Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Internet

Passwortflut

Ein Artikel in der futurezone:

»Viele Computernutzer haben inzwischen mit einer wahren Flut an Passwörtern zu kämpfen. Um sich die durchschnittlich 21 Passwörter merken zu können, wird leider oft die Sicherheit vernachlässigt. […] Die User wählen ihre Identifikationsdaten für berufliche wie private Services wie Online-Banking, Web-Mail oder Windows-Log-in dabei typischerweise nach zwei Grundsätzen. 84 Prozent der befragten User gaben an, Passwörter in erster Linie nach dem Kriterium der Merkbarkeit auszuwählen, und 81 Prozent nutzen ein und dasselbe Passwort bei so vielen Diensten wie möglich.«

Das ist ja nicht weiter verwunderlich: Du möchtest eine Software ausprobieren – Account anlegen und Passwort merken. Du möchtest in irgendeinem Weblog einen Kommentar schreiben – Account anlegen und Passwort merken. Du möchtest irgendeine Nachrichtensite lesen – Account anlegen und Passwort merken. Du abonnierst eine Mailing-Liste – Account anlegen und Passwort merken. Das ist doch nicht normal, daher muß man für sicherheitsunkritische Dinge, wie bspw. die große Gnade in einem Weblog einen Kommentar schreiben zu dürfen, einfach ein Universalpasswort verwenden.

Ein Tipp für Besitzer eines Palm-OS-PDA: YAPS legt einen “Passwort-Safe” auf dem PDA an (natürlich Passwort-gesichert ;-)) und ist auf jeden Fall sicherer als die berühmten Zettelchen auf dem Schreibtisch, und man hat die Passwörter alle dabei um im Zweifelsfall nachschauen zu können.