Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Autochromes de la guerre

Fotografie

Schwarz-Weiß-Fotografien von Kriegen haben die Tendenz, das sinnlose Kriegstreiben für den heutigen Betrachter zeitlich weiter nach hinten zu schieben, als das Geschehen tatsächlich einzuordnen ist. Darum schaffen es die im Autochromverfahren erstellten »Autochromes de la guerre 1914-1918«, auf den Betrachter unmittelbarer zu wirken. Das Benutzerinterface ist lausig, aber die Aufnahmen sehenswert. Die Fotografen Cuville, Castelnau, Aubert und Albert Samama-Chikli waren als Soldaten an den Kampfhandlungen beteiligt, dementsprechend realistisch (das ist als Warnung für sensible Gemüter zu verstehen) sind einige Bilder. Andererseits fällt auf, dass es auch zahlreiche eher »touristische« Aufnahmen aus für die damaligen Zeitgenossen weit entfernten und exotischen Gegenden wie Griechenland gibt.

Um die Bilder anzuschauen, muss man oben rechts unter Accès aux Images auf einen der Schauplätze klicken und erhält dann eine neue Seite mit einer Übersicht.

[Via Metafilter]

fotografie 1.weltkrieg ww1