Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Weblogtalk

Webstandards: ALA interviewt Anil Dash

A List Apart hat ein Interview mit Anil Dash von Six Apart im Angebot. Anil arbeitet bekanntlich mit dem MovableType-Paar Mena und Ben Trott an TypePad, einem MT-basierenden Weblog-Hosting-Service. Interessant für ALA ist dass TypePad-Weblogs sich an die modernen Web-Standards XHTML und CSS halten werden. Das ist für niemanden geringeren als ALA-Chef und “Web-Design-Idol” Jeffrey Zeldman ein Grund höchstpersönlich das Interview mit Anil Dash zu führen.


Ein Zitat von Anil aus dem ALA-Interview:

» […] we have two big goals for TypePad`s output. We want to enable even the least technologically-savvy user to participate in the benefits of advanced technology. Someday soon (Yea, verily, I believe!) there will be benefits to generating semantically-valid markup that validates as XHTML. And those are benefits that shouldn`t be conferred only on the technically elite. Indeed, they`ll be less interesting benefits if those are the only users who see them. But we`re also interested in quality. We say often that we don`t just want a lot of weblogs to use Typepad, we want them to be quality weblogs. And page quality is a reflection of the site itself, we believe.«


Wo er Recht hat hat er Recht! Wenn TypePad das hinbekommt sieht so mancher andere Dienst ziemlich “alt” aus wenn man in den Source-Code schaut und sich in gräßlichen “table”-Wüsten wieder findet. Schlampiger HTML-Code ist das digitale Gegenstück zum verfleckten Schulheft, der Inhalt kann prima sein, aber es macht einen schlechten Eindruck wenn der geniale Text von Tinten- und Kaffeeflecken umrahmt ist.


Und, moderne Standards sind kein Selbstzweck! Da M$ offensichtlich plant dem Internet Explorer mit einer Bindung an zukünftige Windows-Betriebssysteme den Todesstoß als “Stand-alone-Browser” zu versetzen, stehen wir vor einem Ende der Browser-Monokultur und vor einem Zeitalter der “Browser-Unübersichtlichkeit.” Es gibt die “Geckos” (Mozilla-Engine) in all ihren Erscheinungsformen, die Safaris, Operas, Konquerors und die langsam veraltenden MS Internet Explorer für Win und Mac. Um diesen ganzen “Zoo” bedienen zu können muß man sich zukünftig an Standards halten, Websites die nur in einem Browser aus Redmond funktionieren werden gnadenlos untergehen.


(Via Blogroots)