Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Protest gegen War-Blogging

Weblogtalk

Seltsames tut sich bei Blogger-Kollege Philo:

»Aus Protest gegen das zunehmend abstoßende Warblogging bleibt “Philos Arbeitsbuch” bis zum Freitag 18:00 Uhr MESZ stumm. Stumm bedeutet jedoch nicht sprachlos. Stop War-Blogging!«

Auslöser war ein Artikel über Warblogs auf intern.de, der wiederum auf einen Artikel des Guardian bezug nahm. Der Artikel beschäftigt sich mit der Reaktion der amerikanischen Rechtsausleger-Warblogs auf den Tod der amerikanischen Friedensaktivistin Rachel Corrie letzten Monat in Palestina unter einem Bulldozer der israelischen Armee. In den rechten Warblogs wurde sie aufs übelste beschimpft, das wiederholen wir hier jetzt nicht. Das ist eine unschöne Entwicklung, aber ohne “Publikum” keine rechten “Star-Weblogger”, somit sind Warblogs nur ein Spiegel der Menschen und der Gesellschaft in der sie leben. Websites schweben ja nicht im luftleeren Raum.
Und wenn man auf der einen Seite für “freie Rede im Netz” einsteht muß man wohl oder übel auch “freie Rede” in Kauf nehmen die einem nicht sonderlich gefällt.

Und was soll nun passieren, sprich was heisst “Stop War-Blogging”? Rechte Blogs müssen dicht machen wenn sie einen von einer Komission festgelegten “Political Correctness”-Wert unterschreiten?

Mir scheint der “symbolische Aktionismus” wird in diesen Zeiten zur bevorzugten Form der politischen Meinungsäußerung …