Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Internet

Oh, der Infostress!

Nach der Internetsucht gebiert das Zeitalter der vernetzten, wie Netz-Faktotum Ossi Urchs immer sagt, “ubiquitären” Total-Information eine weitere Modekrankheit: Den Infostress! Heise berichtet darüber und zitiert den australischen Forscher Neville Meyers:

»Infostress ist jener Stress, den wir verspüren, wenn wir mit zu vielen Informationen konfrontiert werden; wir können mit dem Vorhandenen nicht umgehen, das Treffen von Entscheidungen wird behindert, und wir kommen nicht voran — das sind die Momente, in welchen wir wirklich auf Probleme stoßen und sogar krank werden.«

Yo! Dienstag bin ich krank, ich habe “Infostress.” Ich bin besonders gefährdet. Früher ging man einfach zum Bahnhof und stieg in den Zug und tankte sich irgendwie durch. Aber jetzt? Stundenlang tunt “tuned” man die Fahrpläne im Internet, berechnet diese Route, jene Route, diesen Tarif, jenen Tarif, druckt sich Fahrpläne, Wegeskizzen und Stadtpläne aus, überträgt sie auf den PDA – und hat schließlich so viele Informationen dass man nicht mehr weiß wo man herkommt, wo man eigentlich hin will, und vor allem, warum man da hin will. Und schuld ist nur das Internet …