Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Ich, der prinzipienlose Kretin!

Zeugs

Es musste etwas geschehen. Die Zugriffe aus Google-Suchergebnissen, geschuldet der exorbitanten Beliebtheit, die Weblogs nun einmal haben, wenn sie »schöne URLs« mit Stichworten haben, fressen mir die Haare vom Kopf.

Bleiben zwei Alternativen:

Zum einen der Google-Suizid. Aber, ist man nicht in Google, existiert man nicht im Web. Aus der liebevollen Umklammerung der allwissenden Datenkrake gibt es keinen Weg mehr zurück. Und selbstverständlich bin ich auch der Hybris jedes mir bekannten Webloggers verfallen, die davon ausgeht, dass der Content, den man unverlangt und freiwillig ins Netz stellt, für die Mitmenschen so unfassbar wertvoll ist, dass man ihnen das nicht vorenthalten darf. Und sie im Zweifelsfall auch ruhig dafür zahlen können. Eben weil der freiwillig reingestellte Content so furchtbar bedeutsam ist.

Und zum anderen, der letzte Absatz deutet es schon an: Man bleibt in Google und lässt irgendwen zahlen. Und so, getreu dem alten Motto, dass Geschwätz von gestern nur Geschwätz von gestern ist, gibt es ab sofort für Google-Besucher Textads zu sehen. Wenn schon Google-Umarmung, dann richtig. Ich bin gespannt, ob und was dabei rauskommt. Aber ohne es mal ausprobiert zu haben, kann man nicht guten Gewissens Option 1 durchführen. ;-)

So, nun steinigt mich, den prinzipienlosen Kretin!

The Girl meint übrigens, dass die Archivseite noch locker einen Skyscraper mit 10 Ads vertragen könnte. Ist ’ne Überlegung wert… ;-)



8 Kommentare



hugo am 29.01.2006:


Ok, ich nehm zwei flache Steine und ne Tüte Kiesel.

Ralf am 29.01.2006:

Danke danke!

Das erinnert mich daran, dass ich längst mal Deinen Feed im Reader umstellen wollte. ;-)

andI am 29.01.2006:

Touch down!

Ralf am 29.01.2006:

Wat? Touch down? Eher ein Field Goal, so lange sich nicht die Euronen stapeln. ;-)

andI am 29.01.2006:

Eher im übertragenen Sinne mein Lieber… ;-) Von wegen der Nähe zum Boden…
Wann folgt der Verlag? ;-)

Fred am 29.01.2006:

“Wann folgt der Verlag” ist lustig :)

dee am 30.01.2006:

War also kein Scherzchen neulich. Aber keine Popups und keine Flash-Banner.

Alana am 2006-01-31 19:01:55 +0100:

> …fressen mir die Haare vom Kopf.

Bedeutet?

google kommerz böse