Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Weblogtalk

Medien und Weblogs

Roland (selbst Journalist) vom Late Night Blog beleuchtet in Moes PlasticWiki das Verhältnis von Medien und Weblogs. Roland sieht Weblogs als Träger einer Gegenöffentlichkeit zu den etablierten Medien als (Zitat) »Rammbock an der Mauer des Schweigens. Lange genug wurden Weblogs als das spinnerte Hobby selbstdarstellerisch veranlagter Nerds belächelt. Doch zunehmend zeigt sich auch, dass Weblogs die Aufgaben wahrzunehmen beginnen, die konventionelle Medien nicht mehr wahrnehmen wollen oder können. Eindringlichstes Beispiel, das zugleich eine neue Untergattung des Weblogs, das Warblog, hervor brachte, ist die Weblogszene zu Beginn und während des Irakkrieges. Während amerikanische Medien, beinahe gleichgeschaltet durch eine monopolisierte Medienlandschaft, ganz “auf Linie” der US-Administration berichteten und die Wächterfunktion der Medien vielen nur noch als hohle Phrase erschienen, schlüpften Blogger in genau diese Rolle […].«


Eine interessante Betrachtung, sie sollte zukünftig für alle “fachfremden” Journalisten, die vor haben über Weblogs zu schreiben, Pflichtlektüre sein. Und noch ein schönes Zitat zum Schluß:


»Webloggen bedeutet in erster Linie eben nicht, zu schreiben, sondern zu lesen und sich zu informieren.«


(via Moe`s Blog)