Hier sind die aus blognostalgischen Gründen archivierten Artikel meines ersten Weblogs das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war. Aktuellere Artikel hat die neueste Version der Uninformat im Angebot.

Internet

Freenode wurde gekapert

Internet

Gemäß dieser Geschichte wurde unser aller Lieblings-IRC-Netz Freenode von einem Bösen gekapert.
Der Böse spielte das beliebte DCC SEND-Spielchen, das diverse so genannte »Personal Firewalls« unter Windows dazu bringt, die Verbindung zu trennen. Und es steht nun der Verdacht im Raum, dass der Böse in den Besitz zahlreicher Passwörter von Usern, die sich am Nickserv authentifizieren wollten, gekommen ist. Wenn Ihr Euch also in dem im Artikel erwähnten Zeitraum angemeldet habt, solltet Ihr darauf achten, dass das Passwort für den Nickserv keines ist, dass auch woanders irgendeinen wichtigen Dienst in den wilden Weiten des Webs schützt.

freenode

Gamma!

Internet Zeugs

Na, Netzwanderer, der Du Dich in Deinen etablierten Mechanismen der alltäglichen Prokrastination hier hin verirrt hast, auch einen Schock bekommen, als Du flickr aufgerufen hast? Plötzlich ist alles anders, die Sets sind rechts, das stellt unsere Fähigeit zur Anpassung an neue Situationen auf eine harte Probe.

Und, flickr ist jetzt gamma, nicht mehr beta. Ich bin gespannt, ob das Spielchen nun bis omega getrieben wird. Web 2.0 war beta, Web 2.1 ist gamma. Das wird bestimmt ein neuer Trend 2.0!

flickr web2.0 beta gamma

»I come from Cyberspace, the new home of Mind«

Internet

Vor 10 Jahren: John Perry Barlows Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace, ein (Zitat) »Kammerstück der neueren Literatur amerikanischer liberaler Politikvorstellungen«: »Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Laßt uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr.« Das Original findet man bei der EFF. Damals war ich davon, wie bereits nicht ganz so damals erwähnt, schwer begeistert. Heute klingt schon der Begriff »Cyberspace« ein bißchen merkwürdig. Und die »müden Giganten« erwiesen sich als widerstandsfähiger, als Barlow glaubte.

Andererseits, Notwendiges bleibt nun einmal Notwendiges. Wer möchte in einer Zeit, in der ein paar dumme Karikaturen Aufruhr und Tote verursachen, die Notwendigkeit einer neuen »Zivilisation des Geistes« bestreiten? Darum bleibt Barlows Vision ein Ansporn für uns alle, die wir das Netz mit gestalten wollen: »Wir werden im Cyberspace eine Zivilisation des Geistes erschaffen. Möge sie humaner und gerechter sein als die Welt, die Eure Regierungen bislang errichteten.«

barlow cyberspacedeclaration

Webwatching, oder: Schrei nach technischer Kompetenz

Internet

Webwatching möchte in Interviews mit Netz-Aktiven und -Beobachtern »Trends der Netzkultur« aufzeigen (via Cem bei vowe). Aber bei allen Göttern des Digitalen, wie kommt man auf die Idee ein solches Unterfangen ausgerechnet in Flash(!) zu realisieren? Kann man Leute als kompetente Beobachter des Netzes ernst nehmen, die offensichtlich elementare Regeln des Publizierens im Netz nicht verstanden haben und technische Nicht-Kompetenz demonstrieren?

Womit ich nichts gegen Flash gesagt haben will, für Magazine wie Mooncruise ist es exakt das richtige technische Mittel. Aber für ein Text-Magazin, das man so auch mit ajaxifiziertem HTML hin bekommen hätte? Wirklich sehr schade!

[Update] Nachdem der Tenor dieses Artikels in vielen weiteren Stimmen einhellig durch die Blogosphäre hallte, wurde eine HTML-Version nachgereicht. Sehr schön!

webwatching netzkompetenz flash

Googles Lokalisierung in China, oder: Ausflugsbilder statt Panzer

Internet

Moe berichtete über die interessanten Auswirkungen der Google-Zensur in China anhand einer Suche nach Tiananmen auf Google.com (Klick öffnet einen Screenshot von mir) und Google.cn (dto.). Weg sind die Panzer, und Schnappschüsse von Ausflügen auf den Platz des Himmlischen Friedens werden gefunden. Zensur, weil sie dem Geschäft dient. Ein gefährlicher Weg, denn so ein Einknicken weckt sicher nicht nur in Diktaturen vom Schlage Chinas gewisse Begehrlichkeiten. Ich schätze, auch ein bekannter Regierungspräsident sieht da interessante Möglichkeiten.

Die .cn-Variante kann man sich nur ürbigens nur anschauen, wenn man in seinem Browser Chinesisch als erste Sprachpräferenz einstellt.

google zensur tiananmen

Spiderman in Frankfurt

Internet

Spiderman in Frankfurt An der Wand des MMK in Frankfurt hängt Spiderman, Teil der Ausstellung “spinnwebzeit”, die in den heiligen Hallen der bildenden Kunst, dem Museum, Gegenstände präsentiert, die in eBay erworben wurden und mit etablierten Werken der modernen Kunst gemeinsam präsentiert werden.

Die Frage: Macht das Museum den Gegenstand erst interessant? Die Macher führen den Besucher auf das glatte Eis des Kunstverstandes, wenn eine Rose im Kolben aus der Ferne als eBay-Gegenstand eingeschätzt wird, sich beim näheren Hinsehen aber als berühmtes Meisterwerk von Beuys offenbart. Autsch, daneben gelegen.

Noch bis 28. Januar, wer noch nicht da war: Nix wie hin! Und ich verspreche, demnächst frühzeitiger über interessante Ausstellungen zu bloggen. ;-)

moblog spiderman mmk frankfurt spinnwebzeit

Taggen ist eine Kunst

Internet

Die nicht jeder beherrscht. Die Theorie ist einfach: Man vergibt für einen Link, ein Bild, einen Blogeintrag ein Schlüsselwort, auf Web-2.0-Neusprech »Tag« genannt. Und die Gesamtheit aller Tags zu einem Thema bündelt in der Wüste Internet die Information in relevante Kanäle, gesteuert aus der kollektiven Intelligenz des taggenden Personals vor dem Rechner.

Das ist aber nicht so einfach wie es scheint. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf die delicious-Links zum Tag Wiki. Diese Seite wäre eine logische Anlaufstelle, wenn sich jemand über welche Aspekte auch immer von Wikis informieren möchte. Darin befinden sich aber auch zahllose Seiten, die zwar in einem Wiki gefunden wurden, aber mit dem Thema Wiki nichts zu tun haben. Trotzdem wurden sie mit Wiki getaggt. Das ist meines Erachtens falsch. Wenn ich diese Wikipedia-Seite taggen würde, so würde ich die Tags Titmouse, Vögel usw. verwenden. Aber nicht Wiki. Machen die Leute aber trotzdem. Die Lehre daraus: Traue nicht der scheinbaren kollektiven Intelligenz der taggenden Massen. Und: Tags sind nicht der Königsweg zur Strukturierung der Informationsflut.

tags

Drecksding Firefox

Internet Techkram

Ich wollte mich zwar nicht mehr im Weblog aufregen (am Ende sagt man noch Josh zu mir ;-)). Naja, jedenfalls war ich gerade groß am Problematisieren über das abgelaufene Wochenende, dummerweise im Firefox, den ich leider nehmen musste, weil im Safari der Flickr-Organizer nicht richtig funktioniert (tja, der mehr oder weniger traurige Zustand der ja angeblich so tollen Auswahl an Browsern auf dem Mac wäre einen eigenen Rant wert, irgendeine Macke haben sie alle), als das Drecksding Firefox sich in Richtung Dauer-Strandbällchen verabschiedete (nicht zum ersten Mal, eigentlich gehöre ich dafür geschlagen, in dem Drecksding einen Beitrag zu schreiben). Der Beitrag war natürlich noch nicht gesichert. Drecksding. Drecksding. Firefox ist ein Drecksding. Und, noch einmal für Google: Firefox ist ein Drecksding. Auf diversen Ubuntu-Systemen lässt sich übrigens ähnliches beobachten, so dass wohl der Firefox, ganz alter Verführer, nackt in der Tür steht, mit den Augen verführerisch zwinkert und ins Betriebssystem haucht: »Sag’ Internet Explorer zu mir, Baby …«

Jetzt habe ich keine Lust mehr, (morgen vielleicht wieder), möchte aber nicht schließen, ohne auf meinen üppig gefüllten Set mit Bildern vom Dresden-Trip aufmerksam zu machen …

firefox mac

last.fm vernünftig benutzen

Musik Internet

Über die Neuerungen bei Last.fm habe ich bereits ausführlich problematisiert. Der neue Player ist eine Zumutung, unter Mac OX beansprucht er kontinuierlich 50% Prozessorleistung, das kommt zu den sonstigen Nachteilen noch hinzu.

Rettung naht aber in Gestalt des findigen Programmierers Vidar Madsen. Vidar hat einen LastFM-Proxy in Python geschrieben, der gegenüber Last.fm als Player fungiert und es ermöglicht, weiterhin vernünftige Abspielsoftware zu benutzen. Das funktioniert ganz ausgezeichnet, das wurde hier sowohl unter Mac OS X Tiger (mit dem eingebautem Python) als auch unter Windows (wo man zunächst Python downloaden und installieren muß) getestet.

Mal schauen, ob das so bleibt. Ich habe ja den aus meiner hinlänglichen Erfahrung im Web-Business gespeisten Verdacht (wohlgemerkt, ich schreibe hier Verdacht, reine Vermutung von mir!), dass der Last.FM-Player mitnichten nur eine Abspielsoftware sein soll und wird, sondern eines Tages als Werbemonstrum (à la RealPlayer) gebraucht wird. Dann werden solche Umwege sicher abgeklemmt. Aber zunächst kann man wieder den Stream von Last.FM vernünftig genießen! Thanks, Vidar!

lastfm last.fm musik python lastfmproxy

last.fm verhärmt sich selbst

Internet

Last.fm, der in einem früheren Beitrag einmal von mir empfohlene Social-Software-Internet-Radio-Anbieter, hat nun eine sehr hübsch anzuschauende neue Website.

Das ist leider das einzig positive, was von last.fm zu berichten ist. Nachdem der Dienst ohne jede Ankündigung tagelang nicht zu erreichen war, gingen last.fm vorgestern mit der neuen Website online und änderten ihren Dienst radikal. Was vorher ein »normaler« Internet-Stream war, ist nun ein proprietäres Zeug, dass nur noch mit ihrem eigenen Player, den man sich downloaden soll, anzuhören ist. Was das für den Mac-Hörer bedeutet, ist klar: Nix mehr mit Stream per Airport Express drahtlos an die Stereo-Anlage senden.
Aber das Allerbeste: Sie gingen online, ohne Player für Linux und Mac OS X verfügbar zu haben. Ich habe nun, um mal testen zu können, extra die Playstation, äh, ich meine, mein Windows XP hochgefahren, auch der Windows-Player funktioniert nicht, sondern begeistert nur durch eine nie enden wollende Kette von Fehlermeldungen. Update: Gerade habe ich den Player unter WinXP das erste Mal zum Laufen gebracht. Der Player bietet nichts anderes als das Browser-Fenster der alten Site. Sogar weniger, weil man nicht mehr sieht, wessen Stream man gerade lauscht, wenn man im Nachbarschaftsradio lauscht.

Und in den Foren, wo sich harsche Kritik ansammelt (auch von mir, btw.), gefallen sich die Entwickler darin, ihre potenziellen und tatsächlichen zahlenden Kunden anzupflaumen.

Last.fm ist ein Lehrbeispiel eines kleinen erfolgreichen Social-Software-Dienstes, der wachsen wollte und dem weder technisch, noch administrativ, noch intellektuell gewachsen ist. Wir müssen im Auge behalten, dass es sich bei last.fm um eine »richtige« Firma handelt, nicht um ein loses ehrenamtliches Open-Source-Projekt. Man kann nicht sein System umstellen und dabei wissen, dass es nicht funktionieren wird. Man kann nicht »twenty something«-Entwickler als Foren-Support auf die Menschheit loslassen. Und man kann nicht, wenn man von seinen Benutzern auf die Erfolgspur getragen wurde, mit einer »Wir ziehen nun unser Ding durch und Ihr, wenn es Euch nicht gefällt, seid uns sch**ßegal«-Attitüde hausieren gehen.

Schade, last.fm war wirklich eine tolle Sache, aber meine hier ausgesprochene Empfehlung für last.fm muß ich leider zurück ziehen. Last.fm hat sich erledigt. Selbst erledigt. Und ich bin froh, dass ich nur bis September »donated« habe.

socialsoftware last.fm lastfm

Wikipedia im TV

Internet

Gerade wurde im Heute-Journal des ZDF anläßlich der gerade anstehenden Wikimania in Frankfurt über die Wikipedia berichtet. Beim ZDF gibt es den Beitrag leider nicht mittlerweile doch. (Glaube ich zumindest, kann ich nicht angucken, da der von meinen Gebühren finanzierte Sender auf proprietäre Formate setzt, die ich nicht anschauen kann. Danke, ZDF!) Und ein Interview mit Jimmy Wales.
Natürlich werden in den »normalen« Medien, wenn sie über Wikipedia berichten, umgehend Bedenkenträger zitiert. Dieses Mal ein Herr von Brockhaus, der mit der Aufzählung des gesamten Stabes von Redakteuren, Ober-, End und Unterend-Qualitätssicherungs-Redakteuren, punkten wollte, aber den Brockhaus eigentlich nur als Relikt einer vergehenden Zeit hierarchischer Medienstrukturen seltsam antiquiert erscheinen ließ. Und ein Herr von Technology Review, der der Wikipedia mangelnde Konsistenz vorwarf, weil Qualität und Quantität nicht gleichmäßig über alle Themengebiete verteilt seien. Zunächst einmal bieten das klassische Lexika auch nicht, wie ich »damals«, in der grauen Zeit, als es noch kein ubiquitäres (wie mein Lieblings-Mode-Vulgärphilosoph Ossi Urchs sagen würde) Internet gab, bei Recherchen für Schule und Uni in Bibliotheken feststellen musste. Und natürlich: Konsistenz in einer inkonsistenten Welt, das geht nicht. Zu akzeptieren, dass die Wikipedia ein ständiges Werk im Fluss ist, dass sich ebenso wandelt wie die Welt sich wandelt, erscheint mir logischer als die Vorstellung, eine konsistente Sammlung des Wissens der Welt in 36 Bänden im Schrank stehen zu haben, die schon von der Realität überholt sein kann, während man den letzten Band auspackt.

Noch ein hübsches Jimmy-Wales-Zitat aus dem ZDF-Interview, als Antwort auf die Frage, ob Jimmy kein Geld mehr brauche: »Ich habe genug Geld, um zu leben. In deutschen Medien wird manchmal behauptet, ich hätte eine Ferrari-Sammlung, aber das stimmt nicht. Meine Tochter hat eine Matchbox-Sammlung.«

wikipedia

YubNub

Internet Webworking

Ein kühles Ergebnis des jüngst statt gefundenen Rails Day ist YubNub, eine soziale Kommandozeile für das Web. Die Idee dahinter: Viele verschiedene Webdienste durch ein mehr oder weniger eingängiges Kommando, analog einer Kommandozeile (oder Eingabeaufforderung, für die Benutzer von Virenschleudern ;-)) aufrufen zu können. In etwa so, wie mit den Adressfeld-Kürzeln im Firefox. Autor Jon Aquino erläutert in seinem Blog, was dahinter steckt. Gute Idee, wenn es nicht als Kurz-URL-Dienst mißbraucht wird, sogar sehr sinnvoll.

Gefunden bei Jonas

rails webservices yubnub

100.000ste Datei für Wikimedia Commons

Internet

Was kaum jemand weiß: Zum Wikipedia-Imperium gehört auch die freie Mediendatenbank Wikimedia Commons. Dort findet man multimediale Inhalte aller Art, Fotos, Gemälde, Musik und vieles andere mehr.

Gestern, am 23. Mai 2005, wurde die 100.000ste Datei auf Wikimedia Commons hochgeladen. Details verrät eine Pressemeldung der Commons. Gratulation!

Das Bild für diesen Artikel stammt selbstverständlich auch aus dem Bestand der 100.000: Juan Gris’ »Stilleben mit Bordeauxflasche«, aus dem Jahre 1919.

Angst essen Bürgermeister-Seele auf

Internet

Der Bürgermeister des niederländischen Örtchens Boxtel möchte die renommierte internationale Hacker-Konferenz What The Hack verhindern, weil das Einfallen Tausender von Club-Mate aufgeputschter Hacker eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt, berichtet der CCC.

Das zeigt mal wieder sehr schön, welche komischen Vorstellungen von den bösen Hackern bei manchen (vielen?) Leuten so bestehen …

Auntie geht voran!

Internet Weblogtalk

Eine kühle Sache: Die gute alte Tante BBC schmeißt ihren Content unter das Internet-Volk und lässt Gutwillige remixen: BBC Backstage. Die ersten Ergebnisse sind schon zu bewundern, wie nicht anders zu erwarten in diesen Zeiten ist einiger Tag-Kram dabei. Sehr gut gefällt mir In-Pix – BBC News picture gallery viewer.

Ein interessantes Projekt, warum macht man das? Weil die BBC durch ihre Internetaktivitäten als gebührenfinanzierte Institution in der Kritik stand, gab es eine Selbstverpflichtung: »The BBC will support social innovation by encouraging users’ efforts to build sites and projects that meet their needs and those of their communities … The BBC will also be committed to using open standards that will enable users to find and repurpose BBC content in more flexible ways.« Und Backstage ist ein erstes Ergebnis dieser Verpflichtung. Kommt jemandem die Situation, dass sich eine gebührenfinanzierte Medieninstitution im Internet engagiert, nicht bekannt vor? ARD und ZDF, wir warten!

(Via Plasticbag)

Telefonier- und Kommunizier-Vision

Internet Techkram

Martin experimentiert mit Skype-VoIP-Spielzeugen. Insbesondere die Jyve-Card ist eine kühle Sache. Nur: Neben Festnetztelefon@Home, Mobiltelefon privat, Festnetztelefon@Work, evtl. Notfall-Mobiltelefon@Work mit all’ ihren Ruflisten und Voice-Boxen einen weiteren Plagegeist anschaffen – ne, muß nicht sein. Meine Vision vom Telefonieren (genauer: Kommunizieren! Die uns im wohlbegründeten kommerziellen Interesse der Dienstanbeiter anerzogene Unterscheidung der Kommunikationsmethoden nach ihren Anbietern wird fallen müssen!) der nahen Zukunft (auch davon hatte es Martin übrigens kürzlich):
Eine Nachrichten-Station wie die Jyve-Card. Aber klüger. Sie weiß, wann ich online erreichbar bin, schlägt Kommunizierwütigen den gerade gangbaren Weg vor. Dazu ein Telefon, dass ebenfalls weiß, wenn ich im Büro oder @Home im Internet bin und dann Skype (oder wer auch immer VoIP gerade anbietet) benutzt, ansonsten ein normales Mobilfunknetz. Kostentransparent und verläßlich, ohne dass ich groß rummachen muß. Das Telefon und die dahinter stehende Applikation wechselt auch auf Knopfdruck die Rollen, eine Taste und ich bin Privatmann und Business landet auf »Halde«. Ziel: Ein Gerät, eine zentrale Messaging-Applikation, die private und geschäftliche Kommunikationswege koordiniert, unabhängig vom Anbieter, und intelligent auf die Netzsituation reagiert (damit die »Ich liege halbtot im Treppenhaus und mein DSL geht gerade nicht und ich kann keinen Krankenwagen rufen.«-Situation gar nicht erst eintreten kann). Naja, man wird ja mal träumen dürfen … ;-)

Kaum ...

Internet

… entschließe ich mich, del.icio.us zu benutzen, funktioniert es nicht mehr zuverlässig. Da ich wahrscheinlich der Letzte war, der das entdeckt hat, war ich wohl der Tropfen, der das Server-Fass zum überlaufen brachte. ;-)
Eigentlich keine gute Idee, seine wertvollen Daten (in dem Fall: Bookmarks) einem fremden Server anzuvertrauen, weil es offenkundig alle machen, aber über dessen Verläßlichkeit und Background man im Grunde gar nichts weiß …

Analoges Bloggen

Internet Denken

Ein interessanter Ansatz, ein digitales Medium (das Weblog) kehrt zurück zu seinen analogen Wurzeln (die im klassischen Tage- oder Logbuch liegen):

Fred On Something: »Analog Blog. Organize your Moleskine notebook as a blog.«
(Via Moleskinerie).

Fred (wenn der Autor tatsächlich so heißt, mir war es nicht vergönnt, einen vollständigen Namen zu finden) elaboriert seine Idee en detail, bis hin zu Metadata und Kommentaren ist alles drin und alles dran. Das ist mal etwas anderes, musste umgehend mal probiert werden, s. Abb. oben. Macht sogar Spaß! Ins Auge fällt ein gewaltiger Haken des analogen Bloggens, die Krücke der Technik fehlt, gleich mal das falsche Datum drüber geschrieben …
Kommentare gibt es auch in Freds System, die muß man sich natürlich selbst schreiben, im Kontext des klassischen Notizbuchs würde man von Anmerkungen reden.
Damit nichts fehlt, muß man sich den Kommentarspam halt selbst rein schreiben in das analoge Moleskine-Blog:

Nun mag man mit Recht einwenden, dass diese Idee ein ziemlicher Unfug ist. Wurde auch eingewandt, und führte zu einer Reaktion des Autors. Das Weblog ist die einzige originäre Medienform, die das Web hervor gebracht hat, es erscheint mir daher relativ sinnlos, das Konzept Weblog auf Papier zu übertragen. Andererseits kann man das klassische Notizen machen mit Elementen aus Weblogs bereichern. Metadata oben in der Ecke verwende ich mittlerweile tatsächlich intensiv in analogen Notizen.

Geek Love

Internet Seltsames

Irgendwann schaut sich auch der größte Geek nach einer Gefährtin um, deren Name nicht auf .jpg endet. Das ist nicht so einfach, Geeks sind schließlich besonders harte Fälle. ;-) Scott Rose, der sein Dasein u.a. als Produkt-Präsentator für Apple auf deren Events fristet, hat über die schwierige Suche nach der Einen ein einstündiges Ein-Mann-Stück namens »Scott’s Search For A Rose« geschrieben, das in einem Wired-Artikel (Zitat von Scott Rose daraus) vorgestellt wurde: »It’s a true story about my life as a Mac geek who grew up more comfortable with computers than women. […] It’s a universal tale of searching for love and all the missed opportunities, mistakes and regrets…. It’s a fun show.« Zu sehen leider nur in Hollywood, das ist sicher wie so viele Verarbeitungsversuche über »die selbe Sache und das alte Leid« (Rammstein) recht unterhaltsam.

Irgendwie related: life in mono: »Modern Dating For Beginners«.

Und nur entfernt related (analog ist wirkungsvoller und romantischer ;-)): Journalisimo: »Rhodia Drive«

Analog und Digital, Ordnung und Zufall. Eine Link-Collage.

Internet Denken

Man hat ein paar Websites in seinen Browser-Tabs, denkt sich: »Irgendwie gehören die jetzt zusammen in einen Beitrag vereint!« Man hat aber kein Konzept, keinen roten Faden, sondern tippt einfach so drauf los. Der Zufall soll es komponieren!
»Geben Sie dem Zufall eine Chance«, sagt Apple auf der deutschen Website, »Random is the New Order« heisst es auf der amerikanischen Site, beides bezogen auf den neuen iPod shuffle. Zufallsauswahl als Way Of Life! Wer schon mal programmiert hat, der weiß, dass Computer sich mit dem Prinzip Zufall eigentlich schwer tun, einen guten Zufallsgenerator zu entwickeln ist schon eine Herausforderung. Wir geben uns Mühe, mit Hilfe all’ unserer digitalen Gerätschaften Ordnung und Kontrolle in unser Leben zu bringen. Konsequenz: Es mangelt an Zufall! Dieser kommt zurück – mit einem weiteren digitalen Gerät! Das schreit förmlich nach einer problematisierenden Betrachtung, Dan Hill von »City Of Sound« liefert sie in seinem Artikel »The rise and rise of shuttle mode« (Hervorhebung von mir): »I think the preference for randomness may also be about something else though – the increased preference for collage. Much of the 20th century’s art and culture could be seen as tending towards collage in form (e.g. photomontage, cubism, pop art, tape loops, multitrack recording, hip-hop culture, sampling, mixtapes, Ocean of Sound, filters, quotations, hyperlinking, blogging, Photoshop, layering, aggregators, adaptation, recombination, reappropriation etc.). I think Brian Eno (him again!) said that being a curator was a key late-20thC pursuit: ‘An artist is now a curator. An artist is now much more seen as a connector of things, a person who scans the enormous field of possible places for artistic attention, and says, What I am going to do is draw your attention to this sequence of things. […]’« Der Blogger fügt sich ein in den Kunst-Mainstream unserer Zeit! Sichten, zerschlagen, neu zusammenfügen – der Blogger als Remixer, als Künstler. Alles Collage. Zuviel der Ehre, denke ich. Und die sozialen Auswirkungen der Neukomponierung des digitalen Outputs der Welt mit zufallsgesteuerten Gadgets? Deren Beachtung mahnt Anne Galloway in ihrem exzellenten Artikel »Simplicity, control and lessons from Apple« an.

Intermezzo – Analoges vom Allerseltsamsten: Francis Bacon Image Gallery (via things magazine).

Apropos Analoges im Digitalen Zeitalter: Mike Rohde arbeitet an einem Moleskine für proj: exhibition, eine Ausstellung für »künstlerisch wertvolle« Molekines im nächsten Monat in Hong Kong. Das Bild oben zeigt eine besonders interessante Seite daraus, Mike hat seine digitalen und analogen Werkzeuge zur Verschönerung und Bewältigung des Lebens aufgemalt!
Mike Rohde hat, gemeinsam mit Armand Frasco von Moleskinerie, ein neues Weblog ins Leben gerufen: »Journalisimo«. Motto: »Back to Analog!« Denn allein die reine Hardware-Lösung, Stift und Papier, ist so »ubiquitär«, wie es uns die Philosophen des Internets einst für jenes zugesagt haben. Dass ausgerechnet jene, die zumeist professionell mit und im Internet arbeiten, zunehmend »zurück zu Analog« gehen, spricht Bände. Vgl. Journalisimo: »Paper vs. PDA«.

Nach so viel Problematisiererei brauchen wir noch etwas Erholung: »fire of love« präsentiert Fingerprintz mit Tough Luck, (Zitat) »Sadness, despair and lovesickness that hurts.«
Na, wenn das nix ist, so am Abend … ;-)

»Social Software« mal nicht als Selbstzweck: Last.FM

Musik Internet

Der erste Samstag seit Wochen im trauten hessischen Heim, Zeit einmal auszuprobieren, was seit Nicos Blogeintrag dazu bei mir auf der GTD-Maybe-Liste stand: Last.FM

Last.FM ist eine Online-Radio-Station der besonderen Art. Man saugt sich das zur eigenen Kombination aus Betriebssystem/bevorzugten Music-Player passende Audioscrobbler-Modul herunter, legt sich einen Account an, und hört Musik. Entweder die eigene, aus der eigenen Sammlung in iTunes, Winamp, XMMS und Konsorten, oder sucht sich durch die Eingabe von drei favorisierten Musikanten im Last.FM-Station Selector einen passenden Stream. Jeder Song, dem man nun lauscht, wird in das eigene Profil eingetragen. Wenn man etwa 100 Titel im eigenen Profil hat, fängt ein schlaues Skript in Last.FM an, nach Neighbours zu suchen, also Last.FM-Benutzern, deren musikalische Vorlieben den eigenen ähneln, und es wird ein Profile-Stream generiert, der ein Programm aus dem eigenen Bestand an Titeln und dem der Neighbours im Angebot hat.

Auf der Last.FM-Website bekommt man während des Lauschens einen kleinen Player eingeblendet: Wenn einem das, was man hört, sehr gut gefällt, klickt man auf das Herzchen, gefällt es weniger, klickt man auf Skip, wenn es gar furchtbar ist, auf Ban. Last.FM lässt diese Aktionen in seine Profilberechnungen einfließen, und mit der Zeit entsteht so ein immer feineres Profil des eigenen Musikgeschmacks, was wiederum bei der automatischen Auswahl der Neighbours berücksichtigt wird.
Während ich gestern mit to get things done beschäftigt war, habe ich das den ganzen Tag laufen lassen (die teure T-DSL-Leitung muß ja mal richtig beschäftigt werden ;-)), und ich bin wirklich begeistert. Richtig (für mich) üble Sachen wie Rap oder Hip-Hop traten nur anfangs auf, man muß dann halt schnell an den Rechner stürzen und auf Ban klicken. Man kann Alben, die im Last.FM-Datenbestand sind, übrigens manuell dem eigenen Profil hinzufügen, damit man schneller einen Grundbestand an Titeln im Profil erhält.

Last.FM ist auch »Social Software« um mal die Buzzword-Komponente dieses Blogeintrags ein wenig in die Höhe zu treiben. Früher, als ich jung war ;-), warf man beim ersten Blick in Wohnung oder Zimmer einer neuen Bekanntschaft einen prüfenden Blick auf die Plattensammlung. Oder man bekam einen Tipp von Leuten mit ähnlichen Musikgeschmack. Das macht Last.FM nun im netz-globalen Maßstab. Ein paar Links mit Gedanken zu Last.FM und dem Social Software-Aspekt:

Wenn man ein paar Dollar oder Euro donated (Summe steht im freien Belieben des edlen Spenders), erhält man eine persönliche Radio-Station, der jeder in der weiten Welt des Netzes lauschen kann. So kommt man auf einfache Art und Weise zu einem legalen eigenen Radio-Programm im Internet. Wie kühl ist das denn?

Wer mal dem lauschen möchte, was ich so mag, kann auf meiner Last.FM-Seite vorbei schauen. Es gibt noch allerlei Spielereien, bspw. eine Auswertung nach Herkunftsland, bei den Deutschen liegen peinlicherweise Die Ärzte weit in Front. Das muß anders werden ;-), wie “Nico schon schrieb”: »So, und nun meldet Euch an. Wir müssen was tun. Laut Statistik sind in Deutschland die Ärzte die Top-Band, das kann ja wohl nicht angehen, hier müssen mal mehr Leute mit gutem Musikgeschmack mitmachen.« Es lohnt sich, habe schon am ersten Tag Musikanten entdeckt, die mir gut gefallen und die ich bisher noch nicht kannte.

Noch eine Warnung für Apfelfreunde: Last.FM killt ab und an mal unvermittelt den Safari, also schön vorsichtig sein, wenn man noch wichtige Dinge in anderen Tabs hat!

Und noch etwas für die technischen Spielkinder: Auf seiner Audioscrobbler-Profilseite (Audioscrobbler und Last.FM benutzen den selben Datenbestand) findet man auch einen RSS-Feed der zuletzt gehörten Titel. Anregungen, was man damit anfangen könnte, liefert Joseph auf »Not Quite A Blog«.

Und nun viel Spaß beim Radio hören auf Last.FM, ohne Werbung, Gewinnspiele, Verkehrshinweise und den im Äther versammelten akustischen Ärgernissen des deutschen musikalischen Mainstreams. Last.FM ist die Rückeroberung der Idee Radio durch die Hörer!

Last.FM,Musik,Social Software

Einen Lurken!

Internet Seltsames

Nette Idee: Sheryl von paper napkin rief den 5. Januar zum »De-Lurking Day« aus: »A special day celebrating lurkers, and exhorting you to muster the strength and bravery to click on that comment button and end the deafening silence.« Die Kunde davon brauchte aber etwas länger, sich im Netz zu verbreiten, darum beschloß Veerle, dass heute auch noch De-Lurking Day ist. Also, Netzbuch-Lurker, outet Euch, schreibt einen Kommentar. Ich weiß, dass Ihr da seid! Sagt “Tach!”, oder “Du bist verhärmt, ralle!”, oder sonst was. ;-)

Nur keine Hemmungen!

In dem Zusammenhang – Wikipedia: Lurker

Mania 2: E-Mail-Verschlüsselung mit GnuPG

Internet Techkram

Logo: GnuPG Irgendwo im magischen Dreieck zwischen Geektum, technischem Spieltrieb und der Notwendigkeit zur Erhaltung der eigenen Privatsphäre mit technischen Mitteln in den Zeiten staatlicher Lauschattacken (es komme mir niemand mit Ich habe nix zu verbergen, ein dämlicheres »Argument« gibt es in diesem Zusammenhang nicht) ist die gegenwärtige Popularität von E-Mail-Verschlüsselung mit GnuPG in Bloggerkreisen anzusiedeln.

Formaler Anlass ist das Inkrafttreten der obligatorischen technischen Möglichkeit zur E-Mail-Überwachung gemäß TKÜV in Deutschland ab dem 1.1.2005 (vgl. dazu Alps Blogeintrag »Email ade«).

Kurz und schlecht, ein GnuPGP-Schlüssel musste also her, und meine beiden E-Mail-Clients, Apple Mail und mutt mussten fit gemacht werden. Apple Mail war kein großes Problem, dank Marcus wirklich vorzüglicher Anleitung (Teil II und Teil III) sollte es für jede(n) Mac-User(in) kein Problem mehr sein, verschlüsselt und signiert zu mailen.

Wann immer ich von meinem Mac entfernt bin, nutze ich mutt via ssh zum E-Mail-Lesen (es gibt nun einmal im Web kaum etwas das ich mehr hasse als Webmail), das war schon ein erheblich härterer Fall. »Everything You Need To Know To Start Using GnuPG with Mutt« hilft zunächst einmal weiter.
Man stellt aber schnell ernüchtert fest, dass fast alle E-Mail-Clients (außer mutt, versteht sich, der benutzt PGP/MIME ;-)) die mit GnuPGP verschlüsselten Inhalte einer E-Mail falsch deklarieren, das beliebte Enigmail-Plugin für den Thunderbird deklariert sie eigentlich gar nicht. Was zu der unangenehmen Situation führt, dass niemand die eigenen verschlüsselten E-Mails entziffern kann, und man selbst verschlüsselte E-Mails anderer Leute nicht entschlüsseln kann. Nach einiger Sucherei und Bastelei gelang mir das schließlich, wenn hier noch andere mutt-User(innen) mitlesen, poste ich meine .muttrc gerne in einem separaten Beitrag.

Nun geht alles, mein öffentlicher Schlüssel ist via Keyserver und hier im Web verfügbar.

Einige weitere Links zum Thema:

Auf geht’s, erstellt einen Schlüssel und nutzt Verschlüsselung, Ihr möchtet doch auch nicht dass “Sicherheitsorgane” Euch unter der Dusche zuschauen, oder? Auch wenn es dabei im Grunde nichts zu verbergen gibt, der grundsätzliche Aufbau des menschlichen Körpers ist ja bekannt … ;-)

Noch eine kleine Anekdote am Rande: Als ich überprüfen wollte, ob mein Schlüssel auf dem Keyserver angekommen ist, fand ich bei der Abfrage zwei Schlüssel von mir aus dem Jahre 1998, zu heute nicht mehr existenten E-Mail-Adressen. Damals habe ich also schon einmal damit experimentiert, dieses aber zwischenzeitlich völlig vergessen. Oha, das Alter … ;-)

netzbuch.mobi

Internet Seltsames

Niklaus Hablützel in der taz: »Die Firmen Microsoft, Vodafone und Nokia haben verlangt, dass die Endung ‘.mobi’ neu eingeführt werden soll. Sie selbst und die von der ICANN beauftragten Registrierungsbüros wollen damit ohne irgend eine Gegenleistung Gebühren von Kunden einkassieren, die Internetdienste für Handys anbieten. Umgehend hat die ICANN diesem Wunsch entsprochen, obwohl es dafür keinen einzigen sachlichen Grund gibt.«

Dazu Tim Berners-Lee in seinem Artikel »New Top Level Domains Considered Harmful«: »This domain will have a drastically detrimental effect on the Web. By partitioning the HTTP information space into parts designed for access from mobile access and parts designed (presumably) not for such access, an essential property of the Web is destroyed.«

Freitägliche Wiki-Internet-Elegie

Internet

Einem Artikel bei Telepolis (»Das Wiki-Prinzip«) kann man entnehmen, dass am 16. März 1995 die dokumentierte Geschichte des Wikis begann, mit einer ergreifend schlichten E-Mail des Wiki-Erfinders Ward Cunningham an einen gewissen Steve: »[…] ich habe eine neue Datenbank auf meinem Web-Server installiert und bitte Dich, mal einen Blick darauf zu werfen. Es ist ein Web von Menschen, Projekten und Mustern, auf das man über ein cgi-bin-Skript zugreifen kann. Es bietet die Möglichkeit, ohne HTML-Kenntnisse mit Formularen Text zu editieren. Es wäre schön, wenn Du mitmachen oder wenigstens Deinen Namen in der Liste der RecentVisitors eintragen könntest .. Die URL ist http://c2.com/cgi-bin/wiki – danke schön und beste Grüße.« Der URL existiert noch, man schaue sich das einmal an, wie sich das legendäre Ur-Wiki jetzt gerade präsentiert: Was lernen wir daraus?

  1. Wahrhaft große Dinge werden nicht in überbordenden Marketing-Sprechblasen, sondern schlicht, fast nebenbei, geboren und präsentiert (siehe oben).
  2. Das Internet geht vor die Hunde. Die windigen Gestalten aus aller Welt, die im Internet ihrer erbärmlichen Jagd nach dem schnellen Geld nachgehen, haben nicht einmal Respekt vor jenen klugen Köpfen, die mit ihren Geistesblitzen die sogenannten Geschäftsideen der Trittbrettfahrer erst möglich gemacht haben. Das Ur-Wiki, mit Spam vollgehauen. Ist es nicht zum depressiv werden?
  3. Nächstes Jahr im März können wir 10 Jahre Wiki feiern!

Daneben gefeuert!

Internet

Die Firefox-Anzeige ist da, sie ist in der FAZ von heute zu bewundern. Wer sich das Kampfblatt des rechten Kapitalbürgertums nicht antun mag, kann sie sich als PDF anschauen (via CSS-Technik-News).

IMHO hat die Anzeige einen gewaltigen Haken: Die Zielgruppe, der technisch eher etwas weniger beschlagene Leser, der ja zum Switch vom MSIE zum Firefox animiert werden soll, weiß in der Regel nicht, was ein Browser ist. Daher wird er, von dem großen »Feuer« angelockt, drüber lesen und sich denken: »Wie Browser? Brauche ich nicht.« Schade.

Roböxotica

Internet

Tja, in Wien müsste man sein. Dann könnte man z.B. vom 19. bis 27. November im Museumsquartier die Roböxotica, Festival für Cocktail-Robotik besuchen: »Bis vor kurzem gab es keine Versuche, die Rolle der Cocktail-Robotik als Index für die Integration technologischer Entwicklung in die menschliche Lebenswelt öffentlich zu thematisieren und der Entstehung neuer, a priori dem Radikalhedonismus verschriebener Berührungspunkte in der Mensch-Maschine-Kommunikation zur Dokumentation zu verhelfen. Dieses Vakuum versucht Roböxotica zu füllen.« Generalthema ist »das schöne Scheitern«. Und gemäß Ankündigung sind alle »[…] geladen vorbeizuschauen und eine siliziumschwangere Barkonversation zu betreiben.«

Also, Wienerinnen und Wiener, nix wie hin!

(Via rohrpost-ML)

MSN-Search

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Bekanntlich möchte Microsoft eine eigene Suchmaschine, wie man auf gut Krawattensprech so sagt, am Markt etablieren. Ein gewisser Herr Tinker von einem ebenso gewissen Investmenthaus aus San Francisco sagt dazu (lt. Yahoo): »Es dürfte zwei Jahre brauchen, bis Microsoft sich ernsthaft etablieren kann. Aber niemand sollte vergessen, dass das große, böse Biest da draußen lauert.« Das große böse Biest kann schon besucht werden, es sieht dort ziemlich google-ig aus. Und man kann Spaß haben, wenn man z.B. (auf Englisch, versteht sich) nach dem besten Betriebssystem sucht (via Jörn, der auch ein Beweisfoto hat, falls das große böse Biest mittlerweile eingegriffen hat) oder einmal schaut, was selbigem zum Wort word einfällt.

Da Microsoft nicht nur Freunde hat, gibt es auch schon eine Anti-MSN-Search-Bewegung, deren Zentralorgan »Boycott Microsoft Search!« ist. Die Motivation zu dieser Aktion ist bei Idle Words dokumentiert.

Also dann, ran an die robots.txt, haltet Euch das große böse Biest vom Leibe. ;-)

Es erschien ein Feuerfuchs

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Was ich Euch jetzt erzähle, ist exklusiver Premium-Content, den Ihr heute garantiert noch nirgendwo gelesen habt, und schon gar nicht in irgendeinem Blog: Firefox 1.0 ist erschienen!

Ich habe ja ein durchaus gespanntes Verhältnis zum Firefox, aber weil der FF solch ein exklusiver Geheimtipp ist, habe ich den Männerbrowser Mozilla mal zur Seite gelegt und der bunten Mädchenvariante Firefox noch einmal eine Chance gegeben. Bis jetzt funktioniert alles, die Probleme mit der Aktualisierung und dem Verlust der History scheinen behoben zu sein. Mal schauen, vielleicht wird das doch noch was mit mir und dem fuchsigen Stöberer …

»Firefox ist Bloggers Liebling …«

Update: Das hier ist übrigens die FF-Startseite bei einer neuen nackten Installation ohne vorhandenes Profil, Mozilla.org und Google bilden ein geheimes Kartell zur Machtübernahme im Internet, schließe ich daraus messerscharf! Das ist gefährlich für die Freiheit des Internets, ich glaube ich setze auf meinem Windows-System lieber auf einen unbekannten Außenseiter

Und noch’n Update: Woran erkennt man sofort, auch ohne einen Schnatz japanisch lesen zu können, dass das hier ein Blog ist? ;-)

1 »Im Cartier-Design« = 10.000 Euro

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Die FR hat ein frisches Beispiel aus dem grassierenden Wahnwitz des Marken- und Urheberrechts: »Markenfirmen überziehen Privatleute mit Abmahnungen. Ein Schüler soll mehr als 10 000 Euro bezahlen, weil im Text zu seiner Ebay-Auktion das Wort ‘Cartier’ vorkam.«

Der Bursche hat nicht mal ein Plagiat verkauft, sondern lediglich zu einem Schmuckstück beschreibend »im Cartier-Design" hinzugefügt. Man darf lt. FR nicht einmal »nicht von Cartier« in der Beschreibung verwenden, ohne die Abmahnkönige anzulocken. Absurd! Es ist etwas faul im ganzen System.

taz-Interview mit Lawrence Lessig

Internet

Die taz interviewt Lawrence Lessig, Kopf des »Creative Commons«-Projekts und Rechtsgelehrter zur Problematik der Bemühungen der Medienindustrie, das Internet unter der Knute des Urheberrechts in ihren Würgegriff zu nehmen. Lessigs Meinung ist es, dass das Internet ein freies öffentliches Gut sein müsse, wenn dadurch die Medienindustrie Einbußen hinnehmen muß, wäre das gesamtgesellschaftlich betrachtet nicht weiter tragisch. Zitat: »Man wird niemals einen Fortschritt erreichen, solange man es nicht schafft, zwei sehr mächtige Akteure gegeneinander antreten zu lassen. […] Die Rechteindustrie bei uns setzt im Jahr etwa 80 Milliarden Dollar um. Die Industrie, die die Hardware bereitstellt, […] liegt bei 750 Milliarden Dollar. Also gehen wir zu denen und sagen: Seht mal, ihr habt eine Menge zu verlieren in dieser Auseinandersetzung, und ihr müsst euch endlich besser organisieren. Denn die Gegenseite ist sehr gut organisiert. Für die Gesellschaft ist es viel wichtiger, dass die 750-Milliarden-Industrie weiter wächst als die 80-Milliarden-Industrie.« Und zu seinem eigenen Berufsstand, den Rechtsgelehrten, und ihrer Rolle als Erfüllungsgehilfen der Medienindustrie: »Es gibt einen kulturellen Widerstand, sogar einen Unwillen unter Rechtsanwälten, die Bedeutung von Technologie anzuerkennen. […] Sie reklamieren vollständige Autonomie für sich und sind nachgerade stolz darauf, von Technologie keinerlei Ahnung zu haben. Man muss den Rechtsanwälten wieder Bescheidenheit beibringen.«

Lesen: taz – »Das erinnert mich an die Sowjetunion«

Chinesische Frauenbilder und ein Päckchen aus der Zukunft

Internet

»Iron Women and Foxy Ladies« – Über das Frauenbild auf chinesischen Propagandapostern. Eigentlich wie die Werbung im “Westen”, nur mit anderer “Message” und anderen ästhetischen Mitteln (via Metafilter).

Apropos Metafilter, gerade entdeckt, völlig anderes Thema: »Da steht einer vor der Tür für Dich, er sagt, er kommt aus der Zukunft.« Kolin Pope erhält ein Päckchen aus der Zukunft … Auflösung hier … ;-)

Morgen stirbt das Internet!

Internet Seltsames

Na, das ist doch mal eine reißerische Überschrift!

Eine Ladung Panik und Hysterie gefällig? Es gibt Berichte, dass am morgigen Donnerstag ein großer Teil des Internets durch eine Attacke von Cyber-Terroristen zerstört werden soll, präziser gesagt, dass die wichtigen Cisco-Router durch in die Hände von üblen Gesellen geratenen Cisco-Code außer Funktion gesetzt werden sollen und dann halt nichts mehr geroutet wird.
Diese Berichte gehen auf eine angebliche Vorhersage von Experten der Kaspersky Labs zurück, was diese im Nachhinein aber vehement bestreiten (via MetaFilter).

Sollte das Internet also morgen tatsächlich nicht mehr funktionieren: War sehr nett mit Euch! ;-)

Nachtrag: Mario Sixtus: »Eine Meldung und ihre Geschichte«

Eine Runde dissen!

Internet

Wenn mich eines aufregt, dann sind das Websites, bei denen endlos geladen wird, weil man stundenlang auf den lahmarschigen Counter von Re_Invigorate warten muß, oder gar, wie bei daily dose of imagery, die Seite gar nicht geladen wird. Warum können die verehrten Netz-Kollegen nicht wie jeder normale Mensch ein Logfile auswerten? Nein, sie bremsen sich ihre eigenen Seiten mit einem suboptimalen Drittanbieter für eine Statistik mit zweifelhaftem Erkenntnisgewinn aus. Das finde ich richtig verhärmt!

Große Gebäude

Internet

Tall Buildings (Flash, doh!), eine virtuelle Ausstellung des MoMA, stellt die höchsten Gebäude der Welt maßstabsgerecht nebeneinander auf den Schirm. Gefunden im thingsmagazine, das diese Darstellung als »intellektuell unehrlich« brandmarkt, Opernhäuser oder Museen würden schließlich auch nicht nebeneinander auf eine Seite gestellt.

Classic Appliances

Internet

Classic Appliances: »A web site dedicated to fans of Antique and Vintage Automatic Washing Machines, Vintage Clothes Dryers and Early Automatic Dishwashers.« Ein virtuelles Museum von Waschmaschinen und Wäschetrockner seit dem Start ihrer industriellen Produktion, noch im Aufbau, aber trotzdem recht interessant. Der eine oder die andere ältere LeserIn (Gruß mit dem Krückstock in die Runde!) wird vielleicht manches Gerät so oder ähnlich noch in “freier Wildbahn” erlebt haben (via thingsmagazine.net). Noch älter: Miele-Rührflügelwaschmaschine mit elektrischem Antrieb. Wer hätte gedacht, dass es bereits seit 1913 elektrische Waschmaschinen gibt?

T-Kundenfeindlich

Internet

Einmal vorausgesetzt, Du wärst ein Kunde von T-Mobile, und besuchst die dazugehörige Website: Was ist wahrscheinlicher, das Du auf der Suche nach Fakten bist, die Du evtl. “z.z., ziemlich zügig”, benötigst, oder dass Du Dir gerade einen Kino-Trailer anschauen möchtest?

Die Seiten aller T-Unternehmen sind eine mittlere Katastrophe und exorbitant kundenfeindlich. Man hat den ganzen Schirm voller Fenster bzw. Tabs, und eine simple Übersicht für eine einfache Aufgabe, wie z.B. “Roaming-Preise Deutschland-Österreich” gibt es nicht, man muß hier jeden Partner einzeln anklicken. Der günstigste T-Mobile-Partner in Österreich ist übrigens Tele.ring, Roaming kostet bei allen Anbietern 0,69 Euro pro Minute.

Die Seiten aller T-Unternehmen müssten mal dringend überarbeitet werden. Hallo T-Unternehmen, die Kontaktmöglichkeiten findet Ihr links in der Spalte!

Wem gerade der Sinn nach einem virtuellen Abenteuer steht, versucht einmal auf den Seiten von T-Online heraus zu finden, wie der Name des T-Online-Newsservers lautet. Viel Spaß. ;-)

Bajuwarisches Plagiat

Internet

Es ist wahrscheinlich nur ein unglaublicher Zufall ;-), aber die famose Site gewinnspielquiz.de sieht bis auf den Farbton des Hintergrundes, die Schriftgröße und die Pixelbreite der Kästen genau so aus wie der Web Standards Award. Wenn man die beiden Sites in Tabs geöffnet hat und mit der Tastatur hin und her springt, wirkt es so, als würde nur per JavaScript das Bild getauscht.
Das ist schon ziemlich dreist, und animiert Andy Budd zu einem herzhaften »Pirates Ahoy!« nach Rosenheim.

Update 2.7.: Immerhin, sie haben das “gestohlene” Design entfernt, sie sind nach eigenen Angaben das Opfer eines Webdesigners, der eine Schande für die ganze Zunft ist. Solch schändlichem Tun stehen die Kunden natürlich mehr oder weniger wehrlos gegenüber.

Out-Of-Office-Plage

Internet

Leute, deren Email-Account in eine stark frequentierte Mailingliste eine “Out-Of-Office-Autoreply”-Nachricht sendet, gehört umgehend der Internetzugang abgenommen. Wenn ein Autoreply für wen auch immer sein muß, kann man ja wenigstens für die Dauer seines Urlaubs von der Mailingliste “unsubscriben”.

Ich war ja versucht, den vollen Namen und Firma hier reinzuschreiben, damit eine etwaige Google-Suche einen realistischen Eindruck von der informationstechnischen Kompetenz dieses Herrn ergibt …

Jetzt wäre es Zeit für ein großes Lamento, was nur aus dem schönen Internet geworden ist. Lassen wir aber heute mal. ;-)

Online-Identitäten

Weblogtalk Internet

Jason Kottke betätigt sich als Online-Detektiv , um der Frage nach zu gehen, ob eine Webloggerin namens “Plaine Layne” mit abenteuerlicher Vita und Sexleben existiert oder nicht. Für die Lesenden vor dem Schirm übt die Frage, ob die Person, dessen Weblog sie lesen, “echt” ist oder nicht, offenkundig eine große Faszination aus. In der deutschen Blogosphere gab es vor einigen Monaten bekanntlich einen ähnlichen Fall in kleinerem Maßstab, als über die Identität einer beliebten “Sexbloggerin” allerlei Spekulationen angestellt wurden.

Der bekannteste dieser Fälle, der in keiner “Kurzen Geschichte des Webloggens” fehlen darf, war der Kaycee Nicole (Swenson) – Hoax, die Geschichte der todkranken Kaycee Nicole, die ihr Leiden am Krebs bis zu ihrem Tod in ihrem Online-Journal beschrieb. Die Geschichte hatte nur einen kleinen Haken: Kaycee Nicole existierte nie.

Weitere berühmte “Online Identity Happenings”, den Kommentaren bei Jason Kottke entnommen:

Die Frage der Identität ist seit Anbeginn der Internet-Kommunikation ein Faszinosum. Man stellt sich bei der Lektüre eines Weblogs immer den Menschen hinter den Worten vor, und wenn sich dann herausstellt, dass die einfühlsame Dame mit dem wilden Sexleben in Wirklichkeit ein gelangweilter vollbärtiger Systemadministrator ist, macht sich Enttäuschung breit. Dabei gilt seit jeher das Motto: »Im Internet weiß niemand, dass Du ein Hund bist. Solange Du nicht bellst.«

Firefox 0.9

Internet

Heute ist das neue Release des einzig wahren Browsers für Redmonder Fensteroberflächen (und natürlich auch für Linux und Mac OS X, aber da ist die Auswahl größer) erschienen: »MOZILLA RELOADS FIREFOX«.

Und schon “downgeloadet”, noch ging es fix! Also Gas geben, bevor “sie” es alle bemerken!

Après Vatertag - Rundschau

Internet

Da ich ja kein Vater bin, habe ich heute Morgen auch keinen dicken Schädel, praktisch, das. Aber, dekadent und arbeitsscheu, wie wir abhängig Beschäftigte nun einmal sind (fragt Herrn Hundt oder Herrn Rogowski), reihe ich mich heute in den größten Klub Deutschlands ein: Den “Wir machen frei am Brückentag”-Klub! Der deutschen Wirtschaft, folgen wir der kruden Logik bei der Produktion statistischer Artefakte in der Art eines Milchmädchens, wie bei Wirtschaftsfunktionären üblich, entstehen heute Verluste in Millionen-Höhe. Und ich schäme mich nicht mal dafür …

In New York wird nun das vorgeschlagen, worauf ich im Zeitalter der Terror-Hysterie schon die ganze Zeit warte: »US TRAIN SPOTTERS FACE ARREST ABOUT TERROR ATTACKS«; und: »NYC transit officials propose ban on subway photos, videos to deter terrorists« (via Metafilter). Es ist nur eine Frage der Zeit, bis solche Vorschläge auch in Deutschland von einem stellvertretenden Stellvertreter des stellvertretenden innen- und rechtspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion gemacht werden, wartet nur ab. Jeder, der Bahn-Fotos macht, ein potenzieller Terrorist. Wahrscheinlich ist das Leben viel unkomplizierter, wenn man mit einem schlichten Weltbild gesegnet ist …

In mehr blogosphärischen Neuigkeiten ist zu vermelden, dass der Schuldige am MovableType-Kommunikationsdebakel ausgemacht wurde: Es ist Anil Dash, der nun zur Strafe nach San Francisco zieht.

Wer keinen Brückentag hat und sich gerade langweilt, sollte sich folgenden dramatischen Flash-Reißer anschauen: »The Attack of the Giant Red Octopus. Oben, neben “The Movie”, auf die gewünschte Sprache klicken und genießen (schon wieder via Metafilter).

Und zum Schluß noch etwas richtig Ekliges vom Metafilter: »Bad Neighbor«. Jemand hat fotografiert, wie die Wohnung des Nachbars aussah, aus dessen Wohnung sich ein fauliger Geruch ausbreitete. Nicht anschauen, wenn man gerade gefrühstückt hat. ;-) Arme Sau, die diese Wohnung aufräumen und renovieren muß …

Preisverdächtig?

Internet

Soso, der Versand von Videos mit schlammverkrusteten Frauen, die ihr Auto im Schlamm festfahren, gewinnt also einen Webby-Award: »The Webby Awards is the leading international honor for achievement in technology, creativity and individual achievement.« Das wäre aber in der Kategorie E-Commerce in der Tat besser aufgehoben gewesen, denn damit Geld zu machen ist fürwahr ein Husarenstreich!

Man schaue sich mal die Seite näher an, die ist unfreiwillig “retro”. Ich glaube, wir bloggende CSS- und Gestaltungsfans leben in einer anderen Internet-Welt als der Rest der Welt …

Kopfgeldjäger der Moderne

Internet

pic Das digitale Zeitalter bringt ganz erstaunliche Comebacks hervor. Z.B. das der Kopfgeldjäger: »Microsoft will 250.000 US-Dollar Belohnung an Informanten zahlen« Für denjenigen, der den Kopf des Sasser-Programmierers präsentiert hat.

Okay, Würmer auf das Internet loslassen, ist nicht gerade die feine Art. Der Bursche hat eine Lektion verdient. Aber wenn jetzt ein 18-Jähriger Schadensersatz zahlen soll, weil ein Wurm eines Hobbyprogrammierers die Unternehmens-IT zum Stillstand bringt, wäre das ein Skandal. Die Hauptursache sind doch die IT-Leiter mit ihrer “Arsch-Absicher-Mentalität” (für die Anschaffung von Microsoft wurde noch keiner gefeuert), gepaart mit einem gewaltigen Reservoir an Unfähigkeit in diesen IT-Abteilungen. Es kann und darf einfach nicht passieren, dass solch ein Wurm die IT eines Unternehmens lahmlegen kann. Da ist auch ein Kopf fällig, und zwar der des IT-Verantwortlichen. Alle wissen um die groteske Anfälligkeit von Microsoft-Systemen, trotzdem setzen sie es ein, und kümmern sich dann nicht einmal anständig um die Sicherheit. So etwas kann doch nicht wahr sein!

Und Microsoft sollte das Geld mal lieber in die Sicherheit ihrer Software investieren, statt zu versuchen, die Folgen der Verbreitung ihrer grandiosen Software mit Kopfgeldern zu beseitigen.

Gibt es eigentlich überhaupt ein Gesetz in Deutschland, welches das Programmieren eines Wurms und das Ausprobieren im Internet verbietet?

iPod-Legenden im Qualitätsjournalismus

Internet

Christoph Dallach schreibt in Spiegel Online, durchaus euphorisch, über den iPod: »Jukebox in der Hosentasche«

Ich bin ja nur ein Weblogger, darum weiß ich nichts über journalistische Qualitätsstandards. Ich weiß nur, dass die iPod-Mordgeschichte ein Hoax war, und habe dies, nachdem ich darauf herein gefallen war, umgehend korrigiert. Dallach aber führt diese Geschichte, fast zwei Monate später, als “unbelegt” auf. Sie ist nicht “unbelegt”, sondern bewiesenermaßen ein Witz. Ebenso wie die angebliche Warnung der britischen Polizei an iPod-Besitzer, diese wegen der Diebstahlgefahr versteckt zu tragen und die weißen Kopfhörer zu wechseln. Macworld UK berichtete seinerzeit dass die BBC auf diese Story verzichtete, weil sie sich nicht mit Fakten belegen ließ.

Ich stelle mal die These auf: Das, was heute im Journalismus scheinbar “Qualitätsstandard” ist, würde jeder Weblogger, der ein wenig Talent zum Schreiben hat, mit ein wenig mehr Routine in Rechtschreibung, etwas mehr Zeit zum Recherchieren und Zugang zu Archiven und Quellen, auch hinbekommen. Was für den Berufsstand der Journalisten und ihre Ausbildung ein wenig peinlich ist.

Das Zeitalter der Suchtsucht

Internet

Eine angeblich neue Zivilisationskrankheit ist die Internetsucht, es wurde wirklich Zeit einen Verein zu gründen: mediarisk international. Erste Artikel über die sogenannte “Internetsucht” gab es übrigens bereits 1996, ich muß mal mein Archiv durchwühlen.

Die schlimmste Sucht unserer Zeit ist aber eher die “Suchtsucht”, ich leide wahrscheinlich an Internet-, Fußball-, Zeitungs-, Frauen-, Nikotin-, Fotografier-, Redesign- und Büchersucht. Letzteres z.B. zeitigt eindeutige Krankheitsbilder, obwohl ich genau weiß dass in der früh der Wecker klingelt und der Volkswirtschaft durch meine Müdigkeit gravierende Nachteile entstehen, lese ich einfach weiter bis mir die Augen zufallen. Wenn das nicht krankhaft ist! Heute ist alles Sucht, Krankheit und überhaupt, und muß umgehend behandelt werden.

Übrigens hat der “Medienrisiko-Verein” auch ein Forum und eine Onlineberatung, das ist, einmal vorausgesetzt man nimmt die sogenannte “Internetsucht” ernst, genauso sinnvoll wie eine Tagung der anonymen Alkoholiker in einer Kneipe …

(Via Blogosfear)

Sachen-Magazin

Internet

Eine interessantes Sache ist things magazine, bestehend aus einem Weblog, der Online-Ausgabe des gleichnamigen Print-Magazins und einem Photolog. Sehr sehenswert!

Darin gefunden:

Photos panoramiques du métro de Paris. Panoramafotos aus Pariser U-Bahn-Stationen. Geil! Würde ich auch gerne mal machen, ich bin aber noch nicht hemmungslos genug um das Stativ aufzubauen und seelenruhig ein Panorama abzufotografieren, während mich alle angucken. Muß ich noch dran arbeiten! ;-)

Two Places, ein neues Weblog von einem gewissen Phil. Ich habe keine Ahnung wer Phil ist, aber das Weblog ist optisch ansprechend und lesenswert.

Irgendwie “strange” ist YES INSANE PATTERN ATTACK 2004, lauter Zeichnungen, Collagen und Fotos über die ich noch ein wenig sinnieren muß, es geht um Beständigkeit und “Strategie”.

Email in die Zukunft

Internet

Bei FutureMe kann man sich selbst eine Email schreiben, die dann irgendwann in der Zukunft ausgeliefert wird. Bspw. eine Frage, Auslieferungsdatum 29.3.2008: »Hallo ralle, bist Du immer noch kein bedeutender A-List-Blogger? Trotz der grauen Haare?" ;-)

(Via Megnut)

Spam-Zombies vom Netz!

Internet

Das ist mal eine richtig gute Idee (Netzeitung): »Der große US-Provider Comcast hat damit begonnen, Kunden, deren Rechner ohne ihr Wissen unerwünschte Massenmails versenden, vom Netz zu nehmen. […] Einige der Kunden habe man nur kontaktiert, um sie zu informieren, andere direkt abgeschaltet, sagte eine Sprecherin des Kabel-Internet-Anbieters […].«

Haltet das Internet sauber!

NYC Photobloggers

Internet

Hier liegt noch etwas in meinen Safari-Tabs, was unbedingt weg muß:
Paso berichtete über ein “special event” im Apple Store SoHo von und mit New York City Photobloggers (Fotos davon gibt es bei Rachel, bei ihr lohnt auch ein Blick in ihre Rubrik `Sucks`, wenn man schon einmal da ist). Das “Event” an sich ist zwar bemerkenswert, aber interessanter fand ich die Fotoblogs der Beteiligten, diese waren für mich noch unbekannt und lohnen unbedingt einen näheren Blick:

Und die Musik zum Blogeintrag: The Strokes – New York City Cops

Auf Ski von Russland nach Kanada

Internet

Ben Saunders versucht gerade, mit ein paar Ski unter den Füßen, über den Nordpol von Russland nach Kanada zu reisen. Dieses unvernünftige Unterfangen wird auf einer wunderschönen (standardkonformen) Website dokumentiert: »The Serco Transarctic Expedition«

Unter `Dispatches` berichtet Ben von seinen Erlebnissen. Da ja heutzutage alles Weblog ist, was ein Datum über einen Eintrag setzt, ist dieses auch eines, und zwar eines von der lesenswerten Sorte.

(Via Mezzoblue)

Zensur bei Google?

Internet

Unter diesem ein wenig reißerischen Titel beleuchtet nun auch Telepolis die Geschichte die hier bereits letzte Woche erzählt wurde, nämlich das Hinauskicken einer Umweltschutzorganisation aus dem Google-Adword-Programm, weil diese einem mächtigen Kunden zu Nahe getreten ist.

Bemerkenswert finde ich das Schweigen in der Blogosphäre zu diesem merkwürdigen Vorgang, wo sonst alles was nur ansatzweise nach Zensur durch Monopolisten riecht (ich denke da nur einmal an die Story mit den G5-Fotos auf dem Microsoft-Campus) mörderisch aufgeblasen und mit großem Geschrei von Blog zu Blog eifrig verlinkt wird. Ist da schon die Schere im Kopf aktiv, von wegen der Hand die füttert … ?

Wahre Liebe im Warenkorb?

Internet

[Nachtrag: Bitte auch diesen Artikel dazu lesen!]

Der Begriff “Social Networks” ist ein heißer Kandidat für das nächste Buzzword-Bingo, wie Pilze schießen die passenden Dienste im Moment aus den Festplatten unschuldiger Webserver. Nächster Aspirant: Bücherversender Amazon. Wie Denounce Newswire berichtet eröffnet Amazon demnächst ein “Social Network” namens Pricekut, mitmachen darf nur wer etwas kauft. Die Mitglieder sollen sich gegenseitig ihre Warenkörbe öffnen und kommentieren, und natürlich soll es das übliche “Freunde von Dir die `Der Mann im Hemd` erwarben kauften auch `XML for Dummies` und `Die 100 besten Sexspiele`” geben. Die wahre Liebe findet man halt nur im Warenkorb …

(Via dive into mark)

"Sie sind ein Raubkopierer"

Internet

Eine neue Variante des Sober.C-Wurms ist unterwegs, mit humorvollen deutschen Texten, berichtet die futurezone. So etwa von einer “SoKo Internet Downloads” mit dem Betreff “Sie sind ein Raubkopierer.” Oder auch mit dem Text: “Hallo, Du wurdest zufällig von ca. 85.000 E-Mail Adressen ausgewählt, um bei RTL DSDS in der Zuschauer Jury mit zu Voten. Das ganze hat auch noch ein SUPER Vorteil, Du bekommst zusätzlich noch einen V.I.P Ausweis, mit dem du hinter den Kulissen bei den Stars mit dabei sein darfst.” Da war diesmal aber jemand sehr einfallsreich!

Die Polizei Düsseldorf, die in der “Raubkopierer”-Variante als Absender angegeben ist, hat mittlerweile bekannt gegeben dass sie damit nichts zu tun hat.

Nun ja, als Mac und Linux-User kann man solche Geschichten entspannt und amüsiert betrachten. Gewisse LeserInnen können nun wieder böse Emails schreiben, mit dem Tenor dass ich ein arroganter Hund bin weil mir Mitgefühl und Betroffenheit mit den armen Windows-Benutzern fehlen (lacht nicht, alles schon dagewesen!) … ;-)

Süßer die Glocken nie klingen ...

Internet

… als zu jeder Viertelstunde in der Stadt des Meerrettichs: »Krach in der Stadt des Meerrettichs« (taz). Und weil im Internet einfach alles umfassend problematisiert wird, gibt es auch das passende Selbsthilfeforum dazu: Das Glockenlärmforum.


Da ja Kirchen in den seltensten Fällen Neubauten sind, ist mir zwar nicht ganz klar wieso man ein Haus neben der Kirche kauft und dann gegen die läutenden Glocken klagt, aber was weiß ich gottloser Gesell` aus der Großstadt schon …


Apropos umfassend problematisieren: Mein absoluter Favorit in dieser Hinsicht ist nach wie vor die Aktion gegen Copy and Paste im Gästebuch

ZEIT für Fotos

Internet

Die altehrwürdige Zeit hat eine Fotogalerie eröffnet, mit einer etwas exzentrischen Navigation, einer “richtigen” Galerie nachempfunden. Man darf “scrollen” was die Maus hergibt und muß durch die Türen wandern. Und ganz rechts taucht regelmäßig ein Volvo an der Wand auf. Kunst und Kommerz. Was für ZEITen!

Im Tunnel der Infogesellschaft: Personalisierte Realität

Internet

Microsoft macht nun dem Google-News-Portal Konkurrenz, berichtet Telepolis:

»Mit der Beta-Version seines MSN Newsbot startet Microsoft erstmalig einen eigenen Nachrichtendienst, der ähnlich wie Google News Nachrichten automatisch aus mehr als 4.000 Nachrichtenquellen zusammenstellt.
Im Unterschied zu anderen Nachrichtendiensten ist der MSN Newsbot für MSN-Passport-Kunden allerdings personalisierbar. Wer bei Passport angemeldet ist, bekommt Nachrichten, die individuell auf seine Interessen zugeschnitten sind. Die Personalisierung basiert auf Usertracking: Das Klickverhalten des Users wird an MSN übermittelt, gespeichert und ausgewertet. Anschließend werden ihm vorrangig diejenigen Nachrichten präsentiert, die ihn aufgrund seines bisherigen Klickverhaltens interessieren könnten. «

Weil es von Microsoft kommt hat man zwar direkt ein ungutes Gefühl, aber Amazon und Konsorten machen das ja auch nicht anders.

Die Gefahr bei diesen Techniken: Weil man bestimmte Themen anschaut bekommt man nur noch bestimmte Themen zu sehen, oder aber die Themen die jeder anschaut und sowieso in allen “konventionellen” Nachrichtenmedien ganz vorne liegen. Man ist gefangen in seiner eigenen Selbstreferenz. Abgesehen davon hat man keine Ahnung nach welchen Auswahlkriterien diese Information eigentlich genau da positioniert wurde, vielleicht wurde mit “Barem” nachgeholfen?

Der Effekt der guten alten Tageszeitung, nämlich interessante Dinge zu entdecken von denen man vorher gar nicht wusste dass sie einen interessieren, geht zunehmend verloren. Und: Bei einer (guten) Tageszeitung weiß man wer den Artikel geschrieben hat und kann ihn deshalb einordnen. Holt man sich seine Informationen aus personalisierten Newsportalen und seinen selbst zusammen gestellten RSS-Feeds, fühlt man sich schnell und gründlich informiert, dabei schaut man in Wirklichkeit auf das Weltgeschehen mit einem Tunnelblick, durch einen Tunnel dessen Wände man selbst errichtet hat. Im Sinne des guten alten Ideals der “informierten Öffentlichkeit in einer demokratischen Gesellschaft” keine gute Entwicklung!

Netz-Kulturelles zum Wochenende

Internet

Raine Koskimaa fragt auf dichtung-digital: »Is There a Place for Digital Literature in the Information Society?« Fazit: »In this world, what matters are products and formats, which easily can be adopted all over the globe. Literature, tightly tied to national languages […], does not suit the expectations of the architects of the globalized digital world.«

dichtung-digital bietet zwar interessante Beiträge, aber leider eine etwas krude Frame-Navigation mit teilweise fehlerhaften URLs, man muß sich ein wenig “durchpfriemeln” …

Das Problem mit dem “Denkstoff” im Netz: Interessante Ansätze werden in technisch unzureichender Verpackung angeboten. Paradebeispiel: tripleC, “e-journal for cognition, communication, co-operation”, nutzt das Zope-CMS Plone, bietet aber die Artikel der aktuellen Ausgabe nur als PDF an. Schade. Die Artikel drehen sich inhaltlich um systemtheoretische Ansätze zur Erklärung der digitalen Informationsgesellschaft, wer Freude an “System-Umwelt-Beziehungen” und “Autopoiesis” hat sollte mal einen Blick auf die PDFs werfen.

Etwas exotischer ist die Idee hinter Redirected: »redirected ist eine mehrteilige, performative Versuchs-Reihe, die die Grenzverwischung zwischen virtuellen und realen Körpern sowie realen und virtuellen Räumen erforscht« Im Netz wird Material gesammelt, und dieses wird dann in öffentlicher Lesung aufgeführt, und zwar am 14.11. in Gießen.

Und damit wünsche ich allerseits ein in allen geistigen und körperlichen Gelüsten umfangreiches Wochenende. ;-)

[Via Rohrpost-ML]

Beobachter der Szene

Internet

Spiegel Online über Apples iTunes Music Shop: »Eine Million Lieder haben die Windows-Nutzer bei iTunes seit dem Start am vergangenen Donnerstag gekauft. Experten fürchten allerdings den Missbrauch im großen Stil, schließlich sei der Kopierschutz relativ einfach zu knacken. Das Wissenschaftsmagazin `New Scientist` beruft sich auf seiner Internetseite auf Beobachter der Szene, die davon ausgehen, dass iTunes etliche Hacker auf den Plan rufen könnte. Dazu würden vor allem die lockeren Sicherheitsbedingungen einladen. So können zum Beispiel Lieder direkt auf CD oder Apples iPod kopiert werden.«

Hallo? Ist letztere schlimme Quelle des Mißbrauchs nicht der Grund warum man sich Lieder auf einer Website gegen Bares besorgt? Wenn ich schon in einem Artikel von ominösen “Experten” und “Beobachtern der Szene” ohne Namen und Quelle lese, dann komme ich nur zu einem Schluß: Einfach eine “Scheißarbeit”, eine Frechheit so etwas Schlampiges zu veröffentlichen.

Aber ich bin ja nur ein kleiner Weblogger, wie ja Martin berichtete ist man bei Spiegel Online der Ansicht dass nur ausgebildete Journalisten in der Lage sind sauber und gründlich zu recherchieren und handwerklich einwandfreie Arbeit abzuliefern, sozusagen die für uns Dummerchen viel zu komplexe Welt zu verstehen und in handlichen Info-Häppchen darzureichen, damit wir auch etwas Weisheit abbekommen. Quod erat demonstrandum …

Doppelsieg für deutsche Chatbots!

Internet

“Jabberwock” und “Elbot”, Chatroboter aus deutschen Landen, haben den “Loebner-Preis für menschenähnliche Kommunikation” gewonnen, berichtet die BBC. Kriterium für den Sieg ist der sogenannte Turing-Test, nach dem ein Computerprogramm intelligent genannt werden darf wenn es in seinem “Output”, in diesem Fall seinem Chat, nicht von einem echten Menschen unterschieden werden kann.

Wer mal einen Chat besucht hat könnte natürlich auf den Gedanken kommen dass das nicht so schwierig sein kann …

10.000 freie Bücher!

Internet

Project Gutenberg hat mit der Magna Charta das 10.000. Ebook online gestellt. Das Projekt gibt es nun schon erstaunliche 32 Jahre lang. 1971 wurde es gegründet mit dem Anspruch Informationen, Bücher und andere Materialien der Öffentlichkeit in einer elektronischen Form so zur Verfügung zu stellen, dass die große Mehrheit der Menschen mit ihren Programmen und Computern die Bücher lesen, benutzen, zitieren und durchsuchen können. Deshalb sind es schlichte Ascii-Texte, die jeder Rechner dieser Welt darstellen kann.

Neuerdings gibt es aber auch “modernes Zeuch” im Project Gutenberg, wie z.B. freie Hörbücher bei Radio Gutenberg.


Solche Projekte geben einen schönen Einblick was aus der Idee “Internet” hätte werden können wenn die Welt nicht so wäre wie sie nun einmal ist …


(Via Slashdot)

Die Einflußreichsten

Internet

Nun, nach dem philosophischen Ausflug im letzten Beitrag gibt es jetzt die Bruchlandung auf dem Boden der Banalität: Silicon.com hat die 50 einflußreichsten Persönlichkeiten der Tech-Welt gekürt, hier die Top 5:


  1. Steve Jobs

  2. Bill Gates

  3. Greg Dyke (Direktor der BBC, für den Aufbau des Online-Angebots der BBC trotz diverser Anfeindungen)

  4. Hu Jintao (Präsident von China, für die Abkehr von der MS-Welt und das Schaffen der quasi amtlichen chinesischen “Red Dog”-Linux-Distribution)

  5. Linus Torvalds



Und auf Platz 42: Der Autor des Sobig-Wurm. ;-)

(Via Slashdot)

Die Eigendynamik der Digitalkamera ...

Internet

… beschäftigt Telepolis:

»Wer sich mit einer gezückten Kamera zeigt, wird, so unauffällig er sich geben mag, als bewaffnet angesehen. Fußgänger bleiben stehen und warten, bis er seine Arbeit beendet hat, Radfahrer ducken sich unter der Linse weg. Eine eigenartige Nervosität breitet sich im Umkreis des Fotografen aus, als sei jemand anwesend, der etwas belegen kann. Mit einem Wort: Kamera und Fotograf erzeugen im Handumdrehen Paranoia. Diese Paranoia drückt sich auch in dem misstrauischen, verwunderten oder ausgesprochen feindseligen Tonfall derer aus, die ihre Angst überwinden, und den Fotografen nach Motiv und Motivation fragen: Was da zu fotografieren sei? Welche Zeitung das drucken wolle? Was man eigentlich im Sinn habe mit diesen Blumenbildern aus einem privaten Vorgarten?«

Feindseligen Tonfall habe ich bisher noch nicht erlebt, aber man erregt eine Aufmerksamkeit an die man sich erst gewöhnen muß, anfangs fühlte ich mich unbehaglich mit der Kamera irgendwo zu stehen und angeguckt zu werden. Mit der Zeit stumpft man da aber ab und verliert jegliche Hemmungen. Je nach dem, wo man fotografieren möchte, muß man auch erst den im lokalen Kontext bestehenden “Respekt vor bestehenden Eigentumsverhältnissen”, wie das eine Autorin im c`t-Sonderheft so schön ausdrückte, einschätzen.

Noch ein blumiges Zitat: »Worauf will die digitale Fotografie hinaus? Auf eine technologische Form der Telepathie. Das Ideal wären Bilder und Filme, von den Augen selbst aufgezeichnet und im Gehirn gespeichert, die ohne Umwege über externe Apparate in Echtzeit überallhin versendet werden können.«

Mehr: Telepolis

Büro-Pilot

Internet

Na, verehrte Leserin, verehrter Leser, Langeweile im Büro? Keiner da der auf den Schirm gucken könnte? Dann wird es Zeit für ein kleines Spielchen, nämlich ein Flugzeug punktgenau auf die Landebahn aufzusetzen: Krassair (Flash).

Ich habe immerhin eine Landung mit Note “9” hin bekommen!

(Via Netzeitung)

Schöne alte Radios

Internet

[Bild: RFT-Intimo Röhrenradio] Michael Keller sammelt auf seiner Website rad-io.de Bilder und Informationen über Röhren-Radios aus den 50er und 60er Jahren. Dort habe ich einen alten Bekannten entdeckt, nämlich ein RFT-Intimo, dass in der DDR vom traditionsreichen “Stern – Radio” in den Jahren 1969 bis 71 gefertigt wurde (Bild links).
Als Jugendlicher war ich besessen von Radios und sammelte sie aus allen möglichen Quellen, um sie anschließend auseinander zu nehmen. ;-) Dieses RFT-Intimo verkaufte mir ein Klassenkamerad, der es von seiner Oma aus dem Osten bekam die “rübergemacht” hatte (samt Radio), für die stolze Summe von 15 DM. Bei irgendeinem Umzug habe ich das gute Stück dem Sperrmüll übergeben. Das ärgert mich nun, wenn ich mir das Bildchen so anschaue …

(Gefunden in der taz)

Linkhub

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Neu: Mozilla Thunderbird 0.2. Derzeit bei mir im Intensivtest, weil auf all meinen Systemen (Linux, MacOSX, Windows) verfügbar und man kann, als zukünftiger Standardmailer des Mozilla-Projekts, in der Zukunft noch einiges erwarten (via Heise).

Linus Torvalds über SCO: »They are smoking crack« (futurezone).

Bloggerin Sanníe hat, wissenschaftlich bewiesen, die beste Politiker-Website in Schleswig-Holstein gebaut. Glückwunsch! Die Studie zur Nachricht gibt es bei Politik und Kommunikation, in handliche PDF-Häppchen zerhackt. Die Studie hat es bis in Spiegel Online geschafft.

Heise: Verhärtete Fronten im Streit um EU-Software-Patente (via SWR). Apropos, verehrte LeserIn, schon die Petition for a Software Patent Free Europe unterzeichnet?

Fast keine Meldung

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Eigentlich ja fast schon keine Meldung mehr wert: »Der am gestrigen Dienstag aufgetauchte Virus Sobig.F verbreitet sich bislang nahezu ungebremst im Internet. Die Virenscanner auf den Mail-Servern ächzen derzeit unter der Last der großen Zahl infizierter Mails« (heise).

Das wird so langsam langweilig, hier ein Würmchen, da ein Würmchen. Und so ereilt die IT-Verantwortlichen der Unternehmen dieser Welt die gerechte Strafe für das Setzen auf den so genannten “Industriestandard” Microsoft gemäß der altbewährten “Arsch-Absicher-Methode” …

Panik! Der Wurm kommt!

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“Lovesan” alias “W32.Blaster” sorgt für Panik, man lese mal das ganze Spektrum bei Heise, Golem, Netzeitung bis hin zu Spiegel Online, die reißerisch titeln: »Der Großangriff auf das Internet hat begonnen.« Nö, nur auf Windows-Rechner und Microsoft.

Spiegel weiß auch: »So sichert man seinen PC«, und schlägt fachkundig u.a. die Installation von ZoneAlarm und Konsorten vor. Dazu möchte ich allen LeserInnen einmal die FAQ der Newsgroup de.comp.security.firewall ans Herz legen. Die bittere Wahrheit ist nämlich: Es gibt keine hundertprozentig sicheren Systeme, wenn der Rechner am Netz hängt. Und mit Windows schon einmal gar nicht, aber auch mit keinem anderen System. Und Zonealarm, Norton und andere Desktop-Firewalls gaukeln dem ahnungslosen Anwender lediglich vor sie wären wirksam, in dem bei jedem harmlosen Ping ein Fenster mit einer Warnmeldung aufpoppt und User sich denkt: “Da, schon wieder ne Attacke die die Firewall abgelehnt hat” …

Notepad Popups

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Mal wieder ein spaßiges “Feature” des Internet Explorers mit dem man technisch nicht so versierten Anwendern das Tagewerk versüßen kann: Notepad-Popups.

Der MS Internet Explorer unterstützt URLs in der Form “view-source:”, ein Klick darauf öffnet den Quelltext einer lokalen oder entfernten Datei im für das Darstellen des Quelltext vorgesehen Programm, meistens Notepad. Ein Beispiel: Hier klicken!. Man kann auch lokale Dateien auf dem System des Benutzers anzeigen, z.B. c:windowswin.ini. Ist zwar harmlos, so lange man nicht panisch tippt und seine win.ini ruiniert, aber für Verwirrung kann man schon sorgen. Und spammen, natürlich!

(Gefunden bei Simon Willison)

Netplanet ist wieder da!

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Besim Karadeniz hat nach einem Jahr Renovierungsarbeiten seinen Netplanet wieder für Landungen frei gegeben.

Was ist überhaupt der Netplanet? Ein Zitat von Besim: »Die ersten Gedanken zu einem Internet-Lexikon in deutscher Sprache kamen mir, als ich selbst nach Informationen zur Geschichte und Technik des Internets suchte. Das Ergebnis meiner Suche war, dass es zwar viele einzelne, mehr oder weniger ausführliche Dokumente gab, aber keine Stelle, wo man das alles gesammelt und in verständlicher Sprache bekommen konnte. Das ist wohl auch ein Grund dafür, weshalb erschreckend viele Menschen sich in Zeiten der großen und bunten Online-Dienste ratlos im Internet bewegen und es an Grundkenntnissen über die Geschichte und die Möglichkeiten des Internets fehlt.
Ich habe deshalb seit Ende 1997 angefangen, die Informationsflut in Sachen Internet zu lesen, zu verstehen und in eigenen Worten zu sammeln, diese grafisch nett und übersichtlich zu verpacken und im Internet zu veröffentlichen.«

Das ist ihm ganz hervorragend gelungen, schade nur dass die, die es besonders nötig hätten, den Netplanet sowieso nicht besuchen werden …

Spam funktioniert!

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Schreibt die Netzeitung: »Von den Massenmails, die der windige Potenzmittelanbieter `Amazing Internet Products` für sein Penisvergrößerungsmedikament `Pinacle` innerhalb des Monats Juli verschickte, führten immerhin 6000 zu Bestellungen. Dies belegte, wie der US-IT-Nachrichtendienst `Wired News` meldet, eine wegen einer Sicherheitslücke frei im Internet verfügbare Logdatei mit Kundendaten der Firma. […] Erstaunlicherweise handelt es sich bei den Pinacle-Kunden um eine Klientel, von der man das Reagieren auf Spam-Mails kaum erwartet hätte: So seien Firmenchefs, Tierärzte, Militärangestellte, aber auch der Manager eines sechs Milliarden Dollar schweren Fonds aus New York darunter […].«

Man kann mit nichts so gut Geschäfte machen wie mit der Dummheit der Menschen. Mir wäre es peinlich nun in dieser Liste aufzutauchen … ;-)

Infostress

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Und noch mal Rundschau (dann kann ich die rausgenommene Seite aus “toten Bäumen” ins Altpapier geben): Infostress!"


Zitat: »Viele Menschen sind ständig erreichbar, in verschiedenen Netzen unterwegs, über die sie Nachrichten erhalten und Daten sammeln. […] Die ständig verfügbaren Datenmengen können sich nach Ansicht australischer Wissenschaftler negativ auswirken: “Infostress ist jener Stress, den wir verspüren, wenn wir mit zu vielen Informationen konfrontiert werden. Wir können mit dem Vorhandenen nicht umgehen, das Treffen von Entscheidungen wird behindert, und wir kommen nicht voran”, sagt Neville Meyers, Informationstechnik-Wissenschaftler an der Queensland University of Technology in Brisbane. “Das sind die Momente, in welchen wir wirklich auf Probleme stoßen und sogar krank werden.”«


Wem das bekannt vorkommt: Das hatten wir hier im Netzbuch schon am 6.6., manche Nachrichten drehen halt ein wenig länger die Runde …

Wikis - Das Gemeinschaftsnetz

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Mario Sixtus ist omnipräsent. Nicht nur hat er den weiter unten gewürdigten de:bug-Artikel geschrieben, sondern auch in der Frankfurter Rundschau einen Artikel zum Thema Wikis veröffentlich: Das Gemeinschaftsnetz.


Zitat: »Wer sich mit dem Thema Wissensmanagement beschäftigt, sollte auf jeden Fall ernsthaft prüfen, ob die kleine Wiki-Teeküche für seine Belange ausreicht. Und für manche Netzphilosophen sind die erfolgreichen Experimente mit den offenen Websites dann auch mehr als nur ein gelungenes Beispiel für gemeinschaftliches Arbeiten: Sie seien auch Beweis dafür, dass die menschliche Konstruktivität größer ist als ihre zerstörerischen Kräfte. Ein digitaler Hoffnungsschimmer.«


Dem kann ich nur zustimmen! Wikis stecken so manches teure Wissensmanagement-Tools locker in die Tasche. Wikis eignen sich übrigens auch vorzüglich für Einzelpersonen als Wissensspeicher. Verborgen auf dem Webspace angelegt hat man ein unkompliziertes System zum Ablegen von Bookmarks, Zitaten, Fundstellen etc. das von jedem Rechner mit Netzzugang her zugänglich ist. Und das Beste: Es strukturiert sich nach und nach völlig von selbst! An meinem “Arbeitswiki” fehlt mir eigentlich nur eines: Die Möglichkeit das Wiki mit dem Palm zu synchronisieren. Statisch (also mitnehmen und auf dem Palm lesen) geht das bspw. mit Plucker oder iSilo problemlos, aber man möchte ja ggf. auch Änderungen dran vornehmen.

Mobile Phone Throwing Association

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In Telepolis: Wie ein kleiner Scherz in einer Telepolis-Glosse die Runde machte und zur seriösen Nachricht wurde. Telepolis hatte eine Glosse im Angebot die behauptete, ein Oleg Schwez habe in der Ukraine einen Weltrekord im Handy-Weitwurf aufgestellt, aber es sei fraglich ob die “Mobile Phone Throwing Association” diesen anerkenne. Diese Organisation war frei erfunden, aber im Telepolis-Artikel kann man nachlesen wie diese Ente die Runde machte. Ein Hoch auf die gründliche Recherchearbeit der Damen und Herren Redakteure! Ob die bei anderen Themen auch so gründlich arbeiten?

New York Lifestyle

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Manchmal muß man Spiegel Online einfach mal loben, z.B. für Anette Frischs Artikel Wirklich gute Comics findet man nur im Internet. Es geht um “Powerpoint-Slams”, bunte Abende mit Comic-ZeichnerInnen, die ihre Brötchen mit Internet-Comics verdienen und sie dem geneigten Publikum per Powerpoint-Präsentation vorführen, von Musik untermalt. Schön auch der Einblick in den “internettigen” New Yorker “Lifestyle” am Beispiel der Zeichnerin Dorothy Gambrell: »Der regelmäßige Austausch ihrer Inhalte ist also wichtig, und deshalb tüftelt die 24-Jährige täglich an ihren Online-Episoden – in ihrer Mini-Wohnung, in der das Schlafzimmer gleichzeitig das Arbeitszimmer ist, ein Schlagzeug und ein Keyboard das Wohnzimmer beherrschen und die Katze, die “Katze” heißt, den Überblick vom Küchenschrank aus sucht.« Herrlich! Dazu läuft im Hintergrund “Nada Surf” oder “Interpol” und ab und an gibt es “Poerpoint-Slams” in umgebauten Fabriken.


Wie langweilig ist doch dagegen das Leben des gemeinen deutschen Büromenschen. Aber nicht verzagen, auch Du und ich können nun einen virtuellen Fuß nach New York setzen, indem wir uns ein Weblog bei Sparkpod zulegen, 60 Tage für “nix”, danach 25 Dollar pro Jahr. Das sehr sehr “cool” und absolut exklusiv. »Und, was für noch mehr Exklusivität sorgt: Sparkblog wurde auf Macs programmiert und designt und läuft auf Apple XServes« (ITW).


Na dann, go!

Bundesgerichtshof: Deep Linking ist zulässig!

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Manchmal siegt die Vernunft auch vor Gericht: Das “Handelsblatt” hatte gegen “Paperboy” geklagt weil letzterer Dienst “Deep Links” auf Handelsblatt-Artikel setzte. In erster Instanz hatten sie damit sogar Erfolg, die Revision und heute der Bundesgerichtshof kassierten das Urteil:

»Ein Berechtigter, der ein urheberrechtlich geschütztes Werk ohne technische Schutzmaßnahmen im Internet öffentlich zugänglich mache, ermögliche dadurch bereits selbst die Nutzungen, die ein Abrufender vornehmen könne. Es sei seine Entscheidung, ob er das Werk trotz der Möglichkeit, daß nach dem Abruf auch rechtswidrige Nutzungen vorgenommen würden, weiter zum Abruf bereithalte. Auch ohne Hyperlink könne ein Nutzer unmittelbar auf eine im Internet öffentlich zugängliche Datei zugreifen, wenn ihm deren URL (Uniform Resource Locator), die Bezeichnung ihres Fundorts im World Wide Web, genannt werde. Ein Hyperlink verbinde mit einem solchen Hinweis auf die Datei, zu der die Verknüpfung gesetzt werde, lediglich eine technische Erleichterung für ihren Abruf. Er ersetze die sonst vorzunehmende Eingabe der URL im Adreßfeld des Webbrowsers und das Betätigen der Eingabetaste. Ob das Setzen eines Hyperlinks in der Form eines Deep-Links urheberrechtlich unzulässig sei, wenn der Linksetzende dazu technische Sperren umgehe, könne offenbleiben, weil die Klägerin nicht dargelegt habe, daß sie technische Schutzmaßnahmen gegen den unmittelbaren Zugriff auf “tieferliegende” Webseiten ihrer Internetauftritte anwende« (Pressemitteilung des Bundesgerichtshof, gleich mal “deep” gelinkt ;-))

Gerade für Weblogger ein nicht gerade unwichtiges höchstinstanzliches Urteil!

(via Netlife-Mailingliste)

Guck ma, ich bin im Netz

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“Schon” eine Woche alt, aber erst heute entdeckt: Die FR über private Homepages im Netz: »Mehr und mehr Deutsche stellen ihr Privatleben im Internet vor – freilich nur so weit, dass es auch die Mutter lesen darf.«

Wie kann man nur … Oops, hallo Mama!

Netscape R.I.P.

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Das Webstandards Project hat eine ausführliche Übersicht mit Links zu aktuellen Artikeln und Meinungen zum Tod von Netscape.

Ein interessantes Zitat daraus: »Browsers aren`t typically chosen by people who care about things like independence and technical superiority. Browsers are chosen by end users. […] end users don`t understand tech and don`t want to. They choose technology based on what they think is safe. Well-known brands appear safe because so many other people are using them. Aside from IE, the only browser brand with any recognition outside Web developer circles is Netscape. With the Netscape browser dead people – including some Web developers – may conclude there is no viable alternative to IE. Worse, many may decide that Web standards are synonymous with `works in IE/Win`.

It`s up to us (and you) to ensure that doesn`t happen.«

Vergoogelung.ppt

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Martin zur Spiegel-Mär die “Vergoogelung” des Web vergrößere sie die Abhängigkeit von qualitativ hochwertigen kommerziellen Produktionen: »Viele akademische Inhalte verschwinden einfach, weil sie in PDF- oder DOC-Form am Netz hängen und saumäßig aufbereitet sind. Da ist dann nicht Google oder die Kommerzialisierung schuld, sondern die Unfähigkeit der Publizierenden. Es hilft nichts, Dokumente mit Titeln wie “Präsentation_endgültige_fassung.ppt” ans Netz zu hängen und dann zu jammern, dass sie keiner findet.« Mein Reden, solange ich denken kann. Eine Unsitte par excellence. Es kann doch nicht so schwer sein ein Dokument mal eben in HTML umzusetzen. Ist es aber wohl offensichtlich. Ist eigentlich auch ein Thema für die kleine Netzbuch-Reihe der “Internet-Plagen.” “Flash-Only”-Websites kann man gleich mit dazu packen, wie soll eine Suchmaschine einen Flash-Film indizieren?

Übrigens beweist das hohe Ranking von Weblogs in Google-Suchanfragen dass es eben nicht viel Geld braucht um gefunden zu werden. Vor kurzem war noch zu lesen es bestehe die genau umgekehrte Gefahr, nämlich dass es Webloggern zu einfach ist gefunden zu werden und die wertvollen Infos der kommerziellen Anbieter darunter “verschütt” gehen. Was denn nun?

In der Kürze ...

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… liegt die Würze:

Linus stellt Linux-Kernel 2.6 zur Verfügung (Heise).

Foto-Album aus dem Handy: »Vom Weblog zum Moblog: Amateurfotografen halten inzwischen fest, was keiner sehen will – mit Foto-Tagebüchern im Internet. In Tokio traf sich die Szene zu einer ersten Konferenz« (Netzeitung).

»Musikindustrie: Web-Tauschbörsen für Verluste verantwortlich«(Golem). »Illegale Musikdownloads kurbeln den Albumverkauf an« (Netzeitung). Hm?

Und die Topmeldung des Tages: »Robbie Williams fast von Videowand erschlagen« (Netzeitung). Und das auch noch in Deutschland, für alle Zeiten wären wir Deutsche als “Robbie-Killer” gebrandmarkt worden …

Deutsche Bildungsmisere, oder: Das Grillen von Studenten

Internet

Soziologie ist eigentlich eine durchaus ernsthafte Wissenschaft, hat aber ein katastrophales Image. Dieses wird gefördert durch Unterfangen wie die Soziologische Modernisierungstheorie des Grillens. Dieses Projekt ist eine Fundgrube für abenteuerliche Thesen und unfreiwillige Komik, besonders herausragend ist dabei eine Untersuchung mit dem Titel Für welches Problem ist Grillen die Lösung? Der Gender-Aspekt beim Grillen (PDF). Zitat: »In einem Zeitraum von 14 Tagen, hat unsere Arbeitsgruppe das Grillverhalten von verschiedenen Gruppen (ab 5 Personen) am Seepark in Freiburg beobachtet. Dabei muß unser Ansicht unter zwei Arten des Grillens unterschieden werden. Zum einen das Grillen von Studenten, oder anderen jungen Leuten und zum Anderen das Grillen von Familien, wobei diese entweder einzeln oder im Familienverbund (2-3 Familien oder mehr ) grillten.« Das muß ein wahres Massaker im Seepark gewesen sein, ich hoffe die Studenten und Familien waren gut durch. ;-) Wenn das nicht die exemplarische Manifestation deutscher Bildungsmisere ist, dann weiß ich es auch nicht mehr. Die Autorinnen stellen gewagte Thesen über die Geschlechterverteilung bei der Tätigkeit des Grillens auf, zitieren Habermas und Luhmann (armer Kerl, er dreht sich wahrscheinlich im Grab um …), und ziehen den ganz großen Bogen von der Macht über die Grillgabel hin zu Frauen in Männerberufen und wieder zurück. Das famose Werk kulminiert in der Hypothese (Zitat): »Das Grillen stellt sich als einer der wenigen konfliktfreien Räume für die Geschlechter in unserer Gesellschaft dar.«


(Via Spiegel Online)

Internet-Plagen: Mailing-Listen-Thread Kaputtmacher

Internet Perennen

Und mal wieder etwas aus der beliebten Netzbuch-Reihe Internet-Plagen: Der “Mailing-Listen-Thread Kaputtmacher”. Werfen wir mal einen Blick auf diesen, aus Gründen der Diskretion anonymisierten Screenshot:

Das Thema war “Powerpoint auf HTML-Seite”, plötzlich taucht mitten drin eine “Antwort” mit dem Thema “MacOSX” auf, die damit nicht das geringste zu tun hat. Was ist passiert? Ein besonders unfähiger Teilnehmer hat eine Mail aus der Liste auf dem Schirm, und möchte etwas ganz anderes schreiben. Da es ja so furchtbar viel Arbeit ist eine neue Mail zu erstellen und die Mailing-Listen-Adresse einzutragen drückt der Schlauberger auf Antwort, ersetzt Betreff und Text im Wissen “nu habe ich eine neue Mail erstellt” und schickt es ab. Was die eher schlichteren Gemüter aber nicht wissen: In den Headern jeder Mailing-Listen-Mail steht eine Referenz auf den Beitrag, richtige Mail-Clients (also nicht Outlook) werten das aus und sortieren die Beiträge in der logischen Reihenfolge. Davon weiß unser Schlauberger aber nichts. Wenn man nun diese Liste archiviert und den Thread zuklappt findet man “MacosX” nie mehr wieder, da ja in der Übersicht nur das erste Thema des Threads, “Powerpoint auf HTML-Seite”, zu lesen ist.
Wenn man nun noch berücksichtigt dass in der Liste wieder und wieder darauf aufmerksam gemacht wird, und dann trotzdem immer die selben Schlauberger sich solchem verwerflichen Tun hingeben, und das auf einer Liste von “Internet Professionals”, dann fehlen einem wirklich die Worte. Avanti Dilettanti!

Aber es gibt auch das genaue Gegenteil davon:

[Screenshot: Von unfähigem Teilnehmer zerstörter Thread]

Hier haben wir das Thema “Achtung!!!”. Hier ist der Thread zerstört, weil zwei Leute eine Antwort geschrieben haben, die aber in Wirklichkeit eine neue Mail ist, jedenfalls sind die Referenzen im Header weg. Oder sie benutzen einen grausam unfähigen Mail-Client. Jedenfalls ist der Thread völlig zerfasert und man hat Mühe heraus zu finden, was sich eigentlich auf was bezieht. Ergo liest man einfach gar nichts davon. Was aber eigentlich nicht der Sinn einer Mailing-Liste ist.

Es kann doch nicht so schwer sein: Möchte ich an ein Thema anschließen dann antworte ich, möchte ich ein neues Thema eröffnen so schreibe ich eine neue Mail. Ich weigere mich standhaft so etwas einfach so hin zu nehmen, es kann nicht sein dass immer auf den kleinsten gemeinsamen Nenner “internettigen” Grundwissens Rücksicht genommen wird. Wer sich im Internet äußert soll sich wenigstens die elementaren Grundkenntnisse aneignen, verstehen und anwenden. Finde ich.

Bisher erschienen in der Reihe “Internet-Plagen”:

Fotowiki

Internet

Ich weiß nicht mehr wo ich den Link her habe, und ebenfalls weiß ich nicht so Recht wo der Sinn dieses exzentrischen “User-Interface” ist, aber irgendwie hübsch ist es trotzdem: Das Fotowiki.

Bier am Bahnhof

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Manchmal sitzt man im Zug und hat “Brand wie Harry”, oder, vornehmer ausgedrückt, man verspürt einen exorbitanten Durst auf ein kühles Bier. Im Zug oder am Bahnhof gibt es nur überteuertes ekelhaftes Dosenbier. Nicht gut! Das hat sich auch der “Potsdamer Freundeskreis der Nebenstrecken der Deutschen Reichsbahn” gedacht, und damit begonnen Informationen zusammen zu tragen wo man in Bahnhofsnähe ein brauchbares Bier zu einem angemessenen Preis erhalten kann: Bier am Bahnhof.

(Gefunden bei Heiko Hebig)

Kein IE für den Mac mehr!

Internet

Golem: »Nach einem Bericht des US-News-Magazins CNet will Microsoft seine Entwicklungsarbeit für künftige Versionen des Internet Explorers für MacOS einstellen. Sicherheits- und Geschwindigkeitsoptimierungen in Form von Updates solle es zwar weiterhin geben, aber neue Hauptversionen sind nicht mehr geplant, schreibt CNet unter Berufung auf Microsoft-Produktmanagerin Jessica Sommer.«

Gute Sache, das Ding ist sowieso eine Plage für jeden Webworker …

Küssen? Erst googlen!

Internet

Bruce Sterling, Buchautor und selbsternannter Visionär, in der futurezone:

»Interessanter als die Überwachung durch den Staat finde ich wenn sich Leute gegenseitig `googlen`, also mit Hilfe von Google ausspionieren. […] In den USA ist es heute fast üblich, dass sie jemanden, den sie auf einer Party kennenlernen zunächst mit Hilfe von Google überprüfen, bevor sie ihm oder ihr ihre Telefonnummer oder noch mehr geben. Überwachung findet dabei auf einer sehr unmittelbaren, physischen Ebene statt: Soll ich ihn küssen? Nun, ich werde ihn zuvor noch googlen.«

java.net

Internet

Eine interessante Sache für alle Kollegen die es “hart und komplex” brauchen, sprich in Java programmieren ;-): java.net möchte die “Java-Community” zusammenführen und bietet in dieser Community auch Weblogs und ein Wiki an:

»java.net is a new central meeting place for developers and Java technology enthusiasts to collaborate on projects, share ideas, and create the next “big thing.”«

Dort hat auch niemand geringeres als James Gosling sein Weblog.

(Via Golem)

Die totale Sicherheit

Internet

Die Internet-Seite der taz nimmt sich unter dem Titel Die totale Sicherheit des Themas Palladium und TCPA – Verzeihung, das heisst ja jetzt “Next Generation Secure Computing Base” – an. Was sehr sinnvoll ist damit dieses wichtige Thema auch mal aus dem Dunstkreis der “Computer-Freaks” heraus kommt und in seiner gesamten Tragweite öffentlich wahrgenommen wird.

Oh, der Infostress!

Internet

Nach der Internetsucht gebiert das Zeitalter der vernetzten, wie Netz-Faktotum Ossi Urchs immer sagt, “ubiquitären” Total-Information eine weitere Modekrankheit: Den Infostress! Heise berichtet darüber und zitiert den australischen Forscher Neville Meyers:

»Infostress ist jener Stress, den wir verspüren, wenn wir mit zu vielen Informationen konfrontiert werden; wir können mit dem Vorhandenen nicht umgehen, das Treffen von Entscheidungen wird behindert, und wir kommen nicht voran — das sind die Momente, in welchen wir wirklich auf Probleme stoßen und sogar krank werden.«

Yo! Dienstag bin ich krank, ich habe “Infostress.” Ich bin besonders gefährdet. Früher ging man einfach zum Bahnhof und stieg in den Zug und tankte sich irgendwie durch. Aber jetzt? Stundenlang tunt “tuned” man die Fahrpläne im Internet, berechnet diese Route, jene Route, diesen Tarif, jenen Tarif, druckt sich Fahrpläne, Wegeskizzen und Stadtpläne aus, überträgt sie auf den PDA – und hat schließlich so viele Informationen dass man nicht mehr weiß wo man herkommt, wo man eigentlich hin will, und vor allem, warum man da hin will. Und schuld ist nur das Internet …

Marschflugkörper für den Hausgebrauch

Internet

Wenn ich mit meinem derzeitigen Bastelprojekt “MP3-Server mit ”http://www.giantdisc.com/" >GiantDisc fertig bin brauche ich eine neue Herausforderung. Die Netzeitung hat da eine schöne Idee, der Australier Bruce Simpson arbeitet gerade daran mit per Internet-Versand erhältlichen Teilen einen Marschflugkörper mit 160 km Reichweite zu bauen und dokumentiert das im Web. Die Details gibt es zwar nur wenn man löhnt, aber naja, andere Hobbies sind auch kostspielig …

So eine Cruise Missile kann man immer brauchen. Ärgert Dich Dein Chef? Schick` ihm einen Marschflugkörper. Deine Ex will Dein Geld? Schick` ihr einen Marschflugkörper. Die Bayern gewinnen zu oft in der Bundesliga? Schick` ihnen einen … Genau!
Und das sind nur drei von vielen denkbaren Anwendungen …

Terraforming ...

Internet

… gibt es bis jetzt zwar “praktisch” nur bei Star Trek, aber es gibt kluge Köpfe die sich Gedanken darum machen wie man z.B. den eher ungemütlichen Mars in einen wohnlichen Ort zum Auswandern umwandeln kann. Eine Fundgrube über das wissenschaftliche Nachdenken darüber sind The Terraforming Information Pages. Besonders hübsch sind die Visionen von “terrageformten” Welten in der Terraforming Art Galery, die mich eher an futuristische Bildbände aus den 70er Jahren erinnern.

[Mars Desert Research Station] Es gibt mit der Mars Society sogar eine Art “Verein” der sich mit der Besiedlung des Mars beschäftigt. Mit der Mars Desert Research Station haben sie schon einmal ein bißchen “Mars besiedeln” geübt. Ein Container wurde in die Wüste gestellt und die Bewohner mussten so tun als wären sie auf dem Mars, und durften nur die Hilfsmittel verwenden die man realistischerweise mit einem in naher Zukunft realisierbaren Raumschiff mitnehmen könnte.

Und in der Lightworld Image Gallery kann man sich eine Bildfolge anschauen die in künstlerischer Darstellung das Terraforming auf dem Mars vom kargen staubigen Planeten zum “blühenden Garten Eden” darstellt.

Was ich immer erstaunlich finde: Wir (die Menschen als solche) haben nicht mal unseren eigenen Planeten im Griff, wie kann man da so anmaßend sein einen fremden Himmelskörper “umwandeln” zu wollen?

Netzzensor Büssow tritt aus gegen Kritiker

Internet

[Der Rollberg] Unglaublich, ausgerechnet der Regierungspräsident meiner Heimatstadt Düsseldorf, der beliebte und bekannte Netzzensor Jürgen Büssow, führt sich auf wie ein Parteisekretär der chinesischen KP:

Alvar Freude, des Regierungspräsidenten Büssows ärgster Kritiker im Netz, wird versucht mit Androhung von Gefängnis und indem ihm der Gerichtsvollzieher auf den Hals geschickt wird mundtot zu machen. Alvar hat die Vorgänge detailliert belegt, das ist wirklich ein himmelschreiender Skandal. Mitten in Deutschland fühlt sich ein nicht einmal vom Volk gewählter politischer Beamter zum Kreuzzug gegen das “böse” Internet berufen und schreckt beim Vorgehen gegen seine Kritiker vor nichts zurück. Das ziemlich undemokratische System der Bezirksregierungen in NRW spielt Büssow in diesem Fall in die Hände, es gab außer dem legendären Kölner Regierungspräsi Antwerpes und seinen ebenso legendären Autobahnsperrungen bei Nebel aber noch keinen Regierungspräsidenten in NRW der seine vom Gesetzgeber verliehene Macht so eklatant mißbraucht hat wie Büssow.

Meines Erachtens ist Büssow schon lange nicht mehr tragbar und gehört umgehend abgesetzt. Für den Anfang sollte man aber dafür sorgen dass er und seine Machenschaften mal ein wenig bekannter werden in der Öffentlichkeit …

(Via Rollberg)

Kopierschutz ist ein Verbrechen ...

Internet

… gegen die Menschheit, findet David Weinberger in einem Wired-Artikel. Seine Kernaussage ist dass Regeln und Gesetze in einer menschlichen Gesellschaft immer einen gewissen Spielraum (“Leeway”) haben müssen:

»We`re screwed. Not because we MP3 cowboys and cowgirls will not have to pay for content we`ve been “stealing.” No, we`re screwed because we`re undercutting the basis of our shared intellectual and creative lives. For us to talk, argue, try out ideas, tear down and build up thoughts, assimilate and appropriate concepts – heck, just to be together in public – we have to grant all sorts of leeway. That`s how ideas breed, how cultures get built. If any public space needs plenty of light, air, and room to play, it`s the marketplace of ideas.«

Von Selbstzweifeln, Trackback und SCO

Internet

Noch ein paar Schnipsel die “raus müssen”:

Eric Meyer, CSS-Guru, ist von Selbstzweifeln geplagt, wg. der vorzüglichen CSS-Tutorials von Simon Willison

Timo Gnambs hat ein Trackback-Modul in PHP geschrieben (via Alp Uçkan). Das werde ich nächste Woche in die pMachine einbauen und dann anschließend im Werkbuch schreiben wie es geht, der erste Versuch mit einem anderen Skript hat ja damals nicht funktioniert und ich war zu faul das selbst anzugehen. ;-)

Neues von der SCO vs. Linux-Front: SCO-Chef Chris Sontag gibt ein
Interview in der Computerworld, und es ist natürlich wichtig was Cringely The Pulpit zu der ganzen Geschichte zu sagen hat (via Slashdot) …

Und jetzt ist Schluß, jetzt guck ich Schmidt Show!

Bilder aus Düsseldorf

Internet

Schöner Service: Auf der offiziellen Website meiner Heimatstadt Düsseldorf findet man ein Bildarchiv. Dort kann man sich die Orte anschauen die “Toni Tourist” so in den Sinn kommen wenn er an Düsseldorf denkt, also Altstadt, Mode, Flughafen, Rheinturm, Karneval und die DEG. Schade dass es nichts aus den Stadtteilen gibt in denen das “wahre Leben” stattfindet, wie z.B. Flingern, wo ich gewohnt habe.

(Via No Retreat, No Surrender)

Netzrundgang

Internet

Brilliant: Jens Scholz zerpflückt den Mythos von der Mutlosigkeit:
Deutschland und die Mutlosigkeit.

Jeremy Zawodny, Google-Kritiker, im Interview mit der Netzeitung:
»Googles Suchprinzip ist tot«

Wer hat noch nicht, wer will noch mal: »Novell reklamiert eigene Unix-Rechte im Streit um Linux« (Heise). Klar doch …

Klingt wie ein Witz: Ausgerechnet »Microsoft fordert fairen Wettbewerb« (Pro-Linux), weil ihnen die Stadtverwaltung München als Windows-Terrain verloren zu gehen droht. Da fürchtet man sich wohl vor der Signalwirkung …

Golem: Opera 7.11 für Windows: Offizielle deutsche Version ist da. Weiß jemand ob man mehrere Versionen von Opera parallel installieren kann? Man muß ja doch damit testen, ob man nun will oder nicht.

[Der Rollberg] Und auf dem Rollberg: Liebe deinen Nächsten, die taz über Kirchentag und Sex; Das Imperium schlägt zurück, über “die Unzeitgemäßheit der neuen amerikanischen Weltordnung”; und noch viele weitere interessante Links und Beiträge …

Haltet das Netz sauber!

Internet

Das ist doch mal eine gute Sache: Wired berichtet dass ein Update für Windows XP dazu führte dass auf einer unbekannten Anzahl von Rechnern (M$ verrät diese Zahl nicht) die Netzverbindungen nicht mehr funktionierten. Daraufhin zog Microsoft das Update zur Überarbeitung zurück.

Das ist ja schließlich das Gute an Windows: Im Gegensatz zu diesen dubiosen “Open-Source-Gestalten” hat man einen seriösen Hersteller der die Anwendenden regelmäßig und zuverlässig mit Updates versorgt …

Mittäglicher Netzspaziergang

Internet

Wenn der Kettenbrief im Posteingang liegt: Erst einmal beim Hoax-Info Service nachschauen, von Steinigung bedrohte Nigerianerinnen, krebskranke Kinder die Visiten-/Postkarten sammeln u.ä. sind meistens nicht was sie scheinen. Den aktuellen Anlaß hat der Schockwellenreiter.

futurezone: 75 Prozent der Top-1.000-Unternehmen versenden Rechnungen und Geschäftsdokumente lieber per Post. Moderne Zeiten halt …

Dr. Web berichtet über Spamshopper, seltsame Geschäftsgebaren im Umfeld einiger sogenannten “Partnerprogramme” für Website-Betreiber. Davon halte ich sowieso gar nix …

BlogTalk Veranstalter Thomas N. Burg im Gespräch mit der Netzeitung: »Blogtalk war international ein großer Erfolg – auf beiden Seiten des Teiches. Es wird etwas nachkommen. Was? Vielleicht eine technologieorientierte Konferenz, vielleicht etwas völlig Neues – sozial, kommunikativ, technologisch?«

[Der Rollberg] Und aktuell auf dem Rollberg:

Warfighting Web, ein Wired-Reporter über seine Beobachtungen im “High-Tech-Krieg” am Golf; Next Stop Teheran, UN chief warns of anti-American backlash in Iraq, Protest gegen teure Lehrbücher und BürgerKonvent im Nebel.

No Logs

Internet

Das No Logs-Network ist der Ansicht das Webserver-Logfile-Speicherung das Recht des Websurfers auf freie Meinungsäußerung untergräbt und daher ein Übel ist (via MetaFilter). Ich sehe das Problem nicht so dramatisch, gerade durch die dynamische IP-Adressen-Vergabe bei den in Deutschland gängigen Massenprovidern ist es im allgemeinen nicht möglich einen Bezug zu konkreten Personen herzustellen. Es gibt dort übrigens auch noch ein interessantes Weblog zum Thema Datenschutz.

DAU-Alarm

Internet

Versender von Computer-Einzelteilen sind arme Schweine. Jeder, der es gerade schafft einen Schraubenzieher zu halten ohne sich zu verletzen, fühlt sich dazu berufen ein Mainboard zu wechseln oder gar einen Rechner selbst aus Einzelteilen zusammen zu bauen. Besonders die armen Prozessoren müssen leiden. Überhitzt, durchgeknallt wg. Kurzschluß unter einem See aus Wärmeleitpaste, an falschen Spannungen angeschlossen – als Prozessor in Bastlerhänden macht man was mit. Und wenn es dann passiert ist, was machen die Bastler dann mit dem zerstörten Kram? Genau, sie schicken es an den Händler zurück und behaupten “das war schon kaputt” …

Aber die Versender schlagen zurück, dau-alarm.de präsentiert eine Fülle von reklamierten Bastel-Meisterleistungen in einer Galerie. Schraubenzieher die Furchen ins Mainboard ziehen, abgeknickte Elkos, abgefackelte Prozessoren – alles was die Computer-Heimwerkerkönige so fertig bringen kann man sich dort zu seinem Amusement anschauen. Zur Warnung, die Finger davon zu lassen wenn man es nicht kann …

Fotoblog

Internet

»As far as I`m concerned, photography is a means of understanding that cannot be separated from other means of visual expression. It is a way of crying out, of setting oneself free, not of trying to prove or affirm one`s originality. It`s a way of life.«
(Henri Cartier-Bresson, Fotografenlegende, zit. nach Onfocus)


Gutes Motto! Und weil das so ist packte mich wieder die pMachine-Bastelleidenschaft, et voila, hier ist das kleine graue Fotoblog. Selbstverständlich bis auf den pMachine-Minikalender tabellenfrei in XHTML und CSS.


Und weil wir gerade beim Thema sind, noch ein paar Links zu dem Fotografen Henri Cartier-Bresson, der die “Schnappschuß-Fotografie” zur Kunstform entwickelt hat: PHOTOLOGY, photo-seminars.com, porto-art.br und Afterimage.


Nicht dass mich jemand des Größenwahns bezichtigt, selbstverständlich halte ich mich nicht für ein Fotogenie wie Cartier-Bresson, eigentlich fotografiere ich erst seit einem Dreivierteljahr aus Leidenschaft, nämlich seit ich mir eine Digitalkamera zugelegt habe, und kenne daher meine Grenzen … ;-)

Caranthir Calmcacil

Internet

Und noch etwas buntes zum Wochenende, speziell für die “Herr der Ringe”-Fans:
Der Elvish Name Generator und der Hobbit Name Generator von Chris Wetherell nehmen Deinen Namen entgegen und sagen Dir auf Knopfdruck wie Du als Elb oder als Hobbit heißen würdest.

Als Elb bin ich “Caranthir Calmcacil”, und als Hobbit höre ich auf den schönen Namen “Marroc Danderfluff of Willowbottom”. Gollum gollum, kann man da nur sagen, und mit diesen weisen Worten wird das Netzbuch für diese Woche zugeklappt, natürlich nicht ohne allerseits ein schönes Wochenende zu wünschen …

Alle gegen Brockhaus

Internet

Der Teil 2 der von mir schon hier gewürdigten Telepolis-Reihe über Wikis und die Wikipedia ist heute erschienen: Alle gegen Brockhaus. Interessant ist dabei die Betrachtung der Wikipedia-Philosophie, des Neutral point of view (NPOV). Der NPOV hat zur Konsequenz dass alle Meinungen zu einem Thema dargestellt werden dürfen, so lange man diesen seinen Standpunkt nicht als den einzigen darstellt. So wird z.B. der Holocaust-Revisionismus in all seinen Meinungsfacetten dargestellt. Ganz im Sinne der “Idee” von Meinungsfreiheit: Man nimmt alle Meinungen und Fakten zur Kenntnis und bildet sich dann im Idealfall eine eigene. Nur hat man damit Probleme in Ländern wo die Meinungsfreiheit zwar in der Verfassung steht, aber durch die “Jugendschutzkeule” beliebig eingeschränkt werden darf, z.B. Deutschland. Daher merkt Telepolis-Autor Erik Möller auch süffisant an:


»NPOV wirft auch philosophische Fragen auf. Kann man es z.B. jugendlichen Lesern zumuten, offen mit bestimmten Argumenten konfrontiert zu werden oder muss eine Enzyklopädie moralisch Stellung beziehen? Landet Wikipedia womöglich in Deutschland auf dem geheimen Index jugendgefährdender Schriften, weil blasphemischen oder sexuell freizügigen Ansichten nicht zur Genüge Einhalt geboten wird? Während die Amerikaner ihre verfassungsmäßig geschützte Meinungsfreiheit genießen, müssen die deutschen Wikipedianer hoffen, dass nicht der ein oder andere Regierungspräsident von dem Projekt Kenntnis nimmt .. « (ebd.).


Das man sich darüber überhaupt Gedanken machen muß wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland …

"Google Vanity"

Internet

Die futurezone beschäftigt sich mit dem Problem dass man bei seiner Tätigkeit im Internet Datenspuren hinterlässt und dadurch “Schreibtischdetektive” herausfinden können dass Du beim letzten Turnier des Tennisklub “TC Kleinschlotterbach” Letzter geworden bist. Wie man seine Daten aus dem Google-Index entfernt kann man übrigens bei Google nachlesen. Dass Gegenteil davon nennt man “Google Vanity”, also der eigenen Prominenz im Google-Index nachspüren. ;-)


Mit dem Thema hat es übrigens auch Spiegel Online: Die Google-Jagd auf Libby Hoeler

Software-Patente

Internet

Pro-Linux: »Eine bevorstehende EU-Direktive zur »Harmonisierung und Klarstellung des Patent-Rechtes« hat sich als schwerer Angriff auf die Rechtssicherheit, besonders für kleinere Unternehmen und freie Software entpuppt. Die Gegner der Direktive veranstalteten am 7. und 8. Mai 2003 eine Konferenz in Brüssel, um ihren Standpunkt zu diskutieren.«

Redner auf dieser Konferenz war u.a. Lawrence Lessig, der Lizenzforderungen von Patentinhabern mit Schutzgelderpressungen verglich.

Mehr: Pro-Linux

Das Wiki-Prinzip

Internet

Ein ganz hervorragender Artikel auf Telepolis: “Das Wiki-Prinzip.”

Wikis sind Websites die für “Otto-Normalsurfer” seltsam anmuten. Der Artikel erklärt das Wiki-Prinzip und seine Umsetzung anhand der freien Enzyklopädie Wikipedia so dass es wirklich jede® verstehen sollte.

Wikis eignen sich, “geheim” auf einen Webserver abgelegt, übrigens auch ganz hervorragend als “Brainstorm-” und Notiz-Tool für den individuellen Gebrauch.

Internet-Plagen: Texte im Word-Format in Emails

Internet Perennen

Man kennt das: Kunde möchte einen Text für eine im Aufbau befindliche Website senden, und man bekommt – ein Word-Dokument. Oder man reserviert ein Wochenende in einem Hotel, man erhält eine digitale Auftragsbestätigung – als Word-Dokument. Als wäre das in irgendeiner Form ein Standard. Man öffnet es (schließlich benötigt man die Info), ein Makrovirus aktiviert sich, löst eine Kette von schlimmen Killer-Prozessen in Windows aus, der Prozessor überhitzt, der Rechner fängt Feuer, die Tapeten gleich danach. Schon steht das Stockwerk in Flammen, die Gasleitung explodiert – kurz und gut, totale Apokalypse, ein halber Stadtteil in Trümmern, und alles nur weil jemand nicht in der Lage war den Text per Zwischenablage in die Mail zu kopieren!


Richard Stallman, seines Zeichens GNU-Evangelist, mag auch keine Word-Attachments, deshalb fordert er alle Nutzer freier Systeme Emails mit Word-Anhängen höflich aber bestimmt abzulehnen und den Absender über sein schä(n)dliches Tun aufzuklären: Wir können Word-Anhängen ein Ende machen


»Für uns Nutzer freier Betriebssysteme ist es lästig, Word-Dokumente zu erhalten. Aber die schlimmste Wirkung übt das Senden von Word-Dokumenten auf Leute aus, die auf freie Software umsteigen wollen: Sie zögern, weil sie Word benötigen, um die erhaltenen Dateien zu lesen. Die Praxis, Word-Anhänge zu verschicken, verhindert das Wachsen unserer Gemeinschaft und die Ausbreitung der Freiheit. Wir nehmen nur die gelegentliche Belästigung eines Word-Anhangs wahr, dabei stellt dies eine beständige Verletzung unserer Gemeinschaft dar, die nicht in unsere Aufmerksamkeit rückt. Aber es passiert die ganze Zeit.«


Da diese Aktion aber schon seit Januar 2002 im Netz steht und ich die aufgeblähten Virenschleudern trotzdem immer bekomme war diese Aktion wohl noch nicht sehr erfolgreich, man müsste vielleicht einen schicken Button für den Einbau auf der Homepage basteln, sonst nimmt das keiner wahr. Oder das Thema hat nicht die soziale Relevanz wie z.B. die Aktion gegen Copy & Paste in Gästebüchern


Interessant ist es übrigens so ein fremdes Word-Dokument mal mit einem Ascii-Editor unter die Lupe zu nehmen, was die meisten nicht wissen ist dass Word gelöschte Textteile im Dokument speichert und man so leicht mal nachschauen kann wie denn z.B. der erste Preis des Angebots war …

Weibliche Charakter in Computerspielen

Internet

Ein Essay über Geschlechterbilder in Computerspielen: Genderplay: Successes and Failures in Character Designs for Videogames:

»As a woman who plays video games, I`ve had to think about gender in videogames, because it`s so obvious that I`m playing in a boys` world.

The late Dr. Anita Borg taught that technology isn`t neutral; tools are shaped by the values and desires of the creators. Often the creators tend to be clueless to the values encoded in their tools, because to them, the tools are transparent – they reflect pure utilitarianism.«

(via Bluephod)

Strato ...

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… ist der Hammer: »SQL-Datenbanken von Kunden bei Strato gelöscht« Backups haben sie vielleicht mal gemacht, allerdings werden sie nicht eingespielt. Wech sind die Datenbanken, und damit ist bspw. unser schöner Rollberg hinüber.

Allerdings sollte man sich als Kunde eines Webhosters ab und an mal auf der Shell einloggen und ein “mysqldump —user=ich -p datenbank>datenbank.sql” machen und die SQL-Datei dann auf seinen Rechner runter ziehen. Schlimme Dinge können immer passieren …

Oder macht es wie ich und hostet bei Hostsharing eG, da passiert so etwas nicht.

Kein Surfen in Telefonzellen

Internet

»Die Deutsche Telekom hat das Projekt, Telefonzellen zu Internet-Terminals aufzurüsten, aufgegeben. “Die Akzeptanz durch die Nutzer war zu gering”, begründete ein Sprecher der Deutschen Telekom die Entscheidung.« (Welt). Verstehe ich nun nicht, das wäre bestimmt spannend gewesen wenn man gerade mal dringend telefonieren muß und vor einem steht jemand der in aller Ruhe im Web rumsurft …

Microsoft möchte Google entthronen ...

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…, zumindest wenn man einem Bericht der futurezone glauben darf: »Microsoft hat mit der Ankündigung Aufhorchen lassen, zukünftig mehr Kapital und Arbeit in die Entwicklung eigener Internet-Such-Techniken investieren zu wollen. In diesem Zusammenhang sprach MSN-Marketing-Chef Bob Visse auch explizit davon, dass man Google “immer mehr” als Konkurrenten betrachte. Gleichzeitig betonte Visse, dass sein Konzern “den Kunden ein besseres Such-Tool bieten” könne.«

Oh ja, das wird `ne Suchmaschine, MSIE-only, und ein Suchassistent als ActiveX-Komponente …

Mesopotamien ...

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…, das Land zwischen Euphrat und Tigris, ist nicht nur das aktuelle “Theatre of operation”, sondern eine der Wiegen unserer Zivilisation: »Seit Tausenden von Jahren durchfließen die beiden Ströme das Land und sahen große Reiche kommen und gehen. Mächtige Herrscher bauten ihre Städte an ihren Ufern und lenkten von dort die Geschicke der damals bekannten Welt. Neben dem Alten Ägypten war Mesopotamien die zweite Quelle, aus der über die Griechen und Römer das Wissen der damaligen Zeit zu uns gelangte und unsere Zivilisation prägte« heisst es auf Vergessenes Mesopotamien, eine schöne Website, die versucht uns das Leben der damaligen Zeit nahe zu bringen. Auch wenn sie seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert wurde sollte man sich die Geschichten aus dem alten Mesopotamien in einer ruhigen Minute mal zu Gemüte führen.

Alles ist Börse

Internet

Wenn ich eines “ätzend” finde dann ist es das die “Durchökonomisierung aller Lebenswelten”; die Welt und das Leben, alles ist nur noch eine große Börse. Und die implizite Aussage darin: Börse, und der damit verbundene Weg des Wirtschaftens mitsamt seiner Auswirkungen auf das Soziale, ist etwas positives. Darüber kann man aber trefflich streiten.

Zwei Beispiele: Ein Bericht der futurezone über “Online-Börsen-Handel” mit fiktiven Wertpapieren zum Tag von Saddams Sturz, und BlogShares, eine “Börse” zum Handel von Weblogs mit Links als Währung (via Bloghaus).

Internet unter Druck

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Die Gier nach Informationen zum Golf-Krieg treibt das Internet in die Knie. Man kann nicht mal mehr bei Google suchen, die Verbindungen nach Nordamerika sind, zumindest wenn man das Netz der Telekom benutzt, völlig überlastet (vgl. dazu auch futurezone: “Krieg führt zu Ansturm auf Newssites”).

Spammer ...

Internet

… werden auch immer dreister: Gerade hatte ich zwei Mal ein je 220 KByte großes “Newest Internet Security Pack” von Microsoft persönlich in der Mail. Nett von ihnen, einem das gleich persönlch zu senden. ;-)

Es handelt sich dabei um einen Dialer oder Virus oder weiß-der-Geier-was, jedenfalls nichts gutes. Wer also eine Mail bekommt die mit den Worten »Microsoft Client, this is the latest version of security update, the
“March 2003, Cumulative Patch” update which eliminates all
known security vulnerabilities affecting Internet Explorer,
Outlook and Outlook Express as well as five newly discovered
vulnerabilities« beginnt sollte diese kommentarlos löschen, natürlich vorher zu den Göttern des Netzes beten dass man keinen Email-Client benutzt der schon in der Vorschau automatisch anhängende Dateien ausführt …

Die negativen Auswirkungen ...

Internet

… ständig eintrudelnder Emails (neben Telefongesprächen und anderen “Störquellen”) auf die Konzentration und Produktivität beleuchtet The Tyranny of Email:

»I maintain that programming cannot be done in less than three-hour windows. It takes three hours to spin up to speed, gather your concentration, shift into “right brain mode”, and really focus on a problem. Effective programmers organize their day to have at least one three-hour window, and hopefully two or three. (This is why good programmers often work late at night. They don`t get interrupted as much…)«

Recht hat der Mann! Aber das werden Nicht-Programmierende niemals verstehen, “man kann doch mal eben ans Telefon gehen und dann einfach weiter machen” gibt es dann zu hören, insbesondere von verwaltenden und vertrieblernden KollegInnen. Nein, kann man nicht. Klingelnde Telefone, plärrende Mailclients und sonstige Ablenkungen kosten in Wirklichkeit mehr Zeit als eine Plauderei oder Email-lesen tatsächlich an Zeit kostet, denn die Konzentration und die Gedanken sind weggeblasen. Man muß beim Programmieren in seinem Kopf eins werden mit seinen Abläufen und Datenstrukturen, ein guter Programmierer vergisst in diesem Zustand dass es eine Welt außerhalb seines Programmablaufs gibt. In genau diesem Zustand kann man stundenlang arbeiten und schaut anschließend erstaunt auf die Uhr weil man nicht mitbekommt wie die Zeit vergangen ist. Wird man dagegen rausgerissen aus der “gedanklichen Einheit von Programmablauf und Hirn” kostet das nach meiner Erfahrung locker ein Stündchen Zeit bis man wieder da ist wo man vor der Unterbrechung war.

Darum muß man die ständige Verfügbarkeit und Störung durch Email unterbinden:
»Stage one is configuring your email client to present alerts when you receive an email. Don`t do this. Stage two is configuring your email client to make noise when you receive an email. Don`t do this. Stage three is running your email client all the time. Don`t do this, either. To be effective, you must pick the moments at which you`re going to receive email. I know this goes against common wisdom. Just about everyone I know runs their client all the time, has it configured to make noise, and may even have it present alerts when an email is received. Don`t do it.« Recht hat er (schon wieder), sollte man dann auch beherzigen.

(via Raging Platypus)

Alles neu bei pMachine

Internet

Rick Ellis hat die pMachine-Website, wie man so schön, eingedenk des letzten Beitrags, sagt, “relaunched”. M.E. sehr gut gelungen, es ist aber deutlich erkennbar dass die Reise bei pMachine in Richtung “Bezahl-Software” geht. So gibt es nun z.B. Support-Foren “erster und zweiter Klasse” für pMachine-Free und -Pro-User.

Einerseits bin ich ja ein Fan von Open Source und freier Software, andererseits aber auch von Geld auf dem Konto, als “Berufs-Internetter” weiß ich dass Programmieren richtig in Arbeit ausarten kann und finde es daher legitim dass Rick Geld für seine Software sehen will. Aber das ist ja das grundlegende Dilemma.

Google

Internet

Die altehrwürdige BBC fragt sich: Is Google too powerful? Nebenbei wird erst einmal mit dem (vor allem in der amerikanischen Weblog-Szene gepflegten) “Weblog ist der neue Journalismus”-Hype abgerechnet:


»Blogging is not journalism. […] The much-praised reputation mechanism that is supposed to ensure that bloggers remain true, honest and factually-correct is, in fact, just the rule of the mob, where those who shout loudest and get the most links are taken more seriously.«


BBC-Autor Bill Thompson teilt die Bedenken die ich schon einmal bei einer Diskussion im Bloghaus angedeutet habe, nämlich dass Google zu einem Machtfaktor im Internet geworden ist der eines näheren Blickes bedarf. Es ist doch de fakto so: Was nicht in Google gefunden wird existiert nicht für das “Publikum” im Web. Und Google breitet sich heimlich, still und leise aus: Sie bauen ein Newsportal, ein Shopping-Portal, und nun kaufen sie Blogger. Trotz der Monopolstellung hat Google nach wie vor ein gutes Image, das resultiert wohl noch aus der Zeit als Google ein Geheimtipp und der “Underdog” im Kampf gegen die großen “Bösen” wie Altavista war. Und es ist natürlich eine brauchbare Suchmaschine.


In Google steckt auch das Potenzial eines “Big Brothers”. Google weiß alles was ich je im Usenet geschrieben habe, es weiß welche Seiten ich publiziert habe, es trackt was ich gesucht habe und, wenn man die Google-Toolbar installiert, alles was ich im Browser anschaue. Daher kommt Thompson in seinem BBC-Artikel zu dem Schluß: »Perhaps the time has come to recognise this dominant search engine for what it is – a public utility that must be regulated in the public interest.«


Kann man mal drüber nachdenken, man muß ja nicht gleich so weit gehen wie ein Kommentarschreiber auf der BBC-Website: »Thank you for this article! I have changed my search engine immediately.«

Devotionalien der etwas anderen Art ...

Internet

… bietet bald ein ganz besonderer Online-Shop: Chollima Group verkauft Artikel aus der “Achse des Bösen”-Macht Nordkorea, vom “anti-imperialistischen Poster” bis hin zur Ginseng-Gesichtscreme, alles frisch aus dem Reich des “geliebten Führers” (via futurezone). Ach ja, Reisen wird es auch geben, das wäre doch mal ein Urlaubsziel wo garantiert noch niemand sonst aus dem sozialen Umfeld war …

H.P. Lovecraft

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[H.P. Lovecraft] Gut gruseln: The Complete Works Of H.P. Lovecraft (via Wurchlog). Die Horror-Geschichten von H.P. Lovecraft habe ich als Jugendlicher in halb zerfallenen Büchern mit schwarzem Einband und grünen Seiten aus der Stadtbücherei verschlungen. Für jeden Lovecraft-Interessenten unentbehrlich ist auch The H.P. Lovecraft Archive. Dort gibt es eine Seite die mit den Mythen aufräumt die Lovecrafts Leben und Werk umranken, z.B. dass er wahnsinnig wurde und durch Selbstmord starb oder dass das “Necronomicon” tatsächlich existiert.

Lovecrafts Geschichten inspirierten diverse Künstler aus den unterschiedlichsten Genres (und Qualitätskategorien), bspw. Autoren wie Stephen King und Wolfgang Hohlbein (weniger gelungen) oder zahlreiche Musiker, Metallicas Stücke “The Thing That Should Not be” (auf “Master Of Puppets”) und das Instrumental “The Call Of Ktulu” (auf “Ride The Lightning”) sind sicherlich die bekanntesten darunter.

Wanderung aus gestorbenen Systemen

Internet

In der FR: Wanderung aus gestorbenen Systemen. Über die Schwierigkeit Werke bibliothekarisch zu erhalten die z.B. mit einem C64 erstellt wurden ohne die “Authenzität” zu zerstören. Meine ältesten Texte sind mit einer Textverarbeitung namens “IBM PC Text” (die sind schwierig zu öffnen heutzutage) und MS Word 4.0 für DOS (die bekommt man auch heute noch problemlos geöffnet) geschrieben, gut dass ich mit dem C64 nur gespielt und sinnfrei programmiert habe …

Das zeigt wieder einmal wie wichtig es ist Dokumente in freien und zukunftssicheren Formaten aufzubewahren, es sollte sich niemand der Illusion hingeben dass z.B. PDF ein Format für die Ewigkeit ist.

Telepolis schreibt zum gleichen Thema: »Der digitale Sammlerwahn kann aber nur zeitweise die Schwierigkeit verdecken, Entscheidungen treffen zu müssen, also nach Maßgabe irgendwelcher Kriterien zu selektieren, was aufbewahrt werden soll und was dem Vergessen anheim fallen darf oder muss.«

Belästigungen

Internet

[Tötet Karl Klammer!] Wer kennt sie nicht, all die schönen nervtötenden Dinge welche die verschiedenen Systeme der Windows-Familie der/dem Anwender(in) so bescheren?

Annoyances.org (engl. annoyances = dt. Belästigungen) bietet Tipps und Tricks um Windows-“Features” wie lustige Gesellen (Karl Klammer und seine Freunde), blöde Gimmicks wie Menüs mit Rolleffekten und ähnliches Zeugs los zu werden (gefunden bei Neat New Stuff On The Web).

Man kann natürlich gleich Linux nehmen, aber das ist eine ganz andere Geschichte …

Hello, my name is Scott

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Scott läuft seit 834 Tagen mit einem Namensschild auf der Brust herum. Seine Philosophie dahinter: »My goal in life is to be friendly to everyone in order to break down walls of social trepidation, thus spreading the fulfillment and sheer joy that can be found through interpersonal interaction. […] my individual method of accomplishing this goal is carried out by one simple, consistent act: wearing a nametag.«

Scott trägt also ein Namensschild um die kommunikative Stille in einer Welt, welche die Kommunikation zwischen Menschen technisiert und industrialisiert hat, zu durchbrechen. Und das funktioniert, wie man in seinen Anekdoten nachlesen kann. Mittlerweile hat Scott über seine Erlebnisse ein Buch geschrieben und wurde als “liebenswerter Verrückter” ausgiebig in der Presse erwähnt.

(Metafilter)

Dies und das

Internet

Das Online-Rollenspiel “Everquest” zerstört Beziehungen, schreibt die Netzeitung.

Die Studierenden sind auch nicht mehr das was sie mal waren: “Damals” war es eine Frage der Ehre Seminararbeiten nicht einfach abzuschreiben (weil man ja drastischer seine eigene Unfähigkeit nicht dokumentieren kann), heute in den Zeiten des Internets ist es Gang und Gäbe dass die lieben Studis einfach abkupfern. Ist klar, die Zeit um eine vernünftige Arbeit abzuliefern ginge ja für “Party machen” verloren. Darum verlangt jetzt z.B. Professor Abromeit von der TU Darmstadt eine eidesstattliche Erklärung, wer sich erwischen lässt wird zusätzlich bei allen Profs unmöglich gemacht (Heise Online).

“Reifen.de” hätte man sich beizeiten mal sichern sollen, dann wäre man nun relativ wohlhabend (FR).

Open Facts, eine freie Wissensdatenbank über Open-Source-Software sammelt im immer beliebter werdenden Wiki-Format Informationen und Dokumentationen zu Open Source (Pro Linux).

Roboter checken Frauen ab ...

Internet

… und werfen Basketbälle, berichten die Roboterfreunde der futurezone.

Das Unternehmen Intelligent Earth hat einen Roboter entwickelt dessen herausragendste Funktion das automatische Erkennen weiblicher Attraktivität sein soll. Männliche Attraktivität kann der Roboter namens “Doki” aber nicht erkennen, diese sei nicht so einfach nach optischen Kriterien auszumachen, sagt Hersteller “Intelligent Earth”. Und fügt hinzu: Bei der Frage der “Attraktivität für das andere Geschlecht” müssten aber noch andere Faktoren als allein das Aussehen berücksichtigt werden, die der Roboter nicht beherrsche.

Eine größere Herausforderung als das elektronische Erfassen der weiblichen Formen dürfte diese Seminararbeit an der TU Darmstadt gewesen sein, ein Roboter namens “EM Kanone” der es schafft selbstständig Basketbälle im Korb zu versenken, und das mit 100% Trefferquote; das war der Sieg im diesjährigen Wettkampf der “Elektromechanischen Basketballspieler” an der Technischen Universität Darmstadt.

Böse Zungen könnten nun anführen dass diese Meldung belegt das Roboter-Forschung ein typisches Spielfeld des männlichen Spieltriebs sei, denn womit beschäftigen sich die Roboter? Mit Frauen und Sport… ;-)

Wertschöpfungskette

Internet

Bei eDings: Online-Publishing in der Krise?

Nun sitze ich deprimiert vor meinem Computer weil meine Site nicht “relevant” ist, keine “Wertschöpfungskette” beinhaltet und ich mir noch keine Gedanken über ein “tragfähiges und für alle befriedigendes Konzept” gemacht habe.

Auf der Zunge zergehen lassen sollte man sich noch folgendes Zitat aus o.a. Text:
»Wer hingegen Privates zum Thema macht, ohne damit einen wie auch immer gearteten Verarbeitungsprozess zu verbinden, der darf sich nicht wundern, wenn dieses zum Gegenstand öffentlicher Diskussion wird, er selbst aber nur einer Schublade zugeordnet wird.
Carola Heine dazu auf ihren Webseiten: “Das Beste am Internet ist, dass sich auch solche Leute frei äußern können, deren Meinung nicht von Interesse ist. ;-)”« Arroganz statt Relevanz, das ist das Rezept zum erfolgreichen Online-Publishing …

Nun warten wir alle sicher gespannt auf Teil 2 dieser Artikelreihe.

Weblog aus Bagdad

Internet

» Those foreigners are all over the place, I think I know what it should be called: War Tourism. betcha they will be out of here faster than you can say Iraqi-peace-team when things get a bit too hot.«

“Salam Pax” ist lt. Recherchen der futurezone der letzte irakische Weblogger der aus dem Irak schreibt. Mit dem nötigen Kleingeld sei auch jetzt, trotz allgegenwärtiger Zensur im Irak, der Internetzugang kein Problem.

Autentisch oder Teil der Show, das ist die Frage. Auf jeden Fall ein interessantes Blog aus dem von Bush definierten “Zentrum des Bösen”.

Ralph Segert ...

Internet

… ist wieder da: s i . l o g:
»Das si.log ist kein reines Funprojekt, eher ein Dienstleistungs-Blogg mit guten Fotografien und Links, eine Mischung aus Information, Eigenwerbung und Support, der Versuch, das Nützliche mit dem Schönen, das Verkaufen mit dem Kommunizieren und das Nehmen mit dem Geben zu verbinden. «

Wer die Texte zu den vorhandenen Bildern liest hat keinen Zweifel daran dass Ralph wieder zu alter Form auflaufen wird. Freut mich!

Der Flieger von Frankfurt - Nachtrag

Internet

Die sonntägliche Aktion des Fliegers über Frankfurt erzeugt “mediale Nachbeben”:

Unter dem schönen Titel “Der Sonntagsausflug”, untermalt mit dem “Fliegerlied”, kann man sich ein Amateurvideo des Flugs über Frankfurt anschauen.

Lt. Metafilter sind das und das die Websites des verwirrten Fliegers, letztere die schon in den Medien ausgiebig gewürdigte Website über die Astronautin Judith Resnik.

Und noch das Feuilleton der FR: “Ich möchte nur kreisen”: Zur Psychopathologie des Aufmerksamkeitsterrorismus.

Nigeria-Connection in der taz

Internet

In der Weihnachtsausgabe der taz gab es eine auch online verfügbare Doppelseite über die Nigeria-Connection (dazu gehören auch noch dieser, dieser und dieser Artikel). Mir war bisher gar nicht bewusst welche erstaunlichen Dimensionen diese Nigeria-Geschichte eigentlich hat und wie viele sich darauf in brutalstmöglicher Naivität einlassen, z.B. er hier:

»Im größten bekannt gewordenen einzelnen Betrugsfall verlor der brasilianische Bankier Nelson Sakaguchi, Direktor bei der Banco Noereste Brazil, zwischen 1995 und 1997 insgesamt 181 Millionen US-Dollar. Einer der Betrüger, Chief Emmanuel Nwude-Odinigwe, ist nach Rercherchen der nigerianischen Zeitschrift News inzwischen Direktor und größter Aktionär der nigerianischen Union Bank sowie Vorstandsmitglied zahlreicher nigerianischer Unternehmen« (taz).

Detailliert berichtet die taz über den Fall der Familie Ghasemi aus Florida, lasst es Euch eine Warnung sein und beherzigt den eisernen Grundsatz des Kapitalismus: Niemand verschenkt einfach so Geld!

Tim Berners-Lee in der taz

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Der muß noch rein (ja, das war auch einer der Artikel mit dem Varus-Schicksal): Die Internet-Seite der taz war diese Woche dem WWW-Erfinder Tim Berners-Lee gewidmet und ist natürlich auch online verfügbar, als da wäre ein Interview und ein kleines Portrait.

Einige bemerkenswerte Zitate aus dem Interview:

»Das Internet ist im Großen und Ganzen nur ein Spiegel des Lebens. Wenn Ihr Provider kontrollieren kann, welche Seiten Sie zu sehen bekommen, kann er Ihnen seine Sicht der Dinge aufpfropfen. Wenn das Internet aber offen bleibt, sollte ein intelligenter Mensch schon in der Lage sein, das Leben in anderen Ländern wahrzunehmen.«


»Ich sehe einen wachsenden Druck von Regierungen, der mit der Gefahr einhergeht, persönliche Freiheiten und Rechte zu missbrauchen. Das ist leider wahr. Einige Grundrechte müssen unbedingt geschützt werden, denn es geht um die Verteidigung der Freiheit. Das Copyright ist ein weiteres Problem. Die Verlängerung des Urheberschutzes in den USA ist von großen Konzernen durchgedrückt worden. Ich glaube nicht, dass irgendjemandem damit geholfen ist, dass das Copyright auf 75 Jahre ausgedehnt wurde. Denn für den akademischen Fortschritt und die Kultur überhaupt ist es enorm wichtig, dass es ein umfassendes Repertoire von großartigem Material gibt, das die Menschen frei nutzen und zitieren können. Würde Goethe heute leben, hätte er seine Gedichte nach den neuen Regeln für elektronische Medien an irgendein Hollywood-Studio lizenziert. Dann müssten Sie jedes Mal zahlen, wenn Sie ihn zitieren wollen. Das ist die Richtung, in die die neuen Gesetze gehen.«


»Enttäuschend finde ich, wenn Firmen versuchen, die Kontrolle über das Web zu übernehmen. Dinge wie Pop-up-Fenster, die aus dem Browser herauskommen und sich des Desktops bemächtigen. Das geht einfach zu weit. «

Tim Berners-Lee hat auch eine interessante Homepage.

Jesus - Legende und Wahrheit

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Passend zur Jahreszeit: Jesus – Die Wahrheit hinter der Legende ist eine lesenswerte populärwissenschaftliche Annäherung an die historische Substanz hinter den “Gekreuzigten-Legenden”. Das ist übrigens das Titelthema der Print-Ausgabe des Stern diese Woche, nach ca. 47 mal “Klick” auch online komplett lesbar. Das habe ich Euch nun abgenommen, obiger Link springt direkt an die richtige Stelle. Oh, bitte, keine Ursache. ;-)

Und noch das: Links zur Jesus-Forschung

Vom rheinischen Netzzensor, oder: Der Balken im Auge

Internet

Jürgen Büssow, peinlicherweise Regierungspräsident meines Geburtsort Düsseldorf, agiert bekanntlich gerne als Netzzensor, natürlich nur um die bösen Nazis von zu schützenden deutschen Surferaugen fern zu halten. Jetzt wurde eines seiner Zensurdekrete, pardon, ich meine Sperrungsverfügungen tatsächlich von einem Gericht bestätigt (Heise).

Die Nazis im Netz jagt Büssow, bei antisemitischen Ausfällen eines Tischgenossen der den “Möllemann” macht reagiert er nicht so scharf, denn die Party war zufälligerweise gerade zu Ende als er das Wort ergreifen wollte, so was aber auch (Bericht darüber bei terz.org).

Doppelmoral ist auch eine Form von Moral…

Passwortflut

Internet

Ein Artikel in der futurezone:

»Viele Computernutzer haben inzwischen mit einer wahren Flut an Passwörtern zu kämpfen. Um sich die durchschnittlich 21 Passwörter merken zu können, wird leider oft die Sicherheit vernachlässigt. […] Die User wählen ihre Identifikationsdaten für berufliche wie private Services wie Online-Banking, Web-Mail oder Windows-Log-in dabei typischerweise nach zwei Grundsätzen. 84 Prozent der befragten User gaben an, Passwörter in erster Linie nach dem Kriterium der Merkbarkeit auszuwählen, und 81 Prozent nutzen ein und dasselbe Passwort bei so vielen Diensten wie möglich.«

Das ist ja nicht weiter verwunderlich: Du möchtest eine Software ausprobieren – Account anlegen und Passwort merken. Du möchtest in irgendeinem Weblog einen Kommentar schreiben – Account anlegen und Passwort merken. Du möchtest irgendeine Nachrichtensite lesen – Account anlegen und Passwort merken. Du abonnierst eine Mailing-Liste – Account anlegen und Passwort merken. Das ist doch nicht normal, daher muß man für sicherheitsunkritische Dinge, wie bspw. die große Gnade in einem Weblog einen Kommentar schreiben zu dürfen, einfach ein Universalpasswort verwenden.

Ein Tipp für Besitzer eines Palm-OS-PDA: YAPS legt einen “Passwort-Safe” auf dem PDA an (natürlich Passwort-gesichert ;-)) und ist auf jeden Fall sicherer als die berühmten Zettelchen auf dem Schreibtisch, und man hat die Passwörter alle dabei um im Zweifelsfall nachschauen zu können.

Der Bierkastenrouter

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[Bierkasten-Router] Das ist doch mal ne Idee: Man hat ja noch das eine oder andere Motherboard herumfliegen, aber Gehäuse sind teuer, warum also nicht einfach einen Router in einen Bierkasten einbauen?


Da mir ein alter Pentium 75 “zugeflogen” (in einem richtigen Gehäuse!) ist habe ich mir nun auch einen sehr praktischen fli4l-Router für den Internetzugang via DSL gebaut. Fl4l ist ein “Mini-Linux” das mit einer einzigen Diskette auskommt und nun brav dafür sorgt dass meine drei Rechner unabhängig voneinander per DSL ins Internet kommen. Gute Sache!

Im Moment habe ich viele Bastel-Baustellen, da ich gerade dabei bin habe ich auf meinem Hauptarbeitsrechner mit Partition Magic die Festplatten repartioniert und verschoben (ein gutes Gefühl der Erleichterung wenn anschließend das Booten wieder funktioniert), 2 mal SuSE-Linux eliminiert (wg. der unsäglich schlechten Paketverwaltung und Update-Prozeduren) und durch Debian ersetzt. Darunter leidet das Netzbuch ein wenig, aber wenn alles wieder funktioniert gibt es hier wieder das gewohnte “überflüssige Wah”, wie die Badener sagen würden. ;-)


Ausgerechnet der erste frisch installierte Debian-Linux-Rechner will aber nicht so recht mit dem fli4l-Linux zusammen arbeiten, darum muß ich nun noch ein bißchen basteln, denn ich hasse es abgrundtief wenn irgendetwas in meinem heimischen Netzwerk nicht richtig funktioniert…


Noch ein Tipp: Wer einfach mal eben ein kleines Linux-Apache-Mysql-PHP-System zu Entwicklungs- und Testzwecken braucht sollte mal einen Blick auf eisfair werfen, eine genau auf diesen Zweck optimierte Linux-Distribution aus dem Hause fli4l die mit einer(!) Konfigurationsdatei auskommt, allerdings einen funktionierenden Netzwerk- und Internetzugang (bspw. mit dem erwähnten Linux-Router fli4l) voraussetzt da ein Großteil des Systems nach dem Starten aus dem Internet besorgt wird.

Case-Modder

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[Modder-Block] Wenn man einem PC-Gehäuse mit Werkzeugen und Farben zu Leibe rückt wie weiland den Laubsägewerken dann nennt man das Modding, weiß die Süddeutsche Zeitung. Wenn man den unter diesem Artikel angegebenen Links folgt dann kommt man z.b. zu dem links abgebildeten Prachtstück. PC-Max erläutert in seiner reich bebilderten Anleitung wie man aus zwei Rechnergehäusen etwas so praktisches wie einen Motorblock bastelt.

Übrigens, es gibt sogar Profi-Modder und Weltmeisterschaften im Modding. Wollen wir doch mal schauen was die Bastelkiste mit den alten PC-Teilen noch so her gibt …

Geld verdienen mit Kartonage

Internet

Wie kommt man zu ein paar Euro extra?

Man packt seinen neuen PDA aus, bietet auf e-Bay “Sony Clié – Originalverpackung” für 30 Euro an, wartet bis die Schnäppchenjäger den Preis auf 300 Euro hochgetrieben haben und verschickt dann die Verpackung an den glücklichen Meistbietenden. Genial, nicht wahr? ;-)

(Inspiriert durch einen Kollegen und Die Welt)

Fundstücke

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[Frankfurt am Main historisch] Eine tolle Site: Frankfurt am Main – Das Goldene Buch: »AltFrankfurt.com ist ein elektronischer Bildband, ein “Goldenes Buch” von Bildern der wunderschönen Altstadt von Frankfurt am Main in Deutschland, einst Europas größtes erhaltenes mittelalterliches Stadtbild.« Letzteres wurde im Zweiten Weltkrieg leider zerstört, auf diesen Bildern lebt es weiter (via Imerologie).

Und Imerologie hat den Tipp von Linkperlen – 7 Links für 7 Tage, eine schöne Site mit interessanten Links zum Herumstöbern.

Auch nicht schlecht: Cookin` With Google. Man tippt die Zutaten in ein Feld und Google sucht das dazu passende Rezept raus, allerdings in Englisch, aber leo.org hilft beim Übersetzen der Zutaten (via Neat New Stuff).

Realitätsfremder Idealist

Internet

Da bin ich wieder, ich realitätsfremder Idealist:

»1. Bin ich ein Realitätsfremder Idealist, wenn ich Linux benutze?

Wenn Sie es auf einem Netzwerk-Computer, einem so genannten Server, benutzen: nein. Wenn Sie Windows löschen, um Briefe in Zukunft mit Linux zu schreiben: ja« (FTD, via Markus).

Der Artikel ist eigentlich unterhaltsam, jemand hat da sein gesundes Halbwissen einem mit Nullwissen ausgestatteten Publikum präsentiert. Aber andererseits bleibt einem das Lachen im Halse stecken, denn solche Artikel in solchen Publikationen bleiben bei der Zielgruppe (die krawattenbehangenen Glattgekämmten die das Geld für “IT-Kram” verwalten) hängen und prägen das Linux-Bild.

USA - Land der Dummen?

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Ein interessanter Artikel bei Metafilter: Ein vergleichender Geografie-Test offenbarte dass 87 Prozent der getesteten US-Amerikaner zwischen 18 und 24 nicht in der Lage waren den Irak auf einer Karte zu finden, 83% Afghanistan, 70% New Jersey, 49% New York und grandiose 11% (das ist die zukünftige Elite) die USA selbst (CNN). Wer sich selbst einmal testen möchte kann den Global Geographic Literacy Survey selbst ausführen, der Server ist allerdings gerade überlastet und bricht mittendrin mit Time-Out ab. Es gibt da zu jeder Frage weitere Statistiken, ich bin zwar nur bis zur vierten Frage gekommen, aber die USA waren jedesmal Schlußlicht, gerade mal die Hälfte wusste bspw. dass die Taliban und Al-Qaida in Afghanistan zu Hause waren. Nun ja, was will man von einem Land erwarten in dem Rüstung allemal einen höheren Stellenwert geniesst als Bildung …

Interessant ist auch die Diskussion bei Metafilter, einige US-Amerikaner vertreten offensiv die Einstellung (das ist jetzt meine Zusammenfassung): “Wir sind zwar dumm, aber wir brauchen nichts zu wissen, denn wir sind sowieso die Größten.”

Computer-Museum

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[Commodore 128] Eine Reise in die (für die älteren unter uns auch eigene) Vergangenheit gibt es bei OLD-COMPUTERS.COM.
So einen C128 wie auf dem Bild links hatte ich, neben einem C64, auch mal, das Dingen war damals tatsächlich als Alternative zu IBM/Microsofts PC mit MS-DOS und zum Apple Macintosh gedacht, das kann mal wohl in die Kategorie “grandiose Fehleinschätzungen” einordnen. Der C128 war aber gar nicht man so übel, er war neben dem üblichen Commodore-Basic als “Betriebssystem” auch mit CP/M 88 ausgestattet und daher technisch gar nicht so weit hinter IBM und Microsoft zurück (via Netzeitung).

Tja, so klingt das, wenn alte Männer über ihre Ex (-Computer) reden. ;-)

PDA für das Handgelenk

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[PDa am Handgelenk] “Boyz need Toyz” (wie war das noch mit den Anglizismen), das hier ist eines davon. Ein PalmOS-PDA von Fossil in der Größe einer Armbanduhr, zu haben für 200 bis 300 Dollar (lt. futurezone).

Ausgestattet ist das gute Stück mit einer 33MHz Dragonball-CPU (immerhin doppelt so schnell wie die die z.B. im Palm M105 steckt) und 2 MB RAM (genauso “viel” wie beim Palm Zire), das Display bietet 160×160 Pixel, also auch PalmOS-Standard. Ist halt alles etwas kleiner, für Grobmotoriker ist das nix ….

Also, falls noch jemand keine Idee für ein angemessenes Weihnachtsgeschenk hat. ;-)

Web Gallery Of Art

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»Nicht was der Mensch weiß sondern was der Mensch fühlt betrifft die Kunst, alles sonstige ist Wissenschaft.«
(Bernard Berenson, 1897)


Die Web Gallery Of Art ähnelt zwar optisch meiner ersten Homepage aber der Inhalt ist spitze: »The Web Gallery of Art is a virtual museum and searchable database of European painting and sculpture of the Gothic, Renaissance and Baroque periods (1150-1800), currently containing about 11,000 reproductions.«

(gefunden bei Neat New Stuff)

Verlierer sprechen Denglisch

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Ein genialer Artikel in der Frankfurter Rundschau: To matsch

Da bei der Frankfurter Rundschau leider die Artikel der Online-Ausgabe schneller verschwinden als man sie lesen kann erlaube ich mir hier mal ein längeres Zitat:
»Die Sprachpanscher sind unter uns. […] Hätten Sie Geld in die Sonnendurchbruch Vermarktung AG investiert oder doch eher in die Sunburst Merchandising AG? Diese Firma und andere, einst leuchtende Kometen am Börsen-Himmel des Neuen Marktes sind mittlerweile verglüht. Die Sunburst AG findet sich neben weiteren 46 Namen auf einer Liste mit Unternehmen, die im Nemax notiert waren und in den letzten zwei Jahren Pleite gingen. Die Übersicht legt der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) nun unter dem Titel “Verlierer sprechen Denglisch” vor. Alle diese companies pflegten das so genannte Denglisch. Denglisch ist das Esperanto der Jetztzeit und relativ leicht herzustellen: Man nehme einige Brocken Englisch, eine Prise Deutsch und mische dies unter Zuhilfenahme eines funktionsfähigen Silbentrennprogramms. Das Ergebnis: ein Mix, den selbst Engländer oder Amerikaner nur mit Mühe verstehen. «

Aber auch diese (für so manchen in der Geldbörse spürbaren) Erfahrungen schützen uns nicht vor der ausufernden Verwendung von BSE, Bad Simple English:

»Aber ist nicht unser aller Alltag mittlerweile gespickt mit Beispielen für BSE? Ob nun Telekommunikationsfirmen, Versicherungen oder Drogerien, es gibt kaum ein Unternehmen, das in Deutschland nicht mit scheinbar eingängigem Rotwelsch-Englisch wirbt. Was vor einigen Jahren mit der Designerin Jil Sander einsetzte, die schon damals beneidenswert radebrechte, dass ihre neue fashion line von der audience leider nicht richtig appreciated worden sei, hat die Werbeindustrie in letzter Zeit zu neuen sprachlichen Höhenflügen angetrieben. ‚Together. The Future. Now.`, ‚How are you?` oder ‚Come in and find out` – welcher Slogan ist nun der einer Versicherung, der einer Telefonfirma und welcher der einer Parfümeriekette? Wer heute Arbeit sucht, geht ins job center. Je nach business unit, gibt es dort ein case management nach master plan. An einem guten Tag erhält der Arbeitssuchende via quick-Vermittlung ein bridging mit key account-Betreuung. Ohne das entsprechende Quäntchen Glück ist sein Schicksal besiegelt: Er wird zum Job floater. Na denn. Have a nice day.«

Das ist ein Artikel mit dem ich “totally agree”, ich hasse BSE abgrundtief, in der IT-Branche läuft einem das den ganzen Tag über den Weg, besonders wenn die “Marketing Cracks” ins Spiel kommen. Vielleicht brauchen wir, wie die Franzosen, ein “Sprachreinhaltungsgesetz” dass Unternehmen und Behörden verpflichtet im öffentlichen Sprachgebrauch deutsche Begriffe zu benutzen, denn machen wir uns doch nichts vor: Die wenigsten Anglizismen sind schwer übersetzbare Fachbegriffe, gerade wenn PR und Marketing ins Spiel kommen geht es darum durch die Verwendung von wohlklingenden Anglizismen eigentlich banale Erkenntnisse mit der Aura der Internationalität zu versehen.

T.C. Boyle

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[Cover: World`s End von T.C. Boyle] Gerade zu Ende gelesen: “World`s End” von T.C. Boyle. Das war mehr oder weniger ein Zufallskauf der sich als Glücksgriff erwies, wer ein Faible für schwarzen Humor hat sollte es unbedingt lesen. Es handelt sich um die Geschichte eines Mannes namens Walter Van Brunt, dessen Vorfahren holländische Einwanderer waren die sich im 17. Jahrhundert in Amerika niederließen. Die Geschichte spielt in den 60er-Jahren des 20. und im 17. Jahrhundert auf zwei Handlungsebenen, was anfangs wg. der Vielzahl der handelnden Personen etwas verwirrend ist, sich aber nach und nach zu einer tollen Geschichte entwirrt. Großgrundbesitzer, Indianer, Blumenkinder, Reaktionäre, Revolten sowie groteske Un- und Todesfälle würzen die Geschichte und machen es zu einem amüsanten Lesevergnügen (zumindest wenn man wie ich einen leicht abseitigen Humor hat).

Infos zu T.C. Boyle gibt es auf deutsch kurz und knapp hier, ausführlicher ist da schon das Boyle Resource Center (wo allerdings nur eine deutsche Einleitung zur Verfügung steht) und natürlich Boyles Homepage, wo man u.a. im Forum dem Autor selbst Fragen stellen kann.

Castoren wieder unterwegs

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Wie ja “Presse, Funk und Fernsehen” zu entnehmen war rollt wieder unser eigener Atommüll aus Le Hague in Richtung Gorleben, und in guter alter Tradition gibt es wieder von dem beharrlichen und unkorrumpierbaren Völkchen aus dem Wendland Aktionen dagegen. Wer nicht nur der größtenteils einseitigen Berichterstattung aus “den Medien” glauben möchte kann sich bei X-tausendmal quer und Indymedia “von unten” informieren.

Ich kann den Protest verstehen, andererseits können wir ja schlecht den deutschen Atommüll einfach in Frankreich verrotten lassen, da schlagen zwei Herzen in meiner Brust, wie man so schön sagt.

Roboter geht einkaufen

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[Einkaufs-Roboter] Wieder mal etwas Neues von den Roboter-Freaks der futurezone: Ein Roboter namens “Roboka” spaziert im Kaufhof herum und kann über eine Website der Uni Rostock ferngesteuert werden, aber nur nach Ladenschluß, wahrscheinlich damit niemand gelangweilt von seinem Arbeitsplatz den “Roboka” benutzt um Jagd auf einkaufende Rentner und Hausfrauen zu machen …

Löblich: Für Freaks wie mich gibt es auch eine technische Info zu diesem Projekt auf den Seiten der Uni Rostock, er läuft mit Embedded Linux, damit ist immerhin ausgeschlossen dass er eine allgemeine Schutzverletzung bekommt und im Kaufhof durchdreht … ;-)

Übrigens, die UNO ist der Ansicht dass Roboter in wenigen Jahren auch im Haushalt alltäglich sind, gute Sache, nie wieder Staubsaugen!

Referrer-Marketing (III)

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Noch etwas zum sogenannten Referrer-Marketing: Ein Interview mit dem Erfinder dieser glorreichen Idee, Francois Lane, in der Netzeitung. Lane ist von Spam-Vorwürfen unbeeindruckt: »Das ist möglich, aber so weit ich weiß, hassen die Leute auch Banner, Pop-Ups und telefonische Direktwerbung – und Firmen benutzen diese Techniken noch immer. Wenn ich das System erst einmal verbessert habe, werden Sie schon sehen.«

Ätna

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[Ätna] Der Vulkan Ätna im Internet:
Eine Satellitenaufnahme der NASA zeigt die enorme Rauchfahne, eine Webcam (die leider nur manchmal funktioniert) zeigt genau wie diese aktuelle Bilder vom Vulkan (via NetNewsLetter). Hier gibt es eine Galerie mit Fotos und Videos vergangener Ätna-Ausbrüche. Einen mehr wissenschaftlichen Touch hat diese Site.
Infos über aktive Vulkane gibt es bei Vom Ätna zum Stromboli und Links zu weiteren Vulkan-Webcams gibt es hier, wobei aber die am Ätna gerade inaktiv ist.

Promi-Quitscheentchen

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[Dracula in der Wanne] »“Rub-a-dub-dub with stars in your tub” as Hollywood meets home decor with the world`s first ever celebrity bath tub duck line of the greatest icons of entertainment, athletics, and history.«

Sei es nun die Queen, Graf Dracula oder die Mona Lisa, man kann sie alle in Entchen-Form für die Badewanne haben. Celibriducks ist eine liebevoll gestaltete Site, da fehlt nichts, von Rundumansichten der Entchen über Zitate und historischen Hintergrund der Figuren bis zum CELEBRIDUCK THEME SONG (Link weist auf WAV-Datei!) – alles da!

(via Neat New Stuff)

Zensiert Google?

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Google zensiert Inhalte über ihre lokalen Zugänge, schreiben Jonathan Zittrain and Benjamin Edelman von der Harvard-Universität und rufen dazu auf neu entdeckte Fälle an sie zu melden (via Heise News-Ticker).
Dazu schreibt auch Web-Stark etwas, und auch in der Datenbank.futurezone gibt es einen interessanten Artikel mit weiteren Links.

Das ist überhaupt eine problematische Sache, durch ihr Quasi-Monopol hat Google eine Machtstellung inne. Was nicht in Google gefunden werden kann existiert nicht. Darum sollte man auch mal Metasuchmaschinen und andere Suchmaschinen ausprobieren (eine Übersicht findet man z.B. in der Suchfibel), denn auch Google hat nicht alles was es gibt in der

Referrer-Marketing

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Es gibt keine Idee die so daneben ist dass sie nicht doch jemand umsetzt:
Mastodonte bietet sogenanntes “Referrer-Marketing” an: »You are seeing this page probably because your found us among your weblog`s referrers or because a blogger linked to us as a result of our ongoing referrer campain. We are doing referrer marketing: adding your URL as a referrer in the logs of thousands of weblogs. If you are seeing this page, referrer advertising worked with you.«

Für schlappe 1000$ erscheint dann die Website des Auftraggebers als Referrer in den Zugriffsstatistiken der Weblogs. Krank, wie so vieles was aus der Welt des Marketing kommt …

(via Blogroots)

München ist Webhauptstadt ...

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… behauptet n-tv in einem Bericht über eine Statistik des Instituts der Deutschen Wirtschaft: »Im Städtevergleich ist dabei München mit 163 Domain-Namen je 1.000 Einwohner die deutsche Web-Metropole. Das ergab eine Untersuchung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Platz zwei nimmt Bonn ein (147), gefolgt von Düsseldorf (142).
Im Ländervergleich hielten Hamburg und Berlin mit 112 und 84 Domains die Spitze. Auf den nächsten Plätzen folgten Hessen (72), Bayern (70) und Nordrhein-Westfalen (66).«

Leider ist die komplette Rangliste hier nicht zu finden, also wird es immer ungewiß bleiben wo Wiesbaden liegt …

Attacke auf das Internet

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Es geisterte ja z.B. durch Spiegel und durch Heise: Montag abend versuchte jemand die DNS-Rootserver durch einen DoS-Attacke lahm zu legen, sprich, das Internet “kaputt” zu machen. Was so ein DNS-Rootserver eigentlich ist und wo das Problem liegen könnte erläutert auch die futurezone, und bei der ICANN und der ORSN liest man “Offizielles” zu den Rootservern.

Das Internet

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So heisst eine lesenswerte Serie der Süddeutschen Zeitung, besonders interessant ist der Beitrag Die zweite Menschwerdung, darin geht es um die Schwierigkeiten der alteingesessenen Medientheorie das Phänomen “Internet” zu erklären:
»Ganz sicher aber müssen neue medienanthropologische Lehr- und Forschungsansätze ausgearbeitet werden. Dabei geht es nicht um einen Techno-Diskurs über die Konstruktion neuer Welten, sondern um die schlichte Einsicht, dass – so wie die Sprache unser Denken bedingt – , die Medien unsere Kommunikationen prägen und unsere Welt modellieren. Damit ergibt sich aber als Fluchtpunkt der Überlegungen zum künftigen Verhältnis von Menschen und Netztechnologien nicht die Vision eines anderen Sprechens und Handelns, sondern die eines anderen Denkens« (ebd.).

Gegen Zensur!

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<a href="comments.php?id=413_0_1_0_C][Der Berliner Polizei, den großen Künstlern, gewidmet" width=“217” height=“307” align=“left” /> Das ist mal wieder eine Geschichte die einem den Hut hochgehen lässt:

Die Berliner Polizei stört sich an einem “Fahndungsplakat” von Berliner Antifas (heise berichtete). Da man das Fotografieren in der Öffentlichkeit schlecht verbieten kann kam man auf einen genialen Einfall: Man behauptet einfach ein Polizei-Fahndungsplakat sei ein Kunstwerk und das Anti-Polizei-Plakat der Antifas ein Verstoß gegen das Urheberrecht (auf so etwas muß man erst einmal kommen), sprich, Antifa hat ein Polizei-Kunstwerk gefälscht. Das schrieb die Polizei an Provider 1&1, und so sind wir Deutschen nun einmal: Kommt die Obrigkeit, wird gekuscht, und sei die Begründung noch so sehr an den Haaren herbei gezogen. Also nahm 1&1 die Seiten aus dem Netz. Das erzürnte den Schockwellenreiter, und so kam er auf die Idee das künstlerisch wertvolle Plakat im WWW so oft wie nur möglich zu spiegeln, da machen wir natürlich gerne mit!

Übrigens: Damit ist keine Stellungnahme im Kleinkrieg zwischen Antifa und Berliner Polizei bezogen (die geben sich an Verbohrtheit gegenseitig nicht viel, das Antifa-Plakat war eine Reaktion auf diese völlig unverhältnismäßige und in meinen Augen illegale Aktion der Berliner Polizei), sondern ich finde es eine Unverschämtheit dass die Polizei sich einen absurden Brief ausdenkt (Fahndungsplakate sind Kunstwerke, ich könnte mich immer noch totlachen) und der Provider 1&1 (lasst uns Werbung machen für Provider um die man besser einen Bogen macht) gleich auf dem Boden kriecht und kuscht, so geht es nicht, wir sind hier nicht in der DDR!

Noch einmal, für die bei denen der Cent nur langsam fällt: Gewalt, egal ob am 1.Mai oder anderswo, egal ob durch sogenannte “Autonome” oder “Freunde und Helfer” die es den “Chaoten” mal so richtig geben wollen, ist überflüssig wie ein Kropf. Hier geht es um Zensur und Freiheit des Wortes und vorauseilenden unangemessenen Gehorsam eines Providers!

Mit einem Klick auf Mehr oder das Bild kann man sich das Corpus Delicti etwas größer anschauen! Und: Habt Ihr eine Website, stellt das Plakat darauf, damit die uniformierten Kunstfreunde aus Berlin etwas zu tun bekommen… ;-)

[Der Berliner Polizei, den großen Künstlern, gewidmet]

Globale Klimaveränderung

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Informativ: Der Global Climate Change Research Explorer (Vorsicht, mit nervtötendem Flash garniert) öffnet einen Zugang zu Fakten über das globale Klima und seine Veränderungen, und das ohne den alarmistischen Habitus ökufundamentalistischer Selbsterfahrungsgruppen:

»We know that the earth has become warmer over the last century. […] We also know that human activities—primarily the burning of fossil fuels—have increased the greenhouse gas content of the earth’s atmosphere significantly over the same period. […] The vast majority of climate researchers agree with these overall findings. The scientific disagreements that do still exist primarily concern detailed aspects of the processes that make up these largely accepted general themes.«

(via netNews-Newsletter)

Tägliches Leiden per Email

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»So sehnt sich der unruhigste Vagabund zuletzt wieder nach seinem Vaterlande und findet in seiner Hütte, an der Brust seiner Gattin, in dem Kreise seiner Kinder, in den Geschäften zu ihrer Erhaltung die Wonne, die er in der weiten Welt vergebens suchte.«
(Goethe, Die Leiden des jungen Werther)


Eine nette Idee: Goethes “Die Leiden des jungen Werther”, eine düstere Geschichte eines unglücklich Liebenden die im Selbstmord endet, gibt es als tägliche Dosis per Email (Vorsicht, Flash-Intro!). Da das Werk bekanntlich in Briefform geschrieben ist übernimmt AbonnentIn die Rolle des “lieben Wilhelms” (gefunden bei Moving Target).

Wem das zu umständlich ist: Den “Werther” gibt es auch zum Lesen am Schirm beim Projekt Gutenberg und als Text für den PDA, z.B. in der PDA-Forum Bibliothek.

Musesyke

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Ich lebe gefährlich: n-tv über “Maus-Arm und Joystick-Finger”. Man sollte denken am Schreibtisch sitzen und Zeugs entwerfen und programmieren ist ein körperlich ungefährlicher Job, aber ist wohl nicht so.
Mit mausarm.de gibt es darüber sogar eine eigene Website, die kleinen Hypochonder unter uns werden, nachdem sie das alles gelesen haben, schon ein Ziehen im rechten Arm verspüren. Übersetzt hat diese Site offensichtlich ein Computer, anders sind solche Ratschläge wohl nicht zu erklären: “Benutzen Sie den Computer nicht uneingeschränkt! Zu viel des Guten kann böse Folgen haben, vermeiden deshalb Sie Spiele, chat und ähnliches ….”, oder, um es auf gut norwegisch zu sagen: “Bruk EDB med omtanke. Unngå spill, chat og lignende.” Eben!

Vermeidet Musesyke, macht öfter Pause!

Mehr Sex in Computerspielen!

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Jawoll, endlich hat mal jemand erkannt worum es wirklich geht: Da nach statistischen Erhebungen die meisten Gamer zwischen 24 und 35 Jahren alt sind muß mehr Sex in Computerspiele, in die Tat umgesetzt hat diese Erkenntnis als erstes das demnächst erscheinende Spiel BMX XXX. Wer geschickt mit dem Fahrrad rumturnt wird mit Video-Strip-Sequenzen und Sätzen wie “Wanna ride me like a bike? I`ll sit on your face and pedal your ears” belohnt, berichtet die futurezone.

Ich möchte keine Reklame dafür machen, sondern finde es interessant als gesellschaftliches Phänomen. ;-)

Dinner for One

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[Diner For One] Eine kleine Einstimmung auf die demnächst anstehenden Jahresendzeitfeierlichkeiten, zufällig bei Google gefunden auf der Suche nach etwas völlig anderem (so geht`s im Netz):

Das Dinner for One-Quiz. Zu gewinnen gibt es nix mehr, aber neben dem Quiz findet man noch einige interessante Infos zu diesem “Silvester-Kult-Programm”. Was so britisch anmutet wurde extra für das deutsche Fernsehen im Juli 1963 unter Ausgabe von DM 4.150,- Gage für Freddy Frinton aufgezeichnet. Und seit 1972 läuft es stets am Silvesterabend in allen deutschen Dritten Programmen. Und bald wieder ;-)

NYPL Picture Collection Online

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Die New York Public Library präsentiert ihre große Sammlung historischer Bilder nun auch online: “Since its creation in 1915, the Picture Collection has met the needs of New York`s large community of artists, illustrators, designers, teachers, students, and general researchers. Covering over 12,000 subjects, the Picture Collection is an extensive circulating collection and reference archive, the largest of its kind in any public library system” (Zitat).

(via Neat New Stuff)

Top-Models pro Atomkraft!

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“100%-Solarstrom-Angebot? Klasse, dann brauchen Sie abends Kerzen und der Kühlschrank geht aus. Windenergie? Na klar, dann können Sie nur bei Sturm fernsehen! Ich steh total auf unsere sichere Kernkraft!” Top-Models äußern sich zur Atomkraft bei kernenergie-info.de. Unbedingt bis zum Ende anschauen, auch wenn es “javascripted”. Kleiner Tipp am Rande: Es gilt das alte “Twin Peaks”-Motto: “Die Eulen sind nicht was sie scheinen.” ;-)

(gefunden bei Dr. Web)

~

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Über die Tilde ~ gibt es eine Menge zu erzählen, findet dive into mark (via Daypop Top40). Ursache war ein Proxyfilter der alle Domains herausfiltert die eine Tilde in der URL tragen, herausragend dabei der Tilden-Experte Jukka Korpela: “In fact, Jukka has written a lengthy treatise on why the tilde should not be used in URLs, a treatise which, I feel obliged to point out, contains a tilde in its URL” (ebd.). ;-)

Bugbear

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“Bugbear”, das Schreckgespenst, legendärer Virus, bekannt aus Funk, Film und Fernsehen, kommt morgen auch über uns (denn da werden die Bürorechner wieder angeworfen, Bürozeit – DAUzeit). Zu lesen gibt es darüber z.B. bei Heise und in der futurezone.

Dazu kann ich nur sagen: Wer einfach irgendwelche Mails von unbekannten Absendern öffnet und dazu noch den Microsoft-Schrott (Outlook und Outlook Express) benutzt und sich dann einen Virus einfängt verdient keinerlei Mitgefühl, selbst schuld …

Phobienliste

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Was es alles gibt: Phobien-Liste (via the deadest man alive) …

Wenn man das so liest kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen, nur sollte man nicht vergessen dass das für die Betroffenen alles andere als lustig ist. Andererseits würde es mich ja wirklich mal interessieren wer an Apeirophobie leidet, und wie sich das äußert.

Sollte man nicht machen ...

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Eine absonderliche Geschichte in der futurezone:

Ein Automechaniker schnappt sich den coolen Ford Mustang SVT Cobra einer Kundin, dreht eine heiße Runde, drückt dabei das Gaspedal durch, und schreibt anschließend in einem Forum einen begeisterten Erfahrungsbericht. Das Problem dabei: Die Kundin liest dieses Forum auch und macht die Sache publik, und damit nimmt das Verhängnis für den Mechaniker seinen Lauf, denn nun ist er Ex-Mechaniker …

Make your own Bush Speech

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Tolle Sache: Man muß nicht warten bis George Bush seine üblichen Reden über das Böse in der Welt auf CNN hält sondern kann sich selbst eine zusammenstellen und dann anschauen und anhören: Make Your Own Bush Speech (Vorsicht, Flash!). Je nach Zusammenstellung klingt das erstaunlich authentisch!

(via Daypop Top 40, hurra, Daypop ist wieder lebendig!)

In dem Zusammenhang, eine vielsagenden Bemerkung von George Bush die einen tiefen Blick auf das wahre Motivationsgemisch des amerikanischen Präsidenten bezüglich Irak liefert (Zitat lt. CNN):“After all, this [Saddam, Ergänzung von mir] is the guy who tried to kill my dad.”

Kann das die Triebfeder für rationale Politik des mächtigsten Mann der Welt sein? Wer stoppt dieses Bürschchen im Weißen Haus bevor es zu spät ist?

fussballdaten.de

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Wer kennt das nicht: Da sitzt man gemütlich beim Bier zusammen und diskutiert die Frage: “Wer schoß eigentlich die Tore beim 4:0-Sieg von Fortuna Düsseldorf gegen Bayern München in der Saison 85/86?” Normalerweise müsste man dann stundenlang Bundesliga-Jahrbücher wälzen, aber nun gibt es fusballdaten.de. Stundenlang kann man dort in Aufstellungen, Bilanzen und Spielplänen wühlen und sich so manchen glorreichen Sieg oder verheerende Niederlage noch einmal ins Gedächtnis rufen.

Ach ja, die Frage von oben klärt sich hier. Ich war übrigens damals dabei, war gut ;-)

Amerikanischer Journalismus nach dem 11.September

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“Why the current state of American journalism is good for media corporations, good for politicians, and bad for democracy: A review of Journalism After September 11.”

Ein lesenswerter Artikel (eigentlich eine Rezension) auf kuro5hin.org über den aktuellen Zustand des amerikanischen Journalismus in der Klemme zwischen journalistischen Idealen und dem Zwang zu Patriotismus und “auf der richtigen Seite stehen”, von einem Amerikaner, übrigens. Er erzieht uns zu Kritik gegenüber der amerikanisch dominierten Medienwelt, denn wir wissen: Etwas das irgendwo passiert ist auch bei uns erst ein Ereignis wenn es kurz drauf bei CNN auf dem Schirm erscheint, wie Luhmann gesagt hätte, in der Umwelt des selbstrefrentiellen Systems in dem wir alle hängen wahrgenommen wird.

SIE wissen wo Du bist!

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“Motorola hat nach eigenen Angaben einen Durchbruch bei der Fertigung von GPS-Empfängern erzielt, der künftig die Integration der Satellitenortung in fast jedem elektronischen Gerät erschwinglich machen und gleichzeitig technisch vereinfachen soll” (futurezone).

Super Sache, dann ist es vorbei mit solchen Sachen wie nach einem externen sommerlichen Kundentermin auf dem Rückweg erst einmal ausgiebig Capuccino in einem lauschigen Cafe zu schlürfen und dann laut stöhnend ins Büro zurück zu kommen (hüstel), denn in Deinem Firmen-Handy, -PDA oder -Laptop steckt dann ein Chip auf dem der Chef verfolgen kann wo Du steckst. Es lebe der technologische Fortschritt …

The Homeless Guy

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Ein Obdachloser aus Nashville mit eigenem Weblog. Soll man nun an das Gute im Menschen glauben und annehmen dass das tatsächlich so ist, oder mahnt die legendäre Kaycee Nicole-Story zur Skepsis?
(via randgänge)

Im Internet merkt niemand dass du ein Hund bist – solange du nicht bellst (Autor ist mir leider entfallen)

War es Howard Rheingold? Apropos, auf PopTech findet man ein interessantes Interview mit diesem Urgestein der Netzkultur.

Google auf dem Weg in den Portal-Abgrund?

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Und schon wieder Metafilter (heute stehen halt `ne Menge toller Sachen drin): Google-News. Oh nein, wird die Suchmaschine, die ich immer wg. ihrer Schlichtheit und des Verzichtes auf diesen sich vor einigen Jahren auf sämtlichen Suchmaschinen ausbreitenden “Portal-Schnick-Schnack-Virus” geschätzt habe, nun auch auf den Weg in diesen Dot-Com-Tod-Abgrund namens “Portal” gehen?

Wohl nicht, sieht eher nach einer Maxi-Ausgabe von Daypop aus.

Human Virus Scanner

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Viren-Scanner gibt es in allen Variationen und für alle möglichen Betriebssysteme, aber das Hauptproblem sitzt bekanntlich vor dem Rechner. Also wurde es Zeit für den Human Virus Scanner, man klickt auf Symbole die man erkennt und bekommt dann seine Diagnose nebst passenden Gegenmaßnahmen (via futurezone).

Ich leide an Linux, Sci-fi, British, Politics, Hippyism(!), Environmentalism, Macintosh und Cars, und höchstwahrscheinlich an Industrial, Unix, vi und X11. Oh jeh!

Der Tod eines Palm ...

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“… kann jeden von uns plötzlich und ohne Vorwarnung treffen. Keiner ist davor gefeit. Eine Unachtsamkeit, ein Ungeschick und schon ist es passiert: Ohne Schutz und Gnade entgleitet unser geliebter Palm unseren Händen, fliegt vom Tisch oder Regal und knallt jäh auf den viel zu harten Boden. Ebenso: Der kleine Liebling wird zu hart gequetscht oder gar überfahren. Das bedeutet unermesslichen Schmerz und tief empfundene Trauer” (Palmfriedhof).

Wenn es soweit ist, dann macht Euren Palm unsterblich und setzt ihm ein Denkmal auf dem Palmfriedhof. Meinem kleinen M105 geht es noch gut, außer dass er ein bißchen durstig ist nach Batterien. Aber das sollte einen nicht davon abhalten die eine oder andere Kerze auf dem Palmfriedhof zu spenden. Und unbedingt die Geschichte vom Tod eines Palm auf der McDonalds-Toilette lesen (direkter Link geht nicht, dämliche JavaScripte lassen den Browser komisch reagieren wenn man den Link “rausoperiert”), ihr findet die Story bei den “5 tragischsten Fällen” an Nummer 1, “Palmklo”.

Gucken!

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[UNPLUGGED - Prix Arts Electronica]



Heute, 21:00 Uhr, 3Sat: Prix Ars Electronica, Verleihung der Goldenen Nica(s) anlässlich der Ars Electronica in Linz.

Mehr gibt es heute nicht, Projekte, Kunden, Leben, und all dieses Zeug haben mich schwer geschafft ;-)

Neues aus dem Irak

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Immer wieder interessant in diesen kriegerischen Zeiten finde ich es ungefiltert zu hören was die “andere Seite” so zu sagen hat. Die Iraq Daily Newspaper wird vom irakischen Informationsministerium herausgegeben, ist aber leider voller fehlerhafter Links. Dafür gibt es aber für “Fans” eine kleine Galerie mit Portraits von Saddam Hussein. Eine etwas sorgfältigere Arbeit ist die Seite der irakischen Nachrichtenagentur INA, hier finden sich die (selbstverständlich regierungsgesteuerten) Nachrichten aus dem Irak (via Metafilter).

Und Saddam Hussein hat auch eine Homepage, inklusive offizieller Biografie.

Generell ist es immer interessant Nachrichten direkt aus anderen Ländern zu lesen, hier gibt es eine Liste mit Links zu englischsprachigen Zeitungen aus aller Welt (weiter unten, ganz oben sind die aus U.K.) und Links zu weiteren Verzeichnissen und Listen.

Übel der Kommunikationsgesellschaft: Abwesenheitsnotiz

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Ich warne ja immer vor den auch bei meinem Arbeitgeber überaus beliebten automatisch generierten Abwesenheitsnotizen, denn diese werden ja auch unkontrolliert ins Internet verschickt und erweisen sich als besonders tückisch bei Newsletter- oder Mailinglisten-Abos.

Pepilog hat wunderbares Anschauungsmaterial geliefert wie sich so eine Abwesenheitsnotiz auswirken kann, wer es nicht glaubt kann ja mal hier schauen… ;-)

Aus dem Netz

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[Das Team des Komissar zischt sich einen ...] Da ich heute zu ernsthaftem Diskurs nicht fähig bin hier noch drei eher seltsame Links:

Die Cineastischen 4 präsentieren in ihrer Rubrik Deutschdümelei “Bemerkenswertes aus den Fundgruben des 70er Jahre Fernsehen”, z.B. pedantisch genau über den Alkoholkonsum in der Fernsehserie “Der Komissar” (via ZEIT-Weblog).

Noch mal ZEIT: “Wo Wachsleichen überdauern, ist es immer angenehm kühl.” Ein Besuch in der anatomischen Sammlung La Specola in Florenz, passenderweise in der Rubrik “Geniessen” …

Auf der Website von RTL gibt es passend zum TV-Duell Kanzlerboxen (Vorsicht, Flash!), das Beste daran ist Renate Künast als leicht bekleidetes Nummerngirl …

Psychogramm der Viren-Programmierer

Internet

Viren-Programmierer sind nach Ansicht von Graham Cluley, Senior Technology Consultant in einem Schuppen namens “Sophos” (was immer das auch ist) nicht kleine verkappte Genies die nicht hinwissen wohin mit ihrer Genialität sondern von Sex und Computerspielen besessene Typen, schreibt The Register. Denn sonst würden sie ihre Viren ja nicht “Anna Kournikowa” oder “J. Lo Bikini Screensaver.exe” nennen.
Vielleicht arbeiten sie aber auch nur zielgruppengerecht ….

Eine Schlußfolgerung Cluleys finde ich aber sehr gewagt: Er meint Frauen seien zu vernünftig um Viren zu programmieren ….

Hamm`se gedient?

Internet

Die Bundeswehr sucht durch Einsatz zeitgemäßer elektronischer Kommunikation nach Nachwuchs: “Neben dem bereits vorhandenen virtuellen Rundgang durch eine Musterkaserne könnt ihr ab sofort auch in einem Feldlager der Bundeswehr auf Entdeckungstour gehen” (treff.bundeswehr – Eure Jugend-Site). Endlich mal etwas vernünftiges für die Jugend, und dazu noch einige
intellektuell fordernde Spiele. Solche Art der Werbung gefällt zwar nicht jedem, aber diese Zivilisten wissen halt nicht worauf es ankommt: Nämlich zu lernen wie man Hemden auf DIN A4 faltet, im Kollektiv zu lernen wie man zur Kantine geht (Rekruten dürfen so etwas niemals alleine, grundsätzlich nur im Gleichschritt und dann “Marsch-Marsch” als gäbe er in fünf Minuten nichts mehr).

Erst wer bei der Bundeswehr gelernt hat wie lange Tage ohne Sinn werden können wird zu einem richtigen Mann der auf die Frage “Hamm`se gedient?” mit einem kernigen “JAWOLL!” antworten kann …

Don`t Save Karyn!

Internet

Die Antwort auf diese Sache steht nun auch im Netz: dontsavekaryn.com.
“Our names are Bob and Ben. We`re really nice, and we`re asking for your help!
You see, there`s this other website run by this chick who has no concept of `fiscal responsibility`, and wants you to pay for her bills! And people actually give her money! Lots of it! […] Don`t Save Karyn dot com! We too are Internet panhandlers, but unlike Karyn and the guy who comes up to you on the street about how his car broke down and he has no money for gas, we make no pretenses…if you give us money, in the true spirit of Karyn, we are going to waste it all on stupid stuff!”

Japanisches Filmmonster attackiert harmlosen Blogger!

Internet

Immer wieder diese überflüssigen Namensrecht-Windmühlengefechte:

The Register berichtet dass das Blog Davezilla von einer Firma namens Toho Ltd. ins Visier genommen wurde die die Rechte an dem C-Movie-Filmmonster “Godzilla” hält. Unter anderem argumentieren sie damit dass Davezilla die Besucher im Zweifel lässt wg. seines “reptilienhaften Charakters”. Und das Beste, Toho meint tatsächlich die Besucher von Davezilla könnten annehmen bei seinem Logo handele es sich um um das Filmmonster:

[Logo: Davezilla, not really looking like Godzilla]



Godzilla sah zwar schon ziemlich seltsam aus, aber Davezillas Tierchen wirkt auf mich eher wie Goofy. Und The Register fragt sich wann die Bewahrer des einzig wahren Trash-Film-Monsters sich wohl die Mozilla-Website vornehmen werden?

Fragt sich der Chronist, Rallzilla, natürlich auch …

Kein Geld? Mach` ne Website auf ...

Internet

Eine Geschichte wie so wohl nur das Internet schreibt hat Spiegel Online entdeckt:

Eine junge Dame namens Karyn verschlug der Job und das Leben nach New York. Dort lässt es sich trefflich shoppen, wovon unsere Heldin auch weidlich Gebrauch machte. Unglücklicherweise wurde sie just arbeitslos als ihr Konto einen Stand von minus 20 221,40 Dollar. Was nun?
Karyn ist schlau, sie eröffnete unter der URL savekaryn.com/ eine Website mit den Worten: “My name is Karyn, I`m really nice, and I`m asking for your help! You see, I have this huge credit card debt and I need $20,000 to pay it off. So if you have an extra buck or two, please send it my way!” Tja, und im Gegensatz zum “Hasse man nen Euro” in der Fußgnängerzone funktioniert das, denn es ist bei savekaryn zu lesen: “TOTAL MONEY RECEIVED FROM NICE PEOPLE TO DATE: $4,105.84”.

Und das ganz ohne Ausziehen vor der Webcam oder ähnliche internetübliche Aktivitäten zur Einnahmensteigerung …

Netz-Splitter

Internet

In aller Kürze einige Fundstücke:

Steve Olafson, Journalist beim Houston Chronicle, wurde gefeuert weil er in seinem Weblog unter einem Pseudonym über lokale Größen abgelästert hat, berichtet irgendein Konkurrenzblatt namens Houston Press (via Scripting News). So kann`s gehen, passt also auf worüber Ihr so schreibt ;-)

Spiegel Online berichtet über das UMTS-Milliardengrab: “[..] Vodafone verschiebt den Start, weil die Endgeräte offenbar noch nicht alltagstauglich sind.”

Und meine Lieblingsmusikanten Oasis hatten einen Autounfall in Indianapolis, der einigermaßen glimpflich abgelaufen ist, berichtet laut.de, also “stop crying your heart out” …

Der Guillotinen-Smiley stammt von Plauder-Smileys, gefunden bei krit.

Fundstücke

Internet

Ernsthaftes gab es auch heute im Internet zu entdecken!

[bitterlemons,org]
Bitterlemons.org: Eine ganz besondere Website, Beiträge zum Nahostkonflikt aus israelischer und palestinänsischer Sicht, auf einer Website die von einem Israeli und einem Palestinänser gemeinsam betrieben wird:
“Bitterlemons.org is a website that presents Israeli and Palestinian viewpoints on prominent issues of concern. It focuses on the Palestinian-Israeli conflict and peace process, but other, related regional issues are also discussed. It is produced, edited and partially written by Ghassan Khatib, a Palestinian, and Yossi Alpher, an Israeli. Its goal is to contribute to mutual understanding through the open exchange of ideas. It aspires to impact the way Palestinians, Israelis and others worldwide think about regional issues” (gefunden bei Neat News Stuff On The Net).

Interessant für alle Newbies und “Noch-nicht-Nerds”: The Living Internet. Links und kurze Einführungen zur Funktionsweise des Internets und der Internet-Dienste sind hier zu finden. Informativ (via Mosaikum)!
In dem Zusammenhang fällt mir noch eine andere Sache ein (um mal mit dem bei NeueinsteigerInnen verbreiteten Vorurteil aufzuräumen das Internet wäre “brandneu”): “A Little History of the World Wide Web” und “The Roads and Crossroads of Internet History”.
“Ey, ralle, gibbet sowat auch in deutsch?” Ja klar, “Die Geschichte des Internets”. Seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert, grottenhäßlich und eine erbärmliche Navigation, aber inhaltlich sehr interessant!

Amüsant: Heather Cochran berichtet in Salon.com über abgelaufene Domain-Names und spekuliert munter über die Geschichten dahinter (via Slashdot).

Und Mosaikum hat ein Interview mit dem Google-Mastermind Sergej Brin entdeckt.

Das wöchentliche Pflichtprogramm: Hal Fabers WWWW diese Woche u.a. über die “Banalität der Raffgier” …

eBay und das Deep Penetration Marketing

Internet

Wieder mal eine gute Story bei The Register: Ein Herr wollte Werbeplatz auf seinem besten Stück versteigern, eBay hat das Stunden später gleich unterbunden, The Register hat aber noch einen Auszug aus dem Originaltext auf der Website.
The Register findet das schade: “It`s a poor show, it must be said. After all, it`s hardly Nazi memorabilia they`re punting here. On the contrary, this must be seen as a lost opportunity to send our own Reg vulture logo where no logo has gone before. Indeed, we had already rustled up a £1,000 bid to ensure that the mighty Reg was present at the first – and second – coming of the new age of deep-penetration marketing. The cash is still sitting in an envelope at Vulture Central. We are open to offers.”

Also, wenn jemand Interesse hat … (zuerst entdeckt von WorldWideKlein)

Fundstücke

Internet

Und hier mal wieder einige Fundstücke aus der weiten Welt des Internets:

Saudi-Arabien ist stolz auf seine bestens funktionierende Internet-Zensur, und nennt die dafür zuständige Zensoren-Brigade euphemistisch “Internet Service Unit” (diese Site testet ob Ihr genug Zeichensätze installiert habt), via futurezone.

Eine Geschichte in Weblog-Form, eine Blognovel: Plan B.

Eine Fundgrube für alle die an den juristischen Implikationen des Internets interessiert sind: GrepLaw. Geeks. Laws. Everything in between. (gefunden bei The Register)

vmyths.com: “Learn about computer virus myths, hoaxes, urban legends, hysteria.” (via Spiegel Online)

Grün wirkt! Und die Story des Tages: Der Freiherr von Gravenreuth, eine der meistgehassten Figuren des deutschsprachigen Internets, hat eine einstweilige Verfügung gegen die Grünen in Form von joschka.de erwirkt “wonach sie bei Meidung eines Ordnungsgeldes bis zu EUR 250.000,00 oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, zu vollziehen an dem Bundesvorstand der GRÜNEN, an der Versendung dieser E-Cards an mich nicht mehr mitwirken dürfen.” Ordnungshaft! Ich sehe vor meinem geistigen Auge Fritz Kuhn und Claudia Roth im Gefängnis schmoren. Oder sie schicken Cem Özdemir, der hat jetzt eh Zeit genug …
Einige Witzbolde haben dem Freiherrn E-Cards von joschka.de geschickt (eigentlich ja nett, oder?), was ihn wohl ordentlich genervt hat. Ein normaler Mensch trinkt ein Bier wenn ihn etwas nervt, Freiherr von Gravenreuth schreibt eine Abmahnung. So hat jeder seine ganz persönliche Form der Stressbewältigung (gefunden in Telepolis).

Und der Witz an der Sache: Das Versenden von E-Cards auf joschka.de funktioniert noch immer, habe ich gerade ausprobiert. Grün wirkt halt! Wohingegen bei stoiber.de eine ähnliche Funktion in bei Konservativen verbreiteter vorauseilender Unterwerfung abgeschaltet wurde (schreibt Telepolis). Schwarz wirkt halt nicht …

Der "Heise-Fluch"

Internet

Verehrte Zielgruppe, weisst Du was ein Website-Betreiber richtig fürchtet? Im Heise-Newsticker erwähnt zu werden, denn das führt zu einem Ansturm dem nur gute Netz-Infrastruktur gewachsen ist. Und Privatleute die irgend etwas tolles zum Download anbieten können von der Rechnung des Providers für den zusätzlichen Traffic übel überrascht werden. Wie ich darauf komme?

Im Heise-Newsticker war ein Artikel über ein interessantes Angebot des Institut für Ägyptologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) im Internet. Geht aber nicht, es gibt “Connection refused” zur Antwort. Muß der “Heise-Fluch” sein … (via krit)

Wem nun aber unbedingt der Sinn nach sehr alten schriftlichen Dokumenten steht kann sich so lange mit Keilschriften beschäftigen (via Schockwellenreiter).

Es lebe der autistische Nerd!

Internet

Das war längst mal fällig! Telepolis hat heute morgen ein Plädoyer für den “autistischen Nerd” im Angebot (geschrieben von Wolf-Dieter Roth, auch so ein seit “Netzewigkeiten” bekannter Name).

"`Computernerds` – den Ruf haben Computerfachleute weg, seit es sie gibt: `Anständige Leute beschäftigen sich doch nicht mit so Technik-Kram.` Erst seitdem auch Sexkontakte online möglich sind und sich das vor allem auch überall herumgesprochen hat, stürzen sich plötzlich auch die BMW-Fahrer ins Netz` (ebd.).

Eine lesenswerte Tirade gegen die aus vielen Firmen bestens bekannten “eloquenten Schwätzer” die längst mal fällig war. In der IT-Welt gilt eh (das ist empirisch belegt, nämlich von mir): Je mehr einer drüber schwätzt und je mehr “Buzzwords” und Anglizismen er oder sie dabei erwähnt desto weniger Ahnung hat er oder sie von der Materie. Ich habe mir übrigens schon öfter den Spaß gemacht und in den typischen Meetings mit diesen Leuten “Buzzwords” frei erfunden, ist aber niemandem aufgefallen …

10 Jahre ibiblio / Metalab / SunSITE

Internet

pic Ein Artikel in Slashdot macht auf ein besonderes Jubiläum aufmerksam: Im August 1992, also vor bald 10 Jahren (für diejenigen die gerade keinen Kalender zur Hand haben g), wurde “the public`s library and digital archive” unter dem Namen SunSITE gegründet, heute firmiert dieses wahrhaft freie Wissensarchiv unter dem Namen ibiblio.org. Hier gibt es z.B. das weltgrößte Linux-Archiv, Dr.Fun, den ältesten Webcartoon (seit 1993), und Texte zu allen möglichen Gebieten.
Paul Jones ist der Direktor dieses Wissensarchiv vom ersten Tag an, und seit dem sammelt er Tag für Tag Wissen an und macht es frei zugänglich.
In diesem fast abgelaufenen Monat (Juli 2002) gibt es einige interessante Texte über die Geschichte des “Wilden Westen”, bspw. die Autobiografie der “Calamity Jane”.
Wenn man von den Erfolgsgeschichten und Helden des Internets spricht sollte man die “Startup”-Blender und Kommerzapostel die sich erst Jahre später auf das Medium gestürzt haben vergessen, Leute wie Paul Jones und seine Crew sind es die das Internet zu einem faszinierenden und lebendigen Medium gemacht haben. Auf Firmen mit einem “@” im Namen, Medienkonzerne und sogenannte “Content-Provider” kann man gut verzichten, auf Dinge wie die ibiblio nicht …

Aus dem Leben eines Hamburger-Monteurs

Internet

pic

Wolltest Du schon immer mal das zweifelhafte Vergnügen haben bei McDonalds zu arbeiten und Hamburger zusammen zu bauen?
The Simulator von Garnet Hertz bietet die Möglichkeit dazu. Amüsant gemacht, aber das Lächeln bleibt einem im Halse stecken wenn man etwas mehr drüber nachdenkt und man sollte den Göttern danken wenn man einen interessanten Job ergattern durfte (gefunden bei Mosaikum).

Neuer Trend: Filme aus Computerspielen

Internet

Mit Lara Croft fing es an: Computerspiele werden verfilmt. Ganz besonders gespannt sein darf man auf die geplante Verfilmung von “Return to Castle Wolfenstein” (laut Futurezone), die Handlung dürfte ein wenig eintönig sein …

Hier kann ich ein Geheimnis lüften: Ich werde demnächst die Hauptrolle in der Verfilmung des Spiels “Pacman” übernehmen …

Fundstücke

Internet

Noch ein paar Fundstücke aus dem Netz:

Suchmaschinen sind korrumpierbar, außer Google schreiben sie es aber nicht dabei wenn ein Link für “Bares” weit oben erscheint, schreibt CNN.

Unser aller grenzdebiler Nachwuchs (arme Menschheit, die werden ja mal erwachsen) spielt lebensgefährliche Dinge aus der MTV-Sendung “Jackass” nach, berichtet Spiegel Online.

Und noch ein Tipp für alle KollegInnen die wie ich als Webworker tätig sind: Wir alle kennen ja diese Konferenzen und Messen. Tagsüber wird man mit öden Marketingphrasen zugedröhnt und muß Interesse heucheln bei langweiligen Vorträgen und Produktpräsentationen. Interessant wird es erst anschließend in der Kneipe beim Gläschen Bier (oder zwei). Diese Erkenntnis kam auch den Veranstaltern der
Webmasterworld Pub Conference. Sie lassen das langweilige Programm weg und fangen gleich mit Kneipe an. Genial! (Gefunden bei The Register)

Und noch einer hinterher: "Ein bißchen Steinzeitmensch steckt in uns allen. Sei es auf emotionalem, perzeptivem oder kognitivem Gebiet, der “moderne” Mensch hat nur eine moderne Jacke an."

Umsteiger zu Windows

Internet

Einer der in Hal Fabers wöchentlicher Kolumne WWWW (die ist übrigens jede Woche lesenswert, Pflichtprogramm für jedermann und jederfrau die in der IT-Szene zu tun haben) versteckten Links ist eine unterhaltsame Geschichte:

A Linux user goes back. Tony hatte dreieinhalb Jahre versucht auf Linux umzusteigen und nun aufgegeben. Außerdem schreibt er: Too many consider themselves better than the rest of the world because they run Linux. Can you believe that? It`s just a computer operating system, but somehow they think that it makes them better than those people who run systems such as Microsoft Windows!
Tja, jeder der sich ein wenig in den einschlägigen Foren und Newsgroups herumtreibt kann das leider nur bestätigen. Ich möchte nicht wissen wie viele kapituliert haben als sie Probleme hatten und auf die “besseren Menschen” in den Newsgroups getroffen sind. Viele haben ihr Betriebssystem zur Weltanschauung erhoben, sind Studierende, haben alle Zeit der Welt auf jede Nachricht ihren Senf dazu zu geben (auf Kosten der Universitäten, versteht sich, arme Studi hat doch keinen eigenen Provider) und tragen eine unerträgliche Arroganz vor sich her. Nein, ich nenne jetzt keine Namen, jeder der mal in de.comp.os.unix.linux.misc hineinschaut findet sie sofort …

Schade, denn Linux ist ein feines System und hat solche Protagonisten nicht verdient!

Überwachung am Arbeitsplatz

Internet

Mein “Lieblingsthema”, wie aufmerksame LeserInnen dieses “Premium-Content-Weblogs” vielleicht schon bemerkt haben: Der gläserne Bürger. Vielfältig sind die Spuren die wir hinterlassen, und immer wieder gibt es noch einen “drauf”. Neuestes Beispiel: Spyware-Programme. Diese sind so neu nicht, in der aktuellen c`t gibt es mal wieder einen Artikel dazu (berichtet Golem). Aber nicht nur neugierige Unternehmen sind begierig Deine Vorlieben und Surfgewohnheiten auszuspionieren, auch Arbeitgeber finden es sehr interessant mal nachzuhaken was denn ArbeitnehmerIn so treibt. Der Artikel aus der aktuellen c`t ist online verfügbar.
Die Rechtslage in Deutschland ist da übrigens eindeutig (Zitat): “In Deutschland ist der Einsatz von Überwachungssoftware nicht ohne weiteres erlaubt, selbst dann nicht, wenn in der Firma im Rahmen einer Betriebsvereinbarung die private Nutzung des Internet untersagt ist. Der Einsatz von Überwachungssoftware verletzt das Persönlichkeitsrecht der Beschäftigten. Software dieser Art kann nur punktuell eingesetzt werden und nur dann, wenn der begründete Verdacht auf eine Straftat besteht.”

Wahlkampf im Web

Internet

Edmund Stoiber will sein Auto verkaufen. Einziger Interessent ist ein Herr aus Ghana.
Beim Aufsetzen des Vertrages fragt Stoiber: “Können Sie sich ausweisen”?
Fragt der Ghanaer: “Wie – muss man das jetzt schon selber machen?”


Diesen Witz und andere lustige Sachen findet man in einem Artikel über “Wahlkampf im Web” auf Spiegel Online. Der Witz stammt natürlich von einer Anti-Stoiber-Seite die mir eher nahe stehen als Pro-Stoiber-Seiten, daraus mache ich kein Geheimnis. Sollte das Gedächtnis der Leute so kurz sein dass sie die an die Macht zurück wählen die dieses Land 16 Jahre lang runtergewirtschaftet haben?

Warez und die Folgen

Internet

Ha, das Wort “Warez” in der Schlagzeile bringt Leute aus Google ;-)

In der New York Times gibt es einen lesenswerten Artikel über den Fall des amerikanischen Raubkopierers John Sankus Jr. (Kopf einer Gang namens “DrinkorDie”, der nun für 46 Monate im Gefängnis sitzt) und die Warez-Szene im allgemeinen. Im Gegensatz zu Artikeln in deutschen Zeitungen zu solchen Themen ist dieser gut recherchiert (via Slashdot).

Es fällt mir immer wieder auf wie dilettantisch deutsche Nachrichtenagenturen und Tageszeitungen über Internet- und Computer-Themen berichten. Woran liegt das, am mangelnden Interesse an der Sache oder an mangelnden Fähigkeiten die Materie zu verstehen?

Mittwochs nie!

Internet

Im Liverpool City Council werden nun Mittwochs keine Emails mehr geschrieben (berichtet The Register). Begründung des Chefs: “Zu oft verstecken sich Leute hinter Emails, sie leiten die Probleme per Mail weiter ohne sie zu lösen.” Außerdem sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder lernen mit “echten” Menschen zu reden, auch wenn es nur einmal pro Woche ist …

Neues vom Zensor

Internet

Es gibt Neues vom einsamen Kämpfer gegen das Böse, dem Regierungspräsidenten von Düsseldorf (ausgerechnet meine Geburtsstadt, mit so etwas rechnet man ja eigentlich eher im finsteren CSU-regierten Bayern). Alvar Freudes ODEM wollte Akteneinsicht, die Behörde windet sich heraus um selbige nicht gewähren zu müssen (Überraschung!) (via Rohrpost).

Zur Erinnerung: Der Regierungsgpräsident hatte Internet-Provider per Verfügung zur Sperrung von Internetangeboten rechtsradikaler Natur aufgefordert (vgl. dazu bspw. Artikel bei Telepolis) und war ordentlich unter Beschuß von allen Seiten geraten.

Ich bin gespannt wie diese Geschichte weitergehen wird, das Problem der rechtsadikalen Dummköpfe löst man nicht indem man sie aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt.

Das Empire führt Guerillakrieg

Internet

Die Musikindustrie verleiht dem Krieg gegen die Internet-Tauschbörsen eine neue schmackhafte Komponente. Bezahlte Söldner überfluten im Auftrag des Medien-Konzerne-Imperiums die noch verbliebenen Peer-To-Peer-Tauschbörsen mit “Fake-MP3s” (gefunden in der futurezone). Eine der Söldnertruppen ist die koreanische Firma Overpeer.

Außerdem möchte das Imperium auch die P2P-Netze hacken, was ja eigentlich illegal ist. Dank gezielter Lobbyarbeit möchte bspw. der Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, Howard Berman, dieses Unterfangen gesetzlich legitimieren.

Merke: Bist Du Großkonzern (neudeutsch “Content-Anbieter”) bist Du ein guter Hacker, bist Du nur Du bist Du ein böser Hacker, auch wenn Ihr beide das gleiche macht.

Ich glaube es wäre langsam an der Zeit dem Empire der Musikindustrie durch einen umfangreichen Konsumentenboykott einmal zu zeigen womit sie eigentlich ihr Geld verdienen, auch wenn das natürlich schwer fallen würde und auch Musikanten treffen würde die mit diesen Machenschaften nur indirekt zu tun haben – “Mitgefangen – Mitgehangen” …

Inferno dank PC?

Internet

Schon mal einen Computer abgefackelt?
Safety Digest beschreibt die Risiken die einem drohen wenn man einen Computer unbeaufsichtigt in der Wohnung oder im Büro laufen lässt, es sei denn man hat eine automatische Feuerlöschanlage installiert (via Slashdot). Die hochgezüchteten Prozessoren von heute (insbesondere jene von AMD) überhitzen innerhalb von Minuten wenn der Ventilator ausfällt und dann kann schnell ein Kabelbrand entstehen der die Grundlage zu einem ausgewachsenen Inferno sein kann.

1995 ist mir mal ein für damalige Verhältnisse sündhaft teurer Eizo-Monitor während der Arbeit mit einer Stichflamme und einer schwarzen Rauchwolke hochgegangen, woraufhin ich panisch den Hauptschalter meiner Computeranlange umlegte und das Ding nie mehr anrührte. Seit dem habe ich ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Kathodenstrahl-Monitoren ;-)

Das virtuelle Radiorekorder-Museum

Internet

pic Wer wie ich die Mitte der 30er seines Lebens langsam überschreitet kennt sie noch – die Radiorekorder, also tragbare Stereo-Radios mit eingebautem Kassettenrekorder in voluminösen, aus heutiger Sicht recht häßlichen, Gehäusen. Ende der 70er kamen sie auf den Markt, in den 80ern wurden sie immer monströser, mutierten zu “Ghetto-Blastern” und wurden laut herumtösend auch in unseren Breitengeraden auf der Schulter spazieren getragen.
Das Boombox-Museum (“Boomboxes” hießen die Dinger in Amerika) stellt Aufstieg, Blüte und Fall der Radiorekorder-Ära in vielen Bildern dar (gefunden in der futureZone.ORF).

Sowas hatte ich selbstverständlich auch ;-)

Weihnachtsmann im Sommer und andere Netzfindlinge

Internet

Die Rache des Weihnachtsmanns
Henryk Broder berichtet in Spiegel Online über die seltsamen Aktionen der Berliner Datenschützer (auf der “launigen” Homepage als Weihnachtsmann verkleidet zu bewundern) gegen Websites die sich mit der Stasi-Vergangenheit beschäftigen und einen Link zur Stasi-Mitarbeiter-Liste auf einen amerikanischen Server legen.

Haftung für Links
Viele meinen sie blicken durch und pappen sich “Landgericht Hamburg Urteil-Disclaimer” auf die Website und meinen alles wäre bestens (was falsch ist); Juristen zerbrechen sich den Kopf drüber – die Haftung von Website-Betreibern für Links. Telepolis berichtet über Neuigkeiten in dieser wichtigen Frage nach der Umsetzung der E-Commerce-Richtlinien für die deutschen Multimedia-Gesetze.

Spielzeug
Pepino hat etwas tolles ausgegraben: Traceyou stellt die Zugriffe auf einen Webserver grafisch dar: The resulting map reflects the activity around a website and also the loneliness of travelling in the cyberspace.

Tja, die Einsamkeit des Reisens im Cyberspace …

Cybergeografie, also der Versuch den Datenverkehr im Internet grafisch darzustellen und damit dem Gebilde Internet eine sichtbare Struktur zu geben, ist eine sehr interessante Sache, dazu werde ich mal ein bißchen was schreiben und posten. Aber nicht jetzt, später mal ;-)

Von Schreibmachinen und Milchmädchen

Internet

Tote Bäume
Warum Schriftsteller dem Kulturkonservatismus frönen und die Schreibmaschine dem PC vorziehen sagt uns die ORF-futurezone.
In diesem Zusammenhang: Software erkennt Selbstmordgedanken von Autoren

Milchmädchenrechnungen
Angeblich wurde letztens der der 1.000.000.000. PC verkauft (berichtet BBC Online). Und eine Anmerkung von The Register gibt es gratis dazu.

Einige davon habe ich gekauft ;-) Und die Frage ist: Wer hat nachgezählt?

c`t löst Provider-Aktionismus aus

Internet

Ein Artikel in der c`t löste heute richtig schönen Aktionismus bei so manchem Webhosting-Provider aus. Dort ist auch für Uneingeweihte schön beschrieben wie man mit ein bißchen PHP fröhlich in Internet-Präsenzen anderer Leute herumstöbern kann. Das Resultat ist eine veränderte Einstellung der PHP-Interpreter bei vielen Providern und allerlei nicht mehr funktionsfähige Sunlogs. Mein Provider hat auch ein wenig geschraubt, aber anscheinend funktioniert hier noch alles einwandfrei, Glück gehabt (oder pMachine verkraftet das besser).

Ooqa Ooqa!

Internet

Das fehlt noch: Demnächst soll Internet-Werbung kommen die sich in den Funktionsleisten des Browsers einnistet und dann nicht mehr so einfach weggeklickt werden kann, berichtet die ORF.futurezone über eine neue Nerv-Software namens “Ooqa Ooqa”.

Denn: Werbung im Web wirkt paradoxerweise nach dem Motto: Je nervtötender, desto effektiver!

Der Name “Ooqa Ooqa” reflektiert wohl den Schrei des Surfers wenn sich dieser Mist zum ersten Mal in seinem Browser einnistet …

Irgendwie in diesen Zusammenhang passt auch die folgende Meldung:

“Klaut was Ihr wollt so lange es von uns ist”
Das hat Microsoft-Boss Steve Ballmer den Chinesen ans Herz gelegt, berichten The Register und Slashdot. Microsoft möchte den Chinesen Linux austreiben, pumpt Geld nach China und ist dann bereit das dort praktizierte “Software Sharing” zu übersehen.

Beim Dealer ist die erste Dosis immer gratis …

Ein Mann und sein Nasenhaartrimmer

Internet

Gerade habe ich noch milde über den Mangel an skurrilen Dingen geklagt, da finde ich bei WorldWideKlein einen Hinweis auf eine echte Netzperle:
pic Matthew McClintock fotografiert und katalogisiert alles in seinem Haus! Und im Spiegelschrank 1 des Badezimmers findet man den links abgebildeten Nasenhaartrimmer!
Diese Idee ist so abgefahren dass sie fast schon wieder genial ist! Findet auch Wired. Matthew ist anscheinend sowieso ein seltsamer Vogel (Zitat): “I have a database of all the people at the college and all the classes, which is useless because I don`t take any (classes). But there is something very comforting in having that kind of structured information” Das ist wahrhaft genial, Daten Sammeln auf seinen ganz eigenen Sinn reduziert: nämlich Daten zu sammeln.
Bei all diesem Wahnwitz muß ich zugeben dass mir die Site richtig gut gefällt, Matthew hat die Navigation clever durchdacht und macht das Wühlen in seinem Zeug zu einem Vergnügen.

Herrlich, das sind die Dinge im Netz die ich einfach liebe!

Fundstücke

Internet

Im Moment scheint im Internet allgemeine Sommerruhe eingekehrt zu sein, es findet sich derzeit kaum etwas spektakuläres, skandalöses, sensationelles oder skurriles. Trotzdem präsentiere ich hier in aller Kürze ein paar Fundstücke aus dem Netz der Netze die ich irgendwie bemerkenswert finde:

“Man not included”
Die erste Internet-Samenbank für lesbische Paare erlebt einen enormen Ansturm (via Spiegel Online). Dot.com-Wunder sind anscheinend immer noch möglich, man muß nur die Marktlücke finden.

Al-Qaida, Hacker-Netzwerk?
Nochmal Spiegel Online: Angeblich plant die Al-Qaida Staudämme in den USA per Internet zu zerstören. Hm? Kann man in den USA Staudämme per tcp/ip ansprechen?
In diesem Zusammenhang auch interessant: Der Terrorwarnungsgenerator (via Irene)

picGNOME 2 ist da!
Es gibt aber auch erfreuliches: GNOME 2.0 ist da, die neueste Version meiner bevorzugten Linux-Desktopoberfläche: GNOME 2 is the newest version of the complete, free and easy-to-use desktop environment. In addition to basic desktop functionality, it includes a powerful application framework for software developers, with support for object embedding, internationalization and accessibility.
Da heisst es nächte Woche: Downloaden und Basteln, denn unter Linux läuft erfahrungsgemäß kein Update dieser Größenordnung auf Anhieb. Aber es lohnt sich :-)

picHerr der Ringe 2 – Trailer
Der Trailer zum im Dezember erscheinenden zweiten Teil der Verfilmung des “Herrn der Ringe” findet sich bei Movie List. Ich habe bisher nicht mal den ersten gesehen, aber alle Bücher gelesen, kann ich nur empfehlen, gollum gollum! Infos dazu gibt es auch bei herr-der-ringe-film.de. Und Saurons Auge (siehe Abbildung links) hat ein Auge auf illegale Raubkopien, gollum gollum ;-)

Nachschlag: Blogging auf dem College

Internet

Wie hier schon einmal vermeldet kann man an der University of California in Berkeley “bloggen” lernen. Wired liefert einen Artikel dazu, mit kritischen Stimmen amerikanischer “Senior Bloggers” garniert, z.B. meint Sean Kirby:
“Teaching of blogging in journalism school signals an end of an era, a movement from blogging being separate from the old media, to it being appropriated by the media establishment.”

Ich glaube viele der “Senior-Bloggers” nehmen sich selbst und die ganze Bloggerei ein wenig zu ernst, eine Welt voller Blogger die die Medienkonzerne entmachten ist in meinen Augen sehr illusionär.

Open Source fördert Terrorismus ...

Internet

.. behauptet eine Studie einer gewissen “Alexis de Tocqueville Institution” nach einem Bericht von The Register. Weil man ja im Quellcode nach Lücken Ausschau halten kann, das kann man bei Software von Microsoft ja bekanntlich nicht.
Und außerdem wird auch noch behauptet dass Leute die ihren MSCE in der Tasche haben erfogreicher und besser geeignet sind an unserem demokratischen System teilzunehmen als bspw. College-Absolventen. The Register munkelt übrigens dass dieses Institut Geld aus Redmond bekommt.
Um mit The Register zu schließen: "We look forward to learning how MS software and its associated usurious licensing schemes will protect us from terrorism. "

Deutschland ist geteilt ...

Internet

… in Onliner und Offliner, sagt das Ergebnis einer Studie über die Golem berichtet.
“Offliner sind nach der Semiometrie sehr stark traditionell, eher sozial und materiell eingestellt. Familie und Religion hätten für sie einen höheren Stellenwert als für Onliner. Onliner sollen im Gegenzug stark lust- und erlebnisorientiert sowie kämpferisch eingestellt sein”, heißt es dort.
Nun denn, Kämpfer vor den Monitoren ;-)

Guten Morgen, verehrte Zielgruppe!

Internet

Gestern war ein äußerst stressiger Tag, darum war keine Zeit zum bloggen, und am Wochenende hat ralles webLOG normalerweise geschlossen da das Wochenende der “Real Life”-Interaktion dient ;-)

Jede® denkt Jobs die mit Internet zu tun haben sind “Traumjobs”, das ist nicht immer der Fall, wie ich versichern kann.

Aber, auch Arbeit kann den Spaß am Internet nicht verderben, hier noch ein paar Fundstellen:

Telepolis berichtet über Anspruch und Realität des “freien Fluß der Kommunikation”.

The Register berichtet über ein interessantes Urteil eines amerikanischen Gerichts zum Thema “Netz-Filter”, besser “Netz-Zensur”. Amerika, Du hast es besser, bei uns steht man außerhalb des “Kreises der Anständigen die nur das Beste für unsere Jugend wollen” und ist ein Freund von Nazipropaganda und Kinderpornos wenn man sich gegen Netzzensur äußert …

Und: Ist das Universum nur ein großer Computer? Und vor allem: Wie viele Berechnungen hat es seit dem gegeben? (via Slashdot).

Das, liebe Zielgruppe, sind die wahren Fragen des Lebens, denkt daran wenn der Chef auf irgendwelchen kleinlichen Kram insistiert ;-)

Saudumm ist noch geschmeichelt ...

Internet

… wenn man sich betrachtet in welcher von exorbitanter Sachkenntnis geprägten Weise manche etablierten Medien vom Internet berichten.

Ein wichtigtuerischer Jugendlicher erfindet eine Geschichte vom “Superhack ins Pentagon” und daraus resultierender Verfolgung durch FBI und CIA – und schafft damit die “große Runde” durch die Medien. Denn eine österreichische Tageszeitung (wenn man die “Kronenzeitung” so bezeichnen möchte) und daran anschließend die Nachrichtenagentur dpa fahren auf die Story ab – und sie dreht ihre Kreise (im deutschen Videotext habe ich sie auch gelesen). Die ganze Story kann man in der ORF-Futurezone und bei Telepolis nachlesen.

Wie heisst es immer in Artikeln über “Amateurjournalisten mit Weblogs”? Webloggern fehlt die “Ausgewogenheit” und das “Überprüfen von Infos in unabhängigen Quellen”. dpa macht das natürlich (bg), und darum kann man das beruhigt übernehmen. Wer weiß in wie vielen Zeitungen diese Story zu lesen war, die mit ein bißchen Sorgfalt sofort als unsinnig zu entlarven gewesen wäre.

Sony: Vorauseilender Gehorsam

Internet

Das “nach Erfurt” frisch gedeihende Zensurklima in Deutschland gebirt weitere Auswüchse: Sony verzichtet in einem Akt vorauseilenden Gehorsams darauf den neuen PS2-Shooter “Vampire Night” auf den Markt zu bringen (via Telepolis). Warum? Man will sich “an die Spielregeln halten”. Ich denke die wahre Ursache ist: Sony ist ganz vorne dabei wenn es um Kopierschutz und die damit verbundenen Einschränkungen der Verbraucherrechte geht, und man möchte es sich mit der sich gerade im “Jugenschutzwahn” befindlichen politischen Klasse nicht verderben, die braucht man noch.

Zeitgenössische Kunst

Internet

pic Jede Zeit bekommt die Kunst die es verdient. Charles Krafft kombiniert Waffen und Porzellan oder malt explodierende Luftschiffe auf Porzellanteller: From porcelain machine guns to plates commemorating hideous disasters, artist Charles Krafft`s grimly satirical work sheds strange light on an age when terror is rattling our teacups (bei Salon.com).

Sein Portfolio kann man sich online anschauen.

Der überwachte und aufgezeichnete Bürger ...

Internet

… wird Stückchen für Stückchen Realität. Unter dem Deckmantel der “Terrorbekämpfung” (und wenn das nicht zieht ist halt “Kinderporno” dran) werden immer mehr Daten gesammelt und der Zugriff der diversen “Sicherheitsdienste” immer einfacher.

Die Ausbeute eines (!) Tages zu diesem Thema:


Und das war nur eine Auswahl. Wir werden ständig überwacht, es wird aufgezeichnet wann wir ins Internet gehen, wo wir sind (der regionale Mobilfunkturm bei dem man gerade eingeloggt ist wird auch registriert), mit wem wir telefonieren und wir sollen alles mit Karte zahlen (auch das wird natürlich aufgezeichnet). Dazu kommen noch umfangreiche Datensammlungen der Meldeämter, Finanzämter und Sozialversicherungen. Wahrscheinlich wird es mit dem implantierten Chip enden, wo all dies und noch viel mehr (Stichwort genetische Informationen) drauf ist. Schöne neue Welt!

Ich fürchte, ich habe gerade einen akuten Anfall von “No Future”.

Auf dem Weg zum Profi-Bloggertum?

Internet

Ein Artikel auf pressflex.com entwirft das Modell einer “Blogonomie”.

Das “Weblog-Phänomen” wird im Moment in vielen Artikeln beleuchtet, meistens unter dem Gesichtspunkt “Amateur-” vs. “Profi-Journalismus”, bspw. in einer Kolumne der letzten “Internet Professional” (leider nicht im Web verfügbar).
Blogonomics: making a living from blogging beschreibt ein Modell von “Profi-Bloggertum”. Der Autor (Henry Copeland) ist der Ansicht dass das eigentliche neue am “Blogger-Phänomen” die Vernetzung der Logs untereinander, die “Blogosphere”, ist. Diese Blogosphere unterläuft die Macht der alten Medien, einfach durch die pure Anzahl von potenziellen Bloggern und deren Vernetzung untereinander. Damit ist die Blogosphere dann ein Markt für Anzeigenkunden und die “Blogonomics” sind geboren. Copeland will es nicht beim theoretisieren belassen, Pressflex möchte nächsten Monat mit dem Beta-Test von “Blogads” beginnen, einem System dass Bloggern das Verkaufen und Anzeigen von Werbung ermöglichen soll (via Scripting-News)

Nun ja, diese ganze Idee erinnert mich stark an den “New Economy”-Hype vor zwei Jahren, ich bin da eher skeptisch. Aber wer weiß schon genau was die Zukunft bringt …

Moderne Zeiten

Internet

BeiCNN gibt es einen interessanten Artikel mit dem Titel “Web site helps U.S. commanders in Afghanistan”. Die amerikanischen Soldaten in Afghanistan beziehen ihre Informationen über eine geheime Website (nein, die URL habe ich nicht g) die die “gute alte” Technik mit Funkgerät und Karte ersetzt. Skeptiker gibt es aber immer, ein Offizier meint: “A computer with a bullet in it is just a paperweight. A map with a bullet in it is still a map.” Recht hat er, und hoffentlich setzen sie dafür keine Microsoft-Server ein …

Was es sonst noch gibt ...

Internet

Nun muß mal abgearbeitet werden was sich während der Umbaupause bemerkenswertes angesammelt hat.

Z.b. bei Spiegel Online wo Oswalt Kolle in einem Interview die Gefahr einer “Masturbationsgesellschaft” beschwört. Gleiche Kategorie, gleiche Quelle: Spiegel Online fragt: Macht Sperma glücklich?

Schnappschuß aus Rom, rechts im Bild das Kolosseum, links der Konstantinsbogen

Was tolles für mich als “Rom-Fan”: Eine neue Website über das Kolosseum, allerdings in italienisch und man benötigt Quicktime für den multimedialen Spielkram (via Heise-Online).

Vor ein paar Tagen hatte ich über das Video von der Ermordung des Journalisten David Pearls, das auf Betreiben des FBI aus dem Netz genommen wurde, berichtet. Mittlerweile ist es wieder da, wie Telepolis berichtet. Und das wird als Triumph der Meinungsfreiheit gefeiert …
Dazu passt ein Bericht von The Register über die neuen Freiheiten von FBI und CIA beim agieren im Internet.

Und noch etwas buntes: Haircrime dokumentiert “Haarverbrechen” (via RP-Online Netzreporter) …

Blogosphere: the emerging Media Ecosystem - How Weblogs and Journalists work together to Report, Filter and Break the News

Internet

Mal wieder ein Artikel zum Thema “Blogging”, diesmal bei Microcontent News:
“Lesson One: Blogs can do a tremendous job breaking news, and journalists are wise to start their own to tap that power.
Lesson Two: Some rare bloggers become amateur journalists, a status which brings with it its own unique ethical challenges.
Lesson Three: Most bloggers are more like Columnists than capital-J Journalists.”
Ein etwas seltsamer Artikel, würde ich sagen. Der Autor stellt das Modell einer “Blogosphere” auf, und lässt sich von seiner eigenen Begeisterung treiben: “For less than a price of a cup of coffee, you can take part in the global conversation with some of the smartest and most informed people on the planet.

What are you waiting for?”

Zidane, Datenschutz, mein Weblog

Internet

Heute war ein harter Tag, daher habe ich nicht viel gelesen:

Oh jeh :-((: "Titelverteidiger Frankreich muss bei der WM in Südkorea und Japan die ersten beiden Partien auf seinen Topstar Zinedine Zidane verzichten" (Sport1).

SIE beoachten uns: Bundesrat entscheidet am Freitag über Speicherung von Verbindungsdaten (Telepolis); Datenschutz in Europa: Schwere Vorwürfe des EU-Abgeordneten Marco Cappato (Telepolis). Das Corpus Delicti gibt es bei der EU.

Telepolis war heute ergiebig: Wasser auf dem Mars!

ralles webLOG: Das von mir verwendete Weblog-System Geeklog hat einige "very annoying" Eigenheiten die ein "flottes Bloggen" sehr mühsam machen, daher gibt es demnächst hier einen Umstieg auf ein anderes System. Meine Kandidaten sind pMachine und Nucleus. Ein Skript zur Übernahme der Inhalte werde ich wohl auch noch schreiben müssen …

Koffein-Dusche

Internet

Was es nicht alles gibt:
Tired of waking up and having to wait for your morning java to brew? Are you one of those groggy early morning types that just needs that extra kick? Know any programmers who dont regularly bathe and need some special motivation? Introducing Shower Shock, the caffeinated soap from ThinkGeek… (ThinkGeek)".

Ja, das ist es, das Koffein schon beim Duschen mit der Haut aufnehmen … (via brrdShit)

Der Sonntags Rundblick

Internet

Musterbeispiel: Auch Weblogger müssen ein wenig auf die "Kleinigkeiten" achten. Eine Riesenaufregung gab es diese
Woche nach diesem Slashdot-Artikel über die angebliche Aufforderung von NAI die freie Version von PGP von Websites zu entfernen. Tatsächlich war es aber so dass eine Site eine kommerzielle Version zum Download anbot, was den Sachverhalt etwas anders darstellt. Und außerdem benutzt man sowieso lieber OpenPGP

Amüsant: Weblog eines Journalisten (oder Journalistin?) der oder die beim "Grand Prix Eurovision de la Chanson" dabei war, mit dem schönen Namen Ausfluss. Ich weiß leider nicht mehr wo ich den Link her habe, ist also keine böse Absicht dass die Link-Quelle fehlt.

Information statt Panik: Die Educational Foundation for Nuclear Science berichtet über die Atomwaffenpotenziale Pakistans und Indiens (via ZEIT Weblog).

Untergang der Zivilisation: Die EU veranstaltete ein Seminar mit dem dramatischen Titel "Verteidigung des geistigen Eigentums" (berichtet Telepolis). So wie die Terroristen unsere Zivilisation zerstören zerstören Raubkopierer unsere Kultur. Vorschlag eines EMI-Managers: Ausbau der Schnellgerichte, die Möglichkeit für die Polizei, die beschlagnahmten Gegenstände zu zerstören, die Verschärfung der Gefängnisstrafen von drei auf vier Jahren und die Einrichtung von Spezialeinheiten bei der Polizei (ebd.).

Nun wird es gleich Zeit den roten Overall und den Helm aufzusetzen und sich auf der Couch anzuschnallen damit man authentisch miterleben kann wie der Schumi den Montoya vernascht und den Grand Prix von Monaco gewinnt. Einen schönen Sonntag noch :-)

Von Kopierschutz und Reihenhäusern

Internet

Sony reagiert auf "Filzstift-Hack": Sony ändert das optische Layout seiner CDs (die ja keine mehr sind, es sind Silberscheiben die aussehen wie CDs und sich wenn man Glück hat in einem CD-Player abspielen lassen) so dass der "Filzstift-Hack" nicht mehr funktioniert (berichtet futurezone.ORF).
Diese Reaktion war abzusehen, auf der Zunge zergehen lassen sollte man sich folgendes Zitat:
"Der deutsche Bundesverband der Phonografischen Wirtschaft [ifpi] reagierte auf die Berichte über den Filstift-Hack unterdessen sehr gereizt: ’Viele Menschen kopieren Musik, statt sie zu kaufen, während offenbar diese Zeitschriften das Thema für sich selbst als Möglichkeit zur Umsatzsteigerung entdeckt haben’, sagt Verbandsvertreter Michael Karnstedt. ’’Schöner Wohnen’ schreibt ja auch nicht, wie man am besten in ein Reihenhaus einbricht’, ergänzt der Verbandsvorsitzende Gerd Gebhard"(ebd.).

Tja, Freunde, den Reihenhausbesitzern schreibt ja auch nicht die Baufirma vor dass der Vordereingang nur abends zwischen 18:00 und 22:00 benutzt werden darf. Es geht einfach nicht an dass mir Sony Music vorschreibt auf welchen Geräten ich meine gekauften CDs hören darf und auf welchen nicht, und ich sehe es als mein selbstverständliches Recht an von meinen gekauften CDs MP3-Kopien für unterwegs zu machen. Und darum kann ich nur jedermann und jederfrau auffordern keine kopiergeschützten "CDs" zu kaufen, unverkaufte Silberscheiben ist die einzige Sprache die diese Leute verstehen, denn sie meinen sie können mit uns Konsumenten alles machen.

Noch einmal der Hinweis auf die Campaign for Digital Rights, dort gibt es eine Liste von aktuellen CDs die keine CDs sondern kopiergeschützte Silberscheiben sind.

Link: Rette die Privatkopie!

Günters Genialer Gedicht Generator

Internet

Manchmal braucht man einfach ein Gedicht. Man kann aber nicht dichten. Abschreiben ist auch nicht gut, es könnte ja sein dass die/der Adressat(in) belesen ist. Was nun?Die Lösung ist im Internet! Günters Genialer Gedicht Generator verarbeitet bis zu jeweils zwei Substantive, Verben und Adjektive zu einem genialen Meisterwerk:

Monde

betet euch Monde
ja ihr Monde
betet und heult
aber heult dunkel – EUCH
himmlisch vielleicht auch avantgardistisch
ihr Monde
seid dunkel
himmlisch
allezeit

Gut, ne? ;-)(gefunden bei RP Online)

Noch mal MAK, das FBI und die pMachine

Internet

Unappetitlich: Das FBI hat den Internet Provider "Pro Hosters" gezwungen ein Video zu entfernen dass die brutale Ermordung des amerikanischen Journalisten David Pearl in Pakistan zeigt, dies berichtet Wired. Das Video war von den Mördern dem amerikanischen Konsulat übergeben worden und offensichtlich über dunkle Kanäle auf der Website eines amerikanischen Freundes von geschmacklosen Videos gelandet (ist zwar eine Art Zensur, aber dahin setze ich keinen Link). Allgemein wird gerätselt welche juristische Begründung das FBI dafür ins Feld führen wird, denn Geschmacklosigkeit und mangelnder Respekt vor dem Toten ist ja keine Straftat.

Die Welt ist manchmal wirklich ein verrotteter Ort.

Nachtrag: Die Website der Ausstellung "I love you – computer_viren_hacker_kultur" findet man bei digitalcraft. Dort ist auch der Ausstellungskatalog verfügbar. Über diese Ausstellung berichten nun auch die Heise News. Das sieht interessant aus, ich will schwer hoffen dass ich es nächste Woche mal geregelt bekomme da hin zu gehen …

Öffnung: Microsoft muß die Verzahnung von Betriebssystem und Anwendungen bei Windows XP aufdröseln, berichtet futurezone.ORF. Darauf kam Microsoft natürlich nicht von selbst, sondern ist Teil einer Einigung zwischen Microsoft und der US-Regierung in Sachen "Kartell-Prozeß".

Weblog-Tech: Die leistungsfähige Weblog-Software pMachine ist heute in der Version 2.0 erschienen, erstmals auch in einer freien Version.
Ich habe mal einen Blick drauf geworfen und es juckt mir schwer in den Fingern das mal auszuprobieren. Naja, vielleicht regnet es ja am Wochenende ;-)

Aber nun ist ja erst einmal Freitag und der Feierabend ist nicht mehr weit …

SOS Datenschutz

Internet

Das Thema hatte ich vor ein paar Tagen schon einmal angesprochen: 40 internationale Bürgerrechtsorganisationen und Internet-Benutzergruppen appellieren in einem Offenen Brief an die Mitglieder des EU-Parlaments, dem Versuch der EU-Kommission, die Direktive zum Datenschutz auszuheben, eine Abfuhr zu erteilen (via <a href=""" target=“_blank” class="textlink"">futurezone.ORF)

<a href=""http://stop1984.com/index2.php?text=letter.txt" target=“_blank” class="textlink"">

<a href=""http://stop1984.com/index2.php?text=letter.txt" target=“_blank” class="textlink"">Hier kann man sich anschließen. Es ist in meinen Augen keine gute Idee in der gegenwärtigen Terrorpanik die in jahrelanger Arbeit errungenen Erfolge beim Datenschutz nun unter dem Stichwort “Terrorbekämpfung” einzuschränken.

Viren im Museum und Egoshooter im Dienste des Vaterlands

Internet

Manche Tage haben einfach zu wenig Stunden für all` das was zu tun ist. Aber das Netz macht nie Pause!

Im “Frankfurter Museum für angewandte Kunst” (MAK) gibt es eine Ausstellung zum Thema “Computer-Viren”, auf 19 Rechnern kann man selbigen bei der Arbeit zuschauen, berichtetnämlich “weg”.

Während allenthalben das Geschrei (nicht nur) konservativer Kreise nach Schutz der Jugend vor “bösen” Ego-Shootern anschwillt wie der seit Botho Strauß sprichwörtliche Bocksgesang bedient sich das Pentagon genau solcher Ego-Shooter zur Nachwuchsrekrutierung, dies berichten Telepolis.
Dort können die potenziellen Soldaten schon einmal ein bißchen Töten üben, außerdem gibt es eine Art “Sim Army” in dem man à la “Sim City” eine Army-Karriere durchlaufen kann; Kartoffeln schälen, Schuhe putzen und in der afghanischen Wüste zerfetzt werden kommen sicher nicht vor. Es gibt auch einige Screenshots dazu.

Und nun zum “Spocht”: Für schlappe 22,50 EURO kann man sich am PC täglich ab 17:30 Uhr dreiminütige Videos der WM-Spiele anschauen, dieses Angebot kommt von der FIFA in Zusammenarbeit mit Yahoo! Super Idee, abends gibt es ja auch nur Zusammenfassungen in ARD/ZDF, SAT1 und DSF. Wer das trotzdem braucht kann sich hier anmelden.

Neues vom Tage: Counterstrike, Linux, und Gartenzwerge

Internet

CounterStrike mal wieder: futurezone.orf berichtet darüber dass Familienministerin Bergmann CountStrike "schrecklich" findet und dem Ego-Shooter auf dem gesetzgeberischen Weg den Garaus machen möchte. Übrigens: Ich persönlich habe nie CounterStrike gespielt (wann auch, ich muß ja arbeiten und bloggen ;-)), aber es regt mich granatenmäßig auf wenn jemand "nach Erfurt" auf derart simple Gedanken wie "Computerspiele sind schuld dass der Robert ein Massaker veranstaltet hat" kommt …

Hauskrach in der Open-Source-Szene: Golem berichtet über einen Artikel von Richard Stallman auf linuxworld.com. Stallman, Guru des OpenSource-Gedanken, streitbarer Gründer der Free Software Foundation und Entwickler des legendären Emacs wirft nach Linux Torvalds Entscheidung ein kommerzielles System zur Verwaltung des Linux-Kernels einzusetzen die Frage auf ob Linux gegen die GPL verstößt. Stallman hat zwar grundsätzlich ein Problem mit dem Erfolg von Linux, das er immer als "GNU/Linux" bezeichnet, jedoch sind seine Einwände nicht einfach so von der Hand zu weisen.

Neues aus den Google-Labs: Im Hause Google arbeitet man an einer Voice Search, also einer Recherche in der Suchmaschine mit dem Telefon. Dies kann man sogar schon ausprobieren (gefunden bei Golem).

Auch ein Weblog muß ausgewogen sein: Nach den schrecklichen Bildern gefolterter Gartenzwerge gestern empfehle ich heute einen Besuch bei der Internationalen Vereinigung zum Schutz der Gartenzwerge.
Wie komme ich auf Gartenzwerge? Mein Wohnort (Wiesbaden-Freudenberg) ist eine größere Kolonie dieser scheußlichen Kreaturen, ich werde mal ein paar Fotos von besonders verunstalteten Gärten auf dem Freudenberg machen ;-)

Von Bush, der FDGO, römischen Transvestiten und Gartenzwergen

Internet

Die beschauliche Ruhe des Pfingstwochenendes ist vorbei, die Welt nimmt wieder ihr gewohntes Tempo auf.

In den TV-Nachrichten unken die Kommentatoren. Sie berichten (zumindest war das heute abend so) von weitestgehend friedlichen Demonstrationen am Vorabend des Bush-Besuchs in Berlin. Das passt aber nicht so richtig ins Weltbild, daher wird fast schon flehentlich die "Randale" herbei kommentiert, und das nicht nur bei RTL sondern auch bei n-tv.Wer Alternativen zur "offiziellen" Berichterstattung sucht wird im Web fündig, hier gibt es die Nachrichten von "unten", zusammen mit den Nachrichten von "oben" kann man so versuchen sich ein eigenes Bild zu machen.
Ein guter Startpunkt ist Indymedia, hier gibt es einen aktuellen Newsticker. Weiterhin gibt es ein Webradio namens KanalB. Informativ ist auch die Sonderseite bushinberlin.de. Auf allen angegebenen Seiten findet man weitere Links zu Aktivisten und Nachrichten "von unten". Auch wenn man manche Ansichten der Bush-Gegner nicht teilt so schadet es doch nichts sich ein breiteres Bild vom Geschehen zu machen als das die TV-Nachrichten bieten.

Telepolis berichtet über eine bayerische Lehrerin an deren Treue zur "FDGO" (ja, manche Schreckgespenster aus der Vergangenheit leben länger als man denkt) von Seiten des bayerischen Staates angezweifelt wird. Ihr Vergehen: Sie ist in diversen Friedensorganisationen aktiv. Die Zeiten sind nicht so dass man so etwas einfach so machen darf, weiß die oberbayerische Regierung: "Insbesondere in sicherheitspolitisch angespannten Zeiten, in denen auch die Mitgliedschaft in ausländisch oder weltweit organisierten Bewegungen verstärkt Einzug in die eingehende Prüfung der Verfassungstreue bei Beschäftigten im öffentlichen Dienst nehmen musste, bringt es bereits die Tätigkeit in organisierten Friedensbewegungen mit sich, nähere Einkünfte hierüber einzuholen." Das ist der Wind der aus Bayern weht, Leute: Wählt Stoiber!

Irgendwie bin ich heute etwas zynisch.

Was gibt es noch? Die Geschichte über die Exhumierung eines römischen Transvestiten aus dem 4.Jahrhundert. Man fand ihn bei Ausgrabungen mit "weibischen" Schmuck behangen, was die beteiligten Archäologen zu der kühnen These animierte der Mann sein ein Transvestit gewesen der sich selbst kastriert hat. Hm …

Und noch etwas für starke Nerven: Eine Website mit Bildern gefolterter Gartenzwerge. Wer sich von diesem Anblick nicht losreißen kann findet dort auch zwei Wallpaper für den Desktop …

Von CounterStrike, Druckern, KDE-Girls und Pfingstochsen

Internet

Auch wenn es dem Kanzler nicht gefällt (<a href=""http://www.heise.de/tp/deutsch/special/game/12559/1.html" target=“_blank” class="textlink""> Telepolis erfährt man näheres dazu.

Die EU-Kommission sagt: “Schluß mit dem Druckertinten-Wucher” (<a href=""http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,196301,00.html" target=“_blank” class="textlink"">Spiegel Online). Recht hat sie, zum Preis von 2 Patronen bekommt man einen neuen Drucker!

So dann gibt es noch einen <a href=""http://www.kde-look.org" target=“_blank” class="textlink"">kde-look.org:


Fesch, gell? ;-)

Und noch dieses: Akademische Betrachtungen zum Pfingstfest findet man bei der <a href=""http://www.religioeses-brauchtum.de/sommer/pfingsten.html" target="_blank"">religioeses-brauchtum.de). Hm, letzteres stimmt nachdenklich ;-)

Ein interessantes neues Projekt: <a href=""http://slashdot.org/article.pl?sid=02/05/16/2058208&mode=thread&tid=162" target=“_blank” class="textlink"">Slashdot).

Über das Pfingstwochenende macht ralles web Pause. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes Pfingstwochenende :-)

Biometrische Verfahren und Gummibärchen

Internet

Eine interessante Geschichte gibt es bei The Register. Fingerabdruckscanner gelten gemeinhin als sehr sicheres Verfahren zur digitalen Feststellung der Identität. Ein Herr namens Tsutomu Matsumoto hat dieses Urteil ins Wanken gebracht.

Tsutomo bastelte sich aus Gelatine und irgendeinem Plastikzeug einen Finger. Dann suchte und fand er einen schönen Fingerabdruck auf einem Glas, verstärkte diese mit einer Chemikalie und fotografierte diesen dann mit einer Digitalkamera. Nach ein bißchen PhotoShop war der Kontrast des Abdrucks verschärft und er druckte ihn auf eine transparente Folie. Mit dieser belichtete Tsutomo eine Platine, damit war das Muster in die Kupferbeschichtung gebrannt, und da drückte er den Plastikfinger hinein. Resultat: Bei 80% aller Scanner konnte der Plastikfinger sich identifizieren.

Wenn das nicht das Vertrauen in die Technik erschüttert …

Nachtrag: Dazu gibt es nun auch einen Artikel in Telepolis

Gemein ...

Internet

.. ist das hier:

<a href=""http://www.borsigplatz.de" target=“_blank” class="textlink"">

Gefunden auf <a href=""http://www.borsigplatz.de" target=“_blank” class="textlink"">borsigplatz.de, offenkundig eine BVB-Fanpage. Verdient hat der “Meister der Schmerzen” aus Leverkusen aber eine solche Häme nicht, die Jungs haben gestern abend klasse gespielt. Lustig ist das Bildchen aber trotzdem ;-)

Neues aus dem Web

Internet

Richtig "spektakuläre" Dinge aus der Welt des Webs sind heute nicht zu vermelden, aufgefallen ist mir aber doch so manches:

Da wäre z.B. ein Telepolis-Artikel der berichtet wie in Österreich sich technisierte FPÖ-Mitglieder als selbsternannte Bürgerwehr betätigen.

Die futurezone.ORF berichtet über den Trendtag, der unter dem Motto steht "Sofortvertrauen: Die neue Moral der Netzwerkkinder." Selbige ist ja "nach Erfurt" nun von unerwartet großem Interesse.
In diesem Zusammenhang ist auch ein weiterer Artikel der futurezone interessant. Dieser beschäftigt sich mit Peter Sloterdijks These von der "Hyper-Robinsonade" durch neue Medien. Die durchschnittliche Medienausstattung der Wohnungen erlaube es dem Einzelnen, sich auf einer eigenen virtuellen Insel zu etablieren und Kommunikation von Insel zu Insel zu betreiben, meint Sloterdijk.

Und dann ist da noch ein Artikel in ZDNet der von einer Microsoft-Informationsveranstaltung zu dem ja für viele User interessanten Thema "Welche Daten sendet Windows XP an Microsoft?" berichtet.

Celine Dion killt iMacs

Internet

In verschiedenen Newsdiensten war zu lesen (z.b. bei Heise Online) dass die Gewalttätigkeiten eigentlich unverdächtige Sängerin Celine Dion einen iMac so gründlich killt wenn man ihre aktuelle CD einlegt dass der Besitzer des Macs zum Service rennen muß um seinen Rechner wieder flott zu bekommen.Das ist nur der neueste Höhepunkt einer unerfreulichen Entwicklung: Die Musikindustrie hört auf "CDs" im eigentlichen Sinne auf den Markt zu bringen, sondern versieht diese mit einem "Kopierschutz", sprich sie möchte uns Konsumenten vorschreiben auf welchen Geräten wir diese hören dürfen. Das ist m.E. ein unhaltbarer Zustand, daher sollte man kopiergeschützte CD-ähnliche Silberscheiben boykottieren, auch wenn man sie gern hätte. Denn nur durch den Konsumenten kann die Industrie von diesem Wahnwitz wieder abgebracht werden. Eine aktuelle Liste von CDs die eigentlich keine solchen mehr sind findet man bei der britischen Campaign for Digital Rights.

Microsoft vs. Linux

Internet

Wieder einmal ist eine interne Mail von Microsoft zum Thema "Umgang mit Linux" zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt aufgetaucht. Nach einem Reuters Bericht in Yahoo schlug Vizepräsident Joachim Kempin aus Verärgerung über Intels Commitment zu Linux seinen Kollegen vor dass Intel und andere Computer-Hersteller die nicht "freundlich" zu Microsoft sind mit Aktionen "bestraft" werden sollten, natürlich ohne das offen einzugestehen. Hier mal ein bißchen Source-Code weniger, da mal eine andere Auslegung von Vereinbarungen, so hatten sie sich das vorgestellt. Es hat ja auch gewirkt, noch immer traut sich kein großer Computer-Hersteller seine Rechner mit einem vorinstalliertem Linux (wenigstens zusätzlich, was ja technisch kein Problem ist) auszuliefern, aus Angst vor Sanktionen durch Microsoft.

Multimedia Messaging - Hamster oder Kylie

Internet

Multimedia Messaging soll den darbenden Mobilfunkherstellern und anbietern wieder Geld in die Kasse bringen. Ich frage mich ständig: Wer möchte Bilder oder Videos auf einem winzigen Handy-Schirm anschauen?In einem Artikel der BBC Online bin ich endlich auf den tieferen Sinn dahinter gestoßen: "Instead of having to read all those text messages, how would you like a talking hamster or even a pint-sized popstress Kylie Minogue to read them out to you?" Ja, das ist es! Wo kann man so ein Gerät bekommen? ;)

Der gespeicherte EU-Bürger ...

Internet

… soll (zumindest in Sachen elektronischer Kommunikation) demnächst Realität werden. Nach einem Bericht der ORF.futurezone soll die Datenschutzrichtlinie von 1997 (die besagt dass Verbindungsdaten nur so lange gespeichert werden dürfen wie das für Abrechnungszwecke notwendig ist) demnächst "harmonisiert" werden, sprich EU-weit soll eine einjährige Speicherpflicht (wie derzeit in Großbritannien und Frankreich schon Realität) eingeführt werden.

Überall hinterlassen wir Daten, ich möchte gar nicht wissen in welchen Datenbanken wir alle schon stecken …

Usenet Death Penalty

Internet

Und noch mal The Register:Gegen den Provider "Telewest blueyonder Internet service" wurde die "Usenet Death Penalty" (kurz UDP) verhängt. Das bedeutet dass Beiträge von Usern dieses Providers nicht mehr in den Internet-weiten Newsgroup-Austausch einbezogen werden.

Der Grund dafür war ein kontinuierliches Auftreten von Spam über diesen Provider. Zum UDP gibt es auch eine FAQ.

Crackende Barrichello-Fans ...

Internet

… haben nach einem Bericht von The Register die Website der "Ferrari Group" gecrackt und den Spruch "S4t4n1c_Souls was here Fuck u Ferrari Mercenaries fuck fuck fuck always your capitalist of shit BARRICHELO ROX FERRARI SUX!" deponiert (Quelle).

Mir scheint die haben die Spielregeln nicht so ganz verstanden. Schon zu Zeiten des legendären Fangio musste der Teamkollege sogar während des Rennens sein Auto abgeben (damals ging das noch) damit Fangio die Punkte macht, und in der neueren Geschichte musste 1978 Ronnie Peterson regelmäßig zurück stecken und Mario Andretti den Vortritt lassen. Also kann ich das Gejammer nicht so ganz nachvollziehen, Rubinho weiß schließlich was ihm blüht (es wird ihm mit vielen vielen Euro versüßt) wenn Michael hinter ihm ist. Formel 1 ist ein Mannschaftssport, nicht jeder Teamchef bezieht wie Frank Williams sein primäres Vergnügen daraus zuzuschauen wie sich seine Fahrer gegenseitig "zerfleischen" (ich erinnere da mal an Mansell und Piquet 1996).

Die Politclowns: Im Zeichen der 18

Internet

Der Preis für die Politclowns der Woche (was sag’ ich, des Monats, des Jahres) gebürt zweifelsohne der FDP. Aber ob Big-Brother-Container oder eine 18 auf der Schuhsohle, dem guten Guido Westerwelle ist nichts peinlich, und so lässt er sich tatsächlich von seiner einstelligen-Prozentwerte-Partei zum Kanzlerkandidaten küren.Übrigens, wenn man mal die Website der FDP besucht findet man links in der Navigation unter dem Oberbegriff Partei als erstes den Begriff Spenden

Where weblogs go to die ...

Internet

Weblogs sind eine faszinierende Sache, ich habe so lange drin gelesen bis ich selbst eines haben musste ;-)Manch ein enthusiastisches Weblog-Projekt nimmt aber ein ruhmloses Ende, dokumentiert wird dieses auf der Website mit dem schönen Namen "Fucked Weblog".Ich hoffe stark dass meines dort nicht so schnell enden wird, but: You never know ;-)

Jugendschutz und Politik-Hysterie

Internet

In einem Telepolis-Beitrag mit dem Titel "Jugendschutz nach Erfurt: das dicke Ende kommt noch" konstatiert der Autor Stefan Krempl: "Nach der blutigen Abrechnung eines gescheiterten Erfurter Abiturienten mit dem Schulsystem und seinen unmittelbaren Repräsentanten beherrscht ein Aktionismus und eine Hysterie die politische Szene, die sich in der jüngsten Geschichte nur mit den Nachbeben des 11. September vergleichen lässt." Dem kann ich mich nur anschließen!

Das Internet Wetter ...

Internet

… findet man natürlich im Internet.Denn nicht nur in der realen fleischlichen Welt, dem "Meatspace", gibt es "Wetter", sondern auch im Internet.

Über so manchen Router können sich dunkle Wolken zusammen ziehen, und an manchen Switches toben wilde Datengewitter.The Internet Weather Report misst täglich sechs mal von den USA aus die Verbindungen in die weiter Internet-Welt, die dabei gewonnenen Daten werden dann mit Java-Applets grafisch ausgewertet:

The Story Of Nadine

Internet

Jeder von uns der im Internet aktiv ist kennt das Problem der unerwünschten Werbemails, auch "Spam" genannt. In Slashdot.org erschien eine Story die die wahnwitzigen Ausmaße dieses Phänomens schildert.

Eine Userin eines amerikanischen Internet-Dienstleisters hatte auf irgendeiner Website versehentlich eine falsche Email-Adresse angegeben, und damit nahm das Verhängnis seinen Lauf. The Story Of Nadine schildert die Ereignisse in einem sarkastischen und unterhaltsamen Stil, und legt auch gleich Auszüge aus Mailserver-Logs und Werbemails vor die den Wahnsinn dokumentieren.Man bekommt den Eindruck dass das was ab und an unerwünscht in unsere Mailbox flattert nur die Spitze eines Eisbergs ist, ich möchte gar nicht wissen was täglich an unerwünschten und überflüssigem Zeug durch das Internet wandert.

Moral in einer unzensierten Welt ...

Internet

… fordert erneut <a class="textlink" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,195412,00.html" target="_blank">Spiegel Online.

In einem aktuellen Bericht wird über die ersten Auswirkungen der nach Erfurt grassierenden neuen Lust an der Zensur berichtet.

Erstaunlich finde ich dass sich ausgerechnet in Spiegel Online die anklagenden Berichte gegenüber Computerspielen, Musik und auch fiktiven Texten aus Web-Foren häufen. Ist das der neue Geist der Zeit, soll das mediale Trommelfeuer nach "Erfurt" uns dazu bringen die Schere im Kopf freiwillig anzusetzen und die CounterStrike und Marilyn-Mansons-CDs in Tonnen zu werfen?

Warum eigentlich?

Internet

Warum eigentlich unterhält man eine Homepage, oder die verschärfte Steigerungsform davon, ein Weblog? Das ist eine wirklich gute Frage. Und gleichzeitig eine schlechte Frage.

Grundsätzlich ist es ganz einfach. Warum klettern Leute Berge hinauf? Warum fahren Leute mit Formel 1-Autos im Kreis? Eben! ;-)
Das Internet ist dazu da um es zu nutzen. Die meisten verstehen darunter passiven Konsum, für sie (ich nenne sie mal die "Konsumenten") ist es eine Art Fernsehen was nur etwas komplizierter zum laufen zu bringen ist. Aber das ist ja nicht alles. Gemäß dem Motto von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des WWW, heisst es "everyone’s a publisher". Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen (zumindest der meisten) ihre Meinung zu verkünden, und das WWW bietet dazu die ideale Plattform. Und da meine Freundin M. nicht müde wird zu betonen dass ich ein Langweiler bin muß ich das auch im WWW unter Beweis stellen.

Alles klar? ;-)

Wahrscheinlich nicht, aber so ist das halt!

Intro: Das Netzbuch

Internet

Willkommen in meinem neuen Weblog "das Netzbuch".

Die LeserInnen die mich noch aus Zeiten der CompuServe-Foren "Planet", "Netpro" und "Famcom" kennen, wissen in etwa was mir vorschwebt: Ein Weblog als kritischer Begleiter und Beobachter des Internets, insbesondere im Zusammenspiel von Internet, Medien und Politik. Denn da gibt es die erstaunlichsten Dinge zu berichten und zu dokumentieren.

Die ursprüngliche Idee eines Weblogs war ja: Links die man aufgespürt hat für den Rest der Menschheit (und natürlich sich selbst, wer weiß heute schon noch welche Site er vorgestern besucht hat) zu dokumentieren und zu veröffentlichen, so dass nach und nach ein persönliches "Netztagebuch" entsteht in dem sich individuelle Interessen und Präferenzen dokumentieren. Heute gibt es vermehrt auch Weblogs die mehr persönliche Tagebücher sind, aber das schwebt mir weniger vor.

Besonders spannend wird es natürlich wenn BesucherInnen dieser Site ihre Meinung dazu kund tun oder selbst interessante Orte aus dem Netz bekannt geben, ob und in welchem Umfang das passieren wird muß die Zukunft zeigen. Zunächst einmal ist es ein kleines Experiment und ich bin gespannt ob etwas und was daraus wird!

Stoiber und das Internet

Internet

Edmund Stoiber, Kanzlerkandidat der Union, nutzt das Massaker von Erfurt aus um seine rigiden politischen Vorstellungen unter das (Wahl-)Volk zu bringen. In einem Interview mit heute.online bekommt man eine Kostprobe.

Stoiber, nach eigenem Bekunden "kein klassischer Benutzer des Internets", möchte alles verbieten was nicht in sein reaktionär-konservativ-klerikalbajuwarisches Weltbild passt. Videofilme, Computerspiele, einfach alles. Jemand der CounterStrike spielt kann einfach kein guter Mensch sein. Und überhaupt, dieses Internet muß grundsätzlich reglementiert werden, denn es ist gefährlich. Da kann ja jeder einfach seine Meinung sagen und (Zitat) "dadurch kann man eine sehr unkalkulierbare politische Diskussion bekommen." Das ist in der Tat übel, wenn schon Diskussionen dann solche die Stoiber steuern kann über seine Männer in den Medien (ich sage nur "Report München" in der ARD, Tendenzfernsehen in Reinkultur).Ich könnte mich nur aufregen, das Wahlvolk hat es in der Hand dass Stoiber im Bayernlande bleibt, aber da sehe ich schwarz. Das Wahlvolk hat ein kurzes Gedächtnis und 16 Jahre "Zeitalter der Stagnation" unter CDU/CSU und FDP bereits wieder vergessen …

Die freie Hasswirtschaft ...

Internet

… hat "Spiegel Online" entdeckt. Wie immer wenn in den USA oder Europa ein Schüler durchdreht und ein Blutbad anrichtet sind die Schuldigen schnell ausgemacht: Filme, Computerspiele und natürlich Musik.

Marilyn Manson, Leadsänger der gleichnamigen Düster-Metal-Band, war schon in Littleton ein Hauptkandidat für den primär Schuldigen, er trägt ja auch, wie der Spiegel weiß, "aus Verehrung" für den Mörder Charles Manson den Namen "Manson". So einfach ist das.

Würden die Kiddies brav in die Kirche gehen und nicht ständig am Computer daddeln oder düsteren CDs lauschen dann wäre alles gut, keiner dreht durch, Harmonie und Frieden überall. Nun ja, träumt weiter!