Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Techkram

Techkram

Adieu, mein kleiner Alturo-Server

Da der Hoster Alturo bekanntlich den Laden dicht macht, musste ich notgedrungen mein kleines Alturo-Serverchen töten. Also: Rettungssystem booten, alle Partitionen weghauen, und mit einem beherzten dd if=/dev/zero of=/dev/hda die gesamte Festplatte mit Nullen überschreiben. Aber das ist noch nicht sicher genug, in den üblichen Foren der ganz ganz tollen klugen Linuxexperten war zu lesen (sinngemäß), dass eine Festplatte, die nur mit Nullen überschrieben wurde, von usbekischen Datenspionagespezialisten in Kältekammern, die mit Nanopinzetten die Magnetpartikel richten, ausgelesen werden könnten. Da ich mir schon lebhaft vorstellen kann, wie sie Schlange stehen werden, um meine gebrauchte Server-Platte mit all’ den geheimen Web-3.0-Projekten drauf abzugreifen, wenn Alturo das Lager räumt und die alten Server alle in eine große Schuttmulde wirft, musste also noch ein dd if=/dev/urandom of=/dev/hda her. Ah, nun fühle ich mich sicher, nehmt das, Ihr Usbeken!

Wirklich schade, dass Alturo dicht macht, denn das Serverchen (es hatte 512MB RAM, obwohl ich nur 256 gekauft hatte) war sehr zuverlässig, in den 1,5 Jahren gab es überhaupt kein Problem und 100% Verfügbarkeit. Nun bin ich auf einen größeren tolleren Server woanders umgestiegen, der genug Leistung für Web-3.0- und sogar Web-4.0-Projekte mit Rails bietet. Doppelt so teuer, versteht sich. Aber dafür nun auch mit 4804 statt 2523 Bogomips.

server linux rootserver alturo bogomips

Techkram

Microsoft möchte »kooperierende Redaktionen«

Eine gute Story hat das CIO-Weblog, denn ausgerechnet die Computerbild erklärt in einer Pressemeldung, dass sie, im Gegensatz zur c’t, auf das Hinzufügen einer Heft-CD mit der Beta von MS Office 2007 verzichten wolle, da Microsoft einen Vertrag mit, sagen wir, besonderen Bedingungen als Gegenleistung dafür erwarte (Zitat):

»Ein Kernpunkt der ‘Vertriebsvereinbarung’: Die Verlage stellen Microsoft einen Entwurf der geplanten Artikel zur ‘Prüfung und Stellungnahme’ zur Verfügung. Die Redaktionen sollen dann bei der Einbeziehung der empfohlenen Änderungen ‘kooperieren’. Damit sollen etwa ‘Inkorrektheiten in bezug auf die Produkte’ und eine ‘Herabsetzung von Microsoft und/oder jeglichen Produkten’ vermieden werden. Außerdem gibt Microsoft in einer ‘Anleitung für Verlage zu genehmigten Inhalten’ einige Textpassagen für die Heftveröffentlichung vor.
Der Vertrag regelt auch die Inhalte der Heft-CDs/-DVDs, auf denen ‘Microsoft Office 2007’ vertrieben wird. So sind etwa sogenannte ‘Open-Source-Produkte’ auf solchen Datenträgern verboten. Namentlich wird das kostenlose Büroprogramm ‘Open Office’ genannt. Zwar will Microsoft zusätzliche Programme ‘nicht vorschreiben’, behält sich aber das Recht vor, ‘zusätzliche Inhalte zu genehmigen’. Dazu soll eine Vorabkopie der Heft-CDs/-DVDs zur Prüfung an Microsoft geschickt werden.«

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage: Hat die c’t den Vertrag unterschrieben, lässt ihre redaktionellen Berichte von Microsoft gegenlesen und »kooperiert« anschließend? In diesem Zusammenhang würde auch die völlig groteske Überschrift der kommenden c’t »Microsoft erfindet den Desktop neu« erklärlicher…

[Update:] c’t-Chefredakteur Christian Persson nimmt dazu Stellung

microsoft computerbild ct

Mac Techkram

Der Mythos der »Roten Box«

Seit der Boot-Camp-Vorstellung kann man Spekulationen lesen, Apple würde ins nächste OS X eine »Red Box« einbauen, die das Starten von Windows-Programmen (à la Classic) unter OS X erlauben würde, so in der Art von Wine. Schöner und detaillierter als ich es je könnte, führt Daniel Eran aus, warum derartige Vorstellungen von einer gewissen technischen Naivität gespeist und daher eher unwahrscheinlich sind: »Unraveling the Red Box Myth«:

»Which raises a question for the second leap of logic: why? Why would Apple have an interest, desire, or profit motive to sideline its existing business, and developments already in progress, to devote a massive investment in maintaining a secondary version of the Windows platform, entirely dependent on the whim of Microsoft? […] No, Cringely and an army of wishful thinkers demand that Apple spend up its limited resources making Mac OS X run a limited selection of Windows applications in a strange compatibility box, where they look and feel neither exactly like Windows nor native to Mac OS X. How ridiculous! The ideas behind the Red Box Myth are so patently absurd that anyone who refers to it as the logical next step for Apple deserves to have their credibility seriously called into question.«

Für jede(n) mit Interesse am immerwährenden Betriebssystemzirkus aus der Perspektive eines angebissenen Stück Obstes gilt: Lesebefehl!

mac apple windows microsoft redbox bootcamp

Mac Techkram

Heute schon Daten gesichert?

Auch der oder die Mac-UserIn als solche muss Daten sichern (und mir jetzt einen Extra-Preis für die Weisheit der Woche, bitte! ;-)). Letztens wanderte ein wunderbarer Problematisierartikel aus einem Blog namens »plasticsfuture« über Backup-Werkzeuge auf dem Mac durch die einschlägigen Blogs. Da ich aktuelle Erfahrung mit dem plötzlichen Festplattentod habe, möchte ich ein wenig Weisheit verbreiten.

Natürlich wäre es wünschenswert, Backup-Mechanismen zu haben, die auch das allerletzte obskure Attribut aus dem Wildwuchs der OSX-Attribute sichern. Und natürlich verschiedene Versionen der Datensicherungen, so dass man im Notfall auch die Version des furchtbar wichtigen Texts von vor drei Wochen rauskramen könnte. Also am besten eine spezielle Backup-Software mit allen Schikanen, eine externe Festplatte oder DVDs, auf denen man dann natürlich regelmäßig sichert.

Unfug. Viele spezielle GUI-Backup-Programme funktionieren lt. plasticsfuture nicht richtig. Und es gibt grundsätzlich nur eine gute Datensicherung: Jene, die regelmäßig gemacht wird. Und das passiert nur, wenn der Mechanismus dazu möglichst simpel und automatisch ist und ohne große Hardware-Stöpselei von statten geht.

Darum höret die Weisheit eines Mannes, der einen innerhalb weniger Stunden stattfindenden Festplattentod ohne den Verlust auch nur eines Bytes überstanden hat:

Dinge, die versioniert werden müssen, wie alles was man so entwickelt oder schreibt oder frickelt, werden auf einen Subversion-Server gesichert. Das sind die einzigen Dinge, wo ich evtl. das Bedürfnis habe, eine ältere Version heraus zu wühlen.

Alle Daten werden grundsätzlich nur in Strukturen im Home-Verzeichnis auf dem Mac abgelegt. In meinem Netz befindet sich ein Linux-PC mit einer geräumigen Festplatte. Auf diesen wird ein kompletter Spiegel des Home-Verzeichnis des Mac vorgehalten. Ein Spiegel. Keine Versionierung nach Tagen, Wochen, Monaten, Jahren. Und das unkomprimiert und offen im Dateisystem. Festplatten kosten nix.

Und auf dem Mac befindet sich ein Skript, in dem steht:

rsync -avz —delete . datensicheruser@datensicherrechner.local:/home/daten/Powerbook-Backup/

Was macht das? rsync synchronisiert Verzeichnisstrukturen auf eine andere Platte, auch über das Netz. Die Option a sichert alles im Archiv-Mode, v zeigt an was getan wird, z komprimiert während der Übertragung, delete löscht auf dem Sicherungsrechner alles, was auch auf dem Powerbook gelöscht wurde. Wird dieser Befehl im Home-Verzeichnis ausgeführt (daher . für alles im aktuellen Verzeichnis) so wird eine ssh-Verbindung zum Rechner datensicherrechner.local als User datensicheruser ergestellt und das Homeverzeichnis in das Verzeichnis /home/daten/Powerbook-Backup/ auf datensicherrechner.local gespiegelt.

Mehr brauche ich nicht. Ich habe immer genau eine aktuelle Kopie meines Homeverzeichnisses des Notebooks auf einem anderen Rechner. Die Sicherung liegt offen im Dateisystem des anderen Rechners, ich komme an die Daten auch heran, wenn das Notebook plötzlich explodieren würde. Keine Sicherungen in komprimierten proprietären Formaten machen, niemals!
Der Sicherungsmechanismus funktioniert mehr oder weniger allein, sobald der Zielrechner eingeschaltet ist, indem man einfach das Skript ausführt. Im Falle eines Verlust durch Hardwareaustausch kopiere ich alles per scp über das Netz zurück auf das Powerbook. Kleinere Verluste, wie das einige Dateien nur noch das Standardsymbol statt eines bunten benutzerdefinierten Symbols haben, weil auf einem Linux-Dateisystem eben die Zillionen Mechanismen der erweiterten Attribute nicht gesichert werden, kann man verschmerzen. Die Alternative wäre ein altes oder gar kein Backup, weil die Prozedur zu aufwändig ist und der menschliche Faktor ins Spiel kommt.

Man könnte das noch verfeinern. Wenn man auf einen anderen Mac sichert, rsync mit dem Parameter E zur Erhaltung einiger erweiterter Attribute aufrufen. Oder auf dem fremden Rechner wiederum auf andere Platten sichern. Aber zwei Exemplare der Daten reichen eigentlich.

Fazit: Vergesst die Featuritis von Backup-Programmen und -Prozeduren. Wir brauchen ein Backup, das aktuell ist und die Daten einfach erreichbar macht, wenn man sie plötzlich braucht. Dazu reichen die Bordsysteme. QED.

mac rsync backup datensicherung

Mac Techkram

So geht das

Das war es also mit der Festplatte. So geht das. In einem ausgiebigen Bastelstündchen wurde die Festplatte ausgetauscht. Wenn man schon muss, muss natürlich auch ein Gewinn dabei raus springen, ergo wurde die vorhandene defekte 60-Gig-Platte von Toshiba durch eine neue von Samsung mit 100 GB ersetzt. Und, oben im Bild der große Schraubendreher, es wurde extra für den Umbau ein T6-Torx-Schrauber für sagenhafte 5,20 EUR angeschafft!

Der Umbau ist nicht so schlimm, wie die Anleitungen von iFixit, Stefan Horn oder Spreeblick-Johnny vermuten lassen. Wer schon einmal einen PC geöffnet und ohne Schaden an Mensch und Maschine umgebaut hat, bekommt das auch hin. Mit ausgiebiger Fotografiererei (die Tage gibt es davon noch mehr) habe ich 1,5 Stunden gebraucht. Wahrhaft langwierig war die Wiederherstellung des Betriebssystems und der Arbeitsumgebung. Aber Computer sind ja schließlich dazu da, Probleme zu schaffen, die man ohne nicht hätte…

powerbook festplatte mac

Mac Techkram

Die Ankunft des Jedi-Ritters

Update: Man kann sich das Geräusch anhören (MP3, ca. 103kB)
Das »Röhren« ist kein Störgeräusch, sondern kommt so aus dem armen kleinen Powerbook. ;-)

Also, gestern, komme ich so nach Hause. Bringe mein Powerbook ins Netz und fahre die übliche Datensicherung per rsync auf den Linux-Rechner. Schalte den Linux-Rechner wieder aus, die gewohnte Arbeitsstille ist da (ja, liebe PC-User, wir Mac-User arbeiten normalerweise in absoluter Stille, was machinenverursachte Geräusche angeht ;-)). Nach einiger Zeit erfüllt ein leises Sirren die Luft, wie von einem Jedi-Schwert, das in der Luft bewegt wird. Es wird lauter. Ich denke: »Hm, herumlaufende Jedi-Ritter sind in Wiesbaden eher unüblich«, und forsche nach der Ursache des Geräuschs.

Nach ein wenig herumlauschen stelle ich fest: Das Geräusch kommt aus dem Powerbook, ist bei Bewegung des Geräts beliebig reproduzierbar. Wenn man genau hinhört, hört es sich auch noch so an, als würde der Jedi-Ritter mit seinen Stiefeln durch Sand laufen. Mein erster Verdacht: Der Lüfter, gerade wg. der Bewegungsabhängigkeit. Ich forsche ein wenig in den Weiten des Webs, finde ein fast identisch klingendes Geräusch. Dort wollen sie einem aber etwas von Spannungswandlern erzählen. Ich bin verwirrt, warum sollte nach fast drei Jahren ein Spannungswandler anfangen, solche Geräusche zu machen? Ich verwerfe die Spannungswandler-Theorie.

Parallel beginne ich, tars von /usr/local und /opt anzulegen, in denen sich diverse selbst kompilierte Sachen wie PHP 512 befinden. Und während das tar zusammen packt, steht der Jedi-Ritter klopfend vor der Tür: Es kommt ein häßliches klopfendes und ratterndes und kratzendes Geräusch (Klack Klack – Klack Klack – krrrrrrrr) von der Festplatte aus dem kleinen Powerbook. Ich tare zu Ende und kopiere die Archive auf den Linux-Rechner. Danach boote ich von der Tiger-CD, nach dem Start-Sound rattert es wieder häßlich und noch lauter, der Jedi-Ritter hat die Tür eingetreten und ist da. Obwohl laut SMART und Festplattendienstprogramm noch alles in Ordnung ist, stelle ich fest: Die Festplatte ist wohl hinüber! Gelobt sei rsync und seine regelmäßige Anwendung!

Nun steht also Festplattenwechsel und Neuinstallation ins Haus (da haben wir hinreichende Erfahrung mit). Und die Bastelei in den Innereien des Powerbooks wird sicher ein großer Spaß. ;-)

powerbook festplatte

Webworking Techkram

Riya, oder: Keine Fotos mehr auf Bloggertreffen und Konferenzen

Riya ist die »Schily-Schäuble-Beckstein-Variante« von flickr und Konsorten. Also eine Bilder-Hochlade-Community, die alle Bilder mit Personen drauf einer automatischen Gesichtserkennung unterzieht. Damit der freiwillig selbstgeschaffene Große Bruder auch effektiv funktioniert, fordert das System nach der Registrierung (http://www.riya.com/groundTruth) dazu auf, mal eben 1.000 Bilder aus dem Fotoordner hoch zu laden und die vom System erkannten Gesichter mit Namen zu taggen. Ziel der ganzen Aktion ist es, nach Menschen und Orten und Kombinationen davon zu suchen.

Verblüffend finde ich die Reaktionen, die bisher dazu zu finden sind. Die meisten finden das »cool«. Hat denn niemand mehr auch nur ansatzweise ein Gespür für Datenschutz und Privatsphäre? Wenn das einmal Mainstream ist (im Moment ist es glücklicherweise viel zu viel Arbeit, das System zu trainieren, als dass wir in absehbarer Zeit einen Foto-Big-Brother-2.0 haben würden), muss auf Bloggertreffen und Konferenzen leider gelten: Keine Fotos, bitte. Und es muss Aufgabe der Blogosphäre werden, die (vorwiegend jüngeren) Leute, die allzu naiv mit persönlichen Daten umgehen, ein wenig zu sensibilisieren.

web2.0 riya

Techkram

Microsoft baut neues OS auf Darwin-Basis?

Wie Chris Holland im Apple-Blog schreibt, verdichten sich ganz klar die Anzeichen, dass Microsoft Windows fallen lassen und, ganz wie Apple, ein neues Betriebssystem auf der Basis von Darwin bauen wird. Darwin ist das BSD-basierende Unix, das im Keller von Mac OS X werkelt.
Erinnert Euch dran, wo Ihr das erstmals gelesen habt, welches Blog wahrhaftig sein Ohr am Puls der Zeit hatte.

Was, das sind nur haltlose Gerüchte? Also bitte, es gibt Leute, die werden für Spekulationen dieser Art auf einer erheblich schmaleren Faktenbasis noch stets für Insider oder angesehene Kolumnisten der IT-Szene gehalten…

Techkram

Happy Birthday, MS Windows!

Heute vor 20 Jahren, am 20. November 1985, erschien in den USA die erste Version von Microsoft Windows. Bei der Gelegenheit fällt mir einmal mehr auf, dass es praktisch keine Windows-Fan-Blogs gibt, die solche Daten ähnlich den zahlreichen Mac- und Linux-Blogs angemessen feiern würden. Anscheinend benutzen es (fast) alle, weil sie es nicht anders wollen/können/dürfen. Während aber die Mac- und Linux-User ihr System »ins Herz geschlossen haben«, behandeln die Windows-UserInnen ihr System eher wie eine Grippeschutzimpfung: Man braucht es, aber man mag es eigentlich nicht.

Da ich ja alt bin ;-), kann ich ein wenig vom Krieg erzählen. Damals, Mitte der 80er, hat das Erscheinen von Windows niemanden wirklich interessiert. Selbst Microsoft Deutschland muss angesicht des Geburtstags eingestehen, dass »Windows im Jahre 1985 noch eine Software für EDV-Enthusiasten« war. Wir PC-Benutzer schauten damals ein wenig neidisch auf die Benutzer von Apple-, Atari- und Amiga-Rechnern. Während wir DOS booteten und der Norton Commander der einzige Luxus auf der kargen Benutzeroberfläche war, konnten sich die Benutzer der anderen Rechner den Luxus graphischer Benutzeroberflächen gönnen.
Nicht Windows war damals der Favorit auf die Position der grafischen Standard-Oberfläche für PCs, sondern eine Portierung der Atari-Oberfläche für PCs namens GEM (Bild: Toastytech via Wikipedia):

Als die Pläne für die Portierung von GEM auf den PC ruchbar wurden, verklagte Apple (schon damals klagefreudig) den Hersteller Digital Research, und GEM auf dem PC musste so verkrüppelt werden, dass es niemand benutzen mochte. Letztendlich bereitete damit Apple den Boden für den Siegeszug von Windows, der aber erst 1990 mit Windows 3.0 beginnen sollte.
GEM ist übrigens im Laufe der Zeit zu einer OpenSource-Anwendung mutiert und kann erstaunlicherweise sogar noch gesaugt und installiert werden.

Zurück in die Mitte der 80er-Jahre. Selbstverständlich sahen die zeitgenössischen Entwickler für die PC-Plattform die Notwendigkeit, $AnwenderIn mit einer komfortableren Oberfläche für die tägliche Büroarbeit auszustatten. Es entstanden die so genannten integrierten Pakete, die MS-DOS mit einer eigenen Oberfläche für Standardanwendungen und Dateimanagement ausstatteten. Sehr verbreitet war ein Paket namens »Framework« von Ashton-Tate, einer Firma die damals berühmt war für die später von Borland geschluckte Datenbank »dBase«. Mit solchen Paketen bewältigte $AnwenderIn die tägliche Arbeit, so dass, wenn überhaupt ein Desktop als Symbol für den PC der 80er-Jahre steht, es der von Framework sein muss (Quelle):

Framework existiert übrigens auch noch, als Windows-Software der eher exotischen Art.

Was bleibt zum Geburtstag von Windows? War ein weiter Weg in den letzten 20 Jahren, vom 1.0er-Exotensystem für PC-Frickler zum Hoffnungsträger in Version 3.0 zum omnipräsenten Sicherheitsrisiko in den aktuellen Varianten, dass in seinen aktuellen Entwicklungen nur noch Standards hinterher hechelt, die andere Systeme längst gesetzt haben.
Objektiv gesehen liegt es auf der Hand, dass mit einem Betriebssystem, dass man nur benutzen kann, wenn man diverse so genannte »Sicherheitspakete« von Drittanbietern installiert, etwas nicht stimmen kann und es nicht empfehlenswert ist, einer solchen Dauer-Baustelle wichtige Daten anzuvertrauen. Ich persönlich hatte bereits 1994 genug davon (das war damals Win 3.1 mit guter alter 8+3-Dateinamenkonvention und einem Desktop, der schneller abstürzte als man gucken konnte) und wechselte zu OS/2 und Linux, und später, im neuen Jahrtausend, zum Mac.

windows gem framework dos microsoft

Techkram

Rails

Ich möchte wetten, dass 90% jener Damen und Herren, die in ihren Blogs das Ruby On Rails lobpreisen, höchstens ein fertiges Installer-Paket auf ihrem Windows oder Mac OS X installiert haben, aber noch nie eine »echte« Website mit Rails auf einem richtigen Server maintained haben. Ein Alptraum, sage ich Euch, jedes Update ist eine Zitterpartie. Und wenn etwas schief läuft, geht das fröhliche Suchen los. Das Rails-Gedöns verteilt sich im Betriebssystem wie ein MS Office seine DLLs. Und was weiß ich schon, was es bedeutet, wenn irgendein ActionDingsda eine Exception wirft? Ich bin (in diesem Fall) nur ein kleiner Linux-Admin, ey …

rails rubyonrails

Internet Techkram

Drecksding Firefox

Ich wollte mich zwar nicht mehr im Weblog aufregen (am Ende sagt man noch Josh zu mir ;-)). Naja, jedenfalls war ich gerade groß am Problematisieren über das abgelaufene Wochenende, dummerweise im Firefox, den ich leider nehmen musste, weil im Safari der Flickr-Organizer nicht richtig funktioniert (tja, der mehr oder weniger traurige Zustand der ja angeblich so tollen Auswahl an Browsern auf dem Mac wäre einen eigenen Rant wert, irgendeine Macke haben sie alle), als das Drecksding Firefox sich in Richtung Dauer-Strandbällchen verabschiedete (nicht zum ersten Mal, eigentlich gehöre ich dafür geschlagen, in dem Drecksding einen Beitrag zu schreiben). Der Beitrag war natürlich noch nicht gesichert. Drecksding. Drecksding. Firefox ist ein Drecksding. Und, noch einmal für Google: Firefox ist ein Drecksding. Auf diversen Ubuntu-Systemen lässt sich übrigens ähnliches beobachten, so dass wohl der Firefox, ganz alter Verführer, nackt in der Tür steht, mit den Augen verführerisch zwinkert und ins Betriebssystem haucht: »Sag’ Internet Explorer zu mir, Baby …«

Jetzt habe ich keine Lust mehr, (morgen vielleicht wieder), möchte aber nicht schließen, ohne auf meinen üppig gefüllten Set mit Bildern vom Dresden-Trip aufmerksam zu machen …

firefox mac

Techkram

Aus-ge-vista-t?

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass sich Microsoft ob des Umstands, dass (in Redmond!) schon eine Firma namens Vista existiert, vielleicht genau mit der passionierten Prozesshanselei konfrontiert sehen wird, die sie selbst so gerne an den Tag legen. Aber wahrscheinlich wird das Problem in bewährter Manier mit einer handvoll Dollars gelöst.

Apropos Vista, es gibt mit installvista.com und vistalicious.com bereits mindestens zwei Vista-Blogs.

microsoft windows vista

Techkram Seltsames

Simpel gestrickt

Philipp über Windows NT 6.0 aka Longhorn aka Vista: » Vista steht eigentlich für die wunderbare Abkürzung Viruses – Instability – Spyware – Trojans und Adware.« Nennt mich simpel gestrickt, aber ich finde das amüsant.
Es ist natürlich leicht, über M$ zu spotten. Aber hey! Ich kenne M$-Systeme seit 1986, sie haben Spott verdient. Schon im Vorfeld zu Windows 95 hieß es »Hey, jetzt kommt der radikale Windows-Umbau« aber seitdem haben sie an jeder Version nur halbgar herumgebastelt. Was nicht zuletzt zu den hinlänglich bekannten Problemen mit Windows geführt hat. Mancher mag es normal nennen, dass man einen Windows-Rechner ohne ein obskures Sammelsurium so genannter »Security-Tools« nicht vernetzt benutzen kann. Ich nenne das ridikül und indiskutabel. Mal gespannt, ob Vista daran etwas ändert.

windows vista

Weblogtalk Techkram

Oops, Nick did it again!

Das hat mich wirklich überrascht: Nick Bradbury, Autor berühmter und brauchbarer Windows-Programme wie HomeSite, TopStyle und den Feedreader FeedDemon, vertickt alles an NewsGator, dem ewigen Zweiten hinter Bloglines.

Rückblende: So um 1996 veröffentlichte Nick Bradbury den HTML-Editor HomeSite, zuerst als Freeware (kann man sogar noch im Internet bekommen, Dank an filapper), später als Shareware. HomeSite ist die »Mutter aller HTML-Quelltext-Editoren«, er brachte als erster den typischen HTML-Editor-Look, nämlich links eine Dateispalte, oben ’ne Toolbar und der Rest Editor-Fenster. Phase5, Quanta, Bluefish, und wie sie alle heißen, sind letztendlich alles HomeSite-Plagiate. Wie die Geschichte ausging, ist bekannt. HomeSite wurde zunächst, samt dem Herrn Bradbury, an Allaire verkauft, später an Macromedia, und nun an Adobe. Entwickelt wurde im Grunde nix mehr. Auf der Wintel-Möhre im Büro läuft noch HomeSite 4.5, ein Blick auf die Demo neuerer Versionen zeigte, dass sich nix nennenswertes mehr getan hat, was eine erneute Geldausgabe rechtfertigen würde. HomeSite ist für Macromedia/Adobe nur ein lästiges Anhängsel für ihre glorreichen so genannten visuellen Editoren. Herr Bradbury stieg 1998 aus, und begann mit TopStyle und startete damit, wie sich nun zeigt, die ganze Geschichte von vorne.

Nun krallt sich also NewsGator den FeedDemon. Statt die Software zu kaufen, darf man zukünftig NewsGator abonnieren, um in den Genuß von Updates zu kommen. Und damit wird die plattformübergreifende Initiative, das überaus praktische Abgleichen von Daten zwischen Bloglines und Desktop-Feedreadern, zumindest was Windows angeht ein Ende haben. Das macht ein Lockergnome-Interview mit einem dort nicht näher bezeichneten Greg von NewsGator unmißverständlich klar: »FeedDemon will continue to work with Bloglines as it does today. However, moving forward, we feel that the features we want to add require stronger API and feature support than that provided by Bloglines, so future development will concentrate on integration with the NewsGator Online platform.« Damit ist die praktische Integration von Online-Reader und Desktop-Applikation, was Windows-Benutzer angeht, vorbei. Denn wer will schon freiwillig NewsGator benutzen? Als Mac-User kann man nur hoffen, dass NetNewsWire nicht den selben Weg gehen wird.

Internet Techkram

Telefonier- und Kommunizier-Vision

Martin experimentiert mit Skype-VoIP-Spielzeugen. Insbesondere die Jyve-Card ist eine kühle Sache. Nur: Neben Festnetztelefon@Home, Mobiltelefon privat, Festnetztelefon@Work, evtl. Notfall-Mobiltelefon@Work mit all’ ihren Ruflisten und Voice-Boxen einen weiteren Plagegeist anschaffen – ne, muß nicht sein. Meine Vision vom Telefonieren (genauer: Kommunizieren! Die uns im wohlbegründeten kommerziellen Interesse der Dienstanbeiter anerzogene Unterscheidung der Kommunikationsmethoden nach ihren Anbietern wird fallen müssen!) der nahen Zukunft (auch davon hatte es Martin übrigens kürzlich):
Eine Nachrichten-Station wie die Jyve-Card. Aber klüger. Sie weiß, wann ich online erreichbar bin, schlägt Kommunizierwütigen den gerade gangbaren Weg vor. Dazu ein Telefon, dass ebenfalls weiß, wenn ich im Büro oder @Home im Internet bin und dann Skype (oder wer auch immer VoIP gerade anbietet) benutzt, ansonsten ein normales Mobilfunknetz. Kostentransparent und verläßlich, ohne dass ich groß rummachen muß. Das Telefon und die dahinter stehende Applikation wechselt auch auf Knopfdruck die Rollen, eine Taste und ich bin Privatmann und Business landet auf »Halde«. Ziel: Ein Gerät, eine zentrale Messaging-Applikation, die private und geschäftliche Kommunikationswege koordiniert, unabhängig vom Anbieter, und intelligent auf die Netzsituation reagiert (damit die »Ich liege halbtot im Treppenhaus und mein DSL geht gerade nicht und ich kann keinen Krankenwagen rufen.«-Situation gar nicht erst eintreten kann). Naja, man wird ja mal träumen dürfen … ;-)

Seltsames Techkram

Clocky, der hüpfende Wecker

Ich bin ziemlich schlimm! Ich habe eine Armada von lärmenden Weckern auf dem Nachttisch, bringe es aber trotzdem fertig, zu verschlafen. Schuld ist die auch vom Rückenmark erlernbare simple Armbewegung auf den Nachttisch zum Aktivieren der sogenannten Schlummer-Taste. Der Name ist viel zu niedlich, eigentlich müsste sie Drück-mich-nicht-oder-Du-endest-als-Hartz-IV-Kandidat-fauler-Sack – Taste heißen. Die Spezies vom MIT, immer auf der Suche nach diabolischen hilfreichen technischen Lösungen für die grundlegenden Probleme der Menschheit, haben sich auch dieses Problems angenommen und präsentieren die Lösung: Clocky. Clocky ist ein Wecker, der nach einem Druck auf die Schlummertaste vom Nachttisch hüpft und sich irgendwo im Zimmer versteckt. Klingelt er nun das nächste Mal, muß man aufstehen und das blöde Dingen im Zimmer suchen und ist dadurch so wach, dass man tatsächlich aufsteht. Genial! Oder grausam, je nach dem … ;-)

(Via futurezone)

Internet Techkram

Mania 2: E-Mail-Verschlüsselung mit GnuPG

Logo: GnuPG Irgendwo im magischen Dreieck zwischen Geektum, technischem Spieltrieb und der Notwendigkeit zur Erhaltung der eigenen Privatsphäre mit technischen Mitteln in den Zeiten staatlicher Lauschattacken (es komme mir niemand mit Ich habe nix zu verbergen, ein dämlicheres »Argument« gibt es in diesem Zusammenhang nicht) ist die gegenwärtige Popularität von E-Mail-Verschlüsselung mit GnuPG in Bloggerkreisen anzusiedeln.

Formaler Anlass ist das Inkrafttreten der obligatorischen technischen Möglichkeit zur E-Mail-Überwachung gemäß TKÜV in Deutschland ab dem 1.1.2005 (vgl. dazu Alps Blogeintrag »Email ade«).

Kurz und schlecht, ein GnuPGP-Schlüssel musste also her, und meine beiden E-Mail-Clients, Apple Mail und mutt mussten fit gemacht werden. Apple Mail war kein großes Problem, dank Marcus wirklich vorzüglicher Anleitung (Teil II und Teil III) sollte es für jede(n) Mac-User(in) kein Problem mehr sein, verschlüsselt und signiert zu mailen.

Wann immer ich von meinem Mac entfernt bin, nutze ich mutt via ssh zum E-Mail-Lesen (es gibt nun einmal im Web kaum etwas das ich mehr hasse als Webmail), das war schon ein erheblich härterer Fall. »Everything You Need To Know To Start Using GnuPG with Mutt« hilft zunächst einmal weiter.
Man stellt aber schnell ernüchtert fest, dass fast alle E-Mail-Clients (außer mutt, versteht sich, der benutzt PGP/MIME ;-)) die mit GnuPGP verschlüsselten Inhalte einer E-Mail falsch deklarieren, das beliebte Enigmail-Plugin für den Thunderbird deklariert sie eigentlich gar nicht. Was zu der unangenehmen Situation führt, dass niemand die eigenen verschlüsselten E-Mails entziffern kann, und man selbst verschlüsselte E-Mails anderer Leute nicht entschlüsseln kann. Nach einiger Sucherei und Bastelei gelang mir das schließlich, wenn hier noch andere mutt-User(innen) mitlesen, poste ich meine .muttrc gerne in einem separaten Beitrag.

Nun geht alles, mein öffentlicher Schlüssel ist via Keyserver und hier im Web verfügbar.

Einige weitere Links zum Thema:

Auf geht’s, erstellt einen Schlüssel und nutzt Verschlüsselung, Ihr möchtet doch auch nicht dass “Sicherheitsorgane” Euch unter der Dusche zuschauen, oder? Auch wenn es dabei im Grunde nichts zu verbergen gibt, der grundsätzliche Aufbau des menschlichen Körpers ist ja bekannt … ;-)

Noch eine kleine Anekdote am Rande: Als ich überprüfen wollte, ob mein Schlüssel auf dem Keyserver angekommen ist, fand ich bei der Abfrage zwei Schlüssel von mir aus dem Jahre 1998, zu heute nicht mehr existenten E-Mail-Adressen. Damals habe ich also schon einmal damit experimentiert, dieses aber zwischenzeitlich völlig vergessen. Oha, das Alter … ;-)

Techkram Mac

Firefox: Windows hui, Mac OS X pfui!

Meine Firefox-Erfahrungen mit der Version 1.0 sind zwiespältig.

Die Windows-Variante funktioniert nun sehr zuverlässig, die Issues, die ich damit hatte, nämlich der Verlust der History einzelner Tabs und das Nicht-Funktionieren der Aktualisieren-Aktionen bei meinen üppigen Statistik-Tabellen, scheinen verschwunden zu sein. Selbst das Laden des Monstrums schlechthin, des PDF-Plugin des Adobe Acrobat Readers, ist zwar nach wie vor, verglichen mit dem Werkzeug des Teufels aka IE, höllisch langsam, aber tötet den Firefox nicht mehr regelmäßig. Fazit: Zuverlässig und brauchbar!

Die Mac OS X-Variante, die ich ein paar Tage lang, inspiriert durch diesen Blog-Eintrag, als Standard-Browser verwendet habe, ist hingegen ziemlich unbrauchbar. Zweimal täglich schmiert der Feuerfuchs ab, insbesondere wenn man viele viele Links im Netnewswire anklickt, die sich im Firefox in einem neuen Tab öffnen sollen. Und wenn man einen Sourceforge-Download abbrechen möchte, weil man nur den URL des Mirrors in der Zwischenablage haben möchte (es ist albern, ein Archiv auf den Arbeitsrechner herunter und anschließend wieder auf den Server, wo es hin soll, hoch zu laden, dafür hat man wget auf dem Server), so kann man den Firefox reproduzierbar töten, indem man, während der “Speichern”-Dialog des Firefox erscheint, in ein anderes Programm wechselt. Buntes rotierendes Bällchen für die Ewigkeit ist die grausame Strafe. Fazit: Experiment abgebrochen, Firefox unter Mac OS X ist leider unbrauchbar. Safari, ich komme reumütig zurück. ;-)

Techkram

Kraftspielzeuge

Traditionell gibt es von Microsoft für die Windows-Systeme die sogenannten Powertoys. Das sind kleine pfiffige Programme von MS-Entwicklern, welche die Funktionalität von Windows erweitern, ohne Bestandteil der »offiziellen Distribution« zu sein. Natürlich gibt es auch für XP Powertoys, zwei davon finde ich für meine Büro-Fenster XP recht hübsch!
TaskSwitch (534 kB) erweitert den Windows Task-Switcher der auf Alt-Tab hört: Man bekommt verkleinert den Inhalt des Fensters angezeigt, so kommt unter Windows fast ein bißchen Exposé-Feeling auf. Deskman (550 kB) schafft die von richtigen Betriebssystemen bekannten »virtuellen Desktops« unter XP herbei, mit frei konfigurierbaren Hotkeys kann man von Desktop zu Desktop springen und sich somit mehr Ordnung im Fenster-Chaos schaffen. Jeder virtuelle Desktop kann individuell mit einer Hintergrundfarbe resp. Bild belegt werden, so dass man gleich weiß, wo man gerade ist.

Außerdem noch empfehlenswert: Open Command Window Here (514 kB), dieses Kraftspielzeug erweitert das Kontextmenü im Explorer mit dem Punkt »Command Window Here«, man kann eine »Eingabeaufforderung« öffnen und befindet sich gleich im korrekten Verzeichnis, sehr praktisch für Eingabeaufforderungs-Akrobaten!

Techkram

Von PC-Usern und Erbrochenem

Ein furioser Artikel bei Mac-TV: »Eilmeldung: Microsoft hat abgewirtschaftet und Windows ist technisch bankrott«.
Ein religiöser Text, natürlich, aber im Grunde hat der Autor ja durchaus Recht (Zitat): »Es heißt, wir Mac-Fans würden unsere Plattform mit Zähnen und Klauen verteidigen, und da ist auch was Wahres dran, aber wie sieht es denn bei den PC-Usern aus? Die kleben doch an ihrer Plattform, obwohl sie diese selbst nicht leiden können. Anstatt endlich die Konsequenzen zu ziehen und sich einzugestehen, dass sie ein mieses Produkt haben, kaufen sie beim nächsten Mal schon wieder so eine Mühle! So fanatisch und verblendet (oder so blöd) kann ein Mac-User gar nicht sein!« Da ist was Wahres dran, lässt man einmal die Polemik beiseite. Wenn ich auffe Maloche mit bekommen habe, was für ein Aufwand betrieben wird, betrieben werden muß, um mit Windows sicher arbeiten zu können, fragte ich mich so manches mal: »Warum machen die das eigentlich? Warum installieren sie sich nicht ein Linux oder stellen einen Mac dahin und gut ist?« Und das sind keine Leute, die exzentrische Spezialanwendungen haben, die schreiben Texte, Mailen, gucken im Web herum. Also alles Dinge, die mit jedem System erledigt werden können. Rational ist dieser Zustand der IT-Landschaft kaum noch erklärbar.

Sehr schön finde ich auch folgendes Zitat ;-): »Mac-User werden als fanatische Schreihälse hingestellt, während die PC-User brav und anständig sind. Die Wahrheit ist: Die PC-User sind nur deshalb so still, weil sie den Mund voll haben mit Erbrochenem.« Gefunden bei Stefan, der auch ewas dazu zu sagen hat.

Techkram

Microsoft: Keine Lizenz - keine Flicken

Na, das verspricht ja lustig zu werden. Microsoft beginnt damit, beim Download von Updates eine Überprüfung der Lizenz durchzuführen, schreibt ComputerBase. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass die zahlreichen Benutzer “dezentraler Sicherheitskopien” dann zukünftig von Updates Abstand nehmen werden, ein gefundenes Fressen für Würmer und Viren (via Jörn). Microsoft erläutert auch, warum die Validierung der Lizenz notwendig ist: »Greater reliability: Using genuine Microsoft software helps you stay up to date with the features and enhancements that keep your PC running as smoothly and securely as possible.
Faster access to support: Using genuine Microsoft software is the best way to receive support and assistance from Microsoft.
Overall richer experiences: New enhancements and updates available to genuine Microsoft software users help you keep pace with the latest technology and constantly expand and improve the capabilities of your PC.«
Eines muß man ihnen ja lassen: Sie haben Humor!

Techkram

Von Betriebssystemen und kaputten Fenstern

John Gruber aka “Daring Fireball” philosophiert wieder einmal brilliant über Betriebssysteme und ihre Gefahrenpotenziale: »Broken Windows.« Ausgangspunkt ist die Frage, warum (in Windows-Dimensionen) relativ ungefährliche Sicherheitslücken in Mac OS X im “Mac-Web” ein Echo produzieren, dass bei Windows-Gefahren nur apokalyptische Killerwürmer erreichen. Er vergleicht das mit der bekannten Theorie vom urbanen Verfall, die besagt, dass wenn in einem Haus einmal eine Scheibe zerbrochen ist und nicht repariert wird, nach und nach alle Fenster kaputt gehen und die einzelne Scheibe nicht mehr wahrgenommen wird:

»It’s similar to the “broken windows” theory of urban decay, which holds that if a single window is left unrepaired in a building, in fairly short order, the remaining windows in the building will be broken. Fixing windows as soon as they are broken sends a message: that vandalism will not be tolerated. But not fixing windows also sends a message: that vandalism is acceptable. Worse, once a problem such as vandalism starts, if left unchecked, it flourishes.«

Der Mythos von “wenn Mac OS X verbreitet wäre wie Windows, gäbe es genauso viele Risiken” wird auch besprochen. Fakt ist, dass Windows einfach viel mehr Möglichkeiten und Angriffsflächen für üble Sachen bietet als unixoide Systeme wie Mac OS X oder Linux.

Es ist ja nicht so, dass ich Windows “hasse”. Aber ich habe wirklich überhaupt keine Lust, mich ständig um Sicherheitslücken, Viren, Würmer, Spy- und Adware, Anhänge in Mails (auch von bekannten Absendern, wer sagt mir, dass die sich nichts eingefangen haben?) und ähnliches Zeugs zu kümmern. Wenn ich für den Mac oder Linux im Netz etwas über ein interessantes Programm lese, “downloade” und installiere ich es. Unter Windows habe ich mir wahrscheinlich ein wenig Ad-, Spy- oder sonstwas-Ware eingefangen.
Bei meinem Arbeitgeber erledigen die Windows-Sicherheit meine Kollegen. Im HomeOffice löse ich dieses Problem, in dem ich einfach kein Windows benutze.

Es ist grotesk: Letztens habe ich den PC einer Bekannten neu aufgesetzt, die damit direkt an ihrer DSL-Leitung hängt. Daher habe ich den PC aus meinem Netz rausgenommen und testhalber direkt an die DSL-Leitung gestöpselt. Nach zwei Minuten “nackt” am Netz wurde der PC selbstständig herunter gefahren. Das ist lächerlich! Oder, letztens bei einer der Wurmwellen, hatte ein großes Maschinenbauunternehmen im Rhein-Main-Gebiet zwei Tage lang keine Email mehr, da ihr Windows-Netz samt Exchange-Server sich etwas eingefangen hatte. So kann man nicht arbeiten, so will ich nicht arbeiten. Ich bin kein Missionar, wer mit diesem ganzen Krampf leben möchte und kann, soll das gerne machen, ich wünsche viel Spaß dabei und fröhliches Gruseln bei der nächsten Wurm-Warnung in der Tagesschau. ;-)

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10 PRINT "Happy Birthday, BASIC!"

Gestern vor 40 Jahren, am 1. Mai 1964, ließen John Kemeny und Thomas E. Kurtz das erste BASIC-Programm laufen (Zitat):

»BASIC was invented at Dartmouth College in 1964 to give students a simple programming language that was easy-to-learn. It turned out that easy-to-learn and use was also a good idea for faculty members, staff members, and everyone else. The official languages (then, Fortran and Algol; now, C, C++ and Java) were designed for professionals. There were very few choices for students, teachers, and others who didn`t want to dedicate their lives to programming. Our programming language provided the solution and has played an important role in the field ever since. Even with all the new languages introduced since then, BASIC use continues to grow.«

Auch der Autor dieser Zeilen lernte das Programmieren vor knapp 20 Jahren am BASIC-Interpreter des C64, so wie Generationen von Computer-Nutzern. In den 80er-Jahren waren BASIC-Interpreter die “Killer-Applikationen” für neue Rechner, der BASIC-Interpreter des MS-DOS legte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte von Microsoft, sogar Steve Jobs suchte für den Macintosh händeringend nach einem Lieferanten für einen BASIC-Interpreter. Das von Microsoft zu Beginn der 90er-Jahre herausgegebene Visual Basic war essenziell für die Erfolgsgeschichte von Windows, denn es ermöglichte die Entwicklung von Windows-Programmen ohne Kenntnis der “strengeren” Programmiersprachen C oder Pascal und führte zu einer Flut von kleinen und preiswerten (Shareware-)Anwendungen, es sorgte für die Vielfalt an Anwendungen die Windows als Plattform so attraktiv machte.
Meinereiner verdiente anfangs der 90er ein paar DM mit Visual Basic-Programmierung, das schlief dann ab 1995 ein als ich das Internet als neuen Tummelplatz entdeckte. Mein letztes VB-Programm habe ich, wenn ich mich recht entsinne, 1999 geschrieben, es war ein Programm dass das globale Adressbuch eines Exchange-Servers zur weiteren Verarbeitung auslas, und es war schrecklich langsam. ;-)

Noch ein paar Links:

Noch eine kleine Anekdote: Mitte der 80er tauchten die ersten PCs in Kaufhäusern auf, stolze Verkäufer liefen zwischen Schirmen umher auf denen “C:>” leuchtete. Es war ein großer Spaß, wenn der Verkäufer abgelenkt war, kurz an den PC zu gehen, mit “gwbasic” oder “basica” den Interpreter zu starten und die zwei Zeilen
10 PRINT “Syntax Error!”
20 GOTO 10
in den Interpreter zu tippen und mit “run” das Progrämmchen zu starten. Wenn dann der Verkäufer auftauchte, betrachteten wir aus sicherer Entfernung die wachsende Verzweiflung in seinem Gesicht, als er versuchte die Ursache dieses merkwürdigen Phänomens zu ergründen. ;-)

(Angeregt durch den Metafilter)

Techkram

Server mit Sonne

Webcam-Schnappschuß

Manchmal produziert die seelenlose Technik, gefangen in ihrem von Menschenhand befohlenen immerwährenden Zirkel des Automatismus, wahre Kunstwerke. Auf meine “mal gucken ob der Server schon brennt”-Webcam fiel durch das Dachfenster die Sonne und produzierte diesen interessanten Effekt. Die komischen Punkte sind normal, das ist eine fast 6 Jahre alte Webcam die schon ein paar mal herunter gefallen ist. ;-)

Techkram Perennen

Blogroll aus OPML generieren

Inspiriert von Martins “Weblogs, die ich lese”-Seite habe ich nun auch meine RSS-Feeds als “Blogroll Nummero Zwo” zugänglich gemacht. Dazu habe ich meine RSS-Feeds aus NetNewsWire als OPML-Datei exportiert und über eine geschwind programmierte PHP-Funktion (basierend auf einem “Code-Brocken”, den man auf “The Tao of Mac” finden kann) umgewandelt und in die Seite eingebunden.


Wie das hier im Netzbuch so gute Sitte ist ;-), steht diese Funktion zur freien Verwendung zur Verfügung. Die OPML-Datei aus NetNewsWire funktioniert problemlos, auch die von mir testweise verwendete OPML-Datei von Martin, mit dem SharpReader erzeugt, funktionierte klaglos.

Den Code findet Ihr hier: OPML-Blogroll. Diesen speichert Ihr als “opml-blogroll.php” ab und “loadet” sie auf Euren Webserver “up”. pMachine-UserInnen haben es gut, sie brauchen diese Datei nur in das pm/scripts-Verzeichnis zu werfen und haben die Funktion dann automatisch verfügbar, alle anderen müssen die Datei mit include("opml-blogroll.php") in ihre Seite einbinden. Als nächstes exportiert Ihr die OPML-Datei aus Eurem Feedreader und ladet sie ebenfalls auf Euren Webserver hoch. Aufgerufen wird die OPML-Blogroll dann mit:


opml2html($opmlfile,$myFeedSymbol);


$opmlfile steht für den Pfad oder die URL zu Eurer OPML-Datei, der optionale zweite Parameter $myFeedSymbol definiert ein Symbol für den Link zum RSS-Feed. Das kann einfach ein Text sein wie “XML”, aber auch ein HTML-Code-Brocken der ein Bildchen referenziert, prinzipiell alles was man halt so als Link verwenden darf. Wird der zweite Parameter weglassen, wird als Voreinstellung “[XML]” für den Link zum RSS-Feed verwendet.


Die Funktion erstellt eine alphabetisch sortierte “unordered list”, die Ihr mit einem div drum herum und CSS-Selektoren nach eigenen Wünschen formatieren könnt.


Die Funktion erfordert ein PHP mit der expat-Library für die XML-Funktionen auf Eurem Webserver. Wenn es Probleme gibt mit einer OPML-Datei, einfach lamentierend kommentieren. ;-)


Verwendung natürlich nur auf eigenes Risiko, sollte Euer Server explodieren oder sich sonstiges Unheil ereignen bin ich unschuldig! ;-)

Techkram

Betriebssystem-Manie

Lesestoff! Schrift größer stellen, Füße auf den Schreibtisch, und in Ruhe durchlesen:
Amin Singh von kernelthread.com hat sich richtig Mühe gegeben und ein umfassendes Dokument mit dem Titel What is Mac OS X? erstellt, entstanden aus einem Vortrag für seine lokale Linux-User-Group, denen er Mac OS X näher bringen wollte. Er hat eine ähnliche “OS-Karriere” hinter sich wie ich, daher kann ich wohl so manches nachvollziehen was er beschreibt. Besonders die psychologische Linux-Falle:

»The “trap” is to get sucked into this cycle of tweaking, configuration, tinkering, hacking, figuring out ho to make things work, which files go with which daemon or application, … and be happy about it. While such pursuits are noble and academic in their own right, the sense of accomplishment you get from doing thiscould be misleading – even false! There is a very thin line between doing something worthwhile (whether it be for yourself or others), or just believe that you are, but it is possible that your time, talent, and creativity could be better used elsewhere.«

Da kann ich im besten “Net-Slang” nur sagen: 100% Ack.! Es macht Spaß ständig am System herum zu basteln, und es gibt so unendlich viel zu entdecken und zu installieren und zu optimieren. Und ehe man sich versieht ist es 2:00 Uhr nachts und man hat nix gemacht von dem was man eigentlich machen sollte. Bestes Beispiel: Montag abend musste ich einfach Kernel 2.6 installieren. Warum? Weil es ihn gibt!

Auch Amins Fazit kann ich unterschreiben:

»Apple`s traditional emphasis on ease-of-use seems to work most of the time, although there are exceptions. In my opinion, Mac OS X is representative of a “best-effort” approach – Apple took technology they had collected over the years, along with technology that had flourished in the open source world, and put together a reasonable system.
Currently there is nothing that I want to be able to run (as per my needs and wants) that does not run on Mac OS X.«

(Via Slashdot)

Techkram

Auf der Suche nach dem ultimativen RSS-Reader

Da so ein RSS-Reader ja doch irgendwie praktisch ist, habe ich mich nun auf die Suche nach dem ultimativen Reader gemacht.

Erster Versuch war Feed On Feeds (FoF), ein Bündel PHP-Skripte dass man sich auf den Webserver wirft und dann im Browser die Feeds liest. Leider ist FoF ziemlich unübersichtlich (man kann z.B. die Feeds nicht in Kategorien einsortieren) und (zumindest auf dem Webserver “draußen”) nicht gerade ein Rennpferd, außerdem klickt man sich ziemlich einen ab und scrollt ständig wie ein Weltmeister. Ich kann im Vergleich zum konventionellen “Blogroll-Anklicken” keinen Gewinn (an Zeit, Übersicht und was auch immer) sehen, ob ich jetzt im Browser die FoF-Seite mit den Einträgen aufrufe oder gleich das Blog im “Original” lese macht IMHO keinen Unterschied. Vergessen wir also ganz schnell, bye bye, FoF!

Da ich ja ständig mein Powerbook mit mir herum trage kam mir nun die Idee, dass es doch ganz praktisch wäre einen RSS-Reader zu haben den man “richtig” offline nutzen kann und der etwas mehr Komfort bietet, als da wäre die Quellen in Kategorien einzusortieren (und diese Kategorie dann auch akkumuliert anschauen zu können), automatisch einen gelesen Eintrag als “gelesen” zu markieren, und, das Sahnehäubchen, gleich einen Eintrag für das Blog aus dem Reader heraus generieren zu können. Also eine Art “Radio Userland” mit pMachine-Anbindung.

NetNewsWire verspricht genau das (zumindest in der “Löhnware”-Version) zu können, also wurde er flugs mal “downgeloadet” und installiert. Der “Reader-Part” funktioniert ganz ausgezeichnet und fast so wie ich mir das vorstelle, aber der “Weblog-Posting-Editor” mag nicht so recht mit der pMachine zusammenarbeiten, ein Phänomen das durch einen Blick ins pMachine-Forum bestätigt wurde (liegt also nicht an meiner Unfähigkeit ;-)). Schade! Kann jemand aus dem illustren Kreis der verehrten LeserInnen des Netzbuchs einen anderen RSS-Reader für Mac OS X aus eigener Erfahrung empfehlen?
Sonst müsste man glatt AppleScript lernen und etwas basteln für die pMachine-Anbindung, denn die “Löhnversion” des NetNewsWire kann geskriptet werden.

Generell zum RSS-Lesen: Man bemerkt schon gewaltige Qualitätsunterschiede der Feeds, lästig sind die (wie leider auch mein eigener, pMachine-generierter Feed) die nur Schlagzeilen oder ein paar Worte des Eintrags anbieten, wenn man gerade im Zug sitzt mit dem Notebook auf dem Schoß kann man ja schlecht mal eben die Website anklicken wenn man den gesamten Eintrag lesen möchte. RSS ist eine gute Idee, aber an der Ausführung kann noch einiges verbessert werden!

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The Art Of Unix Programming

Geekiger Lesestoff für einsame Stunden vor dem Rechner (von wegen “emotionale Defizite”, siehe letzter Beitrag ;-)): The Art Of Unix Programming, geschrieben vom “Open-Source-Guru” Eric S. Raymond. Wie es sich für einen OS-Guru gehört, erscheint das Opus als normaler Haufen toter Bäume und für “umme” im Web. Ich habe es noch nicht gelesen, aber Joel Spolsky, der sich nach der Lektüre Gedanken macht über die primär “kulturelle Differenz” zwischen Unix- und Windows-Programmierern. Technisch gäbe es mehr Ähnlichkeiten als Differenzen, aber:



»What are the cultural differences between Unix and Windows programmers? There are many details and subtleties, but for the most part it comes down to one thing: Unix culture values code which is useful to other programmers, while Windows culture values code which is useful to non-programmers.

This is, of course, a major simplification, but really, that`s the big difference: are we programming for programmers or end users? Everything else is commentary.«



Ich würde eher sagen: Unix-Programme beschränken sich in der Regel auf eine Aufgabe, die lösen sie aber gründlich. Wenn die zu lösende Aufgabe weitere Aktionen erfordert übergibt man das Resultat an ein anderes Programm für genau diese Aufgabe, usw. Windows-Programme hingegen erfinden stets das Rad aufs Neue, damit der Benutzer vor dem Schirm alles unter einer Oberfläche, innerhalb eines Programms, durchführen kann.




(Via Simon Willison)

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Der Panther ist los!

Gestern habe ich endlich das Päckchen abgeholt und den Panther auf dem Powerbook installiert. Dauerte etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten (mit X11 und allem Gedöns), und ging völlig problemlos. Alles funktioniert wie vorher, das ganze System ist ein wenig “zackiger” geworden, und das “Exposé” ist einfach nur geil. Man fragt sich wie man vorher ohne leben konnte. ;-)

So müssen Updates sein, einfach CDs reinschmeißen, installieren und alles geht! Und, was sie bei Apple halt drauf haben, schon die Verpackung sieht so cool aus dass man sie unmöglich wegwerfen kann …

Alle möglichen Panther-Tipps aufzuführen erspare ich mir, lest einfach bei itw und Paso, da findet man alles was man zu Panther wissen muß.

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Apple Musik-Kampftag

Heute war mal wieder “Steve kündigt etwas an”-Tag, genaueres kann man wie immer bei itw nachlesen.

Eine Sache finde ich aber äußerst interessant: Den Belkin iPod Media Reader. Damit kann man den putzigen iPod nicht nur zum andächtigen Lauschen, sondern auch als transportablen “Image-Tank” benutzen, sehr praktisch. Ein weiteres Argument für einen iPod.

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Die IT-Abteilung als Problem

Ein Nachtrag vom Wochenende: Die von Wil ausgegrabenen Artikel von John Gruber auf Daring Fireball sind es wert dass man sie dokumentiert, eine derartig brilliante Abrechnung mit der “Corporate IT” habe ich noch nie gelesen!


Zunächst Good Times: »Microsoft’s Outlook has been exploited by virus authors so frequently and so effectively that I dare anyone to dispute that it’s the worst email client ever, anywhere. The worst. But yet it is also the most popular.

So what explains this discontinuity, that the worst email client ever made is also the most popular? The solution is to ask whom Outlook is good for. It’s not good for the world at large, as witnessed the problems caused by each Outlook virus outbreak. (Perhaps Outbreak would be a better name for the product, in fact.) Nor is it good for the lowly user. […] Outlook and Exchange are very good to one class of people: IT.«


So ist es. IT-Abteilungen drücken den Firmen so ein Zeugs aufs Auge, dann haben sie zum einen immer etwas zu tun und zum anderen ihren “Arsch abgesichert”, nach dem Motto: Niemand wurde je gefeuert weil er Microsoft gekauft hat.


Bitterböse ist auch folgendes Zitat: »The corporate IT field is in large parts comprised of men who are not smart enough to program, but yet wanted a career in computers.«


In einem Follow-Up namens Dynomite! legt John noch einen drauf: »Incompetent IT professionals are genuinely convinced that PCs are inherently so complicated that they cannot be expected to perform with high-reliability and low maintenance. All over the world, this very week, they are being asked by frustrated friends and family, Why is my email riddled with messages from this virus? And they are responding, with authority and confidence, Trust me, I’m a professional, this is just how it is. You string together a few million computers on a network and this sort of thing is inevitable.

They (the incompentent IT drones) aren’t lying. They believe it. They believe it because they don’t really understand computers — they just know Windows.«

Techkram

Sinn und Unsinn von Personal Firewalls ...

… beleuchtet ein auch für Laien verständlicher Artikel der Sonntagsseite (PF=Personal Firewall aka ZoneAlarm und Konsorten):

»Wenn ich über Netzwerksicherheit diskutiere, höre ich von PF-Anhängern immer, dass sie sowieso keine wichtigen Daten haben und dass ein bisschen Schutz besser ist als keiner. Das mag zwar stimmen, nicht jeder hat irgendwelche Formeln von neuen Biowaffen auf dem PC, aber um das geht es vielen nicht. […]
Jetzt zu dem 2. Argument: Ein bisschen Schutz ist wirklich besser als gar keiner. Aber PF`s bringen gar keinen (zusätzlichen) Schutz mit. Wie schon erklärt kann man sein System durch gescheite Konfiguration sicherer machen als mit jeder PF möglich. Also stimmt der Spruch zwar, dass ein bisschen Schutz besser als gar keiner ist. Aber in diesem Fall steht die PF auf der Seite mit gar keinen Schutz.«

Alle eifrigen NutzerInnen von PFs: Lesen!

(Via Schockwellenreiter)

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Betriebssystem-Wettstreit

MacGuardians berichtet über den OS Shootout 2003. In den Ring stiegen Mac Os X, Windows XP und eine Linux-“Desktop-Distribution”, Mandrake. In einer großen Tabelle werden typische Aufgaben, die man mit einem Betriebssystem halt so macht, gegenüber gestellt und bewertet.


Fazit: »Generally, Mac OS X and Windows XP are far easier to configure than Linux-based systems. And, despite its limitations in a few areas, Mac OS X is arguably the most elegantly implemented and fundamentally usable operating system currently available, despite occasional user interface gaffes.«


Am Ende des Artikels findet man noch einige interessante Links, z.B. zu The Definitive Desktop Environment Comparison. Dort ist der Sieger Windows XP vor Mac OS X, BeOS, KDE und Gnome.

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Apple Public Source Licence

Es gibt seit Ende Juli eine weitere Lizenz für freie Software, die Apple Public Source Licence. Sie entstand unter Mithilfe des “Freie Software Gurus” Richard Stallman himself und besitzt damit die höchsten Weihen. Der frei verfügbare Kern des Betriebssystems MacOsX, eine Weiterentwicklung von BSD-Unix namens Darwin, steht damit auf einer sicheren Grundlage für Projekte wie GNU-Darwin. Damit haben wir einen weiteren der “Großen” der Branche der sich offiziell zur “Open Source”-Philosophie bekennt. Das ist doch mal was! (Via Slashdot)

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Mozilla Konfiguration

Ein sinnvoller Tipp für die nicht-c`t-LeserInnen (gefunden in c`t 16/03): Im Mozilla (ab 1.3) und im aktuellen Firebird kann man erheblich mehr konfigurieren als die Einstellungsdialoge hergeben. Früher musste man dafür eine JavaScript-Datei editieren, heute tippt man “about:config” in die Adressleiste und kann dann alle Einstellmöglichkeiten in einem Dialogfensterchen à la Windows-Regedit bearbeiten, indem man einfach doppelt auf den Wert klickt. Aber schön vorsichtig sein! ;-)

Techkram

Die Pein des Fensters

Sehr amüsant (zumindest für den Leser ;-)): How to install Windows XP in 5 hours or less. Und weiter: »Every installation of Windows naturally degrades along a logarithmic curve until it becomes annoying, then unbearable, then unusable. Each successive revision of Windows has featured a slightly longer half-life. Back in the day, Windows 95 would last me about 3 months, while my copy of Windows XP has lasted me almost 9.«


Okay, Windows saugt, keine Frage. Aber ich frage mich was die Leute mit ihren Systemen anstellen dass sie diese alle paar Monate neu installieren müssen. Auf meinem Desktop-Rechner daheim lebt ein Win98 (das ich nur noch zum Spielen benötige), dessen “Vorfahre” (MS-DOS und Win 3.1) bereits 1991 auf einer anderen Platte installiert wurde. Diese Installation hat seitdem mehrmals die Festplatte gewechselt, wurde “upgegradet” auf Win95 und Win98 (ich war halt immer zu faul zum Neuaufsetzen des Systems), dreimal wurde das Board gewechselt und es läuft trotz allem immer noch einwandfrei. Wer alle paar Monate sein System neu aufsetzen muß hat definitiv ein Problem, aber eher vor dem Rechner … ;-)


(via itw)

Techkram

Passwort vergessen?

Ein geniales kleines “Tool”: Offline NT Password and Registry Editor. Kommt ja vor: Man hat einen Rechner mit NT, 2000 oder XP bei dem BesitzerIn das eigene Passwort (und das Administrator-Passwort sowieso) vergessen hat. Nun lädt man sich von der o.a. Website ein Bootdisketten-Image und das Programm “rawrite2” herunter, backt sich die Bootdiskette und schiebt sie in den verschlossenen Rechner. Es wird dann ein kleines Linux von Diskette gebootet und ein Progrämmchen scannt den Rechner nach vorhandenen Systemen, dialoggeführt sucht man sich dann das verschlossene und setzt die versperrten Accounts einfach auf “ohne Passwort”. Sodann bootet man wieder NT/2000/XP, et voila, man kommt wieder in das System rein. Gestern habe ich das gebraucht, funktioniert gnadenlos gut! Ich liebe solche nützlichen kleinen Werkzeuge …

Techkram

Windows versus Linux-Broschüre

Ein wunderbares Dokument: Überzeugen Sie durch Argumente: Windows versus Linux (PDF), eine Broschüre von Microsoft als Argumentationshilfe für Partner. Taktik: Einfach all das was man Microsoft vorwirft umdrehen und Linux auch vorwerfen. Besonders das Support-Argument ist eine Lachnummer, für viele Euro erhält man von Microsoft und Partnern natürlich Top-Support. Den würde man aber für viele Euro auch von einem kompetenten Linux-Partner erhalten.


[Heise]

Techkram

Racer - Open Source Auto Simulation

Racer: »Racer is a free car simulation project (for non-commercial use), using professional car physics papers to achieve a realistic feeling« (via generation neXt). Als großer “Schreibtisch-Schumi” musste ich das natürlich gleich mal runterziehen, installieren und spielen. Die Installation der Windows-Version (unter Windows XP Professional) funktioniert problemlos, im Umfang des etwa 10MB großen Paket befindet sich ein Renault Alpine und eine Strecke. Für einen Test reicht das erst einmal aus, weitere Autos und Strecken kann man sich bei Gefallen runterziehen. Bevor man losdüst muß man in der neu angelegten “Racer”-Programmgruppe einmal “Configure” ausführen um die Bildschirmauflösung und Fenster/Vollscreen-Modus auszuwählen, danach kann es mit einem Klick auf “Racer” losgehen.

[Screenshot: Racer]

Die Performance ist sehr gut, sowohl Full-Screen als auch im Fenster (Test-Ausstattung: Pentium 4 2,55 GHz, 512 MB RAM, NVidia Riva TNT II Grafikkarte mit 64 MB RAM). Man sollte seinen Joytick über die Systemssteuerung kalibrieren bevor man losfährt, Racer reagiert ziemlich nervös auch auf den kleinsten Druck auf den Steuerknüppel oder Lenkrad. Etwas störend finde ich dass man selbst schalten muß (ich habe zumindest keine Einstellung für “Automatik” gefunden), das geht aber auch ohne Kuppeln und funktioniert recht flott nach Gehör. Ein “Must-Have” ist die Nürburgring-Nordschleife, die “Grüne Hölle” is eine Herausforderung für den kleinen Schreibtisch-Racer. Es kommt da nur zu komischen Effekten wenn man die Kontrolle verliert, gegen die Leitschiene rattert und dann in den Himmel fliegt, das Auto wird an die Wolkendecke gehoben und kommt nie mehr auf den Boden zurück. ;) So lang man aber auf der Straße bleibt funktioniert die Strecke gut.

Fazit: Nettes Spielchen, kommt nicht an meinen Favoriten “Formula One World Championship Racing” heran, aber für eine kleine Fahrt auf der Nordschleife zwischendurch macht das richtig Spaß …

Techkram

Refcards.com

refcards.com: Referenzkarten im PDF-Format für die Emacsen, Apache und noch ein paar brauchbare Dinge, der Link ist mir schon mal verloren gegangen (je nach mißratenen Suchbegriff landet man bei Google dann auf hunderten ftp-Servern wo PostScript-Versionen von Refcards liegen), daher heben wir ihn hier mal gut auf ;-) (via kniebes | de).

Techkram

Phoenix

Eine Alternative zum “normalen” Mozilla ist der Phoenix: “Phoenix is a redesign of the Mozilla browser component, similar to Galeon, K-Meleon and Chimera, but written using the XUL user interface language and designed to be cross-platform.” (Golem)