Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Rails

Techkram

Ich möchte wetten, dass 90% jener Damen und Herren, die in ihren Blogs das Ruby On Rails lobpreisen, höchstens ein fertiges Installer-Paket auf ihrem Windows oder Mac OS X installiert haben, aber noch nie eine »echte« Website mit Rails auf einem richtigen Server maintained haben. Ein Alptraum, sage ich Euch, jedes Update ist eine Zitterpartie. Und wenn etwas schief läuft, geht das fröhliche Suchen los. Das Rails-Gedöns verteilt sich im Betriebssystem wie ein MS Office seine DLLs. Und was weiß ich schon, was es bedeutet, wenn irgendein ActionDingsda eine Exception wirft? Ich bin (in diesem Fall) nur ein kleiner Linux-Admin, ey …



9 Kommentare



Marcel Lanz am 15.11.2005:


Weshalb so verärgert.

Das nennt sich Engineering und dafür sollten sie sich bezahlt machen.

Schauen Sie über den Tellerrand und versuchen Sie zu verstehen was passiert. Ich bin auch ein GNU/Linux Admin, von Zeit zu Zeit, und die allermeisten Applikationen machen sich konstruktiv mit Logfiles usw. bemerkbar. Bisher liess sich noch jedes Problem lösen, ev. dauerts halt ein bisschen länger. Also 1. haben Sie für Rails nichts bezahlt; das Geld können Sie also ruhigen Gewissens für einen Consultant ausgeben. 2. Müssen Sie das Ganze nicht benutzen, sonst siehe 1. 3. Komplexe Systeme sind immer Komplex. Nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik:”

“Die Entropie eines abgeschlossenen Systems wird nie von alleine kleiner”

Das gilt auch für Rails.

Flo am 15.11.2005:

Nun, aber ist das nicht überall so?

Okay, PHP ist etwas einfacher, aber ein aktuelles PHP mit den mittlerweile erwarteten Modulen und PEAR ist auch nicht gerade trivial. Bei Python-Webframeworks ist es nach meiner Erfahrung noch etwas schlimmer als bei Rails und von Java brauchen wir erst garnicht anfangen zu reden.

Florian Weber am 2005-11-15 19:34:01 +0100:

Wäre super wenn ein wenig konkreter werden könntest und nicht nur mit dem FUD ankommst.

Wieso ist jedes update eine Zitterpartie? Es gibt Anleitungen für jedes neue Release die das Update genau beschreiben (zb: http://manuals.rubyonrails.org/read/book/19).

Welches ‘Rails-Gedöns’ verteilt sich im Betriebssystem wie ein MS Office seine DLLs?

Wie gesagt, bitte ein bißchen konkreter und nicht nur FUD =)

Ralf am 15.11.2005:

War ja klar, als der Schocki es verlinkte, dass die Fanatiker auftauchen. Das digitale Gegenstück zu den schwarmweise in Blogs einfallenden T*ki* H*tel-Kiddies ist der Rails-Fan an sich. ;-)

Also gut: Rails ist geil, wir alle freuen uns z.B. darauf, Applikationslogik in die Benamung von Datenbanktabellen auszulagern. Ruby ist schön, macht total Spaß und ist die beste Programmiersprache, seit mich Fortran weiland schwer enttäuscht hat. Rails ist einfach, ein “gem update” macht nie etwas kaputt, nur ich bin zu doof dazu, “Soy un perdedor. I’m a loser baby, so why don’t you kill me?”

Alles klar? Fein, dann gehen wir jetzt wieder scaffolden …

Zaphod am 15.11.2005:

Ich schwöre zwar, noch nie diesen Ruby-Kram angefasst zu haben, weil mir die Java-Hackerei im Büro schon reicht und ich nicht noch einen Stressfaktor brauche – aber der Kommentar Nr. 4 hat trotzdem definitiv meinen Tag gerettet. Ja, die Kommentare zeigen es: Rubyfreaks, Mac-Benutzer und Staubsaugervertreter haben sehr ähnliche Eigenschaften…

Florian Weber am 2005-11-16 00:56:34 +0100:

ralf, jetzt mal im ernst: es hat nichts mit fanatismus zu tun wenn man fordert dass du ein bißchen sachlicher wirst! wenn du hier schon so gegen rails austeilst, dann werd zumindest auch mal ein bißchen konkreter!

was genau macht ein ‘gem update’ bitte kaputt?

und überhaupt, rails lagert applikationslogik in die benaming von datenbanktabellen aus? da mußt du etwas falsch verstanden haben ;)

Ralf am 16.11.2005:

Ich bin aber gerne unsachlich, besonders wenn ich gerade fluchend vor dem Terminal sitze. Ich hätte übrigens auch noch auf nicht sterbende FCGI-Prozesse, die einfach weitermachen, wenn ihr Elternserver gekillt wird, eindreschen können. ;-)

Nicht immer alles so ernst nehmen, nur weil die Lieblingssprache “unsachlich” angegangen wird. “Is doch nur Internetz”, würde man in einer durchaus merkwürdigen Blogcommunity dazu sagen …

Florian Weber am 2005-11-16 11:58:25 +0100:

Also ich würde es eher als Kindergarten-style bezeichnen wenn man hier groß auf Rails eindrescht, aber dann, wenn man gefragt wird was denn nun so schlecht an Rails ist, auf einmal ganz leise ist oder mit irgendwelchen albernem Blödsinn wie “Nicht immer alles so ernst nehmen..” kommt.

Also, ich freu mich schon auf die Beispiele was dich an Rails verärgert..

oder wolltest du vielleicht hier einfach mal auf die Kacke hauen, kennst dich dann aber im Detail einfach gar nicht genug mit dem ganzen Programmierzeug aus um hier auch mal ein konkretes Beispiel zu bringen? Naja, über irgendwas herziehen obwohl man gar keine Ahnung davon hat kann ja auch mal ganz lustig sein, oder? ;)

Ralf am 16.11.2005:

Meine Güte Florian, tut mir echt leid wenn ich Dein “Lieblingsdings” angepisst habe.

Es geht lediglich darum, dass auch mit Rails nicht alles so einfach ist, wie der große nervende Bloghype um Rails uns Glauben machen möchte. Und das habe ich geschrieben, als nach einem “gem update” mal wieder nix mehr ging. Und sonst nix.

Wer damit programmieren möchte soll das gerne tun. Und damit sind für diesen Eintrag die Kommentare geschlossen.

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