Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Musik

Die taz besucht ...

Marilyn Manson: »Plötzlich ein Raunen: Marilyn Manson mischt sich ins Volk. Ein paar Fans fallen fast in Ohnmacht, da ist er, Brian Wagner, wie er wirklich heißt, ganz in Erdbeerrot, Frack, Plateauschuhe, hoher Zylinder, der Mund dick geschminkt und auch die weiße Kontaktlinse darf nicht fehlen – beeindruckend. Gravitätisch schreitet er seine Bilder ab, die er erstmals in Europa zeigt: Zartschmelzend verwischte Aquarelle von kranken Homunculi mit Löchern, wo sonst Augen sind. Marilyn Manson sagt ernste Dinge in die Kamera, die ihn begleitet: Wie sehr ihn die Figur des Dandys interessiere. Das Leben der Schönheit unterwerfen, sich mit gelangweilter Pose gegen das bürgerliche Nützlichkeitsdenken der modernen Welt stemmen, das möchte auch er.«

Shakira: »Shakiras Welterfolg zeigt die ästhetische Rache der Peripherie. Sie verbindet Latino-Kitsch mit den Mitteln von Hollywood und hebt damit den schlechten Geschmack Südamerikas auf Weltniveau.«

Man kann die taz durchaus lesen, nur von Musik haben sie keinen Schimmer, was sich auch an dem grausamen Lied zeigte dass die taz damals zum Grand Prix D`Eurovision-Vorentscheid schickte.