Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Mac

Crufty Apple?

Okay, Microsoft ist ein dankbares Opfer. Aber Apple! Was ist nur mit Apple los? Frage nicht nur ich mich, sondern auch Rui Carmo fragt sich auf The Tao Of Mac: »Is Mac OS X Becoming Crufty?« Crufty kommt von cruft (ich kannte das Wort auch nicht ;-)). Wenn man Apple nicht als religiöses Objekt betrachtet, muß man feststellen, dass Mac OS X und die Apple-Applikationen Verhaltensweisen an den Tag legen, die für Windows-Benutzer normal sind, aber eben nicht auf dem Mac. Damit meine ich nicht nur die angebliche Notwendigkeit, beim Wechsel des Betriebssystems eine Neuinstallation machen zu müssen, sondern auch Abstürze und Unzuverlässigkeiten, die der Mac-User als solcher nicht tolerieren mag. Apple mag sich wohl derzeit lieber obercooler Hardware für blasse Jüngelchen, die mit weißen Ohrhörern posen möchten, oder irgendwelchem Home-Entertainment-Video-Zeugs, dass niemand braucht, widmen, statt den Tiger (und damit das eigentliche Kerngeschäft) in die Schiene der gewohnten Qualität zu heben. Es ärgert mich schon jetzt granatenmäßig, dass ich demnächst einen halben bis ganzen Tag opfern muß, um das Powerbook neu zu installieren.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich halte Mac OS X für das beste Betriebssystem weit und breit, nichts kommt an dessen durchdachte Benutzungs- und Designkonzepte heran. Aber windows-mäßiges Gebaren (Abstürze, Neuinstallationen, endlose Reboots etc.) halte ich in einer Hard- und Softwarekombination der Appleschen Preisklasse für nicht akzeptabel.

apple mac tiger