Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Rundesleder

Abpfiff!

Die Bundesliga-Saison ist glücklicherweise vorbei, und der VfL Borussia aus Mönchengladbach verabschiedete sich angemessen mit einer 1:5-Packung aus selbiger. Mit jämmerlichen 36 Punkten, keinem einzigen Auswärtssieg und kümmerlichen 35 Toren steigt man normalerweise ab. seitenwahl.de meint dazu sehr passend: »Bayer Leverkusen siegte hochverdient und vor allem auch in der Höhe verdient mit 5:1, weil man auf eine Mannschaft traf, die am letzten Spieltag auch ohne den vielzitierten “Druck” noch einmal exakt so niederträchtig schlecht agierte, wie sie es über 3/4 der Saison unter wechselnden Verantwortlichen ausgiebig getan hatte. Weshalb es nunmehr ein völliges Wunder sein dürfte, dass sie am Ende die Klasse dennoch erhalten musste.
Es wird nun an Trainer Horst Köppel und seinen Mitstreitern sein aus dieser Leistung und aus dem Können und Wollen aller Einzelspieler die richtigen Lehren für die Sommerpause zu ziehen. […] Die Auswärtsbilanz nicht nur von dieser Saison spricht da unglaubliche Bände und offenbart die grundlegendste Krankheit aller. Vor fremdem Publikum erachtet man es schon als Gewinn nicht mehr als eins, zwei Gegentore zu schlucken. Zudem hält man sich schon für unwiderstehlich prima, wenn man auswärts mit dem Ball die Mittellinie überschreiten kann.
Es ist nur zu wiederholen. Der Klassenerhalt in dieser jetzt beendeten Saison ist das Produkt von wenig Können, viel Glück und zwei vollauf toll verlaufenden Wochenenden im Saisonendspurt.«
Und mit diesen treffenden Worten schließen wir die Saison 2004/05 ab. Im Moment kann ich echt keinen Fußball, und vor allem keine Loser im Borussia-Trikot, mehr sehen, und das will schon etwas heißen bei mir. ;-)