Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Musik

Krise der Musikindustrie

Die Frankfurter Rundschau berichtet in ihrer Weihnachtsausgabe über die Krise der Musikindustrie:

»Die Musikindustrie wäre heute in einer deutlich stärkeren Position, wenn sie nur die Hälfte der Energie, die sie im Kampf gegen Piraterie einsetzt, für die Entwicklung neuer Vermarktungsmodelle verwenden würde.

Mehrere Befragungen haben ergeben, dass Online-Angebote nicht der Grund für die Krise in der Branche sind. Der Umsatzschwund ist laut Bernoff auf die generelle Konsumflaute zurückzuführen und darauf, dass die Hauptkunden der Plattenfirmen, Leute zwischen 13 und 30, ihre Budgets umgeschichtet haben. Sie geben mehr Geld für Handys und Videospiele aus.

Mit neuen attraktiven Angeboten könnten die Produzenten von Rock und Pop wieder Boden gut machen. Aber nach Ansicht von Bernoff und anderen Branchenkennern haben die großen Labels in punkto Repertoire vieles vergeigt. Sie schafften es in den vergangenen Jahren einfach nicht, neue, interessante Künstler nach vorne zu bringen. Stattdessen setzten sie auf Stars, die ihren Zenit bereits überschritten hatten, und gaben ihnen hoch dotierte Plattenverträge. Das abstruseste Beispiel: EMI zahlte Mariah Carey 30 Millionen Euro für die Auflösung ihres Kontraktes, also dafür, dass sie nicht singt« (FR).

So ist es!