Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Musik

Karin Clercq - Femme X

[Cover: Karin Clercq - Femme X] Vorigen Monat war in Spiegel Online ein Artikel, besser gesagt eine Hymne in Worten, über die belgische Sängerin Karin Clercq und ihr Debüt-Album “Femme X” zu begutachten. Den hatte ich gelesen und in einer Ecke meines Gehirns auf Wiedervorlage gelegt. Die Tage war ich mal im Plattengeschäft und hatte dann ihren Namen vergessen, nach einiger vergeblicher Sucherei und Fragen ans Personal (“Ich suche die Platte von so ner hübschen blonden Belgierin die französisch singt, letztens im Spiegel erwähnt wurde und glaube ich Karen oder Karin mit Vornamen heisst”) hörte ich mal rein in “Femme X”, und war sehr angetan. Ich sollte dazu sagen, dass mit ich französischen Gesang sowieso zu begeistern bin, französisch ist einfach eine musikalische Sprache. Kurz und gut, CD wurde gekauft.

Die Songs sind abwechslungsreich und klingen “modern”, tendenziell eher rockig als “chanson-mäßig”, recht Gitarren-lastig. Besonders “Kassandre” (Stück Nr. 9), ein episches Drama von 7,5 Minuten, muß man einfach mal gehört haben. Karin hat eine hinreißende Stimme die von den 13 Songs schön in Szene gesetzt wird. Sie klingt nicht so “blutleer” wie man das heute bei so vielen “neuen” Sängerinnen feststellen kann. Anspieltipps sind neben dem erwähnten “Kassandre” noch “Desir” (Nr. 5) und “La chanson d`Anna” (Nr. 7). Das Bonmot zum Schluß stammt aus dem erwähnten Spiegel-Online-Artikel: »Frauen sind was Wunderbares. Und Frauen wie Karin Clercq sind noch ein bisschen wunderbarer.«

Die Website der “Femme X”: karinclercq.com (franz.)