Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Weblogtalk

To link or not to link

Durch die deutschen Weblogs brandet eine Diskussion über das Setzen von Links auf andere Seiten. Durch die Marketing-Erfindung des Begriffs “Deep Link” haftet jedem Link auf einen konkreten Inhalt der Touch des Unanständigen an, weil man ja dem Sitebetreiber diejenigen vorenthält die vielleicht auf der Titelseite auf das grandiose Banner des Online-Casino geklickt hätten …

Die Diskussion tobt zur Zeit auf den folgenden Seiten (als Notiz für mich selbst, denn das ist ein interessantes Thema):
Angefangen hat alles mit einem Artikel von Markus auf eDings, Martin hat es aufgegriffen, Siegfried ebenso, blawg dto., und noch einmal Markus.

Meine Ansicht dazu: Öffentlich ist öffentlich, wer ein Dokument öffentlich zugänglich ins Netz stellt darf sich nicht beschweren wenn jemand einen Link darauf setzt. Auf die Idee kommen zu verlangen man dürfe nur einen Link auf die “Startseite” setzen und der Interessent soll sich dann selbst durchklicken damit man ja die Werbung sieht kann nur einem Marketing-Menschen aus der Offline-Welt einfallen die in den letzten Jahren leider unseren guten alten Cyberspace penetriert haben.

Von der Theorie her ist jedes Dokument, dass durch einen eindeutigen URi identifizierbar ist, gleichberechtigt, d.h. es gibt im Grunde keinen Unterschied zwischen http://www.das-netzbuch.de und http://www.das-netzbuch.de/index.php?id=P569, es sei denn man versucht mit Metaphern aus dem Meatspace wie “Eingang” und “Ausgang” diesen Unterschied künstlich herbeizuführen, was aber ein gewisses Unverständnis des Hypertext-Prinzips dokumentiert. Dieser Punkt ist mir wichtig, ich “mache” HTML seit 1993 und sehe und sah mit Sorge wie die genialen Prinzipien des vernetzten Informationsspeicher mit dem Einzug des Kommerz in den Cyberspace Stückchen für Stückchen vor die Hunde gehen seit die “Glattgekämmten” das Internet mit ihren “Geschäftsmodellen” überfluten.

Das Links korrekt bezeichnet, Zitate mit exakter Quellenangabe versehen und Inhalte nicht einfach geklaut werden sollte selbstverständlich sein. Das hat aber nichts mit Verlinkung zu tun.