Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Momentaufnahme

Oh, München, Hauptstadt der Bajuwaren ...

…, Du begrüßt den Besucher, so er dem stählernen Feuerroß entstiegen ist, gleich mal mit der Botschaft: »Hier wird keine Fluppe angesteckt, Alda!« Aber wir wollen ja gar nicht rauchen! ;-)

Den Rest der Woche verbringe ich arbeitshalber in München. Ich darf gar nicht daran denken, wie nahe ich nun an Uli Hoeneß bin.
Gleich in der U2 gab es ein für eine rheinische Frohnatur wie mich erstaunliches Erlebnis: Ein paar Kinder stiegen ein, tollten ein wenig herum, nicht übermäßig schlimm (im Vergleich zu dem, was ich in der Hinsicht schon erlebt habe), und umgehend donnerte ein Bajuware die Kinder an, dass sogar ich zusammen zuckte: »Jo mei, Du willst mi aber jetzt nicht nerven!« (oder so ähnlich, die Transkription des örtlichen Idioms fällt mir ein wenig schwer). Und mir gegenüber saß einer, der die Kinder mit Blicken tötete, einen roten Kopf bekam und seine Aktentasche so fest umklammerte, dass die Fingerknöchel sich weiß abzeichneten. Das war das erste Erlebnis nach 10 Minuten München. Na, das kann ja noch was werden …



9 Kommentare



Matthias am 13.01.2005:


Was treibt dich denn an die Isar, wo es hier doch so schön ist? Und wenn du zur HVZ U2 fährst, dann sind keine Kinder in der Bahn.

Andrea am 13.01.2005:

Meine ersten 10 Minuten in München (am Anfang eines fünfmonatigen Praktikums, Ende März letzten Jahres): “SCHEISSE WARUM SCHNEIT DAS DENN HIER?!” Man hätte sich natürlich auch vorher mit den örtlichen klimatischen Bedingungen vertraut machen können…

Schon Sightseeing geplant? :-)

Irakli am 13.01.2005:

Willkommen bei uns! Du bist ja noch grantiger als die Eingeborenen :)

Klaus Eck am 13.01.2005:

Keine Angst vor den Bayern, sie sind nicht gefährlich… Mich hat es bereits vor 8 Jahren als Nordlicht in den Süden verschlagen und ich werde München sicherlich nicht mehr so schnell verlassen… Inzwischen verstehe ich auch das Idiom ein klein wenig….

Ralf am 13.01.2005:

Matthias, die Arbeit treibt mich nach München, leider, hat man keine Zeit zum rumlaufen und fotografieren. ;-)

Andrea, leider nicht, bis her habe ich nur Bahnhof und ein Industriegebiet “Am Moosfeld” (oder so ähnlich gesehen.

Irakli, ich bin nicht grantig, wir Rheinländer sind nur selten grantig. ;-)

Klaus, um mich an das Idiom zu gewöhnen, werde ich noch etwas brauchen, muß bei manchem eingeborenen Kollegen ab und an nachfragen, was er mir sagen wollte.

ganymede am 13.01.2005:

Na, dann herzlich willkommen in der bayerischen Landeshauptstadt! Falls Du Zeit hast, nach der Arbeit auch mal ein wenig durch die Stadt zu ziehen, so sei Dir hiermit Augustiner Bier von einem Exilmünchner wärmstens ans Herz gelegt ;)

Solltest Du zufällig in der Nähe davon sein, ich selber hab’ mich z.B. in der Südstadt immer sehr wohl gefühlt.

Irakli am 13.01.2005:

Mit “Am Moosfeld” hast Du Dir das wahrscheinlich fürchterlichste Stück Gewerbe-München ausgesucht. Ausser Du bist im neuen IBM-Bau. Aber mit der U-Bahn kommt man schnell rum! Wenn Du auch dort in der Nähe übernachtest, würde ich schnell die S6 (ab Riem) nach Feldkirchen nehmen und auf ein Paar Weissbier in das Fliegerbräu absteigen. (http://www.fliegerbraeu.de/)

Angel am 14.01.2005:

Ach, lass doch die Münchner grantln, die sind so, keiner meint es wirklich bös und überhaupt das kennen hier eh schon alle ;-)
Wenn du nur für die Arbeit hier bist hast du leider zu wenig Zeit für München, dabei täten sich die Stadt und die Leut lohnen. Wirklich.

Ralf am 16.01.2005:

Habe leider überhaupt nix von München gesehen (außer Firma, Hotel und der “Dicken Sophie”), das nächste Mal werde ich ein paar Tage dranhängen, um Sightseeing zu machen. Meine Einwürfe dahingehend beim Chef brachten als Antwort leider nur “Du bist doch hier nicht im Sanatorium” ein. ;-)