Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Aus die Maus: Palast der Republik endgültig dem Untergang geweiht!

Momentaufnahme

Aus die Maus! Wenig überraschend hat der Bundestag Anträge von Linkspartei und Grünen abgelehnt, den Abriss des Palastes der Republik aufzuschieben oder ganz abzublasen. Wen interessiert da schon, dass es vor 2020 an der Stelle nix Neues geben wird, also im Grunde überhaupt keine Eile besteht? »Vae victis« (Wehe den Besiegten!), wusste man schon aus der Antike zu berichten. Der Palast muss einfach weg, als Symbol der untergegangenen DDR, als symbolischer Akt, ohne Sinn und Zweck. Adrian Pohr in ZEIT.de: »Abgesehen von den 12 Millionen Euro, die diese neue Baustelle im Herzen Berlins kosten wird, ist der Abriss Vorbote eines noch sehr viel mehr Geld verschlingenden Projekts: dem Wiederaufbau des alten Stadtschlosses. Falls es gebaut wird. Denn wie sparsamer Bund und bankrottes Berlin das fast eine Milliarde Euro teure Projekt finanzieren wollen, ist rätselhaft.« Und man beachte das wirklich schwache Bild, das Bauminister Tiefensee im Zeit-Interview abgibt! Überzeugend ist etwas anderes.

So geht er also demnächst dahin, der Palast. Ein visuelles Denkmal, offen für jedermensch: flickr-Gruppe »Palast der Republik«.

[Nachtrag:] Unbedingt lesen: Andrea im Küchenkabinett: »palast vs. schloß«

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