Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Linux

Das dünne Eis freier Projekte

Wenn man auf freie Projekte setzt, kann man unter Umständen auf sehr dünnem Eis stolzieren. Beim Debian-Projekt hat ein Server die Grätsche gemacht, was zur Folge hat, dass ich seit Tagen bestimmte Pakete nicht bekommen kann. Und ich bräuchte dringend die Subversion-Pakete für Woody. Wie kann man einen Server auch ausgerechnet nach ihm benennen. ;-)

Es ist schon ein Kreuz. Debian ist genial, hängt aber am seidenen Faden der Erreichbarkeit, SuSE saugt, RedHat sowieso, Gentoo ist zu mühsam für richtige Server – was soll man bloß nehmen?

Nachtrag: Ganz einfach, man macht das wie ein richtiger Mann, lädt sich die Sourcen herunter und kompiliert alles selbst. Brandneues Subversion mit Apache-Modul. Und die ganzen halbgaren Bastelserver freier Projekte können einem fortan gestohlen bleiben. ;-)



6 Kommentare



bwolf am 06.04.2005:


Man könnte z.B. FreeBSD nehmen ;)

Ralf am 06.04.2005:

bwolf, damit kenne ich mich leider nicht so aus, sonst wäre es definitiv eine Alternative. Aber nicht Erstversuch an einem Rechner der nicht physisch erreichbar ist, das ist ein wenig heikel. ;-)

bwolf am 06.04.2005:

Kann ich gut verstehen. Schade eigentlich, dass es für einige der debian-Pakete keine Spiegel gibt.

thorte am 06.04.2005:

Peilt denn dann apt-get bzw. Synaptic auch, dass das Paket installiert ist?

neri am 2005-04-06 17:14:07 +0200:

FreeBSD ist sicher eine gute Wahl, wenn du im Linux Lager bleiben willst sieh dich mal nach einer Distribution um, die primär auf Binärpackete setzt, was das “normale Tagesgeschäft” vereinfacht, aber auch ein gutes und vor allem einfaches build System hat. Sprich eins mit einfachen Packetbau Anweisungen. Spontan fällt mir da Slackware oder Crux-Linux ein. Oder Archlinux. Die setzen aller mehr oder Weniger auf Bash-basierende Konstrukte. Der Vorteil ist, dass selber kompilieren möglich ist ohne sich erst durch spec-file Syntax oder patch orgien wühlen zu müssen. Gleichzeitig brichst du nicht mit der Packet/Dateien-verwaltung. Natürlich ist der Support nicht so umfangreich wenn du mal im Dunkeln stehst … Nix ist volkommen :)

Ralf am 07.04.2005:

thorte, nö, peilt er nicht, was bei Debian Woody in meinem Fall auch nicht weiter tragisch ist, da es da eh kein Subversion gibt, ergo auch niemand davon abhängen kann. Aber prinzipiell ist das schon ein großes Problem, daher möchte ich auch nur in Ausnahmefällen selbst basteln. Andernfalls müsste man nämlich ein Dummy-paket selbst bauen, damit die anderen Pakete nicht rumzicken.

neri, Danke für die Tipps, besonders Crux sieht sehr interessant aus!