Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Internet

Biometrische Verfahren und Gummibärchen

Eine interessante Geschichte gibt es bei The Register. Fingerabdruckscanner gelten gemeinhin als sehr sicheres Verfahren zur digitalen Feststellung der Identität. Ein Herr namens Tsutomu Matsumoto hat dieses Urteil ins Wanken gebracht.

Tsutomo bastelte sich aus Gelatine und irgendeinem Plastikzeug einen Finger. Dann suchte und fand er einen schönen Fingerabdruck auf einem Glas, verstärkte diese mit einer Chemikalie und fotografierte diesen dann mit einer Digitalkamera. Nach ein bißchen PhotoShop war der Kontrast des Abdrucks verschärft und er druckte ihn auf eine transparente Folie. Mit dieser belichtete Tsutomo eine Platine, damit war das Muster in die Kupferbeschichtung gebrannt, und da drückte er den Plastikfinger hinein. Resultat: Bei 80% aller Scanner konnte der Plastikfinger sich identifizieren.

Wenn das nicht das Vertrauen in die Technik erschüttert …

Nachtrag: Dazu gibt es nun auch einen Artikel in Telepolis