Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Lagedernation

Grüße aus dem Ozon-Nebel

Auch heute haben wir wieder Wetter, Wetter, Wetter …

Telepolis spekuliert munter über den Klimawandel: »Auch wenn Menschen, die sich genau daran erinnern können, dass es in Deutschland einst Sommer mit halbwegs angenehmen Durchschnittstemperaturen, niedrigen Ozonwerten und sogar Winter mit echtem Schnee gegeben hat, mittlerweile sogar von grünen Politikern gern als Miesmacher und Untergangspropheten gescholten werden, sprechen die äußeren Umstände manchmal ganz einfach für sich. […] Am vergangenen Wochenende wurden in Mannheim Nord 328 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft gemessen, im nordrhein-westfälischen Finnentrop waren es 283, in Solingen und Soest über 270 in Heilbronn 250. Als kritischer Grenzwert gelten dagegen 180 Mikrogramm. Da überdies feststeht, dass die globale Temperatur in den letzten 100 Jahren um 0,7 Grad Celsius angestiegen ist, geht die Mehrheit der Forscher von einem hausgemachten Klimaproblem aus, dass uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiterhin extreme Witterungsbedingungen bescheren wird.«

Gegen die Ozonwerte könnte man ja etwas tun, will man aber nicht. Insbesondere preiswerter Diesel vergiftet uns systematisch, aber bspw. die in den USA üblichen Filter vorschreiben möchte man nicht, schließlich regiert uns ja der Autokanzler. Während dann demnächst Rauchen in der Öffentlichkeit verboten wird dürfen uns die Diesel-Dreckschleudern munter weiter vergiften, symbolische Politik hat Hochkonjunktur. Wie wird NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen im Telepolis-Artikel so treffend zitiert: »Die Bürger fühlen sich doch verschaukelt, wenn sie aus dem Radio aufgefordert werden, sich weniger zu bewegen, aber auf der Straße jede Dreckschleuder weiter fahren darf.«