Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Musik

Die Musikindustrie ruiniert sich selbst

In der futurezone:
»Plattenlabels, die ihre Audio-CDs mit einem Kopierschutz ausstatten, um den Inhalt vor dem Raubkopieren zu schützen und sich so höhere Einnahmen von dem Verkauf der CDs erhoffen, werden wohl eher den Ärger der Kunden auf sich ziehen und infolgedessen auch ihre Umsatz gefährden. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Marktforscher von GartnerG2 hervor.«

Das Gute an diesen vielen Analysten und Marktforschern ist dass man sich immer die heraussuchen kann die ins eigene Weltbild passen, daher kann ich in diesem Fall nur sagen: Stimmt! Wenn z.B. meine gekauften CDs beim Kopieren auf MiniDisc selbige völlig “verhärmen” bringt mich das nicht unbedingt in gelöste Kaufstimmung.

Die neueste haarsträubende Geschichte: Ich bin neuerdings stolzer Besitzer eines PDAs mit MP3-Player, die von Sony mitgelieferte Software zum Überspielen von CD auf den PDA funktioniert (a) nur mit speziellen Memory Sticks die “Digital Rights Management” unterstützen und (b) beschränkt den Vorgang des auf den PDA kopieren auf genau drei mal. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen, ich kaufe eine CD, möchte sie unterwegs hören (und vielleicht auch einmal die Musik auf dem PDA je nach Stimmung austauschen, denn 128MB ist ja auch nicht die Welt), aber die Sony-Software gestattet mir das nur drei mal. Das ist doch impertinent! Daher kopiert man einfach über das Betriebssystem MP3s auf eine normale Karte ohne “Digital Rights Management” und ich kann das so oft ändern wie ich möchte. Da fragt man sich doch: Haben die sie noch alle beisammen?

So graben sich die Multis ihr eigenes Grab, denn warum soll man sich teures Equipment und CDs kaufen wenn man es nicht ohne Verrenkungen nutzen kann?