Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Linux Ontour

amaroK, die Killerapplikation

<img class=“thumbtext” src=“/img/f/139944471_24393f60ca_o.jpg” width=“240” height=“192” alt="amaroK – Die “Killerapplikation” in Aktion" /> Am ersten Tag des Linuxtags gab es einen gelungenen Vortrag von Sven Krohlas zu amarok. Darüber hat Sven natürlich auch schon gebloggt und seine Folien verlinkt. AmaroK ist ein unter KDE laufendes iTunes-artiges Musikplayer und -verwaltungsprogramm unter Linux. Ich benutze Gnome als Desktop-System unter Linux, und hatte die nativen Alternativen wie Rythmbox, Banshee oder Quod Libet alle einmal ausprobiert. Der KDE-Fremdling amaroK mit seinen geekigen Features wie dem automatischen Suchen von Lyrics oder dem Nachschlagen des Interpretens in der Wikipedia (ein Produkt der letztes Jahr auf dem LinuxTag verkündeten Zusammenarbeit von KDE und Wikipedia) hat es mir aber wirklich angetan und ist erste Wahl in Sachen Musik unter Linux. Es hat viele der Features, die ich auch an iTunes schätze plus einiger singulärer Gimmicks.

Und psst, ich weiß ja nicht, ob ich es verraten darf, aber hier gibt es eine spezielle Linuxtag-Vorab-Version von amaroK 1.4 (im Source-Code), die ich gerade gebacken habe und die auf dem Screenshot oben in Aktion zu sehen ist.



10 Kommentare



pfleidi am 03.05.2006:


Ja amaroK ist wirklich ein feiner Player.
Haette den Vortrag selbst gern gesehen, aber leider konnte ich bis her niemanden ueberreden mich nach Wiesbaden zu begleiten …

Marc Humer am 04.05.2006:

klingt nach mehr :) Schade, dass ich immer noch Windows fahre…. aber eines Tages, Sven, eines Tages…. :)

Herzlichst, Marc

igor am 04.05.2006:

Wobei der Vergleich mit iTunes durchaus hinkt; amaroK ist sehr_viel_mehr als iTunes und dabei auch nicht so unlogisch.

Aber gut, dass sind nur die Worte eines neuen Linux Users. Uebrigens mit KDE als Standard, deswegen ist amaroK fuer mich von Anfang an kein Fremdwort gewesen.

Marc: Den Umstieg auf Linux kann ich nur anraten, spaetestens bevor Vista. Wann auch immer das kommen wird.

Kubuntu ist z.B. schnell installiert, wobei ich da auf die fertige Version 6.06 “Dapper Drake” warten wuerde; die kommt naemlich schon mit KDE 3.5.

In der Zwischenzeit kannst Du Dir ja musikCube angucken. Das ist zwar kein amaroK, kommt dem aber definitiv naeher als iTunes heran. :)

Ralf G. am 04.05.2006:

Das mit iTunes kommt daher, dass ich einen Player suchte, der ähnlich funktioniert und leistungsfähig ist wie iTunes, aber unter Linux, wo das große Soundarchiv meiner digitalisierten CDs liegt. Dass amaroK so gut ist, dass ich ihn in einer stillen Stunde mal auf dem Mac installieren möchte, steht außer Frage. ;-)

igor am 04.05.2006:

Kann man ja sogar, mit Hilfe von Fink :)

Btw. ist in meinem ersten Kommentar ziemlich viel HTML-Krams; hab erst gar nicht bemerkt, dass nur txp-Zeugs geht. ;)

Sven Krohlas am 04.05.2006:

Eine Ausführliche Anleitung zu amaroK unter OS X hat es unter: http://amarok.kde.org/amarokwiki/index.php/On_OS_X

igor am 05.05.2006:

Die native Umsetzung waere natuerlich nicht unschick, ist mir aber ein wenig zu aufwaendig, wenn ich ehrlich sein soll. Zuviel fummeln macht unsexy. ;)

Matthias am 05.05.2006:

Seit einiger Zeit läuft auch hier nur noch amaroK, und selbst wenn viele Features Schnickschnack sind, spiele ich immer wieder gerne damit rum. Schön wäre allerdings ein Plugin-System: Mancher hätte gerne weniger, ein anderer mehr Funktionalität. Und Shame on me, dass ich es auch morgen wohl nicht von Mainz nach Wiesbaden schaffen werde :o(

Ralf G. am 06.05.2006:

Danke Sven, den nativen Build muss ich unbedingt versuchen, klingt nach großem Spaß!

Matthias, verstehe ich, ist ein weiter gefährlicher Weg über den großen Fluß! ;-)

Sven Krohlas am 06.05.2006:

@Matthias: viele Dinge lassen sich abschalten. Die Tabs links lassen sich in 1.4 übers Kontextmenü einzeln deaktivieren, man muss nur eine Engine übersetzen, Support für die Moodbar ist ebenso wie der für MusicBrainz optional. Das Holen der ähnlichen Songs und Bands kann man im Kontextbrowser auch abschalten (ebenso im Kontextmenü).
Und es gibt noch eine xmms-ähnliche Ansicht. Also man kann da schon ein wenig was anpassen.

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