV reduzieren einen Blog gerne auf ein `Online-Tagebuch`, da es nur so möglich erscheint, Otto Normalverbraucher eine Vorstellung davon zu geben, womit er es hier zu tun hat. Doch diese minimalistische Definition wird dem, was man unter Bloggen versteht, und der Philosophie, die dahinter steht, in keiner Weise gerecht. Wer hätte schon Lust, sein persönliches Tagebuch im Internet zu veröffentlichen?«

Damit ist das schon mal geklärt bevor es um die Sache selbst geht. Und natürlich ist das schon ein toller Artikel weil in dem Kasten "Deutschsprachige Blogs" am Ende des Artikels auch das "Netzbuch" aufgeführt ist ... ;-)

In dem Artikel taucht auch ein mir bis dato unbekanntes Weblog-System namens "Serendipity" auf, welches sehr interessant aussieht. Ausprobieren!

Weblogtalk

Rätselhafte Referrer

Gerade schaue ich mal in die Referer-Statistik und finde in den Morgenstunden des heutigen Tages diverse Zugriffe von Domänen aus so unterschiedlichen Ländern wie Polen, Österreich und Brasilien die angeblich von elict.org/awards.html kommen. Neugierig wie ich bin (außerdem steht ja "Awards" in der URL ;-)) schaue ich mir das mal an und was gibt es? Eine leere weiße Seite. Sowohl in Safari als auch in Camino. Weiß jemand was es damit auf sich hat? Lässt man "awards.html" weg dann steht einfach trocken "test" auf der Seite. Wundersame Dinge!
Ein Referrer-Spam auf eine leere Seite ist ja eigentlich ziemlich sinnlos. Windows-Benutzer sollten vorsichtig sein mit der URL da oben, vielleicht verbirgt sich dahinter irgend etwas Übles was sich auf dem Mac, an dem ich gerade sitze, nicht auswirkt.

Weblogtalk

Was ist ein Blog?

Diese Frage ist leicht zu beantworten, wenn man dem Perseus-Blogsurvey glauben darf: »Blogging is many things, yet the typical blog is written by a teenage girl who uses it twice a month to update her friends and classmates on happenings in her life.«

In dieser Untersuchung gibt es interessante Zahlen. Perseus hat die Blog-Dienste Blog-City, BlogSpot, Diaryland, LiveJournal, Pitas, TypePad, Weblogger und Xanga analysiert und dort 4,62 Millionen Blogs gefunden. 66% davon sind seit mehr als zwei Monaten nicht mehr aktualisiert worden, 1,09 Millionen Blogs überlebten ihren ersten Tag nicht. Das durchschnittliche aktive Blog wird nur alle 14 Tage aktualisiert, und 13.600 Blogs erlebten ein "Comeback" nach monatelanger Pause. Eine interessante Lektüre!

Der Haken an dieser Untersuchung: Es werden keine selbst "gehosteten" Blogs untersucht, und LiveJournal- und Diaryland-Blogs sind tendenziell mehr "klassische" Tagebücher als "klasssische" Blogs, man müsste also für eine intensivere Untersuchung erst einmal definieren was genau man eigentlich unter einem Blog versteht, das versäumt die Perseus-Studie leider.

Die großen "Tagebuch-Communities" im Untersuchungsgebiet erklären dann auch die Durchschnittswerte: Teenager hat eine Lebenskrise (oder das was Teenager dafür hält ;-)), schreibt sich im Diary den Frust von der Seele. Irgendwann ist aber alles wieder gut und es gibt keinen Grund mehr das Tagebuch zu füllen, andere Interessen drängen sich ins Leben. Also stirbt das Blog den langsamen Tod des "nicht mehr aktualisiert werden" ...

Mehr: Perseus-Untersuchung "The Blogging Iceberg"

(Via Heise)

Und noch ein trockener Kommentar aus dem Heise-Forum dazu: »Für mich sind Blogs in vielen Fällen ein Armutszeugnis für das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung in unserer Gesellschaft.«

Weblogtalk

Neuer Weblog-Service mit sehr speziellem Feature

blogger.de ist ein neuer Antville-basierender Weblog-Service von Dirk Olbertz wo man sich gratis ein Blog hosten kann. Glückwunsch und viel Erfolg!

Dieses Feature hier finde ich aber nicht so doll:

[Ausschnitt]

Jede(r) der oder die sich bei blogger.de eingeloggt hat, das Häkchen für "eingeloggt bleiben" gesetzt hat und nun ein dort gehostetes Blog besucht, wird ungefragt namentlich als Besucher aufgeführt. Das muß ja nun nicht sein, oder? Da bleibt nur eins beim Besuch von blogger.de-Blogs: Ausloggen!

Weblogtalk

Antville

In den letzten Tagen bin ich nicht so zum bloggen gekommen, meine nicht-monetär-produktive Computerzeit habe ich damit verbracht mal einen Antville-Server mit allen Schikanen aufzusetzen, natürlich nicht die simple "Antclick"-Variante, sondern das volle Programm mit Helma und Integration von Apache und MySQL. Mit dieser Anleitung war es einfacher als ich gedacht hatte, manchen Fallstrick vergessen die Autoren zu erwähnen und fortgeschrittene Features, gerade im Zusammenhang mit Apache, erschließen sich erst nach mühsamer Recherche in Mailing-Listen-Archiven. Aber einem "geschenkten Gaul" schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul ...

Und warum macht man das? Um Erfahrung zu sammeln und das System mal gründlich zu testen, vielleicht kann man damit ja etwas auf die Beine stellen ...

Weblogtalk

Waypath Buzz Maker



Ein neues Blog- und News-Auswertungsspielzeug ist Waypath: »Waypath is an attempt to network the weblog community, connecting weblogs that share common themes, ideas, and topics.« Zu den mitgelieferten Spielzeugen gehört "Buzz Maker", man tippt bis zu fünf Begriffe ein und erhält dann eine Grafik wie jene dort oben (für die Begriffe "Adorno, Völler und Clement").

Was sagt uns das? Ich weiß nicht so genau, aber irgendwie hübsch ist es ja... ;-)

(Via Randgänge)

Weblogtalk

Weblogs und Journalismus ...

... mal wieder, in der deutschen Ausgabe von "Le Monde Diplomatique", die als Monatsbeilage der taz erscheint: »Salam Pax, Warblogs und andere Online-Tagebücher«

Salam Pax und die Rolle der amerikanischen Pro- und Contra-Warblogs im letzten Golfkrieg werden als Aufhänger zu einer Betrachtung von Weblogs und ihrer Rolle als eine webspezifische Form des Journalismus verwendet, mit dem Fazit:

»Aber es wird wohl dabei bleiben, dass für die bekannteren Autoren die Veröffentlichung eines Buchs oder einer Zeitungskolumne lukrativer ist. Und was Journalisten anbelangt, die selbst ein Blog führen, so werden sie dafür nur selten bezahlt. [...] Blogging erscheint also als eine internetspezifische Form der Erzählung. Blogs erzählen mit einem guten Schuss Narzissmus die fragmentierte und globale Geschichte unserer Zeit. Wenn die Journalisten eine Rohfassung der Geschichte schreiben, so haben die Blogger offensichtlich einen Raum erschaffen, in dem die Geschichtsschreibung die ersten Silben formt.«

Schön gesagt, nicht wahr? Einer der lesenswerteren Zeitungs-Artikel über Weblogs!

(Gefunden beim Schockwellenreiter)

Weblogtalk

Blog-Talk im Talk-Blog

Nico im Couchblog: »Mir fällt im Moment nichts ein … … gar nichts.« Kommt vor! Im Moment stapeln sich so "netzmäßig" auch nicht gerade die Sensationen, und die ewigen Windows-Würmer sind ja auch nicht so der Brüller.

generation neXt strahlt im neuen Layout und besticht durch klare Strukturen und die dezente Eleganz der Schlichtheit. Sehr schön!

Und ein anderes meiner Lieblingsblogs, kniebes.net, feierte den zweiten Geburtstag. Glückwunsch! Dort ist nichts so beständig wie der Wechsel von Layout, Features und wenn es sein muß des ganzen Blog-Systems ... ;-)

Und anneke lästert über akademische "Blog-Weihen" durch Selbstreferenz zwischen "SchülerInnen" und "Lehrern", aber das ist doch, im Kleinen, die Art und Weise wie das selbstreferenzielle System "Wissenschaftsbetrieb" funktioniert. Jeder Studi weiß: Hat Dein Prof etwas publiziert auf dem Gebiet dass Du gerade beackerst, vergiß ja nicht ihn zu zitieren, dann klappt`s auch mit der Note ... ;-)

Weblogtalk

Tagebücher und Weblogs

Moe ist besessen vom "Metablogging", darum schrieb er einen langen Beitrag zum Thema: »Von Tagebüchern, Technik und 20six« Eigentlich war aber ein Beitrag von Stefan schuld, der seines Zeichens einer der "Currywurstverkäufer" von 20six ist und sich über die Arroganz von Webloggern gegenüber Tagebuchschreibern beklagt.

Ein wenig Trennschärfe muß schon sein, man kann nicht alles in einen Topf werfen nur weil es im Browser irgendwie gleich aussieht. Von meinem Selbstverständnis her unterscheide ich mich schon ein wenig von Leuten die Einträge der Art "Heute wollte ich mit meinem Kind in den Zoo, aber es kotzte schon in der Straßenbahn, also gingen wir lieber zu McDonalds" verfassen. Ist ihr gutes Recht, und manchmal lesenswert, aber doch eine andere "Kiste" als ein klassisches Weblog.

Andererseits, wie kann man in jedem zweiten Kommentarthread bei Antville lesen: "Ist doch egal gezz, ist eh alles nur Internetz" ...

Weblogtalk

Das Wort zum Sonntag ...

... spricht der Schockwellenreiter:

»Mit dem Blog`n`Roll geht`s genauso bergab wie mit dem Rock`n`Roll: Erst waren wir ein paar wenige und hatten eine Menge Spaß miteinander, doch mit dem Erfolg kommen die Anzug- und Bedenkenträger und wollen alles kaputtmachen.«

Und womit sagt er das? Mit Recht! Wenn erst mal Anwälte die Blogosphere entdecken ist der Spaß sowieso bald vorbei. Weblog-Software ist halt zu einfach geworden, früher wären Anwälte, BWLer und der ganze Rest den man nicht braucht schon an den technischen Hürden gescheitert ... [Nachtrag:] Okay, das klingt zu "techi-elitär", ich hatte mich gerade über die Anwälte aufgeregt, bleibt aus dokumentarischen Gründen aber "durchgestrichen" erhalten.

[Nachtrag:] Das war dann auch die letzte Thematisierung dieses unerfreulichen Themenkomplex ...

Weblogtalk

Blogs als CMS

Weblogsoftware eignet sich nicht nur für Weblogs, sondern kann auch als leistungsfähiges kleines CMS für ganze Websites dienen. Doug Bowmans stopdesign ist ein schönes Beispiel, er verwendet MoveableType zu diesem Zweck und hat darüber auch geschrieben: "Rebuilding a Portfolio." stopdesign gefällt mir übrigens ausgezeichnet, eine richtig schöne Website. Anregungen (nicht nur) für MoveableType-User in dieser Hinsicht liefern die von Doug angebenen Texte "Beyond The Blog" und "Doing your whole site with MT."

Weblogtalk

Weblogs und Medienkompetenz

Ein Artikel in de:bug: "Google, Blogger, Zeitgeist. Die dunkle Seite der Macht." Sehr differenziert, endlich mal ein Artikel aus den "herkömmlichen" Medien der nicht auf der unsäglichen "Weblog = Tagebuch"-Schiene fährt sondern sich mal ein bißchen Mühe macht und einen interessanten Ansatz heraus arbeitet.

Zitat: »Den Erfolg von Weblogs kann man auf unterschiedliche Faktoren zurückführen. Zum einen sicherlich auf die scheinbare Diskrepanz von Privatem und der permanenten Anwesenheit von Öffentlichkeit. Viele Blogger schreiben über persönliche Beobachtungen, Ansichten, Erlebnisse und eine gehörige Portion Meinungsstärke hat noch nie geschadet. [...] Blogger reflektieren die Weltpolitik genauso wie Erlebnisse an der Supermarktkasse, schreiben über Belanglosigkeiten und hochgradig Philosophisches in den unterschiedlichsten Stilen und Qualitäten, kurz, sie sind so unterschiedlich und farbenfroh, so langweilig oder aufregend wie die Person dahinter. Und gerade das Wissen über die reine Subjektivität der Beiträge, über die vollkommene Abwesenheit jeglichen Lektors oder gar Zensors machen das Lesen in Weblogs oft so spannend und unterscheidet es so von der Lektüre "seriöser" Nachrichtenquellen.
Das regelmäßige Studieren von Weblogs fördert Medienkompetenz. Das Wissen darüber, dass diese Netz-Publikationen im Normalfall von lediglich einer, oder einer Handvoll Personen mit Inhalten gefüttert werden, die Redakteur, Lektor, Herausgeber und technischer Betreuer in Personalunion sind, lässt uns jeden Beitrag mit einer gesunden Portion Skepsis konsumieren, die niemals falsch sein kann angesichts der Tatsache, dass auch "seriöse" Magazine Enten, wie das Aussterben der Blondinen, hervorgebracht und emsig voneinander abgeschrieben haben oder sich oft genug in vorauseilendem Gehorsam dem gerade vorherrschenden politischen Mainstream und immer wieder gerne auch wirtschaftlichen Interessen von Anzeigenkunden beugen müssen.«

Wer Weblogs liest lernt zu Mißtrauen, und führt sich, eben durch die demonstrativ hervorgehobene Subjektivität von Weblogs, vor Augen dass alle Nachrichten subjektiv sind, auch die Tagesschau. ;-)

(Gefunden beim Schockwellenreiter und vielen anderen Blogs ...)

Weblogtalk

Blogs im politischen Diskurs

Drüben, auf der anderen Seite des großen Teiches, macht man sich Gedanken ob Weblogs als öffentlich wahrnehmbare Stimmen von Individualisten den politischen Diskurs "durchschütteln" können, so z.B. ein Artikel im Boston Globe: »`Blogs` shake the political discourse«

Zitat: »But as the mass of online opinion grows, some skeptics question whether every supporter`s passing thought deserves a public platform, or whether the musings of an almost anonymous voter are worth reading. Even among the wired, there is a debate over whether blogs are a new form of discourse or simply an endless feedback loop, a self-enclosed circle of political junkies echoing and challenging one another.«

An der Sache mit der "Feedback Loop" ist sicher etwas wahres dran, aber im Prinzip zählt in einer Demokratie jede Stimme gleich, egal ob Du, verehrte LeserIn, ich, oder der Chefkommentator der Zeit Einschätzungen zur Lage der Welt von sich geben.

Gerade in den USA scheint mir die Bedeutung, die politische Blogs haben, ein Symptom zu sein, ein Symptom für die Sehnsucht nach autentischen Einschätzungen von "echten Menschen". Und diese Sehnsucht entsteht durch den stromlinienförmigen, freiwillig "gleichgeschalteten" Politjournalismus der "normalen Medien." Somit ist die ganze Sache weniger ein Erfolg der Blogger als vielmehr ein Mißerfolg der TV-Sender und Zeitungen.

(Via Blogroots)

Weblogtalk

Medien und Weblogs

Roland (selbst Journalist) vom Late Night Blog beleuchtet in Moes "PlasticWiki" das Verhältnis von Medien und Weblogs. Roland sieht Weblogs als Träger einer Gegenöffentlichkeit zu den etablierten Medien als (Zitat) »Rammbock an der Mauer des Schweigens. Lange genug wurden Weblogs als das spinnerte Hobby selbstdarstellerisch veranlagter Nerds belächelt. Doch zunehmend zeigt sich auch, dass Weblogs die Aufgaben wahrzunehmen beginnen, die konventionelle Medien nicht mehr wahrnehmen wollen oder können. Eindringlichstes Beispiel, das zugleich eine neue Untergattung des Weblogs, das Warblog, hervor brachte, ist die Weblogszene zu Beginn und während des Irakkrieges. Während amerikanische Medien, beinahe gleichgeschaltet durch eine monopolisierte Medienlandschaft, ganz "auf Linie" der US-Administration berichteten und die Wächterfunktion der Medien vielen nur noch als hohle Phrase erschienen, schlüpften Blogger in genau diese Rolle [...].«

Eine interessante Betrachtung, sie sollte zukünftig für alle "fachfremden" Journalisten, die vor haben über Weblogs zu schreiben, Pflichtlektüre sein. Und noch ein schönes Zitat zum Schluß:

»Webloggen bedeutet in erster Linie eben nicht, zu schreiben, sondern zu lesen und sich zu informieren.«

(via Moe`s Blog)

Weblogtalk

Blog-Perlen

»Wenn man von Xavier Naidoos Gejammere geweckt wird, ist man für den Rest des Tages doch impotent. Wenn das Erste, das man am Morgen hört Jannette Biedermann ist, verliert man seine Lebenslust vollkommen oder wenn mir so’n Deutsch-HipHopper ins Ohr nuschelt, muß ich schon vor’m Frühstück kotzen« (Markus zur Problematik des Weckens mittels Radiowecker angesichts der musikalischen Qualität gängiger Radioprogramme).

»Beim Anblick mancher Gewählter stellt sich doch die Frage, ob die Demokratie wirklich die beste aller denkbaren Staatsformen ist« (WorldWideKlein besucht eine Pressekonferenz die ihn nachdenklich stimmt).

»Angeblich sollen durch die Massnahmen die Beiträge bis 2006 auf 13 Prozent gesenkt werden. Schwachsinn. Warum sollten die Kassen das tun, wenn sie nicht gezwungen werden? Und selbst wenn sie es wider Erwarten täten: was bringt das, wenn die eingesparten Euro für eine Pflichtversicherung für den Zahnersatz draufgehen? Und von den anderen Zuzahlungen? 300 Euro pro Behandlungsfall im Krankenhaus - na klasse, was macht Oma Kasulke mit ihrer Mini-Rente? Den PC mit dem frisch installierten Linux verkaufen, weil die Gallensteine raus müssen?« (Hugo zur sogenannten "Gesundheitsreform")

Weblogtalk

Der weblogs.com-Ping ...

... geht mir langsam aber sicher schwer auf den Geist, das wird ja von Tag zu Tag langsamer. :-/

Mich dünkt der Server kommt langsam aber sicher an seine Belastungsgrenze, was schlecht ist da ja weblogs.com die Basis für so ziemlich jedes Auswertungs- und Ranking-Gimmick ist was es in der Blogosphere so gibt.

Weblogtalk

Howard Dean - Per Weblog ins Weiße Haus?

Die Frankfurter Rundschau und die Heise-News (der FR-Artikel ist "substanzieller") beschäftigen sich mit dem amerikanischen Politiker Howard Dean. Dean ist einer der Bewerber für den Posten des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, also des Herausforderers Nr.1 von Präsident Bush im nächsten Jahr. Da es dem amerikanischen System eigen ist, dass in den herausfordernden Parteien erst einmal eine Wahl vor der Wahl statt findet, muß schon ein Kandidat Wahlkampf bestreiten um überhaupt in der eigenen Partei bekannt zu werden. Deans Internet-Kampagnenleiter Mathew Gross etablierte zu diesem Zweck ein Weblog namens "Blog for America", dass sich durch den typischen Weblog-Stil wohltuend von den (auch von deutschen Politikern) bekannten Politiker-Verlautbarungs-Websites abhebt. Seine politische Positionierung als "linker Anti-Bush" ("links" für amerikanische Verhältnisse, natürlich) tut ein übriges dazu ihn für den liberalen Teil des amerikanischen Spektrums, der im Internet zahlenmäßig stärker und lautstarker wirkt als er es tatsächlich ist, interessant zu machen. Diese Kampagne wirkt, laut FR gibt es schon über 60 "inoffizielle" Weblogs zu Deans Unterstützung, und Dean gewann eine "Internet-Vorwahl" mit 44% und 20 Prozentpunkten Vorsprung auf den nächsten Verfolger.

Das alleine bringt es natürlich nicht, das weiß auch Mathew Gros (Zitat lt. FR): »Vieles, was wir jetzt ausprobieren, wird in der Zukunft zum Standard-Repertoire einer Wahlkampf-Kampagne gehören.« Aber: »Wahlen werden nicht im Internet entschieden, sondern in der Wahlkabine.«

Weblogtalk

pMachine 2.3 und Trackback

So, nun läuft das Netzbuch unter der pMachine 2.3. Bis auf die selbstgestrickte Kommentarübersicht in der rechten Spalte läuft alles, und der deutsche Datums-Header muß wieder manuell eingebaut werden.
Mit der neuen Version hat nun auch das "Trackback" Einzug gehalten in die pMachine-Welt, Couchblog-Nico hat zum Thema "Trackback" mal einen hervorragenden Artikel im Bloghaus geschrieben, zur "Belohnung" habe ich Nico nun auserkoren um das Trackback mal zu testen. ;-)
Die "Mark Pilgrim vs. Dave Winer RSS-Fehde" ist doch ein hervorragendes Testobjekt, ich glaube die beiden Jungs haben definitiv zu viel Zeit und sind mit ihrer "richtigen" Arbeit irgendwie nicht ausgelastet ...

Geht aber nicht. :-/

Weblogtalk

Quo vadis Weblog?

Ein interessantes Phänomen: Ökonomisch-theoretisch verbildete Zeitgenossen schnappen sich ein Objekt welches sich nicht wehren kann, z.B. die "Weblog-Szene", graben in ihrem Fundus zitierfähiger Koryphäen, bohren ein wenig dünne Bretter und, damit das nicht auffällt, reichern die dünne Theorie-Sauce mit ein paar Zitaten und Referenzen aus jenem erwähnten Fundus an. Fertig ist das mit der Abgeklärtheit des ökonomischen Betrachters distanziert fabulierende visionäre Traktat, z.B. bei Malmoe: »Quo vadis Weblog?« (via ITW).

Und um das angemessen zu würdigen greife ich meinerseits in den Fundus zitierfähiger Koryphäen, nämlich zu den weisen Worten der Kollegen von ITW: »O Gott, stopf ihnen endlich das Maul!«

Weblogtalk

Die vier W`s des Weblogging ...

... sind, nach Ansicht von Sam Ruby und dive into mark:

  • Wo: Permalinks sind essenziell. Sie ermöglichen das Verlinken eines konkreten Beitrags.
  • Wann: Jeder Beitrag braucht ein Datum, damit man sehen kann ob das Thema vielleicht schon vom Lauf der Zeit weggespült wurde.
  • Wer: Man sollte ohne langes Suchen herausfinden können wer die Seite voll schreibt. Dem kann ich nur zustimmen, ich bin immer neugierig und möchte wissen wer da die Seite voll schreibt.
  • Was: Das ist ein wenig banal, jeder Beitrag soll einen MIME-Typ haben. Das liegt wohl daran dass die beiden Herrschaften aus der technischen Ecke kommen, denn das ist selbstverständlich, wenn Du das lesen kannst kannst Du das lesen. Wenn ich ein MP3 voll singe, das hier rein stelle und Du kannst es hören dann kannst Du es hören. Das vierte W musste wohl nur sein weil drei Ws zu wenig sind ...

Weblogtalk

Blog-Perlen

»Überall - einzelne Quellen lohnt es sich schon garnicht mehr nachzuhalten - kann man nur lesen wie toll Weblogs sind, daß die Welt drauf gewartet hat von unzähligen `Bloggern` erhellt zu werden, sich Menschen über Kunstworte den Kopf zerbrechen. Ja, haben Weblogs das Inet jetzt `revolutioniert`? [...] Was macht es denn jetzt so besonders, daß man sich hinsetzt, seinen Webserver mit irgend `ner Software ausstattet und dort Texte veröffentlicht anstelle seinen Newsreader aufzureißen um einen Artikel in eine passende NG zu posten. Sind Weblogs bessere Foren mit einem Vorbeter?« (Markus auf kniebes.net).

»Das Schöne an so`ner Katze ist doch: Sie riecht nie nach nassem Hund« (WorldWideKlein).

»Woran liegt es, dass ich oft das Gefühl habe, meine eigenen Charakterzüge bei unsympathischen Filmfiguren wieder zu finden?«(Baumis Betrachtungen).

»Während die Bentleys erwartungsgemäß in Le Mans gewonnen haben, hat mich der Ferrari Sieg in Montreal doch etwas überrascht und auch bitter getroffen« (HaiTech-Blog). Aber Andreas! Gewöhn` Dich schon mal an den Anblick der WM-Tabelle, so bleibt das jetzt!

Weblogtalk

Neues aus der Blogosphere

"waffle: under the iron" interviewt mehr weniger interessante und bekannte Web-Promis. Dieses Mal an der Reihe: "Dive into Mark" Pilgrim (via Blogroots).

Oliver Wrede: "BlogTalk - eine Nachlese" (via Bloghaus). Das ist ein klassischer Notizlink, möchte ich lesen habe ich aber gerade keine Lust zu ...

Und dann hat die bewährte CSS-Technik nun auch ein Weblog auf Basis der pMachine, die CSS-Technik-News. Sie haben die pMachine nach eigenen Angaben kräftig modifiziert. Das werden sie bald wiederholen können, denn zuverlässigen Informationen zufolge wird es demnächst eine neue Version der pMachine geben mit einigen oft gewünschten Features, z.B. Trackback. Darum wird es bis dahin keine neuen Basteleien in der pMachine-Corner geben, denn nichts ist ärgerlicher als etwas selbst einzubauen was dann mit dem nächsten Update sowieso kommt ... ;-)

Weblogtalk

Webstandards: ALA interviewt Anil Dash

"A List Apart" hat ein Interview mit Anil Dash von Six Apart im Angebot. Anil arbeitet bekanntlich mit dem MovableType-Paar Mena und Ben Trott an TypePad, einem MT-basierenden Weblog-Hosting-Service. Interessant für ALA ist dass TypePad-Weblogs sich an die modernen Web-Standards XHTML und CSS halten werden. Das ist für niemanden geringeren als ALA-Chef und "Web-Design-Idol" Jeffrey Zeldman ein Grund höchstpersönlich das Interview mit Anil Dash zu führen.

Ein Zitat von Anil aus dem ALA-Interview:
» [...] we have two big goals for TypePad`s output. We want to enable even the least technologically-savvy user to participate in the benefits of advanced technology. Someday soon (Yea, verily, I believe!) there will be benefits to generating semantically-valid markup that validates as XHTML. And those are benefits that shouldn`t be conferred only on the technically elite. Indeed, they`ll be less interesting benefits if those are the only users who see them. But we`re also interested in quality. We say often that we don`t just want a lot of weblogs to use Typepad, we want them to be quality weblogs. And page quality is a reflection of the site itself, we believe.«

Wo er Recht hat hat er Recht! Wenn TypePad das hinbekommt sieht so mancher andere Dienst ziemlich "alt" aus wenn man in den Source-Code schaut und sich in gräßlichen "table"-Wüsten wieder findet. Schlampiger HTML-Code ist das digitale Gegenstück zum verfleckten Schulheft, der Inhalt kann prima sein, aber es macht einen schlechten Eindruck wenn der geniale Text von Tinten- und Kaffeeflecken umrahmt ist.

Und, moderne Standards sind kein Selbstzweck! Da M$ offensichtlich plant dem Internet Explorer mit einer Bindung an zukünftige Windows-Betriebssysteme den Todesstoß als "Stand-alone-Browser" zu versetzen, stehen wir vor einem Ende der Browser-Monokultur und vor einem Zeitalter der "Browser-Unübersichtlichkeit." Es gibt die "Geckos" (Mozilla-Engine) in all ihren Erscheinungsformen, die Safaris, Operas, Konquerors und die langsam veraltenden MS Internet Explorer für Win und Mac. Um diesen ganzen "Zoo" bedienen zu können muß man sich zukünftig an Standards halten, Websites die nur in einem Browser aus Redmond funktionieren werden gnadenlos untergehen.

(Via Blogroots)

Weblogtalk

Der "Gonzo-Blogger" wird eingekreist ...

Dank eines Tipps von Roland (vielen Dank!) gewinnt die Gestalt des "Gonzo-Bloggers" langsam Konturen. Außer dem "Gonzo-Marketing" gibt es auch einen "Gonzo-Journalismus", der von dem Amerikaner Hunter S. Thompson erfunden wurde. Dieser erhebt das Subjektive und das Fiktive zum Konzept der Berichterstattung, getreu dem Motto "gute Fiktion kommt der Wahrheit immer näher als der reine Journalismus", das dem Schriftsteller William Faulkner zugerechnet wird. Besonders, wenn Thompson seinen Einfallsreichtum durch extensiven Gebrauch von Drogen noch ein wenig ankurbelte, entstanden äußerst "farbige" Reportagen. Thompsons erste Reportage dieser Art, von einem berühmten Pferderennen in Kentucky, veranlasste seinen Kollegen Bill Cardoso zu dem Satz "I don`t know what the f*** you`re doing, but you`ve changed everything. It`s totally gonzo", und damit war der Begriff eingeführt. Gonzo bezieht sich nicht auf das Viech aus der Muppet-Show, sondern kommt wohl von einem kanadisch-französischen Wort namens "gonzeaux" das "leuchtender Pfad" bedeuten soll (das Wort kenne ich nicht und finde es auch nicht im Wörterbuch). Oder vom spanischen "gonzagas", das bedeutet "jemanden auf den Arm nehmen." Behauptet zumindest gonzo.org. Hunter S. Thompson schrieb später ein berühmtes Buch namens "Fear and Loathing in Las Vegas", das dann vom ex-Monty Python-Mitglied Terry Gilliam mit Johnny Depp in der Hauptrolle verfilmt wurde. Habe ich leider nicht gesehen, werde ich natürlich umgehend nachholen.

Zurück zum "Gonzo-Blogger", im Lichte dieser neuen Erkenntnisse ist der Gonzo-Blogger also ein Blogger der irgendeinen Fakt zum Anlaß nimmt um darum eine subjektive, zum Teil erfundene, Geschichte zu spinnen und ins Weblog zu schreiben. Diese Geschichte hat dann mit dem ursprünglichen Fakt nicht mehr viel zu tun, so wie z.B. Rageboy exemplarisch über Sid and Nancy. Oder der Blog-Eintrag erzählt letztendlich mehr über den Schreibenden als über das Objekt des Eintrags, das wiederum würde mehr in Richtung Gonzo-Marketing gehen.

Das befriedigt mich noch nicht, diesen Dingen muß noch ein wenig mehr auf den Grund gegangen werden!

Weblogtalk

Blog-Perlen

»Jason Shellen meldet sich in einer Diskussion aus dem Publikum: "Hi, I`m Jason Shellen!" AUs dem Publikum und vom Podium (!) hört man Frauenstimmen: "Uh!" :-)« (Martin live bloggend von der WBS).

»Warum [..] tun alle so, als müsse man sich rechtfertigen (oder es geheimhalten), wenn man an einem sonnigwarmen Sonntag vor dem PC sitzt? Es ist zu warm, um sich per Auto fortzubewegen. Freibäder und Seen sind zugeseucht. Alle freizeittauglichen Orte sind überflutet mit plärrenden, quengeligen und nervigen Kindern samt Eltern und Sonntags-Grillern und Sonntags-Spaziergängern, alle Restaurants mit Biergarten sind übervoll und auf Balkonen hat man Dutzende von anderen Leuten neben sich, die entweder Lärm machen oder sich im eigenen Sud drehen« (Melody sehr treffend über heiße Sommer-Wochenend-Tage).

»Je mehr Druck das Verstehen ausübt, desto entgleitet das Bloggen -wie ein Stück Seife unter Wasser- dem zupackenden Verstand« (McFrisbee in einem Kommentar bei ITW).

Weblogtalk

Auf der Suche nach dem "Gonzo-Blogger"

Es ist gar nicht so einfach dem (zumindest für mich) kurz vor der "BlogTalk"-Konferenz aufgetauchten Begriff "Gonzo-Blogging" (ich habe natürlich die Links zu den entsprechenden Diskussionen nicht mehr, die sind irgendwie "wech") auf den Grund zu gehen. Es gibt zwar einige Blogger wie Rageboy die sich selbst als "Gonzo-Blogger" bezeichnen, aber definiert wurde der Begriff meines Wissens nirgends.
Ich schätze einmal er stammt ab von dem im Windschatten der Macher des "Cluetrain Manifest" aufgetauchten Begriff des "Gonzo-Marketing." Das besagt, kurz zusammengefasst, dass es erfolgsversprechender ist für ein Individuum oder eine Organisation mit der rauhen Stimme des "echten Menschen" nach außen zu kommunizieren als mit den geschliffenen realitätsfremden Floskel-Konstrukten der berufsmäßigen Marketing- und PR-Menschen. Letztere bauen eine Barriere auf dem Weg der Botschaft von Mensch zu Mensch (was ja letztendlich jeder Kommunikationsversuch ist, oder besser, sein sollte) auf, während die ungeschliffene "echte" Stimme direkt "durchkommt". Das bringt mich aber nicht wirklich weiter. Wenn der "Gonzo-Blogger" also einer ist der "Gonzo-Marketing" für sich selbst über sein Weblog betreibt in dem er oder sie mit den "echten" ungekünstelten Worten aus dem Innern seiner oder ihrer Persönlichkeit daherplaudert, dann ist ja im Prinzip jeder Weblogger ein "Gonzo-Blogger." Da muß also noch mehr hinter stecken. Und warum ausgerechnet "Gonzo", eine Figur aus der Muppet-Show?

[Nachtrag: Hallo Bloghaus-BesucherInnen, die Suche nach dem Gonzo-Blogger geht hier weiter.]

Weblogtalk

Google und Weblogs

Moe auf plasticthinking.org über einen weiteren Artikel des notorischen Webloghassers Andrew Orlowski auf dem von mir hochgeschätzten Register:

»Google ist weder eine Institution noch eine moralische Instanz, sondern eine kommerziell operierende Firma. Man sollte vielleicht nicht vergessen, dass, wenn überhaupt, sich ihre Suchmaschine an das real existierende Netz anpassen muss - sicher nicht müssen die Netzinhalte dieser Suchmaschine gerecht werden.
Und ich werde her schlichtweg das Gefühl nicht los, dass es bei dieser ganzen Diskussion nicht um Information, sondern um Macht und Kapital geht. Durch Google Geschäfte zu machen ist ohne Weblogs vielleicht einfacher. Vielleicht ist es auch einfacher, Meinungen zu kontrollieren. Mehr aber auch nicht. Nur wäre es ein tragisch, wegen irgendwelchen Netzkapitalisten die freie Meinung, das lebendige, dynamische, menschliche im Netz auszublenden. Auf dass man in Ruhe wieder Geschäfte machen kann, ohne böse Blogger die dazwischenreden.«

Genau so ist es! Es ist ein großes Mißverständnis zu glauben, dass es ein Anrecht für Unternehmen gibt bei einem Stichwort als erstes in Google zu erscheinen. Man muß Google die Stärke wünschen sich gegen jegliche Begehrlichkeiten dieser Art zu wehren.

In Wirklichkeit ist es doch nur Neid: Weblogs bringen es fertig, ohne es gezielt anzustreben, im Suchindex an Positionen aufzutauchen, wofür, um diese zu erreichen, manches Unternehmen ohne Erfolg teure "Schamanen des Internets", die sogenannten "Suchmaschinen-Optimierer", verpflichtet.

Weblogtalk

iX über Bloggen

Ich weiß nicht ob das irgendwer schon verkündet hat, aber in der in der aktuellen ix (6/2003) gibt es einen Artikel über das Webloggen mit dem Titel "We Blog".

Zitat: »Wohin geht die Reise? Weblogs und das Bloggen als Hobby sind aktuell voll im Trend. Wird bald die große Hypewelle über den Blogs zusammenbrechen, genau wie bereits bei der Homepage für jedermann zum günstigen Preis von nur 99 Cent pro Monat oder den individuellen 0700-IRGENDWAS-Telefonnummern, die die totale Unabhängigkeit von Mobiltelefon, Bürorufnummer oder Privatapperat versprechen? Die ersten Schritte zur Kommerzialisierung sind klar erkennbar. Beispielsweise bietet blogger.com kostenpflichtige Premium-Leistungen an, und das Weblog-Portal 20six erlaubt jetzt das Bloggen via GPRS und MMS. Gibt es aber einen Unterschied zur 08/15-grüngelb-auf-cyanem-Hintergrund-Homepage? Vielleicht: Blogger müssen nichts von Webdesign verstehen und wollen eine konkrete Message vermitteln. Und sei es nur die, dass es sie gibt - aber ist das wirklich ein Unterschied?«

Weblogtalk

Blog-Perlen

»My blog is extremely tedious, and I`m buggering off for a few days to think of something interesting« (Blogtastic).

»The nutty blog hype, such as it is, has been inflated by a handful of weblog tools vendors and exhibitionists who desperately see this as their big moment. By promoting the humble blog as a social tool that heralds an "Emergent Democracy", or a fabulous network that can overthrow Big Brother, they`re crowning themselves with the mantle of populist heroes« (The Register).

»1. Virtual sociality is real and important. 2. Bodies are real and important. I`m having trouble bringing the two ideas together, but I am unwilling to give up either« (Joho The Blog).

Weblogtalk

Wertschöpfung und künstliche Identitäten

[eRallilu, der kleine Netzbuch-Narr]
eRallilu, der kleine Netzbuch-Narr

»Mein Kollege, das kleine eDings, hat wieder zugeschlagen, sucht noch stets die Wertschöpfungskette und tritt wieder einmal ein bißchen aus. Penetrant, dieses freche kleine eDings. Da es ja Stil hat hinter einer "originellen und witzigen" Kunstfigur versteckt auszutreten hat mein Chef, der ralle, mich mal losgelassen damit ich mich mal darum kümmere.
Hoho, wenn es endlich im Spiegel steht dann entdeckt auch das kleine eDings eine für uns ja alte Kamelle. Denn wenn schon wirtschaftlich unzureichende Zweitverwertung, dann wenigstens die Originalquelle, hoho!
Diesen ganzen Bloggertypen fehlt ja der rechte Durchblick was Bloggen und Professionalität angeht, und sie sind ja nur Zweitverwerter, das wird nix mit der Knete. Fragt lieber das kleine eDings und seinen Meister nach wahrhafter Professionalität, die verraten Euch Unwürdigen dann dass auch Leute die sich auskennen, eBusiness-Strategen die man mieten kann, ruhig in ihrem HTML-Code auf eine valide Doctype-Deklaration verzichten können, hihi ... Solange der nicht zweitverwertete Originalcontent fleißig aus dem Füllhorn der eMarketing-Phrasen quillt rolllllllt der Rubel, wen interessieren da Doctypes?

Herzlichst
Euer eRallilu«

[Jede Ähnlichkeit mit existierenden e-professionellen Kunstidentitäten ist rein zufällig beabsichtigt...]

[Via Schockwellenreiter]

Weblogtalk

Blogosphere-News

Dave Winer doziert: »What makes a weblog a weblog?« (via Couchblog)

Der britische Guardian hat den legendären Baghdad-Blogger Salam Pax ausfindig gemacht: "Salam`s Story." Er heißt tatsächlich Salam, ist 29 Jahre alt, Architekt und lebt mit seiner Familie in Baghdad. Unbedingt lesen, das ist ein Befehl! (Via Blogroots)

Und noch dies: Eine neue Version von Moveable Type, ein Moveable Blog über genau dieses System und andere "Geekery" und ein englischsprachiges Tutorial namens "Creating a blog with Moveable Type" (via Schockwellenreiter).

Weblogtalk

BlogTalk

Über die BlogTalk-Konferenz berichtet heute Telepolis. "Von den Referenten der Wiener Veranstaltung liegen ansonsten leider keine abrufbaren Texte vor", heisst es darin, stimmt aber nicht so ganz, auf der Liste der "Panelists" findet man bei vielen Damen und Herren Links zu ihren "Papern."

Weblogtalk

Blogtalk

Ich muß ehrlich zugeben, wenn ich die Berichte bei Martin und Jörg und die Fotos bei Heiko so anschaue ärgere ich mich dass ich nicht zur BlogTalk gefahren bin, was ich ja eigentlich vor hatte aber wg. meiner beruflichen Beinahe-Katastrophe bleiben gelassen habe.

So kann man nur als staunender Beobachter konstatieren dass es in Polen 100.000 Blogger gibt und 62% davon Frauen sind, berichtet der Schockwellenreiter.

Weblogtalk

"I love to be the center of attention"

Ein Artikel in der New York Times (erfordert kostenlose Registrierung, lohnt sich aber IMHO bei der NYT) beleuchtet die Dinge die passieren können wenn man anfängt in seinem Weblog oder Tagebuch über Personen aus seinem sozialen Umfeld zu bloggen. Z.B. von einem Typen der nach gemeinsamen Sport mit einem Weblogger über sich lesen musste: Er "was fat and runs like a girl". Oder von einer Dame die ihre Beziehungsgeschichten online ausbreitet.

Bevor ich so etwas thematisiere bin ich lieber langweilig und habe ein paar Besucher weniger. Der Tag an dem mir jemand offline sagt "das schreibst Du aber nicht auf Deiner Website" wäre einer der mich sehr nachdenklich stimmen müsste.

(via Blogroots)

Weblogtalk

blogosphere.us

Gerade in den "Referern" entdeckt: blogosphere.us "spidert" Weblogs nach Links und versucht aus den gewonnenen Daten "Trends" in der Blogosphere herauszulesen. Also ganz ähnlich wie die Daypop Top 40. Das Problem mit diesen Diensten ist dass sie aus naheligenden Gründen sehr "englisch" oder, besser gesagt, "amerikanisch" sind. Interessant wäre eine solche Auswertung für den deutschsprachigen Teil der Blogosphere.

Ein interessantes Programmierprojekt wäre das, oder? Man müsste ja "nur" bspw. die Liste des Weblogcheckup nehmen, die Seiten einlesen, Links rausholen und ein "bißchen" statistisch verarbeiten, fertig wäre das deutsche Daypop. ;-)

Weblogtalk

Intensives Nachdenken ...

... über Weblogs betreibt Andrew Grumet: Deep Thinking about Weblogs.

» We seem to be at a tipping point with weblogs. As more and more webloggers come on line, we expect the use models and technologies to evolve in ways that we can only guess at (which we will do shortly). Leaps of the same magnitude that took us from a particle physics laboratory homepage to online communities, megamarts and research tools. [...] Weblog technology, especially the RSS format, embodies this same principle in the domain of online speech and dialog. You do not have to purchase a Microsoft Word license in order to speak. You do not have to specify what your speech should look like in a web browser in order to speak. The only requirement is that your speech be made available in an open format« (ebd.).

Sehr "deep" finde ich sein "Thinking" nicht unbedingt, aber der Text wird seine Runde machen, wetten? ;-)

(Via Blogroots)

Weblogtalk

pMachine-Corner: "Google-Besucher-Begrüßer"

Zum Geburtstag des Netzbuch schenke ich Euch ein Stück php-Code: Den "Google-Besucher-Begrüßer". ;-)

Problem: Es liegt in der Natur eines Weblogs dass Inhalte nach ein paar Tagen von der Startseite "weggescrollt" sind, in Google sind die Stichworte aber noch verzeichnet. Der arme Besucher, unfähig selbst auf den Link "Suchen" zu klicken, zieht traurig und uninformiert von dannen.

Lösung: Service-orientiert wie wir Weblogger nun einmal sind werten wir den Google-Referrer aus, begrüßen den Ankömmling und bieten gleich eine Suchmöglichkeit an. Das klingt komplizierter als es ist, einfach mal diese Google-Suche aufrufen und dann auf den ersten Link zum Netzbuch klicken, dann wird klar worum es geht.

Details und Code gibt es im Werkbuch.

Weblogtalk

Weblogs und Kommerz: Sie kommen!

Die Geschichte des WWW wiederholt sich beim Thema "Weblog" im kleineren Maßstab: Zuerst sind die Freaks da und "machen" einfach, weitestgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit. Dann wird das Thema in den USA "öffentlich", "schwappt" nach Deutschland, und diejenigen die bisher mit "der Szene" überhaupt nichts zu tun hatten drängeln sich in den Vordergrund und versuchen damit Geld zu machen. Beispiele: Natürlich 20six, die es mit einer geschickten Pressepolitik geschafft haben in fast jedem Artikel über Weblogs erwähnt zu werden, und eine Dame namens Claudia Muselkamp, sie bloggt selbst seit etwas mehr als einen Monat bei 20six, kennt aber die Materie schon so gut dass sie auf ihrer Firmenseite professionelle Beratung für den kommerziellen Einsatz von Weblogs anbietet. Das ging aber schnell. ;-)

Wenn die Analogie zum WWW konsequent weiter geht dann kommt nun der große Boom und kurz darauf der große Crash. Ich bin gespannt wer sich noch alles mit der Hoffnung auf den schnellen Euro auf den "Weblog-Zug" wirft ...

Weblogtalk

Die Welt is`n Blog

Hugo hat etwas "cooles" entdeckt: The World as a blog. Wann immer jemand einen neuen Beitrag in sein Weblog schreibt und weblogs.com pingt und die Geourl-Koordinaten Metatags vorhanden sind taucht das Weblog als kleiner Punkt und mit einem Fensterchen (dass den neuen Eintrag enthält) auf der Weltkarte auf.

Netter Zeitvertreib, und nun schaue ich gespannt auf das zweite Browserfenster und klicke hurtig auf "Abschicken". ;-)

Weblogtalk

Große Dinge passieren in der Blogosphere ...

..., schreibt Ben Hammerslay in einem weiteren Artikel im Guardian zum Thema TypePad:

»By creating content management systems with professional features, for around one thousandth of the price of the systems the large sites of the dotcom era were forced to use, the weblogging industry is rapidly creating new possibilities for people to make a living writing for the web. [...] So what next for weblogging? Here in Silicon Valley, there are rumours that a big announcement from Blogger may come in the next few days, but no announcements seem forthcoming from any other weblog tool companies. This will change rapidly. Due to the nature of the hyperconnected weblog world, the news of TypePad will travel quickly. [...] For a part of the internet that has so much quiet influence, TypePad and its features may just be the start of something really big.«

Weblogtalk

Damit ...

... hat der Herr Kniebes zweifellos Recht: » Mit dem Webog-Dingelchen hier ist`s wie mit den Frauen, haste die eine wilze die andere. «

Es gibt einfach zu viele interessante Systeme, manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken die pMachine über Board zu werfen und mal mit etwas ganz anderem zu bloggen. pMachine ist so groß und so perfekt, passt überhaupt nicht zu mir. Monströses Textdatei-Handling mit PHP oder Python auf der Shell würde besser passen. ;-)

Weblogtalk

Protest gegen War-Blogging

Seltsames tut sich bei Blogger-Kollege Philo:

»Aus Protest gegen das zunehmend abstoßende Warblogging bleibt "Philos Arbeitsbuch" bis zum Freitag 18:00 Uhr MESZ stumm. Stumm bedeutet jedoch nicht sprachlos. Stop War-Blogging!«

Auslöser war ein Artikel über Warblogs auf intern.de, der wiederum auf einen Artikel des Guardian bezug nahm. Der Artikel beschäftigt sich mit der Reaktion der amerikanischen Rechtsausleger-Warblogs auf den Tod der amerikanischen Friedensaktivistin Rachel Corrie letzten Monat in Palestina unter einem Bulldozer der israelischen Armee. In den rechten Warblogs wurde sie aufs übelste beschimpft, das wiederholen wir hier jetzt nicht. Das ist eine unschöne Entwicklung, aber ohne "Publikum" keine rechten "Star-Weblogger", somit sind Warblogs nur ein Spiegel der Menschen und der Gesellschaft in der sie leben. Websites schweben ja nicht im luftleeren Raum.
Und wenn man auf der einen Seite für "freie Rede im Netz" einsteht muß man wohl oder übel auch "freie Rede" in Kauf nehmen die einem nicht sonderlich gefällt.

Und was soll nun passieren, sprich was heisst "Stop War-Blogging"? Rechte Blogs müssen dicht machen wenn sie einen von einer Komission festgelegten "Political Correctness"-Wert unterschreiten?

Mir scheint der "symbolische Aktionismus" wird in diesen Zeiten zur bevorzugten Form der politischen Meinungsäußerung ...

Weblogtalk

BlogShares

Manchmal sollte man sich nicht gleich von alten "antikapitalistischen Reflexen" überwältigen lassen, ich muß zugeben dass, nach einer näheren Betrachtung, BlogShares durchaus seinen Reiz für ein Spielkind wie mich hat.
Zumindest hat sich Seyed Ravazi eine Menge Arbeit bei der Umsetzung dieser Spielidee gemacht und beim "rumklicken" entdeckt man viele Details, und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Kurz und gut, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, das Netzbuch ist nun "das Netzbuch AG" und kann gehandelt werden. Hartz wäre stolz auf mich. ;-)
Und natürlich habe ich auch schon ein bißchen was gekauft, aber da muß man vorsichtig sein, wenn man pleite ist ist man pleite und muß sich wohl oder übel unter neuer Identität neu anmelden. Wie im richtigen Leben also.

Weblogtalk

Und mal wieder: Artikel über Weblogs ...

... von der dpa, der wird nun durch alle On- und Offline-Gazetten geistern, aufgetaucht ist er erstmals bei der Welt (dreist aus dem Ticker-Mini-Fenster-Frame-ohne-Bedienelemente-und-alles verlinkt!): »Moderne Tagebücher fristen ihr Dasein nicht länger unter dem Kopfkissen. Sie werden ins Internet gestellt, wo sie für alle Welt lesbar sind. Deshalb heißen sie auch nicht Tagebücher, sondern Weblogs.«

Zum 37.000. Mal: Ein Weblog ist kein Tagebuch. Das Netzbuch sowieso nicht. Punkt. Oder steht hier irgendwo dass ich gestern zur Harald-Schmidt-Show eine Flasche Bier geleert habe, meine Freundin mich erst im Keller angekettet und dann geschlagen hat und dass ich weinen musste als ich hörte dass Stefan Effenberg den VfL Wolfsburg verlässt? Eben!

Weblogtalk

Warblogs mal wieder

In der Netzeitung zu lesen: Ein Interview mit Michele Catalano, eine der InitiatorInnen von The Command Post: »Weblogs bieten ehrlichere Berichterstattung über den Krieg.« Und auf deutsch gibt es die "ehrlichere Berichterstattung" natürlich auf dem Rollberg. Zurück zur Werbung!

[Update] Und hier habe ich noch eine ganz andere Stimme zu "Warblogs" entdeckt, ein
Artikel auf hor.de mit dem schlichten Titel "Warblogging": »Noch netziger: die Warblog-Community, die Gemeinschaft der Linker und Meiner: der Feldherrenhügel im Web. Die selbstgeschmiedete Superwaffe des Surfers gegen die Langeweile. Das haben auch die Spielemacher begriffen. Gespannt beäugen sie die wahren Interessen der meinenden Konsumenten. Neue Dimensionen des Kriegsspiels werden erschlossen. Daneben äugen bestimmt die Geheimdienste, die so auch mal einen Link finden. Vor allem aber die Warblogger selbst, die sind jetzt wer. Mögen sie sich nicht selbst ausbremsen, nicht zu oft das Selbstgetippte wieder und wieder lesen - sondern noch viele informative, lustige, schockierende Links finden und dazu meinen und wiren« (via digital diary).

Weblogtalk

Blogheads

Eine (wie üblich) bitterböse Kolumne der Reihe "Müllers Böse Bytes" auf multimedia.de beschäftigt sich mit ""Blogheads - Egomanie der Blogger":

»Blogging ist heiß und cool, die eigene HomePage ist "out", das eigene Weblog ist "in". Priviligierte Luxusmenschen vertrauen nicht länger auf das billige Bündel Papier (Made in China), um ihre Gedanken, Sehnsüchte, Schweinereien, Träume und Erlebnisse ihrem treuen, schweigsamen Freund Tagebuch zu erzählen. Nein, heute muss es eine globale Infrastruktur mit Servern, Datenbank, PHP- oder Perl-Skript sein, um die eigenen Gedankenfürze der ganzen Weiten-Web-Welt aufzudrängen.«

Und mit diesen weisen Worten wünscht der "privilegierte Luxusmensch" aus dem Netzbuch allerseits ein schönes Wochenende ...

Weblogtalk

Und schon wieder ...

... ein Artikel über Weblogs, diesmal im "Standard" aus Österreich: »Internet-Tagebücher spiegeln kollektiven Denkprozess - Die Blogger drängen in den Mainstream«

Darin wird das "pMachine-Vorzeigeprojekt" AlwaysOn von seinem Erfinder Tony Perkins als "nächster Level" des Webloggens gepriesen. Und zum Google/Pyra(Blogger)-Deal: »Einige Anbieter haben eine Suchmaschine für Blogs eingerichtet, aber die Datenbank dahinter ist begrenzt. Daher erwarten Beobachter der Blogger-Szene, dass Google an einem umfassenden Blogger-Service arbeitet. Dann könnten die besten Blogs einfacher gefunden werden und sich zu einflussreichen Trendsettern entwickeln, die die öffentliche Meinung beeinflussen - eine Funktion, die bisher den Medien zukommt.«

Irgendwie ist mir da immer zu viel "Hype" drin, Webloggen/Bloggen ist doch eigentlich so eine einfache Sache: Man baut sich eine Website mit einer Blogsoftware oder, noch einfacher, meldet sich bei einem Anbieter an und schreibt einfach. Diese Dinge mit Dollars und "webloggenden Wirtschafts-Promis" sind ja schön, aber nicht notwendigerweise eine "Weiterentwicklung". Zumal die Beiträge der Promis auf AlwaysOn mehr an Kolumnen in Kauft-Dot.Com-Aktien-Magazinen aus dem Jahre 1999 als an Weblog-Beiträge erinnern ...

(via Schockwellenreiter)

Weblogtalk

Uninspirierter Artikel

Mal wieder ein Artikel über das "Bloggen", diesmal bei RP Online: Internet-Blogger halten die Meinungsfreiheit hoch.

»Seit die US-Regierung offenbar unausweichlich auf einen Irak-Krieg zusteuert, erfreuen sich Internet-Meinungsforen großer Beliebtheit. Die "Blogger" melden sich zu Wort - und schaffen alternative Informations- und Dikussionsmöglichkeiten.«

Wieso sind Blogs "Foren"? DerArtikel liest sich als wäre er ohne Verständnis irgendwo abgeschrieben ...

Weblogtalk

20six ...

... klingt vom Namen her nach Autovermietung, ist aber die "neueste" Idee der ehemaligen "Ricardo"-Gründer, ein neuer Weg in den dot-com-Tod, sozusagen: "Ricardo-Gründer launchen Weblog-Plattform" (eDings). De Fakto handelt es sich um kostenpflichtige Online-Tagebücher à la Freenet. Schon jetzt, ohne auch nur einen Cent verdient zu haben, hat sich 20six aber schon einen Literaturpreis verdient, denn "Weblog-Reporter Pia" gibt dem geneigten Leser einen "Flashback" in eine Zeit als sprachliche berufsjugendliche Infantilität im Grenzbereich zwischen "nicht mehr deutsch" und "auf jeden Fall kein Englisch" beste Voraussetzung für einen Haufen Aktien- oder VC-Knete war:

»Ab heute ist für 20six Sichtbarkeit: öffentlich angeklickt. Und irgendwie merke ich, dass mir die Warum-Lyrics noch nicht reichen. Jeder soll ein Weblog haben?
Tell! Me! Why!
O.k. Für mich ist 20six wie die drei Akkorde des Punk. Es ist 100 % anti-elitär. Zugegeben, man braucht einen Computer und einen Browser, um dabei zu sein. Aber Joe Strummer brauchte auch E-Gitarre und Verstärker. Und gerade die technische Kopplung gibt dem Ganzen die Wucht, die es braucht, um das Gerät massenhaft mit Body and Soul aufzuladen. [...]
Der Blogster-Sound findet nicht auf einem Blatt Papier im Privaten statt, er floated vom Screen auf eine Bühne, die ab sofort jedem zugänglich ist: aufs Weblog.«

Oh, aching is my Kopf, wenn mir eine solche ugly Mischung vom Screen auf die Netzhaut floated ...

Offensichtlich erreicht der Weblog-Hype nun einen Punkt wo dem freien Fall in den Kommerz keine Niveau-Grenzen mehr gesetzt sind, hoffen wir mal dass das "Webloggen" an sich auch das überlebt ...

Weblogtalk

Reuters über Weblogs

Ein Reuters-Artikel über Weblogs: Blog publishers stealing Web limelight.

»Blogs feed other blogs, cross-referencing each other via hyperlinks. An endless series of underground gopher tunnels, the typical blog has 50 to 100 links to other sites.

The phenomenon is changing the basic metaphors for how the Web works. Bloggers don`t so much surf as clip excerpts from the Internet, then share these choice tidbits with friends, colleagues, and passers-by from other blogs.
Successful blogs have certain obsessions that set them apart. In contrast to Web sites that try to be all things to all people, blogs do best when they stake out niches. "Who is saying something interesting today?" is their basic appeal. [...]
Technology can do little for people who have nothing to say.«

Nebenbei erfährt man in dem Artikel dass AOL irgendwann in 2003 seinen Mitgliedern Weblogs anbieten wird.

(via DIENSTRAUM)

Weblogtalk

Bloggende Nachbarschaft

Wo Vorteile sind können die Nachteile nicht weit sein: Nachteile von Weblogs, ein Text von Sven aka "Tzwaen" im Gupsi-Magazin. "Weblogs sind eine gläserne Visitenkarte" ist in der Tat ein Problem, dass sie schlechtes Image von Unternehmen transportieren können (wg. des Page Ranking von stark verlinkten Weblogs) weniger, wenn ein Unternehmen in der Weblog-Runde "im Gespräch" ist, sei es positiv oder negativ, hat das auch meist seinen guten Grund.

Weblogtalk

Warum Google Blogger kaufte ...

... weiß immer noch niemand so genau, Wired beteiligt sich mit einem Artikel namens "Why Did Google Want Blogger?" am munteren Spekulieren z.B. über Page Ranking basierend auf RSS-Feeds der blogger-Weblogs. Die bekäme man aber auch so, kein Grund zum kaufen also.

Vielleicht liegen ja alle daneben die den großen "Masterplan" bei diesem Deal suchen, und es war lediglich eine von Finanzmenschen betriebene Geldanlage von Google? Niemand weiß es, so lange Google und Pyra nichts offiziell verlautbaren ...

[Nachtrag]: Auch Martin spekuliert fleißig über diesen Deal und verwirft nebenbei meine (und viele andere) Hypothesen, wahrscheinlich hat er sogar Recht damit.

[Noch`n Nachtrag]: Die Netzeitung mischt auch mit, die Hypothese man müsse Blogger kaufen um Weblogs und ihre Auswirkungen auf das Google-Page-Ranking zu verstehen erscheint mir aber etwas arg an den Haaren herbei gezogen ...

Weblogtalk

Professional Blogging in Hollywood

Vielleicht lag ich mit meinen früheren Einschätzungen hier in der Rubrik WeblogTalk ja völlig daneben und "professionelles Webloggen" funktioniert doch?

Von einem gelungenen Beispiel berichtet Blogroots:

In der "Traumfabrik Hollywood" wird gerade der Film "I Love Your Work" gedreht, u.a. mit Christina Ricci und Franka Potente. Die Produktionsfirma Cyan Productions betreibt sowieso schon ihre Website mit einem MoveableType-Weblog und kam nun auf die Idee ein Weblog als Medium zur Promotion des neuen Films zu benutzen, und das schon während der Dreharbeiten: Das I Love Your Work-Weblog. Anekdoten und Geschehnisse jedes Drehtags werden dort geschildert. Und da so ein Weblog ja auch von jemandem geschrieben werden muß kam die Webloggerin Helen Jane zu einem Job als "Profi-Bloggerin".
Warum Helen Jane? Weil sie den Chef von Cyan Productions, Josh Newman, bei einem Online-Spiel namens BlindDateBlog kennen gelernt hatte. Tja, so etwas gibt es wohl nur in Hollywood. ;-)

Die ganze Hintergrundstory gibt es bei shift.com, und wer z.B. nachlesen möchte dass Franka Potente vor ihren Nacktszenen keine Donuts isst kann mal in Helen Janes I Love Your Work-Blog reinschauen ...

Weblogtalk

Blogosphere

Ein amüsanter Text: Why I Fucking Hate Weblogs!: »Most weblog authors either think they have something important to say (self-centered and egotistical authors), or believe that they have an audience that cares what they think (delusional and irrational authors.) What can be plainly seen is that most weblog authors need something to push them back into the real world from the self-centered and delusional world they have created for themselves.« Yo! Und unter jedem Weblog-Beitrag soll fortan stehen:

Statement of Audience
---------------------
I realize that nothing I say matters to anyone else on the entire planet.
My opinions are useless and unfocused. I am an expert in nothing. I know
nothing. I am confused about almost everything. I cannot, as an
individual, ever possibly know everything, or even enough to make editorial
commentary on the vast vast majority of things that exist in my world. This
is a stupid document; it is meaningless drivel that I do not expect
any of the several billion people on my planet to actually read. People who
do read my rambling, incoherent dumbfuckery are probably just as confused as
I am, if not moreso, as they are looking to my sorry ass for an opinion when
they should be outside playing Frisbee with their dog or screwing their life
partner or getting a dog or getting a life partner. Anyone who actually
takes the time to read my bullshit probably deserves to ingest my fucked up
and obviously mistaken opinions on whatever it is that I have written about.

Signed: --------------


(Gefunden in Moe`s Blog)

Weblogtalk

Blogosphere Roundup

Schade: Tzwaen hört auf, ich habe seine Analysen der Weblog-Welt, mal zustimmend, mal widersprechend, immer interessiert gelesen.

Neuer Lesestoff: Treklog, alles rund um die diversen Star Trek-Serien, "from the maker of generation neXt und Bloghaus." Kommt in die Liste wenn es irgendwann mal bei blo.gs auftaucht. Übrigens das erste mir bekannte Weblog das ScratchLog einsetzt.

Derbe: Henso über die "Antville-Community": »Was mir bei der Antville-School of Weblogging immer wieder sauer aufstösst, ist dass die Grenzen der "Community" (wenn man das Wort schon verwenden muss) als mit denen des Servers zusammenfallend verstanden werden. Das ist nicht Webloggen, das ist ein Kleingärtnerverein. Und ein Grund, warum ich selbst nicht auf Antville blogge.« Eine gewisse Selbstreferenz entwickelt sich aber immer in "Internet-Communities", das war damals in "meinen" CompuServe-Foren nicht anders (via Monoklon).

Gefunden bei Blogroots: »CNet writes about how some software developers are using blogs to reach their users early in the development phase to get feedback and improve their products.«

Und noch etwas für die Software-Spielkinder unter uns: Bei OpenSource CMS kann man allerlei gängige Mini-CMS, Weblog- und Portaltools "probefahren" ohne die Mühsal einer eigenen Installation (via Blogroots).

Weblogtalk

Geplaudert. Aber nichts verstanden.

Gerade im Zug auf "toten Bäumen" gelesen und schon ist es hier:

Michael Ridder hat sich mal ein bißchen auf Antville umgesehen und darüber in der FR geschrieben:

»Wäre Kafka heute Weblogger? "Im Kino gewesen. Geweint." Lakonisch ins Netz gestellt, unter eine Kopfzeile, die nüchtern den Verfasser und das Datum des Eintrags protokolliert? Dem scheuen Dichter aus Prag hätte der Gedanke wohl nicht behagt, vor aller Welt sein Innerstes nach außen zu kehren. Aber in Zeiten, da das Tagebuch nicht mehr Gralshüter der Intimität, sondern - unter dem schicken Namen Weblog - Zeugnis einer exhibitionistischen Gesellschaft ist, muss man die neuen Kafkas fraglos im Internet suchen.«

Klarer Fall, wieder jemand der den Unterschied zwischen Tagebuch und Weblog nicht verstanden hat. Dazu passt auch (Zitat): »die Menschen der Postmoderne bewältigen mit Weblogs offensiv den zwangsläufigen Schwund ihrer Privatsphäre.«

Weblogtalk

c`t über Weblogs

Heute abend im Zug gelesen:

In der aktuellen c`t 3/03 ist ein (leider nicht online verfügbarer) Artikel über Weblogsoftware und Weblogs zu finden. Neben Blogger, BlogStudio und Freenet(!) werden MovableType, Radio Userland und, als Beispiel für ein PHP/MySQL-basierendes System, ein mir bisher unbekanntes Tool mit mäßigem Funktionsumfang namens Scratchlog vorgestellt. Das ist ein wenig unverständlich, denn mit pMachine, Sunlog, b2 oder Nucleus gibt es in dieser Kategorie wahrhaftig andere Kaliber.

Noch ein Zitat aus dem Artikel: »Man muß nicht mit einem überdimensionierten Sendungsbewusstsein ausgestattet sein, um der Faszination des Bloggens zu erliegen. Es macht einfach Spaß, seine Ideen, Erlebnisse und Web-Fundstücke mit anderen zu teilen«(S. 166). Eben!

Weblogtalk

Neues aus der Blogosphere

Ein Artikel im Online Journalism Review: "Everyman gets a weblog."

Zum Thema "AOL führt Weblogs ein" meint Autor Mark Glaser:
»The news is good and welcome, and will likely create a wasteland of self-absorbed babble, providing the perfect foil for us professional writer types.«

(Microcontent News)

Am 23. und 24. Mai in Wien: "BlogTalk - A European Weblog Conference: Web-based publishing, communication and collaboration tools for professional and private use." Das erste europäische "Weblog-Event" wird das sein, verspricht interessant zu werden.

Weblogtalk

To link or not to link

Durch die deutschen Weblogs brandet eine Diskussion über das Setzen von Links auf andere Seiten. Durch die Marketing-Erfindung des Begriffs "Deep Link" haftet jedem Link auf einen konkreten Inhalt der Touch des Unanständigen an, weil man ja dem Sitebetreiber diejenigen vorenthält die vielleicht auf der Titelseite auf das grandiose Banner des Online-Casino geklickt hätten ...

Die Diskussion tobt zur Zeit auf den folgenden Seiten (als Notiz für mich selbst, denn das ist ein interessantes Thema):
Angefangen hat alles mit einem Artikel von Markus auf eDings, Martin hat es aufgegriffen, Siegfried ebenso, blawg dto., und noch einmal Markus.

Meine Ansicht dazu: Öffentlich ist öffentlich, wer ein Dokument öffentlich zugänglich ins Netz stellt darf sich nicht beschweren wenn jemand einen Link darauf setzt. Auf die Idee kommen zu verlangen man dürfe nur einen Link auf die "Startseite" setzen und der Interessent soll sich dann selbst durchklicken damit man ja die Werbung sieht kann nur einem Marketing-Menschen aus der Offline-Welt einfallen die in den letzten Jahren leider unseren guten alten Cyberspace penetriert haben.

Von der Theorie her ist jedes Dokument, dass durch einen eindeutigen URi identifizierbar ist, gleichberechtigt, d.h. es gibt im Grunde keinen Unterschied zwischen http://www.das-netzbuch.de und http://www.das-netzbuch.de/index.php?id=P569, es sei denn man versucht mit Metaphern aus dem Meatspace wie "Eingang" und "Ausgang" diesen Unterschied künstlich herbeizuführen, was aber ein gewisses Unverständnis des Hypertext-Prinzips dokumentiert. Dieser Punkt ist mir wichtig, ich "mache" HTML seit 1993 und sehe und sah mit Sorge wie die genialen Prinzipien des vernetzten Informationsspeicher mit dem Einzug des Kommerz in den Cyberspace Stückchen für Stückchen vor die Hunde gehen seit die "Glattgekämmten" das Internet mit ihren "Geschäftsmodellen" überfluten.

Das Links korrekt bezeichnet, Zitate mit exakter Quellenangabe versehen und Inhalte nicht einfach geklaut werden sollte selbstverständlich sein. Das hat aber nichts mit Verlinkung zu tun.

Weblogtalk

Java macht arm!

In Telepolis: Ein neuer Server für den Ameisenhaufen. Antville leidet unter seinem eigenen Erfolg, denn nichts, aber wirklich nichts, war leichter als sich dort anzumelden und in ein paar Minuten ein voll funktionsfähiges Weblog zu besitzen. Die Schattenseite: Antville ist unzuverlässig geworden, das Java-Zeugs braucht halt seine Systemressourcen. Darum muß nun ein neuer Server her und es werden edle Spender dafür gesucht. Ich hatte mir den Antville-Server (Helma, präziser gesagt) mal auf einem alten Spielrechner installiert, das arme Ding war ständig am Röcheln, das ist der Preis den man zahlt wenn man Java als Plattform verwendet. Nun denn, spendet also! ;-)

Weblogtalk

WinterSwap

[WinterSwap-Cover]


Nun ist es soweit, die geheimnisumwitterten WinterSwap-Playlists werden veröffentlicht. Ich hatte meine 3 CDs anonym versendet, mit einem kleinen Rätsel auf einem Zettelchen bestückt: "Dieser `Winterswap` kommt von einem Gebinde aus toten Bäumen eingebunden in ein Geflecht aus dünnen Seilen." Gebinde aus toten Bäumen (Papier) = Buch; Geflecht aus dünnen Seilen = Netz. Gar nicht so schwer, oder? Aber irgendwie wohl doch. ;-)
Und natürlich soll ein "Danke Schön" an Patrick für die Idee und die organisatorische und skripttechnische Abwicklung des WinterSwap nicht fehlen, gut gemacht, Patrick!

Hier nun die Playlist. Mein Winterswap besteht nicht aus "Kuschelrock", sondern interpretiert das Thema "Winterabend" als "dunklen kalten Winterabend", meistens ging es ruhig zu, zweimal wurde es "krachen" gelassen, und das letzte Stück, in epischen 10 Minuten, interpretiert "Winterabend" besonders eigenwillig:


  1. THE DANDY WARHOLS - Godless

  2. TIAMAT - Cold Seed

  3. THE BLACK HEART PROCESSION - Tropics Of Love

  4. VANESSA CARLTON - Paradise

  5. DIE TOTEN HOSEN - Containerlied

  6. COLDPLAY - A Rush Of Blood To The Head

  7. NICK CAVE AND THE BLACK SEEDS - Fifteen Feet Of Pure White Snow

  8. MESH - To Be Alive

  9. RAGE AND LINGUA MORTIS ORCHESTRA - Alive But Dead

  10. WOLFSHEIM - Übers Jahr

  11. MARYLIN MANSON - Suicide Is Painless

  12. BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB - Love Burns

  13. OASIS - Stop Crying Your Heart Out

  14. DEINE LAKAIEN - Return

  15. THE CALLING - Whereever You Will Go (Live)

  16. LACRIMOSA - Flamme im Wind

Weblogtalk

Kommerzialisierung der Blogosphere?

Interessante "Meta-Debatten" zum Thema "Weblog überhaupt und Business" die diese Woche an mir vorbei gegangen sind und deshalb hier als "Reminder" abgelegt werden müssen:
Bei tzwaen, eDings, Martin (frisch "re-launch-ed"!) und Thomas, der eine Idee aufwirft die ich mir im stillen Kämmerlein auch schon einmal überlegt hatte: Nämlich ein Buch über Weblogs zu schreiben.

Bekanntlich plant Thomas N. Burg ein Weblog-Event:
»Es steht meiner Ansicht nach unzweifelhaft fest, dass die Funktionalität von Weblogs eine Business-Anwendung nahelegt. Was unsere Veranstaltung zu Tage fördern soll, sind Case Studies zu Verwendungszusammenhängen. Wobei unter Business alles zu verstehen ist, was nicht mir Liebhaberei gleichzusetzen ist: also jede Art von Geschäftsprozessen, die durch den Einsatz von Blog-Technologie und Blog-Stil verbessert werden kann. Ich denke wir befinden uns an einem, genetisch gesprochen, Wendepunkt an dem der Transfer von Know-How und Kompetenz von Entwickler und Early-Adopterszene hin zur Kommerzialisierung gerade statthat. Ich denke, der Lebenszyklus einer Kultur (=Technologie+Kommunikation+Reflexion) erfordert häufig einen paradigmatischen Neubeginn.«

Das, verehrte Zielgruppe, halte ich für ein krasse Fehleinschätzung, ein "Paradigmenwechsel" von "Adaption aus Leidenschaft" zu "Adaption zur Profitmaximierung" (ich drücke halt alles gerne klar und deutlich aus ;-)) führt dazu dass die Faszination dessen was das "Weblog-Phänomen" ausmacht stirbt, klar, es gibt dann Seiten die werden mit einem kleinen CMS wie MT oder pMachine gebaut, nur werden die mit den ursprünglichen "Weblogs" nichts mehr gemein haben, es fehlt ihnen Glaubwürdigkeit, Persönlichkeit und Authenzität wenn sie nicht von engagierten Bloggern aus Leidenschaft geführt werden.

Das heisst nicht dass sogenannte "Business-Themen" sich nicht für Weblogs eignen würden, aber auch solche sind eher "Liebhabereien" von Individuen, ein Weblog dass von einem "anonymen Stab" eines Unternehmens auf die Menschheit losgelassen würde hätte den Charme eines Pressemeldungenbereich einer Unternehmenswebsite, also gar keinen. Und nach meiner Einschätzung müsste sich erst einmal die vorherrschende Kommunikationskultur in deutschen Unternehmen ändern bevor man Weblog-Technologie in Unternehmen einsetzen könnte, wer in der Intranet/Internet-Branche arbeitet und sich die gängige Praxis des "Knowledge-Management by M$-Office-Document-Sharing auf freigegebenen Laufwerken" ansehen durfte verliert eh schnell jegliche Illusionen über IT-Technologie und Unternehmen, wahrscheinlich ist es diese "grausame Erfahrung" die mich diese Dinge so skeptisch sehen lässt, wahrscheinlich skeptischer als notwendig.

Weblogtalk

Link Cosmos

Ein neues Tool für Weblogger: Technorati Cosmos (oder so, wie das genau heisst ist etwas undurchsichtig, drüber steht "Technorati" und im Text "Cosmos"): »Cosmos allows you to find what`s new in the blogging universe, and find out who`s linking to whom. Simply type in a URL for a blog, website, or interesting article on the web, and Cosmos will tell you which bloggers are linking to the URL« (via Fliegen von ferne).

Von dieser Art Sites gibt es ja mittlerweile eine ganze Menge, unten rechts unter "Weblog-Links" findet man ein paar davon.

Weblogtalk

krit macht dicht!

Oh je! Verena und Ralph Segerts eZine krit.de macht dicht, warum ist an mir vorbei gelaufen, muß aber wohl mit verhärmten Kommentierern zu tun haben.
Schade! Manchmal hat mich der gute Ralph schwer aufgeregt mit seinen Beiträgen, aber lesenswert war es immer.

Also, Ralph, sei kein Frosch, installiere Dir eine pMachine, konfiguriere sie so dass Kommentierer angemeldet sein müssen und alles wird gut!

Weblogtalk

taz und Weblogs, Teil II

Heute in der von mir abonnierten taz (Leute, kauft taz-Abos): Ira Strübel schreibt wieder über Weblogs, bezugnehmend auf ihre Kolumne von letzter Woche mit dem schönen Titel "Wenn der Reis rieselt" (wurde von mir hier gewürdigt):

»[..] eigentlich lese ich ja ganz gerne Weblogs. Und nicht einmal nur die von Kritikern gelobten. Nein, wenn ich ehrlich bin, lese ich am allerliebsten die, die sonst vermutlich keiner lesen mag: solche von Teenagern, die sich die Welt mittels aus Verzweiflung und Akne komponierter Lyrik erklären. [...] Wirklich, nein, wirklich - diese Weblogs sind gar nicht so verkehrt. Ach, was sag ich, die sind super. Ich will ohne Weblogs gar nicht mehr sein. Weblogs sind der Gott der kleinen Dinge, da helfen weder Stolz noch Vorurteil. Sie sind die Instant-Archäologie des Alltags ("Heute hab ich mir bei Tchibo MP3-Player gekauft. Blaues Display! Fühle mich wie ein moderner Mensch"), die emotionale Landkarte des Ortlosen ("Seit gestern nehme ich eine höhere Prozac-Dosis. Jetzt kann ich nicht schlafen. Naja, habe ich wenigstens mehr Zeit zum Bloggen"), die Chronik eines angekündigten Modems ("Hurra, bald habe ich ***DSL***!"), die Sturmhöhen der Lebenstiefen ("***** dieses Arschloch, hat mich heute versetzt!") die Buddybrooks der Netzkultur - und jetzt schon die Klassiker des 21. Jahrhunderts. An dieser Stelle hör ich wohl besser auf. Sonst leg ich mir vor lauter Begeisterung noch selbst ein Weblog zu. «

Eine sehr gute Idee, Frau Strübel, auf geht`s!

Weblogtalk

Neues aus der Blogosphere

Ich hielt es für einen Scherz als ich es beim Wühlen in diversen Weblogs las, aber es gibt wohl tatsächlich eine Weblog-Software vom "Evil Empire" Microsoft. Das muß ich mir noch mal genauer zu Gemüte führen.

Neue lesenswerte Artikel über das Webloggen als solches: The Art Of The Blog, Are weblogs legitimate business tools? No (bleibt die Frage wer das entscheided, sicher nicht ein Kolumnist...), Are Weblogs legitimate business tools? Yes (wobei mir der etwas zu optimistisch ist *g*), und Fooling Movable Type, dort beschreibt der Autor kurz wie er das Weblog-Tool Movable Type als Content Management System mißbraucht. Selbiges kann man auch mit meinem geliebten Tool pMachine, ich versuche dies gerade in meinem privaten Netz-Imperium, allerdings noch sehr cursorisch, wie ich zugeben muß ... ;-)

(Artikel wie immer gefunden bei Microcontent News)

Weblogtalk

Blogosphere

Da ist ja ein interessanter Artikel an mir vorbei gelaufen, dank Martin taucht er aber nun mit einer Woche Verspätung auch hier in der Sammlung auf: Die wilde Ehe des Journalismus betrachtet Journalisten und Weblogs und webloggende Journalisten, bei gHack wird drüber diskutiert.

Interessant ist auch die Diskussion in der mir bis dato unbekannten Strohhalm-Community, dort ist auch endlich mal jemanden die Unschärfe im Diskurs bezüglich "Weblog" und "Tagebuch" aufgefallen (via Schockwellenreiter).

Amüsant ist die Betrachtung von John Hiler auf Microcontent News über sogenannte Dating Blogs, also Weblogs in denen sich die Betreibenden über ihre Versuche bei der Annäherung an das andere Geschlecht auslassen. John findet sie amüsant zu lesen, vergleichbar mit Bridget Jones und "Sex and the city", und findet es schade wenn die Dating Blogger dann jemanden gefunden haben und damit keine Dating Blogger mehr sind: »If you`re running a dating blog, please ask yourself: is my happiness worth letting down all of my readers and fans?«

Weblogtalk

Blog-Bashing

Nach den "Apologeten" folgen immer die "Kritikaster":

In der von mir abonnierten und hochgeschätzten taz:
»Schon lange Zeit machte ich mir Gedanken über digitale chinesische Reissäcke - liebevoll geschmacklos gestaltete Webpages, die keiner lesen will, kleine, bestenfalls zur Hälfte gefüllte Leinenbeutel, die reihenweise umfielen, und keinen kümmerte es. Dann fingen manche Leute an, ihre Säcke täglich und sogar gleichzeitig umzuwerfen. Heraus kamen www.blogger.com und andere Portale für die online geführten Tagebücher dieser Welt. «
Und jetzt alle im Chor: "Weblogs sind keine Tagebücher! Weblogs sind keine Tagebücher!" Üben!
Übrigens: In alter taz-Leser-Tradition (insbesondere bei den frauenbewegten Leserinnen nach einem unter sexistischen Verdacht stehenden sowie den schwerst friedensbewegten LeserInnen nach einem unter bellizistischen Verdacht stehenden Artikel) sollte ich nun einen "LeserInnenbrief" schreiben und mit Abo-Kündigung drohen ... ;-)

In einer amerikanischen Onlinegazette namens "ClickZ-Today" schreibt eine Susan Solomon:
»I am the essence of uncool. I drive a 2000 Mitsubishi with dents as big as Shaq`s shoe and a booster seat in the back that weighs more than my five year old. The parties I attend usually break up around 9 p.m. (when the babysitter gets very expensive). I don`t blog.« Damit hat sie zweifellos Recht: Sie ist uncool! Und weiter: »I don`t think we should toss aside the possibilities of the medium. Blogs have an immediacy and ease of use that may justify using them on a business` site. « Aha, ein Medium hat erst dann höhere Weihen wenn man es für den überaus wichtigen "Business" nutzen kann, das ist dann eine "richtige" Anwendung (via Microcontent News).

Dummes Zeug, liebe KritikasterInnen dieser weiten Welt, keine private Website kann so langweilig und unwichtig sein wie die Marketing-"Blahs", Pressemeldungen, Quartalsberichte und anderen Märchen aus der großen wichtigen Business-Welt von den vielen mißratenen Unternehmen im WWW.

Weblogtalk

Mitch Ratcliffe über Weblogs

Die Netzeitung hat ein Interview mit dem Weblogger und sogenanntem "Internet-Pionier" Mitch Ratcliffe im Angebot (Zitat daraus): »Was ich aber glaube, ist, dass sich die Blogger selbst ethische Fragen stellen müssen, genauso wie das andere Leute tun, die Menschen durch ihre Texte beeinflussen können.« Und: »Blogging ist nicht das letzte neue Ding. Aber es könnte einen interessanten Platz im Kommunikationsumfeld einnehmen, einen, der sich den `Jede Person ist ein Medium`-Vorhersagen der frühen Web-Ära annähert.«

Es sollte doch jedem Leser klar sein dass Weblogger ihre eigene Meinung und Sichtweise auf die Welt kund tun, und das ist doch auch jedem klar, oder nicht? Warum also sollte sich ein Weblogger um "Ausgewogenheit" und "Ethik" bemühen? Wer alles was er liest (egal ob im Internet oder auf Papier) für bare Münze nimmt, dem ist eh nicht zu helfen. Man muß Informationen gegenüber immer kritisch sein, also wo ist überhaupt ein Problem?

Weblogtalk

Neues aus der Blogosphere

Mal wieder ein paar Artikel über das Webloggen als solches: Das Internet bekommt ein Gesicht titelt eine mir unbekannte Gazette namens NWZ in einem Artikel über deutsche Weblogger, Couchblog-Nico hat ihn schon treffend kommentiert.

Von Weblogs und ihrer Ethik berichtet die Netzeitung. Anlaß ist eine Konferenz über Weblogs bei der sich die webloggenden Referenten ausgerechnet vom "Evil Empire" höchstpersönlich, nämlich Microsoft, Flug und Hotel haben bezahlen lassen. Einer von denen war z.B. ausgerechnet einer der Herausgeber des Linux Journal, Doc Searls. das Netzbuch ist natürlich unkorrumpierbar und nur dem Schönen, Wahren, Guten verpflichtet. Obwohl, wenn mich Microsoft einladen würde ... ;-)

Thomas N. Burg arbeitet an einem Artikel zum Thema Microcontent Management Systeme - Weblogs als Business Anwendung. Feedback erwünscht!

(via Schockwellenreiter)

Wenn man so liest was dem Weblog-Kollegen John von Microcontentnews zugestoßen ist erscheinen einem die alltäglichen Mühsale des Lebens plötzlich ausgesprochen unbedeutend. Üble Geschichte, hoffen wir mal dass er sich schnellstens wieder völlig erholt ...

Glenn Reynolds alias "Instapundit" schrieb auf Tech Central Station über das Verhältnis von Weblogs und den "alten" Medien: »I know that I tend to turn to weblogs for insight and analysis far more often than I turn to the op-ed pages of the Times and the Post these days, and I think you`ll see more people doing that over the next few years. But actual information about what`s happening is still mostly the province of professional journalism, and that`s less likely to change.«

Weblogtalk

Meg, Weblogs, Slashdot und die Zukunft

Meg Hourihan, Webloggerin und Weblog-Buch-Co-Autorin , in einem Interview auf Shift über die Zukunft des "Webloggens":

»Some people will drop out when they tire of it or grow disenchanted with the task, but I think it will continue to grow. I think we`ll also see blogs become more common on non-personal websites -- the de facto format for all websites to keep their content fresh and current. And I think we`ll see the use of blogs on intranets to improve communications across teams and workgroups within companies as well. «

Und wo wir einmal bei der Zukunft sind: Die New York Times (erfordert kostenfreie Registrierung) fragt sich ob Slashdot ein Modell für das Publizieren im Internet im 21. Jahrhundert ist.

(via Microcontent News)

Weblogtalk

Netzbuch ist ge-Klip-t!

"Coole Sachen" die ich so beim Surfen finde (im Pepilog und im Bloghaus) müssen natürlich umgehend übernommen werden. Daher ist das Netzbuch nun auch für den überaus praktischen Newsaggregator KlipFolio verfügbar. Dieser ist gratis erhältlich und kann bei serence "downgeloadet" werden. Nun braucht man nur noch auf das Symbol in der rechten Navigationsleiste und anschließend auf der sich dann öffnenden Seite auf "Add this klip" klicken und schon werden die aktuellen Headlines des Netzbuchs in KlipFolio dargestellt. Dank des sowieso vorhandenen XML-Feeds ist das Erstellen eines Klips für pMachine-Benutzer ein Kinderspiel!

Weblogtalk

Zensur!

[Zensur!]Artikel 5 Absatz (1) GG: "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."

Einen Fall wie diesen in den USA haben wir nun auch in Deutschland: Webloggerin Simone bekam von ihrem Arbeitgeber eine Abmahnung weil sie in ihrem Weblog angeblich Firmengeheimnisse "ausgeplaudert" hat (via Schockwellenreiter). Und das Schärfste: Der Arbeitgeber verbietet ihr eine private Website zu führen. Es hat wohl noch nicht jeder mitbekommen dass die Leibeigenschaft in Deutschland zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgeschafft wurde. Ich schließe mich dem Schockwellenreiter an: Macht diesen Fall publik, es geht nicht an das Arbeitgeber ihren Untergebenen vorschreiben was sie in ihrer Freizeit zu tun haben und was nicht!

(Bildchen nach einem Motiv von Eric Drooker)

Weblogtalk

Weblog-News

Und mal wieder ein "Roundup" aus der Kategorie "Bloggen über das Bloggen"!

The Bulletin über Weblogs: "But for the moment, blogging is surfing a wave of popularity that shows little sign of abating. Blogging is fast, easy and free, and it gives you your own e-soapbox from which to shout to the world your passions and thoughts – in fact, anything you want to talk about. Blog on!" Genau!

Ein interessanter Artikel ist Weblogs and the Mass Amateurization of Publishing von Clay Shirky. Während die meisten Betrachter zum Thema "Weblogs" mehr oder weniger die Ansicht vertreten, dass nach dem Hype durch die "Freaks" zwangsläufig die Phase derer kommen muß die damit Geld verdienen wollen, vertritt Clay eine ganz andere Ansicht: "Weblogs are not a new kind of publishing that requires a new system of financial reward. Instead, weblogs mark a radical break. They are such an efficient tool for distributing the written word that they make publishing a financially worthless activity." Und: "[..] the vast majority of weblogs are amateur and will stay amateur, because a medium where someone can publish globally for no cost is ideal for those who do it for the love of the thing. Rather than spawning a million micro-publishing empires, weblogs are becoming a vast and diffuse cocktail party, where most address not `the masses` but a small circle of readers, usually friends and colleagues. This is mass amateurization, and it points to a world where participating in the conversation is its own reward" (via Martin).

Und zum guten Schluß: Syllabus beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Blogging und Bildungsinstitutionen, und vor allem wo die Möglichkeiten in der Bildung liegen.

(via Microcontent News)

Weblogtalk

BlogComp

Praktisch für den unentschlossenen Blog-Willigen der nicht weiß welche Software er einsetzen soll: BlogComp vergleicht die bekanntesten Systeme miteinander damit man auf einem Blick sieht wer etwas kann und wer nicht.

Weblogtalk

Mehr Weblog-News

Im Moment tut sich viel in Sachen "Betrachtungen über Weblogs als solches" von außen und innen:

Zunächst ein Nachtrag zu diesem Beitrag. Von der dort erwähnten Podiumsdiskussion sind nun drei weitere Berichte und Mitschriften verfügbar, nämlich von jaycross (via randgänge), von Radio Free Blogistan (via Microcontent News) und von JD Lasica (via Corante on Blogging).

Bei Texte zur Wirtschaft gibt es eine Reihe über Weblogs: "Und wer waren alle?" von Stephan Herzceg (Malorama), "Archäologie des Bloggens" von Jörg Kantel (Schockwellenreiter) und "Wenn Medien zu oszillieren beginnen: (Dann macht es) BLOG!" vom tzw-Herausgeber Christian Eigner.

Und ein weiterer Artikel in englischer Sprache: Network Computing sieht Weblog-Tools "only half-baked". Dem muß ich widersprechen, die von mir eingesetzte pMachine z.B. kann beliebig viele Kategorien vergeben, zusammen mit der Suchfunktion ist ein solches Tool geradezu der ideale "Online-Wissensspeicher".

Und ausnahmsweise mal einen Hinweis auf ein mir bisher unbekanntes Weblog: smalla.de Info Feed. Gefällt mir optisch und inhaltlich sehr gut, Reminder an mich selbst: Da mal ein wenig intensiver drin "schmökern".

Weblogtalk

Weblogs in den Medien

Und wieder frische Artikel aus der professionellen Medienwelt über Weblogs:
CNN: "To blog or not to blog". Ein etwas arg oberflächlicher Artikel, aber der letzte Satz bringt es auf den Punkt: "All you have to do is type, as in e-mail or a word processor. Oh yes, and have something to say." Genau!

Ein Laden namens Entrepeneur Magazine dagegen "schwafelt" daher über Weblogs in der Business-Welt: "A collaborative company blog could give your employees one place to go to keep up on business happenings, memos and announcements." Alle verehrten Leserinnen und Leser die angestellt sind mögen einmal einen Moment die Augen schließen und sich das bei ihrem Arbeitgeber vorstellen .... Eben!

Schon lesenswerter dagegen der Artikel in der New York Times (erfordert kostenlose Registrierung, lohnt sich aber bei der NYT) über die Zwickmühle in der "bloggende" Berufsjournalisten stecken.

(via Microcontent News)

Weblogtalk

Weblogs und Linux?

Ich würde es zwar nicht ganz so krass ausdrücken wie ronsens, aber der Artikel auf eDings mit dem Titel "Blogs in den Medien: Lust und Frust im Blogger-Land" krankt an einem gewaltigen Fehlschluß: Weder Linux noch die m.E. von ihrer "Diffusität" überhaupt nicht mit Linux vergleichbare "Weblog-Idee" können, sollen oder müssen ihre höchste Erfüllung in kommerzieller Anwendungsfähigkeit finden, sprich, sie brauchen überhaupt nicht "auch im kommerziellen Bereich ihre Berechtigung haben."

Aber vielleicht sind Linux und Weblogs doch vergleichbar: Sie sind da, man kann es benutzen, wenn man möchte, wenn nicht, auch gut. Davon geht weder die "Linux-Welt" noch die "Weblog-Welt" unter ...

Weblogtalk

Weblog-News

Und hier nun mal wieder, "for the record", News und Klatsch aus der "Worldwide-Weblogger-Community", die diese Woche ein wenig liegen geblieben waren, aber Vollständigkeit muß sein! ;-)

Am 17. September gab es in der Graduate School Of Journalism eine Podiumsdiskussion zum Thema "Weblogs: Challenging Mass Media and Society". Quasistoic berichtet darüber. Interessant seine Bemerkungen über Weblog-Promi und Buchautorin Rebecca Blood die seiner Ansicht nach sich etwas darauf einbildet "von Anfang an" (wann immer das auch war) dabei gewesen zu sein und eine gewisse Arroganz gegenüber Newbies an den Tag legte. Außerdem soll sie neidisch gewesen sein dass Meg Hourihan von ihren "Fans" Artikel aus ihrer Amazon-Wunschliste geschenkt bekommt, und sie nicht. Very sad, poor Rebecca ... ;-) Noch ein nettes Zitat (lt. Quasistoic) von Dan Gillmor über den Zeitbedarf für ein Weblog: "It`s a beast that demands feeding all the time" (via Corante On Blogging).

Und ein paar neue Artikel über Weblogs in der "normalen" Presse gibt es auch (diese findet man immer sehr aktuell in der rechten Spalte bei Microcontent News, zumindest in englischer Sprache). Lesenswert ist der im Guardian , in der LA Times, in Wired über die Weblog-Szene in Brasilien, kritisch das America Enterprise Magazine, und technisch der Newsletter von Small Initiatives. In Deutschland gab es auch einen, in den Stuttgarter Nachrichten über den Bloghaus-Initiator Thomas Gigold.

Weblogtalk

Weblog-Szene ...

... oder: Wer ist Wir?

Hier folgt wieder ein wenig Selbstreferenz über Weblogs, wahrhaft wichtige Dinge findet der davon gelangweilte Betrachter in den Beiträgen darunter ;-)

Ein Beitrag von Jörg hat mich ein wenig "sensibilisiert", so dass ich mich frage wenn ich bspw. bei Moving Target ständig Sachen lese in der Art "Zeit zum Bloggen? Vielleicht haben wir die ja gar nicht" (da) oder "Wir werden doch wohl nicht Telepolis infizieren?" (da):

Wer ist Wir?

Definiert die technische Form eine Gemeinschaft, generiert der formale Stil eine Ähnlichkeit des Inhalts, ein gemeinsames Interesse, überhaupt irgendetwas Gemeinsames?

Eher nicht, es gibt deutsche Sites die sich "Weblog" oder "Blog" nennen mit denen ich auf gar keinen Fall in einen Topf geworfen werden möchte, aber ich werde den Teufel tun und jetzt Links auf Beispiele setzen, der geneigte Betrachter möge einmal beim Blogcheckup vorbei schauen und findet schnell die Seiten die ich meine.

Das wäre dann für diese Woche die "semi-philosophische selbstreferenzielle Betrachtung zu Weblogs als solchen" ....

Weblogtalk

Neues über Weblogs

Über "akademisches Bloggen" als neue (?) Form des Journalismus berichtet der Daily Californian, und in Slate diskutieren Weblogger Andrew Sullivan und Kurt Andersen von inside.com die Frage: "Are Weblogs Changing Our Culture?" Diese bezieht sich natürlich auf das von Rebecca Blood herausgegebene Buch "We`ve Got Blog. How Weblogs Are Changing Our Culture." Eine lesenswerte Diskussion! (via Microcontent News)

Auch noch interessant: Eine Sammlung zu der Frage "Was ist ein Weblog?" (via Schockwellenreiter).

Nachtrag, damit die Sammlung nicht unvollständig wird: Im Fluter wird die mangelhafte Trennschärfe des Begriffs "Blog" beklagt, aber die Problematik wird mit der These dass die große Bandbreite "nur die Gesamtheit unserer Erfahrungen wieder[spiegelt]" aufgelöst (via Martin Roell`s eBiz Weblog).

Weblogtalk

Über Weblogs und Bundestagswahl ...

... schreibt Marcus Hammerschmidt in Telepolis. Dieser Artikel ist aber nur ein Vehikel das dem Autor ermöglicht in erster Linie seine eigenen politischen Ansichten zum Besten zu geben (Zitat): "Die Horrorvorstellung einer Bundesrepublik, die von Stoiber regiert wird, scheint vielen die Horrorvorstellung einer Fortsetzung der rot-grünen Koalition akzeptabler zu machen - Kosovolüge hin, Bestandssicherung für die deutsche Atomkraft her."

Und eine nebulöse Andeutung (Zitat): "Die Blogger haben eines der mächtigsten Kommunikationssysteme der Geschichte in Händen, können es sich angesichts der dunklen Bedrohung aus Bayern aber nicht mehr leisten, über Alternativen zum Immergleichen nachzudenken und zu diskutieren - seien die nun am 22. September wählbar oder nicht." Wählbar oder nicht, für Hammerschmitt ist wohl die "große Revolution" die "wahre Alternative", denn in der parlamentarischen Demokratie gibt es (zumindest für unseren Autor) wohl keine "wählbare" Alternative. Es sei denn er meint die "CSU auf Ostdeutsch", die PDS. Dann aber doch lieber Rot-Grün, Panzerketten und Atomkraftwerke mit Bestandsgarantie ...

Marcus pflegt in seinen Beiträgen (nicht nur in Telepolis) immer einen absoluten Wahrheitsanspruch der mich an die Totalitarismustheorie in der Ausprägung von Hannah Arendt denken lässt, totalitäre Herrschaft beginnt immer mit dem subjektiven Gefühl im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein ...

Weblogtalk

RSS-Feeds

- oder: Die verquere Ethik des Webloggens an sich

Jeder Weblogger der etwas auf sich hält bietet seine Inhalte als RSS-Feed an (meistens gekennzeichnet durch ein kleines Symbol [RSS-Feed]), dadurch kann ein interessierter Vielleser mit Hilfe eines sogenannten "News-Aggregators" auf einem Blick sehen was sich in diversen Weblogs und Nachrichtenquellen so getan hat und ob es sich lohnt vorbei zu surfen.

Nun kommt dieses System in die Diskussion. FarFeed fand sein Weblog auf einer Aggregator-Seite namens Nuzee wieder und schrie lauthals "Haltet den Dieb", woran sich dann eine lebhafte Debatte auf blogroots entzündete.

Auf deutsch schmeisst sich nun der Schockwellenreiter in die Debatte und findet es ebenfalls impertinent dass sein Log auf Nuzee auftaucht.

Meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind die Beschwerden unbegründet. Sicherlich könnte Nuzee noch ein wenig deutlicher machen wo seine Inhalte herkommen, aber wenn man einen RSS-Feed anbietet (und dann noch mit dem gesamten Artikel wie das für mich unverständlicherweise hochgepriesene Radio Userland das macht) kann man sich wohl kaum beschweren dass jemand diesen auch nutzt.

Und, über den technischen Aspekt hinaus: Ein Weblog, was ja auf den Kern reduziert nichts weiter ist als eine täglich erscheinende kommentierte Linkliste, ist wohl kaum ein großartiges intellektuelles Konstrukt was nun so schützenswert ist dass es unter strengstem Schutz des Urheberrechts stehen muß. Ohne frei veröffentliche und allgemein zugängliche Informationen im Internet könnte man sich nämlich das Webloggen schenken und höchstens noch über seine Freundin, sein Auto und seine Haustiere (oder eben über seinen kaputten Monitor *g*) berichten.

Die wahre Motivation wird sein dass einige Weblogger um ihre Hits auf der Seite fürchten wenn man das Weblog einfach über einen Aggregator liest. Sicherlich ist es ärgerlich wenn man etwas ausgräbt, mühsam formuliert und es irgendwo anders wiederfindet, sei es als geschriebener Text mit Link (selbstverständlich ohne Angabe des originären Fundortes) oder als "dreist" reingesaugten RSS-Feed, aber da muß man halt drüber stehen. Und eigene Maßstäbe einhalten, bei mir wird grundsätzlich, auch wenn es manchmal schwer zu lesen ist, der exakte Fundort mit angegeben, was ja auch nicht für jedermann selbstverständlich ist ...

So viel dann heute zum Thema "Weblog-Selbstreferenz", Weblogger schreiben halt am liebsten über Weblogs ;-)

Weblogtalk

Blogs in der Presse

Heute ist ein ergiebiger Blog-Tag, einen haben wir noch ;-)

Der Schockwellenreiter und Alyssa regen sich zu Recht über einen vulgärpsychologisierenden Artikel einer Provinzpostille aus "Hessisch-Sibirien" auf. Falsche Links und Psychologenunfug über "Gesprächssuchende in der Lebenskrise" prägen dieses armselige Machwerk.
Und nun lädt die "Oberhessische Presse" ihre LeserInnen ein auch ein Online-Tagebuch zu führen, aber: "Beiträge mit gesetzeswidrigen, diskriminierenden oder pornografischen Inhalten sowie zum Thema Bundestagswahlkampf werden ebenso wenig berücksichtigt wie anonyme Zuschriften. [...] Die Redaktion behält sich vor, die ausgewählten Texte zu kürzen" (ebd.)

Genau das macht ja das WWW aus, dass jemand anders ausgewählte Texte kürzt ...

Weblogtalk

10 Tipps für das Schreiben im "lebendigen" Web ...

[Der Autor, beim Denken, mit dem Werkzeug unter dem Arm ...] ... gibt es heute bei A list apart zu bewundern (via Couchblog), also etwas web-philosophisches zum Wochenende. ;-)
Das "lebendige Web" ist nach der Definition des Daypop-Menschen Dan Chan der Teil des Webs der sich ständig (täglich, stündlich, minütlich) ändert, also Tagebücher, Newssites und eben auch Weblogs.

Wenn man mal den bei Amerikanern so beliebten Pathos des Textes weg lässt bleiben einige interessante Aspekte übrig.

Bspw. der dass man sich immer vor Augen halten soll dass man öffentlich schreibt, Deine Mutter könnte z.b. demnächst entdecken was Du im Weblog von Dir gibst, daher: "To be honest with the world, you may need to be honest with your mother; if you cannot face your mother, perhaps you are not ready to write for the world" (ebd.). Seltsam finde ich den Tipp 4, "Make good friends". Da meint der Autor (Mark Bernstein) man solle warten bis das Idol von dem man gelinkt werden möchte demnächst auf einer Tagung in der Nachbarschaft erscheint und ihn oder sie dann einladen. Also ich weiß nicht ...

Gut ist auch Tipp Nummer 8: "Be Sexy! [...] Undressing, literally, figuratively, or emotionally, has always been a powerful force in personal sites and web logs" (ebd.). Da muß ich widersprechen, man muß Grenzen ziehen, ich möchte jedenfalls nicht mich selbst über eine bestimmte Grenze hinaus im Web präsentieren. Der Grat zwischen "Vertrautheit mit seinen LeserInnen schaffen" und "extrem peinlicher Seelenstriptease" ist sehr schmal, man findet in deutschen Tagebüchern und Weblogs überaus peinliche Beispiele dafür wo der Grat definitiv überschritten wurde, das muß nicht sein. Jeder kann z.B. wissen dass Oasis für mich Götter sind, aber ich würde hier garantiert nicht hinschreiben wenn es Zoff mit der LAG gäbe, genau da verläuft m.E. die Grenze.

Tipp 10 ("Relax") sollte sich so manche(r) zu Gemüte führen dessen Weblog/Tagebuch seitenweise mit Tiraden über die Schlechtigkeit der Welt respektive der anderen Weblogger gefüllt ist ...

Fazit: Ein lesenswerter Text, sollte sich jede(r) der oder die das Web vollschreibt mal in einer ruhigen Minute zu Gemüte führen und ein wenig drüber nachdenken ...

Weblogtalk

Der Weblog-Märtyrer spricht!

Der Journalist aus Texas der wg. seiner Meinungsäußerungen auf seiner Website (vgl. diese Meldung vom Freitag) gefeuert wurde, Steve Olafson, hat dem Register ein Interview gegeben. Außerdem präsentierte The Reg einen Link zum Google-Cache dieser Seite. Wenn man das so liest kommt man zu dem Schluß dass Olafsons Chef wohl andere Gründe hatte ihn zu feuern, denn diese Website hat wohl auch wenn man Intimkenner der texanischen Provinz ist nicht das Zeug zu einem virtuellen Skandalblatt ....

Weblogtalk

Achtung! SIE kommen!

Wer? Na, die "Geißel der Informationsgesellschaft", die "PR-Spezialisten". SIE haben Blogs entdeckt und geben ihrer Klientel Tipps für den Umgang mit den egomanischen Exzentrikern die ein Weblog führen, damit man unauffällig seinen Kunden unterbringen kann (via Blogroots).

Ich bin übrigens der Ansicht dass ein Weblogger der sich Themen von PR-Leuten aufschwätzen lässt seine Glaubwürdigkeit komplett eingebüsst hat ...

Weblogtalk

Blogstreet

Und bevor es zurück an die Arbeit geht noch eine Entdeckung bei Scripting News:

Blogstreet analysiert die "Blog Neighborhood": "Given a blog URL, the neighbourhood analyser gives the related blogs based on its blogroll, using what we have called the Commoner method: take the most common blogs from all the friends blogrolls and give out a most common list of blogs, in addition to myblog friends, as related. That is if a blog appears among the highest number of times in all friendblog`s blogrolls then it is treated as related."

Interessant. Aber was mir das hier nun wirklich sagt und wo diese Daten her kommen verstehe ich nicht so ganz ...

Weblogtalk

War Blogging

Ein interessantes amerikanisches Weblog ist War Blogging:
"Welcome to War Blogging, a new watchdog on the Web. War Blogging is designed to provide you with a bird`s eye view of the perpetual, 1984 style war we`ve found ourselves in. War Blogging covers the progress of the war and the progress of our civil liberties here on the Home Front."

War Blogging dokumentiert den "Bellizismus" der sich in der amerikanischen Weblog-Szene ausbreitet und präsentiert Links auf Einträge die geeignet erscheinen sämtliche Vorurteile die man als "Alt-Linker" gegen die USA und den Mainstream ihrer Einwohner hat zu bestätigen, bspw. die haarsträubenden Äußerungen von Nick Denton der einen Krieg gegen den Irak alleine schon deshalb befürwortet damit den "mittelalterlichen Arabern" die Überlegenheit der westlichen (in Dentons Sichtweise wohl "amerikanischen") Lebensweise vor Augen geführt wird: "[...] let Arab people realize that liberal democracy isn`t just a soft western indulgence, but the most effective form of social organization on this planet, and it is their future, if they want a future" (ebd.). Instapundit stimmt begeistert zu, alleine schon deshalb weil er es für notwendig hält die arabische Welt zu demütigen, denn der Rest der Welt würde sich ja auch immer freuen wenn die USA gedemütigt werden. Schein tief zu sitzen, das Trauma des 11.Septembers. Aber es gibt ja auch andere Stimmen, auch die findet man bei War Blogging.

Was mir generell an der amerikanischen Weblog-Szene auffällt ist die Ernsthaftigkeit mit der Themen "gebloggt" und diskutiert werden und dass man trotz teilweise erheblicher Differenzen in der Sache dabei fair und sachlich bleibt (auch in den mehr "tagebuchartigen Blogs") ...

Weblogtalk

CoolTool: Blogtree

Eine tolle Sache: Blogtree.
Stepan Riha hatte die Idee eines Stammbaums der Weblogszene. Jeder Blogger trägt sich dort in die Datenbank ein und gibt an welche anderen Weblogs ihn oder sie dazu animiert haben selbst so etwas zu eröffnen, und aus der Querverknüpfung der Daten kann man schauen welche "Eltern" ein Blog hat, welche "Geschwister" (also Blogs mit gleichen Vorbildern) und welche "Kinder" (Blogs die einen selbst zum Vorbild genommen haben) (gefunden bei Blogroots).
Natürlich musste ich mich auch eintragen. So ganz genau kann man natürlich nicht sagen "hey, der hat mich zum Bloggen gebracht", aber als ich vor einigen Monaten durch Zufall auf die Webloggerei aufmerksam wurde waren es der Schockwellenreiter, WorldWideKlein und das Kollektiv-Blog von Metafilter die den meisten Eindruck auf mich gemacht haben, von Stil, Themenwahl und Aufmachung her. Natürlich bringt es nichts andere Sites zu kopieren, man muß sich vom "Vorbild" lösen und einen eigenen Stil suchen. Da ich früher bei CompuServe in den ZDNet-Foren "Pl@net", "Netpro" und "Famcom" ähnliches gemacht habe (es hieß halt nicht Blog) fiel es mir nicht schwer auch nach fast drei Jahren Pause (was solche Dinge angeht) wieder drauflos zu schreiben, und ich muß zugeben dass es ordentlich Spaß macht an seiner Site rumzubasteln und das WWW mit Zeugs voll zu schreiben ... ;-)

Weblogtalk

Ruhm und Ehre am Morgen ...

... vertreibt Kummer und Sorgen.

Ein Artikel in der Frankfurter Rundschau von heute über Weblogs (geschrieben vom seit "Netzewigkeiten" bestens bekannten Michael Charlier) erwähnt mein putziges kleines Netzbuch in einem Atemzug mit der deutschen Weblog-Legende schlechthin, dem Schockwellenreiter Jörg Kantel.

In Anbetracht solcher Dinge kann man dann ja mal über die Tatsache hinweg sehen dass ich eigentlich verschlafen habe und viel zu spät dran bin ...

Weblogtalk

Reden mit sich selbst

George Partington führt in seinem Blog High Water ein Interview mit sich selbst zu der Frage warum er aufhören will ein Weblog zu betreiben. Interessante Antwort (Übersetzung von mir):
"Ich weiß nicht, es war ein Gefühl als würde ich mit einem Psychiater reden der nichts verstanden hat, oder schlimmer noch, nichts verstehen wollte. Sicher, eine Person hinterließ eine Ermutigung in einem Kommentar, aber niemand packte mich in seine Blog-Linkliste" (gefunden bei Corante on Blogging). Es scheint wohl eine Zwangsläufigkeit zu sein, wenn die Blog-Entdeckungsphase vorbei ist kommt der Frust.

Das ist eine interessante Idee ein Interview mit sich selbst zu führen! Oder die erste Stufe auf dem Weg in den kompletten Wahnsinn.

Weblogtalk

TrackBack

Ein neues Gespenst geht um in technisch interessierten Weblogger-Kreisen: Trackback!
Erfunden vom programmierenden Blogger-Ehepaar sorgt das für hektische Aktivitäten.

Was sich dahinter verbirgt hat Couchblog-Nico im Bloghaus wunderbar erläutert. Darum erspare ich mir das ;-)

Der Autor der von mir verwendeten Software pMachine hält sich auf diesbezügliche Anfragen noch schwer zurück. Schmarotzer der ich bin warte ich bis irgendwo eine PHP-Implementation erhältlich ist und dann schaun mer mal ...

Weblogtalk

Telepolis über Weblogs

In Telepolis gibt es einen Artikel über Weblogs: "Wenn handfeste Konservative öfter Weblogs läsen, wären sie bald ein Standardthema an den Stammtischen der Republik: So schlecht könne es den Leuten ja wohl kaum gehen, wenn sie den ganzen Tag Zeit hätten, im Internet öffentlich Tagebuch zu führen. Die ganzen Sozialschmarotzer wahrscheinlich. Unsereins muss jedenfalls arbeiten. Oder Bier trinken." Und: "Weblogs bieten Geschwindigkeit und die Möglichkeit zur selbstverantworteten Souveränität, was sie zu einem mächtigen Mittel der privaten Meinungsäußerung im öffentlichen Raum machen kann. "

So wird es wohl sein. Aber gleichzeitig prophezeit der Autor das Ende: "Doch die Medien werden aufmerksam, die Kommerzialisierung ist nur noch ein Frage der Zeit, weil die wirklich werbefreien und kostenlosen Communities auf Selbstausbeutung beruhen, und die ersten Aktiven denken an den Abbruch der Zelte. Die Karawane wird also weiterziehen. Die nächste Oase lockt schon." Wer bricht die Zelte ab? Und wo ist denn die nächste Oase?

Weblogtalk

Bloggen und Kloggen

The Economist macht sich Gedanken über das Bloggen und fragt sich:
Should old media embrace blogging? (gefunden im Dienstraum).

Erstaunliches erfährt man in dem Economist-Artikel in einem Nebensatz: Andrew Sullivan verdient mit seinem Weblog "nur" (Zitat) 6000 Dollar im Monat. Das sei ihm vom Herzen gegönnt, erstaunlich finde ich es trotzdem, denn sein Weblog ist zwar interessant aber sicher nicht überragend. Das zeigt sehr schön welches Ausmaß der Blog-Hype in den USA angenommen hat.

Und: "Sometimes following other people`s blogs is like talking to someone who won`t shut up: you ask one question, and you`re in for a 15 minute answer" sagt Paul Holbrook (via Corante).

Nach Blogging kommt Klogging (sehr indirekt gefunden via Paul Holbrook). "Klogging" ist der Einsatz von Weblog-Software im "Business" als "Personal Information Management Tool". Tja, liebe(r) Leser(in), wenn Du nun zu Deinem Chef läufst und vorschlägst zu "Kloggen" kannst Du Dich als "early adaptor" der Zukunftstechnologie feiern lassen, denn alles was es in den USA gibt schwappt früher oder später hier rüber, egal ob es Sinn macht oder nicht, es existiert in den USA und ist damit automatisch sinnvoll ...

Ein Weblog der etwas anderen Art findet man auf dem Ameisenhügel: Freitod - Weblog zum Selbstmord [mit unsäglich origineller GIF-Animation].

Die originelle thematische Differenzierung macht den Charme der Weblog-Szene aus ...

Weblogtalk

Bloggerei-News

Wen interessiert was beim Meeting der "Internet Nummerierungs Behörde" ICANN abging kann das in einem Weblog zum Thema nachlesen.

Bei Corante gibt es nun ein eigenes Blog über das Bloggen (in englischer Sprache, versteht sich).

Ebendort gab es auch ein putziges Zitat von "Web Monkey Girl" Andrea Roceal James zu lesen zur Frage ob sich Blogging zu Journalismus verhält wie eine Garagen-Band zu einem Sinfonie-Orchester:
"The Smiths` song "Panic" has a line that goes something like: "Burn down the discos/ hang the blessed DJ/ because the music that they constantly play/ says nothing to me about my life." For me, this is the heart of the matter for both journalism and symphonies, blogging and garage-band rock". Das Interview ist zu lesen bei A Public Space for Self Expression.

Es geht doch nichts über kurze und knackige Titel für Websites ...

Bei Microcontent-News findet man neben einem Artikel zum Thema "temporäre Blogs", also Weblogs die für einen bestimmten Zeitraum ein bestimmtes Thema beleuchten, auch einen Link zu einem solchen Weblog das den "WorldCom-Skandal" thematisiert der diese Woche das Börsen-Monopoly-Spielbrett ein bißchen durchgeschüttelt hat.

Weblogtalk

Cool Tool: Blogamp

Blogamp ist ein freies PlugIn für den beliebten MP3-Player Winamp und blendet automatisch eine Playlist der letzten so-und-soviel Songs ein die BloggerIn angehört hat.
Musste ich natürlich (für mich zumindest ist das Programm neu) gleich rechts in die Menüleiste einbauen, et voila:
ralles Playlist!

Weblogtalk

Wie man`s nicht macht ...

... wenn man ein neues Blog ins Netz bringt demonstriert Sebastian Fiedler`s Radio Weblog. Zur Begrüßung gibt es eine Orgie von JavaScript-Fehlern. Als braver Surfer möchte man dem Autor die Ursache des Fehlers mitteilen, aber das Email-Formular verweist auf einen Account der nicht existiert. Und Kommentare kann man auch keine hinterlassen.

Also, ich würde sagen: Erst muß alles funktionieren, dann bloggt man los, nicht umgekehrt.

Weblogtalk

Aggregatoren ...

... in einer Übersicht hat netbib zusammengestellt (via Bloghaus).
Aggregatoren benutzt man um unter einer Oberfläche die XML-Feeds diverser Newssites und Weblogs zusammenzustellen und dann gesammelt anzuschauen. Damit erspart man sich das "Absurfen" dieser Seiten und kann die Schlagzeilen in einem Fenster anschauen. Ich experimentiere damit auch gerade, neben Basteleien an einer PHP-Eigenentwicklung benutze ich AmphetaDesk. Selbiges hat einen gewaltigen Haken: Es läuft nicht unter Linux, das ist bei mir aber ein "Muß".
Erläuterungen zum Thema "RSS-XML" findet man beim Schockwellenreiter.