Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Zeugs

Wieder da, oder: Fast eine Postkarte

So ein Urlaub vergeht wie im Fluge, kaum hat man die Abwesenheits-Nachricht ins Blog gestellt sitzt man auch schon wieder daheim vor dem Rechner. Da man nach einer Pause ja einen angemessenen Einstieg benötigt, erlaube ich mir heute mal einen Ausflug ins Diaristische bevor das gewohnte “Netzbuch-Premium-Content-Quality-Blogging” wieder los geht … ;-)

Highlight!

[Concorde im Anflug auf den Baden-Airport] Der Urlaub begann schon mit einem unverhofften “Highlight”, ich bekam überraschend die Gelegenheit zum wahrscheinlich ersten und einzigen Male in meinem Leben eine leibhaftige Concorde mit eigenen Augen zu sehen. Auf dem Baden-Airport gab es am Tag vor der Abreise die letzte Concorde-Landung in Deutschland, das war ein großes Volksfest, halb Baden fand sich dort ein, inklusive Würstchenbuden und Getränkestände, unsere guten Badener sind halt immer geschäftstüchtig. ;-)
Bilder können nur unzureichend einfangen wie eindrucksvoll dieser Riesenvogel ist wenn er majestätisch, vom satten Sound der bärenstarken Triebwerke begleitet, durch die Luft gleitet. Der Pilot drehte eine Ehrenrunde um den Baden-Airport und man hatte die Gelegenheit das eigentümliche Flugverhalten einer Concorde im Landeanflug zu studieren. Für mich als “Flugsimulator-Piloten” eine wirklich tolle Sache!

Los geht`s

Am nächsten Tag ging es dann los, mit einem unverhofften Luxus, nämlich eine Dreier-Sitzreihe im Airbus mit nur zwei Personen besetzen zu dürfen, daher hatte man Platz zum “Faxen machen”, z.B. aus dem Fenster heraus mit der Digicam die Welt unter dem Flugzeug zu fotografieren. Der kanarische Sonnenschein war dann die Belohnung für viereinhalb Stunden Flug.


[Abflug Baden-Airport, über die Rhein-Staustufe bei Rastatt]

[Landeanflug auf Gran Canaria]


Kanarischer Müßiggang


Wer nach Gran Canaria fliegt weiß was ihn erwartet, nämlich Sonnenschein, Nichtstun, Meer, knackige junge Damen in knappen Bikinis mit und ohne Oberteil, braungebrannte junge Herren in eng sitzenden Badehosen, verhärmte Typen die einen mit einem dämlichen Rubellos (Überraschung, Sie haben ein T-Shirt und eine Kamera gewonnen) eine “Time-Sharing”-Wohnung aufschwatzen wollen und tatsächlich immer noch Dumme finden die sich darauf einlassen, Shopping-Center und Geschäfte bis zum Abwinken voller enthusiasmierter Damen und etwas gelangweilt schauender männlicher Begleitung, und mehr oder weniger gelungene Show-Darbietungen im Hotel.



[Am Donnerstag ist Mittwoch. Hä?] [Urlaubsimpression]

Wobei es aber auf Gran Canaria etwas dezenter zugeht als z.B. auf Teneriffa, in den neuen Gebieten wird darauf geachtet nicht die typischen grausamen “Touri-Wüsten” voller schreiender Plakate und häßlicher Betonklötze entstehen zu lassen, auch die kanarische Tourismusindustrie ist lernfähig. Übrigens, manchmal gewinnt man auch im Urlaub erstaunliche philosophische Erkenntnisse über die Relativität der Zeit, wie z.B. “Am Donnerstag ist Mittwoch” auf einer Tafel vor einem Cafe mit grausiger “Folklore” (siehe Bildchen oben links) …


Nix Computer, Hombre!


Wie immer hatte ich mir vorgenommen während des Urlaubs keinen Computer anzurühren, und trotz einer permanenten lockenden Versuchung in Form eines Internet-Cafes im Hotel wurde dieser gute Vorsatz durchgezogen. Obwohl ich ja zugeben muß dass es mitunter schon ordentlich im Mausfinger zuckte. Aber, nichtsdestotrotz wurde der selbstverordnete Müßiggang in aller touristischer Ernsthaftigkeit durchgezogen, wie der folgende “Touri-Action-Shot” des Netzbuch-Chronisten belegt:


[Netzbuch-Chronist in Touri-Action]


Heimwärts


Aber nach zwei schönen Wochen war alles wieder vorbei, wieder in den Flieger und ab nach Hause. Diesmal war es voll wie immer und es gab einen Platz am Gang, also nix mit Faxen machen mit der Digicam. Aber eine Erkenntnis gab es zu gewinnen: Junge dynamische Damen von heute trinken im Flieger Tomatensaft mit Pfeffer drauf, igitt! Nach einem ruhigen Flug landete der stählerne Donnervogel wieder sanft auf dem Baden-Airport, Deutschland hat uns wieder!


Fazit, zwei sehr schöne Urlaubs-Wochen waren das, einfach mal Nichtstun tut ausgesprochen gut und man kommt voller Tatendrang zurück, mal schauen wie lange der anhält …


Nun muß ich mal schauen was sich in den zwei Wochen so getan hat, die Mailbox durchschauen und natürlich das Netzbuch auf pMachine 2.3 “updaten”. Einiges zu tun also! ;-)