Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Linux Ontour

LinuxTag 2005 - Das wars!

Aus und vorbei! Aus und vorbei, der LinuxTag, lieblos hängt das Eintrittskärtchen mit seinem gelben Band am erstbesten Plakat auf der Straße. ;-)

Ein Fazit: Ich werde nicht in den »früher war alles besser«-Chor einstimmen. Im Gegenteil, ich finde es interessant, dass der LinuxTag, trotz aller Kommerzialisierungsbemühungen noch stets vom bunten Auftreten der Community geprägt ist und die business-uniformierten StandwächterInnen wie Wesen von einem anderen Stern wirken. Die Vorträge, die ich gesehen habe, waren bis auf einen gut vorbereitet und angenehm zu verfolgen. Man bekommt Anregungen, dieses und jenes einmal auszuprobieren, und es ist eine tolle Sache den Heroen der Freien Software-Welt einmal leibhaftig zu begegnen. Damit genug des Geblogge vom LinuxTag, meine Bildsammlung, die das gratis Flickr-Monatsvolumen gesprengt hat, gibt es hier zu sehen, aller Bilder mit dem Tag linuxtag sind auch einen Blick wert.

Andere Leute haben auch über den LinuxTag gebloggt. Der Preis für den kürzesten LinuxTag-Besuch geht an Steven: »Angekommen beim Kongresszentrum, wunderte ich mich schon, warum alle so gelbe Plaketten um den Hals trugen. Diese bekam ich dann aber beim Bezahlen der Eintrittskarten auch ;) Leider war das Event dann total auf die Firmenschiene gelegt, was mich dazu veranlasste nach knapp einer Stunde den Heimweg anzutreten.« Das mit der interessanten persönlichen Begegnung wird mitunter auch ganz eigen interpretiert, wie z.B. bei honza: »Es war auch interessant, mal die Typen zu sehen, die den ganzen Kram entwickeln. Ich hätte es nie gedacht und für ein Klischee gehalten, aber die meisten sehen wirklich irgendwie gestört aus. Manche von ihnen scheinen nur ab und zu mal Sonne oder Tageslicht zu sehen…« Und manchmal hinterlassen LinuxTag-Besuche auch ihre Spuren in den ewigen Annalen menschlicher Tragik, die Rammstein einmal so treffend mit »die selbe Sache, das alte Leid« besungen haben, höret was Tolimar zu berichten hat: »Met a nice girl the other day and I would really like to tell you all that I have fallen in love. But I haven’t, since she seems quite happy with her current boyfriend.« Das Schlußwort gehört dem Sil53r Surf3r, zum Thema LinuxTag und persönliche Begegnung: »Allein schon, einige der Gesichter zumindest einmal gesehen zu haben, macht bereits eine Menge aus. Um nicht zu vergessen, daß Software von Menschen für Menschen gemacht wird und daß es sich dabei nicht bloß um seelenlose Produkte handelt. Wenn man den Enthusiasmus erlebt, mit dem einige der Autoren ihre Projekte vorstellen, dann spürt man deutlich, wieviel Engagement und Herzblut sie – zum Teil über Jahrzehnte hinweg – in ihre Software-Produkte investiert haben und auch heute immer noch investieren. Das motiviert auch, sich als Anwender weiterhin intensiv damit zu befassen.«



2 Kommentare



sententia fredericiana am 28.06.2005:


Trackback von sententia fredericiana:
LinuxTag 2005: Fotos

Wenn ich schon selber nicht da sein konnte (also auch keine Fotos gemacht habe…) dann will ich doch wenigstens was verlinken:
le Ralle hat einen LinuxTag 2005 Photoset auf Flickr. Außerdem hat er viel über den Linuxtag gebloggt, sodass ich mi…

Jans Technik-Blog am 30.06.2005:

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Linuxtag – Ein Fazit

Ich hatte ja berichtet, dass ich auch dieses Jahr wieder als Aussteller auf dem Linuxtag war. Leider hatte ich noch keine Zeit ein Fazit zu ziehen, aber das möchte ich jetzt nachholen: Generell hatte ich den Eindruck das weniger…

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