Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Webworking

Webworking

»Bitte machen Sie Platz, digitale Bohème im Einsatz«

Digitale Bohème

»But if you dig on vegan food
Well, come over to my work
I’ll have ‘em cook you something
That you’ll really love
‘Cos I like you
Yeah I like you
And I’m feeling so bohemian like you«
(Dandy Warhols »Bohemian like you«)

Das St. Oberholz ist ein Café in Berlin. Das Besondere: Es gibt freies WLAN (gut, das ist so besonders nicht), und diejenigen, die kein Notebook dabei haben, sind die »Unnormalen«. ;-) Es gibt ausreichend Steckdosen (grandios für Leute, die ihre Akkus immer kaputt machen, so wie ich), und viel Platz. Darum ist es ein Stelldichein der so genannten »digitalen Bohème«, die aktuell in dem Buch »Wir nennen es Arbeit« (lese ich gerade, dazu mehr, wenn ich es ausgelesen habe) definiert, analysiert und seziert wird. Auf dem Bild sieht man sie bei der Arbeit. Der Laden (kommt auf dem Bild nicht so rüber) ist voll in Apple-Hand, die Virenschleudern sind die Exoten.

Webworking

Die bittere Traube der Typographie: Comic Sans

Seit sie Vincent Connare 1995 in Diensten von Microsoft entwarf ist sie ein Hassobjekt aller, die irgendwie mit Design zu tun haben, aber nichtsdestotrotz beliebt bei Jung und Alt. Ob Speisekarte, Einladung zum Kindergeburtstag oder Aufruf zur Betriebsversammlung des Betriebsrats: Die Schrift »Comic Sans MS« ist allgegenwärtig. Ursprünglich einmal für den grandiosen Fehlschlag einer Benutzeroberfläche namens »Bob« entwickelt, war sie schnell erste Wahl bei allen PC-Gestaltern, wenn etwas infantil oder gar lustig wirken sollte. Der Design Observer beleuchtet die unterschiedlichen Reaktionen von Gestaltern und Laien in Sachen Comic Sans. Schrift-Designer Vincent Connare rechtfertigt sich dafür im Netz, eine flickr-Gruppe legt vielfältiges Zeugnis vom mannigfaltigen Gebrauch der grausigen Schrift ab, und das Internet wäre nicht das Internet, wenn sich nicht irgendeine Gruppe von Leuten zu einer Aktion hinreißen lassen würde: »ban comic sans«. Aber man kann ihr sowieso nicht mehr entrinnen, egal ob im Obstregal oder am schwarzen Brett, und auf manchen »spaßig« gestalteten Websites und Blogs, sie ist überall. Manchmal schleicht sie sich sogar über ein fieses span einfach irgendwo ein, wo sie nie vorher zu sehen war… ;-)

comicsansms typographie

Webworking

Zweiter Webmontag in der Fächerstadt

Am letzten Montag (3.7.2006) gab es den zweiten Web-Montag in Karlsruhe. Der zweite Anlauf fand auf Initiative von Johannes in den Räumen des Kulturvereins Kubik statt. WLAN, kühles Grape, »loungige« Atmosphäre und sogar ein Beamer – das war eine gute Wahl, Danke an Kubik!

Zwei Vorträge gab es zu bewundern: Johannes plauderte ein wenig über die Erfahrungen mit Social-Software-Tools in Unternehmen, die er im Rahmen seiner Diplomarbeit machen konnte. Das deckte sich weitestgehend mit meinen Erfahrungen aus den Abgründen der »Corporate IT«.

Und Eric gab eine kleine aber feine Einführung in Mikroformate. Sehr schön, bisher fehlte mir die Lust, mich damit tiefer zu beschäftigen, nun habe ich einen Eindruck. Letztendlich sind auch Mikroformate nur Bits und Bytes. ;-)

Fazit: Etwas weniger gut besucht als die erste Auflage, hat der Web-Montag in Karlsruhe aber trotzdem eine gute Chance, sich zu etablieren. Im Web-Montags-Wiki findet man Links zu Bildern und weiteren Blog-Beiträgen. Und natürlich laufen bereits die Planungen zur nächsten Auflage.

webmontag webmontag20060703 karlsruhe

Weblogtalk Webworking

Bunter Abend in Karlsruhe

Farbiger Web-Montag Der erste Web-Montag in Karlsruhe war ein ziemlich bunter Abend. Er begann schon recht bunt, da in der ausgeguckten Lokation »Stadtmitte« niemand etwas von Web-Montag wusste, aber die Leute dort bemühten sich und stellten uns die Tanzfläche zur Verfügung. Das war zwar mitten im Lokal, aber immerhin konnte, nachdem einige Teilnehmer noch einen Beamer organisierten, das Programm wie geplant über die Bühne, äh, die Tanzfläche, gehen.

Bunt ging es weiter, unverhofft kam ich zu der Ehre, den Moderator des Web-Montags zu geben. ;-) Und so durfte ich Vorträge von Andreas Zwinkau zu Turbo Gears, von Sebastian Wagner zu Open Laszlo, erneut ein Vortrag zu qooxdo, dieses Mal von Andreas Ecker und schließlich ein Vortrag von Hanno Böck mit dem schönen Titel »Web 2.0 – A Security Nightmare?« ansagen und -hören.
Nach den anfänglichen Schwierigkeiten klappte alles sehr gut, die Referenten hielten sich an den Zeitplan, der Beamer beamte zuverlässig. Einziges Problem war die langsam anschwellende Lautstärke im Lokal, die nach den Vorträgen pünktlich zur »Networking-Kuschel-Phase« zu einem Crescendo in Form eines quizzenden DJ anschwoll.

Fazit: Trotz aller Probleme ein gelungener Web-Montag-Auftakt in Karlsruhe. Der nächste ist für Juli geplant, dann in etwas ruhigeren Räumlichkeiten (evtl. wieder in der »Stadtmitte«), vielleicht etwas weniger bunt und etwas heller. ;-)

Dunkler Web-Montag

webmontag webmontag20060529 karlsruhe

Webworking

Wohlstrukturierter Markup-Baum

Sehr hübsch: Mit diesem Java-Applet kann man sich den HTML-DOM-Baum eines Dokuments als hübsche Grafik ausgeben lassen und dann ob der wohlgeratenen Struktur in Verzückung oder ob des chaotischen Gewächses in Entsetzen fallen, wie man will (gefunden bei andI und Martin).

Und damit hätten wir dem Web-Spielzeug-Blog-Herdentrieb mal wieder genüge getan. ;-)

htmltree

Weblogtalk Webworking

»We must stare into a crystal ball and only see the past«

Wenn die Kulturen zusammenprallen und ein (oder mehrere) Blogger dabei ist (sind), darf man auf das Ergebnis gespannt sein, und im Falle von »next10years« wurde man nicht enttäuscht, darum gehet hin und leset in Telepolis »Nach der Party ist vor dem Boom – oder doch dem Kater?« von Multiblogger Oliver Gassner, der das komplexe Problem des unterschiedlichen Verständnis von Web 2.0 in zwei Sätzen erläutert:

»Es ist ein ‘Clash of Cultures’, Netizens und Business versuchen sich mit einer Art rudimentären Lingua Franca auszutauschen, aber während die einen immer nur nach dem Geschäftsmodell fragen und der Skalierbarkeit, reden die anderen von Nischenthemen, von Citizen Media, von Storytelling und […] davon, dass die neuen Dienste den Menschen das wiedergeben, was ihnen die Fließbänder genommen haben: eine Kommunikationsgemeinschaft, die nicht nur aus Konsumenten besteht sondern Gespräch und Reaktion ermöglicht. Das Internet sieht nur aus wie ein Netz aus Computern. Es ist ein Netz aus Menschen. Es sieht nur so aus, als sei es aus Geld und Technik gemacht. Es besteht aus den Gesprächen von Einzelnen, die sich zusammenfinden. Web 2.0 sieht nur so aus wie einen neue Technik mit neuen Geschäftsmodellen. Es will aber eigentlich eine alte und neue Denkweise sein, das Web vor dem Kommerz und das Web mit einem menschlicheren Kommerz. Daher die Sprachprobleme der einen mit den anderen.«

Was sonst noch so von dieser Festivität berichtet wurde, haben »Social Software @ BaWü« und »Telagon Sichelputzer« sehr schön zusammengestellt. Und die vom wirren Herrn ix erwähnte Gitarren-Performance von Spreeblick-Johnny kann man sich hier anhören. Womit dann auch der letzte Kulturbanause hoffentlich endlich weiss, woher die Tagline »I live by the river« eigentlich stammt. ;-)

»I’m happy just because
I found out I am really no one«
Bright Eyes – At the bottom of everything (auch die Überschrift)

web2.0 next10years

Weblogtalk Webworking

Webmontag-Großkampftag

Der kommenden Montag (24.4.06) ist wieder ein Web-Montag, und zwar in Berlin, München und in der Stadt die es gar nicht gibt, in Bielefeld.

Wichtig für alle potenziellen BesucherInnen des Montags in München: Der Ort des Geschehens wurde erst gestern endgültig festgelegt, Details gibt es bei Siegfried oder im Wiki.

Nun hoffe ich, dass die TeilnehmerInnen der drei Web-Montage, genau wie wir dereinst in Frankfurt, fleißig von den Geschehnissen bloggen oder sich mal im Chat blicken lassen, denn als Web-Montag-Fan ist man natürlich neugierig, was woanders abgeht, und man kann ja nicht überall dabei sein.

webmontag webmontag20060424

Webworking

Auf Schienen purzeln: PKK on Rails!

Das Zweit- und Tumblelog P.K.K. läuft nun auf Rails. Alle kühlen Tumblelogs laufen auf Rails. P.K.K. lief unter PHP. Das ist aber unkühl, geradezu warm! In Tumblekreisen. Darum mussten wir das schleunigst ändern.

Spaß beiseite, da mein etwas hastig zusammengeklöppeltes PHP-Tumblelog diverse Macken hatte (die ihre Ursache auch und vor allem in den eingebundenen Libraries von Dritten haben, auf deren Reperatur man aber auch gar keine Lust hat), war so ein Tumblelog genau das richtige überschaubare Projekt, um erstmals (was mich angeht) eine eigene Rails-Applikation in die wilde Freiheit des großen weiten Webs hinaus zu lassen. So entstand also in bester agiler Entwicklungstradition an zwei Abenden der minitumbler 2, der nun das P.K.K. befeuert. Wer weiß, vielleicht wird er eines Tages in die Welt entlassen.

Auch als alte PHP-Nase (damit arbeite ich schon seit den Zeiten, als es noch auf den Namen PHP/FI hörte) komme ich nicht umhin, der Entwicklung in Rails einen gewissen Reiz und Spaßfaktor zuzusprechen, der umso höher ausfällt, je tiefer man in die Materie einsteigt. Es ist halt so ganz anders, und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. ;-)

pkk tumblelog rails php

Weblogtalk Webworking

Web Montag jetzt mit Chat!

Wie bereits erwähnt, am kommenden Montag steht der zweite Web Montag in Frankfurt ins Haus. Im Vorfeld, und am Montag, so uns die Netzgötter wohlwollend gesonnen sind, treiben sich diverse Web-Montag-Fans im altehrwürdigen IRC herum, im eigens für den Web Montag eingerichteten Channel #webmontag im Freenode-Netz. Auf der Web-Montag-Chat-Seite stehen alle Daten, eine (noch kurze) Liste der Regulars (präziser, derjenigen, die sich vornehmen, Regulars zu werden ;-)) und ein Link zu einem Webinterface (Vorsicht, Java bricht los!), das Sascha dankenswerter für den Channel eingerichtet hat. Für diejenigen, die mit den altehrwürdigen Internet-Diensten nicht vertraut sind…

Apropos Web Montag: Hasematzel hat eine hübsche Zusammenstellung 2.0 aggregiert von den üblichen Diensten zum »Thema Web Montag«.

webmontag irc webmontag20060410

Webworking Ontour

Generation Montag

Am Montag, dem 10. April, ist es wieder so weit: Der Web Montag in Frankfurt geht in die nächste Runde. Und, wie beim Bericht über die erste Ausgabe angedroht, bin ich auch wieder dabei. Im Web-Montag-Wiki findet man wie immer alles, was man dazu wissen muss. Dieses Mal scheint das Vortrags-Programm nicht so üppig wie beim letzten Mal zu werden, so dass man dieses Mal vielleicht mehr zum »Kuscheln« ;-) kommt.

Wer schauen möchte, ob es sich lohnt, das Montagsspiel der 2.Liga im DSF für einen Web Montag sausen zu lassen, kann im Web-Montag-Wiki Links und Berichte zu dem finden, was die Schriftkundigen aus Nah und Fern zur letzten Ausgabe in das digitale Pergament ritzten.

webmontag webmontag20060410

Webworking

Rails und Updates

StammleserInnen werden sich erinnern: Rails-Updates verhalfen meinem Haarschopf zu einem höheren Grauanteil.

Nun kam das Update auf Rails 1.1, und auf Shared-Hosting-Umgebungen klappten einige Rails-Applikationen zusammen wie Kartenhäuser im Durchzug, ohne dass sich die Nutzer dagegen wehren konnten (Shared-Hosting eben). Jetzt hat der Meister DHH persönlich die Lösung verkündet: Jede Rails-Applikation wird Rails mit der Applikation ausliefern. Was zu heftigen Debatten ebendort führte.

Die Idee ist unkonventionell, aber sinnvoll. Aber letztendlich eine späte Bestätigung meiner damaligen Aussage bezüglich Updates. Und der Produktiv-Host bleibt vorerst auf Rails 1.0. Ihr wisst schon, die Haare. ;-)

rails ror rubyonrails

Weblogtalk Webworking

Nackt! Nackt! Alles nackt!

Und am 5. April, da machen wir uns alle nackig im Web! Äh, also, nur die Website, denn am 5. April ist First Annual Naked Day: »That’s right, I’m starting the first annual CSS Naked Day. In the spirit of promoting Web Standards along with good semantic markup and proper hierarchy structures, April 5th will be a day of nakedness for all webmasters to remove their style sheets from their website for one day.« Um den Wert von standardbasiertem Design durch die Abwesenheit von selbigen dem Betrachter mit der Holzhammermethode einzubläuen, entfernen wir alle das CSS von der Website und schreiben einen kleinen Text dazu, den man bei Dustin Diaz finden kann. Also dann, ich will Euch nackt sehen! ;-)

[Via Jens]

css nakedday nackt webstandards

Webworking Techkram

Riya, oder: Keine Fotos mehr auf Bloggertreffen und Konferenzen

Riya ist die »Schily-Schäuble-Beckstein-Variante« von flickr und Konsorten. Also eine Bilder-Hochlade-Community, die alle Bilder mit Personen drauf einer automatischen Gesichtserkennung unterzieht. Damit der freiwillig selbstgeschaffene Große Bruder auch effektiv funktioniert, fordert das System nach der Registrierung (http://www.riya.com/groundTruth) dazu auf, mal eben 1.000 Bilder aus dem Fotoordner hoch zu laden und die vom System erkannten Gesichter mit Namen zu taggen. Ziel der ganzen Aktion ist es, nach Menschen und Orten und Kombinationen davon zu suchen.

Verblüffend finde ich die Reaktionen, die bisher dazu zu finden sind. Die meisten finden das »cool«. Hat denn niemand mehr auch nur ansatzweise ein Gespür für Datenschutz und Privatsphäre? Wenn das einmal Mainstream ist (im Moment ist es glücklicherweise viel zu viel Arbeit, das System zu trainieren, als dass wir in absehbarer Zeit einen Foto-Big-Brother-2.0 haben würden), muss auf Bloggertreffen und Konferenzen leider gelten: Keine Fotos, bitte. Und es muss Aufgabe der Blogosphäre werden, die (vorwiegend jüngeren) Leute, die allzu naiv mit persönlichen Daten umgehen, ein wenig zu sensibilisieren.

web2.0 riya

Weblogtalk Webworking

Bloggen mit Zeichen: sadlittlewebjournal

Weblogsoftware. Ja, letztendlich nutzen wir alle die großen Brummer unter den Weblog-Softwarepaketen, die sich alle ähnlich sind, mit den vielen komfortablen Funktionen, mit Glocken und Pfeifen. Aber es gibt auch die Exoten, die einen ganz anderen Ansatz verfolgen (vgl. z.B. Nanoblogger). Eines davon: sadlittlewebjournal.
Dabei handelt es sich um ein Bündel von Perl-Skripten, das mit MySQL oder Postgresql zusammen werkeln mag. Das Besondere: Die Oberfläche wird ausschließlich aus ASCII-Zeichen aufgebaut. Oben links baut man ein Stück ASCII-Art für den individuellen Touch ein, oben rechts rotieren Zitate oder blöde Sprüche, die man über das Backend eingebaut hat. Kurze Nachrichten, ein Weblog/Journal, statische Seiten für längere Beiträge, eine Bilder-Galerie: alles drin! Ich habe mal eine Testsite gebaut, und ich muss sagen, es macht wirklich Spaß, mit sadlittlewebjournal zu spielen. Und wo gibt es schon ein Weblog, dass in einem grafischen Browser (siehe Bild oben) fast genauso aussieht wie im Terminalbrowser lynx (s.u.)? ;-) sadlittlewebjournal steht unter der GPL, benötigt, wie gesagt, MySQL oder Postgresql, und einige Perl-Module, die man aber flott mit der CPAN-Shell installiert bekommt.

Fazit: Ein kühles Progrämmchen, ich suche nun händeringend nach einer sinnvollen Anwendung dafür. ;-)

weblogs sadlittlewebjournal

Webworking

Ajax in 30 Sekunden

Ajax ist eine kühle Sache, um den mitunter nervtötenden Seite laden – Sachen eintippen – Sachen abschicken – Seite laden-Zyklus einer typischen Webapplikation zu unterbrechen. Der selbstreferenzielle internationale Blogzirkel der sich vornehmlich selbst auf die Schulter klopfenden, vornehmlich auf Ruby-Schienen entwickelte banale Kommerz-Applikationen hypenden Web-Entwickler (was sie dann schreiben, taucht kurz drauf als Link in deutschsprachigen so genannten Webdesign/Entwicklungs-Fachblogs auf, ich weiß immer nach meiner Feedreader-Tour, was bestimmte ExpertInnen demnächst bloggen werden, aber ich schweife ab) spinnt eine unnötige Aura der Komplexität um dieses Thema.

Dass das auch anders geht, beweist PHP-Legende Rasmus Lerdorf, der den relativ banalen Kern der ganzen Ajax-Technik in 30 Sekunden erklärt. So leicht geht das. Manchmal.

ajax

Internet Webworking

YubNub

Ein kühles Ergebnis des jüngst statt gefundenen Rails Day ist YubNub, eine soziale Kommandozeile für das Web. Die Idee dahinter: Viele verschiedene Webdienste durch ein mehr oder weniger eingängiges Kommando, analog einer Kommandozeile (oder Eingabeaufforderung, für die Benutzer von Virenschleudern ;-)) aufrufen zu können. In etwa so, wie mit den Adressfeld-Kürzeln im Firefox. Autor Jon Aquino erläutert in seinem Blog, was dahinter steckt. Gute Idee, wenn es nicht als Kurz-URL-Dienst mißbraucht wird, sogar sehr sinnvoll.

Gefunden bei Jonas

rails webservices yubnub

Webworking

Deine Website steht mit einem Bein im Grab!

Wenn sie PHP benutzt. Diesen Eindruck könnte man zumindest gewinnen, wenn man das Echo auf Santy verfolgt. Die verschiedentlich zu lesende Kritik an der Reaktion der offiziellen PHP-Stellen resultierte in Action, Marco Tabini in seinem Weblog: »For what it’s worth, I don’t think there’s anything particularly wrong with phpBB; the fact that its maintainers took a bit longer than expected to realize the importance of a bug and provide a fix simply outlines their need for an audit of the older portions of their code. Bugs happen, and security fixes happen.
The fact that the Santy worm was allowed to spread as much as it did, however, brings to light a simple fact: despite PHP’s popularity, there is no concerted effort to keep the public informed on security news related to PHP
Konsequenz daraus: Es gibt nun eine neue (moderierte) Mailingliste namens [phpsec], die genau diesem Übel abhelfen soll. Seit ich sie abonniert habe, kam aber noch nicht eine Mail darüber reingeschneit, kann ein gutes oder schlechtes Zeichen sein.

Man sollte übrigens nicht den Stab über phpBB brechen. Es ist doch so: PHP ist eine Skriptsprache, die auf eine Vielzahl von Bibliotheken zurückgreift, die widerum mit dem Apachen und dem Betriebssystem zusammen spielen. Würde man erst einmal versuchen, das in seiner Gesamtheit zu verstehen, käme man niemals dazu, auch nur eine Anwendung fertig zu programmieren. Darum ist die neue Mailingliste eine löbliche Sache, denn der Informationsfluß auf php.net ist in solchen Dingen sehr schleppend, man musste sich bisher sicherheitsrelevante Infos überall zusammen suchen.
Seit dem 31.12. gibt es nun auch ein “offizielles” Statement auf php.net, wie üblich ohne Permalink, bitte nach »A Note On Security in PHP« Ausschau halten …

Webworking

Web Standards Adventskalender

Alle Jahre wieder, am Kalendae des Dezembers, werden Editoren angeworfen und atemberaubende Skriptakrobatik betrieben, um das Web mit virtuellen Adventskalendern zu schmücken.
Dieses Jahr gibt es einen besonderen Adventskalender! Manuela Hoffmann, Vladimir Simovic, Stefan Blanz und, last but not least, Jens Grochtdreis haben einen Web Standards Adventskalender gebaut. Jeden Tag gibt es einen Tipp und Informationen aus der wunderbaren Welt der Webstandards, garantiert informationsreich und kalorienarm. ;-)

Webworking

Bildschirmschüsse

Zwei praktische Programme zum Erstellen von Screenshots von Websites unter Mac OS X drängen heute in den webloggigen Aufmerksamkeitsfokus:

  • webkit2png ist ein Kommandozeilenwerkzeug in Python zur Erledigung eben jener Aufgabe (via plasticbag).
  • Wer lieber die Maus schubst, beauftragt seinen eigenen Paparazzi! um prominente Websites zu fotografieren (via Leos fscklog).
  • Ein weiterer Bildschirmfotograf: SnapWeb. Allerdings Shareware (Danke, ix).

Aber auch BenutzerInnen des Industriestandards in Sachen Viren und Würmer, M$ Windows, müssen nicht weinend zuschauen, wenn die Mac-UserInnen eifrig Screenshots speichern, denn für sie gibt es url2bmp und IECapt.

Und die JüngerInnen des bierseligen Pinguins brauchen ebenfalls nicht am Katzentisch Platz zu nehmen, für Linux gibt es khtml2png und, besonders geeignet für die automatische Erstellung von Screenshots, eine Python-Lösung mit GtkMozEmbed. Außerdem ist in neueren KDE-Versionen (zumindest in 3.2, das hier läuft) das Kommandozeilen-Programm kwebdesktop enthalten, das ebenfalls eine Website in eine PNG konserviert.

So, nun haben wir sie alle durch: Mach mir den Screenshot, Baby!

(Aktualisiert am 13.09.04 um 22:45 Uhr, besten Dank an Markus für die Ergänzungen :-))

Webworking

Ein »geekigeres« Wiki: Instiki

Also, wissen Sie, verehrte Zielgruppe, ich bin ja nicht so der Wiki-Typ. Kollektiv-Wiki sowieso nicht: Basisdemokratisches Problematisieren ist mir ein absolutes Greuel. Aber heutzutage hat ja auch jede/r BloggerIn ein individuelles Wiki (qed). Ich natürlich auch, schon seit Mai 2003, das darbte aber greulich vor sich hin. Außer ab und an lieblos einen Link reinzuklatschen, habe ich damit nix gemacht, und wer es sich anschaut stellt fest, dass ich bei der Gestaltung der Fußzeile endgültig die Lust daran verlor. Ausge-wiki-t!

Dann aber begab es sich, dass ich mal wieder bei “Blog-Legende” Matthew Haughey vorbei schaute und Instiki entdeckte. Ein Wiki, entwickelt in einer exotischen Sprache namens Ruby. Instiki bringt seinen eigenen Web-Server mit. Und für Mac OS X gibt es ein “Rundum-Sorglos-Paket”, welches man einfach runtersaugt und anklickt, und schon läuft ein kühles lokales Wiki auf dem Mac, inklusive neuem Menüpunkt “Wiki” in der Safari-Menüleiste. Und das Allerbeste daran: Es versteht, wie mein Blogsystem TXP, Textile (und Markdown und RDoc). Instiki hat auf meinem Powerbook nun das MacJournal als lokale Notiz- und Schreibapplikation, oder, hochtrabend ausgedrückt, als zentrales Knowledge-Management-System, abgelöst.

Wenn man einen eigenen virtuellen oder echten Server zur Verfügung hat, kann man Instiki natürlich auch als Wiki im Internet verwenden. Da Instiki einen eigenen Server auf Port 2500 startet, kann man es nicht auf einem Shared Host aka Webspace verwenden.

Man benötigt unter Linux erst einmal den Ruby-Interpreter. Unter Debian-Woody hat man das Problem, dass das mit apt-get erhältliche Ruby-Paket hoffnungslos veraltet ist, ergo habe ich ruby 1.8.1 aus dem Source selbst gebacken, einfach downloaden und den Dreisatz ./configure, make und make install anwenden, schon hat man ein frisches Ruby auf der Debian-Kiste. Sodann besorgt man sich Instiki als tgz, packt es aus und startet instiki.rb. Fertig! Und es funktioniert nicht. ;-) Das tgz “vergisst” im Instiki-Verzeichnis die Verzeichnisse “storage/2500” anzulegen, holt man selbiges händig nach, läuft Instiki auf http://server:2500.

Da ein URL auf :2500 hochgradig unkühl ist, nutzt man den sowieso vorhandenen Apachen als Proxy (Modul mod_proxy muß natürlich vorhanden und aktiviert sein), indem man in der httpd.conf einen virtuellen Host hinzufügt:

<VirtualHost *>
    ServerName ein.toller.virtual.host
    ProxyPass / http://127.0.0.1:2500/
    ProxyPassReverse / http://127.0.0.1:2500/
</VirtualHost>

Nun ist das wiki unter http://ein.toller.virtual.host verfügbar.

Läuft Instiki einmal, kann man mit ein paar Mausklicks beliebig viele neue, in sich geschlossene Wikis hinzufügen, auch das ein Pluspunkt für Instiki. Und man kann einzelne Wikis mit Passwörtern schützen, das Wiki als Bündel von HTML-Seiten exportieren, usw. usw., einfach mal die Feature-Liste lesen.

Um wieder zum Anfang dieses länglichen Beitrags zurück zu kommen: Nun wird mein Wiki mit Instiki neu aufgebaut, vielleicht bin ich ja doch der Wiki-Typ. ;-) Instiki ist genau die Software, die einen ausreichenden Spaß- und Geek-Faktor besitzt, um einen neuen Wiki-Anlauf zu unternehmen.

Webworking

»Nicht lamentieren, Fragebogen ausfüllen und einsenden«

Ralph Segert über die Resonanz zur Umfrage des Bundeswirtschaftsministeriums zu Softwarepatenten: »[..] was ist mit den vielen hauptberuflichen Webworkern, verpennen die das Thema und wundern sich später, wenn sie feststellen, wie teuer Open Source plötzlich geworden ist? Und die vielen semiprofessionellen Nutzer und Sauger da draussen, die das Thema immer noch wahrnehmen, als ginge es um einen Sack Reis, der in China umfällt, wundern die sich auch, wenn das ganze Zeugs, das sie so selbstverständlich nutzten zu ihrem Vorteil, auf einmal in privater Hand liegt?« Wo er Recht hat, hat er Recht. Darum: Erst bei Wolfgang Wiese lesen, dann diesen Heise-Kommentar von Florian Müller, die Links zur Umfrage des Bundeswirtschaftsministeriums zu Softwarepatenten anschauen, und dann den Fragebogen ausfüllen. Und das Ganze, wie Hausmeister Krause sagen würde, z. z., ziemlich zügig! ;-)

Webworking

Neuer Trend: Kontrolliertes Durcheinander

Wenn Cameron Molls 80/20-Axiom (80% aller Webdesign-Trends werden von 20 Personen bestimmt) stimmt, dann ist nun der Trend: Weg vom feinziselierten Kunstwerk mit Tapeten-Hintergrund, hin zu einem Stil den ich als “kontrolliertes Durcheinander” bezeichnen möchte. Zwei von den 20 Trendsettern präsentierten jüngst neue Designs:

pic
Digital Web Magazine

pic
Mezzoblue

Gemeinsam ist beiden neuen Sites, dass man erst einmal gründlich schauen muß, wo man denn was finden kann. Bei Digital Web stört mich, dass einfach überall irgend etwas zum anklicken ist, zwei Navigationen, zwei Spalten, Kästen mit Bildern und Zitaten – einfach überall. Es fehlt Raum. Mezzoblue wirkt etwas geordneter, aber trotzdem noch ziemlich “voll”. Ziemlich bunt sind beide Sites. Dieser Trend sagt mir nicht so zu, aber achtet drauf, das werden wir in Zukunft häufiger sehen.

In diesem Zusammenhang lesenswert: Asterisk: »The Risks Of Web Redesign«

Webworking

Webworking-O-Rama

Die letzten Tage waren sehr ergiebig, was neuen Lesestoff für Webworker angeht.

Zunächst zur Abteilung “Gucken”. Das altehrwürdige Digital Web Magazine erntet allenthalben Beifall für das Redesign, ich finde es ist ziemlich durcheinander geraten. Überall ist irgendetwas, das alte Design war klarer und zielgerichteter. So unterschiedlich sind die Geschmäcker. ;-)

Ein Trend neigt sich dem Ende entgegen: Oceanen ist »last award for a bloggy-looking site that uses a wallpaper pattern … promise« (Web Standards Award). Schlecht, ich hatte noch keine 70er-Jahre-Tapete als Hintergrund, wie immer bin ich zu langsam.

Und noch etwas Lesestoff:

Webworking

Referer-Spammer-Offensive

Irgendwie haben in den letzten Tagen die Referer-Spammer eine Offensive gestartet, die Referer-Statistik wird langsam unlesbar. Mir ist aufgefallen, dass die in ihrem “User-Agent-String” irgendwo immer “.WONKZ” stehen haben. Darum werden wir zumindest mal diesen Brüdern und Schwestern das Türchen zuschlagen, indem wir folgendes einer .htaccess-Datei im Stammverzeichnis unseres Weblogs hinzufügen:

SetEnvIfNoCase User-Agent “.*WONKZ” bad_bot

<FilesMatch “(.*)”>

Order Allow,Deny

Allow from all

Deny from env=bad_bot

</FilesMatch>

Eine unentbehrliche Hilfe in solchen Fällen: »dive into mark: How to block spambots, ban spybots, and tell unwanted robots to go to hell« Die “WONKZ” standen zwar noch nicht in dem Artikel drin, aber wenn man nachliest wie es geht kann man das bei neu auftretenden Störenfrieden leicht selbst ableiten.

Noch ein Tipp für einen Test: Im Mozilla kann man, wenn man “about:config” in die Adressleise tippt, alle Konfigurationswerte ändern, so auch “general.useragent.misc”. Dem Wert fügt man temporär “.WONKZ” hinzu, damit ist man nun selbst ein “WONKZ” im User-Agent-String. Nun testet man seine .htaccess, und löscht es anschließend wieder heraus.

Webworking

CSS+Design

Der css Zen Garden auf deutsch: CSS+Design, ein Projekt der e-Workers, hinter denen der auch schon jahrelang im Netz “rumhängende” /pa.eng steckt, der mir schon zu alten CompuServe-Zeiten über den virtuellen Weg gelaufen ist. Daher kommt dieser Link mit einer ganz besonderen Empfehlung und einer Aufforderung an alle CSS-Bastler, dort mit zu mischen …

Webworking

SDF - Noch ein Syndikations-Format

Kühl! Die verschiedenen RSS-Versionen und Atom sind irgendwie noch nicht genug, daher war es höchste Zeit für ein weiteres Format zur Erzeugung von “Newsfeeds”: SDF. Getrieben von der ehrbaren Absicht, den “Syndikationsformatkrieg” zwischen den Dave- und Mark-Lagern zu beenden, entwickelte die Firma eines 21-jährigen Studenten das Streaming Document Format, kurz “SDF”. Das hat für den Nerd als solchen Konsequenzen, denn nun muß man nicht nur RSS in allen Geschmacksrichtungen nebst Atom anbieten, sondern auch noch SDF. Warum? Na, weil es da ist. ;-)

(Via The RSS Weblog)

Webworking

Alter Klassiker: Fest oder flüssig

Martin legt einen alten Klassiker neu auf, nämlich die Diskussion darüber ob eine Website feste Spaltenbreiten haben oder der Text “flüssig” über das Browserfenster “floaten” soll:



»Es gibt bei textorientierten Seiten praktisch nie einen guten Grund, dem User vorzuschreiben, wie er etwas zu sehen hat. Feste Schriftgrößen und Spaltenbreiten mögen für einige Menschen hübsch aussehen, sind aber für andere überhaupt nicht sinnvoll und können sogar dazu führen, dass die Seite für manche User unbenutzbar wird.


Das hat, wie alles im Leben, zwei Seiten. Wenn man sich mal ein wenig unter den Weblogs umschaut, so stellt man fest dass die “hübscheren” (in meinen Augen, logischerweise) zumeist feste Spaltenbreiten verwenden, Dees Metamorphine ist da eine der ansehnlichen Ausnahmen. Wenn man, wie ich, gerne Fotos verwendet, bleibt einem fast nichts anderes übrig als “fixed” zu arbeiten, man werfe mal einen Blick auf das “liquid Netzbuch”, dann sieht man was ich meine. Es bleibt einem nur ein anderes Layout, oder man muß das Bild in einem Verlauf auslaufen lassen, was mir viel zu “Nineties” ist. ;-) Oder man skaliert das Bild in CSS, dann aber wird es auch immer höher, je breiter es wird. Oder man spiegelt es, damit es sich endlos wiederholen kann. Mir gefällt das Netzbuch aber “fixed” besser als in der fließenden Variante.



Quintessenz: Es kommt auf das angestrebte Design an, es folgt nicht immer die Form unbedingt bedingungslos der Funktion. Sowohl die eine als auch die andere Variante sind legitime Gestaltungsansätze. Das Auge ißt immer mit, und ich kann mich an schönen ausgewogenen Spalten-Designs sehr erfreuen und habe auch keine Probleme mit der Vergrößerung des Schriftgrads in festen Spalten. Wie immer sollte man sich davor hüten die eigenen Vorlieben zu allgemeingültigen Design, oder gar “Usability-” (um mal einen modischen Buzz-Anglizismus zu verwenden) maßstäben zu erhöhen. Wie Larry Wall immer so schön sagt: »There`s more than one way to do it.«

Webworking

Bloglines

Ich habe mir einmal Bloglines angeschaut, eine angenehme Überraschung. Für einen webbasierenden RSS-Reader kann man damit relativ zügig arbeiten. “Bauartbedingt” kann ein webbasierender Reader natürlich niemals so flott sein wie eine Desktop-Applikation.
Eine Funktion die ich im NetNewsWire vermisse bietet Bloglines auch, nämlich das Speichern eines Beitrags den man sich später noch einmal näher anschauen möchte. Etwas undurchsichtig ist der Zeitpunkt der letzten Aktualisierung, so wie ich das verstanden habe wird wohl jeder Feed einmal stündlich abgeholt und steht dann allen Benutzern zur Verfügung, was eine sehr effiziente Technik ist.

Fazit: Bisher der beste webbasierende RSS-Reader.

Webworking

Rick Ellis im Interview

Noch ein Interview mit pMachine- und ExpressionEngine-Kreator Rick Ellis, diesmal auf AppleMatters, sogar mit Foto. ;-) Ein Zitat daraus:

»Is ExpressionEngine a weblogging tool or a content management tool?
ExpressionEngine is a publishing tool that has strong roots in weblogging but can be used effectively as a content management system. Our goal is to blur the distinction between the two.«

Sehr ambitioniert, aber IMHO meines Erachtens eine sinnvolle und erfolgsversprechende Sache, die Welt schreit nach einem CMS dass sich leicht wie ein Blog handhaben lässt, denn für viele Anwendungsfälle sind “Brummer” vom Schlage Typo3 der reine “Overkill” …

Webworking

John Hicks im Interview

Ich halte nicht viel von Personenkult im Web (es sei denn er wird um mich betrieben), aber trotzdem gibt es so einige Seiten wo ich einfach mal gerne vorbei schaue, herumschmökere, und dann beginne mich für den “Mensch dahinter” zu interessieren. Eine davon ist Hicksdesign, und eben jener John Hicks gibt in skinnij ein wirklich lesenswertes Interview über das Leben als freischaffender Webkünstler, das neue Mozilla-Firefox-Logo (Ihr wisst schon, jenes mit dem läufigen Fuchs der sich über die Welt her macht) und andere Dinge des Web-Lebens.

Webworking

Prêt-à-Porter, digital

Adam Polselli sagt die Modefarben der Web-Saison 2004 voraus:

»This past year has whipped through such trends as the dark, and oftentimes depressing, gothic look, the sleek and vibrant “mod” look, and even some throwbacks to the earth-toned ’70s and the fluorescent ’80s. After an acid-trip like that, designers are very likely going to be searching for repose in more laid-back design trends. This leads me to my color forecast for 2004: calming neutrals, peaceful blues and greens, stable dark shades, and a few vibrant hues to add life.«

Wirklich sehr schöne Farbpaletten, kann sich jeder Web-Schaffende zur Inspiration anschauen.

Webworking

Alle CMSe saugen!

Nun habe ich ein paar Tage darauf verwendet nach einem CMS für eine relativ kleine Website zu suchen. Anforderungen: Datenbank (das ist nicht diskutabel, ich will `ne Datenbank und basta! ;-)), schmerzloses Erstellen von Templates und mein XHTML/CSS-Entwurf darf nicht mit Tabellen verhärmt werden. Ergebnis: Nix. Man kann sie alle knicken. Entweder produzieren sie gräßliches HTML in invaliden Tabellenwüsten, oder schreiben Daten in Textdateien, oder man muß sie derartig aufwändig anpassen (um die Tabellenwüsten los zu werden) dass man es gleich selbst bauen kann. Die schlimmsten sind die mit sogenannten “WYSIWYG”-Editoren. Grausam. Kein Wunder dass das Web mit invaliden Codewüsten bestückt ist.

Bevor ich mich bspw. freiwillig durch Typo3 quäle schnappe ich mir lieber Smarty und programmiere das CMS drum herum, Typo3 ist das CMS für Masochisten. Ich kann nicht feststellen wo der Gewinn beim Einsatz dieses Monstrums sein soll.

Also nehme ich doch die pMachine. Braucht man zwar eine “Commercial License”, aber dafür kann man es relativ schmerzlos zurecht biegen. Hätte ich eigentlich gleich drauf kommen können …

Webworking Perennen

Für Mutige: MSIE-Basteleien

Problem für Webworker: Man kann pro Windows-Installation nur einen MS Internet Explorer installieren, man muß aber seriöserweise seine Werke auch im MSIE 5.0 und MSIE 5.5 testen, ob man will oder nicht, da immer noch eine nicht unbeträchtliche Anzahl von technisch nicht so versierten Surfern mit diesen Antiquitäten unterwegs ist.

Jens schildert auf F – LOG – GE einen Weg mehrere MSIEs parallel auf einer Windows-Installation zu betreiben, was nach Jens` Aussage ganz gut funktioniert, von einigen Nebenwirkungen wie Abstürze, wenn man das Favoriten-Menü öffnet, mal abgesehen. Mal schauen ob ich mutig genug bin das mal auszuprobieren. ;-)

Webworking

OpenPHPNuke Version 1.0.0

OpenPHPNuke: »OpenPHPNuke (OPN) ist ein Open Source Web Content Management System (WCMS), das Ihnen bei der Erstellung, Verwaltung und Pflege von Inhalten im Internet oder auch im Intranet hilft. Sie können mit OPN Ihre Homepage, ein Portal oder auch andere Ideen im Internet realisieren.« Und dieser Tage in Version 1.0.0 erschienen.

(Via EasyWeb4All-Mailingliste)

Webworking

PHP5 erscheint am Horizont

So langsam wird es ernst: PHP Beta 1 steht schon seit letztem Monat zur Verfügung, ergo wird es für alle, die ihr Geld u.a. mit PHP verdienen, allerhöchste Zeit mal einen Blick drauf zu werfen. Z.B. in dem man den Sitepoint-Artikel PHP5: Coming Soon to a Webserver Near You liest (via generation neXt).


Und wenn es etwas spezieller sein darf: The Template Method Pattern in PHP 5 auf Zend.com (via PHP Everywhere).


Nicht dass ich jetzt übermäßige Lust hätte mich mit den intimen Neuerungen von PHP5 zu befassen, aber irgendwann muß man es ja mal installieren und schauen was alles nicht mehr funktioniert. ;-)

Webworking

Netscape R.I.P.

AOL hat Netscape als Marke getötet, die Mozilla-Entwickler die noch bei AOL (die vor einigen Jahren Netscape übernommen hatten) beschäftigt sind werden gefeuert, und die Weiterentwicklung der Mozilla-Familie wird zukünftig von einer Stiftung finanziert. Das ist die Quintessenz eines “digitalen Blätterrauschens” in den amerikanischen Weblogs, ausgelöst durch einen Eintrag im mozillaZine. Dort ist zu lesen dass sogar die Netscape-Logos von den Büro-Gebäuden abgeschraubt wurden. Radikaler Schnitt, sozusagen. Auch der für Netscape arbeitende CSS-Guru Eric Meyer bestätigt dass sein Team aufgelöst und in andere AOL-Abteilungen zerstreut wurde. Auch Daniel Glazman wurde gefeuert. Das ist also das ruhmlose Ende eines großen Webpioniers, Netscape ist Geschichte …

Wie erwähnt, die Mozilla-Entwicklung wird zukünftig von einer Stiftung finanziert, deshalb strahlt nun auch die Website von Mozilla.org in neuem Design. Um unser aller Lieblings-Browser Mozilla braucht man also keine Angst zu haben, nur den Netscape-Browser (Mozilla [Gecko]-Engine mit überflüssigem AOL-Zeugs drumherum) wird es nicht mehr geben. Was ja nicht so tragisch ist …

Diese Geschichte wird die nächsten Tage durch Netz und Presse geistern und Unkenrufe über Microsofts endgültigen Sieg im Browser-Krieg auslösen, ich kann mich in dieser Hinsicht nur Simon Willison anschließen: »With Netscape dead, less enlightened web developers may be tempted to drop all pretences at cross browser compatibility and go back to targeting Internet Explorer. This would be a folly: even without Netscape, the browser ecosystem is thriving now more than any time before in the history of the web. The browser wars are dead and gone, and with due attention to standards they need never come back. Let`s hope this truth is not lost in the media barrage we can expect over the next few weeks.«

Webworking

Jeffrey Zeldman im Interview

A Conversation With Jeffrey Zeldman gibt es auf Meet The Makers zu lesen. Zeldmans Weblog Daily Report lese ich schon seit “Urzeiten”, lange bevor mir bewußt wurde was ein Weblog ist. Zeldmans Philosophie vom Webseitenbau hat mir schon immer zugesagt. Auf die Frage warum er seine persönliche Site pflegt antwortet er:



»Publishing a personal site is the best way to experiment with different kinds of design and content, to find out what interests a specific audience and what doesn`t, to discover what makes people burrow into a sub-section or ignore it, to learn how to manage and refresh large amounts of content, to develop an authorial voice and maybe also a signature visual style, to begin understanding the community aspects of Web publishing, and to learn what makes a site a living entity instead of a piece of work you finish and walk away from. If you`re a commercial designer or developer and you don`t have a personal site, you`re missing an incredible opportunity to interact with real people, discover how they actually use the Web and bring these lessons to bear in your work.«


(Via zeldman.com)

Webworking

To PNG or not to PNG

Noch etwas zum Thema PNG-Grafiken auf Websites: Evolt.org unterzieht PNG-Grafiken einem Praxistest und kommt zu dem Schluß: »The decision to use PNG or not is yours to make. Ultimately you`ll have to weigh the marginally smaller file size and arguably better transparency against lack of consistent gamma correction and the extra work that may be involved in achieving the desired results. Based on my results I don`t expect PNGs to enter widespread use mainly because among the worst support is given in the most common applications: Photoshop doesn`t compress PNGs as well as it compress GIFs; and Internet Explorer for Windows doesn`t do full alpha transparency in an intuitive way.«

Webworking

PNG in IE, pronto!

Mal wieder eine Internet-Petition: Proper PNG Support in Internet Explorer for Windows. Die Petition fordert von Microsoft endlich die schon im IE4-Whitepaper versprochene “native” Unterstützung des PNG-Formats für den Internet Explorer umzusetzen. PNG, verehrte Zielgruppe, ist nicht irgendein Exoten-Bildformat sondern eine “W3C-recommendation”, Ziel dieses Formats, neben technischen Gründen, soll sein Bildformate für das Web “frei” zu halten, das GIF ist durch ein Copyright von Unisys belastet. Mehr gibt es bei Zeldman zu lesen.

Webworking

pMachine-Corner: Kommentarspalten-Funktion

Neu im Werkbuch:
Es ist bei Weblog-Besuchern (und -Betreibern) eine beliebte Sache schon auf der Titelseite des Weblogs eine Liste der letzten Kommentare zu finden. Da die pMachine eine solche Funktion nicht anbietet gibt es hier nun ein pMachine-AddOn zum Nachrüsten des Weblogs mit einer Kommentarspalte, so wie man es hier rechts in der Spalte anschauen kann.

Nachtrag: Nachdem ich gerade mal zufällig einen Blick auf eine pMachine-Free Datenstruktur werfen konnte kann ich frohen Mutes verkünden dass das Add-On auch mit der pMachine Free funktioniert.

[Zum Artikel]

Webworking

Cheyenne Weblog

Und schon wieder ein Weblog-Tool: Cheyenne Weblog.

Projektbeschreibung auf Freshmeat: »Cheyenne Weblog implements some of the standards-based technology that is missing from most blogging tools. It features XHTML 1.0-compliant output, so you can apply XSLTs or feed the output to an XML publishing framework like Cocoon. It uses LDAP for authentication. It generates an RSS feed which includes the dc date element. It includes XSLTs for rendering the RDF in portals like Cocoon and Tibco.«

Ist also für diejenigen die einen eher komplizierten Weg zum Weblog einschlagen wollen. ;-)

Der Source (falls es jemand downloaden möchte) ist gut versteckt, nämlich hier.

Webworking

Comeback der Hintergrundgrafiken

Jeffrey Zeldman ruft das Comeback eines optischen Utensils des WWW der 90er Jahre aus, der gekachelten Hintergrundgrafiken. Squidfingers offeriert eine üppige Sammlung eleganter Hintergrundkacheln, bei Minifonts gibt es Hilfestellung mit Musterschriften zur Erstellung eigener Kacheln (aber nur für Mac).

Vielleicht ein neuer (alter) Trend?

Und weil wir gerade bei Zeldman schmökern merken wir uns auch diese Übersicht auf web-graphics.com für Beispiele wie man die allseits beliebte “Tab-Optik” tabellenfrei mit CSS auf eine Website bekommt.

Webworking

Brainstorm

Eine seltsame Software ist Brainstorm. Brainstorm steht unter der GPL und ist Wiki, Weblog, Bildergalerie und Portal, irgendwie alles aber auch nichts. Da auch die Dokumentation im Brainstorm-FAQ eher “blumig” ausfällt “schreit” es förmlich danach einmal ausprobiert zu werden, auf dass der Testserver langsam aber sicher zu einem Panoptikum der Blog-, Portal-, Wiki- und CMS-Programme wird …

Webworking

Internet Explorer killen!

Die schon überall kursierende Geschichte wie man mit ein paar Zeilen fehlerhaften HTML den Internet Explorer killt ist wirklich ein Witz. Aber selbst das wird nicht reichen um die Unbelehrbaren mal dazu zu bringen den IE in Rente zu schicken und eine sichere und funktionale Alternative zu suche, aber die jammern am lautesten wenn ihr System crasht und nicht mehr richtig funktioniert.

Bei Martin kann mal ein bißchen seinen IE crashen (einfach hier klicken und ciao IE), und noch einen Lektüretipp für unverbesserliche IE-NutzerInnen finden: Warum IE wirklich zu gar nichts taugt … oder: Warum IE saugt.

Webworking

Tiki the CMS

Eine Art “eierlegende Wollmilchsau” ist Tiki the CMS. Es handelt sich dabei um ein “Small-CMS” auf PHP-Basis (es benutzt PEAR und die Smarty-Template-Engine) mit einer eindrucksvollen Feature-Liste, von einem Wiki, Download-Bereichen, einem Link-Verzeichnis, Webmail, Newreader, Bilder-Galerien, Weblog und was-weiß-ich-noch-allem ist alles dabei. Die Demo-Site sieht für meinen Geschmack aber etwas arg “Nuke-mäßig” aus, damit meine ich das typische “Portal-Kasten-Design.” Ist aber IMHO trotzdem mal einen genaueren Blick wert.

Webworking Perennen

Lebenshilfe: Backup-Strategie für das Weblog

Die Geschichte mit den Strato-“Backups” hat es mal wieder gezeigt: Es ist ein Spiel mit dem Feuer die Daten auf einem gemieteten Webspace nicht regelmäßig zu sichern, wenn es mal schief geht sind Monate oder Jahre des Bloggens einfach im Daten-Nirwana verschwunden. Darum: Daten sichern! Daten sichern! Daten sichern! Die Schwierigkeit dabei: Eine MySQL-Datenbank (entgegen anderslautenden Meinungen ist MySQL sehr zuverlässig, bei meinem Arbeitgeber habe ich fast die gesamte interne Verwaltung in MySQL-Datenbanken laufen, und es gab in über zwei Jahren nicht einen Datensatz der verloren ging, die zuverlässigste Datenbank nützt aber nichts wenn der Rechner drumherum wie bei Strato ein Saustall ist), wie sie viele Weblogsysteme einsetzen, kann man nicht per ftp auf den eigenen Rechner ziehen, sondern muß die Daten extrahieren und dann an dem berühmten “sicheren Ort” lagern.


Eine entsprechende Ausstattung des gemieteten Accounts erleichtert die Sache dergestalt dass man die Datensicherung völlig automatisieren kann. Je billiger der Webspace, desto mehr Handarbeit kann notwendig sein. Wie man die Datensicherung am geschicktesten anstellt kann die verehrte Zielgruppe in einem Netzbuch-Karfreitag-Special erfahren indem sie einmal behände auf Mehr klickt …

Luxus-Account: Cronjob verschickt Mail mit komprimierter Datenbank


Die folgende Vorgehensweise funktioniert wenn man Shell-Zugriff auf seinen Webspace hat. Bevor etwaige Nörgler rumnöhlen “ey, dat kann man aber alles in eine Zeile packen”, weiß ich, aber ich habe das bewusst einfach gehalten damit es durchsichtig bleibt.


Wenn man Shell-Zugriff per ssh oder telnet (sofort den Hoster wechseln, kein verantwortungsvoller Hoster bietet telnet an) hat ist es ganz einfach. Wir benötigen “mpack” um eine Mail mit Anhang zu erstellen, darum probieren wir nach dem Login durch ein beherztes “mpack” auf der Kommandozeile einmal aus ob das vorhanden ist. Wenn die Antwort etwa “An input file must be specified” lautet, wunderbar. Lautet die Antwort “bash: mpack: command not found” dann muß man die “Nicht ganz der Luxus-Account”-Methode (s.u.) verwenden.


Mit einem Editor der Wahl erzeugt man nun in seinem home-Verzeichnis das folgende kleine Shellskript mit dem Namen db-backup.sh:

<br />#!/bin/sh <br />mysqldump --user=DB-BENUTZER --password=DB-PASSWORT NAME-DATENBANK > NAME-DATENBANK.sql <br />gzip NAME-DATENBANK.sql <br />mpack -s Backup NAME-DATENBANK.sql.gz DEINE_EMAILADRESSE <br />rm -f NAME-DATENBANK.sql.gz <br />

Für DB-BENUTZER tragt Ihr den Benutzernamen für Eure Datenbank ein, für DB-PASSWORT das Passwort, für NAME-DATENBANK überraschenderweise den Namen der Datenbank und für DEINE_EMAILADRESSE Eure Email-Adresse. Nach dem Speichern verändert Ihr noch die Rechte des kleinen Skriptes mit

chmod 700 db-backup.sh, das Skript ist nun ausführbar und außer Euch kann niemand das Passwort für die Datenbank lesen.


Nun testen wir einmal, auf der Shell einmal ~/db-backup.sh eintippen, und kurze Zeit später erhaltet Ihr eine Email welche die Datenbank als komprimierten Dateianhang enthält.

Da das Ganze ja automatisch ablaufen soll erstellen wir nun noch einen Cronjob, der bewirkt dass das Skript zu von uns definierten Zeitpunkten automatisch ausgeführt wird und uns die Datenbank selbstständig nach Hause sendet. Dazu müssen wir noch den genauen Pfad zum “home”-Verzeichnis wissen, ein locker eingetipptes (immer auf der shell) “set|grep HOME” liefert als Ergebnis etwas wie “HOME=/home/irgendwo/juppi23” als Ergebnis. Jetzt wird es ein wenig kompliziert, aber ist für uns auch kein Problem. ;-) Mit “crontab -e” öffnen wir einen Editor, meistens der etwas exzentrisch zu bedienende vi. Jetzt nicht einfach lostippen! Mit einem “i” wechseln wir in den Bearbeitungsmodus und erstellen eine neue Zeile. Es muß definiert werden wie oft unser Skript laufen soll, im Editor muß eine Zeile nach dem Schema “MINUTE STUNDE TAG_DES_MONATS MONAT WOCHENTAG auszuführendes_Programm” erzeugt werden. Ein “*” steht dabei für beliebig. Wir tippen nun “* 3 * * * /home/irgendwo/juppi23/db-backup.sh” (natürlich müssen wir den eben ermittelten Pfad zu unserem Home-Verzeichnis verwenden) ein, mit einem Druck auf die ESCAPE-Taste gefolgt von “:wq” sichern wir den Cronjob. Nun wird jeden Tag um 3:00 Uhr automatisch ein Backup der Datenbank erstellt und per Mail verschickt. Würde man z.B. “* 3 * * sun /home/irgendwo/juppi23/db-backup.sh” eintippen entsprechend nur Sonntags um 3:00 Uhr. Das war es schon, wir brauchen nichts mehr zu tun, das Datenbank-Backup unseres Weblogs trudelt von nun an automatisch in unsere Mailbox. Was wir dann im Falles des Falles damit anstellen wird weiter unten erläutert!


Nicht ganz der Luxus-Account: Cronjob verschickt Mail mit unkomprimierter Datenbank



Wenn kein “mpack” vorhanden ist müssen wir das Skript ein wenig modifizieren. Es bleibt uns nichts anderes übrig als den Inhalt der Datenbank als Text zu versenden, was die Mail ein wenig umfangreich machen kann. Das db-backup.sh-Skript lautet dann in diesem Fall:

<br />#!/bin/sh <br />mysqldump --user=DB-BENUTZER --password=DB-PASSWORT NAME-DATENBANK > NAME-DATENBANK.sql <br />mail -s "Backup" DEINE_EMAILADRESSE < NAME-DATENBANK.sql <br />rm -f NAME-DATENBANK.sql <br />

Die weitere Vorgehensweise ist identisch mit der oben beschriebenen. Die Datenbank wird als Inhalt der Mail (im Klartext) versendet, wenn wir das Backup dann einmal benötigen müssen wir wohl oder übel den Mailtext als Datei speichern und dann wie unten erläutert zurückspielen.


Voll der Billigheimer: Backup ohne Shell-Zugriff mit phpMyAdmin



So ein Cronjob ist ja schön und gut, aber viele benutzen ja 1,98 Euro-Accounts die nur ftp-Zugriff gestatten. Aber auch in dem Fall kann man regelmäßig sichern, es ist dann nur mit mehr Arbeit verbunden.

Zunächst einmal muß auf dem Server phpMyAdmin installiert sein. Das ist nicht weiter schwierig. Wir laden uns von der phpMyAdmin-Homepage die Datei hinter dem Link “Download phpMyAdmin-2.4.0-php.zip” (oder welche Version auch immer gerade aktuell ist) herunter und entpacken dieses Zipfile irgendwo auf unserem Rechner. Es entsteht dann ein Verzeichnis namens “phpMyAdmin-2.4.0” (oder so ähnlich), das können wir nun auf “phpMyAdmin” umbenennen. In diesem Verzeichnis steckt eine Datei “config.inc.php”, diese öffnen wir mit einem Texteditor und ändern drei Zeilen:

$cfg[`PmaAbsoluteUri`] = `http://deine.domain.wieauchimmer/phpMyAdmin/`;

Und weiter unten:

<br />// MySQL USERNAME <br />// This is the username you use to access your MySQL database. <br />// Note: This is usually NOT the same as your FTP username. <br /> $dbusername = "DB-BENUTZERNAME"; <br /> <br />// MySQL PASSWORD <br />// The password used to access your MySQL database. <br />// Note: This is usually NOT the same as your FTP password. <br /> $dbpassword = "DB-PASSWORT"; <br />

DB-BENUTZERNAME und DB-PASSWORT werden natürlich durch die entsprechenden Werte ersetzt. Das war es schon, nun werfen wir unser ftp-Programm an und laden den gesamten Verzeichnisbaum “phpMyAdmin” auf unseren Webspace hoch. Wenn das fertig ist öffnen wir den Browser unseres Vertrauens und tippen “http://deine.domain.wieauchimmer/phpMyAdmin/” (oder wie immer wir das Verzeichnis auch benannt haben). Links oben finden wir nun ein Auswahlfeld oder den Namen “der” Datenbank, je nach Preis des Webhosters. Ein Klick auf den Namen der Datenbank öffnet im rechten Bereich eine Ansicht die etwa so wie der folgende Screenshot aussehen sollte:

Screenshot


Wir klicken nun auf “Exportieren” (rote Ellipse auf dem Screenshot) und es öffnet sich eine neue Ansicht:

Screenshot


Die Felder klicken wir so an wie auf dem Screenshot zu sehen und klicken auf “OK”, ein Download-Fenster öffnet sich und wir können uns auf unserer Festplatte einen sicheren Ort suchen. Je nach Browser kann es sein dass ein Dateiname der Art “DATENBANK.sql.php” angeboten wird, das sollten wir dann nach dem Download in “DATENBANK.sql” umbenennen.

Tipp: Die Seite für den Daten-Download in phpMyAdmin kann man sich auch direkt “bookmarken”, dann geht es schneller, indem man den Link “Exportieren” mit der rechte Maustaste und “Öffnen in neuem Fenster” (oder so ähnlich) anklickt.

Man sollte das “phpMyAdmin”-Verzeichnis durch eine Zugriffsschutz per .htaccess sichern, wie das geht findet Ihr (hoffentlich) in der Doku Eures Providers.


Katastrophe: Alles weg, das Backup muß her!



Nun ist es also passiert, der Provider hat Eure Datenbank zerstört und Ihr wollt das Backup wieder auf dem Server einspielen. auch dafür gibt es wieder zwei Wege.

Auf der Shell

Zunächst spielt Ihr die Datei mit dem letzten Backup per ftp in Euer Home-Verzeichnis auf den Server. Sodann loggt Ihr Euch per ssh ein und wechselt in das Home-Verzeichnis. Handelt es sich um eine komprimierte Datei nach dem ersten Backup-Verfahren dann muß diese mit einem “gzip -d DATENBANKNAME.sql.gz” (wobei DATENBANKNAME durch Euren Datenbanknamen ersetzt werden muß) entpackt werden. Handelt es sich um eine nach dem zweiten oder dritten Verfahren erstellte Textdatei braucht Ihr nichts machen außer den Namen der Datei im Kopf zu behalten. ;-) Nun loggt Ihr Euch auf der Shell mit “mysql —user=DB-BENUTZERNAME —password=DB_PASSWORD” in mysql ein. Ihr landet auf der mysql-Kommandozeile, mit “use DATENBANKNAME;” landet Ihr in Eurer leeren Datenbank. Die leere Datenbank sollte vorhanden sein, ist diese “weg” und Ihr habt das Recht Datenbanken selbst anzulegen müsst Ihr die Datenbank mit “create database DATENBANKNAME;” erzeugen und dann mit “use DATENBANKNAME;” hineinwechseln. Jetzt tippt Ihr, immer noch auf der mysql-Kommandozeile, ein “. DATENBANK.sql” ein (oder wie immer Eure unkomprimierte Sicherungsdatei heisst). Mysql rödelt nun ein bißchen herum und wenn er fertig ist ist sie wieder da, die kostbare Datenbank. Das war`s, mit “quit” verlasst Ihr mysql und könnt wieder bloggen. :-)


Ohne Shell: phpMyAdmin

Ohne Shell müssen wir wieder phpMyAdmin zu Hilfe nehmen, also Browser öffnen und “http://deine.domain.wieauchimmer/phpMyAdmin/” eintippen. Auch hier gilt: Ist die Datenbank verschwunden muß sie erst auf der Startseite von phpMyAdmin leer angelegt werden (und nur dann):

Screenshot


Mit einem Klick auf die Datenbankauswahl oder den Namen der Datenbank (wenn es nur eine gibt) kommt Ihr in die folgende Ansicht:

Screenshot


Hier klickt Ihr nun auf “SQL”, es erscheint folgendes:

Screenshot


Ein Kick auf Durchsuchen öffnet ein Dateiauswahlfenster, hier wählt Ihr nun Eure (unkomprimierte) Sicherungsdatei aus und klickt auf “OK”, dann wird phpMyAdmin ein bißchen rödeln und die Datenbank wieder herstellen. Alles ist nun gut, es kann weiter gebloggt werden.


Schlußwort



Soweit das “Karfreitag-Special”, ich hoffe dass hilft jemandem. Wenn auch nur ein liebevoll geführtes Blog durch diese Anleitung vor dem “Datentod” gerettet werden kann dann hat sie ihren Sinn erfüllt. Und dran denken: Die hier beschriebenen Verfahren sichern die Datenbank, selbstverständlich solltet Ihr auch all` Eure Bilder, HTML- und PHP-Dokumente vom Webserver mit einem ftp-Programm nach jeder Änderung auf Eure Festplatte ziehen nur diese Dateien gemeinsam mit der Datenbank sichern Eurer Weblog. Nun kann der Provider machen was er will, Eure mühsame Arbeit ist gerettet. ;-)

Webworking

Neue Version von Typo3

Der König der Open Source Content Management Systeme, Typo 3, ist in der neuen Version 3.5 erschienen. typo3.com ist die “Marketing-Seite”, die wahrhaft guten Sachen gibt es auf typo3.org. Dort gibt es neben der neuen Version auch eine deutschsprachige Version des “Getting Started”-Dokuments der typo3-Distribution, Der Einstieg (PDF).

Von den “ausgewachsenen” CMS im Open Source Bereich gefällt mir Typo3 am besten, denn es braucht nur Webserver, PHP und den ganzen Standardkram, von Java-Zeugs wie OpenCMS halte ich nicht so arg viel.

Webworking

Mason

Das sieht interessant aus, für den Fall dass ich mal genug von PHP habe und mal wieder eine Website mit Perl bauen möchte: Mason. »Mason is a powerful Perl-based web site development and delivery engine. With Mason you can embed Perl code in your HTML and construct pages from shared, reusable components.
Mason solves the common problems of site development: caching, debugging, templating, maintaining development and production sites, and more.«

Ist hiermit notiert zum testen!

[gefunden bei retroga.de]

Webworking

Ein alter Klassiker ...

… sind die von Dr. Web zusammen gestellten10 häufigsten Ärgernisse im Webdesign. Besonders der Punkt “Werbung, die sich über den Inhalt legt” treibt mich regelmäßig zur Raserei, letztens habe ich ziemlich blöd geguckt als ich Spiegel Online lesen wollte und plötzlich die ganze Seite voller Äpfel war die aus imaginären Löchern auf die Seite sprangen. Auch “Automatische Änderung der Fenstergröße” ist ein Übel, noch “besser” sind Fenster die sich ungefragt im “Kiosk-Mode” öffnen und den ganzen Desktop einnehmen, ein unvorsichtiger Klick darauf löst eine Kette von “Angeboten” aus, nur ein beherztes ALT-F4 erlöst den Surfer von seinem Leiden …

Webworking

MySQL 4 testen

Kaum ist MySQL 4 für den Produktiv-Einsatz freigegeben gibt es schon wieder ein Update von LAMPP um das Ganze auszuprobieren. Ich habe dafür zwar schon einmal “Werbung” gemacht, aber es gibt einfach keinen schmerzloseren Weg um einen Testserver aufzusetzen, damit man die neuen Versionen von Apache, PHP und MySQL testen kann bevor man damit im “real life-Einsatz” konfrontiert wird, als das LAMPP-Paket der Apachefriends.

Alles über LAMPP, WAMPP und XAMPP gibt es auf apachefriends.org.

Webworking

MySQL 4 freigegeben

PHP-Center: »MySQL AB hat mit MySQL 4.0.12 die erste für den Produktionseinsatz zertifizierte Version von MySQL 4 freigegeben.« Es gab zwar schon länger Versionen zum Download, diese wurden jedoch offiziell nicht für den Produktiv-Einsatz empfohlen.

Download-Möglichkeit für diverse Systeme gibt es natürlich bei mysql.com.

Webworking

Praktisch

Bei Ecin: Was Sie schon immer über Online-PR wissen wollten …

»Auch wenn die Basics der Pressearbeit im Internet mittlerweile eigentlich bekannt sein sollten, landen noch immer viele Unternehmensmitteilungen ungelesen im virtuellen Papierkorb. Häufig ist der Inhalt selbst zwar durchaus interessant, doch die „Verpackung“ ist derart schlecht, dass diese Meldungen schon an der ersten „Qualitätshürde“ scheitern. Dabei könnte alles so einfach sein.«

(gefunden bei Dr. Web)

Webworking

Ist die Zeit von HTML vorbei?

Auf “Boxes and Arrows” behauptet David Heller: »HTML`s Time is Over. Let`s Move On.« Und schlägt als Alternativen Flash(!), Java und Curl vor. Das bringt mich zu dem Schluß: HTMLs Zeit ist noch lange nicht vorbei. Der Vorteile (viele Plattformen, Interoperabilität, Clients, Durchschaubarkeit) sind es gar zu viele als dass man anfangen sollte “Enterprise”-Web-Applikationen in proprietären Technologien zu erstellen.

(via PHP Everywhere)

Webworking

W3C-DOM

Ein Artikel auf evolt.org: What shall we do with the W3C DOM? »Basically, since the W3C DOM allows us to completely rewrite the page according to the wishes of the user, we should design web pages in a new way. We no longer need to take serious decisions about how the site will work, how the navigation, the forms and the other elements interact with the users. Instead, we can offer the user a way to create his/her own web page, with exactly those elements and that interaction he/she wants, likes or needs. Thus one web page can look completely different for two users.« Ein simples Beispiel dazu gibt es auch. Das kann sicherlich gerade bei Formularen sinnvoll sein, meine vielfältigen Erfahrungen in dieser Hinsicht sagen aber dass der/die Benutzer(in) einer Website doch nicht so viele Freiheiten möchte wie das DOM ihm/ihr theoretisch erlauben würde (via Digital Web).

Webworking

php 4.3.0

Mal wieder ein neues PHP-Release: 4.3.0

Interessant daran: Das neue Kommandozeilen-Interface CLI ermöglicht die einfachere Nutzung von PHP-Skripten außerhalb des Web-Servers, genau wie das ja schon bisher über Interpreter-Aufruf nutzbare CGI-Interface, nur völlig anders. ;-)

(PHP Everywhere)

Webworking

PHPX

PHPX: »PHPX is a web portal system, blog, Content Management System (CMS), forums, and more. PHPX is designed to allow everyone to be able to have feature rich, interactive websites even if you do not know a bit of programming. Some key features include fully integrated forums, downloads, image gallery with slideshow and auto-thumb nailing, support ticket system, GUI interface for web page content management, news with topics and instances and a whole lot more. PHPX allows you to fully customize the look of your site. No more being constrained within restrictive layouts, you say how you want your site to look and PHPX does the rest. Easy to install, even easier to manage, PHPX is the next generation of portal/CMS programs.«

(via Schockwellenreiter)

Webworking

Jeffrey Zeldman ...

… hat ein “echt grelles” neues Design:
»To those who don’t understand that this site’s redesign has barely begun, and who feel the need to gripe about an unfinished rough draft, this site’s redesign has barely begun, and there is no need to gripe about an unfinished rough draft.«

Na gut, ich habe ja gar nichts gesagt …

Webworking

Optimales Web Design

Criteria for optimal web design (designing for usability): “Designing a website that takes into account the human element requires both an understanding of our nature as well as our physiological limitations. Usable websites incorporate human tendencies and limitation into its overall design. The questions below are meant to address some of the more important human factors concerns in the design and building of usable websites” (via PHP Everywhere).

Webworking

Wakka

“Nach ein paar wirklich sehr anstrengenden Tagen (Festplatte abgeraucht, stressiger Einbau einer neuen, teuren Platte; Katerchen mit Pilzinfektion; diverse Leute, die noch von mir Geld bekommen, drohen mir mit dem Brechen von Knochen) habe ich Wakka 0.1.1 veröffentlicht. Änderungen/neue Features findet Ihr wie immer im WakkaChangeLog” (Mornography).

Webworking

Road-Dawg

Road-Dawg wird eine webbasierte Groupware mit Workflow-, Projekt-, Kunden- und Zeit-Management. Das Hauptaugenmerkt liegt nicht im Kampf um die meisten Features sondern in Sachen Usability, Übersicht, Sicherheit und Geschwindigkeit. "

Webworking

Wiki

“Tim Berners-Lees Traum Anfang der 90er Jahre war nicht der Webbrowser, wie ihn ein jeder kennt, sondern eine Mischung aus Viewer und Editor. In einem im Wesentlichen nichtkommerziellen Bereich hat sich eine solche Technik durchgesetzt: bei den Wiki-Engines” (iX).