Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Lagedernation

Lobbyisten-Gejammer

Ha, ein Artikel aus dem prallen Leben: Der Artikel Das Gejammer der Lobbyisten in Spiegel Online bringt uns auf die Spur wo das eigentliche Problem in diesem unseren Lande liegt: Jeder schreit “Weg mit den Subventionen und Steuergeschenken”, aber wenn etwas gekürzt wird jaulen die Betroffenen auf und finden immer irgend einen tumben Reporter der Kamera und Mikro spendiert um die Jammer-Kunde bundesweit in die Wohnstuben zu übertragen. Seien es die Häuslebauer (Warum sollen die Geld vom Staat bekommen? Wenn sie sich kein Haus leisten können sollen sie es halt bleiben lassen, aber nicht aus der Steuerkasse!) oder der medizinisch-industrielle Komplex der sich auf Kosten der Beitragszahler die Taschen füllt (Pharmaindustrie und Ärzte gehören ja bekanntlich zu den wahren sozialen Problemgruppen in diesem unseren Lande) – immer werden lautstark apokalyptische Visionen von Arbeitsplatzabbau und verwüsteten Strukturen gepredigt, ich kann das wirklich nicht mehr hören. Gerade Standesvertreter des medizinisch-industriellen Komplex sind besonders dreist, gerade sie, die sich in der Geldbörse der arbeitenden Bevölkerung munter bedienen, lassen von ihren Oberlobbyisten in die Notizblöcke diktieren dass die Beitragszahler sich von ihrer “Vollkaskomentalität” trennen müssten – schließlich ist es ja wohl superdreist für die horrenden Abgaben auch noch Gegenleistungen erwarten zu wollen.

Ich wünsche der Bundesregierung genug Puste um sich vom propagandistischen Feuer der Lobbyisten nicht beeindrucken zu lassen, ich bin da aber sehr skeptisch ….