Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Denken

Vom Schreiben

»Nichts kann einen Menschen vom Schreiben abhalten, es sei denn, er tut es selbst. Wenn einer ein echtes Verlangen danach hat, dann schreibt er auch. Ablehnung und höhnische Kommentare machen ihn nur stärker. Wie Wassermassen, die gegen einen Damm drücken. Wer schreibt, kann nicht verlieren. Noch im Schlaf kitzelt es die Zehen zum Lachen. Du kriegst einen Gang wie ein Tiger. Deine Augen funkeln. Du siehst dem Tod ins Gesicht. Du wirst als Krieger sterben, und in der Hölle werden sie Dich ehren.«

Schrieb Charles Bukowski in seinem Tagebuch, das in diesen Tagen unter dem Titel »Den Göttern kommt das große Kotzen«, übersetzt vom bewährten Carl Weissner, erschienen ist. Dem man auch entnehmen kann, dass Buk seinen Macintosh IIse liebte. Und dass Leute, die Tagebücher schreiben, Armleuchter sind. Sagt Buk, ist also wahr. Gut, dass wir keine Tagebücher schreiben…



1 Kommentar



Roland am 06.09.2006:


Das Buch ist übrigens schon vor längerem erschienen. Ich habs vor etwa einem halben Jahr gelesen.

bukowski schreiben