Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Weblogtalk Ontour

Schreie vom Campus

BarCampBerlin ist in vollen Gange. Nach der Phase der Selbstorganisation ging es in die Sessions.

Mein erstes Thema war AJAX vs Accessibility. Vorrangig ging es um die Problematik der Zugänglichkeit von Websites beim Einsatz von Ajax, einige kollektive Notizen gibt es im Netz zu lesen.
Und an meinem Platz gab es Strom und WLAN. Oh ja! ;-)

Danach gab Oliver Gassner eine Einführung in die Möglichkeiten für Pro-Blogger in Deutschland, hier meine Notizen, live getippt und relativ uneditiert (wir erwarten gleich Mittagessen, Zeit drängt ;-)):

BarCampBerlin: Oliver Gassner verrät die Geheimnisse des Pro-Bloggen Pro-Bloggen: Weblogs schreiben und dafür Geld bekommen. Nicht: Firma haben und ein Blog machen.
Die Modelle:

1. Adsense und Co.:
Funktioniert in USA recht gut (5-6 stellige Beträge/Monat), teilweise ergänzt mit Partnerprogrammen. Bildblog+Spreeblick sagen für D: “Man kann davon nicht leben.” Es geht nur für deutsche Blogger, wenn sie Englisch schreiben (Google Blogoscope).

2. Banner:
Zu wenig los auf deutschen Blogs dafür.

3. Honorar:
Was bloggen und sich dafür von irgendwem bezahlen lassen.
Übliche Tarife: 500 EUR für “ich pflege Euer Blog für einen Monat und bloggen jeden Tag etwas, wenn es nix zu bloggen gibt dann eben nicht”

4. Sponsoring:
Bsp. blog.literaturwelt.de – Bloggen von der Buchmesse

5. Sonderfall “Kompetenz”:
Man bloggt über sein Kompetenzfeld und lockt damit Kundschaft an.

6. Modell “Blog-Kompetenz-Nomade”:
A la Johhny Häusler auf allerlei Konferenzen auftauchen und Vorträge halten und Panels moderieren und “London Calling” singen. ;-)

These: Man muss im Netzwerk bloggen, und Geld mit einem Mix der obigen Methoden einfangen.



4 Kommentare



Basic Thinking Blog am 30.09.2006:


Trackback von Basic Thinking Blog:
Urban Legend: Man kann von Blogs nicht leben

im Sinne von AdSense und weiteren Affiliate-Einnahmen. So die Mitschriften von Ralle zum Vortrag von Oli Gassner auf dem BarCampBerlin:
Pro-Bloggen: Weblogs schreiben und dafür Geld bekommen. Nicht: Firma haben und ein Blog machen. Die Modelle:
1….

Andreas Dittes am 30.09.2006:

also johnny verknüpft eben das notwendige (da auftauchen) mit seiner leidenschaft der musik.
und vielleicht singen in 1-2 jahren ja mal alle mit, wenn er seine gitarre auspackt… ;)

ute am 01.10.2006:

schön dokumentiert – eines fehlt noch – nämlich “oliver´s insidertipp”:
“wer wirklich geld verdienen will, der macht ein sexblog auf” ;.)

@andreas:

tja, kommt nur auf die stimmen drauf an … ich bin “talentfrei” ;.)

Andreas Skowronek am 01.10.2006:

“Sexblog”?! Pfuideiwel. Und dann noch die Kosten für die Cam-Girls :-(

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