Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

München bekommt Linux

Linux

Das ist ein Signal: »Münchner Stadtrat stimmt für Linux« (Pro-Linux). Dass das ein Signal ist kann man schon dem (für eine IT-Sache) erstaunlichen Medienecho entnehmen: Computerwoche, ARD-Tagesschau / BR, Spiegel Online (die Distributor SuSE und Linux als solches nicht differenzieren können, vielleicht sollten sie aufhören über IT-Themen zu berichten wenn sie keinen Durchblick haben), und an vielen anderen Orten. Natürlich auch bei heise (siehe auch »CSU kritisiert Münchener Entscheidung als “Software-Abenteuer”«), dort sind natürlich auch die Reaktionen in den Foren sehr amüsant zu lesen. ;-)

Eine gute Entscheidung! Es musste sowieso umgestellt werden, Win NT und das verwendete MS-Office-Paket wurden von M$ nicht mehr unterstützt und München sollte daher XP und Office XP erwerben. Bei einer sowieso umfangreichen Aktion kann man dann gleich das System wechseln. Die MitarbeiterInnen müssen ihr Linux ja nicht selbst aufsetzen, sondern werden an einem fertig eingerichteten KDE-Desktop sitzen. Und der Unterschied zwischen KDE und Windows in der Bedienung ist zu vernachlässigen. Der Rechner wird sicherer gegen virenverseuchte “Spaß-Word-und Powerpoint-Dateien”. Und dass nicht-IT-MitarbeiterInnen ihr “daheim an den M$-Raubkopien und in Computer Bild-Artikeln erworbenes Grundwissen” nicht mehr am Arbeitsplatz einsetzen können dürfte ein wohlwollendes Lächeln auf das Gesicht manches leidgeprüften Admins zaubern …