Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Mac

Mac Linux

Der »Un-Unswitcher«

Wir erinnern uns an die Geschichte von den vor der Ubuntu-Gefahr angeblich aus der Apple-Miene fliehenden Kanarienvögeln. Eine der berühmten Geeks auf dem Unswitcher-Zug war Tim Bray. Und der ist nun knapp zweieinhalb Monate später wieder zurück geswitcht:

»On balance, the Mac experience is better. But Ubuntu is not that far behind, and it’s catching up. I’m thinking about the endgame.«

So geht’s. Das Un-Unswitchen machte aber nicht mal ansatzweise den Wind, den das Unswitchen verursachte.
Und Khoi Vhin wollte mal schauen, wie das so ist mit dem Unswitchen und berichtet über seine Erfahrungen, die in einer brauchbaren Installationsanleitung für Ubuntu auf PowerPC-Macs endeten.

mac ubuntu linux unswitch apple

Mac

Keine Lieder über Uhren


Jeder kennt sie, niemand mag sie, sie preisen Aktien obskurer Klitschen aus Übersee oder Replikas ebenso kitschiger wie hochpreisiger Armbanduhren an: Die Spam-E-Mails, die aus Bildern zu bestehen scheinen, aber weder vom SpamAssassin noch von Apple Mail als Spam aussortiert werden. Und noch viel schlimmer, selbst wenn man eingestellt hat, dass Bilder in HTML-E-Mails nicht automatisch dargestellt werden sollen, leuchten diese Biester einen frech aus dem Posteingang an: Kurz und gut, sie sind ein echtes Ärgernis, das selbst den friedlichsten Benutzer zum axtschwingenden Amokläufer machen kann.

Aber nun nicht mehr, hoffe ich zumindest, denn Hawk Wings, das Problematisierblog Nr.1, wenn es um Apple Mail geht, hat einen Ansatz für eine Regel gefunden, die den lästigen Störenfrieden den Garaus machen soll.

Das Anlegen der Regel ist ein bißchen trickreich, denn Apfel-Userlein muss zunächst eine bestimmte Header-Information für die Regeln zugänglich machen. Dazu klickt man im »Regeln«-Dialog, den man natürlich unter »Einstellungen« findet, in die Auswahl-Box für die Bedingungen und wählt den letzten Punkt, »Header-Liste bearbeiten« aus:

Dann erscheint ein weiterer Dialog, hier muss »Content-Type« engetragen werden:

Jetzt kann man Regeln auf diesen Header hetzen, dazu vervollständige man die Regel nach dem Muster:

Was macht die Regel? Sie schaut nach, ob es einen Header »Content-Type« gibt, der »multipart/related« enthält. Da der Artikel von »Hawk Wings« vor der Möglichkeit von fälschlich als Spam eingeschätzten E-Mails warnt, verschiebt meine Regel die verdächtige Nachricht in den Ordner »Werbung« und versieht sie mit einem dekorativen Hintergrund in Lila, damit man sie leichter in der Liste unerwünschten Gedönses überprüfen kann. Seit ich die Regel habe, kam aber noch keine einzige dieser E-Mails ins Postfach gerauscht. Wen die Resultate interessieren: Einfach auf Updates dieses Artikels achten.

mac spam applemail mail.app

Mac

Ein Fass namens Powerbook

So ein Apple Powerbook ist ein Fass ohne Boden: Nach dem Akku und der Festplatte hat es nun, kurz vor dem dritten Geburtstag des kleinen Silberlings, das Netzteil erwischt. Es wird heiß und hat einen Wackelkontakt am weißen Gehäuse, außerdem roch es gestern Abend nach dem typischen »Der Lötkolben war zu lange am Transistor«-Aroma und wurde glühend heiß. Da so ein Wackelkontakt das Risiko eines Kurzschlusses beinhaltet, und man nicht ständig mit dem Feuerlöscher im Anschlag neben dem Schreibtisch stehen kann, musste also am heutigen Vormittag ein neues Netzteil organisiert werden. Was bei MKV problemlos klappte. Das Netzteil scheint bei Apple Verbrauchsmaterial zu sein, anders ist der wirklich beeindruckende Vorratsstapel von Netzteilen bei MKV, dekorativ gleich am Eingang platziert, nicht zu erklären.

Apple ist aber lernfähig, die 2006er-Generation ist an den entscheidenden wackelkontaktanfälligen Stellen verbessert worden, das Bildchen zeigt den entscheidenden Unterschied zur 2003er Auflage:

Auch die zweite Bruchstelle, am Stecker mit den dekorativen LED-Ringen, wurde stabilisiert und verbessert. Nun denn, hoffe ich mal, dass das nun der letzte Defekt war.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die Arbeit mit Mac OS X lohnt alle Mühen. Ich habe Erfahrung mit OS X, Linux und Windows, in letzter Zeit habe ich eine Website-Produktion mit Windows-Maschinen und eine mit dem Mac gemacht. Es sind Welten, die in Sachen Produktivität, Workflow und nicht zuletzt dem »Look-and-Feel«-Faktor zwischen den beiden Systemen liegen.

Apple-Powerbook-Netzteil Apple 65 W Liebliche Pictogramme Verpackung, offen Das neue teure Stück

mac powerbook apple netzteil

Mac

Zeigt her eure Mac-Apps...

Immer wieder beliebt: Sachen zeigen im Web. Manche Leute zeigen ihre Sachen in Flickr, Mac-Nerds eher in Ihrem Blog. Ich beschränke mich auf Letzteres… ;-)

»Todos« ist nicht etwa ein weiteres GTD-Tool für den mac, sondern ein kleines Open-Source-Programm für Mac OS X, was ein Fenster mit allen Symbolen von installierten Programmen erzeugt, die es finden kann (via The Apple Blog). Im Vergleich zu den anderen Screenshots bin ich eigentlich harmlos, die ersten Reihen sind nur Werkzeuge des Systems und der Entwicklungstools. Was sicher daran liegt, dass kürzlich eine Neuinstallation fällig war.

mac osx todos

Mac Linux

Die »Unswitcher« und der große gelbe Vogel

(Meines Wissens) unbemerkt von der normalerweise alles Mac-Bezogene pedantisch sezierenden deutschsprachigen Mac-Blog-Szene hat sich in der internationalen Blog-Szene eine kleine Debatte um das »Switchen« weg vom Mac hin zu Ubuntu entwickelt.

Es begann alles mit einem Beitrag von Mark Pilgrim, in dem er in seiner unnachahmlich polarisierenden Art den Wechsel vom Mac zu Ubuntu verkündet. Und das nach was-weiß-ich-wievielen Jahre als Mac-User. Grund: Die Plattform Mac OS X ist ihm nicht frei (im Sinne von Freier Software) genug (Zitat):

»Mac OS X was ‘free enough’ to keep me using something that was not in my long-term best interest. But as I stood in the Apple store last weekend and drooled over the beautiful, beautiful hardware, all I could think was how much work it would take to twiddle with the default settings, install third-party software, and hide all the commercial tie-ins so I could pretend I was in control of my own computer. Beauty is in the eye of the beholder, and to my eye Apple isn’t beautiful anymore. I’ve worked around it or ignored it for a long time, but eventually the bough breaks.«

John Gruber zerlegte gewohnt wortreich Marks Argumente. Kurz darauf bloggte Cory Doctorow in »Boing Boing« ein identisches Ansinnen, worauf Jason Kottke meinte:

»If I were Apple, I’d be worried about this. […] Nerds are a small demographic, but they can also be the canary in the coal mine with stuff like this.«

Tim O’Reilly griff im »O’Reilly Radar« das Thema als nächstes auf. Und schon war, ob dieser Blogosphären-Schwergewichte, die Debatte vom Zaun gebrochen, spätestens als es eine Slashdot-Story wurde.

Rui Carmo, Autor von »The Tao Of Mac«, wähnt Tim O’Reilly von kommerziellen Interessen in Sachen Ubuntu motiviert und Cory Doctorow auf einem reinen »Me too«-Trip:

»The difference between Mark Pilgrim and Cory Doctorow where it regards switching from Mac OS X to Ubuntu is that Mark made an informed decision, whereas Cory will just be the loudest ‘me too’ parroting his beliefs from one of the most absurdly popular sites on the Internet.«

Und weil das so ist, liefert Rui gleich das passende T-Shirt-Design zur Debatte (Sorry, I had to steal this):

Und was machen wir nun aus dieser Debatte? Mark Pilgrim hat bereits eine »Software-Essentials«-Liste für den Switcher erstellt. Gibt es eine Gefahr für den Mac durch Ubuntu? Erstaunlich ist übrigens, dass fast überall von Ubuntu gesprochen wird, nicht von Linux.

Worum es eigentlich geht, ist die Sicherheit unserer Daten. Werde ich in, sagen wir, 5 Jahren noch das ganze Ordnungszeug von iPhoto in irgendeiner Form auslesen und benutzen können? Was ist, wenn ein Mac dann schon ein von der DRM-Knute geschütteltes Monstrum geworden ist, das man nicht mehr benutzen möchte?

Durchaus valide Fragestellungen (vgl. dazu noch einmal Rui Carmo). Ich habe hier auf meinem Notebook diverse lange Arbeiten von mir aus den 90er Jahren, die in Word für DOS geschrieben wurden. Angenommen, ich würde diese jetzt gerne noch einmal so ausdrucken wollen wie damals, oder überhaupt nur die Texte anschauen, was mache ich dann?

Die Antwort auf Fragestellungen dieser Art könnte »Open Source« heißen. Andererseits hilft das auch nur theoretisch. Wenn ich meine Musik in amaroK statt in iTunes organisiere, stecken die Metadaten halt in irgendeiner amaroK-Struktur statt in der iTunes-Datenbank. Da amaroK Freie Software ist, könnte ich mir theoretisch die Datenstrukturen anschauen und alles in was-auch-immer konvertieren, meine Daten wären sicherer. Praktisch ist das aber für 99% aller Anwender keine Lösung, da sie nicht gut genug Programmieren können, um die Datenstrukturen von amaroK zu verstehen und auslesen zu können. Ergo macht es für sie überhaupt keinen Unterschied, ob die Meta-Daten ihrer Musik in amaroK-eigenen oder im iTunes-eigenen Format gefangen sind.

Man darf auf den weiteren Verlauf dieser Debatte gespannt sein!

[Update 9.7.06]

mac ubuntu linux opensource macosx

Gtd Mac

Luther, die Konzentration und der Blockwriter

Martin Luthers Schreibtisch Martin Luther übersetzte im Jahre 1521 in gerade einmal 11 Wochen das Neue Testament ins Deutsche. Das Bild zeigt das Zimmer auf der Wartburg, das sie uns Touris als jenes verkaufen, in dem Luther seine herkulische Fleißarbeit weiland vollbracht haben soll. Der Stuhl ist definitiv ein Fake, den hat im 19. Jahrhundert jemand da rein gestellt. Ist aber im Prinzip egal, denn betrachten wir Luthers Arbeitsplatz einmal unter dem GTD-Aspekt (wer hätte gedacht, dass der gute alte Luther am neuzeitlichem »whatsonyourdesk«-Mem teilnimmt), so finden wir hier eine ideale Arbeitsumgebung: Eine klar definierte Aufgabe, keine ablenkenden Gadgets, dank der praktischen Reichsacht keine Veranlassung, in der Weltgeschichte rum zu reisen – kurz und gut: Der Mann wusste, was zu tun war, er konzentrierte sich auf seine Aufgabe und erledigte sie.

Das hätte er nicht geschafft, wenn er einen Computer benutzt hätte. Er hätte Tage darauf verwendet, die »Connectivity« auf der Wartburg einzurichten, hätte dann, sobald er online mit dem Reich verbunden gewesen wäre, während der Arbeit ständig Rückfragen per IM und/oder E-Mail von seinem Kumpel Melanchthon empfangen, hätte zwischendurch einmal bei reichsacht.de nachgeschaut, ob er immer noch die Nummer 1 auf der Liste ist, und hätte in Google nachgeschaut, ob schon einmal jemand ein Stück Neues Testament übersetzt und in seinem Blog drüber etwas geschrieben hat. Wie man es auch betrachtet: Luther hätte länger gebraucht. Sein Glück, dass es noch etwa 430 Jahre dauern sollte, bis es so etwas wie Computer geben würde…

Wir, die Notebook-Nomaden des 21. Jahrhunderts, deren Scriptorium die ganze Welt ist, die es mit schlauer Technik geschafft haben, fast überall mit alles und jedem verbunden zu sein, haben ein gewaltiges Problem: Wir verlieren die Fähigkeit zur Konzentration auf die eigene Aufgabe. Unsere Rechner können zwar eine Menge Dinge gleichzeitig machen, wir aber nicht.

Diese Beobachtung machte auch Khoi Vinh, Autor des famosen Weblogs »Subtraction«. In einem Artikel zu dieser Beobachtung propagiert er die gute alte mechanische Schreibmaschine als Ausweg aus diesem Dilemma. Aber, ganz Kind des 21. Jahrhundert, natürlich nicht als Hardware, sondern als Software. Er wünscht sich einen Editor, der den »Rest« des Rechners abklemmt, und der keine Editor-Funktionen mehr hat, sondern einfach nur den Text entgegennimmt, eben wie eine Schreibmaschine: Der »Blockwriter«. Also der etwas absurde Versuch, das durch Technik verursachte Problem durch Technik zu lösen, statt das eigentliche Problem anzugehen: Die mangelnde Fähigkeit zur Konzentration auf eine Aufgabe.

Erstaunlicherweise hat bisher noch kein Entwickler diese Idee aufgegriffen. Wenn man einmal die seltsame Idee der »Schreibmaschinen-Funktionalität« außen vor lässt, ist aber ein Gedanke gar nicht so verkehrt: Das Schreibprogramm so zu öffnen, dass man das andere Zeug auf dem Schirm des Multitasking-System nicht sieht, sondern wie in guten alten DOS-Zeiten, seinen Text (und nur seinen Text) vor sich hat. Auch unser aller GTD-Halbgott Merlin Mann hat sich darüber schon seine Gedanken gemacht und eine etwas hanebüchene Lösung vorgestellt. Auf dem Mac gibt es allerdings schon diverse Programme, die diese Funktionalität vernünftig anbieten (absteigend nach Preis sortiert ;-)):

WriteRoom ist das neueste Projekt dieser Art, zur Zeit noch frei erhältlich. Für Khoi Vinh geht der Ansatz von WriteRoom noch nicht weit genug, und er propagierte seine Idee mittlerweile sogar im britischen Guardian. Man darf gespannt sein, ob es die Software-Schreibmaschine jemals geben wird. Es ist eigentlich absurd, ein technisches Problem durch mehr Technik lösen zu wollen. Wenn wir etwas von Luther lernen können, dann das: Konzentration auf die Aufgabe hilft. Das neue Testament in 11 Wochen zu übersetzen. Oder einfach »den Job« geregelt zu bekommen…

gtd blockwriter luther konzentration mac osx

Mac Ontour

MacExpo #4

Und schon ist es wieder so weit – die MacExpo zu Kölle öffnet wieder ihre Pforten, und als anständiger Apple-Fanboy bin ich natürlich, wie auch schon in den Jahren 2004 und 2005 (flickr-Set aus dem Jahre 2005), am Samstag wieder vor Ort und mitten im Treiben der neugierigen Massen. Natürlich bin ich von der wahrscheinlich illusorischen Vorstellung beseelt, mal ein Blick und einen Klickfinger auf ein neues MacBook oder MacBook Pro werfen zu können. Mal sehen, was am Samstag los sein wird.

Gestern wurde die MacExpo bereits eröffnet, es wurde darüber gebloggt, z.B. beim Cyberbloc, beim Blog der Macwelt und, natürlich, bei den bewährten Kräften von Mac-Essentials, die Impressionen vom ersten Tag auf Video gebannt haben.

mac macexpo macexpo2006

Mac Techkram

Der Mythos der »Roten Box«

Seit der Boot-Camp-Vorstellung kann man Spekulationen lesen, Apple würde ins nächste OS X eine »Red Box« einbauen, die das Starten von Windows-Programmen (à la Classic) unter OS X erlauben würde, so in der Art von Wine. Schöner und detaillierter als ich es je könnte, führt Daniel Eran aus, warum derartige Vorstellungen von einer gewissen technischen Naivität gespeist und daher eher unwahrscheinlich sind: »Unraveling the Red Box Myth«:

»Which raises a question for the second leap of logic: why? Why would Apple have an interest, desire, or profit motive to sideline its existing business, and developments already in progress, to devote a massive investment in maintaining a secondary version of the Windows platform, entirely dependent on the whim of Microsoft? […] No, Cringely and an army of wishful thinkers demand that Apple spend up its limited resources making Mac OS X run a limited selection of Windows applications in a strange compatibility box, where they look and feel neither exactly like Windows nor native to Mac OS X. How ridiculous! The ideas behind the Red Box Myth are so patently absurd that anyone who refers to it as the logical next step for Apple deserves to have their credibility seriously called into question.«

Für jede(n) mit Interesse am immerwährenden Betriebssystemzirkus aus der Perspektive eines angebissenen Stück Obstes gilt: Lesebefehl!

mac apple windows microsoft redbox bootcamp

Mac Techkram

Heute schon Daten gesichert?

Auch der oder die Mac-UserIn als solche muss Daten sichern (und mir jetzt einen Extra-Preis für die Weisheit der Woche, bitte! ;-)). Letztens wanderte ein wunderbarer Problematisierartikel aus einem Blog namens »plasticsfuture« über Backup-Werkzeuge auf dem Mac durch die einschlägigen Blogs. Da ich aktuelle Erfahrung mit dem plötzlichen Festplattentod habe, möchte ich ein wenig Weisheit verbreiten.

Natürlich wäre es wünschenswert, Backup-Mechanismen zu haben, die auch das allerletzte obskure Attribut aus dem Wildwuchs der OSX-Attribute sichern. Und natürlich verschiedene Versionen der Datensicherungen, so dass man im Notfall auch die Version des furchtbar wichtigen Texts von vor drei Wochen rauskramen könnte. Also am besten eine spezielle Backup-Software mit allen Schikanen, eine externe Festplatte oder DVDs, auf denen man dann natürlich regelmäßig sichert.

Unfug. Viele spezielle GUI-Backup-Programme funktionieren lt. plasticsfuture nicht richtig. Und es gibt grundsätzlich nur eine gute Datensicherung: Jene, die regelmäßig gemacht wird. Und das passiert nur, wenn der Mechanismus dazu möglichst simpel und automatisch ist und ohne große Hardware-Stöpselei von statten geht.

Darum höret die Weisheit eines Mannes, der einen innerhalb weniger Stunden stattfindenden Festplattentod ohne den Verlust auch nur eines Bytes überstanden hat:

Dinge, die versioniert werden müssen, wie alles was man so entwickelt oder schreibt oder frickelt, werden auf einen Subversion-Server gesichert. Das sind die einzigen Dinge, wo ich evtl. das Bedürfnis habe, eine ältere Version heraus zu wühlen.

Alle Daten werden grundsätzlich nur in Strukturen im Home-Verzeichnis auf dem Mac abgelegt. In meinem Netz befindet sich ein Linux-PC mit einer geräumigen Festplatte. Auf diesen wird ein kompletter Spiegel des Home-Verzeichnis des Mac vorgehalten. Ein Spiegel. Keine Versionierung nach Tagen, Wochen, Monaten, Jahren. Und das unkomprimiert und offen im Dateisystem. Festplatten kosten nix.

Und auf dem Mac befindet sich ein Skript, in dem steht:

rsync -avz —delete . datensicheruser@datensicherrechner.local:/home/daten/Powerbook-Backup/

Was macht das? rsync synchronisiert Verzeichnisstrukturen auf eine andere Platte, auch über das Netz. Die Option a sichert alles im Archiv-Mode, v zeigt an was getan wird, z komprimiert während der Übertragung, delete löscht auf dem Sicherungsrechner alles, was auch auf dem Powerbook gelöscht wurde. Wird dieser Befehl im Home-Verzeichnis ausgeführt (daher . für alles im aktuellen Verzeichnis) so wird eine ssh-Verbindung zum Rechner datensicherrechner.local als User datensicheruser ergestellt und das Homeverzeichnis in das Verzeichnis /home/daten/Powerbook-Backup/ auf datensicherrechner.local gespiegelt.

Mehr brauche ich nicht. Ich habe immer genau eine aktuelle Kopie meines Homeverzeichnisses des Notebooks auf einem anderen Rechner. Die Sicherung liegt offen im Dateisystem des anderen Rechners, ich komme an die Daten auch heran, wenn das Notebook plötzlich explodieren würde. Keine Sicherungen in komprimierten proprietären Formaten machen, niemals!
Der Sicherungsmechanismus funktioniert mehr oder weniger allein, sobald der Zielrechner eingeschaltet ist, indem man einfach das Skript ausführt. Im Falle eines Verlust durch Hardwareaustausch kopiere ich alles per scp über das Netz zurück auf das Powerbook. Kleinere Verluste, wie das einige Dateien nur noch das Standardsymbol statt eines bunten benutzerdefinierten Symbols haben, weil auf einem Linux-Dateisystem eben die Zillionen Mechanismen der erweiterten Attribute nicht gesichert werden, kann man verschmerzen. Die Alternative wäre ein altes oder gar kein Backup, weil die Prozedur zu aufwändig ist und der menschliche Faktor ins Spiel kommt.

Man könnte das noch verfeinern. Wenn man auf einen anderen Mac sichert, rsync mit dem Parameter E zur Erhaltung einiger erweiterter Attribute aufrufen. Oder auf dem fremden Rechner wiederum auf andere Platten sichern. Aber zwei Exemplare der Daten reichen eigentlich.

Fazit: Vergesst die Featuritis von Backup-Programmen und -Prozeduren. Wir brauchen ein Backup, das aktuell ist und die Daten einfach erreichbar macht, wenn man sie plötzlich braucht. Dazu reichen die Bordsysteme. QED.

mac rsync backup datensicherung

Mac Techkram

So geht das

Das war es also mit der Festplatte. So geht das. In einem ausgiebigen Bastelstündchen wurde die Festplatte ausgetauscht. Wenn man schon muss, muss natürlich auch ein Gewinn dabei raus springen, ergo wurde die vorhandene defekte 60-Gig-Platte von Toshiba durch eine neue von Samsung mit 100 GB ersetzt. Und, oben im Bild der große Schraubendreher, es wurde extra für den Umbau ein T6-Torx-Schrauber für sagenhafte 5,20 EUR angeschafft!

Der Umbau ist nicht so schlimm, wie die Anleitungen von iFixit, Stefan Horn oder Spreeblick-Johnny vermuten lassen. Wer schon einmal einen PC geöffnet und ohne Schaden an Mensch und Maschine umgebaut hat, bekommt das auch hin. Mit ausgiebiger Fotografiererei (die Tage gibt es davon noch mehr) habe ich 1,5 Stunden gebraucht. Wahrhaft langwierig war die Wiederherstellung des Betriebssystems und der Arbeitsumgebung. Aber Computer sind ja schließlich dazu da, Probleme zu schaffen, die man ohne nicht hätte…

powerbook festplatte mac

Mac Techkram

Die Ankunft des Jedi-Ritters

Update: Man kann sich das Geräusch anhören (MP3, ca. 103kB)
Das »Röhren« ist kein Störgeräusch, sondern kommt so aus dem armen kleinen Powerbook. ;-)

Also, gestern, komme ich so nach Hause. Bringe mein Powerbook ins Netz und fahre die übliche Datensicherung per rsync auf den Linux-Rechner. Schalte den Linux-Rechner wieder aus, die gewohnte Arbeitsstille ist da (ja, liebe PC-User, wir Mac-User arbeiten normalerweise in absoluter Stille, was machinenverursachte Geräusche angeht ;-)). Nach einiger Zeit erfüllt ein leises Sirren die Luft, wie von einem Jedi-Schwert, das in der Luft bewegt wird. Es wird lauter. Ich denke: »Hm, herumlaufende Jedi-Ritter sind in Wiesbaden eher unüblich«, und forsche nach der Ursache des Geräuschs.

Nach ein wenig herumlauschen stelle ich fest: Das Geräusch kommt aus dem Powerbook, ist bei Bewegung des Geräts beliebig reproduzierbar. Wenn man genau hinhört, hört es sich auch noch so an, als würde der Jedi-Ritter mit seinen Stiefeln durch Sand laufen. Mein erster Verdacht: Der Lüfter, gerade wg. der Bewegungsabhängigkeit. Ich forsche ein wenig in den Weiten des Webs, finde ein fast identisch klingendes Geräusch. Dort wollen sie einem aber etwas von Spannungswandlern erzählen. Ich bin verwirrt, warum sollte nach fast drei Jahren ein Spannungswandler anfangen, solche Geräusche zu machen? Ich verwerfe die Spannungswandler-Theorie.

Parallel beginne ich, tars von /usr/local und /opt anzulegen, in denen sich diverse selbst kompilierte Sachen wie PHP 512 befinden. Und während das tar zusammen packt, steht der Jedi-Ritter klopfend vor der Tür: Es kommt ein häßliches klopfendes und ratterndes und kratzendes Geräusch (Klack Klack – Klack Klack – krrrrrrrr) von der Festplatte aus dem kleinen Powerbook. Ich tare zu Ende und kopiere die Archive auf den Linux-Rechner. Danach boote ich von der Tiger-CD, nach dem Start-Sound rattert es wieder häßlich und noch lauter, der Jedi-Ritter hat die Tür eingetreten und ist da. Obwohl laut SMART und Festplattendienstprogramm noch alles in Ordnung ist, stelle ich fest: Die Festplatte ist wohl hinüber! Gelobt sei rsync und seine regelmäßige Anwendung!

Nun steht also Festplattenwechsel und Neuinstallation ins Haus (da haben wir hinreichende Erfahrung mit). Und die Bastelei in den Innereien des Powerbooks wird sicher ein großer Spaß. ;-)

powerbook festplatte

Mac

Mac-Voodoo: Zugriffsrechte reparieren

Als Mac-UserIn kennt man das: Spricht man mit einem anderen Mac-User über irgendein OS X-Problem, kommt die Sprache unweigerlich auf die Universal-Lösung für alle Mac-Probleme: »Zugriffsrechte reparieren«.

Als neuer Mac-User, Anno 2003, aber routinierter Linux-User seit 1994, hatte ich in meinem Inneren stets leise Zweifel an der Wirksamkeit dieser Universallösung. Es keimte der Verdacht, das »Zugriffsrechte reparieren« für den Mac-User das ist, was »Festplatte defragmentieren« für den Windows-User ist: Eine mythische Ersatzhandlung, welche längst von ihrem ursprünglichen Anwendungszweck befreit, nur noch ein Ritus ist, um die Geister des Computers gnädig zu stimmen. ;-)

Nun kodifiziert niemand geringeres als John Gruber »Zugriffsrechte reparieren« als religiöse Mac-User-Handlung: »Seriously, `Repair Permissions´ Is Voodoo«

Nachschlag von MacFixIt (via fscklog)

mac osx macosx

Mac

Die Hölle friert zu: Windows auf Macs!

Sowas! Apple ist immer wieder für eine Überraschung gut und unterstützt mit Boot Camp offiziell die Installation von WinXP auf Intel-Macs. Vielleicht lässt die Namenswahl ja auf die Intention schließen: Wikipedia – Bootcamp.

Mir persönlich würde schlecht und ich bräuchte ganz schnell eine Tüte, wenn auf dem schönen Mac das abscheuliche Virenschleudersystem booten würde. Abgesehen davon lehrt die Dual-Boot-Erfahrung mit Linux und Windows auf einem PC, dass man keinen Bock hat, ständig das System zu rebooten, nur um eine Anwendung zu starten.
Dual- (oder Multi-)Boot ist also, außer man ist Softwareentwickler und braucht einen Zoo von Systemen zum Testen, auf die Dauer nicht praktikabel. Zumal es auf Macs mit Mac OS X nicht üblich ist, das System nach der Arbeit herunter zu fahren und zu Beginn der nächsten Session wieder neu zu booten.

Aber: Ist das ein genialer Schachzug oder der Anfang von Apples Ende?

Geschichte wiederholt sich zwar nicht. Aber man kann, soll und muss aus ihr lernen. Also: Einst gab es ein System namens OS/2. Innerhalb des Systems lief das damalige Windows 3.1. Also sagten die Softwarehäuser: »Hey, OS/2-User, warum sollen wir uns der Mühsal unterziehen, eine OS/2-Version von KannNichtVielAberKostetNeMenge zu entwickeln, wo Du doch problemlos die Windows-Version nutzen kannst?«
Tja, und so wollte irgendwann niemand mehr das schöne OS/2 benutzen, weil es keine Software dafür gab, und heimlich still und leise verstarb es, weil es nur noch auf Geldautomaten Verwendung fand…

Man darf gespannt sein. Vielleicht markiert dieser Tag den Anfang vom Ende.

apple macosx windows bootcamp

Mac

Bluetooth-Fernsteuerung für den Mac: Romeo

Wenn von Fernsteuerung per Bluetooth für Mac OS X die Rede ist, fällt meistens der Name Sailing Clicker. Eine weniger bekannte, freie Alternative dazu ist Romeo. Wenn man nur iTunes fernsteuern möchte, ab und an mal auf Geekveranstaltungen einen Vortrag mit Keynote halten oder auf der OS X-Oberfläche eingeblendet bekommen möchte, wer gerade anruft, wenn in der Tasche das Mobiltelefon klingelt, ist Romeo wahrscheinlich schon ausreichend. Und man kann es über fremde oder eigene Plugins auf simple Art und Weise erweitern, was für alle Applikationen und Aktionen funktioniert, die per AppleScript erreichbar sind (wobei sich die AppleScript-»Programmierung« auf, am Beispiel von Keynote demonstriert, »tell application “KeyNote” / activate / end tell« beschränkt) und für die es Tastaturkommandos gibt, die man dann in einem Dialog von »Romeo« zuordnen kann. Und es gibt eine Liste mit fertigen Plugins, wenn man keine Lust hat, sie sich selbst zusammen zu klicken.

Mit meinem T610 funktioniert Romeo ausgezeichnet, es hat eigentlich alles, was ich für meine bescheidenen Bluetooth-Anforderungen benötige.

romeo bluetooth mac osx

Mac

iTunes + iWeb = iSekte

Nach der Keynote von Steve Jobs, dem großen Heiligen der Apfel-Sekte, wird Apple Microsoft immer ähnlicher. Nicht nur, dass die Rechner nun Virenschleuder-Prozessoren enthalten (okay, vergesst die Polemik, das ist nur eine Abstraktion im Rahmen meiner globalen Argumentation, das hier, mit dem bekloppten Namen, hat definitiv den ultimativen »Haben-Wollen-Faktor« ;-)), auch die Software aus Cupertino legt zunehmend Verhaltensweisen an den Tag, für die Microsoft und Konsorten in der Vergangenheit oft, und das zu Recht, kritisiert wurden.

Da wäre zum einen die skandalöse »iTunes telefoniert nach Hause«-Geschichte. Präzise gesagt, nicht nach Hause, sondern mit einer Domäne 2o7.net, die einer Marketing-Firma(!) names Omniture gehört (siehe since1968.com: Omniture, Apple, iTunes, and Privacy). Wie drückt es Airbag-Blogger Greg Storey 100%ig zutreffend aus: »Apple is starting to tread on grounds they normally blast MS for, lame.«
Richtig ärgerlich ist der Tenor der Reaktionen (exemplarisch: Die Kommentare zu diesem Mac-Essentials-Artikel): »Apple sind die GUTEN!« schreibt dort einer wahrhaftig. Welches Maß an naivem Apologetentum kann man einem (selbstverständlich) gewinnorientiertem Unternehmen entgegenbringen? Damit können wir also festhalten: iTunes ist der würdige Nachfolger des Windows Media Player, denn dessen seinerzeit entdeckte E.T.-Funktion bewegte sich auch nicht in anderen Daten-Dimensionen…

Mit etwas weniger Tragweite für unsere Daten kann man diese Beobachtung, zum anderen, ein weiteres Mal machen: Todd Dominey stellt fest, dass der Quellcode der mit der neuen iWeb-Applikation erstellten Seiten eine große unschöne unsemantische div-Suppe ist (man schaue sich einmal hier den Quellcode an). Und wieder feiern die Sekten-Anhänger in der Kommentarspalte von Mac Essentials ein fröhliches »Alles nicht so schlimm«-Fest, denn es ist ja von Apple, und das sind die Guten…
Über iWeb kann man natürlich erst etwas sagen, wenn man es einmal genauer zwischen Maus und Tastatur hatte, möglicherweise liegt die div-Suppe an einer fehlerhaften Einstellung. Daher behalten wir die Plakette mit »iWeb ist das neue Frontpage« noch ein wenig in der Schublade und warten erst auf weitere Fakten…

Interessant ist übrigens auch, dass die Reaktionen auf die iTunes-Datenübertragung in der englischsprachigen Blogosphäre deutlich harscher und weniger Apfel-Sekte-geprägt waren als im deutschsprachigen Bereich. Ist es im Lande der Payback-Karten sowieso den meisten egal, was mit ihren Daten passiert? (»Ich habe ja sowieso nichts zu verbergen…«)

itunes apple iweb omniture datenschutz

Mac

Mein toter Powerbook-Akku

Akkus von Apple-Notebooks und das nette Progrämmchen coconutBattery, das auch auf dem Bildchen oben zu sehen ist, sind gerade in aller Blog-Munde, z.B. bei Andreas, metamac oder vowe.

Wie man auf dem Bild oben sehen kann, ist mein Akku nach 27 Monaten und 270 Ladezyklen hinüber. Er lädt nicht mehr (ja, die üblichen Ratschläge von wg. Reset der PMU etc. wurden ausprobiert), oder zumindest nicht mehr viel. Er hält zwar noch tagsüber mehrere Stunden ohne Strom den Ruhezustand im Speicher, aber zieht man im eingeschalteten Zustand den Stecker ab, ist 20 Sekunden später Feierabend.
Da ich ein Feuer-Paranoiker bin, lasse ich das Notebook niemals unbeaufsichtigt am Stromnetz hängen, d.h., der Akku wird praktisch ständig ein wenig entladen und bekommt dann beim nächsten Gebrauch wieder Strom und lädt. Das ist ihm wohl gar nicht gut bekommen.

Nun habe ich in Ebay einen neuen Akku erstanden, ein kompatibles Gerät von einem anderen Anbieter (schlechter als das Original-Teil von Apple kann er ja kaum sein…). Den habe ich einige Male be- und entladen und erst einmal raus genommen. Für den normalen Daheim-Betrieb reicht der kaputte noch. Nun müsste ich noch einen Trick kennen, wie man den Akku wechseln kann, ohne anschließend das System neu starten zu müssen. Oder sollte ich lieber denken: »Egal, ich nehme jetzt den neuen Akku bis er auch kaputt ist, zu viel problematisieren darüber schadet nur dem Karma…«

Übrigens: coconutBattery ist nett, aber echte Männer holen Informationen über den Akku ein, indem sie das Terminal öffnen und ioreg -l | grep -i IOBatteryInfo in die Kommandozeile tippen (via weiß nicht mehr, findet man in diversen Foren).

apple mac akku

Mac

»All the things that bring the idiots joy«

Apples »One more thing«-Events waren auch schon mal besser. Wer um alles in der Welt will sich denn auf einem sonderbriefmarkengroßen Schirmchen Videoclips anschauen? Oder all’ den Müll, der sich auf den ca. 300 Kanälen meines digitalen Sat-Receivers täglich durch den unschuldigen Äther quält, auch noch im iTMS kaufen oder downloaden oder was weiß ich? Oder gar Videoclips von irgendwelchen hampelnden Dödeln für 1,99 Dollar kaufen und dann auf dem winzigen Dingen gucken? Verstehe ich nicht.

Ich hoffe doch sehr, dass es nächstes Jahr nach dem großen Switch auf die Virenschleuder-Plattform zur Abwechslung mal ein paar anständige Rechner von Apple gibt statt dieses immer sinnfreier werdenden multimedialen Gedöns …

AdbdB mac ipod

Mac Weblogtalk

NewsGator kauft NetNewsWire

Oh nee! NewsGator kauft NetNewsWire: »NewsGator Technologies, Inc., the leading RSS platform company, announced today that it has acquired NetNewsWire, the leading RSS reader for Mac OS X. NewsGator also announced that NetNewsWire will integrate tightly with the NewsGator Online synchronization platform. […] As part of this deal, existing NetNewsWire full-version customers will receive a free 2-year paid subscription to NewsGator Online. More details will be announced with the next release of NetNewsWire, which will include advanced features and functions from NewsGator Online.« Das will ich aber gar nicht. NewsGator kann mir gestohlen bleiben.
Anlässlich des Aufkauf von FeedDemon durch NewsGator schrieb ich einst: »Als Mac-User kann man nur hoffen, dass NetNewsWire nicht den selben Weg gehen wird.« Und nun passiert genau das. Die vorzügliche Integration des NetNewsWire mit Bloglines wird dann sicher zu Gunsten der Integration mit NewsGator abgelöst. Also, Zeit sich nach einem neuen RSS-Reader umzusehen …

rss newsgator netnewswire

Mac

Ende der Mühsal X

Nach der Neuinstallation So, nun ist die Neuinstallationsorgie abgeschlossen. Es hat übrigens nicht zwei Tage gedauert, ich habe zwischendruch ein bißchen gelebt. ;-)

Die hier beschriebenen Probleme lagen in fehlerhaften Rechten begründet. Nachdem ich, da der Finder unbrauchbar ist, mit cp und scp Daten zurück kopiert hatte, bekamen einige Ordner, bspw. ~/Library/Safari fehlerhafte Rechte. Nach manuellen Korrekturen fanden dann alle Programme wieder ihre Daten. Trotzdem, der Finder ist ein würdevoller Kandidat für dreckstool.de

Eine sehr störende Sache gibt es noch: Einige iTunes-Einkäufe (ich hatte mal einen Einkaufsgutschein für den iTunes-Store) funktionieren trotz erneuter Eingabe der Account-Daten nicht mehr. Einmal mehr wird deutlich, dass auch der iTMS in eine Reihe mit Musicload und Konsorten rückt und das ehrenvolle Prädikat DRM-verseuchter Mist verdient. Es geht nichts über eine physisch vorhandene CD – online einkaufen mit diesen DRM-Kaspereien ist keine Option.
Viel schlimmer: Eine nähere Analyse des Problems (die Songs hatten auch kein Cover mehr, und auch nicht-DRM-verseuchte Songs funktionierten nicht) ergab, dass der Finder die Dateien beim Kopieren von der externen Disk kaputt gemacht hat. Man musste einfach nur den Music-Ordner löschen und das Backup von einem Netzwerk-Rechner mit dem funktionierenden »Männertool« scp einspielen, schon geht wieder alles. ’Tschuldigung, iTMS. Aber der Finder! Windows Explorer, stylish Edition. Was für ein Müllhaufen!

Ansonsten ist das ganze System nun »zackiger« als vorher und fühlt sich erheblich besser und flotter an, auch wenn das große iPhoto-Monster mit seinen derzeit knapp 7.400 Bildern geöffnet ist. Und auf magische Art und Weise hat sich der freie Platz auf der Festplatte fast verdreifacht, auch weil man natürlich die Gelegenheit wahr nimmt und gleich mal ein wenig aufräumt auf der Platte.

Gefühl ist eine Sache, wir wollen aber Fakten sehen! Der XBench nach der Neuinstallation ergibt ein Ergebnis von 81.45. Enttäuschend wenig für die ganze Mühsal. Insbesondere frage ich mich, warum mein System so eine lausige Festplattenperformance bietet. Wenn ich mal ganz viel Zeit habe, gehe ich dieser Sache mal nach. Im Moment erfreue ich mich erst einmal am sauberen System und schließe dieses Thema damit erst einmal ab! ;-)

macosx tiger

Mac

Mac OS X neu installieren - Was für eine Mühsal!

Neuinstallation Nun ist also alles kaputt und wird neu installiert. Was mir so aufgefallen ist:

Finder saugt gewaltig, das war mir vorher noch nie so bewusst geworden. Er hat das Windows-Explorer-Verhalten, beim Kopieren von 44.267 Dateien einfach aufzuhören, wenn bei Datei 27.391 ein Problem auftaucht, und man hat die tolle Aufgabe, herauszufinden, welche Dateien schon übertragen wurden und welche nicht. Ich habe das schon beim Win-Explorer immer abgrundtief gehasst. Dreckstool!

Spotlight ist auch nervtötend. Es fängt ungefragt an zu indizieren, wenn man den iPod als externe Festplatte dran hängt, und verhindert dann das Auswerfen des iPods. Man muß schon zu sudo mdutil -i off /Volumes/iPod greifen, um Spotlight einzubremsen. Dreckstool!

Nach dem Zurückspielen des Home-Verzeichnisses finden alle Programme, nachdem ich sie neu installiert habe, ihre Daten wieder. Einfach Programm-Ordner kopieren wollte ich nicht, damit der ganze Kram, den man eh nicht braucht, nicht wieder den Rechner verlangsamt. Ein Programm nach dem anderen ersetzt das Fragezeichen im Dock (siehe Bild) durch das passende bunte Symbol. Das ist gut! Und wer nicht? Safari natürlich, glänzt durch leere Lesezeichenleisten- und -Menüs. Dreckstool!

Mac

Reboot!

Nun ist es also soweit, ich mache es Andreas und Gerrit nach und installiere den lahmenden Tiger (wir berichteten in boulevardesk-reißerischer Wortwahl) neu. Während ich hier am Ubuntu-PC sitze, wird mein Powerbook neu installiert.

Der Tiger benahm sich immer schlimmer, das System fuhr nicht mehr sauber herunter, und beim Neustart dauerte es fast 15 Minuten bis ich den Login-Bildschirm sah. Untragbar. Okay, ich weiß, ich wiederhole mich, aber ein letztes Mal: Ich arbeite seit fast 20 Jahren mit Computern, dass ausgerechnet ein Mac der erste Rechner ist, der neu installiert werden muß, weil ein Update das System verhärmt hat, gibt 100 Minuspunkte für Apple. Das kam in meiner Computergeschichte nur einmal bisher vor, ein SuSE ging beim Update kaputt, aber es wurde dann komplett gelöscht und durch Debian ersetzt, seitdem habe ich kein SuSE-Linux mehr angerührt. Mal schauen, was wir mit Mac OS X machen. ;-)

Damit es objektive Fakten gibt, die belegen, ob das kleine putzige Powerbook nun tatsächlich schneller wird, habe ich vorher noch einen XBench unter Andreas-Bedingungen (statt Bluetooth war Airport eingeschaltet, sonst identisch) gemacht und den mehr als bescheidenen Wert von 77,26 erzielt. Wohlan, auf dass die Daten von Steves teurem Silberling auf der kleinen Magnetplatte mit den rotierenden Scheiben wohlgeordnet eintreffen!

mac osx tiger

Mac

Crufty Apple?

Okay, Microsoft ist ein dankbares Opfer. Aber Apple! Was ist nur mit Apple los? Frage nicht nur ich mich, sondern auch Rui Carmo fragt sich auf The Tao Of Mac: »Is Mac OS X Becoming Crufty?« Crufty kommt von cruft (ich kannte das Wort auch nicht ;-)). Wenn man Apple nicht als religiöses Objekt betrachtet, muß man feststellen, dass Mac OS X und die Apple-Applikationen Verhaltensweisen an den Tag legen, die für Windows-Benutzer normal sind, aber eben nicht auf dem Mac. Damit meine ich nicht nur die angebliche Notwendigkeit, beim Wechsel des Betriebssystems eine Neuinstallation machen zu müssen, sondern auch Abstürze und Unzuverlässigkeiten, die der Mac-User als solcher nicht tolerieren mag. Apple mag sich wohl derzeit lieber obercooler Hardware für blasse Jüngelchen, die mit weißen Ohrhörern posen möchten, oder irgendwelchem Home-Entertainment-Video-Zeugs, dass niemand braucht, widmen, statt den Tiger (und damit das eigentliche Kerngeschäft) in die Schiene der gewohnten Qualität zu heben. Es ärgert mich schon jetzt granatenmäßig, dass ich demnächst einen halben bis ganzen Tag opfern muß, um das Powerbook neu zu installieren.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich halte Mac OS X für das beste Betriebssystem weit und breit, nichts kommt an dessen durchdachte Benutzungs- und Designkonzepte heran. Aber windows-mäßiges Gebaren (Abstürze, Neuinstallationen, endlose Reboots etc.) halte ich in einer Hard- und Softwarekombination der Appleschen Preisklasse für nicht akzeptabel.

apple mac tiger

Mac

Tipp: OS X-Terminal teilen

Man kennt das: Da steckt man im Terminal mitten in einer vim- oder mysql-Kommandozeilen-Session, und plötzlich fehlt eine Information, die vor noch nicht allzu langer Zeit durch den Schirm gescrollt ist. Oder man muß zwei wie auch immer geartete textuell vorliegende Informationen vergleichen. Dazu gibt es im Terminal von Mac OS X eine relativ unbekannte (ich weiß, Profis kennen so was natürlich ;-)) Möglichkeit. Man kann das Terminalfenster mit einem Klick auf das »Durchreiß-Symbol« teilen, wobei beide Fenster in einer Session weiterlaufen: Nun kann man im oberen Teil herumscrollen und Texte vergleichen, Dateinamen in die Zwischenablage usw. Ein Klick auf das nun nicht mehr zerrissene Quadrat vereint das Fenster wieder:

osx terminal

Mac

Mac OS X Tiger - Der Reinfall des Jahres?

Es geht doch nichts über eine reißerische Überschrift. ;-) Aber mit einem durchaus ernsthaften Kern, mir geht es wie Jon, Jeremy oder Andreas: Mac OS X Tiger ist alles andere als der große Wurf. Zumindest auf meinem »schon« zwei Jahre altem Powerbook. Seit dem Update swapt der Rechner in allen Lebenslagen, letztens habe ich es in sieben Minuten(!) nicht geschafft, das aus iPhoto gestarte Photoshop zu schließen, iPhoto zu schließen und den bereits geöffneten Safari zwecks Upload des gerade bearbeiteten Bildes dazu zu bringen, auf Benutzereingabe zu reagieren. Fröhlich rotiert das Strandbällchen. Das ist lächerlich, die übelste Virenschleuder mit XP ist nicht so lahm!
Dashboard habe ich schon deaktiviert, den Spotlight-Prozeß nach jedem Boot mit renice niedrigste Priorität gegeben – trotzdem ist das Notebook ständig auf der Festplatte am rödeln. Und die Krönung – das Dingen stürzte tatsächlich im laufenden Betrieb ab oder das Trackpad reagiert plötzlich nicht mehr auf Eingaben, während der Rechner weiter läuft – früher undenkbar, was für eine bodenlose Schlamperei.

Okay, ich habe nun bereits von Jaguar auf Panther und von Panther auf Tiger aktualisiert – aber hey, das ist Mac OS X, nicht Windows ME, das muß das abkönnen. Nun muß ich es wohl oder übel wie Andreas am baugleichen Powerbook machen, nämlich eine Neuinstallation durchführen. Das geht mir granatenmäßig auf alles mögliche, ich habe auf solch’ überflüssige Beschäftigungen überhaupt keine Lust. Aber was will man sonst machen.

Fazit: Fetter, sehr fetter Minuspunkt für Apple.

mac tiger apple

Mac Ontour

MacExpo-Nachlese

iPod-Lady iPod-Shuffle-Impression Xserve Gravis-Animierdame
Zurück von der MacExpo in Köln, müssen natürlich die Bilder sortiert werden. Meine Sammlung habe ich in einen Flickr-Fotoset zusammen gefasst.
Natürlich gab es auch ein Bloggertreffen, wie man bereits in meinem Moblog-Versuch sehen konnte. Okay, mich dünkt ich muß mal das Objektiv der Handy-Kamera sauber machen, das Bild ist selbst für eine Handy-Kamera außergewöhnlich schlecht. ;-)
Majo Dieses Bild zeigt majo von IT&W und Mac-Essentials in voller Action. ;-) Apropos, IT&W hat ein hübsches Video vom Blogger-Treffen. Das Bild von majo entstand, als wir auf den Fotografen von Apple warten mussten, der den Eindruck erwecken wollte, wir hätten uns bei den Mac-User-Groups getroffen. Sagt der Text zu diesem Bild.
Weitere Bilder vom Treffen hat Tomas Caspers gesammelt und in einen eigens dazu angelegten Flickr-Pool veröffentlicht.
Ansonsten war die MacExpo dieses Jahr ein wenig voller als 2004. Da ich keine konkreten Anliegen hatte, schlenderte ich ein wenig herum. Auffallend war die Omnipräsenz des iPods, natürlich, ist man versucht zu sagen. Mit leeren Händen kam ich auch nicht zurück, dieses interessante Buch habe ich käuflich erworben. Alles in allem, ein gelungener und interessanter Tag in Kölle, nächstes Jahr ist bereits wieder vorgemerkt …

macexpo flickr

Mac Ontour

MacExpo 2005

»Wie doch die Zeit vergeht!« Sagen die taubenfütternden Senioren auf der Bank in der Grünanlage und die Blogger vor ihren schillernden Kisten. Ist noch gar nicht so lange her, da war ich auf der MacExpo 2004, und nun läuft schon die Ausgabe 2005.
Morgen werde ich auch wieder vor Ort sein, Sachen gucken und mobloggen. Wie im letzten Jahr gibt es auch dieses Jahr wieder ein Blogger-Treffen, morgen, Samstag, um 13:00 Uhr an der Tränke inner Ecke. Ich werde auch da sein, wenn nix dazwischen kommt. Dieses Mal wird das Bloggertreffen, der in Zeiten von Weblog-Verlagen und -Kommerzbestrebungen gewachsenen Bedeutung des Bloggens an sich angemessen, üppiger besucht werden als letztes Jahr, dünkt mich.

Die MacExpo läuft ja schon fleißig. Neben einem offiziellen Messe-Blog berichten auch die Mac-Essentials in Bild und und Text aus Kölle. Bisheriger Höhepunkt sind natürlich die bei Mac-Essentials abgelichteten Grazien mit Röckchen aus iPod-Socken … ;-)

Also, vielleicht sieht man sich ja Samstag, auf der MacExpo …

mac macexpo ontour

Mac

Unappetitlicher Apfel, oder: Wenn das in Redmond geschähe ...

Man stelle sich einmal folgendes vor:
Microsoft überzieht Weblogs, die Gerüchte über neue M$-Produkte (okay, ist ein Gedankenspiel, es wird vorausgesetzt, dass es selbige tatsächlich annähernd marktreif gäbe) in die Welt setzen, mit Klagen. M$ schmeisst Bücher eines Verlags, der eine unautorisierte Biografie Bill Gates’ herausgibt, aus seinen Läden raus. Und M$ schnappt sich ein OpenSource-Projekt, verwendet die Technologie in seinem eigenen, selbstverständlich kommerziellen Projekt, forkt das Projekt und schlägt dann vor, man möge doch den OpenSource-Kram in die Tonne treten und lieber auf den Fork von Microsoft setzen. Den Aufschrei quer durch das Internet würde man noch auf den Monden des Jupiters hören können …

Aber wenn zwei das Gleiche machen, ist es noch lange nicht das Selbe. Microsoft macht nichts dergleichen, möchte ich noch mal betonen, der letzte Absatz war rein hypothetisch. Aber Apple macht das tatsächlich. Man geriert sich in Cupertino als juristischer Streithansel (Electronic Frontier Foundation: »Apple vs. Does«), schmeisst wg. einer Jobs-Biografie die Produkte eines Verlags aus den Apple-Stores (Telepolis: »iCon oder I con«), und schlägt den KHTML-Entwicklern vor, sie mögen doch ihren Kram wegwerfen und lieber Apples Entwicklungen weiter führen (news.com: »Open-source divorce for Apple’s Safari?«).

Alles sehr unschöne Dinge. Apple ist dabei, den durch feine Produkte erworbenen guten Ruf durch das sonstige Gebaren zu verspielen.

Mac Zeugs

Der verspätete Tiger, oder: Update-Geplauder

Nach einer versandtechnisch bedingten bekömmlichen Verspätung von 5 Tagen ist der Tiger endlich da. Nun sitze ich, nach einem Backup des Home-Verzeichnisses, an der Ubuntu-Kiste und schaue dem PowerBook beim Update zu. Zunächst habe ich problematisiert, ob ich wohl mal, so nach fast zwei Jahren und stetigem Updaten seit den Zeiten des Jaguars, alles plätten und sauber neuinstallieren solle. Das innerliche Abschätzen der damit verbundenen Arbeit ließ mich aber schnell Abstand von dieser Idee gewinnen, und: Hey! Das ist ein Mac! Der muß das ab können.

Ich habe hier auf dem PC noch eine Windows 98-Partition. Die benötige ich eigentlich nur für ein bestimmtes Spiel, das ich ab und an mal einwerfe. Die ist im Prinzip ein fast 13 Jahre altes Erbstück. Sie wurde einmal auf einem ganz anderen Rechner mit einer ganz anderen Festplatte mit DOS und Windows 3.1 angelegt, zwischendurch aktualisiert auf Win95 und Win98; im Laufe der Jahre mehrmals auf andere, größere, Festplatten geklont; und ihr wurde mehrmals das Motherboard »unterm Hintern« gewechselt. Aber im Prinzip ist das immer noch das alte System, wie es so um 1992 mal angelegt wurde. Und es funktioniert immer noch einwandfrei. Wenn Windows das kann, muß OS X das einfach auch können!

Noch 13 Minuten, dann weiß man mehr! ;-)

Zeugs Mac

Schock am Abend, oder: Wie man einen iPod-Reset durchführt

Gestern, verehrte Zielgruppe, war ich am Ende. Aber völlig! Ich stehe im Frankfurter Feierabendverkehr in der S-Bahn, höre Adam Green (in S-Bahnen muß ich gerade ständig Adam Green hören, ich finde, Adam Green macht klassische S-Bahn-Musik), plötzlich ist Stille auf den Ohren. Wie kann das sein, mitten im Stück, mit vollem Akku?
Ich dachte, ich hätte den Kopfhörer rausgezogen, schaue mir in einer stillen Ecke den iPod an, und muß konstatieren, dass der kleine weiße Liebling einfach mitten im Abspielen eingefroren ist. Auf keinen Knopf mehr reagiert. Akku kann man nicht rausnehmen, Reset-Knopf gibt es auch keinen. Na klasse! Kaputt! Mein Leben – ohne Sinn!

Und natürlich, später am Abend, S-Bahn ohne iPod. Mit vollem Programm, das ganze Arsenal des Übels des Nahverkehrs: Kinderschreien, kichernde junge Damen, lautstark diskutierende krasse Jugendliche, klingelnde Mobiltelefone – und kein akustischer Eskapismus möglich!

Wieder daheim, direkt an den Computer, die Rettung: »How to reset an iPod«. Für die Akten, die Prozedur:

  1. iPod an den Strom (per Firewire/USB oder Netzteil) anschließen
  2. Hold – Schalter ein bißchen an- und ausschalten
  3. Play/Pause und Menu gleichzeitig gedrückt halten
  4. Der Apfel erscheint auf dem Display
  5. Alles wird gut. :-)

Nun spielt er wieder, das wichtigste Utensil für den ÖPNV-Pendler, das je geschaffen wurde …

Mac

Camino - Mozilla Power, Mac Style

Der meiner unmaßgeblichen Meinung nach weltbeste Browser für Mac OS X, Camino, hat sich webauftrittsmäßig von der Mozilla Foundation emanzipiert und residiert fortan, seiner Bedeutung als eigenständiges Projekt innerhalb der Gecko-Familie entsprechend, auf einer eigenen Site: CaminoBrowser.org (via mozillaZine).

Übrigens, die Kommentatoren im mozillaZine, welche die Meinung vertreten, Camino sei überflüssig, man solle sich lieber auf Firefox für OS X konzentrieren, haben sicher noch nie mit dem Firefox unter OS X gearbeitet. Schlimmer noch als sein »un-mac-iger« Style ist seine Angewohnheit, das (zumindest aus dem Fundus von mir benutzter Anwendungen) crash-anfälligste Programm für OS X überhaupt zu sein. Viva Camino!

Techkram Mac

Firefox: Windows hui, Mac OS X pfui!

Meine Firefox-Erfahrungen mit der Version 1.0 sind zwiespältig.

Die Windows-Variante funktioniert nun sehr zuverlässig, die Issues, die ich damit hatte, nämlich der Verlust der History einzelner Tabs und das Nicht-Funktionieren der Aktualisieren-Aktionen bei meinen üppigen Statistik-Tabellen, scheinen verschwunden zu sein. Selbst das Laden des Monstrums schlechthin, des PDF-Plugin des Adobe Acrobat Readers, ist zwar nach wie vor, verglichen mit dem Werkzeug des Teufels aka IE, höllisch langsam, aber tötet den Firefox nicht mehr regelmäßig. Fazit: Zuverlässig und brauchbar!

Die Mac OS X-Variante, die ich ein paar Tage lang, inspiriert durch diesen Blog-Eintrag, als Standard-Browser verwendet habe, ist hingegen ziemlich unbrauchbar. Zweimal täglich schmiert der Feuerfuchs ab, insbesondere wenn man viele viele Links im Netnewswire anklickt, die sich im Firefox in einem neuen Tab öffnen sollen. Und wenn man einen Sourceforge-Download abbrechen möchte, weil man nur den URL des Mirrors in der Zwischenablage haben möchte (es ist albern, ein Archiv auf den Arbeitsrechner herunter und anschließend wieder auf den Server, wo es hin soll, hoch zu laden, dafür hat man wget auf dem Server), so kann man den Firefox reproduzierbar töten, indem man, während der “Speichern”-Dialog des Firefox erscheint, in ein anderes Programm wechselt. Buntes rotierendes Bällchen für die Ewigkeit ist die grausame Strafe. Fazit: Experiment abgebrochen, Firefox unter Mac OS X ist leider unbrauchbar. Safari, ich komme reumütig zurück. ;-)

Mac

Von der Powerbook-Front

Seit ich Camino statt Safari benutze, fühlt sich mein Haar viel kraftvoller an! Ich meine, mein Powerbook. Ich weiß nicht wie es anderen Mac-BenutzerInnen geht, aber Safari verhält sich schon komisch. Was hat der Safari stundenlang mit dem buntem Bällchen zu rödeln, nur weil er ein Browser-Tab schließen soll? Ich habe mein eigenes Powerbook und ein befreundetes iBook auf Camino als Standard-Browser umgestellt, und alle beteiligten Personen berichten übereinstimmend von einem schnelleren Seitenaufbau und einem flotteren Gesamtsystem. Camino sollte man mal ausprobieren, kann ich nur empfehlen!

Ein weiteres Sorgenkind: SQLite als integrierte Datenbank in dem PHP5-Paket von Marc Liyanage. Auf dem Webserver unter Linux funktioniert die gerade in Entwicklung befindliche Web-App einwandfrei, aber unter Mac OS X kommt es zu rätselhaften Erscheinungen. Datensätze werden gespeichert, tauchen aber trotz exzessiver Reload-Orgie im Browser niemals auf, nach einem Reboot des Powerbook (s.u.) sind sie aber plötzlich da. Bin ich der einzige, der die ja ziemlich reichhaltig bebloggte und freudig begrüßte Mini-Datenbank auf dem Mac auch tatsächlich einsetzt, oder warum finde ich im Netz nichts über irgendwelche Probleme? Auch auf einem anderen System mit XAMPP für Windows kommt es zu seltsamen Phänomenen. So bekommt die Web-App nicht mit, wenn mit dem SQLite-Client die Tabellenstruktur geändert wurde (es wird eine nicht existente Tabelle angemeckert, die aber definitv existiert), erst nach dem siebten oder achten Reload wird sie dann akzeptiert. Richtig problemlos läuft SQLite eigentlich nur unter Linux. Ich sollte noch erwähnen, dass ich ADOdb benutze, möglicherweise liegt es auch daran. Sehr lästig, wenn man sich nicht sicher sein kann, ob ein Fehler an der selbst entwickelten App oder dem “Zubehör” liegt.

Und dann fängt, pünktlich, zwei Monate nach Ablauf der Garantiezeit, mein Akku an zu spinnen. Die Anzeige geht nie höher als 39%, wenn Mac OS X motzt, es wäre nicht mehr genug Energie da und überhaupt, ich wäre schon im Reservestrom, kann ich noch locker ein Stündchen weiter machen. Das ist ziemlich verhärmt, da man nie so genau weiß, wie lange der Akku wohl noch durchhalten wird. Ich habe mal diesen Hinweis von Apple ausprobiert und die Power Management Unit zurück gesetzt, mal schauen ob es etwas bringt. Immerhin, beim 12’ Powerbook braucht man nicht die Tastatur auseinander zu nehmen, nur um die PMU zurück zu setzen, wie bei anderen Modellen, mir wurde beim ersten Blick auf die Bildchen in diesem Dokument erst einmal ganz anders zu Mute …

Mac

Textmate 1.0 ist da!

Mit geschicktem Blog-Marketing und »Editor-Platzhirsch-Bashing« erreichten Allan Odgaard und David Heinemeier Hansson, dass die Welt erwartungsfroh auf einen neuen Texteditor für Mac OS X wartete – und nun ist er da: Textmate, nach eigenem Bekunden der Editor, auf den unter Mac OS X alle gewartet haben. Textmate ist Shareware, 30 Tage kann man testen, danach kostet er 39$, im Vergleich zum Platzhirsch BBEdit, mit dem ich mich nicht nur wg. seines Preises nie anfreunden konnte, ein Schnäppchen.

Ich werde Textmate nun mal ein wenig benutzen, Testbericht folgt!

Mac

Apple AirPort Express und Netgear WG602

Heute kam die heiß erwartete AirPort Express ins Haus geflattert, iTunes an die Stereoanlage anschließen, damit man nicht ständig aufstehen und CDs wechseln muß, war die Mission, die es zu erfüllen galt, drahtlose Beschallung der Gemächer vom Powerbook aus. Und vernünftige Radioprogramme aus dem Netz hören können, um nicht ständig mit Verkehrshinweisen und Gewinnspielen belästigt zu werden. Ist ja auch ganz einfach, einfach auspacken und anschließen. Sagt zumindest Apple: »Was Sie dazu tun müssen, ist denkbar einfach: Schließen Sie Ihr Soundsystem mit einem Audiokabel […] an den Audioanschluss der AirPort Express Basisstation an. Dann lässt AirTunes Sie Ihre iTunes Musik über Ihre Stereoanlage oder Aktivlautsprecher abspielen – völlig ohne Kabel. iTunes erkennt die Verbindung zu Ihren entfernten Lautsprechern automatisch.« Tja, was haben wir gelacht, 2 Stunden hat es mich gekostet, das kleine Kästchen dazu zu überreden, mit meinem Netgear WG602 Access-Point zusammen zu arbeiten, ohne auf jegliche Sicherheitseinstellungen zu pfeifen. Vowes Erfahrungen kann ich nur bestätigen. Statt aber vowes Text wörtlich zu nehmen, musste ich natürlich erst einmal versuchen, die Express-Station mit allen aktivierten Sicherheitseinstellungen ins Netz hinein zu bekommen, was im ersten Versuch derartig schief ging, dass ich die Express-Station mit dem Reset-Knopf wiederbeleben musste. ;-) Nun weiß ich zumindest schon mal wo der ist …

Das Rezept zum Umgang mit Fremd-Access-Points (also nicht-Apfel-Produkten): Zunächst einmal alle Sicherheitseinstellungen ausschalten, mit dem Assistenten die Express-Station erkennen lassen und schauen dass alles funktioniert. Dann (sofern man MAC-Adressen-Filterung aktiviert) die MAC-Adresse der Express-Station (steht in winziger Schrift auf dem Gehäuse, eignet sich vorzüglich als Sehtest) eintragen, und MAC-Adressen-Filterung wieder aktivieren. Natürlich nach jeder Änderung Access-Point rebooten, Netzwerk-Einstellungen am Mac ändern. Wenn die Express-Station immer noch erkannt wird, mit dem Airport-Admin-Dienstprogramm (nicht mit dem merkwürdigen Assistenten!) die WEP-Schlüssel in der Express-Station eintragen, und erst danach WEP am Access-Point wieder aktivieren. Im umgekehrten Fall hat man keine Chance, an die Express-Station noch einmal heran zu kommen, ohne im Access-Point alles wieder rückgängig zu machen. Wenn man dann den Access-Point auf WEP umstellt, selbiges am Mac wieder aktiviert, den Access-Point rebootet und den Mac mit wieder aktivierter WEP-Verschlüsselung wieder ins WLAN bekommt, dann sollte es auch mit WEP und der Express-Station klappen. Sehr mühsam!

Nun funktioniert es aber perfekt, ich sitze auf der Couch mit dem Powerbook auf dem Schoß und lausche meinem Lieblings-Internet-Radio Energy X über die Stereoanlage statt über die piepsigen eingebauten Lautsprecher! Voll der Digital Hub, ey! ;-)

Mac Seltsames

Petitionen, die die Welt bewegen

Das Gute am Web ist, dass man so leicht seine primären Probleme und Sorgen in Online-Petitionen umsetzen kann, mein Liebling in dieser Hinsicht ist und bleibt natürlich die an Sinnlosigkeit nicht zu unterbietende Aktion gegen Copy & Paste in GB’s (sic!). Die Amis sind uns wie immer voraus, da gibt es tatsächlich einen ganzen Server mit nichts als Petitionen, darunter solche hübschen Sachen wie die Petition gegen die Heiligsprechung Isabellas von Kastilien oder die Petition für einen Anno 1503 Multiplayer-Modus.

Das neueste Produkt dieser Gattung ist die Petition gegen die Lücke während der Wiedergabe im iPod. Ein wirklich schlimmes Übel! Okay, es stört mich z.B. bei “Nirvana Unplugged”, der Kurt erzählt was, Lücke, und dann spielt er erst. Aber ich hasse Online-Petitionen, daher werde ich sie nicht ausfüllen. ;-)

(Via MacNews)

Mac

Aufkleber auf dem Powerbook?

Joi Ito: »As usual, there were a lot of PowerBooks at this conference. Interestingly, Esther Dyson, Lawrence Lessig, Bruce Sterling and I were the only people I noticed who had stickers on our PowerBooks. […] I wonder what this means? What do those of us who are willing to vandalize our pristine PowerBooks with stickers have in common?« Vielleicht einen leicht destruktiven Hang zu geschmackloser Dekoration? ;-) Mein elegantes silbernes Powerbook mit einem Aufkleber zu verunstalten, wäre so ziemlich das Letzte was mir einfallen würde, die Idee an sich ist eigentlich schon geschmacklos. Zumal diese Biester nach einiger Zeit unansehnlich werden und sich nie mehr wieder entfernen lassen. Autoaufkleber benutze ich übrigens auch nicht, isch ’abe nämlich gar kein Auto …

Andererseits kann man Aufkleber benutzen, um ein häßliches PC-Notebook ein wenig zu verschönern, wie man bei diesem Herrn bewundern kann (via vowe), der Aufkleber an sich ist also nicht von Übel. ;-)

Nachtrag: Eine flickr-Gruppe zum Thema Powerbooks mit Aufklebern (Via fscklog)

Mac

Skype für Mac OS X, oder: Kommunikativer Overkill

Die beliebte Internet-Telefonie-Software Skype ist gestern als Beta-Version für Mac OS X erschienen (Merci, Martin) und wurde damit auch für mich interessant. Also wurde sie gleich mal gesaugt und installiert, und ich bin enthusiasmiert! Mit Kopfhörer und eingebautem Powerbook-Mikro habe ich mal ein bißchen rumtelefoniert, das Telefonieren über das Internet mit Skype funktioniert wirklich ganz ausgezeichnet und macht Spaß. Und in null komma nichts ist der Abend herum. ;-)

Den Status “Beta” trägt die Software nicht von ungefähr, zweimal ist sie mir richtig derbe abgeraucht, einmal so dass gar nix mehr ging und das bunte Bällchen nicht mehr verschwinden wollte. Aber da muß man halt durch, wenn man Beta-Software verwendet. Und man benötigt ein Bluetooth-Headset – kann jemand aus der verehrten Zielgruppe eines empfehlen, was problemlos mit einem Powerbook zusammen werkelt?

Ein eher philosophischer Aspekt: Wir befinden uns auf dem Weg in den totalen kommunikativen Overkill, oder sind vielleicht schon angekommen. Als ich so da saß, mit dem Skype offen, den ICQ/AIM-Fenstern blinkend, diversen E-Mail beim hereinrauschen zusehend und von RSS-Feeds mit ständigen Neuigkeiten versorgt, und dann zur Krönung noch das “normale” Telefon klingelte, da wähnte ich mich einen Moment lang in einer grotesken Parodie auf die Informationsgesellschaft eine Hauptrolle spielend. Man muß schon aufpassen, dass man sich aus dem geekigen Spieltrieb heraus nicht selbst zum Sklaven der Technik macht. Ab und an muß das alles einfach mal abgeschaltet werden, Powerbook zuklappen, und Ruhe. So wie jetzt. Gute Nacht. ;-)

Mac

Neues vom iPod

iPod-Taschen und kein Ende: foofpods (oder “foofbags” für das Powerbook) bieten auf einer 63er Singer handgearbeitete Transporttäschchen im Schneeleoparden- oder Blümchenlook (via Nico). CITY Magazine präsentiert eine ganze Kollektion von iPod-Täschchen. Da es sich um ein “Totes-Holz-Magazin” handelt, aber leider ohne Links, bei Interesse muß man sich die Tasche selbst ergoogeln (via Jeremy).

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Mittlerweile wurde der HP-iPod präsentiert (fscklog berichtet erschöpfend), die große Innovation HPs ist ein HP-Logo auf der Rückseite. Art und Weise der Präsentation und das letztendliche Resultat zeigen die ganze Fantasielosigkeit, zu der eine “herkömmliche” Computerfirma wie HP fähig ist. Fantasievoll werden die nur, wenn es darum geht, das Verwenden preiswerter Tintenpatronen zu erschweren …

Hilfreich dagegen könnte das iPod-FAQ für tatsächliche und potenzielle iPod-BesitzerInnen sein, einige Fragen, wie sie auch hier in den Kommentaren gestellt wurden (z.B. zu USB 1.1 und 2.0), werden da erschöpfend geklärt.

Und eine richtig traurige Geschichte ist die vom Tode des 1G-iPods Alvin, der einem übermütigen bloggenden Radfahrer zum Opfer fiel …

Mac Seltsames

iPod in der Socke, oder: Der Ruck!

Simon Willison war groß einkaufen. Bei Apple, einen iPod und weitere Spielzeuge mit Apfel drauf. Aber keine iPod-Tasche: »Another iPod trick for the thrifty: if 20+ dollars seems too much for a case, a sock makes an excellent low budget alternative.« Zunächst dachte ich, was das für ein Sakrileg sei, den edlen iPod in eine alte weiße Tennissocke zu packen. Aber dann erfasste der Ruck, der durch Deutschland geht und den Kindern Arbeitsloser die Sparbücher klaut, auch mich. Ich überwand meine Vorurteile, dachte weiter, über das Offensichtliche – wie die Tennissocke – hinaus, und hatte die Vision eines neuen Geschäftsmodells, klein, schlagkräftig, effektiv, wie das heute einfach so sein muß, in diesen schönen neuen glorreichen Zeiten, wenn einem der Ruck gepackt hat. Äh ja, die Idee:

Die von mir hochgeschätzten und aufrichtig verehrten fleißigen Strickbloggerinnen stricken iPod-Hüllen mit Blog-Symbolen statt des siebten Pullovers für ihre Lieben, und ich verkaufe sie, über die Prozente werden wir uns schon einig. Ist das nicht genial? Statt in Socken oder überteuerten Apple-Plastikhüllen stecken die iPods in exklusiven Unikaten, liebevoll handgearbeitet, entstanden und materialisiert aus dem Virtuellen, um das zu schützen, was das physisch Tönerne wieder ins Virtuelle befördert. Ich finde das grandios!

Hans-Olaf Henkel hat schon angerufen, Horst Köhler auch, und auch Guido Westerwelle war begeistert. Wolfgang Clement wollte gleich ein weiteres Plakat für die Agenda 2010-Reihe drucken. Nur Friedrich Merz, der fragte, was denn ein iPod sei …

Mac

Steve ist krank!

Apple-Chef Steve Jobs ist an Krebs erkrankt und bekam am Wochenende einen Tumor entfernt, metamac zitiert aus einer Mail an die Mitarbeiter von Apple: »I have some personal news that I need to share with you, and I wanted you to hear it directly from me.
This weekend I underwent a successful surgery to remove a cancerous tumor from my pancreas. […] PS: I’m sending this from my hospital bed using my 17-inch PowerBook and an Airport Express.«
Gute Besserung, Steve!

Mac Perennen

Gigantentreffen: iPod 3G 20GB trifft iPod 4G 40GB

Am Wochenende begab es sich, dass ein iPod 3G 20GB (links im Bild) auf einen neuen iPod 4G 40 GB traf. Die Kamera war Zeuge, als der allzeit neugierige Netzbuch-Schreiber den neuen iPod unter die Lupe nahm.

Als erstes fällt der Unterschied in den Bedienelementen ins Auge und ins Fingerchen. Die eleganten Sensortasten des iPods der 3.Generation (3G), deren Bedienung mit einem zarten Fingertipp ohne jegliche Mechanik wirklich sehr elegant ist, wird in der 4. Generation (4G) abgelöst durch das neue glorreiche “Click Wheel”. Offensichtlich hält Apple seine Kundschaft für in haptischen Dingen unbegabte Grobmotoriker, die mit Sensortasten nicht zurecht kommen. Die Mechanik mit einem deutlichen Druckpunkt des Klickrädchen fühlt sich sehr “gewöhnlich” an, in meinen Augen ein klarer Rückschritt.

Ganz übel: Auf dem Bild oben sieht man auf dem iPod 4G (rechts im Bild) deutliche Klebstoffspuren. Diese darf man, gemäß Apples Anleitung, durch Rumfuhrwerken mit Klebeband auf dem Display entfernen. Das ist lachhaft und einem Gerät dieser Preisklasse absolut unwürdig. Nimmt man noch dazu, dass die schöne Detailliebe des 3G, wie bspw. die kleine Plastikabdeckung des Dockports, in der 4. Generation ebenso weggefallen ist wie der Stoffbeutel, die Schutztasche und die Fernbedienung, so ist offensichtlich dass die Preissenkung der neuen Generation mit deutlichen Abstrichen bei der Qualität erkauft wurde. Das zweite Bild zeigt die iPods im Halbdunkel mit eingeschalteter Beleuchtung, auch hier wirkt der 4G (rechts im Bild) deutlich “unedler” als sein Vorgänger mit seinen sehr kühlen beleuchteten Sensortasten.

Aber Optik ist nicht alles, Hauptsache sind ja die “inneren Werte”. Ein Probehören ergab bei “normal” produzierten Stücken keinen hörbaren Unterschied, ältere “Garagenproduktionen” klingen (ohne Equalizer, versteht sich) subjektiv ein wenig “druckvoller”. Bei größeren Sammlungen (mit fast 39 Lenzen hat man halt schon ein bißchen Musik angesammelt) kommt es nicht mehr zu den beim 3G sporadisch auftretenden “Gedenksekunden” beim Wühlen in der Sammlung, da macht sich wohl das neue “Innenleben” des 4G bezahlt. Das letzte Bild zeigt die beiden Geräte von unten, der 4G mit 40 Gig (rechts) ist deutlich dicker als der 3G mit 20 GB, wobei der 4G 20GB 4 Millimeter dünner ist.

Fazit: Der Eindruck vom 4G ist zwiespältig, die Qualität der Verarbeitung (Klebstoffreste!) und das neue “Click Wheel” (ein enttäuschender Rückschritt, einfach “uncool”) wirken “gewöhnlicher” im Vergleich zur Detailliebe und den Sensortasten des 3G. Der erste Eindruck von Klang und Software des 4G überzeugen dagegen. Für den Besitzer eines 3G gibt es aber keinen Grund zum “Upgrade”.

Mac

iPod 4G mal wieder

Neues vom Lieblingsspielzeug: metamac hat den iPod 4g 40 GB ausgepackt und getestet. Fazit: »Wirklich revolutionär kann man den 4G-iPod nicht nennen. Zwar ist das Click Wheel eine feine Sache, doch auch die 3G-Komplettsensorik war nicht das schlechteste Bedienkonzept. […] Für Neueinsteiger ist der 4G-iPod ein ideales Gerät – besonders die günstige 20 GB-Variante (329,- Euro). Alte iPod-Hasen hätten sich sicher etwas mehr Neuerungen gewünscht. Aber schick ist das 4G-Gerät allemal. Die iPod-Liebe kann also weitergehen.« TIME kürte den iPod 4G zum ‘Gadget of the week’ (via fscklog), was nicht so die Brüller-Meldung wäre, würde in dem Artikel nicht angedeutet, dass aus dem très chic verpackten Innenleben noch die eine oder andere Überraschung zu erwarten wäre: »But you should know that internally the new iPod is a ground-up reconstruction, and its really compelling applications — the ones that very well might get the goat of anyone unable or unwilling to upgrade — are still secret. All that Apple is saying is that there’s more to this than what’s being publicized.« Ebenfalls im fscklog findet man Infos zu der pikanten Geschichte zwischen Apple und Real, Apple nennt die Vorgehensweise Reals »tactics and ethics of a hacker«, und Real antwortet mit der ‘der Kunde soll die Wahl haben’-Taktik. Ausgerechnet Real, die mit dem proprietären Real Media Format – diese ganze digitale Branche ist eine einzige Bande von Heuchlern, und wir Kunden unterstützen sie noch, indem wir ihren ganzen Kram kaufen …

Mac

iPod 4G

Der neue iPod wird wohl im Gegensatz zum Mini oder zur Airport Express Station auch wirklich ausgeliefert (Apple gefiel sich in letzter Zeit als Meister der Vaporware, zumindest was Deutschland angeht), hier gibt es eine Auspackprozedur zu bewundern (via unübersichtlichstes Forum der Welt).

Und auf mac360.com werden iPod 4G und der neue Sony Walkman verglichen, überraschenderweise gewinnt der iPod (via unübersichtlichste Mac-Newssite der Welt).

Bei vielen Mac-Seiten müsste dringend mal etwas an der Usabilty getan werden, gerade die beiden oben zitierten “via”-Quellen sind absolut grausam.

Mac Musik

Das unaufgeräumte CD-Regal auf dem Mac-Desktop: Clutter

Da ja die Blogosphäre, die Welt und das Internet im Sommerloch stecken, füllen wir selbiges mit der Vorstellung eines weiteren sinnfreien “Tools”. Hey, wer wird da rummosern, soll ich vielleicht ein Sendepause-Testbild ins Blog stellen, oder wat? ;-)

Nun aber ernsthaft werden, zur Sache!

Die digitale Verwaltung des eigenen Musikbestandes produziert ein gewisses haptisches Defizit, denn der Griff ins CD-Regal, das Auswählen des Tonträgers nach dem visuellen Eindruck oder der Position im CD-Regal, funktionierte nach irgendwelchen verborgenen irrationalen Kriterien, die in der kühlen digitalen Playlist-Logik eines iTunes (o.ä.) nicht nachempfunden werden können. Dieses Defizit im entstofflichten digitalen Raum des zweidimensionalen Computerschirms ein wenig zu lindern, hat sich für Mac OS X Clutter zur Aufgabe gestellt. Clutter stellt die digital abgelegten CDs (oder wahlweise auch Playlists) als kleine Bildchen auf dem Desktop dar: Durch einen Klick auf das Bildchen startet iTunes, und die CD (resp. Playlist) dudelt los. Sehr kühl! Jedes Cover ist übrigens ein vollwertiges Fenster, mit Kontext-Menü, das das Anspringen jedes Tracks der CD erlaubt. Diese Fenster tauchen auch in Exposé auf, spätestens dann bemerkt man, dass der Name “Clutter” durchaus programmatisch gemeint ist: Per Amazon-API kann man sich das Cover herbei zaubern, was erstaunlicherweise erheblich besser funktioniert als die ähnliche Funktion des vor kurzem vorgestellten iTunes-Watcher.
Fazit: Sehr kühles Spielzeug, ich liebe solche kleinen verspielten Werkzeuge, besonders wenn sie noch so anstandslos funktionieren wie Clutter.

Gefunden in Brad Choates OS X software inventory, einer wahren Fundgrube.

Mac

Helferlein für Mac OS X: RCDefaultApp

Ein Ärgernis unter Mac OS X: Welche Anwendung der Finder benutzt, um Dateien und Dokumente zu öffnen, wird anscheinend von einer ausgeklügelten Hintergrundroutine abhängig von Wetter, Uhrzeit und dem Tageswert von Steve Jobs’ Aktiendepot kontinuierlich neu ausgewürfelt. So wurde mir für die php-Skripte manchmal meine abgelaufene BBEdit-Demo und manchmal SubEthaEdit angeboten, aber nie mein erwünschtes Programm, auch wenn ich zehnmal bei der mühsamen Reise durch “Öffnen mit|Eigene…” das Häkchen “Immer öffnen mit” bei skEdit gesetzt habe.

RCDefaultApp macht Schluß damit, nach dem “Download” kopiert man es in seine PreferencePanes und kann fortan in der Systemsteuerung komfortabel auswählen, was mit welchen Dateitypen in welchen Situationen passieren soll. Das habe ich gesucht!

Gefunden bei Jonas, der noch ein paar für den einen oder die andere evtl. hilfreiche Tipps für OS X-Apps auf Lager hat.

Mac Musik

iTunes Watcher

Es geht doch nichts über die Implementation sinnfreier Weblog-Spielzeuge! Eines davon ist Michael Simmons’ iTunes Watcher. Das ist eine kleine AppleScript-Anwendung, die man starten kann, wenn man gerade mit iTunes Musik hört, und der gerade gehörte Titel wird an den Server gesendet und in einer Datenbank abgelegt. Per Amazon-API versucht das Skript, das zum gerade laufenden Titel passende “Cover-Art” zu laden, was aber nicht immer klappt. Liegt möglicherweise an meinem Musikgeschmack.

So kann man nun links in der “Sidebar” (weiter unten) die letzten neun Titel anklicken, die ich gehört habe und über Cover-Art verfügen, und auf einer eigenen Seite die aktuell laufenden Stücke angucken. Eine technologisch relativ aufwändige Lösung für eine Information von zweifelhaftem Wert, aber Spaß hat’s gemacht. ;-)

Andere iTunes Watcher-Implementationen kann man z.B. bei Jon Hicks, Chez Porchez oder And she said bewundern.

Mac

Mac OS X-Tiger - Dashboard

In der nach Steves WWDC-Keynote aufbrausenden Diskussion, ob Apples neues “Dashboard” eine Kopie des Konfabulators ist (eine Zusammenfassung hat, wie immer bei diesen Themen, Paso im fscklog), kommt die tiefschürfendste und meinungsfreudigste Analyse wieder einmal von John Gruber auf Daring Fireball: »Bullshit. Dashboard is not a rip-off of Konfabulator. Yes, they are doing very much the same thing. But what it is that they’re doing was not an original idea to Konfabulator. The scope of a ‘widget’ is very much the modern-day equivalent of a desk accessory.
What is original to Konfabulator? That its widgets are based on a scripting language? That’s not original. There are a slew of other scripting runtimes that allow you to create little-applets-in-windows. E.g. on the old Mac OS, there was OneClick.«
Mich persönlich nerven tausend kleine bunte Fenster mit zweifelhaftem Informationsgehalt auf dem Schirm übrigens schon immer, ich kann weder dem Konfabulator noch dem KDE-Gegenstück SuperKaramba etwas abgewinnen und stehe eher auf unscheinbare kleine Symbole in der Menüleiste mit essenziellen Infos wie Uhrzeit und Prozessorlast. Irgendwo (weiß nicht mehr wo, dummerweise, overblogged!) habe ich gelesen, dass die Menüsymbole in “Tiger” wg. der neuen Suchfunktion nicht mehr vorhanden sein werden, das fände ich nicht so toll.

Zeugs Mac

Die ausgefallene Bootsfahrt, oder: Fast eine MacExpo-Nachlese

Meine MacExpo-Nachlese kommt ein wenig spät, ich war halt unterwegs im “Internetzugangs-Notstandsgebiet-West”. Dafür beschränke ich mich auf die Marginalien, denn ob Firma X ein neues Produkt Y vorgestellt hat, interessiert Euch ja sowieso nicht, und es gab und gibt in der Blogosphere genug darüber zu lesen. Dem “Handbuch für Kölle-Reisen” entnahm ich, dass zu Messeterminen eine Fähre den Rhein vom Hauptbahnhof zum Messegelände am anderen Ufer überquert. Mit der mir eigenen Konzentration auf das Wesentliche wollte ich natürlich genau so vom Bahnhof zur Messe herüber. Den Anlegeplatz (auf dem Bild vorne, der erste Steg samt Schiff) fand ich schnell, aber außer dem vor sich hin dümpelnden Boot war dort – nix. Kein Plan, kein Mensch, einfach nix. Was für ein enttäuschender Auftakt, so sind sie, die Kölschen!
Also musste ich wohl oder übel zu Fuß über die Eisenbahnbrücke, als Ausgleich fand ich dort oben aber jede Menge Material für das “beinahe wöchentliche Bahnbild”. Ist ja auch was! Nach einem kurzen Fußmarsch war ich dann endlich dort, wo ich eigentlich hin wollte: Halle 6. Eine große iPod-Werbung erwartete den erwartungsfrohen Apfel-Freund. Nachdem man bei einer reizenden jungen Dame eine ausgedruckte Email in ein Ticket umgetauscht hatte, durfte man sich in das Getümmel stürzen. Die Atmosphäre war recht angenehm, das Gedrängel hielt sich ebenso in Grenzen wie die Dimension der Messe.
Eine stete Quelle der Heiterkeit waren die Freaks, die mit demonstrativ zur Schau getragenen iPod-Kopfhörer herum spazierten, auf einer Messe ungefähr so sinnvoll wie das Tragen einer Sonnenbrille im Kino. Die verschiedentlich zu lesende Legende, die Apple-Anhänger wären ja viel kühler und toller als die Besucher anderer computerlastiger Messen, stimmt nicht, wie überall gibt es solche und solche, die Drängler, die Eitlen, die Wichtigtuer – man findet sie selbstverständlich auch auf der MacExpo, nur die Anzahl ist geringer. Der Unterschied: Bekommt man auf der MacExpo einen Rucksack ins Gesicht, handelt es sich nicht um ein Werbegeschenk aus Plastik, sondern um einen Crumpler …
Neues erfuhr man nicht, wenn man regelmäßig die Mac-Seiten im Web liest weiß man eh Bescheid. Aber man konnte ein paar Sachen anfingern, insbesondere die edlen Grafiktabletts von Wacom fühlten sich ausgesprochen gut an. Das “Evil Empire” Microsoft war auch vertreten, aber erstaunlicherweise war es dort ein wenig leerer als vor den anderen Ständen. Auf dem Bild kann man gut erkennen, wie die Heerscharen mit einem gewissen Sicherheitsabstand um den Microsoft-Stand herum gehen, ganz so als lauere dort ein ansteckendes Übel …
Nach ein bißchen hier gucken und da gucken kam es dann noch zu einem kleinen Blogger-Treffen mit Nina, majo, Bronski, Thomas und Achim dem Leser (gut zu wissen, dass es auch noch Blog-Leser gibt, und nicht nur Blog-lesende Blogger), über das bei IT&W bereits alles gesagt wurde.
Fazit: Meine erste Mac-Messe war eine kleine aber feine Veranstaltung, sollte es sich einrichten lassen werde ich nächstes Jahr wieder vorbei schauen. Unten findet Ihr noch ein paar Impressionen, ein Klick auf das Bildchen öffnet eine größere Variante in einem separaten Fenster.



Mac

Angetestet: PulpFiction

Schon vor der Veröffentlichung in der Blogosphere ordentlich “angehypt”, erschien am Wochenende mit PulpFiction ein neuer RSS-Reader für Mac OS X, der angetreten ist dem Platzhirsch in diesem Segment, NetNewsWire, das Fürchten zu lehren. So ein Hype wirkt natürlich auch auf mich ;-), daher habe ich PulpFiction gestern mal angetestet.

Screenshot: PulpFiction in Action!

Der Test

Ich habe mal meine 226 Feeds aus dem NetNewsWire exportiert und in PulpFiction importiert, um gleich mal einen realistischen Härtetest durchführen zu können. Um es vorweg zu sagen: Bronskis ersten Eindruck kann ich bestätigen, auf meinem 867MHz-Powerbook ist PulpFiction unerträglich träge. Während des Saugens der Feeds springt der Ventilator an, die Prozessorlast steigt auf 100% an und das Programm ist nicht mehr ansprechbar, während ich beim NetNewsWire bereits während des Downloads mit dem Lesen beginnen kann.

Das Hauptfenster orientiert sich (wie der Screenshot zeigt, den man mit einem beherzten Klick vergrößern kann), an Apples Mail.app. Was nicht unbedingt eine gute Idee ist, denn Mail und RSS-Feeds sind in meinen Augen verschiedene Dinge. Man kann seine Feeds in PulpFiction nicht gruppieren, sondern muß sie zur Ordnung mit farbigen “Etiketten”, den Labels, versehen. In dem anderen Fenster (auf dem Screenshot oben links) sind die Feeds aufgelistet, leider kann man nicht mit einem Klick auf einen Feednamen zu den dazu gehörigen Beiträgen springen. Wenn man nicht linear alles in einem Rutsch lesen möchte, sucht man sich in dem “Mail”-Fenster einen Wolf nach den Einträgen eines speziellen Blogs.
Ein gutes Feature, was ich im NetNewsWire schon immer vermisst habe, ist das Markieren von “zu bloggenden Einträgen” mit einer kleinen Flagge, sehr praktisch. Ebenfalls praktisch: Ähnlich wie in einem Mailprogramm kann man Filter definieren, die dann die gesaugten Einträge in Ordner kopieren oder verschieben.

Unpraktisch hingegen, zumindest für deutsche Tastaturen, ist der “Shortcut” für das Springen zum nächsten ungelesenen Beitrag. Während NetNewsWire dazu einfach das “+” benutzt, besteht PulpFiction auf Fingerakrobatik. Das “[” springt weiter, für Deutsche nur mit Apfel-Alt-7 erreichbar.

Wie “wir Insider” ja wissen ;-), ist die Versionslandschaft der RSS-Feeds, bedingt durch die persönlichen Eitelkeiten der Protagonisten, ein einziges Durcheinander. Jeder Feed jedes Weblogtools ist irgendwie anders. NetNewsWire ist fehlertolerant, PulpFiction hingegen hatte mit gut 20% meiner Feeds (die wahrscheinlich syntaktische Fehler enthielten) Probleme und “loadete” sie nicht “down”. Fehlertoleranz ist aber in meinen Augen in der heutigen RSS-Landschaft ein “Muß” für jeden Feedreader!

PulpFiction speichert alle Einträge in einer Datenbank, die dann beim zweiten Download aller Feeds eine Kette von Fehlermeldungen produzierte, jeden dieser Fehler muß man in einem modalen Fenster bestätigen. Ungut!

Fazit

PulpFiction bietet gute Ansätze, ist aber im gegenwärtigen Zustand eindeutig “Beta” und viel zu ressourcenhungrig, um damit arbeiten zu können. Die Bedienung ist mir zu umständlich, im NetNewsWire kann ich mit zwei Tasten, “+” und “K”, meine über 200 Feeds komfortabel und schnell durchschauen. Die unterschiedlichen Anzeigemöglichkeiten (Einträge pro Blog, pro Gruppe oder alle auf einmal durchblättern) des NetNewsWire erscheinen mir auch praktischer als die Anordnung à la Mail.app. Ich werde vorerst bei NetNewsWire bleiben.

P.S.: Natürlich nöhle ich nicht nur hier im Blog herum, sondern habe die Fehlermeldungen und den Gesamteindruck auch an die Entwickler “gemailt”.

Mac

(Fehl-)Alarm im Apfelland

Kleiner Newsgroupbeitrag – große Wirkung: Ein Beitrag in der Newsgroup comp.sys.mac.programmer.misc animierte einen mir bis dato völlig unbekannten Hersteller von Virensoftware den ersten “Trojaner” unter Mac OS X anzukündigen. Zumindest ein gelungener PR-Coup, den jetzt ist nicht nur mir Intego ein Begriff. Alles zum Mac-“Trojaner”:

Das hat zwar keinen Neuigkeitswert mehr, aber wenn ich wieder arbeiten gehe werde ich die Links noch benötigen, da die stolzen Besitzer von viren- und wurmschleudernden Windows-Kisten hämische Bemerkungen fallen lassen werden, wetten dass? ;-)

Mac

Die Geschichte von Apples Betriebssystemen ...

… zeichnet, in gewohnt epischer Breite, Amit Singh auf: »A History of Apple`s Operating Systems«

«Mac OS X is a unique operating system in that it represents a rather successful coming together of paradigms, ideologies, and technologies that have usually resisted each other in the past. It is a result of the trials and tribulations of Apple and NeXT, as well as their user and developer communities. Mac OS X is perhaps one of the best examples of how a capable system can result through the direct or indirect effort of corporations, academic and research communities, the Open Source and Free Software movements, ans even individuals.«

Yo! Amen! Spaß beiseite, ein lesenswerter historischer Abriß!

Mac

Die passende Applikation für den Valentinstag

Was es nicht alles gibt:

HappyWife-Screenshot

HappyWife ist ein Programm für Mac OS X das regelmäßig vorher eingebene Liebeserklärungen auf den Desktop des/der Angebeteten darstellt. Den Namen des Programms kann man ändern, von wegen “Wife”. ;-) Das passende Valentinstag-Programm für das moderne Mac-nutzende Paar von heute …

Ich könnte mir da noch ein paar Erweiterungen vorstellen, z.B. statt des einen Buttons eine Auswahl “Yes, No, Cancel”. Im Falle von “No” wird dann direkt per Email die passende Botschaft generiert sowie ein XML-RPC-Ping für den zukünftigen “Technorati-Love-Status-API”-Indikator im Blog abgesetzt. Oder ein AppleScript löscht im Falle von “No” alle Mails sowie den Eintrag im Adressbuch. Da sind noch Entwicklungsmöglichkeiten …

Mac

iPod und die Konkurrenten

David Pogue, Buchautor und Kolumnist der NYT, über den iPod und seine Konkurrenten: “For iPod. 6 Flavors of Flattery” (kostenlose Registrierung erforderlich, die sich aber lohnt, via Dienstraum). Sein Fazit:

»Apple could have been some character from Greek mythology: blessed with ingenious, culture-changing innovation yet cursed with seeing its ideas co-opted by rivals who wind up making all the money. In the iPod`s case, though, none of the companies who lust for some of Apple`s pie can deliver the elegance and convenience of Apple`s music trinity: iPod, the iTunes software and the iTunes music store.
But if an iPod isn`t for you, you could do worse than buying the Dell for its simplicity and economy, the iRiver for its super-geeky feature list or the Rio Karma for its excellent design and compact dimensions. In this election, at least, there can be more than one victor.«

Mac

Apples GarageBand - Avanti Dilettanti

Ein neues Spielzeug hat den Weg zu mir gefunden – Apples GarageBand. GarageBand öffnet den Weg zu einer Entwicklung die den Personal Computer in den 20 Jahren seiner Geschichte begleitet hat und die durch das Web noch einmal einen neuen Schub bekommen hat, nämlich die Exhibition des eigenen Dilettantismus durch Laien. Als die ersten DTP-Programme kamen hielt sich plötzlich jeder für einen begnadeten Layouter, als die ersten “WYSIWYG”-Webeditoren kamen für einen begnadeten Webdesigner, als die Digitalkameras kamen für einen begnadeten Fotografen – und nun hält sich jeder Mac-User, der 45 Euro locker sitzen hat, für einen begnadeten Musiker.

<img src=“http://www.das-netzbuch.de/images/uploads/screenshot-garageband.jpg” border=“0 alt=”Screenshot: GarageBand" width=“420” height=“279” />

 
Diese messerscharf analysierte Erkenntnis über den Lauf der Dinge hält mich natürlich in keinster Weise davon ab genau diesem Weg zu folgen (hey, ich bin Blogger, als solcher kann mir per definitionem nichts mehr peinlich sein!), daher gibt es nun, als Ersatz für das ausgefallene Bahnbild, meine erste GarageBand-Komposition, natürlich auch inspiriert von einer Bahnfahrt:

DJ ralle feat. Hedwig the Silver Mac vs. Steve J.`s Incredible Digital Combo: “Regionalexpress” (MP3, 4,7 MB, 3:24 Min.)

Mac

Happy Birthday Macintosh

Bild: Anzeige für den ersten Macintosh 1984

Heute feiert der Macintosh seinen 20. Geburtstag, zu diesem Tag einen “Apfel-Linkhub”, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Steve Jobs im Interview auf MacWorld: »All I can say is, I think the Mac reinvented the personal-computer industry in the eighties, and Microsoft copied it in the nineties — and that`s been a big success for them, too. We finally got out ahead again with Mac OS X, and I think you`ll see Microsoft copying that in the future.« (Via itw)
  • taz: »Die Maschine der Freiheit. […] Der “Mac”, wie ihn seine Verehrer schon sehr bald liebevoll nannten, ist immer noch, 20 Jahre nach seinem ersten Auftritt, nicht nur ein Computer, sondern ein Symbol für gehobene Lebensart, für Stil und einen Geschmack, der sich deutlich vom Durchschnitt abhebt.«
  • MacGuardians: Welcome to Macintosh … Gedanken zum 20. Geburtstag einer Revolution, mit einer ordentlichen Liste von Links zur Mac-Historie.
  • Weitere Links hat `my two cents` gesammelt, dort habe ich auch das Bildchen geklaut, das widerum von einer Reproduktion einer Newsweek-Beilage aus dem Jahre 1984 auf cupertino.de stammt. So geht`s im Web. ;-)

Mac

iPod schlechtester MP3-Player

Das Zentralorgan aller DAUs, Virenhamsterer und Raubkopie-Installierer, die Computer-Bild, hat einen Vergleichstest festplattengetriebener MP3-Player durchgeführt (leider nicht online verfügbar), und der iPod ist letzter. Das berichten die MacGuardians im gewohnt launigen Tonfall.

Moniert wurden die Abwesenheit einer Anleitung, die lausige Klangqualität der mitgelieferten Ohrhörer sowie die Tatsache, dass man den iPod nicht einfach so dranhängen und mit dem Explorer in der Festplattenstruktur rummachen kann. Letzteres ist bei der Computer-Bild-Klientel wohl ein Muß, denn sie fuhrwerken bekanntlich gerne im Explorer herum und machen alles kaputt. ;-)

Nachvollziehen kann ich nur die Kritik am Ohrhörer, der ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Anleitung braucht man keine (es steht alles auf dem Display), und das Zusammenspiel mit iTunes macht den iPod ja gerade zum König der Player. Abgesehen davon kann man (zumindest unter Mac OS X) die Dateistruktur sichtbar machen und navigieren. Aber, wie gesagt, es gibt keinen Grund das zu tun.

Mac

Powerbook-Lüfter und Safari-Tabs

Und nun noch etwas komplett unweihnachtliches, zwei der sowieso nie täglichen Mac-Links:

Powerbook-Lüfter: Wer sein Powerbook auf 10.3.2 “upgedated” hat wird bemerkt haben: Der Lüfter des 12`-Powerbooks springt nun früher an, was in einer sonst ruhigen Umgebung störend wirkt, denn man ist ja vom “lautlosen Computern” mit dem Powerbook verwöhnt. Auf tepasse.org wird beschrieben wie man diese Änderung mit ein wenig Bastelei in den Eingeweiden von Mac Os X wieder los wird (via itw).

Safari-Tabs: Mir geht es ähnlich wie Stefan von my two cents: Da ich das Powerbook eigentlich nur nach Systemupdates herunter fahre “leben” in meinen Safari-Tabs allerlei Dinge die ich noch lesen, bloggen, notieren oder sonst wie verarbeiten möchte. Da es aber mal vorkommen kann dass man hurtig auf Apfel-Q statt auf Apfel-W tippt oder eine mißratene Website den Safari killt, sind die ganzen Tabs stets in latenter Gefahr verloren zu gehen. my two cents beschreibt wie man seine Tabs mit AppleScript sichern und auf einen Schlag wieder einlesen kann. Wird bei Gelegenheit ausprobiert, das muß man einfach haben! (Via fscklog)

Mac

iPodhead

Und hier der nicht mal näherungsweise tägliche Mac-Link:
Ein neues Weblog rund um das beste aller tragbaren Behältnisse für digital abgelegte Musik, den Apple iPod, ist iPodhead:

»Hopefully this site will thrive in the months to come and be a location for tips, tricks and reviews involving the iPod. It`s really meant to be a location for people to share insights about their favorite gizmo: The iPod.
We`ll also keep a close eye on the relevant development in iPod news (There is an Expo in less than a month, after all).«

(Via bronski.net)

Mac

MissingMediaBurner

MissingMediaBurner ist ein freies Brennprogramm für Mac OS X mit einer etwas verschrobenen Benutzerführung. Nichtsdestotrotz spart man damit die Ausgabe für “Löhnware” wie Roxio Toast, wenn einem die etwas sparsamen Brennoptionen des Finders nicht ausreichen.

Mac

iCalViewer

Ein “cooles” Spielzeug für Mac OS X: iCalViewer. Die im iCal angelegten Termine nähern sich dynamisch der “Ziellinie”, die “Jetzt!” symbolisiert. Man kann also, je nach Natur des Termins, Freude oder Verhängnis unaufhaltsam, transparent auf dem Desktop, näher kommen sehen. Ich liebe solche überflüssigen Spielzeuge!

[Via fscklog]