Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Ontour

BarCamp-Notizen

Weblogtalk Ontour

Mittlerweile sind wir schon mitten im zweiten Tag des BarCampBerlin.

Was gab es am ersten Tag noch im Programm?

Eine Session, die sich der Frage widmete: »Warum verwenden noch nicht alle Webstandards?« Erwartungsgemäß konnte diese Frage nicht schlüssig beantwortet werden, mangelnde Fortbildung der Coder, tabellenlastige unsaubere Industrie-CMS und Ignoranz der Agenturen wurden als Schuldige ausgemacht. Lösung: Mehr Publicity für Web-Standards. Web-Krauts, übernehmen. ;-)

Eine gut besuchte Session widmete sich der Frage, wie man in den Fluten der benutzererzeugten Inhalte in den Zeiten des Web 2.0 zwischen »gut« und »schlecht« unterscheidet: »Dr. Signal Mr. Noise«. Ergebnis war: Es ist schwierig. War auch so zu erwarten, denn diese Sessions dienen schließlich dem Gehirnsturm.

Außerdem besuchte ich noch zwei Sessions mit unterschiedlicher Ausrichtung, aber ähnlichen Inhalten: Politik im Netz und Netzpolitik. Olli Gassner hat im Fischmarkt alles geschrieben, was dazu zu schreiben war.

Danach machte die »Rotte 2.0« Berlin unsicher, eine Death-Metal-Band tauchte auf, und am Ende war es eine Strandparty. Oh, wundersame Wandlungen 2.5!

Der heutige Sonntag begann verspätet, ein Rennen in China stand erst einmal an. Danach hielt Hans Dorsch eine Einführung in GTD. Im Rahmen der daran anschließenden regen Diskussion kam auch mein Hipster-PDA zu Ehren. Psst, der ist im Moment nur ein Lauftagebuch, aber das Prinzip zählt.

Und das BarCamp geht weiter!

Schreie vom Campus

Weblogtalk Ontour

BarCampBerlin ist in vollen Gange. Nach der Phase der Selbstorganisation ging es in die Sessions.

Mein erstes Thema war AJAX vs Accessibility. Vorrangig ging es um die Problematik der Zugänglichkeit von Websites beim Einsatz von Ajax, einige kollektive Notizen gibt es im Netz zu lesen.
Und an meinem Platz gab es Strom und WLAN. Oh ja! ;-)

Danach gab Oliver Gassner eine Einführung in die Möglichkeiten für Pro-Blogger in Deutschland, hier meine Notizen, live getippt und relativ uneditiert (wir erwarten gleich Mittagessen, Zeit drängt ;-)):

BarCampBerlin: Oliver Gassner verrät die Geheimnisse des Pro-Bloggen Pro-Bloggen: Weblogs schreiben und dafür Geld bekommen. Nicht: Firma haben und ein Blog machen.
Die Modelle:

1. Adsense und Co.:
Funktioniert in USA recht gut (5-6 stellige Beträge/Monat), teilweise ergänzt mit Partnerprogrammen. Bildblog+Spreeblick sagen für D: “Man kann davon nicht leben.” Es geht nur für deutsche Blogger, wenn sie Englisch schreiben (Google Blogoscope).

2. Banner:
Zu wenig los auf deutschen Blogs dafür.

3. Honorar:
Was bloggen und sich dafür von irgendwem bezahlen lassen.
Übliche Tarife: 500 EUR für “ich pflege Euer Blog für einen Monat und bloggen jeden Tag etwas, wenn es nix zu bloggen gibt dann eben nicht”

4. Sponsoring:
Bsp. blog.literaturwelt.de – Bloggen von der Buchmesse

5. Sonderfall “Kompetenz”:
Man bloggt über sein Kompetenzfeld und lockt damit Kundschaft an.

6. Modell “Blog-Kompetenz-Nomade”:
A la Johhny Häusler auf allerlei Konferenzen auftauchen und Vorträge halten und Panels moderieren und “London Calling” singen. ;-)

These: Man muss im Netzwerk bloggen, und Geld mit einem Mix der obigen Methoden einfangen.

barcampberlin barcamp berlin

Berliner Camp 2.0

Ontour Weblogtalk

Dieses Wochenende hat es den Teilzeitblogger in die Hunde-Hauptstadt der Republik nach Berlin verschlagen: BarCampBerlin steht auf dem Programm. Eine Art Web-Montag, nur länger. Und mehr. Ich bin sehr gespannt.
Ihr könnt daher ob dieses Anlasses an diesem Wochenende mehr Sachen in diesem alten Blog auf dem Weg nach unten erwarten, als sonst derzeit in 3 Wochen. Verweilt also eingeschaltet!

Wikipedia: »BarCamp«

[Update]: Es hat begonnen, WLAN gibt es auch. Und die ersten Fotos sind schon in flickr. Von mir gibt es ein Set, das laufend aktualisiert wird.

BarCampBerlin: Treiben im Hof

barcamp barcampberlin berlin

MacExpo #4

Mac Ontour

Und schon ist es wieder so weit – die MacExpo zu Kölle öffnet wieder ihre Pforten, und als anständiger Apple-Fanboy bin ich natürlich, wie auch schon in den Jahren 2004 und 2005 (flickr-Set aus dem Jahre 2005), am Samstag wieder vor Ort und mitten im Treiben der neugierigen Massen. Natürlich bin ich von der wahrscheinlich illusorischen Vorstellung beseelt, mal ein Blick und einen Klickfinger auf ein neues MacBook oder MacBook Pro werfen zu können. Mal sehen, was am Samstag los sein wird.

Gestern wurde die MacExpo bereits eröffnet, es wurde darüber gebloggt, z.B. beim Cyberbloc, beim Blog der Macwelt und, natürlich, bei den bewährten Kräften von Mac-Essentials, die Impressionen vom ersten Tag auf Video gebannt haben.

mac macexpo macexpo2006

Einsatz an drei Orten

Weblogtalk Ontour

Morgen (Montag, den 29. Mai 2006) ist es wieder soweit: An drei Orten der Republik wird der Montag zum Web-Montag. Zum vierten Male bereits in der verbotenen Stadt mit der schmutzigen Bahnhofskirche, und als Premiere in Stuttgart und in Karlsruhe. Bei letzterer Veranstaltung werde ich auch dabei sein.

Auch als »Web-Montags-Routinier« bin ich auf diese Premiere in der Perle des Badner Landes ;-) gespannt. Vielleicht wird »ein Elefant reinlaufen und Kunststücke auf einem Powerbook machen« (Zitat von der Wikiseite zum Dredner Webmontag). Bei allem Amüsement über Martins Bonmot zeigt das doch sehr exemplarisch, dass der Web-Montag stets ein »Clash Of Cultures« im Mikroformat ist. Hier die Web-2.0-Aktiven, die wissen, dass, wenn man nix los macht, auch nix los ist, und auf der anderen Seite jene, die unter Konferenz verstehen: Hingehen, Schnittchen essen, Hinsetzen, Vorträge hören, Langweilen, Motzen. Web-Montag ist immer das, was man draus macht.

webmontag webmontag20060529

»Delivering on the Promise of Free Software«

Linux Ontour

Marc Shuttleworth Andrang
Der Auftritt von Mark Shuttleworth, dem, wie er selbst sagte, »Chief Dreamer« des Ubuntu-Projektes war von einem enormen Andrang begleitet, der Raum platzte aus allen Nähten, die Kameras surrten und blitzten um die Wette. Der »Chief Dreamer« erwies sich als großer Kommunikator und verstand es, durch seine sehr sympathische Art das Publikum für sich einzunehmen. Wie die verehrte Zielgruppe vielleicht mitbekommen hat, gab es einige Unstimmigkeiten mit Kubuntu, die in einer sogenannten »Protestwoche« gipfelten. Heute gab es von Mark ein deutliches Bekenntnis zu Kubuntu (und auch zu Xubuntu), das darin gipfelte, dass er sein Hemd öffnete und ein KDE-T-Shirt zum Vorschein kam. ;-)
Ansonsten gab es die Info, dass am 1. Juni erwartungsgemäß die nächste Ubuntu-Version erscheinen wird, und zeitgleich auch Kubuntu und Xubuntu als offizielle Releases. Und es wird eine offizielle Server-Version geben, mit fünf Jahren garantiertem Support. Und allerlei neue Tools für die Open-Source-Community.

Aber darum ging es eigentlich nicht. Für das Publikum ging es vor allem darum, den Mann anzuschauen, der die Idee hatte, Debian-Pakete zu nehmen und mit Hilfe einer ständig wachsenden Community die führende und modernste Linux-Desktop-Distribution zu entwickeln. Und Mark gab sich alle Mühe, seine Vision herüber zu bringen:

»Free Software enables a different economic paradigm. Embrace it. [Und:] The Free Software Desktop is ready for widespread adoption and deployment.«

Fazit: Ein toller, mitreißender Vortrag, für mich der Höhepunkt des LinuxTags. Man darf von Ubuntu und Mark Shuttleworth noch viele spannende Dinge erwarten. Und wenn es nur die Änderung im »Ton« ist. In den einschlägigen Linux-Foren und sonstigen Orten verschwindet langsam das typische, von einem Studenten mit Uni-Account auf Staatskosten zigfach in die Linux-Newsgroups gerotzte »RTFM, Trottel« als Standardantwort auf alle Fragen. Alleine das wäre schon ein großer historischer Verdienst von Ubuntu. ;-)

Feierabend 1

Nun ist er also herum, der LinuxTag, Zeit für ein Fazit. Das offizielle Fazit des ersten LinuxTag in Wiesbaden sagt: 9.000 Besucher. Etwa 3.000 weniger als im Vorjahr in Karlsruhe (lt. Pro-Linux). Mein Eindruck war, es gab mehr Community als Big-Business, die großen Protz-Stände mit zweifelhaften Features fehlten. Was man nicht vermissen muss. Statt dessen gab es Anregungen zu Linux-Geek- und Netzkultur-Themen, die eine nähere Beschäftigung lohnen. Alles in allem hat es mir gefallen. LinuxTag in Wiesbaden ist anders als in Karlsruhe, aber es kann etwas draus werden…

linuxtag linuxtag2006 wiesbaden

LinuxTag - Zwischen Kommandozeilen, Friedrich Nietzsche und dem Mann der im Weltraum war

Linux Ontour

Bunt Entgegen meiner eigenen Skepsis hat sich das Vortragsprogramm doch noch als anregend interessant heraus gestellt. So ein Vortrag auf dem LinuxTag (oder anderen Veranstaltungen dieser Art) soll ja, wie ein guter Zeitschriftenartikel, kein erschöpfendes Detailwissen liefern, sondern als Appetitanreger dienen, sich mit Dingen, die man im Prinzip schon länger kennt, mal wieder oder erstmals genauer zu befassen.

Diesen Anspruch erfüllte exaktement die als »Guckes’ Großer Kommandozeilenmarathon« angekündigte Veranstaltung von Sven Guckes. Sven ist ein bekennender »Kommandozeilenfetischist« und brachte in einem Rundgang durch sein Setup viele Tipps für Programme wie mutt, vim, screen oder elinks rüber. Daneben versteht sich der gute Sven auch als »Community-Antreiber«, immer wieder forderte er das Publikum auf, nicht nur zu zu hören, sondern selbst aktiv zu werden. So gab es noch Kurzvorträge in der Art der Lightning Talks zu verschiedenen Themen von Projekten, die sich auf dem LinuxTag herum treiben. Eines davon muss ich hier einfach erwähnen: Race Against Root.

Philosophisch startete dann der vierte und letzte Tag des LinuxTag, der Samstag, in das Programm. Dr. Miriam Ommeln erzählte etwas über »Die Relevanz F. Nietzsches für die Open-Source-Bewegung«. Dabei stellte sie die These auf, Friedrich Nietzsche wäre der Philosoph des Netzes und der Open-Source-Bewegung. Ist er das? Ist das mal jemandem aufgefallen? Mir eigentlich nicht. Zu dem Thema später noch einmal mehr, darüber muss ich erst mal in Ruhe nachdenken.

Meike Richter erzählte danach etwas über FAIR CODE Free/Open Source Software and the Digital Divide. Den Vortrag hatte ich beim 22C3 verpasst, schön dass er hier wiederholt wurde, auf Meikes Website FAIR CODE gibt es reichlich Material dazu.

Und dann kam Mark Shuttleworth und hielt eine großartige Rede. Bilder und mehr dazu ebenfalls später, wenn ich Kabel und Zeit habe.

Was hat sich sonst noch so ereignet? Gestern war Brigitte Zypries da, Sven wollte die Gelegenheit nutzen, mit ihr ein wenig über Softwarepatente zu plaudern, aber unsere verehrte Bundesjustizministerin präsentierte sich wenig diskussionsfreudig. ;-)

Freitag abend gab es eine Community-Party. Diese fiel aber zu der glorreichen Party der KaLUG in Karlsruhe letztes Jahr deutlich ab, da muss die lokale Szene nachlegen.

Nun aber geht es in den LinuxTag-Endspurt!

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Vorträge, Vorträge, Vorträge!

Linux Ontour

Und noch stets steht der LinuxTag-Besucher als solcher im Mahlstrom der Worte, Bilder, Menschen und Eindrücke und versucht, alles zu ordnen und zu verarbeiten.

Übrigens, die Veranstaltung rund um Creative Commons und die Filmvorführung war sehr gelungen. Markus hielt eine kurze Einführung in die CC, und danach gab es eine Reihe von interessanten und/oder amüsanten Kurzfilmen. Das Thema, CC und FilmCommons, hat mich, wie man so schön sagt, »gepackt«, darauf werden wir nach dem LinuxTag noch einmal ausführlicher zurück kommen.

Heute gab es (Überraschung! ;-)) auch Vorträge. Den Auftakt meines Programms machten Tobias Hauser und Christian Wenz mit dem Thema »Open Source AJAX«. Zum Auftakt gab es müde Witzchen über das Wort Ajax, also von wegen Putzmittel, Fußballklub etc. (das Übliche halt), und ich war vom zwanghaften Pausenclown-Gebaren des Referenten eigentlich schon nach fünf Minuten bedient, so etwas kann ich morgens überhaupt nicht vertragen. Aber die beiden bekamen noch die Kurve, obschon es für mich nichts Neues zu erfahren gab, war es letztendlich noch eine im Rahmen der verfügbaren Zeit gelungene Einführung in Ajax und die verfügbaren Frameworks.

Danach quetschte ich mich in den viel zu kleinen Workshop-Raum in den Keller, um Noèl Köthes Vortrag »Wie das Debian Projekt die Debian GNU/Linux Distribution entwickelt« zu lauschen. Noèl liess uns ein wenig hinter die Kulissen und Mechanismen des Debian-Projektes schauen. Interessant, auch für mich als langjährigen Debian-User gab es Neuigkeiten. Und, so ganz nebenbei erfuhr man, dass Debian Etch, die nächste Stable-Version, im Dezember 2006 erscheinen soll. Man hat, wie Noèl süffisant anmerkte, im Debian-Projekt aus den Erfahrungen des Releases von Sarge gelernt. Man darf gespannt sein!

Und es gibt noch mehr Vorträge, immer mehr Vorträge, mein armer kleiner Kopf schwirrt schon ob der vielen vielen Informationen. Gleich gibt es einen Kommandozeilen-Marathon, das wird etwas nach meinem Geschmack sein. ;-)

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LinuxTag am Haken

Linux Ontour

Am Haken Am dritten Tag ist Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Es ist schwierig zu beurteilen, aber es scheint mir, als wäre es dieses Jahr in Wiesbaden um einiges leerer als letztes Jahr in Karlsruhe.

Ein kleiner LinuxTag-Knigge:

  • Grundsätzlich ca. 6 Minuten zu spät zu einem Vortrag kommen.
  • Sodann grundsätzlich, übelst und lautstark mit der Papiertüte (s.o., Bild) voller schon beim Druck zum Altpapierschicksal verdammten obsoleten Werbegedöns-Schriften raschelnd, einen Platz in der Mitte einer der vorderen Reihe suchen.
  • Sich diesem dann durch die Reihen drängelnd nähern und laut schnaufend niederlassen.
  • Mit den Klettverschlüssen der Tasche ratschend was zu schreiben suchen.
  • Nix notieren.
  • Die Kunst des richtigen Endes nicht beherrschen. Soll heißen: Dann, wenn alle klugen Fragen gestellt sind, alle inkl. Dozent sich auf den Kaffee freuen, noch eine peinlich dumme langatmige Frage stellen.

Wenn Du diesen kleinen Knigge beherrschst, fällst Du auf dem LinuxTag gar nicht auf. ;-)

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LinuxTag 2006 - Tag 2

Linux Ontour

Geek-Stilleben Heute startete das Freie Vortragsprogramm auf dem LinuxTag, und entsprechend ist es heute auch deutlich voller als gestern.
Ich startete heute morgen mit dem Vortrag von Peter Prochaska zum Thema »Neue Trends im Webhacking«. Nach allerlei Gefrickel mit Bildschirmauflösungen wurden zwei relativ neue Gefahren vorgestellt: HTTP Response Splitting und Cross Site Request Forgery. Ich erspare mir große Texte, man folge den Links, wenn Ihr nach Wissen dazu dürstet. Für Insider in der Materie enthielt der Vortrag eher weniger Neuigkeiten, aber er war recht lebendig und flüssig vorgetragen.

Danach war Datenbank-Zeit. MySQL-Legende David Axmark musste leider absagen, damit fiel der angekündigte traditionelle »State of MySQL«-Talk leider aus. Kai Vogt sprang ein und erzählte etwas über MySQL-Cluster und was in den nächsten Versionen dazu zu erwarten sein wird. Ein informativer Talk, zumindest wenn man sich für die Materie interessiert, zumal er sicher kurzfristig erst vorbereitet wurde.

Bernd Helmle referierte im Anschluss über PostgreSQL. Dieser Vortrag war aber für Datawarehouse-Freaks von Datawarehouse-Freaks. Da ich so etwas eher nicht bin, hatte der, wie man fairerweise sagen muss, sehr fachkundig vorgetragene Talk für mich gewisse Längen. ;-)

Und sonst? Es gibt Geek-Radio vom LinuxTag bei Radio Tux, ich kam aber noch nicht dazu, da rein zu hören, was beim Besuch von Vorträgen auch naturgemäß schwierig ist. Dem Vortragsprogramm aus Raum 7 kann man via Internet live folgen. Auch hier gilt das zu Radio Tux gesagte.

Mal schauen, was wir heute noch anschauen. Nächster fixer Termin sind die »FilmCommons« um 16:00 Uhr. Meike Richter, Karsten Gerloff und Netzpolitik-Blogger Markus Beckedahl (der natürlich auch eine Ankündigung gebloggt hat) stellen Creative Commons und einige unter CC entstandene Filme vor. Das wird eine verdiente Entspannung nach dem harten Brot PostgreSQL werden. ;-)

linuxtag linuxtag2006 wiesbaden

amaroK, die Killerapplikation

Linux Ontour

<img class=“thumbtext” src=“/img/f/139944471_24393f60ca_o.jpg” width=“240” height=“192” alt="amaroK – Die “Killerapplikation” in Aktion" /> Am ersten Tag des Linuxtags gab es einen gelungenen Vortrag von Sven Krohlas zu amarok. Darüber hat Sven natürlich auch schon gebloggt und seine Folien verlinkt. AmaroK ist ein unter KDE laufendes iTunes-artiges Musikplayer und -verwaltungsprogramm unter Linux. Ich benutze Gnome als Desktop-System unter Linux, und hatte die nativen Alternativen wie Rythmbox, Banshee oder Quod Libet alle einmal ausprobiert. Der KDE-Fremdling amaroK mit seinen geekigen Features wie dem automatischen Suchen von Lyrics oder dem Nachschlagen des Interpretens in der Wikipedia (ein Produkt der letztes Jahr auf dem LinuxTag verkündeten Zusammenarbeit von KDE und Wikipedia) hat es mir aber wirklich angetan und ist erste Wahl in Sachen Musik unter Linux. Es hat viele der Features, die ich auch an iTunes schätze plus einiger singulärer Gimmicks.

Und psst, ich weiß ja nicht, ob ich es verraten darf, aber hier gibt es eine spezielle Linuxtag-Vorab-Version von amaroK 1.4 (im Source-Code), die ich gerade gebacken habe und die auf dem Screenshot oben in Aktion zu sehen ist.

amarok linuxtag linuxtag2006 ubuntu linux

Hallo vom LinuxTag

Linux Ontour

Rhein-Main-Halle Noch leer! Practical Linux Forum Kantine


Da sind wir also auf dem LinuxTag in Wiesbaden! Eine Rhein-Main-Halle als Baustelle begrüßt die Geeks und Krawattenmenschen aller Art zum LinuxTag. Am heutigen ersten Tag ist es noch nicht arg voll, denn die größte Attraktion, das Freie Vortragsprogramm, startet erst am morgigen Donnerstag. WLAN gibt es auch, standesgemäß wird gerade live gebloggt. Und, es sind die Zeiten 2.0, ein Flickr-Set angelegt, welches in den nächsten Tagen kontinuierlich gefüllt wird. Wer den optischen Eindruck aus der Ferne mit dem vom letzten Jahr vergleichen möchte, kann das mit dem Flickr-Set vom letzten Jahr tun.

Einem ersten Vortrag wurde auch schon gelauscht, und die ersten Linux-Community-Promis gesichtet! Watch out for more exclusive Premium-Content! ;-)

linuxtag linuxtag2006 linux wiesbaden

LinuxTag 2006: Pinguine im Landeshauptdorf

Linux Ontour

Vor kurzem noch drüber problematisiert, nun ist es schon so weit: Morgen beginnt der LinuxTag 2006 in Wiesbaden.

Wie in den Jahren zuvor bin ich auch bei dieser Ausgabe, erstmals in unserem hessischen Landeshauptdorf Wiesbaden, dabei. Aber, so unter uns, der Blick ins Programm macht mir in diesem Jahr nicht unbedingt den Mund wässerig. Natürlich möchte ich mir den Vortrag von Mark Shuttleworth nicht entgehen lassen. Aber sonst? Anscheinend verliert sich die Linux-Realität im Jahre 2006 derart im Alltäglichen, dass allenthalben Partikularthemen zu sichten sind. Und: Nichts gegen einen Blick über den Tellerrand, aber bietet Linux derart wenig Stoff für Themen dass es zwei Riesenstrecken mit Vorträgen zu OpenBSD und Solaris geben muss? Ein wenig Fokussierung auf das Kernthema Linux würde dem ganzen Programm sehr gut tun, denn sonst kann man die Veranstaltung gleich »Linux und alles was irgendwie mit Unix, Web und Open Source zu tun hat-Tag« nennen.

Aber, genug im Vorfeld gemotzt, was es dort zu erleben und zu hören gibt werde ich wie stets hier berichten.

Und ich habe noch 4 Tagestickets für den freien Eintritt zu Kongress, Freiem Vortragsprogramm und Practical-Linux-Forum abzugeben. Bei Interesse einfach aufschreien!

linuxtag linuxtag2006 linux wiesbaden

22C3-Nachwehen: Die Videos sind da :-)

22c3 Ontour

Art & Beauty

Für unsere schnelllebige Zeit ist der hier ausgiebig bebloggte 22C3 zwar schon ewig her, aber eigentlich sind ja erst ein paar Wochen vergangen.

Für viele fleißige Helferinnen und Helfer hinter den glamorösen Kulissen war der Congress nach dem Congress noch lange nicht zu Ende, denn es galt die vielfältig eingefahrene multimediale Ernte zu schmackhaften Produkten zu verarbeiten. Und nun ist es soweit: Die Videos von allen Vorträgen stehen zum Download per Bittorrent zur Verfügung.

Und was sagen wir Congress-Besucher und nicht-Congress-Besucher-aber-Interessenten da laut im Chor? Na klar: Danke!

Ein kleiner Round-Up, weil der Congress ja schon soooo lange her ist:

  • Der Fahrplan. Alle Vorträge mit kurzen Zusammenfassungen, verlinkt mit Präsentationen und weiterführenden Orten in der weltweiten Datenflut.
  • Recordings im Wiki. Da werden später auch noch Audio-Dateien der Vorträge erscheinen.
  • Und Feedback zu den Vorträgen nicht vergessen!

22C3

Schon wieder Dienstag!

Weblogtalk Ontour

Nun ist er schon wieder vorbei, der 2. Webmontag in Frankfurt.

Ich erspare mir hier Zusammenfassungen der einzelnen Vorträge, denn gemeinsam mit Beate und Gerrit habe ich ein wenig im SubEthaEdit live gebloggt und im Chatraum ein wenig live gechatted. Die Live-Mitschrift ist hier verfügbar.

Die Vorträge von Sascha und Martin fand ich sehr gelungen. So wie sie auf einem Web Montag sein sollen: Das Thema kurz anreißen und im Rahmen der Zeit etwas darüber erzählen, so dass man anschließend weiß, ob man sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte oder nicht.

Letzteres ist bei Ingos Vortrag, bei mir zumindest, auch gelungen. Niemals werde ich auf die Idee kommen, mit Typo3 bloggen zu wollen. Ingos Vortrag war auch eindeutig zu lang und zu tief in den ugly details von Typo3. Bei Zbigniews Vortrag gelang das auch, Perl ist einfach nicht mehr mein Ding. Aber sein Vortrag war von der Form her gelungen.

Aber Web Montag ist ja nicht nur Vorträge anhören, sondern auch das, was man so schön neudeutsch networken nennt. Dieser zweite inoffizielle Teil war nett und die Zeit verging im Fluge.

Fazit: Gelungen, ich werde ich auch die nächste Auflage besuchen. Man darf gespannt sein, wie sich die Web-Montage entwickeln. Ich habe das Gefühl, dass die gestrigen eher technischen Vorträge an den Leuten von draußen, also denen, die nicht direkt aus der Weblog-Wiki-Web2.0-Szene kommen, vorbei liefen. Andererseits werden unverbindliche Einführungen oder gar krawattenlastige, nur mühsam getarnte Verkaufsvorträge, wie ich sie in meinem Leben bei diversen Veranstaltungen oft genug erlebt und die Nase mehr als voll von habe, die Leute, die sich bereits auskennen, vertreiben. Es wird schwierig sein, die Balance zwischen diesen beiden Extremen zu finden und die Web-Montage als das zu erhalten, was sie meines Erachtens nach sein sollen: Ein Treffpunkt zwischen Aktiven und Entwicklern der Web 2.0-Szene und Interessenten aller Art.

webmontag webmontag20060410 web2.0

Generation Montag

Webworking Ontour

Am Montag, dem 10. April, ist es wieder so weit: Der Web Montag in Frankfurt geht in die nächste Runde. Und, wie beim Bericht über die erste Ausgabe angedroht, bin ich auch wieder dabei. Im Web-Montag-Wiki findet man wie immer alles, was man dazu wissen muss. Dieses Mal scheint das Vortrags-Programm nicht so üppig wie beim letzten Mal zu werden, so dass man dieses Mal vielleicht mehr zum »Kuscheln« ;-) kommt.

Wer schauen möchte, ob es sich lohnt, das Montagsspiel der 2.Liga im DSF für einen Web Montag sausen zu lassen, kann im Web-Montag-Wiki Links und Berichte zu dem finden, was die Schriftkundigen aus Nah und Fern zur letzten Ausgabe in das digitale Pergament ritzten.

webmontag webmontag20060410

Es leuchten Buchstaben über der Stadt

Weblogtalk Ontour

Und zwar leuchtet heute (der 6.2.2006 ist damit gemeint, falls dieser Eintrag in 10.500 Jahren von einer außerirdischen Macht gelesen wird) in großen Lettern, den abgeklärten klugen Alleswissern, die schon alles kennen und alles gesehen haben zum Trotze, Web 2.0 über Frankfurt am Main. Denn es findet zum ersten Mal in Frankfurt ein Web Montag statt. Eine solche Veranstaltung bringt (Zitat) »[…] Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Forscher, Web-Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0 (im weitesten Sinne) zusammen.« Das klingt interessant, dementsprechend voll ist die Teilnehmerliste. Neben den altbewährten Blogszene-Größen aus dem Rhein-Main-Gebiet haben sich auch zahlreiche (für mich) neue Gesichter angekündigt. Und sogar aus dem fernen Karlsruhe eilt eine Bloglegende herbei, um einen Vortrag über Ruby On Rails zu halten. Kurz und gut, es verspricht ein interessanter Abend zu werden. Live-Bloggen werde ich nicht, denn ich nehme keinen Rechner mit ;-), aber eifrig Notizen machen. Vielleicht.

Links:

webmontag webmontag20060206 frankfurt web20

Aus den Zeiten des Spreeblicks

Ontour Momentaufnahme

Spreeblick Die Zeiten des Blickens in die Spree sind wieder vorbei, die Jahresendzeittour ist beendet und die Redaktion befindet sich wieder im heimischen Bürohochhaus in Wiesbaden. Hä? Redaktion? Hochhaus? Klar, das macht man jetzt so, Pluralis Majestatis ist im Microcontent-Kosmos der Blogosphäre schwer en vogue. Das machen wir jetzt auch so. ;-)

Silvester trieben wir uns auf den Straßen Berlins herum. Noch nie haben wir so viele Knaller gehört und gesehen. Vom Nachmittag an knallte es in einer Tour, wobei die dumpfe Freude am reproduzierbaren Wunder des Knallens nach unseren empirischen Forschungen korreliert mit der Zugehörigkeit zu gewissen bildungsfernen Schichten, auf den Punkt gebracht: Je Unterschicht, desto laut. Jederzeit rechneten wir damit, dass ein Knaller neben unserem Ohr explodiert, weil die besonders unterschichtigen Unterschichtlicher maximale Satisfaktion erst aus dem Knallen in dicht bevölkerten Menschengruppen gewinnen können …

Vor dem Palast der Republik fand, von zwei Polizeiautos aufmerksam beobachtet, eine kleine Silvesterparty mit Musik und Lightshow statt. Es hätte dort aber voller sein können:

Silvester am Palast der Republik Silvester am Palast der Republik

Überhaupt, Palast der Republik. Eingedenk der Tatsache, dass selbiges Bauwerk demnächst wohl abgerissen wird, veranstalteten wir dort eine ausgiebige Fotosession, dessen Resultate peu à peu an den bekannten Orten zu sehen sein werden. Abgerissen wird der Palast sicher werden, denn es geht nicht um eine rationale städteplanerische Entscheidung, sondern um eine ideologische Abrechnung, wie die Wortwahl »sozialistischer Schandfleck« des CDU-Generalsekretärs Frank Henkel (lt. heute) sehr schön verdeutlicht. Für manch einen sind die ideologischen Kämpfe von damals noch lange nicht vorbei…

Palast der Republik Abbruch statt Aufbau Ost? Symbol Ost und Symbol West

Für die Palast-Bilder gibt es einen eigenen Flickr-Set, der in den nächsten Tagen noch Zuwachs bekommen wird.

Rundlederwelten

Am Neujahrstag ging es in die Rundlederwelten. Ein Ausstellung rund um Fußball und Kunst, noch bis zum 8. Januar im Gropius-Bau zu sehen. Tolle Sache, erstaunliche Werke gibt es da zu sehen, wie den Eckball mit Borussia-Enblem, der tatsächlich an einer Mauerecke klebt, oder die verbotenerweise mit dem Handy fotografierte Heldengalerie der Weltmeisterelf von 1974. Die Helden von einst schauen in bewährter Fußballbildermanier in den Trikots von damals, die Fotos sind aber von heute. Bei manch einem muss man zweimal hinschauen, um ihn wieder zu erkennen.

Danach waren wir durstig wie nach einem harten Spiel, darum stand ein kühler Trunk im FC Magnet auf dem Plan, denn dort gibt es nicht nur kühle Getränke, sondern auch eine Ausstellung mit Fotos des Gladbacher Ballgott Günter Netzer zu sehen. Netzer im ersten Ferrari auf den Straßen Mönchengladbachs, Netzer auf den Rängen des Bökelbergs, usw. Kann man sich anschauen, als Hardcore-Gladbacher, wenn man eh in der Nähe ist. Ist aber auf alle Fälle eine nette Bar, der FC Magnet.

Auf dem Weg dorthin verliefen wir uns ganz kräftig und standen plötzlich an den Überresten der Berliner Mauer in der Bernauer Straße: Die Mauer Dank allzeit bereitem Stativ in der Tasche konnten wir auch dort ein paar Fotos machen. Das Ambiente des ehemaligen Todesstreifens, der auch in seinem Zustand als Gedenkstätte vergangener Zeiten nicht gerade die Aura eines netten Plätzchens für einen lauschigen Spaziergang ausstrahlt, und das feuchte, leicht neblige Wetter schrien laut »Bilder machen«…

Die Mauer Die Mauer Die Mauer Die Mauer Nach so einem düsteren Ort braucht man ein wenig Spass, den hatten wir dann mit Kameras auf dem Bahnsteig der Berliner U-Bahn.

Und zum guten Schluss, damit wir die Tagebuchseite mit Berlin abschließen können, speziell für Herrn andI, das ultimative Old-School-Foto-Konferenz-Blogger-Mützen-Bild, aufgenommen als Selbstportrait auf dem Balkon an der Glasfront des verfallenen Palast der Republik: Auf dem Palast der Republik

berlin palastderrepublik fußball rundlederwelten mauer

Dies ist das Ende!

Ontour

Des Jahres 2005, meine ich. ;-) 22C3 ist rum, hier sind die angemessenen Worte dazu zu lesen. Es war wirklich schön, der Congress hat mir gut gefallen, und 23C3 ist schon vorgemerkt.

Trotz einer gewissen congressbedingten Müdigkeit geht es nun noch ins Berliner Silvestertreiben. Mal schauen, was in der Hauptstadt als solcher und am Palast der Republik so los ist. ;-)
Palast der Republik
Apropos Palast, ich möchte mich dem Herrn Schockwellenreiter anschließen und unterstütze das Bündnis für den Erhalt des Palastes. Die ganze Idee mit dem Abriß des Palasts und dem Wiederaufbau des Schlosses ist ahistorisch und erinnert genau an die Methodik, die jene an den Tag legten, deren historische Hinterlassenschaft nun mit der Abrissbirne beseitigt werden soll.

Euch allen, verehrte Zielgruppe, wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein tolles Jahr 2006!

22C3 hinterlässt Spuren - nicht nur im Schnee

22c3 Ontour

Schon der dritte Tag auf dem 22C3. Das bleibt nicht ohne Spuren. So kam der Autor dieses kleinen Blogs aus heiterem Himmel auf die Idee, dass es ziemlich kühl ist, auch in geschlossenen Räumen eine Mütze zu tragen. Wenn sich also jemand aus der verehrten Leserschaft auf dem 22C3 herumtreibt und einen Typen (oft ;-)) im Art-&-Beauty-Bereich mit einem Mac auf dem Schoß und einer Mütze auf dem Kopf herum sitzen sieht – einfach mal Tach sagen, denn mit einem Bloggertreffen wird es ja wohl mangels global anerkannter Koordinierungsinstanz nix mehr werden. Alex im Winter Das Wetter in Berlin ist die Hölle, nichts kann ich so wenig ausstehen wie Schnee und Kälte. Andererseits hat diese Witterung, ästhetisch gesehen, auch ihre interessanteren Momente, wie dieser nächtliche Schuss aus dem Fenster des Circus andeutet. Volksbühne

22c3 berlin winter mütze

Berlin im Schnee

22c3 Ontour

Volksbühne im Schnee Ganz Berlin, wo ich gerade beim 22C3 weile und kräftig konferenzblogge, liegt im Schnee und ist genau so kalt, wie man sich Sibirien halt so vorstellt. Das Bildchen zeigt übrigens den Blick aus der Unterkunft auf die berühmte Volksbühne.

Hier, wo wir unter uns sind, kann ich mal erzählen, dass dieses Jahr der Anteil der Ober-Verpeilten und Kiddy-Pseudo-Hacker ziemlich hoch ist. Neben mir sitzen ganz pöse Hacker, die meinen, wenn sie Enigmail im Thunderbird installieren, wäre die Abfrage ihres unverschlüsselten POP3-Accounts sicher. Dem schadet ein gecrackter Account aber nicht, er fiel mir schon vorher durch telefonieren während eines Vortrags auf und trägt damit den Stempel Wünschenswertes Opfer fett auf der Stirn…
Und ein voluminöser Verpeilter von geschätzten 100 Kg flog quer durch das Auditorium und riss dabei fast die versammelten Notebooks vom Tisch. Ne ne ne. ;-)

Die interessanten und guten Sachen (die natürlich in der Überzahl sind, keinen falschen Eindruck hier mitnehmen) erzähle ich weiterhin drüben

berlin volksbühne 22c3

22C3 - Private Investigations

22c3 Ontour

Chaos auf dem Desktop Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Was für eine Eröffnung! Ich sollte unbedingt bei den richtigen Medien arbeiten, ich habe das mit den Eröffnungen einfach voll drauf… Auch in diesem Jahr wird die Zeit »zwischen den Jahren« wieder dem Chaos gewidmet sein, genauer gesagt, dem 22. Chaos Communication Congress, kurz 22C3. Selbiger gewinnt langsam aber sicher an organisatorischen Konturen, ein Weblog und ein Wiki sind da, es gibt das CongressRadio-Weblog, und, damit man sich schon einmal mental, visuell und grundsätzlich in den nächsten Wochen einstimmen kann, von antenna erstellte 22C3-Tapeten für den digitalen Schreibtisch (siehe Bildchen oben) und einen (Mac-)Bildschirmschoner. Wie bereits im letzten Jahr werde ich mich auch dieses Jahr gen Berlin aufmachen, (ich muss sowieso nach Berlin, bekanntlich ist mein Freund aus Leder und Rundlederwelten muss man gesehen haben ;-)), um mit einer Club-Mate in der einen und einem Switch und CAT5-Kabel in der anderen Hand auf dem Fußboden hockend das Chaos zu geniessen. Und ein bißchen gebloggt werden wird sicher auch, denn man darf, schenkt man den Andeutungen, die man so aufschnappen konnte, glauben, auf das 22C3-Programm gespannt sein…

22C3

ZKM-Tagung: Weblogs, Podcasting & Videojournalismus

Weblogtalk Ontour

Am kommenden Freitag und Samstag, den 23. und 24. September 05, veranstaltet das ZKM in Karlsruhe eine Veranstaltung mit dem wohlklingenden Titel »WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen«. Referieren werden, neben Größen aus dem akademischen Umfeld, u.a. Don Alphonso und der in diesen Zeiten wohl unvermeidliche Spreeblick-Johnny.

Solch’ eine interessante Problematisiererei lasse ich mir normalerweise nicht entgehen, aber leider ruft am Freitag die Pflicht. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es noch ein Bloggertreffen in räumlicher Nähe des ZKM, da werde ich dann auch erscheinen.

weblogs podcasting zkm

Sozial in Dresden

Ontour Weblogtalk

Sinnieren. Wie der sinnierende steinerne Herr auf dem Bild hatten sich ca. 25 Leute auf Einladung von Martin zum Sinnieren und Diskutieren über Weblogs, Social Software, Informationen und den Umgang damit, kurz, zu Roell2005, in Dresden eingefunden.
Es war schon spannend zu sehen, wie sich durchaus unterschiedliche Leute trafen, die eigentlich nur eines alle gemeinsam hatten: Leser von Martins Weblog zu sein. Es waren interessante Tage, ich habe viele Meinungen und Anregungen gehört und aufgenommen. Das ist zwar nun bereits eine Woche her, aber ich kann natürlich nicht die Unzulänglichkeiten von Blogger’s Darling Firefox meine Texte planen lassen, daher nun der zweite Versuch. ;-)

Es gab Erkenntnisse! So zum Beispiel die, dass die Entwicklung eines Weblog-Wiki-Social-Software-Enterprise-Collaboration-Tools völlig überflüssig ist, da es dafür keinen Markt gibt. Unternehmen kommen gut mit dem Chaos auf den Netzwerklaufwerken und der Datenhaltung in an ihre Speichergrenzen stoßende Outlook-PST-Dateien zurecht und haben keinen Bedarf an wikioiden Werkzeugen zur Ordnung und Zusammenarbeit. Ist schon okay, mein Arbeitgeber verdient an derartigen Dokumentationspraktiken und ihren zwangsläufigen Konsequenzen. Andererseits gab es einige Ideen und Anregungen zu eben solchem Werkzeug, die ich eifrig notiert habe. Natürlich nehme ich Meinungen zur Kenntnis, ebenso natürlich werde ich das nämliche Werkzeug trotzdem weiter entwickeln.

Es gab Einblicke! Lehrreich die von Olli Gassner in die Methodologie und Praxis des Profi-Bloggens, ein hartes Brot. Härter, als es sich der unbefangene Konsument vor dem Schirm vielleicht vorstellen mag. Wenn man es für Geld tut, muß man etwas zielstrebiger und systematischer Informationen erfassen und bloggerecht verarbeiten, als dass der gemeine Hobbyblogger tut.
Ich will nicht alles wiederholen, im Wiki zur Veranstaltung finden sich Links zu allen Beiträgen, die veröffentlich wurden.

Es gab Bewegung! Martin hatte mit seiner Programmplanung dafür gesorgt, dass nicht nur das Sitzfleisch und der Kopf gefordert wurden. Die Aktivitäten am Abend und in den Pausen waren mit reichlich Spaziergängen und Märschen verbunden, das abendliche Bierchen musste sich mit Kilometern verdient werden.

Es gab angenehme Leute! Ich war überrascht, die Versammelten waren durchweg freundliche Zeitgenossen ohne Dünkel (das haben wir auch schon anders erlebt bei weblog-bezogenen Veranstaltungen).

Es gibt noch mehr! Wer Vollständigkeit anstrebt, möge auf der bereits erwähnten Wikiseite den Links zu flickr-Galerien und Weblog-Einträgen folgen, um sich ein Bild zu machen.

Ein Danke möchte ich noch hinüberschleudern zu Martin für die gute Idee und zu Knallgrau für das Sponsern der Veranstaltung!

Die Zitate des Wochenendes stammen von Fukami, der mit farbigen Schilderungen vom alltäglichen Krieg an der Webfront zwischen Blackhats, Whitehats und Websitebetreibern unterhielt: »Das Web ist kein Kindergeburtstag!« Und von smi, der, konfrontiert mit allerlei Titelwünschen, als er beim Grillabend auf der Gitarre spielte, meinte: »Ich bin keine Jukebox!«

dresden roell2005

LinuxTag 2005 - Das wars!

Linux Ontour

Aus und vorbei! Aus und vorbei, der LinuxTag, lieblos hängt das Eintrittskärtchen mit seinem gelben Band am erstbesten Plakat auf der Straße. ;-)

Ein Fazit: Ich werde nicht in den »früher war alles besser«-Chor einstimmen. Im Gegenteil, ich finde es interessant, dass der LinuxTag, trotz aller Kommerzialisierungsbemühungen noch stets vom bunten Auftreten der Community geprägt ist und die business-uniformierten StandwächterInnen wie Wesen von einem anderen Stern wirken. Die Vorträge, die ich gesehen habe, waren bis auf einen gut vorbereitet und angenehm zu verfolgen. Man bekommt Anregungen, dieses und jenes einmal auszuprobieren, und es ist eine tolle Sache den Heroen der Freien Software-Welt einmal leibhaftig zu begegnen. Damit genug des Geblogge vom LinuxTag, meine Bildsammlung, die das gratis Flickr-Monatsvolumen gesprengt hat, gibt es hier zu sehen, aller Bilder mit dem Tag linuxtag sind auch einen Blick wert.

Andere Leute haben auch über den LinuxTag gebloggt. Der Preis für den kürzesten LinuxTag-Besuch geht an Steven: »Angekommen beim Kongresszentrum, wunderte ich mich schon, warum alle so gelbe Plaketten um den Hals trugen. Diese bekam ich dann aber beim Bezahlen der Eintrittskarten auch ;) Leider war das Event dann total auf die Firmenschiene gelegt, was mich dazu veranlasste nach knapp einer Stunde den Heimweg anzutreten.« Das mit der interessanten persönlichen Begegnung wird mitunter auch ganz eigen interpretiert, wie z.B. bei honza: »Es war auch interessant, mal die Typen zu sehen, die den ganzen Kram entwickeln. Ich hätte es nie gedacht und für ein Klischee gehalten, aber die meisten sehen wirklich irgendwie gestört aus. Manche von ihnen scheinen nur ab und zu mal Sonne oder Tageslicht zu sehen…« Und manchmal hinterlassen LinuxTag-Besuche auch ihre Spuren in den ewigen Annalen menschlicher Tragik, die Rammstein einmal so treffend mit »die selbe Sache, das alte Leid« besungen haben, höret was Tolimar zu berichten hat: »Met a nice girl the other day and I would really like to tell you all that I have fallen in love. But I haven’t, since she seems quite happy with her current boyfriend.« Das Schlußwort gehört dem Sil53r Surf3r, zum Thema LinuxTag und persönliche Begegnung: »Allein schon, einige der Gesichter zumindest einmal gesehen zu haben, macht bereits eine Menge aus. Um nicht zu vergessen, daß Software von Menschen für Menschen gemacht wird und daß es sich dabei nicht bloß um seelenlose Produkte handelt. Wenn man den Enthusiasmus erlebt, mit dem einige der Autoren ihre Projekte vorstellen, dann spürt man deutlich, wieviel Engagement und Herzblut sie – zum Teil über Jahrzehnte hinweg – in ihre Software-Produkte investiert haben und auch heute immer noch investieren. Das motiviert auch, sich als Anwender weiterhin intensiv damit zu befassen.«

linuxtag linux karlsruhe

LinuxTag 2005 - Tag 3

Linux Ontour

Leon Shiman Leon Shiman von der XOrg-Foundation sagte: »The X Window System is the backbone of the Open Desktop.« Ansonsten bezog er Position in allerlei, wohl offenkundig heiß diskutierten Fragen bei der Entwicklung von X Window und stocherte in der Vergangenheit herum. Allein, mir fehlt das Hintergrundwissen, um das alles einordnen zu können.
Live im Grid! Interessanter, als von der »Papierform« zu erwarten, war der Auftritt der Hochenergiephysiker der Uni Karlsruhe. Sie gaben einen Überblick über ihre Projekte, die verwendete Hard- und Software und machten deutlich, welche wichtige Rolle die Freie Software bei ihrer Forschungsarbeit spielt. Demnächst fliegt sogar ein Linux aus Karlsruhe hinauf zur ISS. Interessant war auch (siehe Bildchen) ihre Live-Demonstration, bei der eine Berechnung im gewaltigen weltweiten Grid der Kernforscher durchgeführt wurde

Danach gaben vier Vertreter des Debian-Projektes einen von der Thematik her zwar hochinteressanten Einblick in den Aufbau und die Funktionsweise von Debian, aber böse Zungen würden wohl behaupten, dass dieser Vortrag ähnlich organisiert und strukturiert war wie die Release-Politik. Dieser Vortrag war leider ein Ausreißer in der Reihe gut vorbereiteter und präsentierter Vorträge, die ich gesehen habe, sprich: Das war gar nix.

Ben Mako Hill

Das Kontrastprogramm kam gleich hinterher, Benjamin Mako Hill, seines Zeichens sowohl Debian- als auch Ubuntu-Entwickler, stellte die Entwicklung von Ubuntu in einem engagierten und lebhaften Vortrag als gelungenes Beispiel eines der bei OpenSource-Projekten gefürchteten »Forks« dar. Interessant: Jedes halbe Jahr, nach einem Ubuntu-Release, nehmen die Ubuntu-Entwickler das zu dem Zeitpunkt aktuelle Debian-Unstable und packen die Ubuntu-Pakete neu. Der Bursche hat einen wirklich unterhaltsamen Vortragsstil, gestikuliert wild mit den Händen und turnt in Flip-Flops dazu auf der Bühne herum. Und weiß, wovon er spricht, natürlich. Sehr kurzweilig! Solltet Ihr je auf einer Konferenz sein, wo Benjamin spricht: Unbedingt anschauen!

Michael Kofler

Ubuntu war dann auch das Stichwort für den letzten Vortrag: Buchautor Michael Kofler stellte Ubuntu, »das afrikanische Linux« vor, beleuchtete dabei die Hintergründe des Projektes und zeigte sich durchaus angetan von Ubuntu. Das sei die Distribution, die er einem normalen Anwender installieren würde. Und auch der Poweruser kann, dank des ausgefeilten Debian-Paketsystems, durchaus mit Ubuntu leben. Deshalb hat er auch gleich ein Buch über Ubuntu geschrieben. ;-)

linuxtag debian ubuntu xorg

LinuxTag 2005 - Tag 3: »Was bedeutet Freie Software«

Linux Ontour

Georg Greve Der erste Vortrag des Samstags, des dritten Tags des freien Vortragsprogramm, wollte eine Antwort auf die Frage geben: »Was ist Freie Software?« Georg Greve, Präsident der FSF Europe, und bestens bekannt aus seiner »Brave GNU World«-Kolumne in verschiedenen Linux-Publikationen, hatte sich zur Beantwortung dieser Frage Verstärkung geholt: Federico Heinz von der argentinischen Freie Software Organisation Vía Libre versuchte sich zunächst auf Englisch, traf damit aber erstaunlicherweise auf Widerstand im Publikum und setzte seinen Vortrag in perfektem Deutsch fort.
Federico Heinz
Da man es einer Software nicht ansieht, ob sie frei oder unfrei ist, gibt es vier Kriterien, die eine Software frei machen:

Die Freiheit, sie nach Belieben zu benutzen. Beileibe keine Selbstverständlichkeit, wie das von Federico angeführte Beispiel eines HTML-Editors, der in seinen Benutzungsbestimmungen die Verwendung für Websites, in denen das Produkt kritisiert wurd, untersagt.

Die Freiheit, die Software zu studieren. Quelltextoffenheit, ein wichtiges Kriterium, wenn der Quelltext nicht mitgeliefert wird, weiß man auch nicht genau, was diese Software eigentliche genau macht. Und man hat die Möglichkeit, sie bei Bedarf zu verändern, Federico: »Wenn wir Software nicht an unsere Bedürfnisse anpassen können, verlieren wir die Selbstbestimmung in der Datenverarbeitung.«

Die Freiheit, kopierte Software zu verteilen. Der soziale Aspekt. Die Nutzungsbedingungen unfreier Software, die mir unter Strafandrohung verbieten, von mir benutzte Software weiter zu geben, schränkt die Freiheit ein, solidarisch zu sein. Der Reichtum, den ein Programm darstellt, wird künstlich begrenzt, weil jemand seinen Reichtum maximieren möchte.

Die Freiheit, das geänderte oder verbesserte Programm weiter zu geben.

Diese Freiheiten sind nicht selbstverständlich. Federico, der einen Hang zu zitierfähigen Ausführungen hat, drückte es so aus:»Freiheit ist eher seltzen gratis, Freiheit muß erkauftft werden, Freiheit muß erkämpft werden.« Es gibt genug Organisationen und Unternehmungen auf dieser Welt, denen die pure Existenz Freier Software ein Dorn im Auge ist, da sie ihre eigenen auf Profitmaximierung ausgelegten Software-Unternehmungen stört. Zur Unterstützung der Freien Software gibt es daher bereits seit 1985 die Free Software Foundation, und seit 2001 einen europäischen Ableger, die FSF Europe. Und als nächstes, gerade im Aufbau, die FSF Lateinamerika. Diese unterschiedlichen FSFs sind übrigens nebeneinander und voneinander unabhängig, nicht hierarchisch, organisiert.

Die FSF-Europe setzte übrigens weltweit zum allerersten Male gerichtlich die GPL gegen ein Unternehmen durch.

Was ist freie Software?

Zum Abschluß berichtete Fernanda Weiden aus Brasilien (auf dem Bild in der Mitte) über die Zusammenarbeit der Freie Software-Aktivisten in Brasilien mit der Regierung. In deren Büros findet man keinen Rechner, der unfreie Software einsetzt. Erstaunlicherweise können sie ihren Aufgaben dort nachkommen, ohne ein Word oder Excel. Ich sehe ihn vor meinem geistigen Auge, den beamteten IT-Verantwortlichen einer typischen deutschen Behörde, das Wort Industriestandardkompatibilität wie eine Monstranz vor sich her tragend.

linuxtag fsf freiesoftware

LinuxTag 2005 - Tag 2

Linux Ontour

Zukunft von KDE Torsten Rahn und Matthias Ettrich (seines Zeichens niemand geringeres als der Initiator des KDE-Projekts himself) warfen am Freitag, dem 2. Tag des freien Vortragprogramms, einen Blick in die Zukunft von KDE und den Linux-Desktop. Es fällt auf, dass die KDE-Entwickler sich bei neuen Features von den Entwicklungen in Mac OS X inspirieren lassen und versuchen, etwas besseres zu entwickeln. Beispiele dafür sind plasma, eine Art Panel mit Elementen, die Apples Dashboard ähneln, oder Tenor, eine Art Spotlight mit erweiterter Funktionalität. Links liefere ich nach, die Websites des KDE-Imperiums sind gerade nicht benutzbar. Tenor soll nicht nur Inhalte finden, sondern auch die Historie eines Dokumentes per lokaler Suchfunktion verfügbar machen. Zum Beispiel, wenn ein Bild einmal ein Anhang einer E-Mail war, soll das auch später nachvollziehbar sein, wenn das Bild längst, von der Mail gelöst, im Dateisystem schlummert. Man darf gespannt sein.

Kasper Skårhøj (TYPO3) Ein Highlight war der Vortrag von Mr. Typo3 höchstpersönlich, Kasper Skårhøj. Kasper ließ ein Bekenntnis zu Linux los: Typo3 »Works on Windows but LIVES on Linux :-)« Außerdem sprach er über seine hinreichend bekannte, religiös untermauerte Philosophie und seinen Antrieb, OpenSource-Software zu erstellen. Und er erstellte live eine Website in Typo3, benutzte dabei die TemplateVoila-Extension. Das sah, wenn Kasper das macht, verblüffend einfach aus. Kein Vergleich zu den Schmerzen, die man als Typo3-Newbie normalerweise hat. Nach einem Ausblick auf die kommenden Versionen garantierte er sozusagen höchstpersönlich und hochoffiziell, dass die aktuelle Typo3-Version XHTML-Transitional ausspuckt. Fazit: Interessanter Vortrag, macht Lust darauf, das CMS für Masochisten noch einmal auszuprobieren!

linuxtag kde typo3

LinuxTag 2005 - 10 Jahre PHP/MySQL

Linux Ontour

Am Donnerstag gab es ein Fragestündchen mit den zwei Herren, die im Web, wie es sich heute darstellt, deutliche Spuren hinterlassen haben: Rasmus Lerdorf, der Erfinder von PHP, und Monty Widenius, Chefentwickler von MySQL. Es gab ein wenig Webarchäologie, die älteste Spur von PHP im Internet ist ein Newsgroup-Announcement von Rasmus Lerdorf für die erste Version seiner Personal Homepage Tools. Warum ist PHP überhaupt OpenSource? Rasmus: »Pure Lazyness!« Er fand es überaus cool, Probleme mit seinen Tools von der sich schnell bildenden Community gelöst zu bekommen. ;-)
Zur Geschichte von MySQL hatte Michael Monty Widenius schon am Nachmittag gesprochen, in einer seiner bekannten State Of The Dolphin-Vorträge. Neben einem Abriss der Geschichte von MySQL, aus den Anfängen als Teilzeitfirma, die sich über den Verkauf der ersten MySQL-Versionen für Windows als Shareware finanzierte, erfuhr man, dass MySQL mitnichten für engl. mein SQL steht, sondern der Name von Montys Tochter My ist, es heisst also eigentlich, phonetisch ausgesprochen, müeskuell. Folgerichtig wurde die zweite DB im MySQL-Portfolio, MaxDB, nach Sohnemann Max benannt. Wichtiges Wissen, falls ihr mal bei einem Günter-Jauch-Open-Source-Quiz sitzt. ;-)

linuxtag linux mysql php

Hängt den Tux! Oder: LinuxTag in Flickr?

Linux Ontour


Der arme Tux! Hängt da in dieser unbequemen Haltung in der Ausstellungshalle!
Der LinuxTag findet keinen übermäßigen Niederschlag in meinem neuen Lieblingsspielzeug Flickr. Ich habe einen Fotoset angelegt, in dem nun nach und nach meine Pics vom LinuxTag eintrudeln. Ansonsten gibt es aber nicht viel mehr an Bildern zum Tag linuxtag. Wahrscheinlich befindet sich der Blogger als solcher tatsächlich in einer anderen Wahrnehmungswelt, was den Verbreitungsgrad der neuen Websites mit social touch angeht.

linuxtag flickr

LinuxTag 2005 - Tag 1

Linux Ontour

Ein herzliches, wg. eines nachlässigerweise nicht am Mann befindlichen USB-Kabels im Moment leider bilderloses, Hallo vom LinuxTag 2005.

Am heutigen Donnerstag begann das freie Vortragsprogramm, die Keynote zur Eröffnung hielt Wikipedia-Monarch Jimmy Wales. Jimmy erzählte im Prinzip das, was er schon weiland auf der 21C3 erzählt hatte. Zusätzlich stellte er die Wikipedia in den Kontext freier Software, Zitat: »Wikipedia should be thought of as a core part of the free software world – supporting it and supported by it.« Jimbo erwähnte in diesem Zusammenhang, dass in Wikipedia ausschließlich freie Software verwendet würde. Als Maßstab dafür gelte: Wenn ein Programm selbst oder ein Programm zur Bearbeitung der Daten in Debian Free-Repository enthalten sei, könne es verwendet werden.
Außerdem (geisterte ja schon durch die gängigen digitalen Gazetten) gibt es eine Zusammenarbeit von KDE und Wikipedia. Präziser gesagt, es wird ein API für die Wikipedia geben, dass sicher nicht nur Integration in KDE-Applikationen, sondern auch hübsche neue Blog-Spielzeuge ermöglichen wird.

Jan Kneschke von MySQL, bekannt in der OpenSource-Welt durch seine Apache-Alternative lighttpd, stellte in einem Vortrag die neuen Features von MySQL 5.0 vor. Im Prinzip sind das Stored Procedures, Views und Trigger. Also alles die Dinge, die in ihrer Oracle-Implementation schuld an einigen der grauen Haare auf meinem Haupte sind. ;-)

Abseits des großen Vortragsprogramm fand sich eine kleine Gruppe von s9y Entwicklern, Bloggern und Interessenten zu einem Serendipity-Vortrag von Kris Köhntopp ein, den er schon in seinem Blog dokumentiert hat . Ich hatte mit diesem System bekanntlich meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Mittlerweile ist ein Jahr fleißiger Entwicklungsarbeit ins Land gegangen, und ich denke, man kann mal wieder einen intensiveren Blick auf Serendipity werfen.
Tim Pritlove war auch da und stellte eine Menge Fragen, darum werfe ich jetzt einmal ein haltloses Gerücht in die Blogosphäre: Der CCC steigt demnächst komplett auf Serendipity um! ;-) Ein Herr namens CrUIsEr ;-) hat eine kleine Galerie vom Bloggertreffen.

Danach besuchte ich den Vortrag von Sebastian Bergmann zum Thema PHP 5 – Ein Jahr danach, den man auf Sebastians Talks-Seite bereits als PDF runtersaugen kann. Er gab einen interessanten Ausblick auf die appetitlichen Features von PHP 5.1 und 6 und stellte einige, für die Entwicklung »großer« Applikationen nützliche Tools und Frameworks vor.

Danach war es an der Zeit, sich leibhaftige Legenden der OpenSource-Welt anzuschauen, nämlich MySQL-Mastermind Monty Widenius und PHP-Erfinder Rasmus Lerdorf. Dazu dann mehr in einem weiteren Artikel.

Gestern abend fand ein feucht-fröhliches Grillfest ohne Grillgut der KaLUG statt, dessen Nachwirkungen den Autor dieser Zeilen vom rechtzeitigen Verlassen des Nachtlagers und Nachkommen seiner Blogpflicht abhielten. Tja, verehrte Zielgruppe, das Alter, Wärme und das gute badische Hoepfner-Bier, eine schlechte Kombination für die Konstitution des Konferenzbesuchers. Aber Spaß hat es gemacht. ;-)

LinuxTag 2005

Linux Ontour

Nun ist es schon wieder so weit, der LinuxTag 2005 wird unter dem Motto »Linux everywhere« eröffnet. Wie im letzten Jahr werde ich auch bei der diesjährigen Ausgabe in Karlsruhe weilen und mich in das bunte Treiben rund um das freie Betriebssystem stürzen. Gleich zur Eröffnung gibt es einen prominenten Gast: Jimmy »Jimbo« Wales wird mit einer Keynote zum Thema »Free Content in a Free World: The Wikipedia Phenomenon« das freie Vortragsprogramm eröffnen. Zur Einstimmung: In der LinuxNacht gibt es bereits jetzt ein Audio-Interview mit Jimbo Wales.

Außerdem interessant am Donnerstag: Im Practical Linux Forum dreht sich alles um PHP und MySQL, Heroen wie der PHP-»Erfinder« Rasmus Lerdorf und MySQL-Mastermind Michael »Monty« Widenius haben den Weg nach Karlsruhe gefunden.

Und es gibt auch noch ein Treffen der S9Y-Blogger, und für Donnerstag abend ist auch noch ein Bloggertreffen im Rahmen des KaLUG-Grillfestes geplant. Ordentlich was los also, in Karlsruhe. ;-)

linux linuxtag karlsruhe

MacExpo-Nachlese

Mac Ontour

iPod-Lady iPod-Shuffle-Impression Xserve Gravis-Animierdame
Zurück von der MacExpo in Köln, müssen natürlich die Bilder sortiert werden. Meine Sammlung habe ich in einen Flickr-Fotoset zusammen gefasst.
Natürlich gab es auch ein Bloggertreffen, wie man bereits in meinem Moblog-Versuch sehen konnte. Okay, mich dünkt ich muß mal das Objektiv der Handy-Kamera sauber machen, das Bild ist selbst für eine Handy-Kamera außergewöhnlich schlecht. ;-)
Majo Dieses Bild zeigt majo von IT&W und Mac-Essentials in voller Action. ;-) Apropos, IT&W hat ein hübsches Video vom Blogger-Treffen. Das Bild von majo entstand, als wir auf den Fotografen von Apple warten mussten, der den Eindruck erwecken wollte, wir hätten uns bei den Mac-User-Groups getroffen. Sagt der Text zu diesem Bild.
Weitere Bilder vom Treffen hat Tomas Caspers gesammelt und in einen eigens dazu angelegten Flickr-Pool veröffentlicht.
Ansonsten war die MacExpo dieses Jahr ein wenig voller als 2004. Da ich keine konkreten Anliegen hatte, schlenderte ich ein wenig herum. Auffallend war die Omnipräsenz des iPods, natürlich, ist man versucht zu sagen. Mit leeren Händen kam ich auch nicht zurück, dieses interessante Buch habe ich käuflich erworben. Alles in allem, ein gelungener und interessanter Tag in Kölle, nächstes Jahr ist bereits wieder vorgemerkt …

macexpo flickr

MacExpo 2005

Mac Ontour

»Wie doch die Zeit vergeht!« Sagen die taubenfütternden Senioren auf der Bank in der Grünanlage und die Blogger vor ihren schillernden Kisten. Ist noch gar nicht so lange her, da war ich auf der MacExpo 2004, und nun läuft schon die Ausgabe 2005.
Morgen werde ich auch wieder vor Ort sein, Sachen gucken und mobloggen. Wie im letzten Jahr gibt es auch dieses Jahr wieder ein Blogger-Treffen, morgen, Samstag, um 13:00 Uhr an der Tränke inner Ecke. Ich werde auch da sein, wenn nix dazwischen kommt. Dieses Mal wird das Bloggertreffen, der in Zeiten von Weblog-Verlagen und -Kommerzbestrebungen gewachsenen Bedeutung des Bloggens an sich angemessen, üppiger besucht werden als letztes Jahr, dünkt mich.

Die MacExpo läuft ja schon fleißig. Neben einem offiziellen Messe-Blog berichten auch die Mac-Essentials in Bild und und Text aus Kölle. Bisheriger Höhepunkt sind natürlich die bei Mac-Essentials abgelichteten Grazien mit Röckchen aus iPod-Socken … ;-)

Also, vielleicht sieht man sich ja Samstag, auf der MacExpo …

mac macexpo ontour

Vaihingen On Rails

Momentaufnahme Ontour

Obschon der Wiesbadener als solcher nicht zur primären Zielgruppe von BlogMeetSKa gehört, verschlug es mich, eingedenk der Tatsache, dass ich mitunter meine Zeit in Baden verbringe, am letzten Freitag zum Bloggertreffen Karlsruhe-Stuttgart. Beate, Oliver, Clemens, Thomas, und, wie schon erwähnt, ich selbst (sonst könnte ich ja nichts drüber schreiben, logo, oder? ;-)) trafen sich in Vaihingen an der Enz im Ristorante Salento. Neben aktuellen geheimnisvollen Entwicklungen der deutschen und internationalen Bloggerszene wurden Themen wie aphrodisische Hauptspeisen, das notwendige Know-How zum Überleben in der Welt nach dem demnächst zu erwartenden Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft, die Problematik des Taxifahrens in Vaihingen, Diskrepanzen in der Lebensqualität von Dresden und Halle und noch einiges mehr erörtert. Da das Treffen im Vorfeld der irakischen Wahlen statt fand, konnten leider aus Sicherheitsgründen keine Fotos gemacht werden. Besonderer Dank geht an Oliver für wertvolle Chauffeursdienste und an den freundlichen Wirt des Salento für eine nächtliche, aus Gründen der Diskretion hier nicht öffentlich zu benennende, soziale Großtat. Nett war’s in Vaihingen!
Die Züge aber fahren, wie das Bild oben zeigt, im Ländle nicht mal mitten inner Nacht pünktlich, das Bild log noch, ’ne geschlagene Viertel Stunde Verspätung wurde es. Und dann stieg auch noch eine Horde größtenteils schmerzfreier jugendlicher Besucher der Grötzinger Faßnacht (oder so) in die Bahn ein, was noch weitreichende Folgen bezüglich der Funktionsweise der Türen und der freien Entscheidung des Aussteigens aus der Bahn haben sollte.

Das nächste Treffen findet am 25.3. statt, alle Infos dazu findet Ihr in Olivers Wiki.

Zurück von der Jahresendzeittour

Ontour 21c3

Die Jahresendzeitfestivitäten-Tournee mit 21C3 ist beendet, ich bin wieder in der hessischen Landeshauptstadt eingetrudelt. Die dreieinhalb Tage Berlin waren natürlich der Höhepunkt, Berlin ist immer eine Reise wert (ja, blöder Spruch, aber so wahr, dass ich ihn einfach bringen muß). Das Bildchen zeigt den Funkturm am Alex im abendlichen Nebel, nicht so ganz perfekt, aber längeres Problematisieren mit der Kamera wollte ich meinen lieben Kollegen Konferenzbloggern nun doch nicht zumuten, sowas kann bei mir immer sehr lange dauern … ;-)

21C3 war eine interessante Mischung aus einem juvenil geprägten Spaß am Gerät-Happening (inkl. damit verbundener Seiteneffekte im Rest der Welt) und einem Stelldichein von Netzlegenden wie Joi Ito oder Jimbo Wales, deren Wirken im Dienste einer über das Netz hinausgehenden demokratischen Aufklärung verstanden werden soll. Einer Nutzung des Netzes als Medium, das nicht nur konsumiert wird, sondern selbst benutzt wird, um Senden und Empfangen von Wissen, Meinung und Information aus den geldscheinverklebten Fingerchen der Medienkonzerne zu befreien. Solche Events sind immer eine willkommene Gelegenheit, einen Moment die Tastatur aus der Hand zu legen und über solche mehr philosophischen Aspekte unseres Netztreibens ein wenig nachzudenken.

Dazu hat man bei der Heimfahrt auch reichlich Gelegenheit, denn, man glaubt es nicht, im ICE auf der Rückfahrt aus Berlin gab es nach Auskunft des Zugchefs nicht eine funktionierende Steckdose, an der man sein Notebook mit der lebensspendenden Kraft der fließenden Elektronen hätte versorgen können. Das, verehrte Bahn, ist Anno 2005, und gerade unter dem Eindruck von Hochglanzwerbung mit Krawattenheinis samt Virenschleudern unter’m Arm, die sich an der ach so produktiv zu nutzenden Zeit auf ihrer anstehenden Zugreise ergötzen, ganz schön armselig …

Ein Bloggertreffen gab es beim 21C3 natürlich auch, auf einer Hardware-Blogroll dokumentiert. Selbiges ist auch im Rahmen einer 21C3-Fotogalerie von Norbert bildlich festgehalten worden. Und Christian, der auch beim Bloggertreffen war, hat auf seinem Weblog plomlompom ein »rumphilosophierendes Fazit« vom 21C3 gezogen.

Noch ein paar Impressionen von 21C3:

Die geschwungene Treppe in der Lobby des bcc, in ihrem ganzen 70er-Charme, aber so etwas ist ja heute als Retro wieder en vogue …

Die Chill-Out-Zone, die Kantine war von den Video- und Blinklichtgruppen in eine schummrige Abhäng-Zone verwandelt worden, auf den dort stehenden Sofas lagerten erschöpfte Datenkrieger. Und mitunter war es dort recht laut (MP3, 128 kB) …

Auf den Gängen des bcc war stets ein munteres Treiben, man musste, mit heißen oder kalten Getränken in der Hand, stets höllisch aufpassen, wo man lang lief!

Recht am eigenen Bild hin oder her, was muß der Herr mit der Mütze ausgerechnet dann seinen Kopf heben, wenn ich den großen Vortragsraum Saal 1 fotografiere, in dem Joi Ito gerade seinen Vortrag hält …

Mir hat’s Spaß gemacht, soweit man das jetzt absehen kann, werde ich bei 22C3 wieder dabei sein!

21C3 hat begonnen!

21c3 Ontour

Während die Welt anderswo aus den Fugen gerät, widmen sich hier in Berlin allerlei Leute dem 21C3. Wie gut es uns geht, dass wir uns über nicht funktionierende WLAN-Verbindungen echauffieren können …

Nichtsdestotrotz hat es mich nun also nach Berlin verschlagen. Das Bild unten zeigt eine Impression aus dem Raum der Videokünstler, die mit Licht, Musik und ausrangierten Sofas einen schnöden Konferenzsaal in eine Art »Chill-Out-Zone für Hacker« verwandelt haben. Sehr atmosphärisch!

Die nächsten drei Tage gibt es also 21C3-Bloggen von mir, hier im Netzbuch ein paar Bildchen und unsachlich Atmosphärisches, (mehr oder weniger) Sachliches auf 21c3.konferenzblogger.de.

Es sind noch ein paar andere Blogger hier auf dem 21C3 vertreten, Malte bloggt und wurde von mir schon aus der Ferne gesichtet. Moe leistet sich sogar einen eigenen 21C3-Gastblogger. Das Wikipedia-Projekt, das auf 21C3 stark vertreten ist, hat ein Portal 21C3 eröffnet. Und natürlich wird auch, wie schon einmal erwähnt, im offiziellen 21C3-Weblog fleißig gebloggt!
[Nachtrag:] Auch IT&W leistet sich eine 21C3-Gastbloggerin. Scheint ein neuer Trend zu sein! Wieso blogge ich eigentlich noch selbst?

21C3

21c3 Ontour

21C3-Banner Die Jahresendzeitfestivitäten sind bei mir in diesem Jahr mit einer Deutschlandreise von fast schon Röllschen Dimensionen ;-) verbunden, da ich mich entschlossen habe, dieses Jahr den 21. Chaos Communication Congress (kurz 21C3) in Berlin zu besuchen. Das Programm erscheint mir einfach zu verlockend, um es beim zwischen-feiertäglichen Abhängen mit kalorienreicher Kost bewenden zu lassen. Sogar eine der Webloglegenden schlechthin, Joi Ito, wird dabei sein, das kann man sich natürlich sowieso nicht entgehen lassen!

Sehr hübsch finde ich übrigens diese iPod-mäßig angehauchten 21C3-Banner, besonders die weibliche Silhouette hat es mir, wie man diesem Eintrag ansieht, angetan, das hier ist viel zu sehr aus dem prallen Leben gegriffen. ;-)

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Es gibt ein offizielles 21C3-Weblog, und im 21C3-Wiki gibt es eine Seite mit Weblogs, die über 21C3 schreiben wollen. Und wer die blogosphärische Totalüberwachung zum Thema möchte, nutzt ein sehr kühles Blogstats-Feature und abonniert einfach eine Blogstats.de-Suche zum Stichwort 21C3 im bevorzugten Feed-Reader.

Wien-Nachschlag - Impressionen vom Praterstern

Momentaufnahme Ontour

Auf besonderen Wunsch von Mark dem Anonymen ;-) hier also noch einige Impressionen von der Gegend um den Praterstern in Wien, worauf ich bereits verbal eingegangen war.
Der Praterstern liegt in der Leopoldstadt (benannt nach Leopold I., der 1670 die Juden aus Wien vertrieb), dem 2.Bezirk, ist von der Innenstadt durch den Donaukanal getrennt und in erster Linie ein gewaltiger Verkehrsknoten. Der Stern ist die gelebte “Weg mit den Fußgängern” – Philosophie aus den Autowahn-Zeiten der 60er und frühen 70er-Jahre.
Der erste Eindruck täuscht aber, bewegt man sich von den Hauptverkehrsstraßen weg, entfaltet die Leopoldstadt durchaus ihren ganz eigenen Charme. Große alte, mitunter etwas heruntergekommene Häuser säumen die Straßen hin zum Stadtzentrum der Leopoldstadt. Auf der anderen Seite vom Stern geht es zum Prater-Gelände mit dem lokalen Touri-anziehungspunkt Nummer 1, dem Wurschtelprater. Nach ein paar Tagen vor Ort stellten sich die abends vom Wurschtelprater in den Bahnhof strömenden besoffenen deutschen Touri-Horden als erheblich unangenehmer heraus, als die zu jeder Tages- und Nachtzeit rund um den Stern herumlungernden “Tschuschen” (wienerisch für ausländische Mitbürger aus Südosteuropa) und “Sandler” (wienerisch für ‘Stadtstreicher’). In der dritten Richtung türmen sich die Bürohäuser auf, dort hausen IBM, SAP, ÖBB und Konsorten.

Es folgen noch einige Bilder, ein ‘Klick’ auf das kleine Bild öffnet eine vergrößerte Ansicht in einem seperate Fenster, das vierte Bild zeigt die Mühlfeldgasse, wo ich letzte Woche gewohnt habe.



Ade Wien!

Ontour Momentaufnahme

Mit einem Schnappschuß vom abendlichen Wien verabschiede ich mich von Wien, es war wirklich schön hier, und ich werde bestimmt mal wieder hinfahren. Jetzt gerade sitze ich im Flughafen, in einem Cafe, einer verschwiegenen Ecke. Es ist beim öffentlichen Bloggen einfach essenziell, dass man so sitzt, dass einem niemand auf den Schirm starren kann, denn ich hasse das abgrundtief. ;-)

Im Flughafen Wien gibt es ein vorzügliches freies WLAN (PDF), das in fast allen Restaurationsbetrieben mit einwandfreier Signalstärke funktioniert. Die Wiener haben ein Herz für Blogger, scheint mir.

Am Praterstern-Bahnhof war noch ein Freak mit einer besonders perfiden Geldeintreibestrategie unterwegs, er wartete am Fahrkartenautomaten hinter mir, und als ich das Restgeld verstaute, fragte er, ob er etwas davon haben könne. Ob dieser Frage war ich zunächst einmal sprachlos, beschloß aber ob dieser Impertinenz, die Anfrage zu ignorieren.

Der nächste Eintrag kommt dann wieder aus den heimatlichen Gefilden.

Einwandfreie Zweckbauten

Momentaufnahme Ontour

In der Leopoldstadt in Wien, im 2.Bezirk, mitten im idyllischen Augarten, findet der neugierige Betrachter zwei monströse Betonklötze: Die Flaktürme. Die Bilder können die Monströsität dieser Klötze nur unzureichend einfangen, wenn man direkt davor steht, insbesondere vor dem auf dem unteren Bild, dann kommt man sich ziemlich klein vor. Umgeben von der Stille des Augartens, nur unterbrochen vom heiseren Krächzen der Vögel, welche die Türme umfliegen, und wenn genau in dem Augenblick, in dem man davor steht, die Sonne hinter den Wolken verschwindet, wirken sie besonders eindrucksvoll. Die beiden Monster wurden ab 1940 von den Nationalsozialisten als (Zitat) »in konstruktiver Hinsicht einwandfreie Zweckbauten« errichtet. Die Türme waren völlig autark, mit eigener Wasser- und Stromversorgung. Für das Wien von heute stellen sie ein Problem dar, da sie mit ihren 5 Meter dicken Wänden nicht abgerissen werden können, ohne den halben Stadtteil in Schutt und Asche zu legen. So stehen sie also da, als Monument einer finsteren Zeit …

Museumsquartier

Ontour

Mein Wiener Lieblingsort: Das Museumsquartier. Tagsüber Kultur (und nicht zuletzt, WLAN!), abends versammelt sich die Jugend (und die, die sich der Biologie zum Trotz dafür halten), um auf rosanen Klötzen rumzulungern und das eine oder andere Ottakringer zu leeren. Da habe ich natürlich fleißig mitgemacht, wen interessiert an einem lauen Sommerabend Kultur, wenn aus dem Faß das Ottakringer fließt und man sich entspannt von den Strapazen des BlogTalk-Touri-Daseins erholen kann. ;-)

"Die gerade Linie ist gottlos"

Ontour

Ein grotesker Platz in Wien ist das Hundertwasser-Haus. Das ist ein Wohnhaus, gestaltet von dem Maler Fritz Stowasser alias Friedensreich Hundertwasser. Mitten in einer ganz normalen Wohngegend kommt man an ein buntes Haus, wo sich Trauben von Menschen, mit der Kamera als Waffe, versammeln und ein Haus anstarren. Diese zu beobachten ist fast interessanter als das bunte, schiefe Haus, denn der große Meister Friedensreich war der Überzeugung, dass die gerade Linie “gottlos” sei. Sogar der Innenhof ist schief, ich bin fast umgeknickt, als ich mit meiner “Waffe” herumzielte, blöde Philosophie. Außerdem war der gute Friedensreich von einer naiven Naturverbundenheit beseelt, das Resultat sieht man auf dem Bild ganz oben, unmotiviert wachsen aus dem Dach irgendwelche Bäume, und der Innenhof wird bewusst verwildert, damit sich da seltene Pflanzen und Tiere ansiedeln … Wie erwähnt, dieser Touri-Punkt Hundertwasser-Haus ist ein ganz normales Wohnhaus, es ist schon außerordentlich grotesk wenn Hausbewohner, mit Einkaufstüten bewaffnet, sich den Weg zum Eingang bahnen müssen, zwischen den Leuten die ihr Wohnhaus angucken. Das Schild auf dem Bild oben lässt erahnen, welche Dramen sich an und in diesem Haus sonst noch so abspielen.

Vielleicht bin ich ein Banause, aber ich finde das Haus reichlich blöde, nicht mal “für umme” würde ich da einziehen.

Grüße aus Wien

Zeugs Ontour

Da hocke ich nun also im schönen Wien, auf der verzweifelten Suche nach Konnektivität im Cafe Latte gelandet, wo die Konnektivität gut, der große Braune schmackhaft und die Kellnerinnen sehr nett sind. ;-) Im Hotel bieten sie WLAN zum überaus günstigen Tarif von 15 Euro für 90 Minuten an. Eigentlich wollte ich ja nur mal ins Internet, und nicht den Access-Point kaufen …

Flug war gut, neben mir saß ein Mac-User, da Mac-User ja per se nette Menschen sind ;-) war der (sowieso schon kurze) Flug recht kurzweilig. Das Hotel ist im Rahmen dessen, was man in Wien erwarten kann, aber mit der Gegend habe ich mich ein wenig vergriffen, die Umgebung rund um den Praterstern ist wirklich abscheulich. Fotos folgen demnächst, aber ich bin mir bei den am Bahnhof herumlungernden Zeitgenossen noch nicht schlüssig, ob sie den notwendigen Respekt vor bestehenden Eigentumsverhältnissen aufbringen, wenn man mit der Kamera herum läuft. Wenn man morgens zur U-Bahn geht und es riecht bereits nach Döner, braucht man eigentlich umgehend einen Kamilletee, um den an der Grenze zur Rebellion befindlichen Magen zu beruhigen. Es sieht am Praterstern in etwa so aus wie am Worringer Platz in Düsseldorf oder am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden, also nicht sehr anheimelnd.

Ansonsten ist Wien natürlich eine großartige Stadt, man kann stundenlang rumlaufen, gucken und staunen. Es steht eigentlich nur da, um fotografiert zu werden, daher wird sicher noch die eine oder andere Speicherkarte in den nächsten Tagen gefüllt werden …

Vienna calling!

Zeugs Ontour

Nachdem letztes Jahr die Insolvenz “meiner” Muttergesellschaft den BlogTalk-Besuch vermasselte, bin ich dieses Jahr dabei. Zwei Tage “Problematisieren” über Weblogs, das kann man sich einfach nicht entgehen lassen!


Das Programm Ver. 0.95 verspricht interessante Vorträge, die “üblichen Verdächtigen” aus der deutschen Blogosphäre sind auch dabei, kann man sich ein paar Autogramme holen. ;-)


Damit es sich lohnt, werde ich eine Woche in Wien verbringen, ich war seit sieben Jahren nicht mehr dort und habe mal wieder richtig Lust darauf, den Ruf Falkos zu erhören. Kann ich gleich mal die eine oder andere CompactFlash-Karte füllen, von Wien habe ich nur blasse Papier-Bilder.


Vielleicht trifft man ja zu diesem “Event” den einen oder die andere Netzbuch-LeserIn in der Welthauptstadt des gepflegten Kaffee-Trinkens? Würde mich außerordentlich erfreuen!