Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
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Von Kopierschutz und Reihenhäusern

Sony reagiert auf "Filzstift-Hack": Sony ändert das optische Layout seiner CDs (die ja keine mehr sind, es sind Silberscheiben die aussehen wie CDs und sich wenn man Glück hat in einem CD-Player abspielen lassen) so dass der "Filzstift-Hack" nicht mehr funktioniert (berichtet futurezone.ORF).
Diese Reaktion war abzusehen, auf der Zunge zergehen lassen sollte man sich folgendes Zitat:
"Der deutsche Bundesverband der Phonografischen Wirtschaft [ifpi] reagierte auf die Berichte über den Filstift-Hack unterdessen sehr gereizt: ’Viele Menschen kopieren Musik, statt sie zu kaufen, während offenbar diese Zeitschriften das Thema für sich selbst als Möglichkeit zur Umsatzsteigerung entdeckt haben’, sagt Verbandsvertreter Michael Karnstedt. ’’Schöner Wohnen’ schreibt ja auch nicht, wie man am besten in ein Reihenhaus einbricht’, ergänzt der Verbandsvorsitzende Gerd Gebhard"(ebd.).

Tja, Freunde, den Reihenhausbesitzern schreibt ja auch nicht die Baufirma vor dass der Vordereingang nur abends zwischen 18:00 und 22:00 benutzt werden darf. Es geht einfach nicht an dass mir Sony Music vorschreibt auf welchen Geräten ich meine gekauften CDs hören darf und auf welchen nicht, und ich sehe es als mein selbstverständliches Recht an von meinen gekauften CDs MP3-Kopien für unterwegs zu machen. Und darum kann ich nur jedermann und jederfrau auffordern keine kopiergeschützten "CDs" zu kaufen, unverkaufte Silberscheiben ist die einzige Sprache die diese Leute verstehen, denn sie meinen sie können mit uns Konsumenten alles machen.

Noch einmal der Hinweis auf die Campaign for Digital Rights, dort gibt es eine Liste von aktuellen CDs die keine CDs sondern kopiergeschützte Silberscheiben sind.

Link: Rette die Privatkopie!